Albrecht Schröter
Albrecht Schröter

Albrecht Schröter (* 7. April 1955 in Halle (Saale)) ist ein deutscher Politiker der SPD und Oberbürgermeister der Stadt Jena.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf

Albrecht Schröter besuchte von 1962 bis 1972 die Polytechnische Oberschule bzw. die Erweiterte Oberschule in Nordhausen und Bad Freienwalde (Oder). Aus politischen Gründen blieb ihm das Abitur verwehrt. Nach dem Schulabschluss absolvierte er eine zweijährige Ausbildung zum Krankenpfleger in Eberswalde. Anschließend nahm er ein sechsjähriges Studium der Theologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg auf.

Nach seinem Abschluss 1980 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der Sektion Theologie, bis er 1984 ein Pfarramt in Jena übernahm. 1996 folgte die Promotion zum Dr. theol. in Halle-Wittenberg (summa cum laude). Anschließend arbeitete er als Beauftragter des Freistaates Thüringen für Neureligiöse Bewegungen und Sondergemeinschaften und als Fachreferent am Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) in Bad Berka. Von 2000 bis 2006 war Schröter Dezernent für Soziales und Kultur der Stadt Jena. Seit dem 1. Juli 2006 ist er Oberbürgermeister der Stadt Jena.

Familie

Schröter ist in dritter Ehe verheiratet und hat fünf Kinder und zwei Enkelkinder[1]. Er ist Nachfahre einer Schwester Georg Friedrich Händels[2].

Politische Entwicklung

Sein Engagement während der DDR-Zeit galt der politischen Bildung in der kirchlichen Jugendarbeit.

In der Wendezeit tat er sich als aktiver Mitgestalter im Erneuerungsprozess hervor. So war er im Oktober 1989 Mitbegründer des Demokratischen Aufbruchs (DA) in Berlin. Er war Sprecher des DA in Jena. Er verließ diese Gruppierung aber im März 1990 als Konsequenz aus dem Ergebnis der Volkskammerwahl und dem Zusammengehen von DA, DSU und CDU. Bis zum März 1990 war Schröter Verantwortlicher am „Runden Tisch“ in Jena für Fragen der Erneuerung im Gesundheitswesen.

Im Oktober 1990 trat Schröter in die SPD ein. Von 1990 bis 1994 war er Mitglied des Jenaer Stadtrates und stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion. Von 1998 bis 2004 hatte er den Vorsitz der Jenaer SPD inne. Seit 2004 ist er Mitglied im Landesvorstand der SPD Thüringen. Im Jahre 2000 unterlag er bei den Stichwahlen zum Oberbürgermeister dem Amtsinhaber Peter Röhlinger nur knapp mit 47,2 %. Von September 2000 bis Mai 2006 war er Dezernent für Soziales und Kultur der Stadt Jena. 2001 gründete er die Kulturstiftung Jena, deren Vorsitz er innehat.

Schröter wurde in einer Stichwahl am 21. Mai 2006 mit 54,4 % zum Oberbürgermeister der Stadt Jena gewählt. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre.

Veröffentlichungen

  • Albrecht Schröter, Bilder zur Geschichte der Katholisch-apostolischen Gemeinden, Jena 2001
  • Albrecht Schröter, Wende in Jena. Tagebuchnotizen, Dokumente, Fotos, Jena 2000
  • Albrecht Schröter u.a. (Hrsg.), Juden in Jena. Eine Spurensuche, Jena, 1998 (Mitautor und Mitherausgeber)
  • Albrecht Schröter, Die Katholisch-apostolischen Gemeinden und der Fall Geyer (Dissertation), 2. Auflage, Marburg 1998

Quellen

  1. Lebenslauf
  2. Interview von 2007

Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Peter Röhlinger Oberbürgermeister von Jena
seit 2006
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