Haut

Haut oder besser Hautgebilde, nennt man die den menschlichen Körper umgebende Bedeckung, welche aus vier verschiedenen Schichten besteht. Die Haut ist ein sehr wichtiges Organ für die Thätigkeit des Körpers, unendlich wichtiger, als man dieß gewöhnlich glaubt; denn sie hat die Funktion eines sehr lebhaften Stoffwechsels mit der Außenwelt. Ihre zahlreichen Gefäße, Nerven, Drüsen etc. hauchen durch die Poren stets Luft und Dunst aus, die sich zum Schweiße steigern und saugen Luft und Feuchtigkeit in bedeutender Menge ein, ganz in der Art, wie man dieß bei den Blättern der Pflanzen bemerkt. So löschen z. B. Bäder den brennendsten Durst, heben Müdigkeit und Erschöpfung; Arzneien und Gifte dringen durch die Haut in den Organismus, innere Beschwerden werden durch den Hautreiz gehoben und dergl. mehr. – Diese Funktion macht es einleuchtend, daß eine erkrankte, verstopfte, trockene Haut für die Gesundheit von den nachtheiligsten Folgen sein muß, weil der unterbrochene Stoffwechsel in der Haut Stockungen der unpassenden Säfte erzeugt, besonders in den innern, edlen Organen, so wie er besonders die Lunge und die Verdauungswerkzeuge zu einer stellvertretenden, vermehrten Absonderung veranlaßt. Hieraus entstehen Verschleimungen, hartnäckige Katarrhe, nervöse Unterleibsleiden, Blutüberfüllung etc. – Bäder, kalte Waschungen, Luftbäder, gymnastische Uebungen und alle bei dem Art Abhärtung (s. d.) empfohlnen Gesundheitsmittel erhalten die Thätigkeit der Haut, starken und verschönern sie. Falsch ist es, durch kosmetische oder Schönheitsmittel erzielen zu wollen, was Abhärtung, Arbeit, Luft und Wasser allein zu gewähren im Stande ist. Durch Vernachlässigung der Hautpflege entstehen auch, worauf wir die Damen besonders aufmerksam machen, sogenannte Blütchen, Schwinden, Flecke etc, welche den Teint verunzieren.

D.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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  • haut — haut …   Dictionnaire des rimes

  • haut — haut, haute [ o, ot ] adj., n. m. et adv. • halt fin XIe; lat. altus, h dû à une infl. germ.; cf. angl. high, all. hoch I ♦ Adj. (définissant soit une dimension dans le sens vertical, soit une position sur la verticale) A ♦ (Dimension) …   Encyclopédie Universelle

  • haut — haut, aute (hô, hô t ) adj. 1°   Qui a une étendue considérable depuis un point inférieur jusqu à un point supérieur. 2°   Qui est situé au dessus, en parlant de choses les unes par rapport aux autres. 3°   Qui s élève haut. 4°   Qui est à un… …   Dictionnaire de la Langue Française d'Émile Littré

  • *haut — ● haut adverbe En un endroit, à un niveau élevé : L avion vole haut dans le ciel. À haute voix, sans baisser la voix (souvent précédé de l adverbe tout) : Il a dit tout haut ce que chacun pensait. Sur un ton haut, dans l aigu : Prendre un chant… …   Encyclopédie Universelle

  • Haut — und Haar ist eine stabreimende Zwillingsformel, die in dieser Form ein hohes Alter hat und auf einen Rechtsbrauch zurückgeht: ›einem Haut und Haar abschlagen‹, ihn mit Rutenstreichen strafen, daß es über Haut und Haar geht (Jac. Grimm: ›Deutsche… …   Das Wörterbuch der Idiome

  • haut — HAUT, [h]aute. adj. (L H s aspire.) Eslevé eu esgard à ce qui est plus bas. Hautes montagnes. haute tour. haut clocher. les lieux hauts. le plus haut estage d une maison. il est plus haut que moy de deux doigts. cette femme porte de hauts… …   Dictionnaire de l'Académie française

  • Haut — die; , Häu·te; 1 nur Sg; die äußerste dünne Schicht des Körpers von Menschen und Tieren, aus der die Haare wachsen <eine helle, dunkle, empfindliche, weiche, zarte, lederne, raue, trockene, fettige, großporige, unreine, straffe, faltige, welke …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Haut — Haut: Die Haut ist als »Hülle« (des menschlichen Körpers) benannt. Das altgerm. Wort mhd., ahd. hūt, niederl. huid, engl. hide, schwed. hud gehört zu der (mit t erweiterten) idg. Wurzel *‹s›keu »bedecken, umhüllen« (vgl. ↑ Scheune). Eng verwandt …   Das Herkunftswörterbuch

  • haut — Haut, m. Est tantost un nom adject. qui signifie proprement celuy et ce qui est grandement eslevé, l Espagnol et l Italien dient aussi Alto, Le tout vient de Altus Latin, mais le François le prononce de plus forte haleine, et par aspiration Haut …   Thresor de la langue françoyse

  • Haut — Sf std. (8. Jh.), mhd. hūt, ahd. hūt, as. hūd Stammwort. Aus g. * hūdi f. Haut , auch in anord. húđ, ae. hӯd, afr. hēd. Gehört zu den Dental Erweiterungen der (ig.) Wurzel * (s)keu(ə) bedecken (in ai. skunāti bedeckt ), zu denen auch l. cutis… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

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