Arta (Präfektur)
Präfektur Arta (1882–2010)
Νομός Άρτας
Lage der Präfektur Arta (1882–2010) innerhalb Griechenlands
Basisdaten (April 2010)[1]
Staat: Griechenland
Verwaltungsregion: Epirus
Fläche: 1.662 km²
Einwohner: 73.620
Bevölkerungsdichte: 44,30 Einwohner je km²
Hauptstadt: Arta
Stadtgemeinden (δήμοι): 13
Landgemeinden (κοινότητες): 3
ISO 3166-2 Code: GR-31
NUTS-3-Code: GR211
Kfz-Kennzeichen: AT (Arta)
Website: nomosartas.gr

Arta (neugriechisch Άρτα) war bis 2010 eine der vier Präfekturen der griechischen Verwaltungsregion Epirus. Sie wurde nach dem Anschluss des südlichen Epirus an Griechenland 1882 errichtet und 1915 um die Gebiete westlich des Arachthos erweitert. Mit der Verwaltungsreform 2010 wurde die Präfektur abgeschafft und bildet seither den Regionalbezirk Arta (gr. Periferiaki Enotita Artas) der Region Epirus, der abgesehen von der Sitzzuteilung im Regionalrat keine politische Bedeutung hat. Verwaltungssitz der Präfektur war die Stadt Arta.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Geographie

Das Gebiet liegt nördlich des Ambrakischen Golfs und ist im Nordosten von Bergen umgeben, durch die nur eine einzige Straßenverbindung über das Pinios-Tal in die Region Thessalien führt. Im Westen und Norden grenzt Arta an die Gebiete der ehemaligen Präfekturen Präfektur Preveza und Ioannina, im Osten an Thessalien und im Süden an Ätolien-Akarnanien. Die östliche Grenze bildet der Fluss Acheloos und die westliche Grenze der Fluss Louros.

Die höchste Erhebung des Gebiets ist der Athamanon (Tsoumerka) an der Nordostgrenze mit einer Höhe von 2393 m ü. NN. Der Athamanon und das dazugehörende von Nordnordwest nach Südsüdost verlaufende Bergmassiv gehören zum südlichen Pindos-Gebirge. Der Athamanon stellt zugleich die Wasserscheide zwischen dem Einzugsgebiet des Arachthos im Westen des Bergmassivs und dem Acheloos im Osten des Bergmassivs dar. Das Gebiet Artas gehört zum Wassereinzugsgebiet des Arachthos. Dieser ist zugleich auch der größte und längste Fluss, gefolgt vom Fluss Louros an der Westgrenze des Gebiets.

Verkehr

Der Hauptverkehrsträger sowohl im öffentlichen wie auch im wirtschaftliche und privaten Verkehr ist der Straßenverkehr. Das Gebiet hat ein Netz von gut ausgebauten Straßen vor allem im ebenen Teil um den ambrakischen Golf herum. Die Hauptrichtung der Verkehrsströme ist von Norden (Ioannina) nach Süden (Agrinio, Messolongi).

  • Nationalstraße 5 (Europastraße 951)
Die Nationalstraße 5 führt von Norden aus Ioannina kommend über Filippiada und Arta nach Amfilochia, Agrinio und Messolongi. Sie ist zugleich eine Europastraße und stellt die mit Abstand wichtigste Straßenverbindung der Präfektur dar. In den nächsten fünf bis zehn Jahren wird die Nationalstraße 5 durch die Autobahn 5 (Ionia Odos) ersetzt: diese wird im Wesentlichen auf gleicher Trasse verlaufen. Im Osten von Arta ist ein Teilstück als Autobahnumgehung der Stadt bereits fertiggestellt und entlastet damit die Stadt Arta von dem Durchgangsverkehr, welcher mit der Nationalstraße 5 verbunden war.
  • Nationalstraße 42
Die Nationalstraße 21 zweigt in Filippiada von der Nationalstraße 5 ab und führt in westlicher Richtung auf die Insel Lefkada zu. Sie verläuft am Nordrand des ambrakischen Golfes.
  • Nationalstraße 30
Die Nationalstraße 30 führt vom Süden Artas aus (Anbindung an die Nationalstraße 5) in Richtung Nordosten und anschließend nach Osten quer über das südliche Pindos-Gebirge nach Thessalien (Trikala). Der Ausbauzustand der Straße ist insbesondere in den gebirgigen Abschnitten nicht zureichend, sowohl hinsichtlich der Trassierung als auch hinsichtlich der Passierbarkeit im schneeführenden Winter.

Das Gebiet verfügt weder über einen internationalen Flughafen noch über einen Seehafen oder eine Eisenbahnanbindung. Im Rahmen der Planung des Schienenteils der Transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN) ist jedoch ein Eisenbahnanschluss über die Strecke Messolongi, Agrinio, Amfilochia, Arta, Ioannina, Igoumenitsa vorgesehen. Das Projekt ist aufgrund seiner durch die Topographie bedingten hohen Kosten sehr umstritten und sowohl in seiner Finanzierung als auch Durchführung nicht gesichert.

Gemeinden (1997–2010)

Karte von Arta
Liste der Stadt- (Dimos; Δήμος) und Landgemeinden (Kinotita; Κοινότητα) der ehemaligen Präfektur Arta
Gemeindename YPES Kode Verwaltungssitz Postleit-
zahl
Telefon-
vorwahl
Einwohner
2001
Fläche
in km²
Gemeinde-
gebiete
Einwohner
pro km²
Agnanta Δήμος Αγνάντων 0601 Agnanta Άγναντα 470 43 26850-3 4.022 124,344 8 32,00
Amvrakikos Δήμος Αμβρακικού 0603 Anesa Ανέζα 471 00 26810-4 4.742 158,885 9 30,00
Arachthos Δήμος Αράχθου 0604 Neochori Νεοχώρι 470 41 26810-8 6.011 73,431 7 82,00
Arta Δήμος Αρταίων 0605 Arta Άρτα 471 00 26810 23.863 47,973 4 497,00
Athamania Δήμος Αθαμανίας 0602 Vourgareli Βουργαρέλι 470 45 26850-2 6.382 304,979 12 21,00
Filothei Δήμος Φιλοθέης 0616 Chalkiades Χαλκιάδες 470 42 26810 5.800 50,614 6 115,00
Georgios Karaiskakis Δήμος Γεωργίου Καραϊσκάκη 0607 Diasello Διάσελλο 470 48 26810-67 3.245 174,179 5 19,00
Iraklia Δήμος Ηράκλειας 0608 Ano Kalentini Άνω Καλεντίνη 470 44 26810-68 1.979 129,887 4 15,00
Komboti Δήμος Κομποτίου 0611 Kombotio Κομπότιο 470 40 26810-65 3.485 38,486 3 91,00
Komeno Κοινότητα Κομμένου 0610 Komeno Κομμένο 417 00 26830-26 835 14,354 1 58,00
Melissourgi Κοινότητα Μελισσουργών 0612 Melissourgi Μελισσουργοί 417 00 26830-26 671 35,510 1 19,00
Peta Δήμος Πέτα 0614 Peta Πέτα 472 00 26810-8 4.904 105,571 3 46,00
Tetrafilia Δήμος Τετραφυλίας 0615 Astrochori Αστροχώρι 470 47 26850-6 3.792 159,823 7 24,00
Theodoriana Κοινότητα Θεοδωριάνων 0609 Theodoriana Θεοδώριανα 470 45 26850-22 994 44,398 1 22,00
Vlacherna Δήμος Βλαχέρνας 0606 Grammenitsa Γραμμενίτσα 471 00 26810-85 3.326 76,142 4 44,00
Xirovouni Δήμος Ξηροβουνίου 0613 Ammotopos Αμμότοπος 482 00 26830-81 4.083 123,634 8 33,00
Summe bzw. Durchschnitt der Präfektur 16 Gemeinden, davon 13 Stadt- und 3 Landgemeinden 78.134 1.662,210 83 47,01
Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen des Griechischen Innenministeriums (YPES).[2].
Die Landgemeinden sind hellblau unterlegt. Die Hauptstadt der Präfektur ist orange hinterlegt.

Quellen und Weblinks

  1. Die Einwohnerzahlen stammen aus einer Broschüre des griechischen Innenministeriums vom Mai 2010 anlässlich der Verwaltungsreform nach dem ‚Kallikratis-Gesetz‘: Elliniki Dimokratia, Ypourgeio Esoterikon, Apokendrosis ke Ilektronikis Diakyvernisis: "Programma Kallikratis," Systasi, syngrotisi Dimon, Periferion ke Apokendromenon Diikiseon gia ti Nea Architektoniki tis Aftodiikisis ke tis Apokendromenis Diikisis, Athen 2010.
  2. Lokale Selbstverwaltungen. Griechisches Innenministerium (ΥΠΟΥΡΓΕΙΟΥ ΕΣΩΤΕΡΙΚΩΝ, ΔΗΜΟΣΙΑΣ ΔΙΟΙΚΗΣΗΣ ΚΑΙ ΑΠΟΚΕΝΤΡΩΣΗΣ; ΥΠ.ΕΣ oder YPES)

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