Bezirk Gera

Der Bezirk Gera war eine Verwaltungseinheit in der Deutschen Demokratischen Republik. Er wurde 1952 nach Auflösung der Länder als einer von insgesamt 14 Bezirken eingerichtet. Im Jahre 1990 wurde der Bezirk Gera im Zuge der Wiedererrichtung der Länder auf dem Gebiet der DDR aufgelöst.

Basisdaten
Bezirkshauptstadt: Gera
Fläche: 4.004 km² [1]
Einwohner: 742.000 (1989) [1]
Kfz-Kennzeichen: N
Karte
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Inhaltsverzeichnis

Gliederung

Neben den Stadtkreisen von Jena und der Bezirksstadt Gera umfasste der Bezirk Gera folgende Kreise:

Regierungs- und Parteichefs

Vorsitzende des Rates des Bezirkes

  • 1952–1959 Lydia Poser (1909–1984)
  • 1959–1965 Albert Wettengel
  • 1965–1973 Horst Wenzel (1914–1974)
  • 1973–1977 Rudolf Bahmann (1928–1977)
  • 1977 Joachim Mittasch (kommissarisch)
  • 1977–1983 Karl-Heinz Fleischer (1932–2009)
  • 1983–1990 Werner Ullrich (1928–1999)
  • 1990 Helmut Luck (1930–)
  • 1990 Peter Lindlau (Regierungsbevollmächtigter)

Erste Sekretäre der SED-Bezirksleitung

Weitere Daten

  • Industrielle Schwerpunkte: Chemie (Rudolstadt-Schwarza), Elektrotechnik, Elektronik, Modedruck, Werkzeugmaschinenbau (Gera), Optik, Feinmechanik (Jena), Stahlerzeugung (Unterwellenborn), Keramik (Kahla), Uranerzbergbau (Ronneburg)
  • Größte Städte:
  1. Gera (134.834 [1988])
  2. Jena (108.010 [1988])
  3. Greiz (35.822 [1984])
  4. Saalfeld/Saale (33.586 [1984])
  5. Rudolstadt (32.232 [1984])
  6. Pößneck (18.045 [1984])
  7. Zeulenroda (14.659 [1984])
  8. Eisenberg (13.361 [1984])
  9. Hermsdorf (10.835 [1984])
  10. Neustadt an der Orla (10.822 [1984])
  11. Weida (10.805 [1984])

Wappen

Durch die Siegelordnung der DDR vom 28. Mai 1953 verloren alle regionalen Wappen ihre Bedeutung als Marke, bzw. Siegel. Jedoch wurden die Wappen der Städte und Kreise weiterhin an Gebäuden, oder in Publikationen verwendet, ohne eine amtliche Funktion zu erfüllen. Das in einigen Büchern verwendete Wappen des Bezirkes Gera zeigt in Wirklichkeit das Wappen der Stadt Gera. Amtlich war das Siegelwappen der DDR. Erst durch die Kommunalverfassung der DDR vom 17. Mai 1990 konnten Gemeinden und Kreise erstmals wieder ausdrücklich Wappen führen und als Siegel verwenden.

Einzelnachweise

  1. a b "40 Jahre DDR" - Staatliche Zentralverwaltung für Statistik, Mai 1989

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