Biesowice
Biesowice
Biesowice führt kein Wappen
Biesowice (Polen)
Biesowice
Biesowice
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Pommern
Landkreis: Słupsk
Gmina: Kępice
Geographische Lage: 54° 12′ N, 16° 53′ O54.19416666666716.876111111111Koordinaten: 54° 11′ 39″ N, 16° 52′ 34″ O
Einwohner:

950 (2006)

Telefonvorwahl: (+48) 59
Kfz-Kennzeichen: GSL
Wirtschaft und Verkehr
Schienenweg: Bahnstrecke Piła–Ustka
Nächster int. Flughafen: Danzig
Verwaltung (Stand: 2007)
Dorfvorsteher: Ewa Gębczyńska

Biesowice [bʲɛsɔˈvʲit͡sɛ] (deutsch Beßwitz) ist ein Dorf in Polen in der Wojewodschaft Pommern im Gebiet des ehemaligen Pommerns. Es gehört zum Powiat Słupski. In den Jahren 1975 bis 1998 gehörte der Ort verwaltungsmäßig zur Wojewodschaft Słupsk. Biesowice wird von dem Fluss Wieprza durchquert und liegt mit einem eigenen Bahnhof an der Bahnlinie Słupsk – Miastko – Szczecinek.

Geschichte

Der Ort wurde 1480 erstmals als ein uraltes Lehen der Familie von Zitzewitz urkundlich erwähnt. Im 19. Jahrhundert umfasste das Gut Beßwitz mit den dazu gehörigen Vorwerken einen Flächenraum von 15.000 Magdeburger Morgen mit bedeutenden Forsten an den Flüssen Wipper und Stüdnitz. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Beßwitz schwer heimgesucht, so dass 1655 nur noch 16 Bauern vorhanden waren. 1784 waren jedoch schon wieder 17 Bauernhöfe, eine Schmiede und ein Krug tätig. Auch ein Schulmeister war im Dorf vorhanden. Zum Gut gehörten eine 1863 gegründete Weißtafelglas-Fabrik, eine Mahl- und Schneidemühle, eine Ziegelei sowie eine Kalkbrennerei. Bei Einführung der preußischen Kreiseinteilung von 1815 kam Beßwitz zum Kreis Schlawe, wurde aber im Rahmen einer Grenzänderung am 8. Februar 1878 dem Kreis Rummelsburg zugeordnet. Die Kirche von Beßwitz wurde 1891 eingeweiht. Mit der Eröffnung der Bahnlinie Neustettin – Stolp erhielt Beßwitz 1878 einen eigenen Bahnhof. 1897 nahm in der Nähe von Beßwitz ein Elektrizitätswerk seinen Betrieb auf, das später zu einem Wasserkraftwerk weiterentwickelt wurde. 1910 hatten das Dorf Beßwitz 156 und das Gut 464 Einwohner, 1939 wurden insgesamt 465 Einwohner ermittelt.

Zu den bekanntesten Vertretern der Gutsfamilie gehörten der Abt der Huysburg Nicolaus von Zitzewitz, * 1634 auf Gut Beßwitz, Ernst von Zitzewitz, preußischer Oberst und Politiker, † 15. August 1899 auf Gut Beßwitz sowie Franz von Zitzewitz, 1825 bis 1842 Major im preußischen Garde-Dragoner-Regiment.

Kirche

Vor 1945 hatte Beßwitz ausschließlich evangelische Einwohner und gehörte zum Kirchenkreis Schlawe in der Kirchenprovinz Pommern der Kirche der Altpreußischen Union. Letzter deutscher Geistlicher war Pfarrer Bernhard Gensch, der vom 1. Oktober 1941 bis 23. Juni 1946 in Beßwitz wohnte.

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