Bismarckturm (Bensheim)
Der Bismarckturm auf dem Hemsberg bei Bensheim
Die Treppe im Turm
Der Bismarckturm auf einer Postkarte von 1905
Der Bismarckturm mit Erker
Blick vom Turm auf Bensheim. Im Hintergrund das AKW Biblis

Der Bismarckturm auf dem Hemsberg bei Bensheim, ist ein Bismarck-Denkmal. Der Turm wird als an Sonntagen bewirtschafteter Aussichtsturm und als Wandererheim genutzt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Rundturm hat eine Höhe von 15 Metern. Er befindet sich auf dem Gipfel des 262,2  m hohen Hemsbergs, im Süd-Osten von Bensheim. Der Turm ist aus Granit erbaut und verbreitert sich gleichmäßig auf den oberen letzten drei Metern. Er hat als Abschluss eine Brüstung. In nordöstlicher Richtung befindet sich auf dem Turm ein Erker mit Satteldach. Im unteren Bereich hat der Turm einen zweigeschossigen Anbau mit einem Walmdach. In seiner ursprünglichen Ausführung war der Anbau im Obergeschoss offen und als Besucherterrasse gedacht. In den 1950er Jahren wurde dieser Bereich jedoch vermauert und mit Fenstern versehen. Der Anbau dient seither als Wandererheim.

Im Innern des Turmes befindet sich eine Holztreppe, die mit 70 Stufen auf die Brüstung führt. Im Turm befindet sich auch ein Bismarck-Medaillon in Bronze mit dem Emblem des Odenwaldklubs. Die Unterschrift lautet: „Odenwaldklub Sektion Bensheim 1901“. Ursprünglich befand sich dieses Medaillon über dem Eingangsbereich des Turmes. Der Turm erinnert in seiner historischen Grundhaltung mit dem Erker an eine mittelalterliche Warte oder an einen städtischen Befestigungsturm.[1]

Der Bismarckturm ist im Besitz des örtlichen Odenwaldklubs, der auch für die Unterhaltung und Bewirtschaftung sorgt. Bei schönem Wetter ist der Turm an Sonntagen bewirtschaftet. Von der einheimischen Bevölkerung wird der Bismarckturm meist als Hemsbergturm bezeichnet. Von der Brüstung aus hat man eine sehr gute Aussicht auf die Oberrheinische Tiefebene, die Bergstraße und den Odenwald. Um das Gebäude herum befindet sich ein artenreiches Naturschutzgebiet.

Als Kulturdenkmal steht der Bismarckturm unter Denkmalschutz.

Baugeschichte

Am 17. Mai 1897 regten der Postdirektor a.D. Ernst Hallwachs und der Bensheimer Unternehmer Kommerzienrat Wilhelm Euler (1847–1934) an, auf dem Gipfel des Hemsberges einen Bismarck-Turm zu errichten.[2] Der Turm wurde nach Plänen von Heinrich Metzendorf errichtet und am 6. Juli 1902 fertiggestellt.[3] Die Baukosten für seine Errichtung beliefen sich auf 10.000 Mark. Ab 2008 soll der unter Denkmalschutz stehende Turm renoviert werden.[4]

Einzelnachweise

  1. denkmalpflege-hessen.de, Bismarckturm, Hemsbergturm, abgerufen am 3. Februar 2008
  2. Das Werk von Wilhelm Euler, Bergsträßer Anzeiger Ausgabe vom 14. April 2007
  3. Der Odenwaldklub und die Türme, Bergsträßer Anzeiger vom 17. März 2007
  4. Turm muss saniert werden, Bergsträßer Anzeiger vom 31. Dezember 2007

Literatur

Weblinks


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