Alfons Zitterbacke (Film)
Filmdaten
Originaltitel Alfons Zitterbacke
Produktionsland DDR
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1966
Länge 68 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Konrad Petzold
Drehbuch Joachim Düring
Produktion DEFA, Künstlerische Arbeitsgruppe „Berlin“
Musik Gerhard Rosenfeld
Kamera Eberhard Borkmann
Schnitt Thea Richter
Besetzung

Alfons Zitterbacke ist ein Kinderfilm der DEFA aus dem Jahr 1966.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der zehnjährige Alfons Zitterbacke geht zusammen mit seiner besten Freundin Micki auf den Rummelplatz. Dort muss er dann vor seiner Freundin seinen Mut beweisen, weil ein Klassenkamerad ihn neckt, er hätte Angst, in die Geisterbahn zu gehen. Auf der Fahrt in der Geisterbahn fürchtet sich Alfons und richtet deswegen dort einiges an Chaos an.

Auch sonst scheint Alfons wie vom Pech verfolgt und er wird von seiner Umgebung nicht immer verstanden. Alfons ärgert es, dass sein Nachname Zitterbacke immer wieder veralbert wird. Als er seinem Vater vorschlägt, den Namen zu ändern, ist dieser deswegen auf seinen Sohn sauer. Auch sonst kann es Alfons seinem Vater nie recht machen, sei es beim Angeln oder beim Turmspringen. Dabei stellt sich allerdings heraus, dass Alfons, nachdem er diese Dinge versucht hat, bald besser als sein Vater ist.

Nur seine Freundin Micki hält immer zu Alfons, auch wenn sie nicht immer die Ideen verstehen kann, die Alfons so hat. So beschließt Alfons zum Beispiel Kosmonaut zu werden und erfindet dafür ein Kosmonauten-Training. Die Prüfungen, wie zum Beispiel Kosmonauten-Kost (Senf aus der Tube essen) oder Schwerelosigkeit (zehn Runden hintereinander Ketten-Karussell fahren), werden aber auch Micki zu anstrengend, so dass Alfons diese schließlich doch alleine machen muss.

Schließlich machen sich Alfons und Micki auf den Weg nach Moskau, um Kosmonauten zu werden. Ihr Geld reicht für eine kurze Zugfahrt durch die DDR. Dann nimmt sie ein LKW-Fahrer mit, der schnell feststellt, dass die Kinder von Zuhause abgehauen sind. Er alarmiert die Polizei, doch die Kinder laufen vor ihm weg. Doch schließlich findet sie Alfons’ Vater und bringt die Kinder wieder nach Hause. Doch Alfons lässt sich davon nicht entmutigen und hat bereits neue fantasievolle Ideen.

Produktion

Als Kulisse für den Film diente Jena, darunter die noch heute existierende Nordschule in der Dornburger Straße. Die Wohnung der Familie Zitterbacke befand sich im alten Stadtzentrum am Eichplatz, wo heute der JenTower (im Volksmund Uniturm oder „Keksrolle“) steht.

Die Uraufführung des Films fand am 25. Februar 1966 statt. Bis 1998 sahen den Film 2.565.125 Besucher.[1]

Der Film entstand nach den gleichnamigen Kinderbüchern von Gerhard Holtz-Baumert. Es wurden einzelne Episoden der Bücher für den Film verwendet, dabei jedoch auch neue Personen erfunden. Nach Ende der Arbeiten mussten auf staatliche Weisung hin einzelne Szenen aus dem Film geschnitten werden, sodass Regisseur Konrad Petzold aus Protest seinen Namen aus dem Vorspann des Films entfernen ließ.[2]

Kritik

„Episodischer Kinderfilm, der die Ursprünglichkeit der humorvoll-satirischen Vorlage nur in Ansätzen erreicht.“

film-dienst[3]

Literatur

  • Alfons Zitterbacke. In: F.-B. Habel: Das große Lexikon der DEFA-Spielfilme. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2000, ISBN 3-89602-349-7, S. 24–25.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Lt. Angaben des FFA, vgl. filmportal.de
  2. Habel, S. 25.
  3. Vgl. film-dienst auf kabeleins.de

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