Ascheberg (Holstein)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ascheberg (Holstein)
Ascheberg (Holstein)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ascheberg (Holstein) hervorgehoben
54.15027777777810.34536
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Plön
Amt: Großer Plöner See
Höhe: 36 m ü. NN
Fläche: 20,93 km²
Einwohner:

3.206 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 153 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24326
Vorwahl: 04526
Kfz-Kennzeichen: PLÖ
Gemeindeschlüssel: 01 0 57 001
Adresse der Amtsverwaltung: Heinrich-Rieper-Str. 8
24306 Plön
Webpräsenz: www.amt-grosser-ploener-see.de
Bürgermeister: Herbert von Mellenthin (CDU)
Lage der Gemeinde Ascheberg (Holstein) im Kreis Plön
Karte

Ascheberg (Holstein) ist eine Gemeinde im Kreis Plön in Schleswig-Holstein.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Ascheberg liegt am nord-westlichen Ufer des Großen Plöner Sees im Naturpark Holsteinische Schweiz. Dieses Gebiet mit seinen zahlreichen Seen gehört zum Naturraum des Ostholsteinischen Hügellandes und entstand während der letzten Eiszeit.

Geschichte

Das Seeufer des Großen Plöner Sees wurde in der mittleren Steinzeit (ca. 10000–4300 v. Chr.) von Jägern, Sammlern und Fischern genutzt.

Seit der jüngeren Steinzeit (ca. 4300–2300 v. Chr.) lebten über die Bronzezeit (ca. 2300–550 v. Chr.) bis in die Eisenzeit (ca. 550 v. Chr.–400 n. Chr.) mehr oder weniger kontinuierlich Bauern im Gemeindegebiet.

Das Gebiet um den Plöner See war vom 8. bis ins 12. Jahrhundert n. Chr. slawischer Siedlungsraum.

Ascheberg wird 1190 als Askeberghe (Eschenberg) erstmals erwähnt. Der Name bezog sich anfangs nur auf den Gutsbezirk und wurde dann im Laufe der Zeit auf den Ort übertragen.

Seit dem 13. Jahrhundert existierte hier ein Rittersitz, der um die Mitte des 15. Jahrhunderts von der Familie Rantzau erworben wurde. 1739 begann Hans Graf zu Rantzau, der auf Schloss Ascheberg wohnte, als erster Gutsherr in Holstein die Leibeigenschaft seiner Bauern aufzuheben. Der Graf teilte die Felder des Besitzes auf, überließ den Bauern das Land und erhob dafür von ihnen einen Zins. Zu dieser Zeit war ein großer Umbau der Anlage im barocken Stil geplant, die Pläne wurden aber nicht umgesetzt. Im 19. Jahrhundert kam das Schloss an die Familie der Grafen Brockdorff-Ahlefeld. Das heutige Ascheberger Schloss, ein schlichter klassizistischer Bau aus dem 19. Jahrhundert, wird als christliche Jugendfreizeit- und Erholungsstätte genutzt.

Die Genehmigung zum Bau des Ascheberger Bahnhofes wurde im Jahre 1846 erteilt. Anfang 1989 wurde das Bahnhofsgebäude in Privathand verkauft.

Im Jahre 1954 wurde nach einem Entwurf des Kieler Architekten Schnittger die Michaelis-Kirche erbaut.

Politik

Gemeindevertretung

Von den 17 Sitzen in der Gemeindevertretung hatte die CDU nach der Kommunalwahl 2008 sieben Sitze, die Wählergemeinschaft AFW fünf und die SPD vier Sitze. Einen weiteren Sitz hielt ein Einzelbewerber.

2009 ist der Einzelbewerber der AFW beigetreten und ein Gemeindevertreter aus der CDU ausgetreten. Seit Mai 2009 haben somit die CDU und die AFW je sechs Sitze und die SPD vier. Ein Sitz wird von einem Parteilosen gehalten.

Wappen

Blasonierung: „Unter silbernem Schildhaupt, darin ein blauer Wechselzinnenbalken, in Rot drei spatelförmige, im Dreipass von einer silbernen Blüte ausgehende silberne Blätter.“[2]

Wirtschaft und Verkehr

Bf Ascheberg

Mit der Bahn ist Ascheberg über die Strecke LübeckKiel erreichbar. Die Strecke nach Neumünster ist seit 1985 stillgelegt.

Hauptartikel:

Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote

In der Liste der Kulturdenkmale in Ascheberg (Holstein) stehen die in der Denkmalliste des Landes Schlewig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Die Sehenswürdigkeiten sind:

Quellen

  1. Statistikamt Nord: Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2010 nach Kreisen, Ämtern, amtsfreien Gemeinden und Städten (PDF-Datei; 500 kB) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Weblinks

 Commons: Ascheberg (Holstein) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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