Theten (Lennestadt)

Theten (Lennestadt)
Blick auf Theten von den Lennewiesen
Theten
Koordinaten: 51° 8′ N, 8° 2′ O51.1341666666678.0313888888889260Koordinaten: 51° 8′ 3″ N, 8° 1′ 53″ O
Höhe: 260 m ü. NHN
Einwohner: 236 (30. Juni 2010)
Postleitzahl: 57368
Vorwahl: 02721
Karte

Ortseingang Theten

Theten ist ein Ortsteil von Lennestadt im Kreis Olpe in Nordrhein-Westfalen. Der Ort liegt nahe der Bundesstraße 55 im Lennetal; benachbarte Ortschaften sind Hachen, Trockenbrück und Grevenbrück.

Geschichte

Theten: Ruhebänke mit Miniaturkapelle und Lennebrücke

Urkundlich wurde der Ort als „Tatena“ im Jahre 1072 erstmals erwähnt, 1101–1131 hieß er „Tetin“ und von 1281–1313 „Theten“.

In der Stiftungsurkunde von 1072 des Klosters Grafschaft durch den Kölner Erzbischof Anno II. wird ein Hofgut in Theten in der Besitzliste genannt.

Aus einem Schatzungsregister von 1535 zur Türkensteuer sind für die Bauernschaft Theten nachstehende Namen erwähnt: Henneken, Der Starke, Hermans Johann, Hannß Hesse, Hanß In dem Steynhofe. Anno 1606 kauffte Maria auff der Brogh zu Elspe den Salzgessers Hof zu Elspe von Johann Starke in Theten mit 220 gemeinen Dahler, jeder zu 26 Schillinge gerechnet, darzu noch 60 Reichsdahler, jeden auf 39 Schillinge gehalten.


Setzt man die Zahl der 5 vorerwähnten Schatzpflichtigen mit der Anzahl der damals in Theten vorhandenen Familien bzw. Häuser gleich und rechnet je Haus 6 Bewohner, so müssen um das Jahr 1535 dort ca. 30 Menschen gelebt haben.

Der ländlich geprägte Ort mit zum Teil schmucken Fachwerkhäusern zählt heute 236 Einwohner (Stand 30. Juni 2010). Am Ortsrand befindet sich der zentrale Bauhof der Stadt Lennestadt.

Kapelle

Kapelle Theten, Stadt Lennestadt
Altar Kapelle Theten

Die heutige Kapelle zu Theten wurde im Jahre 1778 erbaut. Sie ist als einschiffige Kapelle mit 3/8 Schluss nach Osten und Westen errichtet. Die Fenster sind rundbogig; gerade geschlossen an der Ostseite. Eingang rundbogig, Renaissance. Zur Ausstattung gehörte damals ein kupferner Braukessel, durch dessen Ausleihe an die Bewohner Einnahmen für die Kapelle erzielt wurden. Dieser Kessel ist im Jahre 1760 gestohlen worden.

Im Jahre 1938 wurde die Kapelle zu Theten mit Grund und Boden an die Kirchengemeinde Elspe übereignet. Aus einem Einkünfteverzeichnis des Küsters Johann Ortmann aus dem Jahre 1599 geht hervor, das er in allen Kapellenorten auf dem Tag der Weihe (Patronatsfest) von jedem hausbesitzendem Mann ein Brot und Eier erhält.

Literatur

  • Dr. Anton Eitel, Münsterische Beiträge zur Geschichtsforschung, 1936, Münster
  • Josef Wiegel, Grafschaft, Beiträge zur Geschichte von Kloster und Dorf, 1972
  • Robert Boerger, Geschichtliches von Elspe, Seite 41 u. 63, ohne Datum
  • Ludorf, Bau und Kunstdenkmäler von Westfalen, Kreis Olpe
  • Brill, Geschichte der Pfarrei Elspe, 1948

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