Bergbauwanderweg Alte Haase
Schlaegel und Eisen nach DIN 21800.svg
Malakow-Turm der Zeche Alte Haase auf Schacht I/II
Texttafel zum Edeltraud-Erbstollen
Der Bauernhof „Waskönig“ im Paasbachtal
Die ev. Kirche in Niedersprockhövel am Busbahnhof, Ausgangspunkt des Rundwegs Nord
Bahnhof Sprockhövel

Der Bergbauwanderweg Alte Haase ist ein zweiteiliger Rundwanderweg (Rundweg Nord und Rundweg Süd) im Gebiet von Niedersprockhövel, der verschiedene bergbauhistorische Stätten aus der Frühzeit der Kohleförderung des Ruhrgebiets miteinander verbindet. Da im Sprockhöveler Raum die Kohleflöze bis an die Oberfläche reichten, befinden sich hier die ältesten Zeugnisse der Bergbaugeschichte des Ruhrgebiets.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die 8,8 und 9,8 km langen Rundwanderwege wurden von dem Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V. in Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Geschichtsverein Sprockhövel e.V. geschaffen und wurde nach der größten Zechenanlage Sprockhövels, die Zeche Alte Haase, benannt. Als Wegzeichen für den Rundweg Nord wurde ein stilisierter Malakowturm verwendet, für den Rundweg Süd ein stilisiertes Fördergerüst.

Der Ausgangspunkt für den Rundweg Nord befindet sich am Sprockhöveler Busbahnhof am Bürgerhaus, der Ausgangspunkt für den Rundweg Süd liegt am ehemaligen Bahnhof Sprockhövel.

Der Bergbauwanderweg Alte Haase (Nord und Süd) wird mit drei weiteren Bergbauwanderwegen thematisch zu der Themenroute Spur der Kohle zusammengefasst.

Sehenswürdigkeiten des Rundwegs Nord

Der Rundweg Nord führt zu 12 Stätten und Objekten der Bergbaugeschichte, von denen viele vor Ort mit informativen Schautafeln erläutert werden.

  1. Gasthof Stöter-Tilmann (heute „Zum Dorfkrug“), gegründet von den Betriebsführer Gustav Düsterloh und Tagungsort der jährlichen Sprockhöveler Bergmannstage.
  2. Schacht II (1924) der Zeche Alte Haase
  3. Zeche Alte Haase mit prägnantem Malakowturm
  4. Gewerkschaft Edeltraud-Stollen
  5. Bahnstrecke Wuppertal-Wichlinghausen–Hattingen
  6. Kohlenflöz Schieferbank
  7. Frühe Schächte und Pingen von Alte Haase
  8. Hof Waskönig im Paasbachtal, jahrhundertelang lebte hier die Familie eines der Hauptgewerken von Alte Haase. In unmittelbarer Nähe setzte der erste Stollen der Zeche an.
  9. Verladerampe der Kleinzeche Selle-Knäpper
  10. Pferdebahn am Paasbach. Transportweg zur Bahnstrecke Wichlinghausen–Hattingen.
  11. Paasmühle. Ehemalige Kornmühle, hervorgegangen aus einem Schleifkotten.
  12. Hof Dotdbruch. Der Schach „Julie“ der Zeche Alte Haase wurde nach der Tochter der Familie Julie Dotdbruch benannt, Ehefrau des Zechenrepräsentanten Johann Friedrich Große Herzbruch genannt Bröckelmann.

Sehenswürdigkeiten des Rundwegs Süd

Der Rundweg Nord führt zu 22 Stätten und Objekten der Bergbaugeschichte, von denen viele vor Ort mit informativen Schautafeln erläutert werden.

  1. Bahnhof Sprockhövel
  2. Gasthof Rose, Bergarbeitertreff und „Vereinshaus der freien Gewerkschaften und Arbeitervereine“
  3. Firma Nüsser und Gräfer (TURMAG), Bergbauausrüster
  4. Gasthof Hilgenstock (heute „Dorfschänke“), gesellschaftliches Zentrum der Gemeinde und Sitz des Knappschaftsunterstützungsvereins.
  5. Bergvorschule Sprockhövel, Ausbildungsstätte für den Steigernachwuchs.
  6. Wetteraufhauen auf Flöz Hauptflöz (Zeche Alte Haase), Luftschacht zur Herbeibringung von „frischem Wetter“.
  7. Zeche Vereinigte Wildenberg und Vogelbruch
  8. Hof Vogelbruch, Standort der Zeche Vogelbruch und einem tonnlägigen Schacht der Zeche Alte Haase zum Flöz Wasserbank.
  9. Kleinzeche Lange
  10. Alter Hohlweg, Pferdekarrenweg zum Transport der Kohle
  11. Kotten In der Hibbel, Wohnhaus der Obersteigers Georg Peter Hilgenstock. Die Familie Hilgenstock brachte zahlreiche Bergbeamte, Bergwerksdirektoren und Bergbauingenieure hervor und ist noch heute in Sprockhövel zahlreich vertreten.
  12. Hof Diefhausen und die Diefhauser Bank. Auf dem Hof wurde seit 1650 die oberflächennahe Kohle des Flözes Mausegatt (hier Diefhauser Bank genannt) abgebaut. Die Zeche Frosch wurde auf dem Grundbesitz 1739 durch die Hofbesitzer gegründet.
  13. Schacht „Im Brahm“, Außenschacht (1953) der Zeche Alte Haase.
  14. Alter Kohlenweg
  15. Kleinzeche Molly II
  16. Wüstung der Zeche Frosch, eine der ältesten Zechen in Sprockhövel.
  17. Firma Rudolf Hausherr & Söhne, 1918 gegründete Bergbaumaschinenfabrik.
  18. Hof Homberg und Hof Auf dem Bruch. Die beiden Höfe waren im Abbaugebiet der Zeche Frosch gelegen und mussten vielfältige Nachteile (Grundwasserabsenkung, Bergschäden und Wegenutzung) durch den Bergbau erleiden. Später wurden Schächte auf den Hofgeländen selbst angelegt.
  19. Zeche Sprockhövel, 1881 unter anderem aus der Zeche Frosch hervorgegangen.
  20. Luftschacht des Erbstollens der Zeche Frosch.
  21. Bergmannskotten Erlbruch (1888), Nebenerwerbslandwirtschaft des Bergmanns Julius Erlbruch.
  22. Heimatstube des Heimat- und Geschichtsvereins Sprockhövel e.V. mit umfangreicher bergbauhistorischer Sammlung

Literatur

Wanderführer mit Karte Der Alte-Haase-Weg (Nord) und Wanderführer mit Karte Der Alte-Haase-Weg (Süd), Hrsg: Heimat- und Geschichtsvereins Sprockhövel e.V.

Weblinks

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