Albrecht Wendhausen

Albrecht Wendhausen (* 31. August 1880 in Rostock; † 1. Mai 1945 in Spotendorf) war ein deutscher Jurist, Rittergutsbesitzer und Reichstagsabgeordneter.

Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er das Fach Rechtswissenschaften in Rostock, München und Heidelberg. Im Jahre 1906 legte er das Referendarexamen ab und erlangte die Promotion zum Dr. jur.

In den Jahren 1906 bis 1907 leistete er seine einjährige Militärdienstzeit ab. Im Jahre 1911 bestand er das Examen zum Assessor. Es folgte eine Tätigkeit als Verwaltungsbeamter in Schwerin, Güstrow, Doberan und Rostock. Er nahm am Ersten Weltkrieg teil und schied als Rittmeister der Reserve aus dem Militärdienst.

In Bern wurde er anschließend von 1918 bis 1919 in der Deutschen Gesandtschaft beschäftigt. Nach der Revolution in Deutschland quittierte er den Staatsdienst. Am Kapp-Putsch nahm er aktiv teil und übernahm dabei den Posten eines Regierungskommissars in Mecklenburg mit Sitz in Schwerin. Nach der Niederschlagung der Revolte flüchtete er nach Oberbayern, wo er sich bis 1922 als Bauer betätigte.

Im gleichen Jahr hatte er das Familiengut Spotendorf bei Laage übernommen. Der Landbund des Landes Mecklenburg wählte ihn 1925 zu seinem Vorsitzenden. Von Mai 1928 bis September 1930 nahm er ein Mandat für die Partei Deutsches Landvolk (DL) im Reichstag wahr. Anschließend wurde er nochmals für das DL bis zum Juli 1932 in den Reichstag gewählt, wobei er ein Gastmandat der NSDAP annahm. Am 1. Mai 1945 wurde er in Spotendorf ermordet.

Literatur

  • Cuno Horkendorf: Das Deutsche Reich von 1918 bis Heute. Berlin 1930
  • Martin Schumacher: Die Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. Düsseldorf 1992

Weblinks


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