Andiast
Andiast
Wappen von Andiast
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden
Bezirk: Surselvaw
Gemeindenummer: 3611i1f3f4
Postleitzahl: 7159
Koordinaten: (728131 / 182720)46.7833299.1166651178Koordinaten: 46° 47′ 0″ N, 9° 7′ 0″ O; CH1903: (728131 / 182720)
Höhe: 1'178 m ü. M.
Fläche: 13.63 km²
Einwohner: 228 (31. Dezember 2009)[1]
Website: www.vuorz-andiast.ch
Andiast

Andiast

Karte
Karte von Andiast
w

Andiast ( [anˈdɪ̯aʃt]?/i; bis 1943 offiziell Andest genannt) ist eine politische Gemeinde im Kreis Rueun, Bezirk Surselva des Kantons Graubünden in der Schweiz. Sie liegt auf am Südhang des Vorderrheintals und gehört zur Surselva.

Bis in die 1980er Jahre hinein ein kleines Bauerndorf ohne Gewerbe oder Industrie, ist Andiast heute ein kleinerer Wintersportort mit gutem Anschluss an das Skigebiet von Breil/Brigels und Waltensburg/Vuorz. Andiast liegt im rätoromanischen Sprachgebiet des Kantons Graubünden.

Inhaltsverzeichnis

Wappen

Blasonierung: In Rot die goldene (gelbe) Julitta mit silbernem Nimbus, in der Rechten ein silbernes (weisses) Schwert mit goldenem Griff haltend; mit der Linken Quiricus führend

Julitta und Quiricus ist die Pfarrkirche von Andiast geweiht; Julitta wurde schon im Gemeindesiegel abgebildet.

Geschichte

Wie ein Grabfund aus dem Sommer 1962 auf den Maiensässen beweist, war das Gebiet um Andiast schon in den jüngeren Eisenzeit bewohnt. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 765 im Testament des Bischofs Tello. Darin wird unter anderem ein Hof (curtis) mit den Hörigen Maurelius, Dominicus und Donatus aufgeführt.

Am 8. September 1526 wurde Andiast von der Pfarrei Waltensburg abgetrennt und zur selbständigen Pfarrei erhoben. Dies hatte zur Folge, dass in Andiast - im Gegensatz zu Waltensburg - nie Tendenzen zur Einführung der Reformation aufkamen.

Am 8. und 9. Oktober 1799 geriet das Dorf in den Wirbel des Kriegsgeschehens, als der russische Feldmarschall Suworow mit seinem ausgehungerten Heer in Sturm und Schnee, dem Druck der Franzosen ausweichend, über den 2400 m hohen Panixerpass gedrängt wurde. Dabei drangen sie auch in Andiast ein und plünderten das Dorf.

Die Gemeinde wurde im Jahre 1943 von Andest auf ihren romanischen Namen Andiast umbenannt.

Persönlichkeiten

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen, Bezirken und Gemeinden

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