Durchblutungsstörung


Durchblutungsstörung

Als Durchblutungsstörung (englisch vascular disorder) wird der eingeschränkte Blutfluss in einem Teil des Gefäßsystems bezeichnet, der zu einer Minderperfusion der zu versorgenden Organe oder Gewebe und damit zu einer Ischämie führt. Ob und in welchem Ausmaß die entsprechenden Organe oder Gewebe geschädigt werden, hängt von deren Ischämietoleranz und dem Schweregrad der Durchblutungsstörung ab. Sowohl eine verminderte Blutzufuhr wie auch ein beeinträchtigter Abfluss des venösen Blutes oder der Lymphe können im Einzelfall alleine oder in Kombination eine Durchblutungsstörung bedingen. Bei Einschränkungen der Durchblutung im Kapillarbereich spricht man von einer Mikrozirkulationsstörung, sind größere Gefäße ursächlich, von einer Störung der Makrozirkulation. Beide Formen können kombiniert auftreten.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen

Auch hier sind die zugrunde liegenden Ursachen vielfältig: Im arteriellen Schenkel sind eine Arteriosklerose (Gefäß"verkalkung") oder ein Gefäßverschluss (durch Spasmen, Embolien, Druck auf die Gefäße usw.), im venösen Schenkel Thrombosen oder eine chronisch-venöse Insuffizienz (mit Mikrozirkulationsstörung), im Lymphsystem das Verlöten der Lymphgefäße (z.B. nach einem unzureichend behandelten Erysipel, Operationen, Strahlentherapie) mit nachfolgender Erhöhung des Gewebedrucks beispielhaft zu erwähnen.

Auswirkungen

Bedeutsame Folgen sind:

Eine besondere Form der Durchblutungsstörung sind die sog. Anzapfphänomene.

Quelle

  • Pschyrembel - Klinisches Wörterbuch, 261. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin 2007

Siehe auch

Gesundheitshinweis Bitte den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Durchblutungsstörung — Durch|blu|tungs|stö|rung 〈f. 20〉 unzureichende Versorgung eines Organs od. Gewebes infolge schlecht funktionierender Arterien * * * Durch|blu|tung, die; , en: das ↑ 2Durchbluten (a); das Durchblutetsein: eine gute, schlechte D. der Haut, des… …   Universal-Lexikon

  • Durchblutungsstörung — Durch|blu|tungs|stö|rung …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Ischämiesyndrom — Durchblutungsstörung (im allgemeinen medizinischen Jargon, v. a. bei medizinischer Dokumentation, auch mit DBS abgekürzt) ist ein zwar gebräuchlicher, aber unscharf definierter Begriff aus der Medizin: Im eigentlichen Sinn beschreibt er jedwede… …   Deutsch Wikipedia

  • Gehörsturz — Klassifikation nach ICD 10 H90.3 Hörverlust, Schallempfindungsstörung, beidseitig H90.4 Hörverlust, Schallempfindungsstörung, einseitig H91.2 …   Deutsch Wikipedia

  • Hörsturz — Klassifikation nach ICD 10 H90.3 Hörverlust, Schallempfindungsstörung, beidseitig H90.4 Hörverlust, Schallempfindungsstörung, einseitig …   Deutsch Wikipedia

  • Apoplektischer Insult — Frischer Infarkt beim Menschen im Versorgungsgebiet der rechten Arteria cerebri media …   Deutsch Wikipedia

  • Apoplexie — Frischer Infarkt beim Menschen im Versorgungsgebiet der rechten Arteria cerebri media …   Deutsch Wikipedia

  • Arteria-spinalis-anterior-Syndrom — Klassifikation nach ICD 10 G95.1 Vaskuläre Myelopathien M47.0+ Arteria spinalis anterior Kompressionssyndrom und Arteria vertebralis Kompressionssyndrom …   Deutsch Wikipedia

  • Beta-Blocker — Betablocker (Syn.: Beta Rezeptorenblocker, Beta Adrenozeptorenblocker, β Blocker) ist in der Medizin ein Sammelbegriff für eine Reihe ähnlich wirkender Arzneistoffe, die im Körper an β Rezeptoren als inverse Agonisten wirken und so die Wirkung… …   Deutsch Wikipedia

  • Beta-Rezeptorenblocker — Betablocker (Syn.: Beta Rezeptorenblocker, Beta Adrenozeptorenblocker, β Blocker) ist in der Medizin ein Sammelbegriff für eine Reihe ähnlich wirkender Arzneistoffe, die im Körper an β Rezeptoren als inverse Agonisten wirken und so die Wirkung… …   Deutsch Wikipedia