Miami
Miami
Spitzname: The Magic City
Die Skyline von Miami
Die Skyline von Miami
Siegel von Miami
Siegel
Flagge von Miami
Flagge
Lage in Florida
Lage von Miami in Florida
Basisdaten
Gründung: 1825
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Florida
County:

Miami-Dade County

Koordinaten: 25° 47′ N, 80° 13′ W25.787777777778-80.2241666666672Koordinaten: 25° 47′ N, 80° 13′ W
Zeitzone: Eastern Standard Time (UTC−5)
Einwohner:
– Metropolregion:
409.719 (Stand: 2007)
5.413.212 (Stand: 2007)
Bevölkerungsdichte: 4.433,2 Einwohner je km²
Fläche: 143,15 km² (ca. 55 mi²)
davon 92,42 km² (ca. 36 mi²) Land
Höhe: 2 m
Postleitzahlen: 33122, 33125-38, 33142-47, 33150, 33154-58, 33161-62, 33165-70, 33172-87, 33189-90, 33193-94, 33196
Vorwahl: +1 305, 786
FIPS: 12-45000
GNIS-ID: 0295004
Webpräsenz: www.miamigov.com
Bürgermeister: Tomás P. Regalado
Dadecountycourthouse.jpg
Dade County Courthouse, Downtown Miami

Miami [maɪˈæmɪ] ist eine Großstadt am Miami River im Miami-Dade County im US-Bundesstaat Florida mit 390.191 Einwohnern (2010)[1] und Sitz der County-Verwaltung. Das Stadtgebiet hat eine Größe von 143,1 km². Obwohl die Stadt selbst nicht besonders groß ist, umfasst die Agglomeration South Florida Metropolitan Area viele kleinere Städte und die nicht unerhebliche UMSA (Unincorporated Metropolitan Services Area) und beherbergt insgesamt über 2,2 Millionen Einwohner. Der Name „Miami“ kommt von dem indianischen Wort Mayaimi (großes Wasser). Der Miami River liefert das Wasser in die Everglades und fließt von dort in den Atlantik.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geologie

Das Gestein unter der Stadt Miami wird Miami Oolith oder Miami-Kalkstein genannt. Diese Gesteinsschicht wird nur von einer rund 15 Meter dicken Erdschicht bedeckt. Der Miami-Kalkstein hat sich aufgrund der drastischen Veränderungen des Meeresspiegels in der letzten Eiszeit gebildet. Vor etwa 130.000 Jahren war der Meeresspiegel bedingt durch abschmelzende Gletscher 7,50 Meter über dem heutigen Niveau, was dazu führte, dass ganz Südflorida von einem flachen Meer bedeckt war. In dieser großen Lagune bildete sich im Laufe der Zeit der Miami-Kalkstein, der zu einem großen Teil aus abgestorbenen Schalentieren besteht. Vor 100.000 Jahren sank der Meeresspiegel wieder ab und legte den Grund der Lagune frei.

Klima

Das Klima Miamis ist mit seinen feucht-heißen Sommern und trocken-warmen Wintern ein tropisches Monsunklima (effektive Klimaklassifikation nach Köppen: Am),[2] wobei die Stadt zwischen Ende Oktober und März durchaus Kaltfronten ausgesetzt ist. Der jährliche Niederschlag hat seinen Höhepunkt in der Regenzeit von Mai bis Oktober, die mit der atlantischen Hurrikansaison zeitlich zusammenfällt. In den übrigen Monaten herrscht Trockenzeit. Diese ist geprägt von milden Temperaturen, die von gelegentlichen Einbrüchen kalter Luft unterbrochen wird und es sind diese Durchzüge von Kaltfronten, die zu den geringen winterlichen Regenfällen führen.

Der jährliche Niederschlag ist einer der höchsten in einer US-amerikanischen Großstadt und summiert sich auf 1488 mm,[3] wobei die nahegelegenen Städte Fort Lauderdale mit 1621 mm und Miami Beach mit 1227 mm deutlich abweichende Werte erreichen.

Das warme Klima verdankt Miami nicht nur seiner niedrigen Höhenlage und der Position knapp nördlich des Wendekreis des Krebses, sondern auch dem Golfstrom, der Temperaturextreme ausgleicht. An einem typischen Sommertag liegen die Höchsttemperaturen mindestens bei 24 °C und maximal zwischen 30 und 35 °C, wobei die hohe Luftfeuchtigkeit oft durch ein Gewitter oder Seewind verringert wird. In den Wintermonaten betragen die Temperaturen im Durchschnitt um 21 °C. Sie fallen selten unter 15 °C und erreichen maximal 25–28 °C.[4][5]

Die höchste in Miami gemessene Temperatur betrug 40 °C,[6] die niedrigste Temperatur von −1 °C wurde mehrfach gemessen.[7] Schneefall trat in der Geschichte der Wetteraufzeichnungen in Miami nur einmal auf, am 20. Januar 1977. Diese Aufzeichnungen wurden von 1839 bis 1900 recht sporadisch geführt, manche Lücken dauerten mehrere Jahre. Eine Wetterstation zur Messung von Temperaturen und Niederschlägen wurde im Dezember 1900 in Downtown Miami eingerichtet. Doch erst im Juni 1911 eröffnete der National Weather Service ein offizielles Büro in der Stadt.[8] Heute hat das National Hurricane Center der National Oceanic and Atmospheric Administration seinen Sitz in Miami.

Die Hurrikansaison dauert zwar offiziell vom 1. Juni bis zum 30. November, aber die Bildung von tropischen Wirbelstürmen außerhalb dieser Periode ist nicht ungewöhnlich. Die höchste Wahrscheinlichkeit dafür, dass Miami von einem Hurrikan getroffen wird, besteht zu dem Zeitpunkt, in dem die meisten Kap-Verde-Typ-Hurrikane entstehen, also zwischen Mitte August und Ende September. Allerdings wurde Miami seit Hurrikan Cleo 1964 von einem direkten Treffer verschont.[9] Trotzdem hatten viele tropische Wirbelstürme Auswirkungen auf die Stadt, darunter vor allem die Hurrikane Betsy 1965, Andrew 1992, Irene 1999 sowie Katrina und Wilma in der sehr aktiven Hurrikansaison 2005. Ein tropisches Tiefdruckgebiet, das sich später über dem offenen Atlantik zum Leslie entwickelte, verursachte im Jahr 2000 Rekordniederschlagsmengen und Überflutungen im Stadtgebiet. Durch seine Lage am Rand des Ozeans und auf der niedrig gelegenen Küstenebene gilt Miami neben New Orleans und New York City als eine der am meisten durch einen Wirbelsturm gefährdeten Großstädte in den Vereinigten Staaten.[10]

Miami, Florida
Klimadiagramm (Erklärung)
J F M A M J J A S O N D
 
 
51
 
24
15
 
 
53
 
25
16
 
 
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26
18
 
 
72
 
28
20
 
 
158
 
30
22
 
 
237
 
31
24
 
 
145
 
32
25
 
 
193
 
32
25
 
 
194
 
31
24
 
 
143
 
29
22
 
 
68
 
27
19
 
 
47
 
25
16
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: National Weather Service, US Dept of Commerce
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Miami, Florida
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 24,0 24,7 26,2 28,0 29,6 30,9 31,7 31,7 31,0 29,2 26,9 24,8 Ø 28,2
Min. Temperatur (°C) 15,1 15,8 17,9 19,9 22,3 23,9 24,6 24,8 24,4 22,3 19,3 16,4 Ø 20,6
Niederschlag (mm) 51,1 52,8 60,7 72,4 157,7 237,0 144,8 192,5 193,8 143,3 67,6 46,5 Σ 1.420,2
Regentage (d) 5,3 4,6 4,9 4,5 9,0 13,8 13,3 15,0 14,2 10,9 7,1 4,5 Σ 107,1
T
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m
p
e
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t
u
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28,0
19,9
29,6
22,3
30,9
23,9
31,7
24,6
31,7
24,8
31,0
24,4
29,2
22,3
26,9
19,3
24,8
16,4
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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51,1 52,8 60,7 72,4 157,7 237,0 144,8 192,5 193,8 143,3 67,6 46,5
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez


Geschichte

Historische Einwohnerzahlen
Census Einwohner ± in %
1900 1681
1910 5471 200 %
1920 29.549 400 %
1930 110.637 300 %
1940 172.172 60 %
1950 249.276 40 %
1960 291.688 20 %
1970 334.859 10 %
1980 346.865 4 %
1990 358.548 3 %
2000 362.470 1 %
Miami 1896
Miami (Skyline) 2007

Am 18. Juli 1896 wurde Miami mit etwa 300 Einwohnern offiziell zur Stadt ernannt.

Während der 1920er Jahre war in Miami das Glücksspiel erlaubt, und die Prohibition wurde weitgehend ignoriert. So immigrierten Tausende aus dem Norden der USA nach Miami und lösten somit den Bau-Boom aus. Die Skyline von Miami mit ihren Hochhäusern entstand, und Miami erhielt dadurch seinen Spitznamen „Magic City“ (deutsch etwa: Zauberstadt), da die Stadt sich von einem Winter auf den nächsten derartig schnell veränderte, dass Besucher der Meinung waren, die Stadt sei wie von Zauberhand gewachsen.[11] 1927 wurde der Bau-Boom durch einen verheerenden Wirbelsturm und anschließend durch die Depression gestoppt. Während des 2. Weltkriegs baute das Militär viele Ausbildungskasernen rund um Miami, bedingt durch die strategisch günstige Lage. Auf der Suche nach Arbeit kamen viele Männer und Frauen wieder zurück und so wuchs die Bevölkerung bis 1950 auf über 500.000 Menschen in Miami und Umgebung an.

Heute steht das Miami-Dade County in Nachbarschaft zu den Countys von Broward und Palm Beach im Norden mit jeweils 1,6 und 1,1 Millionen Einwohnern. Miami gilt als kultureller Schmelztiegel mit einer stark lateinamerikanischen Bevölkerung. Zu den Bewohnern Miamis gehören vor allem Kubaner, Nicaraguaner, Kolumbianer, Venezolaner, Puertoricaner, Argentinier, Ecuadorianer, Brasilianer, Dominikaner, Haitianer und Mexikaner.

In den 1980er Jahren war Miami der größte Umschlagsplatz für Drogen aus Kolumbien, Bolivien, Ecuador und Peru, bedingt durch die Nähe zu den Herstellungsländern und durch den Massentourismus. Die Drogenbarone brachten Milliarden US-Dollars nach Miami, wo das Geld durch diverse Investitionen in Bauvorhaben schnell gewaschen werden konnte. Zu dieser Zeit wurde hier die bekannte Fernsehserie Miami Vice gedreht.

Bevölkerung

Sprachen

Miami hat drei offizielle Sprachen: Englisch, Spanisch und haitianisches Kreolisch. Im Jahr 2000 betrug der Anteil von Spanisch sprechenden Muttersprachlern 66,75 %, Englisch sprachen 25,45 % als Muttersprache, Kreolisch 5,2 % und Französisch 0,76 %. Andere Sprachen, die in der Stadt gesprochen werden, sind Portugiesisch (0,41 %), Deutsch (0,18 %), Italienisch (0,16 %), Arabisch (0,15 %), Chinesisch (0,11 %) und Griechisch (0,08 %).

Religion

In Miami gibt es derzeit 500 verschiedene Kirchen aus 32 unterschiedlichen Konfessionen. Unter den zu einer Konfession gehörenden Kirchen ist die Baptistengemeinde mit 79 Kirchen am stärksten vertreten. Weiterhin gibt es 47 zu keiner Konfession gehörende Kirchen (Stand: 2004).

Demografische Daten

Laut dem Zensus des Jahres 2000 besteht die Bevölkerung von Miami aus 362.470 Menschen in 83.336 Familien. Die Bevölkerungsdichte liegt bei 3.923,5/km². Die Herkunft der Bevölkerung setzt sich zusammen aus:[12]

65,76 % der Bevölkerung sind außerdem Latinos. Unter anderem lebt ein großer Anteil Exilkubaner in Miami. Ein Teil der Einwohner ist westindischer (6,3 %), italienischer (1,4 %), deutscher (1,2 %), britischer (1,1 %) oder irischer (1,0 %) Abstammung.

Das durchschnittliche Einkommen eines Haushalts liegt bei 23.483 US-Dollar, das durchschnittliche Einkommen einer Familie bei 27.225 US-Dollar. Dabei haben Männer ein durchschnittliches Einkommen von 24.090 US-Dollar gegenüber den Frauen mit durchschnittlich 20.115 US-Dollar. Das Pro-Kopf-Einkommen liegt bei 15.128 US-Dollar. 28,5 % der Einwohner und 23,5 % der Familien leben unterhalb der Armutsgrenze.

21,7 % der Einwohner sind unter 18 Jahre alt und auf 100 Frauen ab 18 Jahren und darüber kommen statistisch gesehen 97,3 Männer.

Das Durchschnittsalter beträgt 38 Jahre.

Miami gilt als drittärmste[13] Stadt der Vereinigten Staaten[14], gemessen am Anteil der Bewohner, deren Einkommen unter der Armutsgrenze liegt. Hinter Miami liegen nur noch El Paso, Texas und Detroit, Michigan. Es gibt eine Reihe von sozialen Problemvierteln wie: Overtown, Liberty City, Little Haiti und Allapattah.

Kriminalität

Im Miami-Dade County gab es 2009 insgesamt 82 Morde (+28% seit 2005), 428 Sexualdelikte (-37% seit 2005), 2.341 Raubüberfälle (+2% seit 2005, Aufklärungsrate mit 28% leicht über Landesdurchschnitt), 4.709 tätliche Angriffe auf Personen (-15% seit 2005), 9.219 Einbrüche (+3% seit 2005) und 4.837 Autodiebstähle (-27% seit 2005).[15] In den Jahren 1978 bis 1982 wurde Miami von einer Gewaltwelle bislang unbekannten Ausmaßes überschwemmt. Allein in der Zeit zwischen 1976 und 1981 gab es 1665 Morde die fast nur von schwer bewaffneten Drogendealern begangen worden sind.

1980 kam es zum Massenexodus von 125.000 Kubanern, den sogenannten Marielitos[16][17], unter denen sich auch 5.000 Schwerkriminelle befanden, die von Fidel Castro ausgewiesen wurden und sich in Zeltlagern unterhalb der I-95[18][19] in Liberty City niederließen und für einen schnellen Anstieg der Kriminalität sorgten. Im gleichen Jahr wurde Miami als Drogenhauptstadt der USA wahrgenommen.

Die gewaltsame Übernahme des Kokainhandels durch das Medellin-Kartell brachte den Höhepunkt der Morde. Die Kolumbianer aus Medellin wurden vom Miami Police Department[20] besonders "unbarmherzig, grausam und völlig skrupellos" beschrieben. Sie machten sich nicht die Mühe die Leichen zu beseitigen, sondern ließen die Toten nach dem Kugelhagel auf der Straße liegen, dabei starben auch viele Unschuldige. Der Höhepunkt der Gewalttaten fand in der berüchtigten Matanza Medellinesa[21] statt, als an einem einzigen Wochenende 40 Drogenhändler mit Maschinenpistolen erschossen wurden.

Der Kokainkrieg von Miami wurde insbesondere von Griselda Blanco mitgetragen, deren Cocaine Cowboys und Motorradkiller das Dadeland Mall Massaker von 1979 zu verantworten hatten. Das Medellin-Kartell tagte mit anderen Unterweltgrößen im berühmten Mutiny Hotel[22] in Coconut Grove/Miami. Miami wurde damals von der Presse als „Wal-Mart für Kokain“ bezeichnet. Miami, West Palm Beach und Fort Lauderdale wurden längere Zeit fast vollständig vom Medellin-Kartell beherrscht.

1981 war die Leichenhalle Miami beispielsweise derart überfüllt, dass mobile Kühlwagen die erschossenen Opfer von der Straße aufnehmen mussten. Insgesamt herrschte in dieser Zeit eine Atmosphäre der Angst und Hysterie in der schwer bewaffneten Stadt, in jenem Jahr wurden in Dade County über 220.000 Maschinenpistolen erworben.[23] Der gesamte Großraum Miami galt Anfang der 1980er Jahre als extrem unsicher und die Gefahr, Opfer von Raubmord, Vergewaltigung, Körperverletzung oder anderen kriminellen Taten zu werden, war allgegenwärtig.

Es wurden über 1.000 völlig unzureichend ausgebildete Polizeibeamte für die CENTAC-Sondereinheiten[24] rekrutiert, die aber häufig Opfer der Feuergefechte in den Drogenkriegen wurden. Die Korruption der Polizisten in Miami war legendär und ermöglichte den Drogenhändlern ein meist ungestörtes Abwickeln ihrer Geschäfte.

Morde in Miami:[25][26]

  • 1976: 104
  • 1978: 367
  • 1980: 573
  • 1981: 621
  • 2003: 74 [27]
  • 2006: 77 [28]

In Miami gibt es heute noch einige Straßen-/Jugendbanden (Gangs). Vor allem im Bereich der sozialen Brennpunkte kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen. Die meisten dieser Gruppen wurden gegründet um Einwanderern in Minderheit (beispielsweise aus Kuba oder Haiti) Zusammenhalt zu bieten. Diese Minderheit war aber rapide angewachsen und es begann das Morden anderer Gangs. Heute belegen diese Einwanderer ungefähr ein Drittel von ganz Miami und es entwickelten sich im Laufe der Zeit eigene Nachbarschaften (Little Haiti zu deutsch Klein Haiti oder Little Havana zu deutsch Klein Havana). Heute wird vermutet, dass Miamis Untergrund (Drogen- und Waffenhandel) von diesen Banden beherrscht wird.

2009 war Miami auf der Forbes-Liste der gefährlichsten Städte der Vereinigten Staaten erneut auf Platz drei.[29]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Four Seasons Hotel & Tower, das höchste Gebäude in Miami

Parks und Sportmöglichkeiten

Es gibt ein breites Angebot von verschiedenen Stadtparks, mehrere sportliche Einrichtungen, Spielwiesen und Möglichkeiten zum Camping. Durch die Nähe zum Strand sind alle Strand- und Wassersportarten möglich. Der größte Park ist der Miami-Centralpark. Jährlich findet ein Tennis-Masters-Turnier in Miami statt.

Touristische Attraktionen

Das Miami Seaquarium auf Virginia Key und das kubanische Viertel Little Havana sind die größten Touristenattraktionen Miamis. Miami ist daneben Ausgangspunkt vieler Reisen in die nahegelegenen Everglades und auf die Florida Keys, eine Inselgruppe am südlichsten Ende von Florida, zu der beispielsweise Key West gehört.

Sport

Miami ist häufiger Austragungsort des Super Bowl der National Football League. Bisher wurden in Miami so viele Super Bowls ausgetragen wie in keiner anderen amerikanischen Stadt zuvor. Der letzte Super Bowl wurde als Super Bowl XLIV im Februar 2010 zwischen den Indianapolis Colts und den New Orleans Saints im Sun Life Stadium ausgetragen. Die New Orleans Saints gewannen mit 31:17. Davor fand im Februar 2007 der 41. Super Bowl in Miami statt, den die Indianapolis Colts mit einem 29-17 Sieg über die Chicago Bears für sich entscheiden konnten.

Wirtschaft

Die hauptsächlichen Beschäftigungszweige sind: Ausbildung, Gesundheit und Soziales: (15,0 %), Handel / Einzelhandel: (11,0 %), Zukunftstechnologien, Management, Verwaltung: (11,8 %), Baugewerbe: (10,3 %), Kunst, Unterhaltung, Nahrungsmittel, Restaurants (12,0 %). Weiterer wichtiger Arbeitgeber ist der internationale Flughafen von Miami mit all seinen Zulieferbetrieben.

Verkehr

Flugverkehr

Miamis wichtigster internationaler Verkehrsknotenpunkt ist der Miami International Airport, welcher einer der größten internationalen Flughäfen der Welt ist. Jährlich werden über 35 Millionen Passagiere abgefertigt. Der Flughafen wird von einer großen Anzahl von internationalen Fluggesellschaften angeflogen.

Weitere Flughäfen für den internationalen Flugverkehr sind der Fort Lauderdale/Hollywood International Airport und der Palm Beach International Airport. National ist Miami auch über den Opa Locka Airport zu erreichen.

Schiffsverkehr

Die wichtigste Meeresverbindung ist der Hafen, der Port of Miami. Heute ist er der größte Hafen der Welt für Kreuzfahrtschiffe mit über 18 Millionen Passagieren im Jahr. Ebenso ist er einer der wichtigsten Fracht-Umschlagsplätze mit jährlich fast 10 Millionen Tonnen Fracht.

Eisenbahnverkehr

Die Eisenbahnverbindung in Miami wird vom Atlantic Coast Service betrieben, der zu der Eisenbahngesellschaft Amtrak gehört. Daneben gibt es noch die regionalen Bahnverbindungen Metrobus, Tri-Rail und Miami-Dade Metrorail. Die Miami-Dade Metrorail ist eine Hochbahn und wird oft auch von Touristen genutzt, um Miami aus einer anderen Perspektive kennenzulernen. Zusätzlich gibt es mit dem Miami-Dade Metromover ein kostenloses Peoplemover-System, welches den Innenstadtbereich von Miami abdeckt.

Straßenverkehr

Für PKW und LKW hat Miami Anbindungen an die Interstates 75, 95, 195 und an den Florida’s Turnpike.

Bildung

Die Stadt Miami ist ein Teil des Schulbezirks von Miami-Dade County. Dieser Schulbezirk umfasst insgesamt 39 High Schools, wovon 20 Schulen nicht im Gebiet von Miami liegen. Die wichtigsten weiterführenden Bildungseinrichtungen sind die Florida International University mit rund 23.000 Studenten und das Miami-Dade Community College mit rund 18.000 Studenten.

Die Miami-Dade Public Library besitzt etwas mehr als 4 Millionen Bücher, 106.000 Audio- und 111.000 Video-Medien.

Medien

Film und Fernsehen

Auswahl von Filmen und Fernsehserien, die in Miami spielen oder gedreht wurden: 2 Fast 2 Furious, Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, All About the Money, An jedem verdammten Sonntag, Bad Boys – Harte Jungs, Bad Boys II, The Birdcage – Ein Paradies für schrille Vögel, Burn Notice, Casino Royale, CSI: Miami, Dexter, Feuerball, Flipper, Golden Girls, Goldfinger, Jede Menge Ärger, Making Mr. Right, Die Miami Cops, Miami Ink., Miami Rhapsody, Miami Vice, Million Dollar Agents, Nip/Tuck, Police Academy 5 – Auftrag Miami Beach, Porky’s, Revenge of the Nerds 2, Scarface, The Specialist, Der SupercopTransporter – The Mission, True Lies, Verrückt nach Mary, Zwei außer Rand und Band, Zwei bärenstarke Typen, Zwei sind nicht zu bremsen, Zwei Supertypen in Miami.

Zeitungen

Miami ist der Verlagsort der überregionalen Tageszeitung The Miami Herald.

Söhne und Töchter der Stadt

Städtepartnerschaften

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. http://www.ci.miami.fl.us/press/pressreleases/miami/AbouttheCity.asp
  2. Köppen Climate Classification Map:. Geophysical Institute of the University of Alaska, Department of Climate Science. Abgerufen am 25. Oktober 2008.
  3. NWS Miami Normals and Records Page. National Weather Service. Abgerufen am 19. August 2007.
  4. Wetterinformationen für Miami, Florida. Deutscher Wetterdienst. Abgerufen am 29. April 2010.
  5. Monthly Averages for Miami. weather.com. Abgerufen am 29. April 2010.
  6. Highest Temperature of Record. Northeast Regional Climate Center. Abgerufen am 25. November 2008.
  7. Lowest Temperature of Record]. Northeast Regional Climate Center. Abgerufen am 25. November 2008.
  8. History of National Weather Service Forecast Office-Miami, Florida. National Oceanic and Atmospheric Administration. Abgerufen am 19. August 2007.
  9. Miami, Florida's history with tropical systems. Hurricane City. Abgerufen am 25. November 2008.
  10. Mike Tidwell: ''The Ravaging Tide: Strange Weather, Future Katrinas, and the Coming Death of America's Coastal Cities. Free Press 2006, ISBN 0-7432-9470-X
  11. About Miami-Dade County History. Von www.miamidade.gov. Abgerufen am 22. März 2009.
  12. Miami city, Florida - Fact Sheet factfinder.census.gov, Abgerufen am 11. Januar 2011.
  13. Jahre 2004 & 2007 bereits eine der ärmsten Städte in den USA gem. http://www.miamitodaynews.com/news/070830/story7.shtml ?
  14. http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,135186,00.html
  15. MDPD Five Year Crime Comparison miamidade.gov, abgerufen am 5. Juli 2010
  16. http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,924898,00.html
  17. http://www.jrank.org/cultures/pages/4144/Marielitos.html
  18. http://www.nytimes.com/2009/12/27/books/excerpt-miami-babylon.html
  19. http://www.latinamericanstudies.org/mariel/triumph.htm
  20. http://www.miamidade.gov/mdpd/
  21. http://www.cronicaviva.com.pe/content/view/111420/271/
  22. http://www.miaminewtimes.com/1997-02-27/news/glorious-notorious/
  23. http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,922693-4,00.html
  24. http://www.justice.gov/dea/pubs/history/1975-1980.html
  25. http://www.nytimes.com/1981/06/01/us/miami-homicide-rate-5-times-above-usual-among-cuban-exiles.html
  26. http://www.nytimes.com/1987/07/19/magazine/can-miami-save-itself-a-city-beset-by-drugs-and-violence.html?pagewanted=3
  27. http://www.cityrating.com/citycrime.asp?city=Miami&state=FL
  28. http://www.areaconnect.com/crime/compare.htm?c1=tampa&s1=FL&c2=miami&s2=FL
  29. Forbes-Liste: Gefährlichste Städte der Vereinigten Staaten

Weblinks

 Commons: Miami, Florida – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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