Birnlückenhütte
Birnlückenhütte
CAI Hütte Kategorie D
Birnlückenhütte
Lage unterhalb der Birnlücke; Südtirol, Italien; Talort: Kasern
Gebirgsgruppe Zillertaler Alpen
Geographische Lage 47° 4′ 47,8″ N, 12° 12′ 22,8″ O47.07995112.2063442441Koordinaten: 47° 4′ 47,8″ N, 12° 12′ 22,8″ O
Höhenlage 2.441 m s.l.m.
Birnlückenhütte (Südtirol)
Birnlückenhütte
Besitzer Sektion Bruneck
Erbaut 1900
Hüttentyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Mitte Juni bis Anfang Oktober
Beherbergung 30 Betten, 16 Lager
Winterraum Lager
Weblink www.schutzhuetten.net/birnlueckenhuette
Hüttenverzeichnis OeAV CAI (ital.)

Die Birnlückenhütte (ital.: Rifugio Tridentina) ist eine Alpenvereinshütte der Sektion Bruneck (Südtirol) des Club Alpino Italiano (italienischer Alpenverein).

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Birnlückenhütte liegt auf 2.441 m Meereshöhe, südwestlich des österreichisch-italienischen Grenzpasses Birnlücke (westlich des Großvenedigers) auf italienischer Seite in Südtirol. Da sie nur über sehr steile und schmale Wege zu erreichen ist, muss sie durch Helikopter versorgt werden. Im Sommer kann es durch die exponierte Lage gelegentlich zu Engpässen in der Wasserversorgung kommen.

Geschichtliches

1900 wurde eine erste dreistöckige Hütte von Alois Voppichler, einem Prettauer Gastwirt, errichtet und nach einer Unterbrechung im Ersten Weltkrieg bis 1927 betrieben. Zu dieser Zeit war das Haus auch als Bockegghütte bekannt. Danach kaufte sie der italienische Staat, der sie für die Finanzwache nutzte. Die Militärbrigade Tridentina gab der Hütte den heutigen Namen Rifugio Tridentina. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Teil der Hütte zerstört. Sie wurde wieder notdürftig ausgebessert und 1953 kurzzeitig betrieben, bald jedoch schon wieder verlassen. 1969/1970 setzte das italienische Heer die Hütte instand und für einige Jahre diente sie wieder militärischen Zwecken. 1975 wurde die Hütte von der CAI-Sektion Bruneck übernommen und 1977 offiziell wiedereröffnet.[1] Zwischen 1987 und 1999 wurden größere, auf den Umweltschutz ausgerichtete Umbaumaßnahmen (Kläranlage, Wasseraufbereitung) vorgenommen.

Zusammen mit 24 weiteren vom Staat enteigneten Schutzhütten ging die Birnlückenhütte 2011 vom CAI wieder in das Eigentum der Autonomen Provinz Bozen über, die Bewirtschaftung wurde bis auf Weiteres jedoch noch dem CAI überlassen.[2][3]

Aufstieg

Touren von der Birnlückenhütte

Übergang zu anderen Hütten

Literatur und Karte

  • Heinrich Klier / Walter Klier: Alpenvereinsführer Zillertaler Alpen, Bergverlag Rother, München 1996, ISBN 3-7633-1269-2
  • Alpenvereinskarte 1:25.000, Blatt 35/3, Zillertaler Alpen östliches Blatt (die Hütte liegt hier am unteren äußeren rechten Kartenrand.)
  • Alpenvereinskarte 1:25.000, Blatt 36, Venedigergruppe (am äußersten linken Kartenrand)
  • Casa Editrice Tabacco: Carta Topografica 1:25.000, Blatt 035, Valle Aurina/Ahrntal, Vedrette di Ries/Rieserferner Gruppe (am oberen äußeren rechten Kartenrand)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hanspaul Menara: Südtiroler Schutzhütten. 2 Auflage. Athesia, Bozen 1983, ISBN 88-7014-017-2, S. 156-157.
  2. Schutzhütten Südtirol, abgerufen am 11. Juli 2011
  3. Alpenverein Südtirol (Hrsg.): Jahresbericht 2010. Berge erlebt. 2010, S. 31 (http://issuu.com/alpenvereinsuedtirol/docs/jahresbericht_2010, abgerufen am 11. Juli 2011).

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