American Airlines
American Airlines
Logo der American Airlines
Boeing 757 der American Airlines
IATA-Code: AA
ICAO-Code: AAL
Rufzeichen: AMERICAN
Gründung: 1934
Sitz: Fort Worth, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Drehkreuz:

Dallas-Fort Worth, Chicago-O’Hare, Miami-International, New York-John F. Kennedy

Heimatflughafen: Dallas-Fort Worth
Leitung: Gerard Arpey (CEO)
Mitarbeiterzahl: 85.200 (2007)
Umsatz: 19,9 Mrd. US-Dollar (2009)[1]
Fluggastaufkommen: 85,719 Mio. (2009)[2]
Allianz: oneworld
Vielfliegerprogramm: AAdvantage
Flottenstärke: 906 (+ 513 Bestellungen)
Ziele: National und international

American Airlines, kurz AA, ist eine US-amerikanische Fluggesellschaft im Besitz der AMR Corporation mit Sitz in Fort Worth, Texas. Sie ist Gründungsmitglied der Luftfahrtallianz oneworld und war lange Zeit gemessen an den Passagierzahlen die größte Fluggesellschaft der Welt, ehe sie von Southwest Airlines, und nach der Fusion mit Northwest Airlines von Delta Air Lines überholt wurde. Ihr Tochterunternehmen für regionale Zubringerflüge in den Vereinigten Staaten heißt American Eagle. Sie hat durch das Verkehrsministerium der Vereinigten Staaten die Bezeichnung Major carrier erhalten.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Eine ehemalige Douglas DC-3 der American Airlines

American Airlines entstand als Verbund von zahlreichen unabhängigen Fluggesellschaften in den 1920er Jahren. Am 25. Januar 1930 bildeten sie eine gemeinsame Gesellschaft, die American Airways, mit Flugstrecken von Boston und New York nach Chicago, von dort nach Dallas, und zwischen Dallas und Los Angeles. 1934 erwarb E.L. Cord die Fluglinie und benannte sie in American Air Lines um. Erster CEO war C. R. Smith.

Im Zweiten Weltkrieg absolvierte die Airline viele Truppentransporte. Die Gesellschaft gehört auch heute noch zu den Linien- und Charterfluggesellschaften, die vom US-Militär für Truppentransporte genutzt werden.

Das erste Turboprop-Flugzeug war eine Lockheed L-188 Electra. Am 25. Januar 1959 wurde dann die Boeing 707 in Betrieb genommen. Die erste Boeing 747 wurde am 2. März 1970 gekauft. 1984 trat American Airlines als Großkunde für 67 Flugzeuge und weitere 100 Optionen für die MD-82 auf, nachdem man 1983 dieses Muster eingeführt hatte. American Airlines ist mit Abstand der größte und wichtigste Betreiber der MD-80-Serie. American Airlines ist darüber hinaus Erstkunde der Douglas DC-2, DC-3, DC-6, DC-7 und DC-10.

In den frühen 1960ern entwickelte American Airlines zusammen mit IBM das erste elektronische Buchungssystem Sabre. AA führte 1981 das Vielfliegerprogramm mit Bonusmeilen-System als Marketinginstrument ein: Das AAdvantage-Programm hat auch heute noch die meisten Teilnehmer weltweit. Auch beim Management von Auslastung, Kosten und Verkaufspreisen revolutionierte AA mit einem ausgeklügelten Ertragsmanagement die Luftfahrtbranche.

1999 war American Airlines Gründungsmitglied der Luftfahrtallianz oneworld. Im April 2001 wurde die in Konkurs gegangene Trans World Airlines (TWA) aufgekauft.

Zusammen mit United Airlines, US Airways, Delta Air Lines, Continental Airlines und Boeing hat American Airlines eine Klageschrift gegen FBI und CIA aufgrund der Anschläge vom 11. September 2001 eingereicht. Ziel ist die Klärung der Frage, ob die Airline-Branche eine Mitschuld an den Terroranschlägen von 9/11 trägt und/oder ob ihre Reaktionen richtig und angemessen waren.[3]

Am 25. August 2009 landete der letzte Flug mit einem Airbus A300-600R auf dem John F. Kennedy International Airport. Die A300 war 21 Jahre im Dienst der American Airlines und war der einzige Airbus-Flugzeugtyp im Einsatz bei American Airlines. Die Strecken der A300 wurden von Maschinen des Typs Boeing 757 übernommen.[4]

Ziele

Wichtige Drehkreuze sind Dallas/Ft.Worth, Chicago O'Hare, Miami, San Juan und New York Kennedy. American Airlines fliegt fast alle US-Bundesstaaten und Puerto Rico an. Interkontinental werden Europa, Südamerika und Tokio angeflogen. Ein dichtes Netz besteht vor allem in der Karibik und Mittelamerika; Kanada wird ebenfalls angeflogen. In Deutschland wird Frankfurt am Main jeweils einmal täglich mit Dallas mit einer Boeing 767 verbunden. Chicago wurde bis November 2010 ab Frankfurt ebenfalls mit einer Boeing 767 verbunden. In der Schweiz wird Zürich einmal täglich mit New York-John F. Kennedy mit einer Boeing 767 verbunden.

Codesharing

American Airlines arbeitet darüber hinaus mit zahlreichen Codeshare-Partnern zusammen, darunter British Airways, Finnair und Qantas. Mit der Fluggesellschaft GOL besteht ein Codeshare-Abkommen für Destinationen in Brasilien und Lateinamerika. Im Zuge deren geplanten Beitritts zur oneworld besteht seit 2010 auch eine Codesharing-Vereinbarung mit Air Berlin.

Flotte

Eine Boeing 767-300ER der American Airlines
Eine Boeing 777-200ER der American Airlines in oneworld-Sonderlackierung

Mit Stand November 2011 besteht die Flotte der American Airlines aus 610 Flugzeugen[5] mit einem Durchschnittsalter von 15,1 Jahren.[6] Darüber hinaus werden weitere knapp 300 Flugzeuge von Tochter- und Partnergesellschaften für Regional- und Zubringerflüge im Namen und Auftrag von American Airlines betrieben.

Flugzeugtyp aktiv bestellt[7] Anmerkungen Sitzplätze[8]
Airbus-A320-Familie 260 + 365 Optionen; Auslieferung ab 2013; davon 130 neo-Versionen zur Auslieferung ab 2017[9] -offen-
Boeing-737-Familie 200 + 80 Optionen; Auslieferung ab 2013; davon 100 + 40 Optionen MAX-Versionen zur Auslieferung ab 2017 -offen-
Boeing 737-800 164 017 Erste Auslieferung am 7. Februar 1999; Bestellungen ersetzen die ältesten MD-82/83 148
Boeing 757-200 120 Erste Auslieferung am 17. Juli 1989 188
Boeing 767-200ER 015 Erste Auslieferung am 4. November 1982 168
Boeing 767-300ER 058 Erste Auslieferung am 19. Februar 1988 225
Boeing 777-200ER 047 007 224 / 247
Boeing 777-300ER 005[10] - offen -
McDonnell Douglas MD-82 122 American Airlines ist weltweit größter Betreiber der MD-82 140
McDonnell Douglas MD-83 084 American Airlines ist weltweit größter Betreiber der MD-83 140
Summe American Airlines 610 513
Summe American Eagle[11][12] 281 Tochtergesellschaft der AA für Regional- und Zubringerflüge
Summe American Connection[13] 015 Marke der Chautauqua Airlines für Regional- und Zubringerflüge im Auftrag der AA
Gesamt 906 513

Zwischenfälle

American Airlines verzeichnete in ihrer Geschichte bisher 13 schwere Zwischenfälle mit insgesamt 1433 Toten. Die schwersten davon waren:

  • 25. Mai 1979 – American-Airlines-Flug 191: Beim Start reißt ein Triebwerk der McDonnell Douglas DC-10 ab und das Hydrauliksystem wird beschädigt, wenige Sekunden später stürzt die Maschine unkontrollierbar geworden ab. 271 Menschen an Bord und zwei am Boden sterben. Bis heute ist dies der schwerste Einzel-Flugunfall über amerikanischem Boden.
  • 20. Dezember 1995 - American-Airlines-Flug 965: Eine Boeing 757-200 der American Airlines (N651AA) fliegt während des Landeanfluges durch einen Pilotenfehler in einen Berg nahe Cali, Kolumbien, wobei von 159 Menschen an Bord 155 ums Leben kommen.
  • 1. Juni 1999 – American-Airlines-Flug 1420 von Dallas nach Little Rock verunglückte in Little Rock und forderte 11 Todesopfer. Das Unglücksflugzeug war eine MD-82.
  • 12. November 2001 – American-Airlines-Flug 587 von New York John F. Kennedy International Airport , USA nach Santo Domingo, Dominikanische Republik): Der Airbus A300 flog durch Wirbelschleppen, die von einer zuvor gestarteten Boeing 747 erzeugt wurden. Der Copilot, der das Flugzeug zu diesem Zeitpunkt flog, reagierte mit einer Serie von Vollausschlägen des Seitenruders in beide Richtungen. Dadurch wurden die Betriebsgrenzen des Flugzeugs überschritten, woraufhin es zum Verlust des kompletten Seitenleitwerks kam. Das Flugzeug war nicht mehr zu kontrollieren und stürzte in eine Siedlung ab. Alle 260 Insassen sowie fünf Personen am Boden starben. Der Unfallbericht nannte Mängel in der Ausbildung als eine wesentliche Ursache für das Fehlverhalten des Copiloten. So waren die meisten Piloten der falschen Meinung, dass unterhalb der Manövergeschwindigkeit nicht nur ein isolierter Vollausschlag eines Ruders, sondern überhaupt alle Ruderbewegungen zulässig seien.[14]
  • 22. Dezember 2009 – American-Airlines-Flug 331: Bei der Landung unter heftigen Witterungsbedingungen auf dem Flughafen Kingston (Jamaika) überschoss die aus Miami kommende Boeing 737-800 die Landebahn. Das Flugzeug durchbrach die Flughafenumzäunung, überquerte eine Straße und kam auf dem Strand hinter dem Flughafen zum Stillstand. Eine Tragfläche und ein Triebwerk wurden vom Rumpf, welcher in drei Teile zerbrach, abgerissen. Von den 148 Passagieren und 6 Besatzungsmitgliedern an Bord wurden 44 verletzt, 4 davon schwer.[15]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Wikinvest – AMR: Income Statements, recent and historical, for American Airlines (englisch) abgerufen am 20. März 2010
  2. IATA – Scheduled Passengers Carried (englisch) Stand: 2008
  3. aerosecure.de: Airlines verklagen FBI und CIA 9. August 2007
  4. fliegerweb.de: Airbus A300 geht bei American Airlines in Pension 27. August 2009
  5. Flotte der American Airlines. ch-aviation.ch, abgerufen am 6. November 2011 (englisch).
  6. Flottenalter der American Airlines. airfleets.net, abgerufen am 18. Oktober 2011 (englisch).
  7. Boeing – Customer Summary (englisch) abgerufen am 6. Januar 2011
  8. American Airlines: Sitzplatzkonfiguration der Flotte
  9. American Airlines acquires 260 Airbus A320 Family aircraft
  10. star-telegram.com: American Airlines posts huge 1st quarter loss (englisch) abgerufen am 20. April 2011
  11. Flotte der American Eagle. ch-aviation.ch, abgerufen am 18. Oktober 2011 (englisch).
  12. Flotte der Executive Airlines. ch-aviation.ch, abgerufen am 18. Oktober 2011 (englisch).
  13. Flotte der Chautauqua Airlines. ch-aviation.ch, abgerufen am 18. Oktober 2011 (englisch).
  14. http://www.ntsb.gov/publictn/2004/AAR0404.pdf Offizieller Unfallbericht der Flugunfalluntersuchungsbehörde NTSB
  15. The Aviation Herald – Accident: American B738 at Kingston (englisch) 23. Dezember 2009

Weblinks

 Commons: American Airlines – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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  • American Airlines — one of the largest airline companies in the United States …   English contemporary dictionary

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