Asseburg (Adelsgeschlecht)
Wappen derer von Asseburg
Erbbegräbnis der Grafen von der Asseburg bei Meisdorf (Harz)

Die von der Asseburg sind ein altes niedersächsisches Adelsgeschlecht, welches seinen Stammsitz in der gleichnamigen Asseburg hat, die heute jedoch nur noch als Ruine auf der Asse bei Wolfenbüttel erhalten ist.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ursprünglich nannte sich die Familie Wolfenbüttel, deren erster Angehöriger Widekind von Wolfenbüttel, auch Widekindus de Wolferbutle, in den Jahren 1089 bis 1118 urkundlich erscheint. Er besaß als Ministeriale des Markgrafen Ekbert II. von Meißen und Braunschweig eine sehr einflussreiche Stellung, so dass er sich unter anderem bei Kaiser Heinrich IV. für seinen Herren verbürgen konnte.

Sein Urenkel Gunzlin von Wolfenbüttel (* 1187; † 1255) wurde Reichstruchsess und gewann als Heerführer und Staatsmann von zwei Kaisern, dem Welfen Otto IV. und dem Staufer Friedrich II. große Bedeutung. Als Staufischer Ratgeber war er in seinen alten welfisch-wolfenbüttler Besitzungen nicht mehr sicher und erbaute sich 1218 südlich von Wolfenbüttel die Asseburg. Erstmals um 1219 tritt Burchardus de Asseburc mit dem Namen von der Asseburg nach der neu erbauten Stammburg urkundlich auf. Schon 1258 musste aber die Burg Herzog Albrecht von Braunschweig überlassen werden.

Ab Mitte des 13. Jahrhunderts bildeten sich zwei Linien. Eine ältere ostfälisch-thüringische Linie war zunächst auf Burg Moringen bei Northeim ansässig, später auch auf Neindorf und Ampfurt. 1437 gelangte die Herrschaft Falkenstein im Unterharz in Familienbesitz als Lehen der Bischöfe von Halberstadt. 1509 konnte Wallhausen als mansfeldisches, später kursächsisches Lehen erworben werden. Die jüngere westfälische Linie saß auf Hinnenburg bei Brakel, die sie und weitere Güter von den Edelherren von Brakel erheiratet hatten. Diese jüngere Linie erlosch im 16. Jahrhundert und wurde von der älteren Linie beerbt. Daraus entstand im 17. Jahrhundert ein neuer westfälischer Ast, aus dem Wilhelm Anton von der Asseburg (* 1707; † 1782) zum Fürstbischof von Paderborn (Amtszeit von 1763 bis 1782) ernannt wurde.

Bereits kurze Zeit später erlosch auch diese westfälische Asseburger Linie im Mannesstamm. Der Name wurde aber 1793 durch Heirat der Erbtochter mit den von Bocholtz, seit 1803 Grafen von Bocholtz-Asseburg, weitergeführt.

Der ostfälisch-thüringische Asseburger Ast Ampfurt-Falkenstein erhielt 1840 den Grafentitel in der Primogenitur unter dem Namen Grafen von der Asseburg-Falkenstein. Die westfälischen Linie trug den Freiherrentitel gewohnheitsrechtlich, andere Zweige durch Diplom aus dem Jahre 1747.

Wappen aus Siebmachers Wappenbuch

Wappen

Das Stammwappen zeigt in Gold einen sprungbereiten schwarzen Wolf. Auf dem gekrönten Helm steht eine mit einem gold eingefasstem Spiegel belegte rote Säule, die oben mit neun natürlichen Pfauenfedern besteckt ist. Die Helmdecken sind schwarz-golden.

Persönlichkeiten

Siehe auch

Literatur

Weblinks


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