Luzern
Luzern
Wappen von Luzern
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern
Amt: Luzern
Gemeindenummer: 1061i1Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „'“f4
Postleitzahl: 6000–6009, 6014–6015
UN/LOCODE: CH LZN (Luzern)
CH LIT (Littau)
CH RBU (Reussbühl)
Koordinaten: (665450 / 211356)47.058.3436Koordinaten: 47° 3′ 0″ N, 8° 18′ 0″ O; CH1903: (665450 / 211356)
Höhe: 436 m ü. M.
Fläche: 37.40 km²
Einwohner: 76'702 (1. Januar 2010)[1]
Stadtpräsident: Urs W. Studer (parteilos)
Website: www.stadtluzern.ch
Luftansicht von Luzern

Luftansicht von Luzern

Karte
Karte von Luzern
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Offizielles Logo der Stadt Luzern

Luzern (französisch Lucerne, italienisch Lucerna, rätoromanisch Lucerna, Dialekt Lozärn) ist eine politische Gemeinde in der Schweiz und der Hauptort des gleichnamigen Kantons sowie des Amtes (Bezirk). Die Stadt Luzern ist das gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Zentralschweiz. Am 1. Januar 2010 hat die frühere politische Gemeinde Littau mit der Stadt Luzern fusioniert.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Stadt Luzern liegt am nordwestlichen Ende des Vierwaldstättersees beim Ausfluss der Reuss. Die Reuss teilt die Stadt in die Altstadt und Neustadt. Die älteste gedeckte Holzbrücke der Welt (Kapellbrücke) mit dem Wasserturm und die Spreuerbrücke verbinden die Alt- und Neustadt. Die Lage zwischen See und Bergen (Pilatus, Rigi) ist besonders malerisch und begünstigte die Entwicklung Luzerns als Fremdenstadt und frühe Hochburg des Tourismus ab 1840.

Die Grösse der Fläche des Stadtgebiets beträgt 24.15 km², davon sind 60,4 % Siedlungsfläche, 11,6 % Landwirtschaftszonen und 25,8 % Wald. 2,2 % sind unproduktive Fläche.[2] Zu Luzern gehört auch eine Exklave am Nordhang des Bürgenstocks.

Stadtkreise und Quartiere

Die Stadt Luzern ist in 23 Stadtkreise und 133 Quartiereinheiten eingeteilt.

Rechtes Ufer[3]
Nr. Stadtkreis
01 Oberseeburg/Rebstock
02 Würzenbach/Schädrüti
03 Bellerive/Schlössli
04 Halde/Lützelmatt
05 Wesemlin/Dreilinden
06 Maihof/Rotsee
07 Hochwacht/Zürichstrasse
08 Altstadt/Wey
09 Bramberg/St. Karli
10 Kantonsspital/Ibach
Linkes Ufer[3]
Nr. Stadtkreis
11 Basel-/Bernstrasse
12 Bruch/Gibraltar
13 Ober-/Untergütsch
14 Hirschmatt/Kleinstadt
15 Obergrund/Allmend
16 Neustadt/Voltastrasse
17 Unterlachen/Tribschen
18 Sternmatt/Hochrüti
19 Langensand/Matthof
20 Reussbühl
21 Staffeln
22 Thorenberg
23 Littau Dorf/Rönnemoos
Blick vom Pilatus auf Luzern
Der nahegelegene Pilatus mit 2'129 m ü. M.

Geschichte

Älteste Ansicht der Stadt Luzern von Petermann Etterlin, 1507. Gut sichtbar vorn die Peterskappelle mit der Kapellbrücke nach rechts und einem Teil der Hofbrücke am linken Bildrand.
Ansicht der Stadt Luzern von Matthäus Merian aus der Topographia Helvetiae, 1642.
Szene aus dem mittelalterlichen Luzern: auf dem Fischmarkt wird Jörg Supersaxo, ein mailändischer Agent, verhaftet

Frühzeit und Stadtgründung (um 750–1386)

Nach dem Zerfall des Römischen Reiches nahmen germanische Alemannen ab dem 7. Jahrhundert immer grösseren Besitz von dieser Gegend. Die alemannische Sprache ersetzte allmählich die lateinische. Um 710 entstand durch eine karolingische Gründung das Benediktinerkloster St. Leodegar (dort heute St. Leodegar im Hof), das Mitte des 9. Jahrhunderts unter die Herrschaft der elsässischen Abtei Murbach gelangte. Zu dieser Zeit bzw. um 750, nannte man das Gebiet Luciaria. Die Vogtei über Murbach und damit auch über Luzern hatte seit 1135 das Adelsgeschlecht der Habsburger inne. Die Gründung der Stadt erfolgte wahrscheinlich durch die Brüder von Eschenbach, die Ende des 12. Jahrhunderts die Abtwürde von Murbach und Luzern gleichzeitig besassen. Das genaue Jahr der Stadtgründung ist unbekannt, es muss aber zwischen 1180 und 1200 liegen. Die Stadt gewann immer mehr an Bedeutung als Schlüsselstelle im wachsenden Gotthardverkehr und als Verwaltungszentrum. 1250 erreichte Luzern bereits die Grösse, die es bis ins 19. Jahrhundert beibehielt. Luzern war im 13. Jahrhundert durch Parteikämpfe zwischen Anhängern des Kaisers und des Papstes geprägt und schien bereits eine städtische Selbstverwaltung mit Rat und Bürgerversammlung besessen zu haben. 1291 erwarb der deutsche König Rudolf I. von Habsburg die Herrschaftsrechte des Klosters Murbach über Luzern, nachdem er schon die umliegenden Gebiete systematisch aufgekauft hatte.

Die Streitigkeiten um den deutschen Königsthron 1314-25 führten auch zu Feindseligkeiten in den Ländern um den Vierwaldstättersee. Zur Stabilisierung der Verhältnisse ging Luzern 1332 einen Bund mit den benachbarten drei Waldstätten Uri, Schwyz und Unterwalden ein. Dieser Bund richtete sich nicht speziell gegen die Habsburger: Luzern behielt sich seine Verpflichtungen gegenüber der Herrschaft Österreich ausdrücklich vor.[4]

Insbesondere ab der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts begann Luzern erfolgreich, seinen Einfluss in den umliegenden ländlichen Gebieten zu verstärken und Herrschaftsrechte an sich zu binden. Diese expansive Territorialpolitik, welche auch von anderen eidgenössischen Städten wie Zürich vorangetrieben wurde, führte zwangsläufig zu Konflikten mit der Herrschaft Österreich und gipfelte 1386 in der Schlacht bei Sempach. Der Sieg der eidgenössischen Parteien erlaubte Luzern eine Konsolidierung des Herrschaftsgebiets, das in seiner Ausdehnung bereits ungefähr dem heutigen Kanton Luzern entsprach.[5]

Von der Stadt zum Stadtstaat (1386–1520)

1415 erhielt Luzern von Kaiser Sigismund die Reichsfreiheit und bildete ein kräftiges Glied im eidgenössischen Bund. Die Stadt baute ihre Territorialherrschaft aus, erhob Steuern und setzte beamtete Vögte ein. Die Zahl der Stadtbevölkerung von 3'000 ging um etwa 40 Prozent zurück. Schuld daran waren die Pest (um 1350, in mehreren Wellen) und etliche Kriege (so genannte Ennetbirgische Feldzüge). 1419 tauchte erstmals im deutschen Sprachraum in den Akten eines Hexenprozesses gegen einen Mann im schweizerischen Luzern das Wort Hexereye auf.

Vorort der katholischen Schweiz (um 1520–1798)

Im wachsenden Staatenbund der Eidgenossenschaft gehörte Luzern zu den einflussreichen Stadtorten. Als die Reformation nach 1520 die Eidgenossenschaft spaltete, wurden die meisten Städte reformiert, Luzern aber blieb katholisch. Nach dem Sieg der Katholiken über die Reformierten in der Schlacht bei Kappel (1531) dominierten die katholischen Orte die Eidgenossenschaft. Trotz des militärischen Sieges im Erster Villmergerkrieg 1656 verschoben sich die Gewichte zu Gunsten der reformierten Städten wie Zürich, Bern und Basel, die im Zweiten Villmergerkrieg (1712) die Katholiken besiegten. Die führende Stellung Luzerns in der Eidgenossenschaft war damit vorbei. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden die Kriege und Seuchen immer seltener, die Bevölkerung nahm vor allem auf dem Land kräftig zu, während die Stadt innerhalb der Mauern kaum wuchs.

Jahrhundert der Revolutionen (1798–1914)

1798, neun Jahre nach Beginn der Französischen Revolution, marschierte die französische Armee in der Schweiz ein. Die Alte Eidgenossenschaft zerfiel und die Herrschaft der Patrizier wurde in eine Demokratie umgeformt, es entstand die Helvetische Republik, deren Hauptstadt Luzern für kurze Zeit war. Die industrielle Revolution trat in Luzern erst spät ein. 1860 waren nur 1,7 Prozent der Bevölkerung in der Heim- oder Fabrikarbeit tätig, dies waren viermal weniger als in der übrigen Schweiz. Die Landwirtschaft mit einem hohen Anteil von 40 Prozent der Erwerbstätigen im Bauernstand prägte den Kanton. Dennoch zog die Stadt etliche Industrien an, die sich aber in den Gemeinden um Luzern ansiedeln. Von 1850 bis 1913 vervierfachte sich die Zahl der Bevölkerung und ihre Siedlungsfläche wuchs. Ab dem Jahre 1856 folgten die Bahnen, zuerst jene nach Olten und Basel, 1864 nach Zug und Zürich und 1897 in den Süden.

Entwicklungsakzente im 20. Jahrhundert (1914–2000)

Im 20. Jahrhundert gewannen die Vororte immer mehr an Bedeutung. Die Bevölkerungszahl im umliegenden Grossraum verdoppelte sich, während die städtische Bevölkerung nur langsam zunahm. 1981 folgte der Anschluss an die Autobahn.

Entwicklung im 21. Jahrhundert (ab 2001)

Am 17. Juni 2007 stimmte die Bevölkerung von Luzern und Littau der Fusion mit Luzern zu, um die gemeinsame Gemeinde Luzern zu schaffen. In Luzern stimmten 9869 Stimmberechtigte für die Fusion, 8875 dagegen. Das entspricht einem Stimmenverhältnis von 53 zu 47 Prozent. Die Littauer stimmten der Fusion mit 2824 gegen 2343 zu (55 zu 45 Prozent.) Die Stimmbeteiligung lag in Luzern bei 46,2 Prozent, in Littau bei 60,4 Prozent. Die Gemeindefusion konnte somit am 1. Januar 2010 vollzogen werden. Die Einwohnerzahl beträgt nun rund 75'000 Personen. Die «neue» Stadt heisst weiterhin Luzern und wird das alte Stadtwappen beibehalten. Es darf daher von einer Eingemeindung gesprochen werden.

Der Luzerner Stadtrat sieht darin aber nur den ersten Schritt für weitere Fusionen. Im Gespräch als zukünftige Partner sind die Gemeinden Emmen, Ebikon, Kriens, Horw und Adligenswil. Ziel ist es, mit etwa 150'000 Einwohner die viertgrösste Stadt der Schweiz zu werden.

Bevölkerung

Die Bevölkerung der Stadt Luzern hat in den letzten 30 Jahren abgenommen. Um 1975 betrug sie knapp 75'000. Nur durch die Fusion der Stadt Luzern mit der Agglomerationsgemeinde Littau am 1. Januar 2010 leben wieder ungefähr 76'000 Menschen in der Kernstadt der Agglomeration Luzern (200'000). Vor dieser Fusion betrug die Einwohnerzahl knapp 60'000. Viele Menschen sind in die umliegenden Agglomerationsgemeinden Horw, Kriens, Emmen, Ebikon, Adligenswil, Meggen, Neuenkirch, Buchrain sowie Root und Dierikon gezogen (Stadtflucht).

Infrastruktur

Verkehr

Altstadt von Luzern mit Blick auf den Fluss Reuss
Jesuitenkirche
Hoher Wasserstand 2004

Die Stadt als auch die Agglomeration Luzern ist mit verschiedenen Öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar – per Schiene, auf der Strasse und per Schiff.

Die Schweizerischen Bundesbahnen, die Zentralbahn und die BLS AG sind die Partner im Schienenverkehr (Fernverkehr, Regionalverkehr und S-Bahn Luzern). Auf der Strasse erschliessen die Verkehrsbetriebe Luzern mit dem Trolleybus Luzern (der die frühere Trambahn Luzern ersetzt) und diversen Autobus-Linien Stadt und Umland. Weitere Autobuslinien werden von den Verkehrsunternehmen Auto AG Rothenburg, Rottal AG und Postauto Schweiz betrieben. Schliesslich sind verschiedene Gemeinden durch die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) mit Luzern verbunden. All diese Unternehmen handeln im Auftrag von Stadt und Region Luzern und sind die Partnerunternehmen der Gemeinden. Die verschiedenen Linien werden in regelmässigen Abständen öffentlich ausgeschrieben.

Am 11. Dezember 2004 wurde die erste Phase der S-Bahn Luzern mit sechs neuen Haltestellen, einer Verdichtung des Fahrplans – vielfach Halbstundentakt – und neuem Rollmaterial eröffnet. Im Stadtgebiet gibt es drei Bahnhöfe: Luzern, Verkehrshaus und durch die Fusion per Januar 2010 auch den Bahnhof Littau.

Im Zuge der Bahn 2000 war geplant, dass Luzern einen (unterirdischen) Durchgangsbahnhof erhalten soll. Dieser Vorschlag wurde abgelehnt (siehe Bahn 2000 – 2. Etappe).

Die Seebrücke, welche die Altstadt und Neustadt miteinander verbindet, ist eine der meistbefahrenen Strassen der Schweiz.

Die Stadt wird in Nord-Süd-Richtung (teils in Tunneln) von der A2 durchquert. Der Reussporttunnel ist einer der am stärksten befahrenen Autobahnabschnitte der Schweiz. Aus- und Zufahrten sind (von Nord nach Süd) Emmen-Süd, Luzern-Zentrum, Luzern-Kriens und Luzern-Horw. Emmen-Süd erschliesst die Quartiere im Norden der Stadt, während Kriens und Horw für einige südliche Stadtviertel wichtiger sind als die Ausfahrt Luzern-Zentrum.

Das Strassenverkehrsamt[6] befindet sich in Kriens an der Autobahn (nähe Kreisverkehr).

In Planung ist der Tiefbahnhof Luzern.[7]

Bildung

Im Jahr 2000 wurde die Universität Luzern als jüngste der zehn Schweizer Universitäten mit den drei Fakultäten Theologie, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie Rechtswissenschaften gegründet. Luzern ist auch Hauptsitz der Hochschule Luzern (HSLU) mit ihren fünf Teilschulen Design & Kunst, Musik, Soziale Arbeit, Technik und Architektur und Wirtschaft. Neben Zug und Schwyz ist Luzern einer der drei Standorte der Pädagogische Hochschule Zentralschweiz (PHZ) mit dem Zentrum für Menschenrechtsbildung. Institutionen wie das Medien-Ausbildungs-Zentrum, die Höhere Fachschule für Sozialpädagogik (hsl), die Schweizerische Hotelfachschule Luzern (SHL) oder die Schulen der höheren Kaderausbildung der Schweizer Armee (HKA) runden das Angebot des Bildungsstandortes Luzern ab.

Politik

Grossstadtrat (Legislative)

Die Anliegen der Bevölkerung werden durch den grossen Stadtrat vertreten. Er besteht aus 48 Mitglieder. Der Grossstadtrat hält seine Sitzungen donnerstags im Rathaus (Rathaussaal). Er wird alle vier Jahre im Proporzwahlverfahren gewählt – zuletzt am 14. Juni 2009 (im Zuge der Fusion gemeinsam mit Littau). Nächste Wahl: Sommer 2012.

So setzt sich das Parlament zusammen:[8][9]

Parteienstärken im Grossstadtrat Luzerns (2009)
Partei 2004 2009
SVP 9 7
FDP 8 9
CVP 8 10
SP 14 10
Grüne 7 7
JUSO Luzern 0 1
Junge Grüne Luzern (JG) 1 1
Chance21 1 0
Grünliberale Partei 0 3

Die Chance 21 trat nicht mehr und die Grünliberalen neu zu den Wahlen an.

Stadtrat (Exekutive)

Der Stadtrat von Luzern besteht aus fünf Mitgliedern im Vollamt. Der Stadtrat wird alle vier Jahre im Majorzverfahren gewählt (zuletzt am 16. Juni 2009, nächste Wahl: Sommer 2012).

Der Stadtrat besteht aus:[10]

  • Urs W. Studer (parteilos[11]), Stadtpräsident und Bildungsvorsteher (im Amt seit 1996)
  • Ursula Stämmer-Horst (SP), stv. Stadtpräsidentin und Sicherheitsvorsteherin (im Amt seit 2000)
  • Kurt Bieder (FDP), Bauvorsteher (im Amt seit 2000)
  • Stefan Roth (CVP), Finanzvorsteher (im Amt seit 2010)
  • Ruedi Meier (Grüne), Sozialvorsteher (im Amt seit 2000)

sowie Toni Göpfert, Stadtschreiber (FDP) (im Amt seit 1990)

Städtepartnerschaften

Luzern unterhält Partnerschaften mit folgenden Städten:[12]

Wappen

Blasonierung

Gespalten von Blau und Silber (Weiss)

Die Gemeinde Cossonay im Kanton Waadt führt das gleiche Wappen wie Luzern.

Kultur

Luzern hat drei grössere Theater. Es sind dies das Luzerner Theater, das Kleintheater Luzern und der Theaterpavillon. Als Veranstaltungsort von Konzerten, insbesondere der klassischen Musik, spielt das KKL die bedeutendste Rolle. Residenzorchester des KKL ist das Luzerner Sinfonieorchester. Seit dem 15. April 1981 ist das ehemalige Gefängnis Sedel, das insbesondere die Punk und Rockszene Luzerns beeinflusste, zu nennen. Zudem gibt es für den Kulturbetrieb von Luzern weitere wichtige Veranstaltungsorte.

Regelmässige Veranstaltungen/Festivals

Luzerner Fasnacht
  • Die Luzerner Fasnacht dauert vom Schmutzigen Donnerstag bis Güdisdienstag. Sie ist der grösste jährlich stattfindende Anlass der Zentralschweiz.
  • Das Luzerner Fest, 2009 zum ersten Mal durchgeführt, ist der Zusammenschluss der ehemaligen Veranstaltungen Luzerner Altstadtfest und Seenachtfest.
  • Fumetto: Jährlich im Frühling stattfindendes Comic-Festival.
  • Lucerne Blues Festival: Eines der weltweit wichtigsten Bluesfestivals, seit 1995 in und von Luzernern ausgetragen und mit diversten Preisen ausgezeichnet (2006 zum Beispiel mit dem «Keeping The Blues Alive»-Award, der erstmals in der Geschichte ausserhalb der Vereinigten Staaten ausgehändigt wird).
  • Lucerne Festival (früher Musikfestwochen): Eines der bedeutendsten europäischen Festivals für klassische und neue Musik, bekannt durch Gastkonzerte der weltbesten Sinfonieorchester im KKL.
  • Blue Balls Festival: Alljährlich im Juli stattfindendes Musikfestivals mit ca. 100'000 Besuchern während neun Tagen. Mit Open-Air-Konzerte ums Luzerner Seebecken sowie Konzerte im Kultur- und Kongresszentrum und im Hotel Schweizerhof. Das Festival umfasst die Sparten Blues, Jazz, Soul, Rock- und Pop sowie Singer-Songwriter. [13]
  • Rose d’Or: Das grösste Festival der Fernsehunterhaltung findet seit 2004 jährlich in Luzern statt. Bei diesem in Montreux gegründeten Festival werden die besten internationalen Fernsehformate mit der «Goldenen Rose» ausgezeichnet.
  • Funk am See: Ein Gratis-Open-Air, das alle zwei Jahre, jeweils zu geraden Jahreszahlen, auf der Lido-Wiese vor dem Verkehrshaus in Luzern stattfindet. Neben Rock- und Pop-Acts sind auch immer Hip-Hop-Acts vor Ort.
  • Spitzenleichtathletik Luzern: Jährliches, internationales Leichtathletikmeeting.
  • Luzerner Stadtlauf: Alljährlicher Lauf-Event durch die Neu- und Altstadt.
  • Lucerne Marathon: Drittgrösster Marathon der Schweiz
  • LUGA (Luzerner Gewerbeausstellung): Messe auf der Luzerner Allmend
  • PinkPanorama: LesBiSchwules Festival Luzern

Spezialitäten

Aus Luzern kommen viele kulinarische Spezialitäten, wie zum Beispiel der Birnenweggen, Luzerner Lebkuchen, Luzerner Chügelipastete (Fleischpastete, auch Fritschipastete genannt). Lokale Pâtissiers kreieren neue Spezialitäten wie Lozärner Rägetröpfli (Schokoladen-Praline) oder die Lozärner Chatzestreckerli.

Sehenswürdigkeiten

Historisches

Blick von der Kapellbrücke auf die Reuss; rechts das Rathaus und links die Jesuitenkirche
Nadelwehr
Luzern: Kapellbrücke und Wasserturm in der Dämmerung
Das Löwendenkmal um 1900
Historische Stadtmauer (Museggmauer)
  • Kapellbrücke mit Wasserturm
    Da die Stadt durch die Reuss geteilt wird, besitzt sie mehrere Brücken, welche die Altstadt mit der Neustadt verbinden. Die bekannteste davon ist die Kapellbrücke, die mit 170 m Länge zudem die älteste gedeckte Holzbrücke der Welt (1332) ist. Im Jahre 1993 zerstörte ein Feuer einen Grossteil der Brücke. Da diese in den 1960er Jahren umfassend renoviert und jedes einzelne hölzerne Bauteil registriert worden war, konnte sie nach dem Brand originalgetreu wieder aufgebaut werden. 81 von 111 der dreieckigen mittelalterlichen Originalgemälde, welche auf ihrer ganzen Länge im Giebel der Brücke angebracht waren, wurden beim Brand jedoch unrettbar zerstört. In der Mitte der Brücke befindet sich das Wahrzeichen von Luzern, der Wasserturm mit einem achteckigen Grundriss. Brücke wie Turm bildeten einen Teil der Stadtbefestigung. Deshalb sind auf der Seite des Wasserturms die Holzgeländer höher.
  • Altstadt
  • Rathaus (erbaut 1602–1604, Spätrenaissance)
  • Spreuerbrücke
  • Museggmauer und Museggtürme (erbaut 1350–1403 als nördlicher Befestigungswall)
  • Löwendenkmal nach Bertel Thorvaldsen (1819)
  • Nadelwehr (1860)
  • Fünf Raddampfer der SGV, die weltweit grösste aktive Dampferflotte auf Süsswasser
  • Die Matthäuskirche ist ein bedeutender Zeuge der Neugotik
  • Die Jesuitenkirche ist die älteste grosse Barockkirche der Schweiz
  • Die Hofkirche St. Leodegar im Hof ist der bedeutendste Kirchenbau der Renaissance der Schweiz
  • Die Peterskapelle mit Innenausstattung im Nazarener Stil
  • Das Gotthardgebäude ist der repräsentativste Neurenaissancebau im Kanton Luzern
  • Das Bourbaki-Panorama ist eines der wenigen erhaltenen Grosspanoramen
  • Das Anderallmend-Haus als eines der baulichen Wahrzeichen der Stadt Luzern
  • Das Kloster St. Anna auf dem Gerlisberg

Museen

Moderne Architektur

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Luzern

  • Der Pilatus: Der ehemalige Pilatussee auf dem Hausberg von Luzern soll gemäss einer Sage die letzte Ruhestätte des Pontius Pilatus sein und die Besteigung war daher im Mittelalter strengstens verboten. Heute ist der Berg touristisch von beiden Seiten erschlossen. Von der Alpnacher Seite mit der steilsten Zahnradbahn der Welt und auf der Luzerner Seite mit einer Panorama-Gondelbahn und einer Luftseilbahn.
  • Die Rigi: Sie wird die «Königin der Berge» genannt und besitzt die erste Bergbahn Europas.

Mit fünf Raddampfern (Uri, Stadt Luzern, Unterwalden, Gallia und Schiller) hat der Vierwaldstättersee die grösste Dampfschiffflotte der Schweiz.

In Luzern geborene Persönlichkeiten

Luzerner Ansicht mit Kapellbrücke, Wasserturm sowie Turm und Bauernhausdach des Rathauses. Zwei Museggtürme lugen über die Dächer der Altstadt, der Wachturm und der Luegisland.
Luzerner Ansicht mit Kapellbrücke, Wasserturm sowie Turm und Bauernhausdach des Rathauses. Zwei Museggtürme lugen über die Dächer der Altstadt, der Wachturm und der Luegisland.

Literatur

  • Mark Twain: A Tramp Abroad (dt. Bummel durch Europa) – Der Reisebericht enthält eine ausführliche, satirische Beschreibung Luzerns. – Link zum Volltext auf Project Gutenberg
  • Leo Tolstoi: Aus dem Tagebuch des Fürsten Nechljudow: Luzern – Reisebericht
  • Paul Letter: Geschichte und Kultur von Luzern. Anfänge und Entwicklungen einer Kantonshauptstadt. Frieling, Berlin 2002, ISBN 3-8280-1759-2
  • Heinz Horat: Schweizerische Kunstführer GSK, Band 301: Luzern, Rathaus, Bern 1981, ISBN 3-85782-301-1

Weblinks

 Commons: Luzern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Luzern – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Statistikportal zur Stadt Luzern 2010 – Erstes Statistikportal zur Stadt Luzern nach der Fusion mit Littau (PDF), 7. Oktober 2010
  2. Kennzahlen Stadt Luzern. Abgerufen am 21. März 2009.
  3. a b Infrakommunale Einheiten: Stadtkreise und Quartiere der Stadt Luzern. In: lustat.ch. Statistik Luzern, abgerufen am 8. April 2010.
  4. Historisches Lexikon der Schweiz. Abgerufen am 25. September 2011.
  5. Historisches Lexikon der Schweiz. Abgerufen am 25. September 2011.
  6. Strassenverkehrsamt
  7. Tiefbahnhof Luzern
  8. Stadt Luzern – Wahlen und Abstimmungen – ergebnisse vom 16. Juni 2009
  9. Gewählte und nicht gewählte, Partei- und Kandidatenstimmen, Sitzanzahl
  10. Der Stadtrat von Luzern
  11. FDP – damals LP – bis 1996, seither parteilos
  12. Partnerstädte der Stadt Luzern Offizielle Webseite der Stadt Luzern
  13. Blue Balls Festival Offizielle Webseite des Blue Balls Festival

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