Amt Thülen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Amtes Thülen
Amt Thülen
Deutschlandkarte, Position des Amtes Thülen hervorgehoben
51.3833333333338.5666666666667
Basisdaten (Stand 1975)
Bestandszeitraum: 1826–1975
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Brilon
Fläche: 117,18 km²
Einwohner:

9.106 (27. Mai 1970)

Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km²
Amtsgliederung: 12 Gemeinden

Das Amt Thülen war ein Amt im östlichen Sauerland. Verwaltungssitze waren Thülen und Brilon.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Amt Thülen wurde am 8. März 1826 gegründet und löste die Schultheißbezirke ab. Es wurde zunächst Vereinigte Kirchspiele Alme und Thülen genannt und umfasste neben den namensgebenden Kirchspielen Alme (mit den Gemeinden Nieder- und Oberalme) und Thülen (mit den Gemeinden Hoppecke, Messinghausen, Nehden, Radlinghausen, Rösenbeck und Thülen) die Pfarreien Madfeld und Bontkirchen. Im Jahr 1837 kamen Rixen, Scharfenberg und Wülfte aus der Bürgermeisterei Brilon hinzu. Am 31. Oktober 1841 wurde es in Amt Thülen umbenannt. Am 24. September 1851 ordnete der Briloner Landrat die Verlegung des Amtssitzes nach Brilon an. Am 19. März 1856 gelang es dem Grafen von Bocholtz zu Alme, seine Gutsgemeinde Alme als amtsangehörige Gemeinde auszugliedern, 1928 wurde diese mit den Gemeinden Nieder- und Oberalme zur Gemeinde Alme vereinigt.

1956 lag der Anteil der Land- und Forstwirtschaft bei 27 %. Die Industrie und das Handwerk hatte einen Anteil von 35 %[1]. Im Jahr 1961 hatte es 8.518 Einwohner; 1968 waren es insgesamt 9.277. Die Fläche betrug 117,25 Quadratkilometer.

Das Amt Thülen wurde gemäß dem Sauerland/Paderborn-Gesetz zum 1. Januar 1975 aufgelöst und ging in der Stadt Brilon auf. Bis heute wird der Verwaltungssitz der Stadt Brilon Amt Thülen genannt.

Wappen

Wappen des ehemaligen Amtes Thülen
Blasonierung

In Gold eine schwarze schräggestellte Saufeder.

Beschreibung

Bei willkürlicher Farbwahl ist Grundlage für dieses Wappen der Schild der Herren von Thülen, der in dieser Form erstmals auf einem Siegel aus dem Jahr 1401 nachweisbar ist. Die amtliche Genehmigung erfolgte am 10. Mai 1939.[2]

Literatur

  • Alfred Bruns; Stadt Brilon (Hrsg.): Amt Thülen. Geschichte und Überlieferung. Brilon 1974.

Weblinks

Quellen

  1. Das westfälische Amtsarchiv
  2. Eduard Belke, Alfred Bruns, Helmut Müller; Sauerländer Heimatbund e. V. (Hrsg.): Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen. Kurkölnisches Sauerland. Strobel, Arnsberg 1986, ISBN 3-87793-017-4, S. 190.

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