Bernd Erbel

Bernd Erbel (* 11. Dezember 1947 in Simmern) ist ein deutscher Diplomat und seit Oktober 2009 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland im Iran.

Leben

Bernd Erbel besuchte in Karlsruhe das Gymnasium und machte das Abitur. Anschließend studierte er in München Rechtswissenschaften und Orientalistik. Bereits im Alter von 16 Jahren bereiste er die arabischen Länder. Zunächst ging er nach Ägypten und lernte die arabische Sprache. Er absolvierte sein juristisches Staatsexamen und trat am 1. April 1975 in den Auswärtigen Dienst ein.

Ab 1977 war Erbel als Referent an der Botschaft in der libanesischen Hauptstadt Beirut tätig. Zu dieser Zeit herrschte in dem Land Bürgerkrieg. Später arbeitete er als Ständiger Vertreter an den Botschaften in Sanaa, Riad sowie von 1995 bis 1999 in Kairo. Zwischenzeitlich war er in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn Referent im Mittelmeer-Referat des Auswärtigen Amtes.

Im Jahr 1999 übernahm er die Führung des Organisationsreferates im Auswärtigen Amt sowie Oktober 2001 die Leitung des Arbeitsstabs Informationstechnik. In dieser Funktion leitete er das Projekt der Vollvernetzung aller deutscher Auslandsvertretungen.

Von Juli 2004 bis August 2006 war Bernd Erbel als Botschafter im Irak tätig. Während des Irakkrieges im Jahr 2003 wurde er für tiefgründige Analysen der Situation vor Ort nach Kuwait geschickt. Als Vermittler und Diplomat war er an der Freilassung von Susanne Osthoff sowie René Bräunlich und Thomas Nitzschke maßgeblich beteiligt. Im August 2006 übernahm er in der Nachfolge von Martin Kobler, der Botschafter in Bagdad wurde, den Botschafterposten in Kairo bis zum Sommer 2009. Seit Oktober 2009 ist Bernd Erbel der deutsche Botschafter in Teheran (Iran).

Bei seiner Tätigkeit im Libanon lernte Bernd Erbel seine heutige Ehefrau May kennen, mit der er zwei Söhne und eine Tochter hat.

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