Kiel
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Kiel
Kiel
Deutschlandkarte, Position der Stadt Kiel hervorgehoben
54.32527777777810.1405555555565
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Höhe: 5 m ü. NN
Fläche: 118,6 km²
Einwohner:

239.526 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 2020 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 24103–24159
Vorwahl: 0431
Kfz-Kennzeichen: KI
Gemeindeschlüssel: 01 0 02 000
Stadtgliederung: 18 Ortsbezirke mit 30 Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Fleethörn 9
24103 Kiel
Webpräsenz: www.kiel.de
Oberbürgermeister: Torsten Albig (SPD)
Lage der Stadt Kiel in Schleswig-Holstein
Bremerhaven (zu Freie Hansestadt Bremen) Niedersachsen Freie und Hansestadt Hamburg Freie und Hansestadt Hamburg Mecklenburg-Vorpommern Helgoland (zu Kreis Pinneberg) Königreich Dänemark Kreis Nordfriesland Flensburg Kiel Neumünster Lübeck Kreis Herzogtum Lauenburg Kreis Stormarn Kreis Segeberg Kreis Ostholstein Kreis Pinneberg Kreis Steinburg Kreis Dithmarschen Kreis Schleswig-Flensburg Kreis Plön Kreis Rendsburg-EckernfördeKarte
Über dieses Bild
Wahrzeichen Kiels: der markante Kieler Rathausturm;
links davor das Opernhaus Kiel (Rathaus dadurch abgedeckt), rechts daneben schließen Probebühne, Verwaltung und Werkstätten an. Blick vom Lorentzendamm Richtung Süden über den Kleinen Kiel. Aufnahme 2008
Blick auf das Stadtzentrum Kiels in Richtung Südwesten im Morgenlicht. Luftaufnahme 2003.
Der Stadtkern Kiels wird im Osten (Vordergrund) durch die Innenförde begrenzt, nach Westen hin durch den überbrückten zweiflächigen Kleinen Kiel. Diese Wasserfläche bildete in ihrem weiteren südöstlichen Verlauf in Verbindung mit dem am linken Bildrand erkennbaren dreieckförmigen Alten Bootshafen einen natürlichen Schutz zum Süden hin. Diese ursprüngliche Gewässerverbindung mit dem Hafen ist verrohrt und zur Flächengewinnung zugeschüttet worden. Zu erkennen sind im Uhrzeigersinn am linken Bildrand der Alte Bootshafen, rechts daran anschließend der Berliner Platz, der von der Holstenstraße - einer der ersten Fußgängerzonen Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg - in Nord-Süd-Richtung gequert wird. West-südwestlich (oberhalb bezogen auf den Bildausschnitt und die Position des Betrachters) des Berliner Platzes liegt die verglaste Sparkassen-Arena (vormals Ostseehalle) mit dem rückwärtig anschließenden Exerzierplatz. Am oberen Bildrand ist links von der Mitte der zweite große Stadtplatz Kiels zu erkennen, der Wilhelmplatz. Nördlich (rechts) der Sparkassen-Arena erhebt sich der Kieler Rathausturm, der mit dem Rathaus, dem zum Wasser ausgerichteten Rathausplatz und dem anschließenden, rotbedachten Opernhaus Kiels ein städtebaulich prägendes Gebäudeensemble bildet. Den nördlichen Abschluss des Stadtzentrums stellt in vorderer Bildmitte das Kieler Schloss mit integriertem Eck-Turm dar, südlich (links) davon die grüngedeckte Konzerthalle. Unmittelbar am Kai befindet sich das Schifffahrtsmuseum (Tonnendach) mit zugehörigen historischen Schiffen am Steg, südlich (links) schließt die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek an. Im Stadtzentrum südwestlich (oberhalb) des Schifffahrtsmuseums erhebt sich am Alten Markt der Turm der Nikolaikirche, die Hauptkirche Kiels und ältestes erhaltenes Gebäude der Stadt.

Kiel ist die Landeshauptstadt und mit fast 240.000 Einwohnern größte Stadt des norddeutschen Bundeslandes Schleswig-Holstein.

Kiel liegt an der Kieler Förde und am Nord-Ostsee-Kanal und ist die nördlichste deutsche Großstadt; die nächstgelegene Metropole ist das etwa 90 km südlich von Kiel gelegene Hamburg. International bekannt ist Kiel im Sport durch das Segelereignis Kieler Woche und den Handballverein THW Kiel. Wirtschaftlich bedeutsam sind der Kieler Ostseehafen, der lokale Schiffbau und der Dienstleistungssektor. Kiel ist Sitz der 1665 gegründeten Christian-Albrechts-Universität und zudem ein Stützpunkt der Deutschen Marine.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Kiel verfügt heute mit der Kieler Förde als Tiefseehafen über einen der wichtigsten Seehafenschlüsse an der Ostsee und erstreckt sich hufeisenförmig um seinen Naturhafen. Durch Kiel verläuft die Wasserscheide zwischen Nordsee und Ostsee. So berührt ebenso wie die Schwentine der Fluss Eider, der in die Nordsee mündet, Kieler Stadtgebiet, außerdem endet der Nord-Ostsee-Kanal im Stadtteil Kiel-Holtenau. Die Umgebung Kiels ist von Moränenhügeln geprägt und geht im Osten der Stadt direkt in die Holsteinische Schweiz über.

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Kiel (sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten, an der Ostküste der Kieler Förde, genannt):

Kreis Plön: Mönkeberg und Schönkirchen (Amt Schrevenborn), Stadt Schwentinental (bis zum 29. Februar 2008 die amtsfreien Gemeinden Klausdorf und Raisdorf) sowie Pohnsdorf, Honigsee und Boksee (alle Amt Preetz-Land)

Kreis Rendsburg-Eckernförde: Flintbek (Amt Flintbek), Molfsee und Mielkendorf (Amt Molfsee), Melsdorf und Ottendorf (Amt Achterwehr), Kronshagen (amtsfreie Gemeinde), Neuwittenbek und Felm (Amt Dänischer Wohld), Altenholz (amtsfreie Gemeinde), Dänischenhagen und Strande (Amt Dänischenhagen)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Kiels ist in 30 Stadtteile eingeteilt. Meistens bilden ein oder mehrere Stadtteile zusammen einen der insgesamt 18 Ortsbezirke mit je einem Ortsbeirat. Diese Gremien werden von der Ratsversammlung (Gemeinderat) der Gesamtstadt nach jeder Kommunalwahl neu bestimmt und sind zu wichtigen, den Ortsbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören. Sie können auch Anträge, die den Stadtteil betreffen, an die Ratsversammlung stellen, damit diese dort beraten bzw. beschlossen werden.
Die Ortsbezirke mit ihnen zugeordneten Stadtteilen und deren amtlicher Nummer:

Stadtteile 1-30 (schwarz umrandet) und Ortsbeiratsbezirke (farbig)
(mit Oppendorf)

Klima

Kiel befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Der Sommer fällt eher mild bis warm aus (ca. 20 °C) und der Winter ist relativ kühl (um -1 °C). Die meisten Niederschläge fallen im Juli/August (ca. 90 mm pro Monat).

Kiel
Klimadiagramm (Erklärung)
J F M A M J J A S O N D
 
 
72
 
5
0
 
 
50
 
5
0
 
 
62
 
8
2
 
 
42
 
12
4
 
 
46
 
16
7
 
 
71
 
19
10
 
 
88
 
21
13
 
 
72
 
21
13
 
 
74
 
17
10
 
 
73
 
13
7
 
 
57
 
7
3
 
 
77
 
5
0
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: DWD: Erfassungszeitraum 1971-2000
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Kiel
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,5 5,2 7,7 11,5 16,2 18,8 21,3 21,3 17,3 12,6 7,1 4,8 Ø 12,4
Min. Temperatur (°C) 0,0 0,4 1,5 3,8 7,1 10,2 12,8 12,6 10,4 6,5 2,5 0,4 Ø 5,7
Niederschlag (mm) 72,0 50,3 61,6 42,4 45,5 70,5 87,8 71,6 74,2 72,7 56,8 76,6 Σ 782
Regentage (d) 12,4 11,6 11,5 8,7 7,9 11,5 11,4 10,2 11,1 11,1 10,5 11,8 Σ 129,7
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
4,5
0,0
5,2
0,4
7,7
1,5
11,5
3,8
16,2
7,1
18,8
10,2
21,3
12,8
21,3
12,6
17,3
10,4
12,6
6,5
7,1
2,5
4,8
0,4
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
72,0 50,3 61,6 42,4 45,5 70,5 87,8 71,6 74,2 72,7 56,8 76,6
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez


Geschichte

Stadtjubiläum 750 Jahre Kiel,
Ost-Ansicht des Stadtzentrums,
links das Segelschulschiff Gorch Fock mit Heimathafen Kiel, Deutsche Bundespost 1992

Mittelalter

Gründung: Kiel wurde zwischen 1233 und 1242 von Graf Adolf IV. von Holstein aus dem Hause Schauenburg gegründet. Nur bei Kiel stieß das sächsische Territorium an die Ostsee – nördlich der Levensau lag Schleswig und damit dänisches Gebiet, östlich der Schwentine hinter dem Limes Saxoniae lag Wagrien und damit slawisches Gebiet, das zu dieser Zeit noch nicht fest in der Hand der holsteinischen Grafen war. Daher war diese Stelle an der Förde die einzige Möglichkeit für einen sächsischen Ostseehafen. Als solcher wurde Kiel als eine der nördlichsten Städte im Heiligen Römischen Reich planmäßig angelegt. Gleichzeitig stiftete Graf Adolf das Franziskanerkloster, in dem er auch seinen Lebensabend verbrachte. 1242 erhielt Kiel das Lübische Stadtrecht verliehen. Aus dieser Zeit stammen die ersten Stadtbücher, die sich zunächst im norddeutschen Raum verbreitet haben.

Name

Der ursprüngliche Stadtname lautete Holstenstadt tom Kyle (die Holstenstadt an der Förde). Das y im alten Namen ist ein langes i. Im Sprachgebrauch wurde der lange Name zu tom Kyle verkürzt und schließlich zu Kiel. Kiel (Niederdeutsch ≈ Keil) bedeutet hier im Speziellen höchstwahrscheinlich die Förde, eine Meeresbucht, die sich weit ins Land hinein schneidet. Auch ein nordischer Ursprung ist denkbar. (altnordisch: Kíll ≈ schmale Bucht).[2]

Handelsstadt

Kiels Fernhandel blieb weit hinter dem Lübecks und Flensburgs zurück. Zwar trat die Stadt 1283 in die Hanse ein, beteiligte sich aber kaum an gemeinsamen Aktivitäten und konnte auch die Handelsprivilegien kaum ausnutzen: Der landesherrliche Einfluss auf den Handel war hier stärker als in den freien Städten. All diese Nachteile führten 1518 zum Ausschluss aus der Hanse. Sehr viel wichtiger war der Kieler Umschlag, der 1469 erstmalig erwähnt wird, aber vermutlich bereits länger bestand. Eine Woche lang (vom 6. bis 14. Januar) wurden Geldgeschäfte betrieben. Dafür reisten die Interessenten aus dem ganzen Land an. Anschließend feierte man ein Volksfest, das es seit 1975 wieder einmal im Jahr gibt.

Im Jahr 1301 war Kiel bereits befestigt, ab 1329 war die Stadt von einer steinernen Stadtmauer umgeben. Bis ins späte 16. Jahrhundert blieb das besiedelte Gebiet weitgehend auf die kleine Altstadt beschränkt. Neben dem Franziskanerkloster gab es nur eine Kirche, die bereits um 1240 fertiggestellte Nikolaikirche.

Frühe Neuzeit

Historische Stadtansicht Kiels durch Georg Braun und Franz Hogenberg (1588; Format: 48 x 33 cm). Blickrichtung nach Norden zur Ostsee; links das Westufer, rechts das Ostufer der Kieler Förde. Deutlich ist die Insellage der Stadt zwischen der Förde im Osten und dem westlich umschließenden Stadtgraben zu erkennen, dem späteren Kleinen Kiel, der unmittelbar mit der Förde verbunden ist. Ein Rudiment dieser Verbindung stellt heute (2011) noch der Alte Bootshafen dar. Im Zentrum die Nicolai-Kirche; den nordöstlichen Stadtrand unmittelbar an der Förde markiert das Kieler Schloss (rechts oben).

Die Reformation begann in Kiel 1526, als der Kieler Bürgersohn Marquard Schuldorp, der bei Martin Luther in Wittenberg studiert hatte, seinen Dienst als Vikar begann. 1527 lud König Friedrich I. Melchior Hofmann als Laienprediger nach Kiel ein. Hofmanns Lehre vom Abendmahl, der zufolge Brot und Wein nur Christi Leib bedeuten, widersprach der lutherischen Position, nach der Christus im Sakrament anwesend ist. Hofmann und Schuldorp sollen sich daher sogar auf der Kanzel geprügelt haben. 1529 wurden Hofmann und seine Anhänger dann des Landes verwiesen. Kiel erhielt eine Kirchenordnung. Das Franziskanerkloster wurde aufgelöst und das Gebäude der Stadt übereignet, die es als Schule und später als Hospital nutzte.

Im Verlauf des 16. Jahrhunderts und frühen 17. Jahrhunderts gelang es den Herzögen, die älteren Privilegien einiger Städte schrittweise abzubauen; so wurde auch Kiel gezwungen, beim Herrschaftsantritt von Herzog Friedrich III. einen speziellen Huldigungseid zu leisten, der die vormals „privilegierte Stadt“ auf den Status einer erbuntertänigen Körperschaft reduzierte.

1665 gründete Herzog Christian Albrecht von Gottorf die Christian-Albrechts-Universität, die nördlichste Universität im römisch-deutschen Reich, im Gebäude des ehemaligen Kieler Klosters. Die Universität hatte ursprünglich theologische, juristische, medizinische und philosophische Fakultäten und zog bald in eigene Gebäude um. Die Kieler Bürger waren anfänglich wenig begeistert, denn die Stadt hatte nicht nur die Gebäude zur Verfügung zu stellen, sondern auch die oft flegelhaften Studenten – schon 1700 waren es über 300 bei einer Einwohnerschaft von nur knapp 4000 Menschen – zu ertragen, die wie die übrigen Universitätsangehörigen nicht der städtischen Gerichtsbarkeit unterstanden. Zudem zahlten die Universitätsdozenten keine Steuern. Trotzdem profitierte man wirtschaftlich von der Hochschule, an der schon bald auch bedeutende Gelehrte tätig waren.

Nachdem die Gottorfer Herzöge 1721 ihre Besitzungen in Schleswig verloren hatten, wurde Kiel für ein halbes Jahrhundert Hauptort und Residenz des verbliebenen Territoriums. 1728 wurde im Kieler Schloss der spätere russische Zar Peter III. als Sohn des Herzogs Karl Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf geboren. Als Zar plante Peter einen Feldzug gegen Dänemark; nur sein früher Tod ersparte Kiel und den Elbherzogtümern einen erneuten Krieg.

Kiel als Teil des Dänischen Gesamtstaats

Kiel um 1855

Peters Witwe, die Zarin Katharina die Große, überließ 1773 die Reste des Herzogtums, und damit auch Kiel, dem dänischen König. Dieser regierte die Stadt fortan in seiner Eigenschaft als Herzog von Holstein. Die Universität erlebte nun einen erheblichen Aufschwung; 1803 erfolgte die Einrichtung eines Botanischen Gartens, der der erste seiner Art in Deutschland war.

Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806 wurden Kiel und Holstein für einige Jahre staatsrechtlich Teile Dänemarks. Im Rahmen der Napoleonischen Kriege wurde Kiel im „Kosakenwinter“ 1813 von den Schweden eingenommen; 1814 schloss man den Frieden von Kiel: Das Herzogtum Holstein wurde weiter vom dänischen König regiert, doch wurde es 1815 Mitglied des Deutschen Bundes. Damit gehörte auch Kiel formal wieder zu Deutschland. 1817 nahmen so auch Kieler Studenten am Wartburgfest teil. Die Kieler Universität wurde in den folgenden Jahren zu einem Zentrum der Burschenschaftsbewegung. Nicht ohne Grund wählte der Urburschenschafter und Absolvent der Kieler Universität Uwe Jens Lornsen deshalb 1830 Kiel als den Ort, wo er Über das Verfassungswerk in Schleswigholstein veröffentlichte, eine der einflussreichsten Streitschriften des Vormärz. Er wurde von Franz Hermann Hegewisch unterstützt, der später einer der wichtigsten Propagatoren der Eisenbahnverbindung mit Altona war.

1838 erfolgte die Gründung der Maschinenbauanstalt Schweffel und Howaldt; dies war Kiels erster großer Industriebetrieb, aus dem später die heutige Werft HDW hervorging. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie nach Altona (König-Christian VIII.-Ostseebahn) wurde der Ostseehafen Kiel dann bereits 1844 mit Elbe und Nordsee verbunden. Mit dem Brandtaucher wurde 1850 in Kiel das erste Unterseeboot der Welt gebaut.

In Kiel konstituierte sich 1848 eine provisorische schleswig-holsteinische Regierung, die die beiden Herzogtümer in einen Krieg gegen Dänemark führte, den Schleswig-Holsteinischen Krieg. Dieser Versuch, sich von der dänischen Krone zu lösen und souveränes Mitglied im Deutschen Bund zu werden, scheiterte aber.

Kiel als preußischer Kriegshafen und „Reichskriegshafen“

Historische Karte (um 1888)
1910: U-Boot-Hafen Kiel mit Booten des Typs Zweihüllen-Hochsee-Boot
1921: Germaniawerft

Doch 1864 kam es zur Eroberung Schleswig-Holsteins durch Preußen und Österreich im Deutsch-Dänischen Krieg; Kiel wurde zunächst von Preußen und Österreich gemeinsam verwaltet. 1865 ordnete der preußische König die Verlegung der Ostsee-Marinestation von Danzig nach Kiel an. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich Kiel rasch zur Großstadt.

1866 wurde Kiel endgültig preußisch. Das Artilleriedepot (ab 1891 Kaiserliche Torpedowerkstatt) wurde in Friedrichsort eingerichtet; hier wurden unter anderem Über- und Unterseewaffen entwickelt. Mit der 1867 erfolgten Gründung des Norddeutschen Bundes wurde Kiel dann „Kriegshafen“ für die Marine des Norddeutschen Bundes. Im gleichen Jahr entstand mit der Norddeutschen Schiffbaugesellschaft (ab 1882 Germaniawerft) nach Schweffel & Howaldt der zweite große Schiffbaubetrieb in Kiel. Die Stadt wurde Sitz des aus den Ämtern Bordesholm, Kronshagen, Kiel und Neumünster gebildeten Kreises Kiel.

In der Verfassung des neugegründeten Deutschen Reiches von 1871 heißt es in Artikel 52, Absatz 2: Der Kieler Hafen und der Jadehafen sind Reichskriegshäfen. Das seit 1865 bestehende Marinedepot wurde zur Königlichen Werft Kiel, die nach Gründung des Deutschen Kaiserreiches 1871 in Kaiserliche Werft umbenannt wurde. Die Kieler Werftarbeiter begannen sich 1873 zu organisieren; es kam zur Gründung des Allgemeinen Deutschen Schiffszimmerer-Vereins.

Die erste Kieler Woche fand 1882 statt; seit 1885 wurde sie als Kombination von Schiffsparade, Segelregatten und Volksfest veranstaltet und sollte sich im Laufe der Zeit zu einem weltweit bekannten Segelsportereignis und nach dem Oktoberfest und dem Cannstatter Volksfest zum drittgrößten Volksfest Deutschlands entwickeln. Kaiser Wilhelm II. war ein regelmäßiger Gast der Veranstaltung.

1883 schied Kiel aus dem gleichnamigen Kreis aus und wurde kreisfreie Stadt; neuer Sitz des Kreises Kiel wurde Bordesholm. In den 1880er Jahren setzte durch den Anstieg des Schiffbaus ein schnelles Bevölkerungswachstum ein. Deren Beschäftigte organisierten sich rasch: das Kieler Gewerkschaftskartell wurde 1893 gegründet und hatte zu Anfang 2.900 Mitglieder.

1895 erfolgte die Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Kanals (heute Nord-Ostsee-Kanal), der bald die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt wurde. In der Folge wurde Kiel endgültig zum Haupthafen der deutschen Kriegsflotte. Mitten im Ersten Weltkrieg wurde Kiel 1917 Sitz des Oberpräsidiums der preußischen Provinz Schleswig-Holstein und somit Provinzhauptstadt. Vorher befand sich das Oberpräsidium in Schleswig.

Mit dem Kieler Matrosenaufstand begann 1918 eine Revolution, die maßgeblich zum Ende des Ersten Weltkriegs beitrug. Am 3. November 1918 erhoben sich dort die Matrosen, gründeten nach einem spontanen Gefecht mit regierungstreuen Truppen am 4. November den ersten Arbeiter- und Soldatenrat Deutschlands und begannen somit die Novemberrevolution, die innerhalb weniger Tage ganz Deutschland erfasste und die Grundsteinlegung zur Weimarer Republik bildete.

Der Zivilflughafen Kiel-Holtenau wurde 1928 in Betrieb genommen. Auch auf Grund der 1929 beginnenden Weltwirtschaftskrise hatten die Nationalsozialisten in Kiel bereits früh zahlreiche Anhänger; die Universität wurde nach der Machtergreifung 1933 sehr rasch „gleichgeschaltet“ und entwickelte mit der „Kieler Schule“ eine strikt regimetreue Rechtslehre. Kiel wurde 1936 zum ersten Mal Austragungsort der olympischen Segelwettbewerbe. Im Landesarchiv Schleswig-Holstein existiert ein Film von Leni Riefenstahl über dieses Ereignis.

Bei der Reichspogromnacht am 9. November 1938 wurde die Kieler Synagoge am Schrevenpark zerstört. Im Juni 1944 wurde das Arbeitserziehungslager Nordmark errichtet, in dem bis Anfang 1945 600 Menschen umkamen. 1939 bis 1945 wurde die Stadt durch die alliierten Luftangriffe auf Kiel zu über 80 % zerstört.

Kiel als Landeshauptstadt

Landtag und Landesregierung Schleswig-Holsteins auf dem Westufer der Kieler Förde
Der Plenarsaal des Schleswig-Holsteinischen Landesparlamentes unmittelbar an der Kieler Förde, die durch die rechts liegenden Türverglasungen zu erkennen ist.

1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, gehörte Kiel zur Britischen Besatzungszone. Die britische Militärverwaltung richtete in Kiel ein DP-Lager ein zur Unterbringung so genannter Displaced Persons. Die Mehrzahl von ihnen waren ehemalige Zwangsarbeiter aus Polen und dem Baltikum. 1946 wurde Kiel Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein und trat als solche 1949 der Bundesrepublik Deutschland bei. Die Integration der vielen ostdeutschen Kriegsflüchtlinge aus dem Baltikum, Ost- und Westpreußen, Pommern und Mecklenburg stellte die Stadt seit 1945 vor zusätzliche Herausforderungen. In den Nachkriegsjahren wurde Kiel unter „modernen“ Gesichtspunkten neu aufgebaut (wobei die Pläne bemerkenswerterweise noch auf die NS-Zeit zurückgingen). Die Stadt entwickelte sich bald wieder zum wirtschaftlichen, politischen und geistigen Zentrum Schleswig-Holsteins.

Kiel war 1972 zum zweiten Mal Austragungsort der olympischen Segelwettbewerbe, diesmal im Stadtteil Schilksee. 1975 wurde der Kieler Umschlag als modernes Volksfest wiederbelebt. 1985 beschloss man die Einstellung der Straßenbahn; eine Entscheidung, die heute vielfach bedauert wird. 1992 beging die Stadt ihre 750-Jahr-Feier, und 1994 wurde die 100. Kieler Woche veranstaltet (in den Kriegsjahren von 1915 bis 1919 und 1940 bis 1946 fanden keine Kieler Wochen statt).

Am 23. September 2008 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Eingemeindungen

1850 umfasste das Stadtgebiet von Kiel inklusive Hammer eine Fläche von insgesamt 1277 Hektar.

Ab 1869 wurden folgende Gemeinden bzw. Gemarkungen in die Stadt Kiel eingegliedert[3].

Jahr Orte Zuwachs in ha Einwohner (2008)
1869 Brunswik 277 6.036
1893 Wik 560 17.715
1901 Gaarden-Ost 311 16.287
1909 Projensdorf 229 siehe Wik
1910 Gaarden-Süd 618 10.356
1910 Hassee 369 11.897
1910 Ellerbek 89 5.780
1910 Wellingdorf 420 7.877
1910 Hasseldieksdamm 293 2843
1922 Holtenau 512 5.239
1922 Pries 336 7.278
1922 Friedrichsort 132 2373
1923 Kronsburg 69 siehe Gaarden-Süd
1924 Neumühlen-Dietrichsdorf 401 11.729
1939 Elmschenhagen/Kroog 655 17.209
1958 Suchsdorf 760 9.098
1959 Schilksee 608 5.158
1963 Mettenhof 158 18.865
1970 Russee 398 7.342
1970 Meimersdorf 766 2252
1970 Moorsee 557 1622
1970 Wellsee 501 5.059
1970 Rönne 479 422

Dabei wurden mit Holtenau, Pries-Friedrichsort und Schilksee auch Gemeinden des Landesteils Schleswig in die ansonsten holsteinische Stadt Kiel eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

1885 hatte Kiel mehr als 50.000 Einwohner. 1900 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Bis 1910 verdoppelte sich diese Zahl auf 211.000. Im Dezember 1942 erreichte die Bevölkerungszahl der Stadt wegen der Hochrüstung im Zweiten Weltkrieg (Kriegshafen, Werften) mit 306.000 ihren historischen Höchststand. Am 31. Dezember 2010 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Kiel nach Fortschreibung des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein 239.526 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).

Religionen

Christentum

Die St.-Nikolaikirche am Alten Markt ist das älteste erhaltene Gebäude der Stadt.

Heute ist die Bevölkerung Kiels zu ca. 48 % evangelisch und zu 7 % katholisch. Insgesamt gibt es 23 evangelische Gemeinden und 4 katholische Pfarreien.

Die Bevölkerung der Stadt Kiel gehörte anfangs zum Erzbistum Bremen bzw. dessen Suffraganbistum Schleswig. Ab 1526 wurde durch den Landesherrn die Reformation eingeführt. 1534 mussten die Katholiken auf die einzige Pfarrkirche der Stadt (daneben gab es noch eine weitere Kirche) verzichten. Bereits vier Jahre zuvor war das Franziskanerkloster in Kiel geschlossen worden. Danach war Kiel über eine lange Zeit eine überwiegend protestantische Stadt, die zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schleswig-Holstein gehörte, welche sich 1977 mit anderen Landeskirchen zur Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche vereinigte. Heute gehören die lutherischen Kirchengemeinden der Stadt – sofern sie nicht Mitglied der Selbständigen Evangelisch-lutherischen Kirche oder der Dänische Kirche in Südschleswig (in Kiel-Holtenau) sind – zum Kirchenkreis Altholstein innerhalb des Sprengels Schleswig und Holstein.

Im Jahre 1891 wurde die erste katholische Pfarrkirche seit der Reformation erbaut. Die Gemeindeglieder Kiels gehörten zum damals bestehenden „Apostolischen Vikariat der Nordischen Missionen“. Die katholischen Gemeinden in Kiel und Umgebung gehören zum Dekanat Kiel des Erzbistum Hamburg.

Von den evangelischen Freikirchen sind in Kiel die Baptisten (seit 1872), die Evangelisch-methodistische Kirche, die Freie evangelische Gemeinde, die Siebenten-Tags-Adventisten und mehrere Pfingstgemeinden vertreten.

Sonstige in Kiel vertretene christliche Gemeinden bzw. Kirchen sind die Apostolische Gemeinschaft, die Neuapostolische Kirche, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) und die von der Anthroposophie inspirierte Christengemeinschaft.

Judentum

Die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Mittelalter und früher Neuzeit ist nicht belegt. Die Geschichte der Juden in Kiel beginnt daher vermutlich erst relativ spät, Ende des 17. Jahrhunderts. Es ist der Politik König Christians VII. zu verdanken, dass sich der Kieler Magistrat mit seiner zunächst judenfeindlichen Haltung nicht durchsetzte und Juden sich in Kiel ansiedeln konnten. 1782 wurde das ehemalige Kaffeehaus der Universität in der Kehdenstraße 12 in das erste jüdische Bethaus der Stadt umgewandelt (das Gebäude existiert nicht mehr), bis die Gemeinde 1869 in die größere, dreistöckige Synagoge in der Haßstraße umzog (ein Teil des Erdgeschosses ist als Ruine bis heute erhalten). Diese Synagoge wurde aber bald zu klein, so dass man 1910 in einen großen Neubau beim Schrevenpark, an der Ecke Humboldtstraße/Goethestraße, umzog.

1933 hatte die Gemeinde etwa 600 Mitglieder. Diese letzte Synagoge wurde in der Pogromnacht vom 9./10. November 1938 zerstört. Wegen des Nationalsozialismus verließ der größte Teil der Kieler Juden die Stadt und ging ins Exil oder wurde in Vernichtungslager deportiert und ermordet. Aufgrund der geringen Anzahl der Juden nach Ende der NS-Herrschaft wurde die Verwaltung der jüdischen Belange für Schleswig-Holstein 1968 an die Jüdische Gemeinde in Hamburg übertragen.

Mit dem Zusammenbruch des Ostblocks und der darauffolgenden Einwanderung osteuropäischer Juden nach Deutschland änderte sich Situation der jüdischen Gemeinden deutschlandweit grundlegend. 1995 wurde in Kiel das „Jüdische Bildungs-, Kultur- und Sozialwerk“ gegründet und 1997 lud der von Hamburg neu berufene Kantor Daniel Katz die nun etwa 250 Juden in Kiel zum ersten jüdischen Gottesdienst nach der Zerstörung des letzten Betsaals der Jüdischen Gemeinde (bis 1941 im Feuergang, heute Europaplatz).

Die gegenwärtig etwa 550 Juden in der Stadt sowie die nun regelmäßig stattfindenden Gottesdienste führten Anfang 2004 zur Neugründung einer eigenständigen „Jüdischen Gemeinde Kiel“, welche dem „Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein K.d.ö.R.“ angehört. Im Oktober 2004 gründeten Mitglieder des bisherigen Hamburger Gemeindezentrums in Kiel eine zweite Gemeinde und – zusammen mit dem ehemaligen Hamburger Gemeindezentrum Flensburg und der Jüdischen Gemeinde Lübeck – einen zweiten, separaten Dachverband (Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein). Beide Kieler Gemeinden sind seit 2005 Mitglieder im Zentralrat der Juden in Deutschland. Das Gemeindezentrum und der Sitz der „Jüdischen Gemeinschaft“ befinden sich in der Wikingerstraße, die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Kiel ist in der Jahnstraße am Schrevenpark. Der alte jüdische Friedhof befindet sich in der Michelsenstraße, zwei neue jüdische Friedhöfe wurden auf städtischem Gelände am Eichhof eingerichtet.

Islam

Die Zahl der muslimischen Gemeinden ist seit Gründung der ersten Gemeinde 1978 auf zurzeit zehn angestiegen. Im Sommer 2004 wurde mit der Habib-Moschee (Moschee des Freundes) in der Flintbeker Straße die erste Moschee, die auch nach außen als Sakralbau zu erkennen ist, fertiggestellt. Der Großteil der Moscheen befindet sich in Gaarden, wo der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund mit 43,6 %[4] (insbesondere aus der Türkei und arabisch geprägten Staaten) überdurchschnittlich hoch ist. Weitere Moscheen gibt es in Friedrichsort, Dietrichsdorf und im Innenstadtbereich.

Politik

Kommunalpolitik

An der Spitze der Stadt Kiel stand ursprünglich ein Vogt, der vom Landesherrn eingesetzt wurde. Neben dem Vogt gab es schon sehr früh einen Rat, der nach 1315 immer mehr die tatsächliche Macht in der Stadt ausübte. Der Gemeinderat in Kiel wird heute als Ratsversammlung bezeichnet. Vorsitzender des Rates war der Bürgermeister. Später gab es auch mehrere Bürgermeister. Nach dem Übergang an Preußen wurde in ganz Schleswig-Holstein 1867 die preußische Städteordnung eingeführt. An der Spitze der Stadt stand dann ein Oberbürgermeister.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schleswig-Holstein Teil der Britischen Besatzungszone. Die Militärregierung führte 1946 eine zweigleisige Verwaltungsspitze ein. Danach gab es zunächst einen Oberbürgermeister als Vorsitzenden des Rates und daneben einen Oberstadtdirektor als Leiter der Verwaltung. Die schleswig-holsteinische Gemeindeordnung von 1950 übertrug dem Leiter der Verwaltung jedoch wieder den traditionellen Titel Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister und führte für den Vorsitzenden des Rates bei größeren Städten – so auch in Kiel – die neue Bezeichnung Stadtpräsident ein.

Erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1997 der Oberbürgermeister (Norbert Gansel, SPD) direkt gewählt; 2003 folgte ihm Angelika Volquartz (CDU) als Kiels erste Oberbürgermeisterin. Kiels amtierender Oberbürgermeister Torsten Albig (SPD) wurde 2009 für eine Amtszeit von sechs Jahren direkt gewählt.

Die SPD stellt mit 19 Ratsmitgliedern die größte Fraktion im Stadtrat. Die CDU stellt 17 Ratsmitglieder, Bündnis 90/Die Grünen 10. Neu in den Rat gewählt sind die Partei die Die Linke mit 6, sowie die FDP mit 4 und der SSW mit einem Ratsmitglied. Die NPD ist mit einem Vertreter im Rat der Stadt Kiel. Ein Kooperationsvertrag zwischen SPD und Bündnis 90/Die Grünen unter Tolerierung des SSW garantiert stabile Mehrheitsverhältnisse in der Kieler Ratsversammlung.

Torsten Albig, amtierender Oberbürgermeister Kiels seit 2009
Kieler Innenförde, Blickrichtung nach Nordosten; links das Westufer mit dem Stadtkern, rechts das Ostufer mit HDW (Werft); Luftaufnahme 2003.

Bild-Ecke rechts unten: Hauptbahnhof mit Bahnhofsvorplatz, links gegenüber der ZOB mit aufgesatteltem Parkdeck. Auf der linken Bildhälfte markiert das grüne Kupferdach der Nikolaikirche das Zentrum des Stadtkernes am Alten Markt.

Stadtoberhäupter 1867–1946

Vorsitzende des Rates seit 1946

  • 1946: Otto Tschadek (SPD), kommissarischer Oberbürgermeister
  • 1946: Willi Koch (CDU), Oberbürgermeister
  • 1946–1950: Andreas Gayk, (SPD), Oberbürgermeister
  • 1950–1951: Peter Jeschke, Stadtpräsident
  • 1951–1955: Max Schmidt, Stadtpräsident
  • 1955–1959: Wilhelm Sievers (CDU), Stadtpräsident
  • 1959: Hans-Carl Rüdel, Stadtpräsident
  • 1959–1970: Hermann Köster, Stadtpräsident
  • 1970–1974: Ida Hinz (SPD), Stadtpräsidentin
  • 1974–1978: Eckhard Sauerbaum (CDU), Stadtpräsident
  • 1978–1982: Rolf Johanning (SPD), Stadtpräsident
  • 1982–1985: Eckhard Sauerbaum (CDU), Stadtpräsident
  • 1985–1986: Günther Schmidt-Brodersen, Stadtpräsident
  • 1986–1998: Silke Reyer (SPD), Stadtpräsidentin
  • 1998–2003: Cathy Kietzer (SPD), Stadtpräsidentin
  • 2003–2005: Arne Wulff (CDU), Stadtpräsident
  • 2005–2008: Rainer Tschorn (CDU), Stadtpräsident
  • seit 2008: Cathy Kietzer (SPD), Stadtpräsidentin

Leiter der Verwaltung seit 1946

Vertretung Kiels im Landtag von Schleswig-Holstein

Die Stadt Kiel ist landespolitisch in drei Wahlkreise aufgeteilt. Es gibt den Landtagswahlkreis Kiel-Nord (15), den Landtagswahlkreis Kiel-West (16) und den Landtagswahlkreis Kiel-Ost (17). Bei der Landtagswahl 2009 wurden für den Wahlkreis 15 Rolf Fischer (SPD), für den Wahlkreis 16 Jürgen Weber (SPD) und für den Wahlkreis 17 Bernd Heinemann (SPD) in den Schleswig-Holsteinischen Landtag gewählt. Über die Landesliste ihrer Partei zogen Dr. Heiner Garg (FDP) und Dr. Ekkehard Klug (FDP) in den Landtag ein. Dr. Heiner Garg bekleidet zudem das Amt des Ministers für Arbeit, Soziales und Gesundheit und ist stellvertretender Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein. Dr. Ekkehard Klug hat das Amt des Ministers für Bildung und Kultur des Landes inne.

Vertretung Kiels im Bundestag

Der Bundestagswahlkreis Kiel (5) umfasst auch Kronshagen und Altenholz im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Die Bürgerinnen und Bürger dieses Wahlkreises wählten bei der Bundestagswahl 2009 mit 38,3 % der Erststimmen Hans-Peter Bartels (SPD) direkt in den Bundestag. Über die Landesliste ihrer Parteien zogen der Kieler Sebastian Blumenthal (FDP) und Cornelia Möhring (LINKE) in den Deutschen Bundestag ein.

Wappen und Flagge

Wappen Kiels
Hauptartikel: Kieler Wappen

Blasonierung: „In Rot das silberne holsteinische Nesselblatt, belegt mit einem gemauerten schwarzen Boot.“[5] Das silberne Nesselblatt auf rotem Grund ist das Wappen der Schauenburger. Das gemauerte Boot symbolisiert die Stadtrechte (durch die Stadtmauer) sowie die Lage als Hafenstadt.

Städtepartnerschaften

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Hörn (rechts) bildet den südlichen Abschluss der Kieler Innenförde; links der Hauptbahnhof Kiel mit dem östlichen Seitenzugang, von dort ist für Fußgänger über die nach rechts führende Hörnbrücke der Norwegenkai, das Hochhauscenter am Germaniahafen und der sich dahinter auf dem Ostufer erstreckende Stadtteil Gaarden unmittelbar erreichbar. Panorama-Aufnahme 2006, vom CAP[6] aus über 180° ostseitig von Norden bis Süden fotografiert.
Die Hörn (rechts) bildet den südlichen Abschluss der Kieler Innenförde; links der Hauptbahnhof Kiel mit dem östlichen Seitenzugang, von dort ist für Fußgänger über die nach rechts führende Hörnbrücke der Norwegenkai, das Hochhauscenter am Germaniahafen und der sich dahinter auf dem Ostufer erstreckende Stadtteil Gaarden unmittelbar erreichbar. Panorama-Aufnahme 2006, vom CAP[6] aus über 180° ostseitig von Norden bis Süden fotografiert.

Zahlen

Kieler Förde mit Blickrichtung nach Norden zur Ostsee. Im Vordergrund die Portalkräne von HDW.
Auf dem Westufer (links): Gebäude der Landesregierung Schleswig-Holsteins und alter Olympiahafen von 1936 mit einer Anzahl Großsegler; in der Bucht links dahinter liegt die Einfahrt zum Nord-Ostsee-Kanal. Hinter der nördlichsten („obersten“) Landzunge liegt Schilksee mit dem neuen Olympiazentrum von 1972.
Auf dem Ostufer (rechts): Grünzüge der kleineren Orte Mönkeberg, Kitzeberg, Heikendorf und Möltenort. Am rechten Bildrand ist auf dem Horizont das Marine-Ehrenmal Laboe zu erkennen, dessen oberste Aussichtsplattform mit 95 m ü. NN einen weiten Blick über die Kieler Förde und die Kieler Bucht bis zu den südlichen dänischen Inseln gestattet.

Kiel ist ein Dienstleistungsstandort. In diesem Sektor sind 78,5 % aller Bediensteten in Kiel beschäftigt, 21,4 % sind im produzierenden Gewerbe (sekundärer Sektor) beschäftigt und 0,2 % in der Landwirtschaft (primärer Sektor). Kiel ist ein Standort von Werften. Ansonsten befinden sich in Kiel Maschinenfabriken und weitere Industrie, wie EDV-/Büromaschinenfertigung. Eine wirtschaftlich bedeutende Rolle spielt auch der Hafen, insbesondere die Fähr- und Kreuzschifffahrt.

Die Arbeitslosenquote in der Stadt Kiel lag im September 2008 bei 11,1 % und in der Region Kiel (inklusive Umland) bei 9,1 %.[7] Im Jahr 2006 lag das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner mit rund 36.500 über dem Schnitt Deutschlands.[8]

2005 EUROSTAT[9] BIP pro Einwohner
Wappen Kiel.svg Kiel 35,618 / ~$49,866
Flag of Schleswig-Holstein.svg Schleswig-Holstein € 24,250 / ~$33,950
Flag of Germany.svg Deutschland € 27,219 / ~$38,107
Flag of Europe.svg Europäische Union € 22,400 / ~$31,360

Ansässige Firmen und Institutionen

  • Autokraft (ÖPNV/größtes Omnibus-Verkehrsunternehmen in Schleswig-Holstein)
HDW-Gelände
U-Boot im HDW-Dock

Kiel ist mit der HSH Nordbank und der Provinzial NordWest Versicherungsgruppe auch Banken- und Versicherungsstandort.

Die noch immer bekannten Betriebe MaK (Maschinenbau) und Hagenuk (Telekommunikation) existieren nicht mehr.

Medien

Das Landesfunkhaus des NDR in der Eggerstedtstraße

In Kiel befinden sich das Landesfunkhaus Schleswig-Holstein des Norddeutschen Rundfunks mit der Produktion des Schleswig-Holstein Magazins und des Hörfunkprogramms NDR 1 Welle Nord und das Landesstudio und Auslandstudio Nordeuropa des ZDF. Drei private Radiosender senden aus Kiel: R.SH (Radio Schleswig-Holstein, der erste landesweit sendende Privatsender in Deutschland), NORA (Nord-Ostsee-Radio) und Delta Radio, die alle aus dem Funkhaus Wittland senden. Der Offene Kanal Kiel mit dem Fernsehsender „Kiel TV“ und der Radiosender 101.2 KielFM sind im Hause des Offenen Kanals Schleswig-Holstein. In Kiel-Nord strahlt die britische Armee den Armeesender BFBS aus. RTL und Sat 1 haben je ein Regionalstudio in Kiel.

Als Tageszeitung erscheinen die Kieler Nachrichten, die von der Kieler Zeitung Verlags- und Druckerei KG-GmbH & Co herausgegeben werden, die wiederum eng mit der SPD-nahen Verlagsgesellschaft Madsack verbunden ist. In Kiel gibt es ein recht großes Angebot an monatlich erscheinenden, kostenlosen Stadtmagazinen, die alle eine Mischung aus den Themen Musik, Kultur, Kino, Veranstaltungen, Terminen, lokalen Werbeanzeigen, Kleinanzeigen, Sport und Partyleben zum Inhalt haben: diva, KIELSIDE, Kiel Magazin, KIELerLEBEN, Station, Tango und Ultimo.

Über Kiel berichten 2 regelmäßige Podcasts: Der Nordcast und der KielPod. Größtes Online-Magazin über Kiel ist der Fördeflüsterer. Daneben gibt es den redaktionellen Online-Gastronomieführer kielometer.

Öffentliche Einrichtungen

Landeshaus Kiel von der Reventloubrücke aus gesehen
Die Gorch Fock in ihrem Heimathafen Kiel während der Kieler Woche 2004

Kiel ist Sitz folgender Einrichtungen und Institutionen bzw. GmbHs und Körperschaften des öffentlichen Rechts in vorwiegender Zuordnung/Zuständigkeit:

Stadt
Land
Bund

Gerichte

Kiel ist Sitz mehrerer Gerichte. Das Amtsgericht Kiel und das Landgericht Kiel sind Gerichte Ordentlicher Gerichtsbarkeit. Das Arbeitsgericht Kiel und das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein sind Gerichte deutscher Arbeitsgerichtsbarkeit. Zuständig für die Finanzgerichtsbarkeit ist das Schleswig-Holsteinische Finanzgericht. Das Gericht der Sozialgerichtsbarkeit ist das Sozialgericht Kiel.

Bildung und Forschung

Die 1665 von Herzog Christian Albrecht gegründete Christian-Albrechts-Universität ist mit etwa 22.000 Studenten die einzige Volluniversität des Landes Schleswig-Holstein. Unabhängig, jedoch teilweise mit der Universität Kiel verbunden, sind weitere Forschungseinrichtungen wie die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW), das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) und die Forschungsanstalt der Bundeswehr für Wasserschall und Geophysik. Daneben gibt es mit der Fachhochschule Kiel (gegründet 1969) und der Muthesius Kunsthochschule Kiel (gegründet 1907) weitere tertiäre Bildungseinrichtungen in der Stadt. Die Projekte Murmann School of Global Management and Economics und Multimedia Campus Kiel waren aber letztendlich nicht erfolgreich. Die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein bietet neben Weiterbildungen auch ein duales Studium an der Berufsakademie zu Betriebswirten, Wirtschaftsingenieuren und Wirtschaftsinformatikern an.

Erwähnenswert ist auch die Bundesanstalt für Milchforschung, die jedoch 2004 mit anderen Einrichtungen zum Max Rubner-Institut zusammengeschlossen wurde.

In Kiel gibt es zahlreiche Gymnasien, wovon die bereits 1320 gegründete Kieler Gelehrtenschule als humanistisches Gymnasium die älteste Schule der Stadt ist. Weitere Gymnasien sind unter anderem das Gymnasium Elmschenhagen und die Max-Planck-Schule mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften und die Ricarda-Huch-Schule mit dem Schwerpunkt Sprachen. Zudem gibt es zahlreiche, über das Stadtgebiet verteilte Gemeinschaftsschulen - teilweise mit gymnasialer Oberstufe - sowie auch Schulen in privater Trägerschaft.

Verkehr

Schiff

Costa Pacifica wendet in der Kieler Förde, um rückwärts am Ostseekai anzulegen

Mit 1,6 Millionen Passagieren[10] im Jahr 2007 ist der Kieler nach dem Puttgardener und Rostocker Hafen der drittgrößte Passagierhafen Deutschlands. Das Passagieraufkommen wird aus den Fährlinien nach Göteborg und Oslo und zunehmend aus dem Kreuzfahrtgeschäft generiert. 2010 wurden in Kiel 136 Anläufe von Kreuzfahrtschiffen mit rund 340.000 Passagieren (davon mehr als 300.000 Ein- und Aussteiger) realisiert[11], Kiel war damit der größte Kreuzfahrthafen in Deutschland. Am 18. Mai 2011 lief die Costa Pacifica als größtes Kreuzfahrtschiff bis zu diesem Zeitpunkt Kiel an[12].

Der Güterumschlag, der zum großen Teil im Ostuferhafen stattfindet, spielt deutschlandweit eine eher untergeordnete Rolle. Im Jahr 2010 wurden in den Kieler Häfen 5,8 Millionen t Güter umgeschlagen. Der Container-Umschlag belief sich auf knapp 26.000 TEU, der Massengut-Umschlag lag bei gut 1,4 Mio. t.

Kombinierte Passagier-/Frachtfähren verkehren nach

Frachtfähre verkehrt nach

Container-/Stückgutschiff verkehrt nach

  • RusslandRussland Kaliningrad (Transmarine Line: TBN, 1 x wöchentlich)

In Kiel-Holtenau befindet sich das östliche Ende des Nord-Ostsee-Kanals, der weltweit als Kiel Canal bekannt ist. Durch die Kieler Förde sind Ost- und Westteil der Stadt zum größten Teil (keilförmig) getrennt, die Fördeschiffe der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK) als Teil des öffentlichen Personennahverkehrs ermöglichen das Überqueren der Förde.

Straße

Von Kiel führen die beiden Bundesautobahnen 210 und 215 auf die A 7 HamburgFlensburg zum Autobahnkreuz Rendsburg bzw. zum Autobahndreieck Bordesholm. Ferner führen die Bundesstraßen B 76 und B 202 durch das Stadtgebiet und bilden so eine wichtige und vielbefahrene Stadtautobahn. Ab dem Kreuz Kiel-Mitte ist die B 76 als autobahnähnliche Straße ausgebaut. Weiterhin beginnen/enden die Bundesstraßen B 404 (wird zur A 21 ausgebaut), B 502 und B 503 auf dem Kieler Stadtgebiet. Kiel war einer der beiden Endpunkte der B 4 (der andere ist Nürnberg), bis der Abschnitt Kiel–Quickborn wegen der parallel verlaufenden A 7 zur Landesstraße degradiert wurde.

Kiel ist Ausgangs- bzw. Endpunkt einer im Mai 2004 eröffneten neuen touristischen Ferienstraße: Die Deutsche Fährstraße von Kiel bis Bremervörde verbindet rund 50 verschiedene Fähren, Brücken, Schleusen, Sperrwerke und maritime Museen; Wahrzeichen sind die Schwebefähren in Rendsburg und an der Oste.

Öffentlicher Nahverkehr

Fähre „Falckenstein“ auf der Förde

Den städtischen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen Stadtbusse der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) und die Fähren der SFK, die die Kieler Förde vom Westufer (Strande) über die Innenstadt bis Laboe befahren. Den Regionalbusverkehr betreiben u.a. die Autokraft und die Verkehrsbetriebe Kreis Plön (VKP).

Seit längerem wird der Bau einer Stadtregionalbahn (SRB) geplant. Dass die Straßenbahn 1985 eingestellt wurde, wird gemeinhin als Fehler angesehen. Doch obwohl auch eine Studie ausdrücklich den Bau empfohlen hat, kommt das Projekt wegen der immer noch ungeklärten Finanzierung bislang nur langsam voran. Die in Kiel regierende schwarz-grüne Koalition hat sich jüngst in den Haushaltsberatungen im Gegensatz zur oppositionellen SPD ausdrücklich dazu bekannt, dass sie das Projekt für wünschenswert erachtet. Der im Januar 2008 veröffentlichte Entwurf des neuen Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) der Stadt Kiel enthält die SRB als Maßnahmenvorschlag.

Eisenbahn und Bahnhöfe

Kieler Hauptbahnhof (Innenansicht als Panoramabild)

Seit 1844 ist Kiel an das Schienennetz angebunden. Der Kieler Hauptbahnhof ist der zweitgrößte Bahnhof Schleswig-Holsteins und einer der größten Kopfbahnhöfe Deutschlands. Die drei kleinen Bahnhöfe bzw. Haltepunkte Kiel-Suchsdorf, Kiel-Hassee CITTI-PARK und Kiel-Elmschenhagen spielen nur für den Regionalverkehr eine Rolle. Durchgehend elektrifiziert ist seit 1995 die von Kiel Richtung Neumünster–Hamburg führende Strecke. Seitdem ist Kiel ein Endpunkt des ICE-Netzes der Deutschen Bahn. Es bestehen insgesamt sechs tägliche Verbindungen Richtung Köln, Frankfurt und Berlin, die zudem in der Regel nach München oder in die Schweiz durchgebunden werden.

Im Regionalverkehr besteht ein stündlicher Taktverkehr nach Hamburg, Lübeck, Flensburg und Husum. In der Region um Kiel wird auf diesen Regionalstrecken durch zusätzliche Fahrten nach Neumünster, Eckernförde und Preetz das Angebot zu einem Halbstundentakt verdichtet. Die Strecken nach Eckernförde und Husum werden dabei von der NOB betrieben, alle anderen von der DB. Von der Bahnstrecke Kiel–Flensburg zweigt in Suchsdorf eine Bahn für den Güterverkehr zum Kieler Hafen im Stadtteil Wik ab. Eine Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Bahnstrecke nach Schönberg im Zusammenhang mit der Einführung einer Stadtbahn in Kiel wird zurzeit (2009–2011) diskutiert.

Luftverkehr

Nördlich des Kanals befindet sich der Flughafen Kiel-Holtenau, dessen Erweiterung diskutiert, aber mittlerweile verworfen wurde. Seit November 2006 findet jedoch aufgrund mangelnder Auslastung kein Linienflugverkehr ab Kiel mehr statt. Weitere Flughäfen, die in etwas über einer Stunde erreicht werden können, sind der internationalen Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel und der von Billigfliegern genutzte Flughafen Lübeck-Blankensee.

Sonstiges

In Kiel gab es von 1974 bis Ende der 1980er Jahre eine Seilbahn, die über den Alten Bootshafen hinweg die beiden Teile des ehemaligen Weipert-Kaufhauses miteinander verband.

Die Postkutsche als wichtiges Reise- und Transportmittel wurde erst im Jahr 1957 endgültig von der Post außer Dienst gestellt. Bis dahin war Kiel neben Wuppertal die letzte deutsche Stadt, in der noch Pferdegespanne für die Postzustellung eingesetzt wurden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Stadtbild

Holstenstraße in der Innenstadt
Segelschiffe im Hafen während der Kieler Woche
Skulptur Geistkämpfer an der Nikolaikirche
(Ernst Barlach, 1928)
„Kleiner Kiel“ - Im Hintergrund das Opernhaus und der Rathausturm

Kiel ist geprägt durch die Nähe zum Meer. Die erste städtische Siedlung entstand auf der Halbinsel zwischen Förde und Kleinem Kiel. Der nördliche Landzugang wurde durch die Burg gesichert. Die Stadt wurde sehr regelmäßig angelegt, mit einem Marktplatz im Zentrum, von dessen Ecken acht Straßen im rechten Winkel zueinander abgingen. Von diesen gingen einige kleine Nebenstraßen zum alten Mauerring und weiter zum Wasser ab. Hauptstraße der Stadt war die Nord-Süd-Achse Dänische Straße–Holstenstraße, die diagonal über den Marktplatz führte.

Über Jahrhunderte stand Kiel im Schatten anderer Ostseestädte (vor allem Flensburg und Lübeck), zählte aber zu den größeren Städten Holsteins und war lange Zeit unbedeutendes Mitglied der Hanse. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts begann die Stadt, sich über ihre Halbinsel hinaus nach Süden auszudehnen. Es entstand die Vorstadt in Verlängerung der Holstenstraße, welche sich schließlich bis zur St.-Jürgen-Kapelle (sie lag neben dem heutigen Hauptbahnhof) ausdehnte, deren Friedhof im 19. Jahrhundert der Hauptfriedhof der Stadt wurde. Auch in der Vorstadt entstanden einige bemerkenswerte Bürgerbauten, doch der größte Teil war ein Handwerker- und Kleinbürger-Quartier. Insgesamt galt die kleine Stadt aber als ein hübscher Ort und wurde von Dichtern wie Theodor Storm, der in Kiel studierte, wegen ihrer Schönheit gepriesen.

Als Kiel 1864 vom dänischen Gesamtstaat getrennt und wenig später preußischer Kriegshafen wurde, wandelte das Stadtbild sich grundlegend. Wenige Städte des Deutschen Reichs wuchsen so rasant wie Kiel. Die Stadt dehnte sich nach allen Himmelsrichtungen aus. Villenviertel entstanden vor allem im Norden (Düsternbrook) und teilweise im Westen, während in der Nähe der Innenstadt zahlreiche Mietskasernen-Viertel gebaut wurden. Am Ostufer der Förde in Gaarden, Kiel-Ellerbek und Wellingdorf entstanden die größten Werften Europas und weitere Arbeiterviertel. Auch die Altstadt und Vorstadt wurden zusehend mit überdimensionierten zeittypischen Bauten überformt, unter anderem entstanden neue Universitätsgebäude in der Nähe des Schlosses. Auch die Verbindung zwischen Kleinem Kiel und Förde wurde immer mehr überbaut. Westlich der Vorstadt entstand mit dem zum Kleinen Kiel hin offenen Neuen Markt mit Rathaus und Stadttheater das bedeutendste städtebauliche Ensemble dieser Zeit in Kiel.

Die verwinkelte Enge der Innenstadt rief bereits in den 1920er Jahren die Städteplaner auf den Plan. In der NS-Zeit wurden Pläne zu einer großzügigen Umgestaltung der Innenstadt konkretisiert. Auch der 1940 eingesetzte Stadtbaurat Herbert Jensen setzte sich für einen Umbau ein.

Nach den schweren Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs lagen die östlichen Stadtteile und die gründerzeitlichen Vorstädte sehr weitgehend, Alt- und Vorstadt fast vollständig in Trümmern. Beim Wiederaufbau, den der im Amt verbliebene Jensen leitete, sollte die Stadt nun im Stil der Zeit moderner, offener und großzügiger gestaltet werden. Der schön gelegene Stadtkern sollte ebenso wie die Verbindung der Stadt mit dem Wasser wieder stärker in den Blickpunkt gesetzt werden. Auf die Rekonstruktion der im Krieg zerstörten historischen Bauten wollte man hingegen vollständig verzichten.

Während der Wiederaufbau Kiels in den ersten Nachkriegsjahrzehnten noch als vorbildlich gelobt wurde, sieht man das Ergebnis inzwischen deutlich kritischer. Zwar ist die Altstadt-Halbinsel als solche aus der Luft noch zu erkennen. Doch schwere Eingriffe in das historische Straßennetz derselben (Aufhebung der meisten kleineren Nebenstraßen, Überbauung der Hassstraße am Markt, Verkehrsschneise Eggerstedtstraße längs durch die östliche Altstadt, Überbauung des Marktplatzes mit Geschäftsbauten) und die Errichtung zahlreicher überdimensionierter Kauf-, Park- und Bürohausbauten sowie generell die wenig einfallsreiche Architektur der 1950er, 1960er und 1970er Jahre, lassen nur mehr wenig urbanes Flair aufkommen.

Gewissermaßen hat Kiel heute zwar eine Innen- aber keine Altstadt mehr. Heute gilt ausgerechnet die Dänische Straße mit den recht vielen erhaltenen Gründerzeitbauten als „Gute Stube“ der Altstadt. Die Vorstadt wurde sehr großzügig wiederaufgebaut. Die enge Bebauung der gründerzeitlichen Stadtteile wurde beim Wiederaufbau aufgelockert und durchgrünt. Vielfach wird das Kieler Stadtbild als geradezu typisch für eine im Zweiten Weltkrieg zerstörte Großstadt gesehen und gilt daher als wenig ansprechend.

Seit etwa zehn Jahren wird der Stadtkern allerdings optisch permanent aufgewertet (Umbau des Hörngeländes am Hauptbahnhof; vollständige Sanierung des Hauptbahnhofes unter Berücksichtigung baulich historischer Aspekte, die bei der Wiederherstellung nach den Kriegsschäden nicht beachtet wurden; Neugestaltung des Bootshafens etc.). Gleichzeitig soll durch einen Rückbau der Eggerstedtstraße und die Umgestaltung des sog. „Alten Marktes“ ein Teil des alten Stadtkerns rekonstruiert werden. Flankiert wird dies durch Ausgrabungen auf dem ehemaligen Parkplatz zwischen Schlossgarten und Universitätsklinik, auf dem sich einst das Gebäude der Universität befand; man vermutet, dass hier nach dem Zweiten Weltkrieg viel historische Bausubstanz vergraben wurde.

Einige Sehenswürdigkeiten (Bauwerke siehe unten)

Kiellinie (Ufer zur Kieler Förde)
Hörnbrücke „in Aktion“
Der Alte Botanische Garten zur Winterzeit

Theater, Musik und Film

Opernhaus mit dem Rathausturm

Das Theater Kiel mit Schauspielhaus, Opernhaus und Theater am Werftpark ist die größte Kultureinrichtung der Stadt. Daneben gibt es zahlreiche weitere Initiativen wie die Niederdeutsche Bühne Kiel, das Polnische Theater und studentisches Theater. Klassische Konzerte des Philharmonischen Orchesters Kiel, die zahlreichen Konzerte des alljährlichen Schleswig-Holstein Musik Festivals und die besonders während der Kieler Woche stattfindenden Konzerte internationaler Popstars in der Sparkassen-Arena (frühere Bezeichnung: Ostseehalle), in der Halle 400 oder im Kieler Schloss sorgen für ein abwechslungsreiches Angebot. Es gibt auch einen Kieler Knabenchor.

In Kiel gibt es mehrere Kinos, unter anderem: CinemaxX-Multiplexkino, Kommunales Kino in der Pumpe, „Traum-Kino“, „STUDIO - Filmtheater am Dreiecksplatz“, „Die Brücke“, Metro-Kino und Mediendom der Fachhochschule Kiel. Die Kinos „Neues Studio“ und „Die Brücke“ wurden aufgrund der Insolvenz der Betreibergesellschaft am 31. August 2009 zumindest vorerst geschlossen. Das „Neue Studio“ wurde am 23. Dezember 2009 unter dem Namen Studio Filmtheater wiedereröffnet.

Museen

Stadtmuseum im Warleberger Hof
Schifffahrtsmuseum

Bauwerke

Leuchtturm in Kiel-Holtenau
Wasserturm in Kiel-Ravensberg
  • Das Rathaus (Hermann Billing 1907–1911), dessen Turm als Wahrzeichen der Stadt gilt (dem Campanile in Venedig nachempfunden); das Jugendstil-Dach des Hauptgebäudes ging 1945 verloren und wurde später durch ein einfaches Walmdach ersetzt.
  • Opernhaus Kiel, ehemaliges Stadttheater (Heinrich Seeling 1905–1907), neben dem Rathaus, ursprünglich wie dieses Jugendstil, vereinfacht wiederaufgebaut
  • St.-Nikolai-Kirche (evang.), gotisch, bis 1875 einzige Pfarrkirche der Stadt, 1876–1879 stark verändert, nach schweren Kriegszerstörungen ab 1949 vereinfacht wiederaufgebaut, historische Ausstattung zum großen Teil erhalten; von besonderer Bedeutung das bronzene Tauffass in der Pommernkapelle
  • Petruskirche 1905–1909 (ehemalige Marine-Garnisonskirche) in Kiel-Wik
  • Kieler Schloss der Schauenburger Grafen, später der Holstein-Gottorfer Herzöge (1721–1773): Westflügel erhalten, Hauptbau nach schweren Kriegszerstörungen 1959 gesprengt und durch modernen Neubau ersetzt, der kulturellen Zwecken dient
  • Warleberger Hof (Stadtmuseum), einziger noch erhaltener Adelshof aus dem Jahre 1616, überhaupt der einzige erhaltene Privatbau von vor 1864 in der Kieler Altstadt und das älteste Haus in Kiel
  • Lutherkirche (Kiel) (evang.), Nachfolgebau von 1958, der am 4. April 1945 zerstörten Lutherkirche am Schrevenpark
  • Pumpe, ehemaliges Maschinenhaus für die Stadtentwässerung (1929). Heute Kommunikations- und Kulturzentrum.
  • Kreuzgang des ehemaligen Heiliggeistklosters, ältestes Bauwerk der Stadt (Ausstellungen)
  • Justizministerium (1892–1894) am Kleinen Kiel
  • Das Landeshaus, ehemalige Marineakademie und heute Sitz des Landtags, direkt an der Förde.
  • Der Hörn-Campus, bestechend durch extravagante Architektur mit einer in Wellenform geschwungenen und gleichzeitig geneigten Glasfront
  • Der Fernmeldeturm (nicht für die Öffentlichkeit zugänglich)
  • Luftschutzbunker in Kiel
  • Die Alte Metallgießerei der „Kieler Schiffswerft“ von Georg Howaldt, 1884 an der Schwentine-Mündung von Architekt Heinrich Moldenschardt erbaut, ist das älteste erhaltene Belegstück für die Werftindustrieentwicklung am Ostufer der Kieler Förde. Sie ist 2006 restauriert und im Mai 2007 als Museum eröffnet worden
  • Levensauer Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal
  • Humboldt-Schule (1876) zwischen Knooper Weg, Stadtwerken und Schrevenpark
  • Universitätskirche, 1965 von Eiermannschüler Erhart Kettner und Hermann Weidling erbaut
  • Wasserturm Ravensberg
  • Kieler Hauptbahnhof
  • ehemaliges Arbeitsamt auf dem Wilhelmplatz, 1930 von Willy Hahn und Rudolf Schroeder, eine moderne Architektur unter Einfluss des „Bauhauses“ und galt als modernstes Arbeitsamt seiner Zeit

Verlorene Bauwerke

  • Heiliggeistkirche, 14. Jahrhundert, Ende des 19. Jahrhunderts umgebaut, im Krieg, am 13. Dezember 1943 bis auf den Kreuzgang zerstört
  • Altes Rathaus, im Kern 15. Jahrhundert, auf dem Marktplatz, 13. Dezember 1943 bis auf Gewölbereste vernichtet
  • Persianische Häuser, Fachwerkhäuser aus dem 17. Jahrhundert vor der Nikolaikirche. Am 22. Mai 1944 zerstört
  • Schloss, Mittelbau und Ostflügel, Geburtsort des russischen Zaren Peter III., Ruine 1959 gesprengt
  • Telemannsches Haus, Haßstraße 1, außergewöhnlich reich verzierter Fachwerkbau des 16. Jahrhunderts, in der Nacht vom 7./8. Mai 1941 zerstört. Reste der geschnitzten Balken befinden sich im Landesmuseum in Schleswig
  • St.-Jürgenkapelle, südlich der Vorstadt, 13. Jahrhundert, 1902 abgerissen und durch die St.-Jürgenskirche von 1902–1904 ersetzt. Die im Krieg schwer beschädigte St.-Jürgenskirche wurde im Sommer 1954 gesprengt und abgetragen, der zugehörige Friedhof eingeebnet. Die Glocke (von 1530) der St.-Jürgenskapelle befindet sich im neuen Stadtkloster in der Harmsstraße
  • Alte Universität, Kattenstraße, Bau von Ernst Georg Sonnin, später Museum, 1944 zerstört
  • Neue Universität, Schlossgarten, Bau von Martin Gropius, Ruine nach dem Zweiten Weltkrieg abgetragen; nur Teile der Uniklinik sind erhalten.
  • Buchwaldscher Hof, größter Kieler Adelshof, Dänische Straße, nach Kriegszerstörung abgerissen
  • Marientempel (von 1808) im Düsternbrooker Gehölz, 1944 durch eine Sprengbombe teilweise zerstört und 1948 abgetragen
  • Geburtshaus des Dichters Detlev von Liliencron, Herzog-Friedrich-Straße, 1964 dem Bau des Kaufhauses Hertie geopfert; eine Gedenktafel im Übergang zur Shoppingmeile Sophienhof erinnert noch daran.
  • Zahlreiche bemerkenswerte Bürgerhäuser des 15.–19. Jahrhunderts wurden bereits während des rasanten Wachstums der Stadt in der Kaiserzeit durch zeittypische Neubauten ersetzt, fast alle übrigen wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört
  • U-Boot-Bunker Kilian (2001 vom Ostuferhafen überbaut)
  • Holsatiamühle an der Schwentinemündung 2008 abgerissen

Bedeutende Denkmäler

Reiterdenkmal für Wilhelm I. im Schlossgarten.


Sport

Sparkassen-Arena (vormals Ostseehalle) ist die Heimspielstätte des THW Kiel

Kiel ist eine Hochburg des Profi-Handballs. Der deutsche Rekordmeister THW Kiel kann eine Reihe von nationalen und internationalen Meistertiteln vorweisen, beispielsweise 16 deutsche Meistertitel und sieben Pokalsiege.

Trotz der allgemeinen Beliebtheit des Fußballs in Deutschland ist es keinem Kieler Verein gelungen, dauerhaft in den letzten Jahrzehnten einen Stammplatz in den höchsten Spielklassen zu erreichen. Der bedeutendste der Kieler Fußballvereine ist die Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 allgemein bekannt als Holstein Kiel, der 1912 als erster Norddeutscher Verein die Deutsche Meisterschaft gewann. Nach insgesamt 60 Jahren Erstklassigkeit, 14 Jahre in der Zweitklassigkeit, 28 Jahre in der Drittklassigkeit und 6 Jahre in der Viertklassigkeit, spielt der Verein momentan in der viertklassigen Regionalliga Nord. Weitere bekannte Kieler Fußballvereine sind der SC Comet Kiel, der FC Kilia Kiel sowie in der Vergangenheit der VfB Kiel.

Kiel ist auch ein wichtiger Schauplatz für den Segelsport. Die Kieler Woche ist die größte Segelsport-Veranstaltung der Welt, noch vor der Travemünder Woche, der Hanse Sail und den Segelwettbewerben der Olympischen Spiele. An ihr nehmen jährlich viele tausend Segler mit Tausenden von Booten (fast) aller Klassen aus allen Kontinenten teil. Während der restlichen Saison findet darüber hinaus eine Vielzahl weiterer Regatten statt. Träger dieser Aktivitäten sind vor allem mehrere Segelklubs, die ihren Sitz rund um die Kieler Förde haben mit dem Kieler Yacht-Club (KYC, ehemals: „Kaiserlicher Yacht Club“) als dem größten und sportlich aktivsten Verein. Weitere Regattaveranstaltungen sind zum Beispiel das Inshore Race Weekend des Akademischen Seglervereins.

Neben dem Segeln dominiert in Kiel der Rudersport. Der Erste Kieler Ruder-Club von 1862 e. V. stellt den ältesten Ruderverein im Kieler Raum und den drittältesten Ruderverein der Bundesrepublik dar. Seine rund 280 Mitglieder behaupteten viele Weltmeisterschaften und Deutsche Meisterschaften für sich, insgesamt erlangte der Club im Laufe der fast 150 Jahre ca. 2000 Regattasiege. Neben dem Ersten Kieler Ruder-Club gibt es in Kiel die Rudergesellschaft Germania Kiel, die Ruderriege der ATV Ditmarsia, den Akademischen Ruderverein, die Rudervereinigung der CAU und außerdem viele Schülerruderriegen.

Die Kiel Baltic Hurricanes sind der erfolgreichste American-Football-Verein in Schleswig-Holstein und spielen in der German Football League, 2010 wurden sie Deutscher Meister, nachdem sie in den Jahren 2008 und 2009 bereits die Vizemeisterschaft erringen konnten. Der Verein Kieler TTK Grün-Weiß gehörte lange Zeit zur deutschen Spitze im Tischtennis. Die Volleyball-Herrenmannschaft des VT Kiel spielt in der zweiten Bundesliga. Kiel ist darüber hinaus Bundesstützpunkt im Beachvolleyball.

Kulinarische Spezialitäten

Persönlichkeiten

Siehe: Liste der Söhne und Töchter der Stadt Kiel

Siehe auch: Personen aus Kiel (Kategorie), Berühmte Gelehrte an der Kieler Universität und Liste der Ehrenbürger von Kiel

Bildergalerie

Literatur

  • Karl Baedeker und Otto Brandt: Baedekers Kiel. 5. Auflage, Ostfildern-Kemnat und München 1990.
  • Hans-G. Hilscher, Dietrich Bleihöfer: Kieler Straßenlexikon. 5. Auflage, Landeshauptstadt Kiel, Kiel 2011. (Online, PDF-Datei, 1,47 MB)
  • Jürgen Jensen: Historischer Stadtbildatlas Kiel. Eine Dokumentation zu den Anfängen der Ortsbild- und Denkmalpflege um 1900. Neumünster 1986
  • Jürgen Jensen, Peter Wulf (Hrsg.): Geschichte der Stadt Kiel. Kiel, 1242–1992, 750 Jahre Stadt. Wachholtz, Neumünster 1991, ISBN 3-529-02718-9.
  • Dieter J. Mehlhorn, Dieter-J.: Architekturführer Kiel. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1997
  • Werner Paravicini (Hrsg.), Uwe Albrecht, Annette Henning: Begegnungen mit Kiel. Gabe der Christian-Albrechts-Universität zur 750-Jahr-Feier der Stadt. Wachholtz, Neumünster 1992, ISBN 3-529-02722-7.
  • Annerose Sieck: Kiel. Eine kleine Stadtgeschichte. Sutton, Erfurt 2006, ISBN 978-3-86680-052-6
  • Hedwig Sievert: Kiel einst und jetzt - Die Altstadt. Verlag Walter G. Mühlau, 2. Auflage, Kiel 1963
  • Doris Tillmann, Johannes Rosenplänter (Hrsg.): Kiel Lexikon, Wachholtz, Neumünster 2010, ISBN 978-3-529-02556-3.

Weblinks

 Commons: Kiel – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Kiel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikinews Wikinews: Themenportal Kiel – in den Nachrichten

Einzelnachweise

  1. Statistikamt Nord: Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2010 nach Kreisen, Ämtern, amtsfreien Gemeinden und Städten (PDF-Datei; 500 kB) (Hilfe dazu)
  2. Nudansk Ordbog, 13. Ausgabe, Politikens Forlag, 1986.
  3. Stadtvermessungsamt Kiel: Übersichtskarte Zeitliche Folge der Eingemeindungen und anderer Veränderungen in Kiel., 2000.
  4. www.kiel.de Statistischer Bericht Kieler Stadtteile Abgerufen am 10. November 2009
  5. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  6. CAP Kiel ist ein Erlebniszentrum parallel zum Kieler Hauptbahnhof, das über ein oberes Geschoss diesen Ausblick über den Hafenabschluss gestattet
  7. Arbeitslosenquote September 2008 (PDF-Datei der Bundesagentur für Arbeit Kiel, Seite 8)
  8. BIP in Kiel, Statistische Ämter
  9. Regional GDP per inhabitant in the EU 27, Eurostat, 19. August 2008
  10. Pressemitteilung der Seehafen Kiel GmbH & Co KG vo 15. Januar 2008
  11. Kreuzfahrthafen Kiel auf der Website des Seehafens Kiel, abgerufen am 12. Juli 2011]
  12. Neuer Größenrekord
  13. http://www.akens.org/akens/texte/stolpersteine/Stolpersteineliste.htm#Kiel

Wikimedia Foundation.

Synonyme:

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Kiel — [ki:l], der; [e]s, e: vom Bug zum Heck verlaufender Teil des Schiffsrumpfes: der Kiel hatte den Grund berührt und Schaden genommen. Zus.: Bootskiel, Schiffskiel. * * * Kiel1 〈m. 1〉 harter Teil der Vogelfeder, früher als Schreibgerät (FederKiel,… …   Universal-Lexikon

  • Kiel — Escudo …   Wikipedia Español

  • Kiel —    Kiel is a city of northern Germany located on the eastern exit of the Kaiser‑Wilhelm Kanal; it was a principal naval base of the German Empire. Formerly part of the duchy of Holstein, Kiel became part of Prussia as a result of the Seven Weeks’ …   Encyclopedia of the Age of Imperialism, 1800–1914

  • Kiel — es la capital del estado Schleswig Holstein, cerca de Dinamarca. * * * Kiel, Tratado de Kiel, canal de ► C. del NE de Alemania, cap. del estado de Schleswig Holstein, en el golfo báltico homónimo; 241 200 h. Puerto naval militar. * * * Ciudad… …   Enciclopedia Universal

  • KIEL — Capitale du Land de Schleswig Holstein, située sur la mer Baltique au débouché du canal de Kiel qui fait communiquer cette mer avec la mer du Nord, Kiel n’a pas retrouvé, avec 247 107 habitants (estimation de 1992), sa population d’avant guerre.… …   Encyclopédie Universelle

  • Kiel [2] — Kiel (hierzu der Stadtplan, mit Registerblatt, und Karte »Kieler Hafen«), Stadt und Stadtkreis in der preuß. Provinz Schleswig Holstein, im Hintergrunde des Kieler Busens (s. d.), 16 m ü. M., besteht aus der Altstadt, auf einer Halbinsel zwischen …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • KIEL — KIEL, city in schleswig holstein , Germany. In the 17th century, Jews went to Kiel for the annual fair (Kieler Umschlag). Permission to settle in the city was given in 1690 to the Sephardi Court Jew Jacob Musaphia, followed in 1728 by Samson… …   Encyclopedia of Judaism

  • Kiel [2] — Kiel 1) Amt im Herzogthum Holstein, /8 QM., 4000 Ew.; 2) Stadt daselbst am Kieler Hafen (s.d.), Sitz des Oberappellationsgerichts für Holstein u. Lauenburg (zugleich juristische Examinationsbehörde), des Sanitätscollegiums für Holstein (zugleich… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Kiel — Kiel, WI U.S. city in Wisconsin Population (2000): 3450 Housing Units (2000): 1498 Land area (2000): 2.406064 sq. miles (6.231678 sq. km) Water area (2000): 0.050000 sq. miles (0.129499 sq. km) Total area (2000): 2.456064 sq. miles (6.361177 sq.… …   StarDict's U.S. Gazetteer Places

  • Kiel, WI — U.S. city in Wisconsin Population (2000): 3450 Housing Units (2000): 1498 Land area (2000): 2.406064 sq. miles (6.231678 sq. km) Water area (2000): 0.050000 sq. miles (0.129499 sq. km) Total area (2000): 2.456064 sq. miles (6.361177 sq. km) FIPS… …   StarDict's U.S. Gazetteer Places

  • kieł — {{/stl 13}}{{stl 8}}rz. mnż I, D. kła, Mc. kle {{/stl 8}}{{stl 20}} {{/stl 20}}{{stl 12}}1. {{/stl 12}}{{stl 7}} u ssaków: wyróżniający się stożkowatym kształtem ząb, zwykle dłuższy, znajdujący się między zębami trzonowymi a siekaczami : {{/stl… …   Langenscheidt Polski wyjaśnień

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”