Arta (Griechenland)
Gemeinde Arta
Δήμος Αρταίων (Άρτα)
Arta (Griechenland) (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Epirus
Regionalbezirk: Arta
Geographische Koordinaten: 39° 9′ N, 20° 59′ O39.1520.983333333333Koordinaten: 39° 9′ N, 20° 59′ O
Fläche: 436,76 km²
Einwohner: 44.136 (2010[1])
Bevölkerungsdichte: 101,1 Ew./km²
Gemeindelogo:
Gemeindelogo von Gemeinde Arta
Sitz: Arta
LAU-1-Code-Nr.: f11
Gemeindebezirke: 5 Gemeindebezirke
Ortschaften: 31 Ortschaften
Website: www.arta.gr
Lage in der Region Epirus
Datei:2011 Dimos Artas.png

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Arta (griechisch Άρτα (f. sg), albanisch Arta ‚die Goldene‘) ist eine Stadt mit 21.642 Einwohnern (2001)[2] in der Region Epirus in Griechenland und Verwaltungssitz der gleichnamigen Gemeinde. Sie wurde zuletzt 2010 durch die Eingemeindung von vier Nachbargemeinden erheblich vergrößert.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Arta liegt am Fluss Arachthos, über den eine malerische Brücke führt, 13 Kilometer oberhalb seiner Mündung in den Ambrakischen Golf, einem Busen des Ionischen Meers an der griechischen Westküste.

Geschichte

Arta liegt an der Stelle des antiken Ambrakia (neugr. Amvrakia), das 295 v. Chr. König Pyrrhus zur Hauptstadt seines Reichs machte. Im Jahr 146 v. Chr. wurde Ambrakia Teil des Römischen Reiches.

1082 wurde die Stadt erstmals Arta genannt. Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer wurde Arta 1204 Hauptstadt des von Michael I. Komnenos Dukas Angelos gegründeten Despotats Epirus das bis 1318 im Besitz seiner Familie blieb, fiel dann an die italienische Dynastie der Orsini, Pfalzgrafen von Kephalonia (1318–1337), anschließend unter dem Zaren Stefan Uroš IV. Dušan an das Serbische Reich (1337–1359), dann an lokale albanische Fürsten (1359–1416).

Arta wurde schließlich 1449 von den Türken erobert und in Narda umbenannt.

Am 16. Juli 1822 besiegten hier die Türken unter Reşid Mehmed Pascha die Griechen unter Maurokordatos und Normann, 1881 eroberten die Griechen Arta zurück. Seitdem ist Arta Hauptstadt der gleichnamigen griechischen Präfektur (Nomos) und einer der zwei dazugehörigen Eparchien. Arta war Sitz eines Erzbischofs, eines Gerichts erster Instanz und eines Staatsgymnasiums, und hatte 1881 4.328 Einwohner, davon zwei Drittel Griechen, welche Handel mit den Landesprodukten trieben. Ein verfallenes Fort steht an der Stelle der alten Zitadelle.

Brücke von Arta

Die historische Brücke

Als Sehenswürdigkeit gilt die Brücke von Arta, die aus der Antike stammt und in ihrer heutigen Gestalt hauptsächlich ein osmanisches Bauwerk ist. Sie ist auch in einem griechischen Volksmärchen verewigt.

Söhne und Töchter der Stadt

Antike

Byzanz

Neuzeit

Weblinks

 Commons: Arta, Greece – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Die Einwohnerzahlen stammen aus einer Broschüre des griechischen Innenministeriums vom Mai 2010 anlässlich der Verwaltungsreform nach dem ‚Kallikratis-Gesetz‘: Elliniki Dimokratia, Ypourgeio Esoterikon, Apokendrosis ke Ilektronikis Diakyvernisis: "Programma Kallikratis," Systasi, syngrotisi Dimon, Periferion ke Apokendromenon Diikiseon gia ti Nea Architektoniki tis Aftodiikisis ke tis Apokendromenis Diikisis, Athen 2010.
  2. Nationaler Statistischer Dienst Griechenlands (ΕΣΥΕ) nach Volkszählung 2001, S. 31 (PDF, 1.009 kb)

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