Albersloh
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Landschaftsverband: Westfalen-Lippe
Regierungsbezirk: Münster
Landkreis: Kreis Warendorf
Stadt: Sendenhorst
Höhe: 55 m ü. NN
Fläche: 48.76 km²
Einwohner: 3.815 (2004)
Postleitzahlen: 48324
(alt: 4415/4401)
Vorwahl: 02535
Kfz-Kennzeichen: WAF
(alt: MS)
Bürgermeister: Berthold Streffing
Website: http://www.sendenhorst.de/

Albersloh (Abschlau im Niederdeutschen) ist einer der zwei Ortsteile der Stadt Sendenhorst im nordrhein-westfälischen Kreis Warendorf. Im Zuge der kommunalen Neuordnung schlossen sich die Gemeinde Albersloh und die Stadt Sendenhorst am 1. Januar 1975 zur Stadt Sendenhorst zusammen.[1]

Albersloh gliedert sich in die Ortsteile/Bauernschaften Dorf, Sunger, Rummler, Berl, West I, West II, Storp, Alst und Ahrenhorst.

Der Name „Albersloh“ wird erstmals in einer bischöflichen Urkunde im Jahre 1171 belegt. In diesem Jahr bezeugt Woldericus de Albrecteslo (Albersloh) die Übertragung eines Zehnten an das Kloster Cappenberg.

Ehemaliges Gemeindewappen von Albersloh

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Albersloh liegt an der Werse und grenzt an die Städte und Gemeinden Münster-Angelmodde, Münster-Wolbeck, Alverskirchen (Gemeinde Everswinkel), Sendenhorst, Drensteinfurt, Rinkerode (Stadt Drensteinfurt) und Hiltrup (Stadt Münster).

Albersloh ist umgeben von Feldern, Wiesen und einem großem Waldgebiet, der Hohen Ward. Die Hohe Ward ist ein Waldgebiet, das aufgrund seines sandigen Bodens vor allem von Nadelbäumen bewachsen ist. Das Waldgebiet dient neben der Naherholung vor allem der Trinkwassergewinnung für die Stadt Münster. Zusammen mit einem gut ausgebauten Radwegenetz und den vielen Feld- und Wirtschaftswegen ergibt sich das typische Bild der „Münsterländer Parklandschaft“.

Daten
  • Höhe über dem Meeresspiegel: 55,5 m über NN
  • Höchster Punkt: Alst 64,1 m
  • Niedrigster Punkt: Wersetal 48,7 m

Geschichte

Im ersten schriftlichen Beleg über die Besiedlung in der späteren Gemeinde Albersloh wird ein Erulf in Arnahurst (Ahrenhorst) erwähnt, der an das Kloster Werden abgabepflichtig ist ( um 880 ). Im 12. Jahrhundert wurde eine erste Kirche errichtet. Der Name „Albersloh“ wird erstmals in einer bischöflichen Urkunde im Jahre 1171 belegt. Im 13. Jahrhundert wurde mit dem Bau der heutigen Hallenkirche begonnen. Sowohl im spanisch-niederländischen Krieg als auch im 30-jährigen Krieg wurde das Dorf geplündert. Im siebenjährigen Krieg lagerte die französische Armee bei Albersloh. Im 19. Jahrhundert kam Albersloh nacheinander unter preußische, französische und dann wieder unter preußische Verwaltung. 1903 wurde Albersloh an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Die Kirchengemeinden St. Ludgerus (Albersloh) und St. Martin (Sendenhorst) fusionierten im Jahr 2006.

Panoramaansicht Albersloh aus südlicher Richtung

Verkehr

Aufgrund der Lage der Gemeinde zwischen den Städten Münster und Hamm bzw. Beckum ist der Ort verkehrstechnisch stark belastet. Die vorhandene Bahnlinie dient ausschließlich dem Güterverkehr.

Sport

Der Sportverein GW Albersloh bietet Fußball, Tennis, Tischtennis, Badminton, Radfahren, Dart, Gymnastik / Turnen und „Sport ohne Wettkampf“ an. Die Frauengemeinschaft bietet Frauenturnen an. Der Albersloher Kanu Club ist ein Kanuverein, der Kanubreitensport auf den Flüssen des Münsterlandes und des Sauerlandes betreibt. Der Reit- und Fahrverein Albersloh e.V. bietet Reitsport an. Der Ort hat eine Einfachturnhalle, die für Meisterschaftsspiele nicht zugelassen ist, eine Fußball- und Tennisanlage und eine private Tennishalle.

Sehenswürdigkeiten

Die Hallenkirche St. Ludgerus hat ihre ersten Anfänge im 13. Jahrhundert. Das „Haus Sunger“, ein Adelssitz aus dem 15. Jahrhundert wurde von den Herren von Kerckerinck zur Borg erbaut.

Einzelnachweise

  1. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.

Weblinks

Literatur

  • Heinrich Petzmeyer: "Sendenhorst. Geschichte einer Kleinstadt im Münsterland. Hrsg.: Stadt Sendenhorst 1993. ISBN 3-923166-43-5
  • Stadt Sendenhorst: "1171 - 1996, 825 Jahre Albersloh." Hrsg.: Stadt Sendenhorst 1996
  • Stadt Sendenhorst: "Albersloh." Hrsg.: Aschendorffsche Buchdruckerei, Münster Westfalen 1976
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