Madrid
Madrid
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Madrid
Madrid (Spanien)
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Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Madrid
Provinz: Madrid
Comarca: Metropolitana de Madrid
Koordinaten 40° 25′ N, 3° 42′ W40.4125-3.7038888888889667Koordinaten: 40° 25′ N, 3° 42′ W
Höhe: 667 msnm
Fläche: 605,770 km²
Einwohner: 3.273.049 (1. Jan. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 5.403,12 Einw./km²
Postleitzahl: 28001–28080
Gemeindenummer (INE): 28079
Nächster Flughafen: Flughafen Madrid-Barajas (12 km vom Stadtzentrum)
Verwaltung
Amtssprache: Kastilisch
Bürgermeister: Alberto Ruiz-Gallardón (PP)
Offizielle Webpräsenz
Lage der Stadt
Lage der Stadt Madrid

Madrid (dt. [maˈdʁɪt], span. [maˈðɾið]) ist die Hauptstadt Spaniens und der Autonomen Gemeinschaft Madrid.

Der Großraum Madrid zählt mit etwa sechs Millionen Einwohnern zu den größten Metropolen Europas. Madrid ist (ohne Vororte) mit rund 3,3 Millionen Einwohnern nach London und Berlin die drittgrößte Stadt der Europäischen Union.

Madrid ist seit Jahrhunderten der geografische, politische und kulturelle Mittelpunkt Spaniens (siehe Kastilien) und der Sitz der spanischen Regierung. Hier residieren auch der König, ein katholischer Erzbischof sowie wichtige Verwaltungs- und Militärbehörden. Als Handels- und Finanzzentrum hat die Stadt nationale und internationale Bedeutung.

In Madrid befinden sich sechs öffentliche Universitäten sowie verschiedene andere Hochschulen, Theater, Museen und Kultureinrichtungen.

Die Einwohner Madrids nennt man „Madrilenen“ (span. madrileños) oder „Madrider“.

Inhaltsverzeichnis

Geografie und Klima

Geografische Lage

Madrid befindet sich im Zentrum Spaniens 667 m ü. NN und ist damit die höchstgelegene Hauptstadt der Europäischen Union. Die vom kleinen Fluss Manzanares durchflossene Stadt gehört zur historischen Landschaft Kastilien und liegt inmitten der Meseta, der Hochebene von Kastilien. Nordwestlich der Stadt erheben sich die Berge der Sierra de Guadarrama, die im Peñalara bis 2429 m hoch aufragen. Nach Osten öffnet sich das Tal des Henares, in dem Eisen- und Autobahnen nach Saragossa und Barcelona verlaufen. Etwa 50 km südlich, am Tajo (spr. Tacho), liegt Madrids „Mutterstadt“, die alte kastilische Hauptstadt Toledo. Sie gehört jedoch zu einer anderen autonomen Region Spaniens, nämlich Castilla-La Mancha.

Klima

AZCA, Madrid. Schneefall tritt im Winter sporadisch auf.

Durch seine Höhenlage auf 667 Meter über dem Meeresspiegel und das kontinentale Klima sind die Sommer in Madrid heißer und trockener, die Winter jedoch deutlich kälter als etwa in den Städten am Mittelmeer. Die durchschnittliche Temperatur im Januar liegt bei etwa 6,1 °Celsius, im Juli bei etwa 24,2 °Celsius. Dabei ist es dann meist sehr trocken und heiß.

Madrid
Klimadiagramm (Erklärung)
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Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Agencia Estatal de Meteorología
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Madrid
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 9,7 12,0 15,7 17,5 21,4 26,9 31,2 30,7 26,0 19,0 13,4 10,1 Ø 19,5
Min. Temperatur (°C) 2,6 3,7 5,6 7,2 10,7 15,1 18,4 18,2 15,0 10,2 6,0 3,8 Ø 9,7
Temperatur (°C) 6,2 7,9 10,7 12,4 16,1 21,0 24,8 24,5 20,5 14,6 9,7 7,0 Ø 14,6
Niederschlag (mm) 37 35 26 47 52 25 15 10 25 49 56 56 Σ 433
Sonnenstunden (h/d) 4,8 5,6 6,9 7,7 8,8 10,3 11,6 10,8 8,7 6,4 5,2 4 Ø 7,6
Regentage (d) 6 6 5 7 8 4 2 2 3 6 6 7 Σ 62
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31,2
18,4
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15,0
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13,4
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Geschichte

In den Jahren 852 bis 886 wurde eine maurische Burg (alcázar) an der Stelle des heutigen Madrider Königspalastes errichtet. Die umgebende Anlage wurde magerit genannt, und ab 939 Madschrit / ‏مجريط‎ / Maǧrīṭ. 1083 wurde Madrid kastilisch. Die Stadt wurde 1109 durch den Almoravidenherrscher Ali ibn Yusuf erfolglos belagert. Ein kleiner Teil der aus der Zeit der arabischen Herrschaft über Spanien stammenden Stadtmauern ist neben der Kathedrale immer noch vorhanden. 1309 fand hier die erste Zusammenkunft der Cortes de Castilla (Kastilisches Städteparlament) unter Fernando IV. statt (andere Angabe: 1345).

Mit der Verlegung der Cortes (Parlament) im Jahr 1561 und der Residenz aus dem nahe gelegenen und wesentlich älteren Toledo durch Felipe II. im Jahr 1588 begann der Aufstieg der Stadt. Sie wurde faktisch zur offiziellen Hauptstadt Spaniens, was sie abgesehen von einer kleinen Unterbrechung von 1601 bis 1606 bis zum heutigen Tag ist. Der Teil von Madrid, der unter den Spanischen Habsburgern errichtet wurde, nennt sich bis heute „El Madrid de los Austrias“ (Das Madrid der Österreicher). In dieser Zeit wurden die Puerta del Sol, das Kloster der Descalzas Reales, der Palacio de Uceda, die Plaza de la Villa, die Plaza Mayor sowie die Colegiata de San Isidro erbaut.

Francisco de Goya: Aufstand vom 2. Mai 1808

1701 brach der Spanische Erbfolgekrieg aus, der 1706 zur englisch-portugiesischen Besetzung der Stadt führte. Er endete 1714 mit der Übernahme des spanischen Throns durch die Bourbonen. Unter ihrer Herrschaft entstand der heutige Königspalast. Von 1808 bis 1813 war Madrid von den Franzosen besetzt, wobei Napoleons Bruder Joseph Bonaparte König wurde. Die Besatzer ließen Klöster und ganze Stadtviertel niederreißen, um neuen Platz zu schaffen. Mit dem Aufstand vom 2. Mai 1808 wurden weitere Erhebungen im gesamten Land hervorgerufen, in Madrid ist der 2. Mai daher heute arbeitsfreier Stadtfeiertag.

Historische Karte (um 1888)

Von 1833 bis 1876 fanden die Karlistenkriege statt. Dabei wütete auch eine Choleraepidemie in Madrid. 1873 wurde die erste Republik durch den liberalen Politiker und Schriftsteller Emilio Castelar ausgerufen, und 1923 folgte die Militärdiktatur unter General Miguel Primo de Rivera. Am 14. April 1931 wurde in Madrid die Zweite Republik ausgerufen. Im Spanischen Bürgerkrieg von 1936 bis 1939 war Madrid bis zuletzt, und zwar bis zum 28. März, republikanisch und erlitt durch deutsche und italienische Bombardements schwere Zerstörungen (Belagerung von Madrid). Nachdem sich die Nationalisten um den General Francisco Franco durchgesetzt hatten, prägte dessen Diktatur bis 1975 die Stadt. 1965 bis 1973 fanden zahlreiche Streiks und Studentenproteste statt.

Nach dem Tod Francos im Jahre 1975 gab es in Madrid eine Kulturbewegung, die Movida madrileña. Juan Carlos I. wurde König und leitete die Demokratisierung (Transición) ein, die jedoch am 23. Februar 1981 (23-F) durch einen Putschversuch einiger Offiziere der Guardia Civil und des Militärs noch einmal gefährdet wurde. Einige davon hatten auch schon bei der Operación Galaxia 1978 mitgemacht. 1992 war Madrid „Kulturstadt Europas“. Erst 1993 wurde die Kathedrale des Erzbistums Madrid Santa María la Real de La Almudena fertiggestellt. Am 11. März 2004 wurden bei islamistisch motivierten Terroranschlägen auf vier voll besetzte Nahverkehrszüge 191 Menschen getötet.

1982 wurde Italien in Madrid im Endspiel gegen Deutschland Fußball-Weltmeister. Im Jahr 2005 scheiterte Madrid mit der Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2012. Die neuerliche Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2016 scheiterte 2009 erst in der letzten Runde des Auswahlverfahrens (gegen Rio de Janeiro).

Siehe auch: Geschichte Spaniens

Verwaltungseinheiten Madrids

Stadtbezirke

Distritos de Madrid
Der Kilometer Null konkurriert mit dem echten geografischen Mittelpunkt im Vorort Getafe

Madrid ist in 21 Stadtbezirke (distritos) unterteilt, die ihrerseits wiederum in verschiedene Stadtteile (barrios) gegliedert sind:

  1. Centro: Palacio, Embajadores, Cortes, Justicia, Universidad, Sol.
  2. Arganzuela: Paseo Imperial, Acacias, Chopera, Legazpi, Delicias, Palos de Moguer, Atocha.
  3. Retiro: Pacífico, Adelfas, Estrella, Ibiza, Jerónimos, Niño Jesús.
  4. Salamanca: Recoletos, Goya, Fuente del Berro, Guindalera, Lista, Castellana.
  5. Chamartín: El Viso, Prosperidad, Ciudad Jardín, Hispanoamérica, Nueva España, Pza. Castilla.
  6. Tetuán: Bellas Vistas, Cuatro Caminos, Castillejos, Almenara, Valdeacederas, Berruguete.
  7. Chamberí: Gaztambide, Arapiles, Trafalgar, Almagro, Vallehermoso, Ríos Rosas.
  8. Fuencarral-El Pardo: El Pardo, Fuentelarreina, Peñagrande, Barrio del Pilar, La Paz, Valverde, Mirasierra, El Goloso.
  9. Moncloa-Aravaca: Casa de Campo, Argüelles, Ciudad Universitaria, Valdezarza, Valdemarín, El Plantío, Aravaca.
  10. Latina: Los Cármenes, Puerta del Ángel, Lucero, Aluche, Las Águilas, Campamento, Cuatro Vientos.
  11. Carabanchel: Comillas, Opañel, San Isidro, Vista Alegre, Puerta Bonita, Buenavista, Abrantes.
  12. Usera: Orcasitas, Orcasur, San Fermín, Almendrales, Moscardó, Zofio, Pradolongo.
  13. Puente de Vallecas: Entrevías, San Diego, Palomeras Bajas, Palomeras Sureste, Portazgo, Numancia.
  14. Moratalaz: Pavones, Horcajo, Marroquina, Media Legua, Fontarrón, Vinateros.
  15. Ciudad Lineal: Ventas, Pueblo Nuevo, Quintana, La Concepción, San Pascual, San Juan Bautista, Colina, Atalaya, Costillares.
  16. Hortaleza: Palomas, Valdefuentes, Canillejas, Pinar del Rey, Apóstol Santiago, La Piovera.
  17. Villaverde: San Andrés, San Cristóbal, Butarque, Los Rosales, Los Ángeles (Villaverde).
  18. Villa de Vallecas: Casco Histórico de Vallecas, Santa Eugenia.
  19. Vicálvaro: Casco Histórico de Vicálvaro, Ambroz.
  20. San Blas: Simancas, Hellín, Amposta, Arcos, Rosas, Rejas, Canillejas, Salvador.
  21. Barajas: Alameda de Osuna, Aeropuerto, Casco Histórico de Barajas, Timón, Corralejos.

Wappen

Das Wappen Madrids als Denkmal auf der Plaza de la Puerta del Sol

Beschreibung: Im silbernen Feld, das von einem blauen Bord mit sieben silbernen sechszackigen Sternen belegt ist, steht auf grünem Schildfuß ein Erdbeerbaum mit grüner Laubkrone und roten Früchten an dem sich ein schwarzer Bär aufrichtet.

Über dem Wappenschild ruht die goldene Krone.

Das Wappen der Stadt Madrid zeigt einen Braunbär (oso pardo), der sich gegen einen Erdbeerbaum reckt. Eine mögliche Deutung dieser Symbolik ist die Einigkeit und Bedeutung von Klerus (dargestellt durch den Baum) und Adel (der Bär), die im Mittelalter das Land in und um Madrid zwischen sich aufgeteilt haben. Es findet sich auch im Wappen des Fussballvereins Atlético Madrid wieder.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Plaza Mayor
Königspalast
Almudena Kathedrale
Templo de Debod
El parque del Retiro

Plätze

  • Die Plaza Mayor wurde im 15. Jahrhundert als Marktplatz angelegt und ist bis heute der lebendigste Platz der Stadt. Er befindet sich im Zentrum der Altstadt und ist ein rechteckiger, einheitlich geschlossener, autofreier Platz (ähnlich dem gleichnamigen Platz in Salamanca). Hier werden häufig Konzerte veranstaltet.
  • Plaza de la Puerta del Sol (40° 25′ 1″ N, 3° 42′ 13″ W40.416944444444-3.7035277777778), der Mittelpunkt der Stadt und ganz Spaniens: hier befindet sich der Kilómetro Cero, der traditionelle Ausgangspunkt der sechs radialen Nationalstraßen.
  • Die parkartige, halbrunde Plaza Oriente zwischen der Oper und dem Palacio Real.
  • Plaza de Cibeles: hier befinden sich drei der größten Sehenswürdigkeiten von Madrid auf einem Platz: der Kybelebrunnen, der Palacio de Comunicaciones und die Banco de España. Von den Anhängern und der Mannschaft des Fußballvereins Real Madrid wird dieser Platz zur Feier von Meisterschaften genutzt.
  • Plaza de España am westlichen Ende der Gran Vía, ein großer Platz im Stile der 1920er Jahre mit früher Hochhausarchitektur.
  • Plaza de Colón: zentral gelegen, Beginn des Paseo de la Castellana.
  • Plaza de Lavapiés, zentraler Punkt des gleichnamigen Stadtteils Lavapiés, ist ständig in Umbauarbeiten begriffen, sei es zur Bewerbung für die Olympischen Spiele o. ä.
  • Plaza de Castilla: ist im Norden von Madrid im Stadtteil Chamartín. Hier befinden sich die berühmten Torres KIO.

Museen

Am Paseo del Prado befinden sich im sogenannten Museumsdreieck in Gehweite von wenigen hundert Metern drei der wichtigsten Museen der Welt: Museo del Prado, Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia und Museo de Arte Thyssen-Bornemisza

  • Museo del Prado: Das Museum am Paseo del Prado gehört zu den wichtigsten Malereimuseen der Welt und bietet ein einmaliges Spektrum spanischer (z. B. Goya, El Greco) und europäischer Kunst (Toulouse-Lautrec, Vincent van Gogh, Tiziano Vecellio u. v. a. m.)
  • Museo de Cera: Im Wachsfigurenkabinett Madrids sind über 450 berühmte Personen aus den Bereichen Unterhaltung, Sport, Kunst, Wissenschaften, Literatur oder Geschichte mit Schwerpunkt auf das Land Spanien in Wachs reproduziert. Dazu gibt es noch die Schreckenskammer, und den Multivisionssaal, in dem Carlos I. die Geschichte Spaniens erzählt.
  • Museo Arqueológico Nacional: Das 1867 gegründete Museum zeigt historische Funde der iberischen Halbinsel. Darunter befindet sich die berühmte Dama de Elche. Zudem gibt es eine ägyptische und griechische Sammlung.
  • Museo Reina Sofía: Benannt nach der spanischen Königin Sofía ergänzt das Museum die Kollektion des Prados mit den vielen der wichtigsten Gemälde und Skulpturen namhafter Künstler der Moderne ab dem 20. Jahrhundert, so z. B. Pablo Picasso, vor allem sein Gemälde Guernica, Salvador Dalí, Juan Gris u. v. a. m.
  • Museo Thyssen-Bornemisza: Eine der wichtigsten Privatsammlungen der Welt mit Gemälden aus der Zeit ab dem 14. Jahrhundert.
  • Museo Taurino de la Plaza de Toros de Las Ventas: Großes Stierkampfmuseum von Las Ventas
  • Museo Nacional de Ciencias Naturales

Straßen

Paseo de la Castellana nahe Nuevos Ministerios
  • Calle de Alcalá. Diese Prachtstraße beginnt an der Puerta del Sol und führt in Richtung Alcalá de Henares. Zwischen Sol und Plaza de Cibeles befinden sich zahlreiche repräsentative Gründerzeitbauten, u. a. Konzernsitze von Großbanken.
  • Paseo del Prado. Diese sehr breite Straße führt vom Bahnhof Atocha zur Plaza de Cibeles. Hier befinden sich große Hotels und das Prado-Museum.
Biergarten-Atmosphäre mitten auf der vielspurigen Straße
  • Paseo de la Castellana. Die wichtigste Straßenachse Madrids beginnt an der Plaza de Colón und führt rund 5,4 Kilometer in nördliche Richtung bis zum inneren Autobahnring. Die Straße ist großteils durch parkartige Alleen unterteilt. An manchen Stellen kann man inmitten von 10 stark befahrenen Autospuren gemütlich einen cafe con leche genießen. Im Norden repräsentiert sie das moderne Madrid mit ihrer weithin sichtbaren Hochhausarchitektur.
  • Gran Vía. Hier befinden sich eine Reihe von großen Kinos, die Zentrale der spanischen Telefongesellschaft Telefónica und Modegeschäfte.
  • Calle Goya
  • Calle Huertas. Nach ihr ist das „Schriftstellerviertel“ im Zentrum benannt, in dem die wichtigsten Schriftsteller (u. a. Cervantes, Lope de Vega, Quevedo, Góngora) der spanischen Literatur auf engem Raum und z. T. in gleichen Zeiträumen („Das goldene Jahrhundert“) wohnten und arbeiteten. Als eine der wenigen Fußgängerzonen der Stadt fungiert die Straße heutzutage als Ausgehzentrum.

Flughafen

Madrid-Barajas, neues Flughafen-Terminal T4.

Der Flughafen Madrid-Barajas (MAD) ist mit rund 52 Mio. Passagieren (Stand 2007) einer der größten in Europa. Der Flughafen Madrid besitzt vier Start-/Landebahnen (4400, 4100, 3500, 3500 m). Die Letzteren beiden Bahnen sind „Neubaubahnen“, die erste Bahn ist die längste in Europa. Der neue Terminal (T4) wurde 2006 eröffnet und hat im Jahr 2007 aufgrund der Entfernung zum restlichen Flughafen gar eine eigene Metrostation erhalten. Alle Terminals (T1, T2, T3, T4) sind mit der Metro Linie 8 zu erreichen. Im November 2008 wurde der Flughafen Ciudad Real als erster privater Flughafen Spaniens zur Entlastung eröffnet.

Sport

Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2020

Das Spanische Oympische Komitee (Comité Olimpico Español, kurz COE) bestätigte am 20. Juli 2011 die Bewerbung Madrids für die Olympischen Sommerspiele 2020.[2] Für die spanische Landeshauptstadt ist es die insgesamt vierte Bewerbung, die dritte in Folge. Bei der Wahl für die Olympischen Spiele 1972 ging der Zuschlag letztlich an München, bei der Abstimmung für 2012 scheiterte Madrid in der dritten Runde knapp an Paris und dem späteren Ausrichter London, bei der Sitzung des IOC zur Ermittlung der Spiele 2016 erreichte die Kandidatur Madrids die Finalrunde, wo man Rio de Janeiro unterlag.

Umland

Wirtschaft und Infrastruktur

Streckenplan der Metro in Madrid

In Madrid befinden sich Flugzeug-, Fahrzeug-, Textil-, chemische und Nahrungsmittelindustrie. Die Allianz SE ist dort mit der Fénix Directo vertreten.

Madrid ist Spaniens größter Verkehrs- und Eisenbahnknotenpunkt mit den wichtigsten Personenbahnhöfen Atocha und Chamartín. Der zuletzt nur mehr zum Abstellen von Güterwagen benützte ehemals größte Rangierbahnhof Spaniens (Vicálvaro) soll nach der landesweiten Aufgabe des Einzelwagenverkehrs im Jahre 2006 in einen Terminal für den intermodalen Verkehr umgebaut werden[3]. Das Netz der Madrider U-Bahn gehört zu den größten der Welt. In weniger dicht besiedelten Stadtteilen verkehrt die Stadtbahn Metro Ligero. Die Vororte werden mit dem Cercanías-Vorortbahnsystem erschlossen.

Der internationale Flughafen Madrids, Barajas, liegt im Nordosten der Stadt und ist mit der Metro schnell zu erreichen.

Bildung

Zu den zahlreichen Bildungseinrichtungen gehören die Universität Complutense Madrid (UCM, 1508 in Alcalá de Henares eröffnet, 1836 nach Madrid verlegt) sowie die Universidad Comillas (1892), die Polytechnische Universität Madrid (UPM, 1971), Universidad Autónoma (UAM, 1968), die Universität Carlos III (UC3M, 1989) und die Universidad Rey Juan Carlos (1996). Die spanische Fernuniversität UNED (Universidad Nacional de Educación a Distancia) hat ihren Hauptsitz in Madrid. Ebenso befinden sich hier u. a. die Königlich Spanische Akademie sowie die Akademien der Schönen Künste, der Naturwissenschaften und der Sprachen. Siehe auch: Liste der Universitäten in Madrid

Städtepartnerschaften

[4]

Söhne und Töchter der Stadt (Auswahl)

Für weitere Personen siehe Liste der Söhne und Töchter der Stadt Madrid.

Weitere Themen

Einzelnachweise

  1. Population Figures referring to 01/01/2010. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística.
  2. El Ayuntamiento y el COE ponen a Madrid en la carrera olímpica de 2020. In: coe.es. Abgerufen am 20. Juli 2011 (spanisch).
  3. [1]
  4. Hermanamientos. Stadt Madrid, abgerufen am 29. Oktober 2008 (spanisch).

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Madrid – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Madrid – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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