Tsunami

Tsunami (jap. 津波) ist ein japanisches Wort. „tsu“ (津) bedeutet der Hafen und „nami“ (波) die Welle. Ein Tsunami ist folglich eine Welle, die besonders in Häfen und Buchten besonders markant ausgeprägt ist und dort oft große Verwüstungen anrichtet.

Ein Tsunami entsteht infolge plötzlicher Hebung oder Senkung des Meeresbodens oder durch das Hineinstürzen oder Abrutschen großer Erdmassen ins Wasser und breitet sich als aufeinander folgende, sehr langperiodische gravitative Meereswellen über große Entfernungen hinweg aus.

Tsunamis werden meist durch starke Erdbeben unter dem Ozeanboden angeregt. Seltener, aber oft nicht weniger gewaltig, sind Tsunamis infolge von Vulkanausbrüchen und aufgrund von untermeerischen Erdrutschen. Auch Einschläge großer kosmischer Projektile ins Meer können die Ursache für u. U. riesige Tsunamis sein; allerdings sind diese Ereignisse extrem selten.

Auftreffen des Tsunami vom 26. Dezember 2004 auf die Küste Thailands

Inhaltsverzeichnis

Etymologie

Der Begriff Tsunami (japanisch für: Hafenwelle) wurde durch japanische Fischer geprägt, die vom Fischfang zurückkehrten und im Hafen alles verwüstet vorfanden, obwohl sie auf offener See keine Welle gesehen oder gespürt hatten. Darum nannten sie die mysteriösen Wellen Tsu-nami, das heißt "Welle im Hafen".

Eine Reihe verheerender Tsunamis zwischen 1945 und 1965 machte dieses Naturphänomen weltweit bekannt und bildete die Grundlage für wissenschaftliche Arbeiten, in deren Folge sich die japanische Bezeichnung als Internationalismus durchsetzte. Die bisher früheste bekannte wissenschaftliche Beschreibung dieses Naturereignisses mit exakter Ursachenanalyse stammt von dem österreichischen Geowissenschaftler Ferdinand von Hochstetter, der es 1868 in seinem Aufsatz "Ueber das Erdbeben in Peru am 13. August 1868 und die dadurch veranlassten Fluthwellen im Pacifischen Ozean, namentlich an der Küste von Chili und von Neuseeland" darstellte.[1]

Entstehung

Entstehung und Fortpflanzung eines Tsunami

Tsunamis werden meist (zu etwa 90 %) durch starke Erdbeben unter dem Ozeanboden angeregt; die restlichen entstehen infolge Vulkanausbrüchen, untermeerischen Erdrutschen oder in sehr seltenen Fällen durch Meteoriteneinschläge.

Tsunamis treten mit 79 % am häufigsten im Pazifik auf: Am Rand des Stillen Ozeans, in der Subduktionszone des Pazifischen Feuerrings, schieben sich tektonische Platten der Erdkruste (Lithosphäre) übereinander. Durch die sich ineinander verhakenden Platten entstehen Spannungen, die sich zu einem nicht vorhersehbaren Zeitpunkt schlagartig entladen, wodurch Erd- und Seebeben ausgelöst werden. Wird dabei eine der tektonischen Platten angehoben, wird auch der Meeresgrund und damit auch die darüberliegende Wassermasse schlagartig angehoben. Durch die Gravitation wird das hochgehobene Wasser wieder in alle Richtungen verteilt, was seine Zeit braucht. So breitet sich die angehobene Wassermasse mit einer Wellenfront in alle Richtungen aus. Meist ist die unterseeische Landhebung nicht flächen-, sondern linienförmig (Bruchkante), dann bewegt sich die Wellenfront v. a. in zwei Richtungen (vom Bruch weg).

Ein Erdbeben kann nur dann einen Tsunami verursachen, wenn alle drei folgenden Bedingungen gegeben sind:

  • es eine Magnitude von 7 oder mehr erreicht,
  • sein Hypozentrum nahe der Erdoberfläche am Meeresgrund liegt und
  • es eine vertikale Verschiebung des Meeresbodens verursacht, welche die darüber liegende Wassersäule in Bewegung versetzt.

Nur ein Prozent der Erdbeben zwischen 1860 und 1948 verursachten messbare Tsunamis.

Ausbreitung

Tsunamis unterscheiden sich grundlegend von Wellen, die durch Stürme entstehen, denn bei diesen bleiben die tieferen Wasserschichten unbewegt. Bei einem Tsunami bewegt sich dagegen das gesamte Wasservolumen, also die gesamte Wassersäule vom Meeresboden bis zur Meeresoberfläche.

Man unterscheidet zwischen Flachwasserwellen (in tiefer, offener See) und Tiefwasserwellen (in flachem Gewässer beim Auftreffen auf die Küste). Tsunamis auf tiefem, offenem Ozean sind Flachwasserwellen; die Geschwindigkeit ist abhängig von der Wassertiefe.

Tsunamis sind Schwerewellen

Bei der Fortpflanzung eines Tsunamis bewegt sich die gesamte Wassersäule (Größenordnung übertrieben); allerdings nimmt die Bewegungsamplitude, anders als hier dargestellt, mit zunehmender Tiefe ab und erreicht am Boden null

Grundsätzlich repräsentiert eine Welle keine Bewegung von Wasser, sondern Bewegung von Energie durch Wasser. Aus physikalischer Sicht ist Wellenausbreitung immer dann möglich, wenn eine Auslenkung aus einer Gleichgewichtslage, in diesem Fall ein Anstieg oder Abfall des Wasserspiegels, eine entgegengerichtete Rückstellkraft zur Folge hat. Bei Ozeanwellen wirkt als Rückstellkraft die Schwerkraft, die auf eine möglichst horizontale Wasseroberfläche hinarbeitet. Aus diesem Grund werden Tsunamis zu den Schwerewellen gezählt. Ein Tsunami ist also insbesondere keine Druck- und keine Schallwelle; Kompressibilität, Viskosität und Turbulenz sind nicht relevant. Um die Physik eines Tsunamis zu verstehen, genügt es, die Potentialströmung einer idealen, also reibungsfreien, inkompressiblen und wirbelfreien Flüssigkeit zu betrachten. Mathematisch werden Tsunamis Lösungen der Korteweg-de-Vries-Gleichung beschrieben.

Die Theorie der Schwerewellen vereinfacht sich in den beiden Grenzfällen der Tief- und der Flachwasserwelle. Normale Wellen, die beispielsweise durch Wind, fahrende Schiffe oder ins Wasser geworfene Steine verursacht werden, sind meist Tiefwasserwellen, da sich ihre Wellenbasis in der Regel über dem Grund des Gewässers befindet, also dort, wo die Welle keine Auswirkungen mehr hat. Ein Tsunami hingegen ist auch im tiefsten Ozean eine Flachwasserwelle, da die gesamte Wassersäule bewegt wird und sich auch am Ozeanboden eine langsamere Bewegung in Richtung der Wellenausbreitung feststellen lässt. Dem entspricht, dass bei Tsunamis die Wellenlänge (Entfernung von einem Wellenberg zum nächsten) viel größer ist als die Wassertiefe. Dabei wird eine wesentlich größere Wassermenge bewegt.

Ein Tsunami wird vereinfacht durch zwei Grundparameter beschrieben:

  • seine mechanische Energie E;
  • seine Wellenperiode T: die Zeit, die vergeht, in der zwei Wellenberge denselben Punkt passieren.

Während der Ausbreitung eines Tsunami bleiben diese beiden Parameter weitgehend konstant, da wegen der großen Wellenlänge die Energieverluste durch Reibung vernachlässigbar sind.

Tsunamis seismischer Natur weisen lange Wellenperioden auf, die sich zwischen zehn Minuten und zwei Stunden bewegen. Durch andere Ereignisse als Erdbeben erzeugte Tsunamis haben oft kürzere Wellenperioden im Bereich von einigen Minuten bis zu einer Viertelstunde. Andere Eigenschaften wie die Wellenhöhe und -länge oder die Ausbreitungsgeschwindigkeit hängen neben den beiden Grundparametern nur von der Meerestiefe ab.

Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit eines Tsunamis hängt von der Meerestiefe ab; je tiefer das Meer, desto schneller, und je flacher, desto langsamer ist der Tsunami. Die Geschwindigkeit c einer Tsunamiwelle (genauer: die Phasengeschwindigkeit) ergibt sich aus der Wurzel des Produktes von Erdbeschleunigung g (9,81 m/s²) und Wassertiefe h; also

 c = \sqrt{g \cdot h}.

Die Ausbreitungsgeschwindigkeit beträgt somit in Ozeanen (Wassertiefe ca. 5000 m) ca. 800 km/h. Das ist vergleichbar mit der Reisegeschwindigkeit eines Flugzeuges. Tsunamis können also binnen einiger Stunden ganze Ozeane durchqueren und sich bis zu 20.000 km ausbreiten, ohne dabei unmittelbar bemerkt zu werden. Bei vom Wind erzeugten Wellen dagegen liegen die Geschwindigkeiten zwischen 8 und 100 km/h. Bei niedriger Wassertiefe, also in Küstennähe, verlangsamt sich der Tsunami, wie auf nebenstehender Animation zu sehen ist. Damit verringert sich auch die Wellenlänge, wodurch es zu einem Anstieg der Wellenhöhe und schließlich zum Brechen der Welle kommt.

Schwerewellen kommen durch die gleichtaktige Bewegung großer Wassermassen zustande. Jedes einzelne Teilvolumen des Wassers bewegt sich dabei nur um winzige Beträge. Für eine Flachwasser-Schwerewelle mit der Amplitude a in einem Gewässer der Tiefe h kann man das sogar quantitativ angeben: Die Geschwindigkeit, mit der sich die an der Welle beteiligte Materie zirkulär bewegt, ist um einen Faktor a/h kleiner als die Phasengeschwindigkeit der Welle. Für einen großen Tsunami liegt dieser Faktor in der Größenordnung 10−5: Wenn sich eine Welle im offenen Meer mit c = 200 m/s (720 km/h) ausbreitet, bewegen sich die Wasserelemente nur mit 2 mm/s, was gegenüber Strömungen und Windwellen völlig vernachlässigbar und nicht direkt beobachtbar ist. Zugleich erklärt es den nur geringen Energieverlust der Schwerewelle bei ihrer Wanderung.

Wellenlänge

Ausbreitungszeiten (in Stunden) der Tsunamis von 1960 (Chile) und 1964 (Alaska)

Tsunamis sind, da ihre Wellenlänge λ viel größer als die Meerestiefe h ist, so genannte Flachwasserwellen. Typische Wellenlängen bei Tsunamis liegen zwischen 100 und 500 km. Die Wellenlängen von winderzeugten Wellen erreichen dagegen nur zwischen 100 und 200 Meter. Allgemein gilt für Wellen die Beziehung zwischen Geschwindigkeit c, Wellenlänge λ und Wellenperiode T

c = \frac {\lambda} {T},

Mit der Tsunamigeschwindigkeit von oben und der Angabe der Wellenlänge können typische Wellenperioden über:

T = \frac {\lambda} {c}

errechnet werden zu:

 \frac {100 \, \mathrm{km} } {800 \, \mathrm{km/h} } < T < \frac {500 \, \mathrm{km}} {800 \, \mathrm{km/h}} \quad \Longrightarrow \quad 7{,}5 \, \mathrm{min} < T < 37{,}5 \, \mathrm{min}

Die Zeit T ist die Zeit, die bis zum Eintreffen der zweiten Welle vergeht.

Je größer die Wellenlänge, desto geringer sind die Energieverluste während der Wellenausbreitung. Bei kreisförmiger Ausbreitung ist die Energie, mit der eine Welle auf einen Küstenstreifen auftrifft, in erster Näherung umgekehrt proportional zum Abstand vom Entstehungsort des Tsunami.

Tiefe (m) Geschwindigkeit (km/h) Wellenlänge (km)
10 36 10,6
50 79 23
200 159 49
2000 504 151
4000 713 213
7000 943 282

Geschwindigkeit und Wellenlänge eines Tsunamis in Abhängigkeit von der Wassertiefe[2]

Amplitude

Die Wellenhöhe (Amplitude) A des Tsunami hängt von der Energie E und der Wassertiefe h ab. Bei Tsunamis mit großer Wellenlänge gilt:

A \sim \sqrt {\frac {E} {r \cdot \sqrt{h}}} .

Dies bedeutet, dass die Amplitude A bei geringerer Wassertiefe h zunimmt. Im offenen Meer nimmt sie mit zunehmender Entfernung r nur um den Faktor 1/\sqrt{r} ab (Kugelwellen, die sich in die Tiefe ausbreiten, nehmen um den Faktor 1 / r ab). Dies kann man sich veranschaulichen, wenn man einen Stein in eine flache Pfütze wirft. Die Amplitude der Wasserwellen nimmt nur merklich ab, da sich die Energie kreisförmig über einen größeren Wellenkamm verteilt. Der Energieverlust durch die innere Reibung der Wassermoleküle ist verschwindend gering und der Impuls wird nahezu ungeschwächt an die benachbarten Wassermoleküle weitergegeben. Die Energie einer Tsunamiwelle schwächt sich im offenen Meer nur durch ihre geometrische Ausbreitung ab. Tsunamiwellen können daher die Erdkugel mehrfach umrunden. Bei Tsunamis kleinerer Wellenlänge – meist nicht von Erdbeben verursacht – kann die Amplitude mit der Entfernung wesentlich schneller abnehmen.

Auf dem offenen Ozean beträgt die Amplitude selten mehr als einige Dezimeter. Der Wasserspiegel wird somit nur langsam und nur um einen geringen Betrag angehoben und wieder abgesenkt, weshalb das Auftreten eines Tsunami auf offener See meist gar nicht bemerkt wird.

Die Zerstörungskraft eines Tsunami wird nicht grundsätzlich durch seine Amplitude, sondern durch die Wellenperiode sowie durch die transportierte Wassermenge bestimmt.

Auftreffen auf die Küste

Die Energie der Wellen, die auf dem freien Ozean noch weit verteilt war, konzentriert sich durch nichtlineare Mechanismen, wenn die Tsunamis den Küsten nahe kommen. Dann werden die Wellen gebremst, gestaucht und stellen sich auf.

Erhöhung der Amplitude

Beim Auftreffen auf die Küste erhöht sich die Amplitude; die Wellenlänge und Geschwindigkeit des Tsunamis nehmen ab (siehe Tabelle)

In Küstennähe wird das Wasser flach. Das hat zur Folge, dass Wellenlänge und Phasengeschwindigkeit abnehmen (s. Tabelle), während die Energie als Erhaltungsgröße in erster Näherung konstant ist, wodurch die Amplitude der Welle und die Geschwindigkeit der beteiligten Materie aber zunehmen. Die Energie der Tsunamiwelle wird dadurch immer stärker konzentriert, bis sie mit voller Wucht auf die Küste auftrifft. Der Energiegehalt eines Wellenzuges ergibt sich als Querschnitt mal Wellenlänge mal Teilchengeschwindigkeit-zum-Quadrat und ist in der oben erwähnten Näherung unabhängig von h.

Typische Amplituden beim Auftreffen eines Tsunamis auf die Küste liegen in einer Größenordnung von zehn Metern; am 24. April 1971 wurde in der Nähe der japanischen Insel Ishigaki von einer Rekordhöhe von 85 Metern in flachem Gelände berichtet. In Ufernähe einer Tiefseesteilküste kann die Amplitude auf etwa 50 Meter ansteigen. Läuft ein Tsunami in einen Fjord, so kann sich die Welle auf weit über 100 Meter aufstauen.

Im Fjord "Lituya Bay" in Alaska wurden mehrere Wellen mit rund 150 Metern und sogar eine mit bis zu 530 Metern Höhe nachgewiesen (Megatsunami). Diese gigantischen Wellen entstanden jedoch nicht als Fernwirkung eines Erdbebens, sondern durch Wasserverdrängung im Fjord selbst: Heftige Erdbeben ließen Berghänge in den Fjord rutschen und brachten diesen schlagartig zum Überlaufen.

Das Auftürmen der Wassermassen passiert nur durch die allmähliche Verflachung des Wassers, die dadurch bedingte Reduzierung der Ausbreitungsgeschwindigkeit und damit der Wellenlängen, was zur Erhöhung der Amplituden der Wassermassen führen muss. Ist zudem die Küste noch buchtenförmig, dann kommt es zusätzlich noch zu einer lateralen Überlagerung / Fokussierung der Wassermassen, was die durch das vertikale Wasserprofil bedingte Amplitudenerhöhung noch wesentlich weiter verstärken kann, insbesondere bei auftretenden Resonanzen (Wellenlängen in der Größenordnung der linearen Buchtdimensionen). An hohen Steilküsten des Festlandes kann der Tsunami zwar zu beträchtlichen Brandungshöhen auflaufen, dringt dann aber in der Regel nicht weit ins Hinterland vor. Ferner werden steil aus der Tiefsee aufsteigende Atolle mit Lineardimensionen viel kleiner als die Wellenlängen des Tsunami im offenen Ozean kaum wahrgenommen und nur flach überspült.

Brechungseffekte

Die Änderung der Wellenausbreitungsgeschwindigkeit bei Annäherung des Tsunami an die Küste hängt vom Tiefenprofil des Meeresbodens ab. Je nach örtlichen Gegebenheiten kann es zu Brechungseffekten kommen: So wie Licht beim Übergang von Luft in Wasser oder Glas seine Richtung ändert, so ändert auch ein Tsunami seine Richtung, wenn sie schräg durch eine Zone läuft, in der sich die Meerestiefe ändert. Je nach Ursprungsort des Tsunami und Unterwassertopographie kann es dabei zur Fokussierung des Tsunami auf einzelne Küstenbereiche kommen. Dieser Effekt ist von der Trichterwirkung eines Fjords nicht scharf zu trennen und kann sich mit dieser überlagern.

Zurückweichen des Meeres

Wie ein akustisches Signal, so besteht auch ein Tsunami nicht aus einer einzelnen Welle, sondern aus einem ganzen Paket von Wellen mit unterschiedlichen Frequenzen und Amplituden. Wellen unterschiedlicher Frequenz breiten sich mit leicht unterschiedlicher Geschwindigkeit aus. Deshalb addieren sich die einzelnen Wellen eines Paketes in von Ort zu Ort und von Minute zu Minute unterschiedlicher Weise. Ein Tsunami kann an einem Punkt der Küste zuerst als Wellenberg oder zuerst als Wellental beobachtet werden. Ist die Ursache des Tsunami ein Hangabrutsch oder Herunterbrechen einer Kontinentalplatte, so wird Wasser zur Sohle hin beschleunigt. Wasser wird verdrängt, und es entsteht zunächst ein Wellental. Danach bewegt sich das Wasser wieder zurück, und der Wellenberg entsteht. Beim Eintreffen der Welle an der Küste zieht sich zunächst die Küstenlinie zurück, unter Umständen um mehrere 100 Meter. Wenn der Tsunami eine unvorbereitete Bevölkerung trifft, kann es geschehen, dass die Menschen durch das ungewöhnliche Schauspiel des zurückweichenden Meeres angelockt werden, statt dass sie die verbleibenden Minuten bis zur Ankunft der Flutwelle nutzen, um sich auf höher gelegenes Gelände zu retten.

Stokes-Strömung

Darstellung eines Tsunamis beim Auftreffen auf die Küste

Wenn die Amplitude eines Tsunami in der Nähe der Küste nicht mehr gegen die Wassertiefe vernachlässigbar ist, so wandelt sich ein Teil der Schwingung des Wassers in eine allgemeine horizontale Bewegung um, genannt Stokes-Strömung. In unmittelbarer Küstennähe ist eher diese schnelle Horizontalbewegung als das Ansteigen des Wasserspiegels für die Zerstörung verantwortlich.

In Küstennähe hat die Stokes-Strömung eine theoretische Geschwindigkeit von:

v \approx \frac{A^2}{2 h^2} u, also
v \approx 18 \,\left(\frac{A}{h}\right)^2 \left(\frac{h}{10\,\mathrm{m}}\right)^{1/2}\ \mathrm{km/h}.

Die Stokes-Strömung erreicht somit mehrere Dutzend km/h.

Gefahren und Schutz

Tsunamis zählen zu den verheerendsten Naturkatastrophen, mit denen der Mensch konfrontiert werden kann, denn ein mächtiger Tsunami kann seine zerstörerische Energie über Tausende von Kilometern weit mitführen oder sogar um den ganzen Erdball tragen. Ohne schützende Küstenfelsen können schon drei Meter hohe Wellen mehrere hundert Meter tief ins Land eindringen. Die Schäden, die ein Tsunami beim Vordringen verursacht, werden noch vergrößert, wenn die Wassermassen wieder abfließen. Die Gipfelhöhe eines Tsunami hat nur bedingte Aussagekraft über seine Zerstörungskraft. Gerade bei niedrigen Landhöhen kann auch eine niedrige Wellenhöhe von nur wenigen Metern ähnliche Zerstörungen wie ein großer Tsunami mit über 31 Metern anrichten.

Am 26. Dezember 2004 wurden durch den großen Tsunami in Südostasien mindestens 231.000 Menschen getötet. Ausgelöst wurde die Welle durch eines der stärksten Erdbeben seit Beginn der Aufzeichnungen. Die verheerende Wirkung beruhte hier vor allem auf dem großen Wasservolumen, das pro Kilometer Küstenlinie auf das Land traf, während die Wellenhöhe mit zumeist nur wenigen Metern vergleichsweise niedrig war.

Gefahrenzonen

Die häufigsten Tsunamis entstehen am westlichen und nördlichen Rand der pazifischen Platte, im Pazifischen Feuerring.

Japan musste aufgrund seiner geografischen Lage in den letzten tausend Jahren die meisten Todesopfer durch Tsunamis beklagen; in dieser Zeit starben über 160.000 Menschen. In den letzten 100 Jahren richteten jedoch nur 15 Prozent der 150 registrierten Tsunamis Schäden an oder kosteten Menschenleben. Heutzutage verfügt Japan über ein effektives Frühwarnsystem, und für die Bevölkerung finden regelmäßig Trainingsprogramme statt. Viele japanische Küstenstädte schützen sich durch das Errichten riesiger Deiche, z. B. ein zehn Meter hoher und 25 Meter breiter Wall auf der Insel Okushiri.

In Indonesien dagegen wirkt heute noch die Hälfte der Tsunamis katastrophal, denn die meisten Küstenbewohner sind über die Anzeichen, die einen Tsunami ankündigen, nicht informiert. Meistens ist auch das Land sehr flach und die Wassermassen fließen bis ins Landesinnere (siehe auch Erdbeben im Indischen Ozean 2004 und Seebeben vor Java Juli 2006).

Auch an den europäischen Küsten treten Tsunamis auf, wenn auch wesentlich seltener. Da die afrikanische Platte sich nach Norden unter die eurasische Platte schiebt, können durch Erdbeben im Mittelmeer und im Atlantik ebenfalls Tsunamis entstehen.

Auch ein Meteoriteneinschlag kann einen Tsunami auslösen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Himmelskörper auf dem Meer aufprallt, ist größer, als dass er auf Boden trifft, da Meere den größten Teil der Erdoberfläche ausmachen. Um einen Tsunami auszulösen, sind jedoch sehr große Meteoriten nötig. Siehe auch Meteoriteneinschlag.

Auswirkungen

Im Vergleich zu direkten Schäden infolge von Erdbeben, Vulkanausbrüchen oder Erdrutschen / Steinlawinen, die meist nur lokal bzw. in räumlich begrenzten Gebieten auftreten, können Tsunamis noch an tausenden von Kilometern entfernten Küsten Verwüstungen anrichten und Menschenleben fordern.

Einer Küste vorgelagerte Riffe und Sandbänke/Flachwasserbereiche können die Zerstörungskraft von Tsunamiwellen reduzieren, manchmal auch spezielle Wellenbrecher-Bauwerke, wie sie an einigen besonders gefährdeten Küstenabschnitten Japans errichtet wurden. Es gibt aber auch Beispiele dafür, dass notwendige Durchlassbereiche in solchen Schutzbauten die Durchflussgeschwindigkeit und Wellenhöhe des Tsunami lokal gefährlich erhöhten und damit auch die Schäden im eigentlich zu schützenden Bereich verstärken.

Erfahrungen aus Japan besagen, dass Tsunamiamplituden unter 1,5 m in der Regel keine Gefahr für Menschen und Bauwerke darstellen. Es gibt aber Fälle, wie der nächtliche Einbruch des Tsunami von 1992 in Nicaragua, wo vor allem Kinder, die auf dem Boden in Fischerhütten am Strand schliefen, in dem mancherorts nur 1 bis 1,5 m ansteigenden Wasser ertranken. Bei Wellenhöhen über 2 m werden Leichtbauten aus Holz, Blech, Lehm, bei Wellen über 3 m Höhe auch Bauten aus Betonblocksteinen meist total zerstört. Bei Wellenhöhen über 4 m steigt auch die Zahl der Todesopfer drastisch an. Solide Stahlbetonbauten können dagegen Tsunamiwellen von mindestens 5 m Höhe widerstehen. Deshalb können die oberen Etagen von Stahlbeton-Hochhäusern/-Hotels im Falle sehr kurzer Vorwarnzeiten und geringer Fluchtchancen im Freien ebenfalls als Zufluchtstätten genutzt werden. [3]

Tsunamis dringen oft hunderte Meter, besonders hohe Wellen sogar einige Kilometer weit in flache Küstengebiete vor und verwüsten dort nicht nur menschliche Siedlungen, sondern machen auch landwirtschaftliche Nutzflächen und Brunnen durch Versalzung und Versandung unbrauchbar. Da die Wassermassen mehrmals vordringen und zurückströmen, sind die Überflutungsgebiete mit Schlamm und Sand, zertrümmerten Gegenständen und Gebäudeteilen übersät. Schiffe in Häfen werden aufs Land geworfen, Straßen blockiert, Eisenbahngleise unterspült und somit unbrauchbar. Niedrig gelegene Hafenbereiche und Fischersiedlungen stehen oft noch lange unter Wasser und sind unbewohnbar geworden. Dazu kommen Gefahren aus leckgeschlagenen Fässern mit Treibstoffen und Chemikalien, Flutungen von Kläranlagen oder Fäkaliengruben und oftmals auch noch hunderte, ja tausende Leichen von Menschen und Tieren. Insbesondere in tropischen Regionen erhöht das die akute Gefahr von Trinkwasservergiftungen, Ausbruch von Seuchen u. ä. Die direkten Tsunamischäden werden oft noch verstärkt durch den Ausbruch von Feuer infolge gebrochener Gasleitungen und elektrischer Kurzschlüsse, oft in Verbindung mit ausgelaufenem Treibstoff aus gestrandeten Schiffen und Fahrzeugen oder leckgeschlagenen Tanks in Häfen. Auch Küstenbiotope (Mangrovenwälder, Korallenriffe u.a.) können durch Tsunamis schwer beschädigt und nachhaltig gestört werden.

Frühwarnsysteme

Tsunami-Frühwarnsysteme machen sich zu Nutze, dass bestimmte Informationen über das mögliche Auftreten eines Tsunamis gewonnen werden können, bevor der Tsunami selbst seine zerstörerische Kraft entfalten kann. Seismische Wellen breiten sich viel schneller aus als die Tsunamiwelle selbst. Ist z. B. ein ausreichend dichtes Netz seismischer Stationen verfügbar, lassen sich daher bereits nach wenigen Minuten genaue Rückschlüsse über den Ort und die Stärke eines Erdbebens ziehen, und damit eine möglicherweise davon ausgehende Tsunamigefahr prognostizieren. GPS-Stationen messen zentimetergenau die Verschiebung der Erdoberfläche, welche sich auf den Meeresboden extrapolieren lässt und eine präzise Prognose der Tsunamigefahr ermöglicht. Bojen messen die Tsunamiwelle direkt noch auf hoher See, so dass eine Vorwarnzeit bleibt.

Viele Staaten haben in den letzten Jahrzehnten technische Frühwarnsysteme eingerichtet, die durch das Aufzeichnen seismographischer Plattenbewegungen Tsunamis schon bei der Entstehung erkennen können, so dass durch den gewonnenen Zeitvorsprung die gefährdeten Küstengebiete evakuiert werden können. Dies gilt vor allem für den Pazifischen Ozean. Dort wurde zwischen 1950 und 1965 ein Netz von Sensoren am Meeresboden und an sonstigen wichtigen Stellen eingerichtet, das kontinuierlich alle relevanten Daten misst und über Satellit an das Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) in Honolulu auf Hawaii meldet. Dieses wertet die Daten laufend aus und kann innerhalb von 20 bis 30 Minuten eine Tsunami-Warnung verbreiten. Da die betroffenen Staaten über ein effektives Kommunikationssystem und regionale Notstandspläne verfügen, besteht im Katastrophenfall eine gute Chance, dass rechtzeitig Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden können.

Einige Küstenstädte in Japan schützen sich durch bis zu zehn Meter hohe und 25 Meter breite Deiche, deren Tore innerhalb von wenigen Minuten geschlossen werden können. Außerdem beobachten Leute vom Küstenschutz mit Kameras den Meeresspiegel auf Veränderungen. Ein Frühwarnsystem gibt bei Erdbeben der Stärke 4 automatisch Tsunamialarm, so dass die Einwohner evakuiert werden können.

Leider besitzen einige von der Gefahr betroffene Staaten diese Systeme noch nicht, und deren Informationsnetz ist so schlecht ausgebaut, dass eine Vorwarnung nur eingeschränkt oder überhaupt nicht möglich ist. Dies betrifft insbesondere den Indischen Ozean. Zudem kommt es vor, dass Behörden aus Angst des Verlustes der Einnahmequelle Tourismus Tsunami-Warnungen nicht weiterleiten.

Die Staaten am Indischen Ozean haben nach der Flutkatastrophe in Südasien 2004 beschlossen, ein Tsunami-Frühwarnsystem einzurichten.

Indonesien hat ein deutsches Frühwarnsystem geordert - das German Indonesian Tsunami Early Warning System (GITEWS) - das im Auftrag der deutschen Bundesregierung vom Geoforschungszentrum (GFZ) Potsdam und sieben weiteren Institutionen entwickelt wurde, das November 2008 in Testbetrieb ging und seit März 2011 in operativem Betrieb ist. Durch seismische Sensoren, Ozean-Bojen und GPS-Technologie erlaubt dieses komplexe System noch exaktere Vorhersagen als das PTWC.

Malaysia hat das Malaysian National Tsunami Early Warning System (MNTEWS) errichtet, das derzeit eine Alarmierung der Bevölkerung innerhalb von zwölf Minuten nach dem Ereignis ermöglicht. Für 2012 wurde die Verkürzung der Alarmzeit auf zehn Minuten angekündigt.[4]

Taiwan nahm am 14. November 2011 ein unterseeisches seismisches Beobachtungssystem in Betrieb. Die in etwa 300 m Meerestiefe an einem Unterseekabel befestigten Komponenten des Frühwarnsystems sind über eine Strecke von 45 Kilometern verteilt und sollen die Vorwarnzeit für Tsunamis und Erdbeben weiter verkürzen.[5]

Die Koordination der vorhandenen Systeme zu einem weltweiten System wird seit Mitte 2005 vorangetrieben. Für die Erkennung von den Erdbeben werden die seismologischen Auswertungen der UNO herangezogen, die normalerweise für die Überwachung des vollständigen Atomteststoppvertrages CTBT verwendet werden. Dazu müssen nur die Meldesysteme in die nationalen Alarmsysteme integriert werden, da die Erkennungsmöglichkeiten schon vorhanden sind. Die Meldungen dieser künstlichen durch Nuklearexplosionen hervorgerufenen oder natürlichen Erdbeben laufen in Wien bei der Atomteststoppvertragsorganisation CTBTO zusammen.

Bei allen Frühwarnsystemen besteht das Problem, dass Falschalarme bei einer unnötigen Evakuierung hohe Kosten verursachen können und das Vertrauen der Menschen in die Prognosen untergraben.

Verhaltensweisen bei akuter Tsunami-Gefahr und Tsunami-Warnung

Bei einem Aufenthalt in tsunami-gefährdeten Küstenregionen wird u. a. folgendes empfohlen:

  • Halten Sie sich in Küstennähe auf und verspüren ein starkes Erdbeben, dann eilen Sie sofort zu einem hochgelegenen bzw. küstenfernen Zufluchtsort, da starke küstennahe Erdbeben Tsunamis verursachen können. Allerdings folgt einem solchen Beben nur in etwa zehn bis 20 % der Fälle auch ein gefährlicher Tsunami. Dennoch sollten Sie nicht voreilig wieder in tiefere küstennahe Gebiete zurückkehren, sondern möglichst eine offizielle Entwarnung abwarten, es sei denn, dass Sie von Ihrer Position aus sicher einschätzen können, dass den Erschütterungen innerhalb etwa einer Stunde kein Tsunami gefolgt ist.
  • Sind Sie an der Küste und nehmen einen unerwarteten schnellen Anstieg oder Abfall des Wasserspiegels innerhalb von Minuten wahr, dann eilen Sie ebenfalls sofort zu einem hochgelegenen bzw. küstenfernen Zufluchtsort. In keinem Fall sollten Sie in plötzlich trockene Meeresbuchten hinauslaufen. Die erste hohe Welle folgt mit Sicherheit innerhalb einiger Minuten.
  • Nehmen Sie die starken Erdbebenerschütterungen innerhalb eines Gebäudes wahr, dann verhalten sie sich entsprechend erdbebenspezifischen Anweisungen. [3] Befindet sich das Gebäude in einem potenziellen Tsunami-Überflutungsgebiet, dann verlassen sie das Gebäude sofort nach Abklingen der Erschütterungen und eilen zu einem höheren bzw. küstenferneren Zufluchtsort (Ausnahme: solide und durch das Beben nicht geschädigte Stahlbeton-Hochhäuser).
  • Informieren Sie Menschen in Ihrer Nähe über Ihre Wahrnehmungen und warnen Sie diese entsprechend.
  • Werden Sie dennoch von der Welle erfasst, dann sollten Sie, wo immer möglich, versuchen, sofort auf einen hohen, stabilen Felsen oder auf ein stabiles Haus zu steigen oder sich an einem Baum oder Mast festzuhalten, daran so hoch wie möglich zu klettern und zu verharren. Nur so können Sie u. U. vermeiden, von nachfolgenden Wellen erfasst oder durch die anschließend rückflutenden Wassermassen ins offene Meer hinausgespült zu werden. Auch wenn das umgebende Wasser nicht mehr strömt und sich wie ein See beruhigt hat, sollten Sie noch nicht von Ihrem erhöhten, sicheren Standort heruntersteigen, denn das Wasser könnte in Kürze entweder zum Meer zurückströmen oder die nächste Welle könnte umgehend kommen. Wenn dann schlussendlich alles Wasser ins Meer zurückgeströmt ist, wird sich die Überflutung z. B. alle 30 bis 60 Minuten mit abklingender Intensität wiederholen.
  • Sichere Zufluchtsorte sollten auf keinen Fall nach Rückzug der ersten Welle(n) bereits wieder verlassen werden. Man muss ggf. mehr als fünf Stunden auf den höher gelegenen Zufluchtsorten ausharren und sollte in tief liegende Küstenbereiche erst nach offizieller Entwarnung zurückkehren.

Typische Phänomene von Tsunamis

  • Tsunamis bestehen aus einer Serie aufeinander folgender, sehr langperiodischer Meereswellen. Diese werden zumeist durch starke untermeerische Erdbeben, aber auch durch Vulkanausbrüche oder Hangrutschungen verursacht.
  • Die meisten Tsunamis ereignen sich im Pazifischen Ozean, es gibt sie aber auch in allen anderen Ozeanen und Meeresgebieten. Obgleich Tsunamis selten sind, stellen sie eine große Gefahr dar. Ein sicherer Schutz vor Tsunamis ist nicht erreichbar, außer man vermeidet in potenziell tsunamigefährdeten Gebieten Siedlung und Bebauung in niedrig gelegenen (weniger als 30 m ü. NN) Gebieten.
  • Tsunamis können innerhalb weniger Minuten an den Küsten nahe ihres Ursprungs große Zerstörungen anrichten und viele Menschenleben fordern. Starke Tsunamis entfalten ihre Wirkung aber auch an weit entfernten Küsten, da sie sich im Verlauf von Stunden über ganze Ozeanbecken hinweg ausbreiten können.
  • Die Geschwindigkeit, mit der sich Tsunamis ausbreiten, ist abhängig von der Wassertiefe. In tiefen Ozeanen erreicht sie über 800 km/h und in flachem Wasser beträgt sie etwa 30 bis 50 km/h.
  • Ein Tsunami besteht meist aus mehreren Wellenbergen, die im Abstand von einigen zehn Minuten bis zu über einer Stunde aufeinander folgen und häufig erst in späteren Wellenbergen zu maximalen Höhen an der Küste auflaufen.
  • Die Abstände zwischen den Wellenbergen betragen auf tiefer offener See einige hundert km und verkürzen sich in Flachwasserbereichen bis auf etwa zehn Kilometer.
  • Die Wellenhöhen sind auf tiefer offener See gering, meist kleiner als 80 cm und auf Grund der großen Wellenlängen für Schiffe ungefährlich und nur mittels spezieller Bojen oder Satellitenaltimetrie feststellbar. Bei Annäherung an die Küste, vor allem in flachen Buchten, können sich die Wassermassen aber über zehn Meter, in Extremfällen auch mehr als 30 bis 50 m hoch auftürmen, flaches Land hinter der Küste bis zu mehreren Kilometern landeinwärts überfluten und verheerende Verwüstungen anrichten. [3]
  • Personen an Land nehmen einen herannahenden Tsunami nicht unbedingt als Welle wahr, sondern als einen unvermittelten, im Vergleich zu Ebbe und Flut viel schnelleren Abfall oder auch Anstieg des Meeresniveaus. Sie bemerken z. B., dass plötzlich Wasser über den kurz zuvor noch trockenen Boden läuft und sie einige Momente später vielleicht bereits hüfthoch im Wasser stehen und Autos wie Streichholzschachteln weggeschwemmt werden. Der Meeresspiegel steigt ggf. weiter schnell um mehrere Meter an und überflutet tieferliegende Küstenbereiche. Anschließend läuft das Wasser in umgekehrter Richtung wieder ab zum Meer und verfrachtet beim Ablaufen zerstörte Gebäude und Trümmer Kilometer weit auf das offene Meer hinaus.

Die größten Tsunamis

Antike und prähistorisches Zeitalter

  • zwischen 25.000 und 5000 v. Chr.: Storegga-Ereignis; der Abbruch einer Fläche von der Größe Islands (in drei Schüben) vom Kontinentalabhang vor Norwegen muss einen Tsunami gewaltigen Ausmaßes verursacht haben.
  • in prähistorischer Zeit kamen gewaltige Tsunamis mit Höhen von 300 bis 400 m vor. Sie entstanden durch gewaltige Hangrutsche oder Einstürze ganzer Berge, die aufgrund von vulkanischen Tätigkeiten ins Meer brachen, zum Beispiel auf den Inseln Hawaiis vor 110.000 Jahren, oder durch Unterwasserlawinen, wie vor 8000 Jahren vor der norwegischen Küste. Solche Tsunamis können durch Ablagerungen von so genannten Tsunamiten und Felsproben rekonstruiert werden.
  • ca. 6300 v. Chr. verursachte ein Bergsturz am Ätna einen Tsunami im östlichen Mittelmeer;
  • spätes 16. Jh. v. Chr. (nach sehr umstrittenen neueren Theorien 1628 v. Chr.): Eine Vulkanexplosion auf Santorin soll nach Meinung einiger Forscher zu bis zu 60 Meter hohen Wellen im gesamten östlichen Mittelmeer geführt haben. Bis vor einigen Jahrzehnten nahmen einige Forscher an, dass die Flutwellen zur Auslöschung der minoischen Kultur geführt hat. Die minoische Kultur bestand jedoch noch mindestens ein halbes Jahrhundert weiter.
  • 479 v. Chr.: Der älteste genau datierbare Tsunami wird vom griechischen Historiker Herodot überliefert. Die persischen Belagerer von Potidaia wurden von einer riesigen Welle überrascht, als sie sich das unerwartet zurückziehende Meer zunutze machen wollten, um die Stadt anzugreifen. Herodot schreibt das Auftreten der rettenden Flutwelle dem Meeresgott Poseidon zu.[6][7]
  • 426 v. Chr.: Der Historiker Thukydides beschreibt in seinem Werk Der Peloponnesische Krieg anhand des Erdbebens im Golf von Euböa erstmals den ursächlichen Zusammenhang des Auftretens von Erdbeben und nachfolgenden Flutwellen.[7][8][9]
  • 373 v. Chr.: Erdbeben und Flutwelle zerstörten das zwei Kilometer von der Küste gelegene Helike restlos.[10] Die Katastrophe wurde von mehreren antiken Geographen beschrieben und könnte einer Theorie zufolge den Zeitzeugen Plato zum Mythos von Atlantis angeregt haben.[11]
  • 365 n. Chr.: Der römische Historiker Ammianus Marcellinus (Res Gestae 26.10.15-19) berichtet von einem gewaltigen Tsunami, der am 21. Juli 365 die östlichen Küsten des Mittelmeeres heimsuchte und den Tod Zehntausender von Menschen zur Folge hatte. Ammianus schilderte dabei genau die charakteristische Abfolge von Erdbeben, Rückzug des Meers und heranrollender Riesenwelle.[12]
  • 9. Juli 869: Eine durch das Jōgan-Sanriku-Erdbeben ausgelöste Tsunami trifft auf über hunderte von Kilometern auf die Küste der japanischen Region Tōhoku, zerstört nach den Aufzeichnungen hunderte von Dörfern und dringt bei Sendai mehr als vier Kilometer in das Landesinnere vor. Dabei kommen 1000 Menschen um.[13][14]

17. Jahrhundert

  • 18. September 1601: Ein Erdbeben mit Zentrum in Unterwalden in der Zentralschweiz forderte angeblich acht Tote. Erschütterungen waren in der ganzen damaligen Schweiz zu spüren. Die durch das Erdbeben ausgelösten Erdrutsche führten zu einer vermutlich bis zu vier Meter hohen Flutwelle im Vierwaldstättersee, die in der Stadt Luzern beträchtliche Schäden anrichtete. Das Ereignis wurde vom damaligen Stadtschreiber Renward Cysat ausführlich beschrieben. Es handelt sich um einen der ersten durch einen Augenzeugen gut dokumentierten Tsunami.[15]
  • 20. Januar 1607 (nach Julianischem Kalender): Überschwemmungen am Bristolkanal forderten rund 2000 Todesopfer. Als Ursache wird in der jüngeren Forschung ein Seebeben vermutet.

18. Jahrhundert

  • 28. Oktober 1746: Ein Erdbeben mit anschließendem Tsunami zerstörte die peruanische Hafenstadt Callao. Von den rund 5000 Bewohnern überlebten nur etwa 200.
Großbrand und Tsunami in Lissabon 1755
  • 1. November 1755: Die portugiesische Hauptstadt Lissabon wurde von einem Brand zerstört, der infolge eines Erdbebens ausbrach (Erdbeben von Lissabon). Als die Einwohner vor den Flammen an das Ufer des Tejo flüchteten, wurden sie von haushohen Flutwellen überrascht. Zwei Drittel der Stadt wurden zerstört, 60.000 Menschen starben. Der Tsunami machte sich noch in Irland und jenseits des Atlantiks auf den kleinen Antillen bemerkbar, Madeira wurde von 15 Meter hohen Wellen erreicht. Das Erdbeben war auch in Venedig deutlich zu spüren und wird sogar in Casanovas Memoiren erwähnt.

19. Jahrhundert

  • 13. bis 15. August 1868: Nach einem Seebeben vor der südamerikanischen Küste richtete ein Tsunami in Chile und an den Ostküsten von Neuseeland sowie Australien erheblichen Schaden an. Tausende Menschen starben dadurch. Das Ereignis führte zur frühen geowissenschaftlichen Erklärung durch Ferdinand von Hochstetter.[1][16]
  • 27. August 1883: Nach der Explosion des Vulkans Krakatau entstand ein großer Tsunami, der im nahen Umkreis 40 m hohe Flutwellen auslöste, durch die ungefähr 36.000 Menschen starben.
  • 13. März 1888: Bei Hatzfeldhafen (Deutsch-Neuguinea) wurde die acht Meter hohe Flutwelle eines Tsunamis beobachtet, der durch den Ausbruch des Vulkans auf der Ritter-Insel ausgelöst worden war.
  • 15. Juni 1896: Der durch das Meiji-Sanriku-Erdbeben ausgelöste Tsunami, eine Wasserwand von 23 m Höhe, überraschte Japan während religiöser Feierlichkeiten, 26.000 Menschen ertranken.

20. Jahrhundert

  • 15. Januar 1905: Bei einer durch einen Felsabsturz des Ramnefjell in den Lovatn-See (Norwegen) verursachten 40 m hohen Flutwelle starben am 10 km entfernt gegenüberliegenden Ufer 63 Einwohner der Dörfer Bødal und Nesdal.
  • 31. Januar 1906: Die Küsten Kolumbiens und Ecuadors wurden von einer verheerenden Flutwelle überschwemmt, 500 bis 1500 Menschen kamen ums Leben.
  • 28. Dezember 1908: Die Stadt Messina in Italien wurde fast vollständig durch ein Erdbeben und einen darauffolgenden Tsunami zerstört. Mehr als 75.000 Menschen fanden den Tod (siehe Erdbeben von Messina 1908).
  • 18. November 1929: Der Neufundlandbank-Tsunami forderte 28 Tote und mehr als 10.000 Obdachlose.
  • 2. März 1933: Der auf das Shōwa-Sanriku-Erdbeben vor Japan folgende Tsunami mit einer Wellenhöhe bis 28,7 m forderte über 1500 Tote und 1500 Vermisste.
  • 1936: Bei einem erneuten Felsabsturz des Ramnefjell in den Lovatn-See (Norwegen) entstand eine 70 m hohe Flutwelle und zerstörte wiederum zwei Dörfer. Ein Ausflugsschiff wurde 350 m weit ins Land getragen. Die Dörfer wurden daraufhin aufgegeben, so dass bei einem weiteren Erdrutsch mit Flutwelle im Jahre 1950 keine Opfer zu beklagen waren.
  • 1. April 1946: Vor Alaska riss eine Welle infolge eines Erdbebens die fünfköpfige Besatzung eines Leuchtturmes in den Tod. Stunden später erreichte die Welle das fast 3.700 km entfernte Hawaii, wo 159 Menschen starben.
  • 5. November 1952: 2336 Einwohner von Sewero-Kurilsk kamen durch einen von einem Seebeben 130 km vor der Küste Kamtschatkas hervorgerufenen Tsunami ums Leben. Zerstörungen gab es auch in anderen Ortschaften Kamtschatkas und der Kurilen.
  • 9. Juli 1958: In der Lituya Bay (Alaska) entstand durch einen Erdrutsch ein Tsunami, der auf dem gegenüberliegenden Uferhang der engen fjordähnlichen Bucht eine Höhe von bis zu 520 m erreichte.[17]
  • 22. Mai 1960: Das Erdbeben von Valdivia erzeugte eine elf Meter hohe Welle im Pazifik, die in Chile 1000 Menschen tötete. Auf Hawaii kamen 61 Menschen ums Leben, doch konnte durch ein erstes Warnsystem der Ort Hilo rechtzeitig evakuiert werden.
  • 27. März 1964: Am Karfreitag löste das Karfreitagsbeben vor Alaska an der gesamten Westküste der USA eine Flutwelle aus und forderte zahlreiche Opfer
  • 16. August 1976: Ein Tsunami im Golf von Moro forderte auf den Philippinen mehr als 5000 Menschenleben.
  • 26. Mai 1983: Ein Erdbeben der Stärke 7,7 löste im Norden von Japan in den Präfekturen Akita und Aomori einen 14 m hohen Tsunami aus, welcher 104 Todesopfer forderte. Das Epizentrum lag in der Sea of Japan vor Oga Peninsula / Akita.
  • 2. September 1992: Beim Nicaragua-Erdbeben 1992 mit Epizentrum 120 km vor der Küste wurden mindestens 116 Personen getötet, viele davon wurden an der Pazifikküste von Nicaragua von einer zehn Meter hohen Flutwelle überrascht.
  • 12. Juli 1993: Ein Erdbeben der Stärke 7,7 löste im Norden von Japan bei Okushiri Island einen 32 m hohen Tsunami aus, welcher 230 Todesopfer forderte. Das Epizentrum lag in der Sea of Japan in der Nähe von Hokkaido.
  • 17. Juli 1998: An der Nordküste von Papua-Neuguinea wurden 2000 Menschen von einer Flutwelle getötet, die von einem Beben der Stärke 7,1 ausgelöst wurde.

21. Jahrhundert

  • 21. Mai 2003: Ein Erdbeben vor Algerien tötete mehr als 2000 Menschen und löste einen kleinen Tsunami aus, der auf Mallorca und Ibiza zu lokalen Überschwemmungen führte.
Großer Tsunami von 2004 beim Auftreffen auf die maledivische Küste
  • 26. Dezember 2004: Durch ein Erdbeben im Indischen Ozean (3° 33' Nord, 95° 8' Ost) vor der Insel Sumatra, das eine Magnitude um 9,3 hatte – das drittstärkste je gemessene Beben –, ereignete sich eine der bisher schlimmsten Tsunamikatastrophen der Geschichte. Mindestens 231.000 Menschen in acht asiatischen Ländern wurden getötet. Die Wellenenergie breitete sich mehrere tausend Kilometer bis nach Ost- und Südostafrika aus und forderte als Flutwelle dort weitere Opfer.
  • 17. Juli 2006: Ein Seebeben vor der indonesischen Insel Java löste einen Tsunami aus, durch den über 700 Menschen ums Leben kamen.
  • 2. April 2007: Ein Seebeben bei den Salomonen der Stärke 8,0 löste im Südpazifik einen Tsunami aus, der die Salomonen-Inseln verwüstete, die Flutwelle war bis zu zwölf Meter hoch. Das Epizentrum lag nur 40 Kilometer südöstlich von Gizo, es wurden mindestens zwölf bis 20 Menschen getötet.
  • 30. September 2009: Ein Erdbeben vor der Küste der Samoainseln mit der Stärke 8,0 löste einen Tsunami aus, der Teile der Insel verwüstete. Nach ersten Berichten kamen dabei mindestens 80 bis 100 Menschen ums Leben.
  • 25. Oktober 2010: Ein Erdbeben der Stärke 7,2 bis 7,5 löste auf den Mentawai-Inseln vor Sumatra einen Tsunami mit gut drei Meter hoher Flutwelle aus, die bis zu 600 Meter landeinwärts drang. Mindestens 272 Tote und weitere Vermisste.[18][19]
  • 11. März 2011: In Folge eines Erdbebens der Stärke 9,0 trifft ein Tsunami mit einer Höhe bis zu 23 Metern die ostjapanische Küste vor Tōhoku.[20] Die Flutwellen breiten sich über den gesamten Pazifikraum aus, treffen die Küsten anderer Länder aber weniger stark als zunächst befürchtet. Noch Wochen später sind diverse Nachbeben und neue starke Erdbeben zu spüren. Bestätigt sind bisher 11.500 Todesopfer und 16.400 Vermisste.[21] Durch diesen Tsunami wurde auch die Nuklearkatastrophe von Fukushima ausgelöst. Ebenso lösten sich in der ca. 13000 km entfernten Antarktis größere Eisberge vom Schelfeis, dies konnte mittels Envisat-Satelliten beobachtet werden.[22][23]

Siehe auch

Literatur

Bücher:

Aufsätze:

  • Erwin Lausch: Tsunami: Wenn das Meer aus heiterem Himmel tobt. GEO 4/1997, S. 74
  • Angelo Rubino: Anregung und Ausbreitung von Tsunami-Wellen, die durch untermeerische Erdrutsche verursacht werden. Universität Hamburg, Institut für Meereskunde, 1994
  • G. Margaritondo: Explaining the physics of tsunamis to undergraduate and non-physics students. European Journal of Physics 26, 401–407 (2005)
  • Pascal Bernard: Tsunamis im Mittelmeer? Spektrum der Wissenschaft, April 2005, S. 34–41 (2005), ISSN 0170-2971
  • Intergovernmental Oceanographic Commission (2008). Tsunami - the great waves. United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization [5]
  • Eko Yulianto, Fauzi Kusmayanto, Nandang Supriyatna and Mohammad Dirhamsyah (2010). Where the first wave arrives in minutes - Indonesian lessons on surviving tsunamis near their sources. United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, IOC Brochure 2010-4, [6] ISBN 978-979-19957-9-5

Weblinks

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 Commons: Tsunami – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wikinews Wikinews: Kategorie: Tsunami – in den Nachrichten

Einzelnachweise

  1. a b [1] Hans P. Schönlaub: Die Sumatra-Andamanen-Katastrophe vom 26. Dezember 2004 und andere Beben. Ferdinand von Hochstetter: Österreichs Pionier in der Tsunami-Forschung. auf www.geologie.ac.at (mit Abbildung der Kartenskizze von Hochstetter)
  2. Manuel Martin-Neira & Christopher Buck : A Tsunami Early-Warning System – The Paris Concept. ESA Bulletin Nr. 124, November 2005, S. 50–55 (pdf; 800 kB)
  3. a b c Merkblätter des GFZ, Peter Bormann, Helmholtz-Zentrum Potsdam, Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) [2]
  4. Che Gaya Ismail, Vizedirektor des Malaysian Meteorological Department (MMD), in NEW STRAITS TIMES, 6. Mai 2011, Seite 19
  5. Taiwan deploys undersea quake warning syste; The Borneo Post, Ausgabe vom 15. November 2011
  6. Herodot: The Histories, 8.129
  7. a b T. C. Smid: Tsunamis' in Greek Literature. Greece & Rome, 2. Ser., Bd. 17, Nr. 1 (April 1970), S. 100-104
  8. Thukydides: A History of the Peloponnesian War. 3.89.1-5
  9. John Antonopoulos: The Tsunami of 426 BC in the Maliakos Gulf, Eastern Greece., Natural Hazards, Bd. 5 (1992), S. 83-93
  10. Strabo, Geographie. 8.7.2
  11. The Lost Cities of Ancient Helike: Principal Ancient Sources.
  12. Gavin Kelly: Ammianus and the Great Tsunami. in: The Journal of Roman Studies, Bd. 94, S. 141-167 (141), 2004
  13. Yuki Sawai, Yushiro Fujii, Osamu Fujiwara, Takanobu Kamataki, Junko Komatsubara, Yukinobu Okamura, Kenji Satake, Masanobu Shishikura: Marine incursions of the past 1500 years and evidence of tsunamis at Suijin-numa, a coastal lake facing the Japan Trench. In: The Holocene. Vol. 18, Nr. 4, 2008, S. 517–528, doi:10.1177/0959683608089206 (PDF).
  14. K. Minoura, F. Imamura, D. Sugawara, Y. Kono, T. Iwashita: The 869 Jōgan tsunami deposit and recurrence interval of large-scale tsunami on the Pacific coast of northeast Japan. In: Journal of Natural Disaster Science. Vol. 23, Nr. 2, 2001, S. 83–88 (PDF).
  15. Tsunami und Tanzverbot 1601. Staatsarchiv Luzern
  16. Willem de Lange, Eileen McSaveney: New Zealand’s tsunami history. In: Te Ara - the Encyclopedia of New Zealand. online-Version 2009, auf www.teara.govt.nz
  17. Biggest Tsunami: Lituya Bay Tsunami.
  18. http://orf.at/stories/2022188/2022192/
  19. http://www.cbsnews.com/stories/2010/10/27/world/main6995237.shtml
  20. http://www.stern.de/news2/aktuell/tsunami-welle-in-japan-war-mindestens-23-meter-hoch-1665219.html Abgerufen am 24. Mai 2011. (Archived by WebCite® at http://www.webcitation.org/5yGg97Sjy)
  21. http://www.taz.de/1/politik/asien/artikel/1/11500-todesopfer-des-bebens-bestaetigt/
  22. Japan-Tsunami erzeugte Eisberge in der Antarktis diepresse.com
  23. Antarctic Icebergs Chipped off by Tsunami earthobservatory.nasa.gov, abgerufen am 10. August 2011
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