Adolf Schauenstein

Adolf Schauenstein (* 4. Dezember 1827 in Graz; † 16. Oktober 1891 in Graz) war ein österreichischer Gerichtsmediziner.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Adolf Schauenstein studierte Medizin an der Universität Graz. Er wurde dort 1851 promoviert. 1863 wurde Schauenstein erst außerordentlicher Professor für Staats- und gerichtliche Arzneikunde, bevor er noch im selben Jahr einen Ruf als ordentlicher Professor auf den neu errichteten Lehrstuhl für Gerichtliche Medizin nach Graz erhielt. Nach Wien und Kiel gab es damit in Graz die dritte Lehrkanzel für Gerichtliche Medizin im deutschsprachigen Raum. Schauenstein leitete das Institut bis 1892. Von 1868 bis 1869 und 1886 bis 1887 war er auch Rektor der wiedererrichteten Universität Graz. Schauenstein erwarb sich besondere Verdienste um die forensische Toxikologie. Nach 1871 war er Vorsitzender des Landessanitätsrates in der Steiermark. Der Gynäkologe Walther Schauenstein war sein Sohn, der Biochemiker Erwin Schauenstein sein Enkel und der Pathologe Konrad Schauenstein sein Urenkel.

Schriften

  • Schauenstein A: Lehrbuch der gerichtlichen Medizin, Mit besonderer Berücksichtigung der Gesetzgebung Österreichs und deren Vergleichung mit den Gesetzgebungen Deutschlands, Frankreichs, Englands, Italiens und Russlands. Für Ärzte und Juristen., Wien, 1862
  • Schauenstein A: Handbuch der öffentlichen Gesundheitspflege in Österreich, Wien, 1863
  • Schauenstein A: Spuren von Fusstritten und Werkzeugen, Schädigungen der Gesundheit und Tod in Folge psychischer Insulte, Vergiftungen mit Aconitum, Strychneen, Belladonna und anderen Giftpflanzen, Canthariden, Chloroform, Chloralhydrat, Später auftretende Leichenerscheinungen in Maschka J, Belohradsky W, Janowsky, V, Oesterlen, O: Handbuch der gerichtlichen Medizin., Tübingen, 1881-82, 4 Bände

Literatur

Weblinks


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