Carmeliternonnen

Carmeliternonnen

Carmeliternonnen, oder Schwestern des Ordens U. L. Fr. vom Berge Carmel, erhielten ihren Namen von dem Berge Carmel in Syrien, welchen sich seit dem 4. Jahrhundert christliche Einsiedler zum Aufenthalte wählten. Im Jahr 1205 vereinigte Albrecht, Patriarch zu Jerusalem, diese Einsiedler unter eine Ordensregel. Seit 1238 verbreitete sich dieser Orden nach Europa. Im Jahr 1562 stiftete die heilige Theresia aus Avila in Spanien einen Barfüßernonnenorden der alten, strengen Observanz, welche auch Theresianerinnen genannt werden. Sie unterscheiden sich von den übrigen weiblichen und männlichen Gliedern des Carmeliterbarfüßerordens durch geschärfte Regeln des Fastens, Schweigens, der Selbstpeinigungen und des unbedingt blinden Gehorsams gegen ihre Obern. Zur besondern Uebung der Eremitenheiligkeit unterhalten sie in jeder Provinz eine Einsiedelei. Nur wenige Klöster der Carmeliterinnen stehen unter Bischöfen. In Frankreich hatten sie seit 1661, wie alle Barfüßerinnen, ihren selbst erwählten Superior. Die Kleidung des Ordens besteht in einem weißen Mantel und kastanienbraunen Unterkleidern. Der Gebrauch des Scapuliers U. L. Fr. ist ihnen vorzüglich eigen. Dieses ist bei ihnen 6 Zoll breit, gewöhnlich von grauer Wolle, und hängt über Brust und Rücken herab. Sie schreiben demselben eine besonders wunderthätige, schützende Kraft zu. In neuern Zeiten wurden ihre Klöster überall, nur in Sicilien, Spanien, Portugal und Amerika nicht, aufgehoben. Aber in Paris wurde 1817 unter königlichem Schutze ein neues Kloster dieses Ordens gestiftet.

–s–


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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