Apach
Apach
Wappen von Apach
Apach (Frankreich)
Apach
Region Lothringen
Département Moselle
Arrondissement Thionville-Est
Kanton Sierck-les-Bains
Koordinaten 49° 28′ N, 6° 22′ O49.4588888888896.3747222222222154Koordinaten: 49° 28′ N, 6° 22′ O
Höhe 154 m (145–365 m)
Fläche 3,35 km²
Einwohner 942 (1. Jan. 2008)
Bevölkerungsdichte 281 Einw./km²
Postleitzahl 57480
INSEE-Code

Apach (im luxemburgischen Dialekt Opéch) ist eine französische Gemeinde mit 942 Einwohnern (Stand 1. Januar 2008) im Département Moselle in der Region Lothringen. Sie gehört zum Arrondissement Thionville und zum Kanton Sierck-les-Bains.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde Apach liegt an der Mosel im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg.

Die angrenzenden Gemeinden sind Perl (Deutschland) im Norden, die französischen Gemeinden Merschweiller im Osten, Kirsch-lès-Sierck im Südosten, Rustroff im Süden und Sierck-les-Bains im Südwesten sowie Schengen (Luxemburg) im Nordwesten.

Zur Gemeinde gehört auch der östlich gelegene Ortsteil Belmach.

Apach ist Standort einer Schleuse der Mosel mit Namen Pierre Ricard. Ein Relief des Pioniers der Moselschifffahrt (1899–1956) schmückt den Schleusenturm.

Geschichte

Der Ort wurde 1196 erstmals als Aspach erwähnt. Im Mittelalter gehörte es über Jahrhunderte zur Herrschaft Sierck-Meinsberg in der Grafschaft Lützelburg und kam 1606 zu Frankreich. Von 1815 bis 1833 war Apach in den Nachbarort Kirsch-lès-Sierck eingemeindet. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg kam es durch den Frieden von Frankfurt 1871 zum neu gegründeten Deutschen Reich. Nach der deutschen Niederlage im Ersten Weltkrieg 1918 kam Apach wie der übrige nordöstliche Teil Lothringens durch den Versailler Vertrag wieder an Frankreich und Französisch ist seither alleinige Amtssprache (außer in der Deutschen Besatzungszeit 1940-1944).

Sprache

Nicht nur wegen der unmittelbaren Nähe, auch aufgrund der langen politischen Zugehörigkeit zu Luxemburg ist der privat gesprochene Dialekt der Apacher Bevölkerung allerdings nicht das übliche rheinfränkische Lothringisch sondern Moselfränkisch. Dieses luxemburgische Sprachgebiet schloss einmal, der ursprünglichen Ausdehnung der Grafschaft Lützelburg folgend, im heutigen Deutschland in Nord-Süd-Richtung größere Gebiete im Westen des ehemaligen rheinland-pfälzischen Landkreises Saarburg und die am westlichsten gelegenen Teile des saarländischen Landkreises Merzig-Wadern, sowie im heutigen Frankreich den nördlich liegenden Gebieten einer in Ost-West-Richtung laufenden Grenze südlich von Thionville (luxemburgisch: Diddennueven, deutsch: Diedenhofen) ein. Während in den deutschen Regionen dieser Dialekt nach wie vor "lebendig" gesprochen wird, ging in Frankreich auch er durch das massive Wegdrängen aller deutschsprachigen Dialekte in Lothringen (nach 1945 bis Mitte der 1970er-Jahre war es innerhalb der Schulgebäude sogar verboten, sie auch nur untereinander zu sprechen), analog zum alemannischen Dialekt im Elsaß, über die Jahrzehnte immer weiter zurück und starb expressis verbis - bis auf die unmittelbaren Grenzregionen, hier wird nach wie vor "über die Grenz geheiratet" - in der Fläche aus.

Seit etwas mehr als zehn Jahren erleben die Dialekte speziell bei jüngeren Lothringern - als Basis um ein gutes Hochdeutsch zu lernen und daraus auch wesentlich leichter Englisch - jedoch wieder rasant wachsende Bedeutung vorrangig wegen der wesentlich größeren Chancen der Zweisprachigkeit am deutschen Arbeitsmarkt. (Aus der verpönten „langue de l'ennemi“, der „Sprache des Feindes“ der Großvätergeneration erlebt Deutsch bei deren Enkeln neben der Muttersprache Französisch sozusagen als Zweitsprache nun die „renaissance de la langue de la Grand-Mère“, die „Wiedergeburt der Großmuttersprache“.) Einhergehend mit der Freiheit des Schengener Abkommens ist allein im Saarland bereits jeder fünfte Arbeitsplatz mit Lothringern, vor allem Lothringerinnen, meist aus der unmittelbaren französischen Grenzregion, besetzt.

Apach von der luxemburgischen Seite der Mosel aus gesehen
Hauptstraße in Apach

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 799 841 848 864 798 813 943

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