Avril Lavigne
Avril Lavigne
 
Avril Lavigne in Florida im Mai 2011.
 
Lavignes Unterschrift

Avril Ramona Lavigne (* 27. September 1984 in Belleville, Ontario[1]) ist eine kanadische Rock- und Pop-Sängerin, Gitarristin, Songwriterin, Schauspielerin und Designerin, die bei einigen ihrer Lieder auch Produzentin war.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Avril Lavigne wuchs in der Kleinstadt Napanee (Ontario in Kanada) auf.[2] Sie ist das mittlere dreier Kinder. Sie hat einen älteren Bruder namens Matt und eine jüngere Schwester Michelle. Ihre Eltern sind John-Claude Lavigne, der in einem Telekommunikationsunternehmen arbeitet, und Judy, eine Hausfrau.

In einer Privatschule erhielt Avril Lavigne eine Ausbildung in Musik und Schauspiel. Dabei brachte sich Avril im Alter von acht Jahren das Gitarrespielen selbst bei,[1] später mit zwölf Jahren auch das Klavierspielen. Mit Unterstützung ihrer Eltern trat sie fortan in Kirchen, bei Dorffesten und kleineren Veranstaltungen auf.

Entdeckt wurde sie von Cliff Fabri, ihrem ersten Manager, als sie Coverversionen von Countrysongs in einem Buchladen in Kingston (Ontario) sang.[1] Während eines Auftrittes im Lennox-Gemeindezentrum lernte sie der lokale Folksänger Steve Medd über den einflussreichen kanadischen Journalisten Ben Medd kennen. Dieser lud sie ein, seinen Song „Touch the Sky“ für sein Album Quinte Spirit aus dem Jahr 1999 einzusingen. Auf seinem folgenden Album My Window to You, das ein Jahr später erschien, ist sie in „Temple of Life“ und „Two Rivers“ zu hören.[1]

Im Alter von 16 Jahren unterschrieb sie durch A&R-Manager Ken Krongard einen Plattenvertrag bei Arista. Er lud Antonio Reid ein, sie in einem Studio in New York City singen zu hören.[1] Nun brach sie die Schule ab und zog nach New York City.[3]

Ihr derzeitiger Wohnort nach Toronto ist Los Angeles. Avril Lavigne war seit dem 15. Juli 2006 mit Deryck Whibley, dem Sänger der Band Sum 41, verheiratet.[4] Am 4. September 2009 gab sie die Trennung von Whibley bekannt.[5] Die Ehe wurde am 16. November 2010 geschieden.

Karriere

2001-2003: Let Go

Wegen Differenzen mit dem Tonträgerunternehmen zog Lavigne von New York nach Los Angeles. Dort traf sie den Produzenten Clif Magness, mit dem sie das Album Let Go nach ihren Wünschen fertigstellen konnte. Dabei wurde sie von The Matrix unterstützt, die bereits Lieder für Sheena Easton und Christina Aguilera geschrieben hatten. Lavigne brachte bei allen Liedern persönliche Erfahrungen ein, so zum Beispiel über Probleme mit ihren Eltern, die Schule und ihre erste Liebe. Auch existieren diverse Demoversionen, die Lavigne für ihr Debütalbum aufgenommen hat, die es allerdings nicht auf ihr Album geschafft haben. Das Album wurde am 4. Juni 2002 in den USA veröffentlicht und weniger als sechs Monate später von der Recording Industry Association of America als vierfach Platin bestätigt. Bei den MTV Video Music Awards 2002 wurde Lavigne als beste neue Künstlerin ausgezeichnet. Bei den Juno Awards wurde sie 2003 in sechs Kategorien nominiert und gewann vier Junos. Des Weiteren war sie für acht Grammys nominiert. Mit 18 Jahren wurde sie als damals jüngste Künstlerin an der Spitze der Britischen Album-Charts (11. Januar 2003) im Guinness-Buch des Jahres 2004 erwähnt. Die auf das Album folgende Tour wurde weltweit ein großer Erfolg. Die „Try to Shut Me Up“-Tour war rund um den Globus fast ganz ausverkauft und galt als eine der erfolgreichsten Tourneen im Jahr 2003. Die im November 2003 veröffentlichte DVD „My World“ enthielt das Konzert in Buffallo, einige Backstage-Szenen und alle bisherigen Musikvideos.

Schon im Dezember 2003, etwa drei Monate nach Tour-Ende, begann Lavigne damit, Songs für ihr zweites Album zu schreiben. Sie hielt sich etwa ein halbes Jahr aus der Öffentlichkeit fern, um am neuen Album arbeiten zu können.

2004-2005: Under My Skin

Lavigne in Vancouver im April 2004.

Under My Skin erschien am 25. Mai 2004 und erreichte rund um die Welt vordere Plätze in den Albumcharts, namentlich in Großbritannien, Kanada, Australien und den USA. In Deutschland hat Avril Lavigne für Under My Skin Platin erhalten. Die erste Single des Albums wurde „Don't Tell Me“, das sie noch zu Let-Go-Zeiten schrieb, erschien bereits im April 2004 und wurde international ähnlich erfolgreich. Auch die nächsten beiden Singles „My Happy Ending“ und „Nobody’s Home“ schafften es in die Charts. Die vorletzte Singleauskopplung aus ihrem aktuellen Album war der Song „He Wasn't“, in einigen Ländern erschien „Fall to Pieces“ als letzte Singleauskopplung des zweiten Albums. Demotracks aus Under My Skin sind bis heute nicht bekannt.

Lavigne wirkte auch am zweiten Album der US-amerikanischen American-Idol-Gewinnerin Kelly Clarkson mit. Sie schrieb das Titellied des Albums „Breakaway“, welcher in den Vereinigte Staaten ein großer Hit wurde. Das Lied handelt vom Aufstieg eines Mädchens, das davon geträumt hat einmal Sängerin zu werden.

Auf der auf das Album Under My Skin folgenden Tour gab Lavigne rund um die Welt innerhalb knapp eines Jahres über 120 Konzerte. Die Tour startete am 26. September 2004 in München und endete am 25. September 2005 in São Paulo.

Lavigne spielte während der Tour E-Gitarre, akustische Gitarre, Piano und Schlagzeug bei einer Coverversion des Liedes „Song 2“ von Blur. Das Konzert für die gleichnamige Tour-DVD, die allerdings bisher nur in Japan erhältlich ist, wurde in Tokio, im Nippon Budōkan aufgezeichnet.

2005-2006: Nach Under My Skin

2005 unterschrieb Lavigne bei Ford-Models, einer Modelauftragsagentur aus Los Angeles einen Vertrag. Außerdem beendete sie noch im selben Jahr die Aufnahmen für eine Coverversion des Liedes Imagine von John Lennon.

Im Film Fast Food Nation hatte sie ihren ersten größeren Kinoauftritt, nachdem sie zuvor schon in einigen kleineren Nebenrollen in Sabrina – total verhext! (2003) und Hang Time (2004) zu sehen war. Zudem übernahm sie die Synchronisation einer Rolle im Animationsfilm Ab durch die Hecke. Eine weitere Nebenrolle hat sie im 2007 erschienenen Film The Flock – Dunkle Triebe.

Bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin hat Lavigne am 21. Februar unter anderem auch neben Musikern wie Andrea Bocelli, Ricky Martin, Lou Reed u. a. nach den formellen Verleihungen der Medaillen am Piazza Castello ein Konzert gegeben. Es handelte sich um ein Unplugged-Konzert, auf dem sie Songs aus Let Go und Under My Skin spielte. Außerdem sang sie ihr Lied „Who Knows“ bei der Abschlussfeier und zwar – im Gegensatz zu anderen Künstlern dieser Feier – live und ohne Playback.

Am 11. Juli 2006 meldete sich Lavigne nach langer Zeit wieder auf ihrer offiziellen englischen Website zu Wort. Sie berichtete, dass sie immer noch am neuen Album arbeitet und dass sie im neuen Clip von Butch Walker mitgewirkt hätte. Lavigne schrieb außerdem, dass sie knapp die Hälfte des Albums fertig habe und sie sich viel Zeit zum Schreiben neuer Lieder ließ. So sei es für sie eine tolle Erfahrung ohne Druck der Tonträgerunternehmen, oder nach einem Masterplan (d. h. innerhalb eines bestimmten Zeitraumes circa 15 Lieder für ein Album zu schreiben/produzieren) zu arbeiten.

Lavigne in Hong Kong im November 2007.

Im Dezember 2006 erschien nach langer Wartezeit mit „Keep Holding On“ ein neuer Song, den Avril Lavigne für den Kinofilm Eragon geschrieben hatte. Der Song wurde nicht als Single veröffentlicht, sondern lediglich im Radio gespielt, jedoch in den USA so erfolgreich, dass die Veröffentlichung der neuen Single „Girlfriend“ verschoben wurde.

2007-2009: The Best Damn Thing

Das neue Album The Best Damn Thing, auf dem auch „Keep Holding On“ vom Eragon-Soundtrack enthalten ist, erschien im April 2007. Die erste Single „Girlfriend“ wird in Europa seit dem 19. Februar, zwei Wochen vor der Veröffentlichung in den USA, im Radio gespielt. Der Refrain der Single wurde in verschiedenen Sprachen aufgenommen, darunter auch Deutsch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Italienisch, Japanisch und Mandarin. Die Premiere des Musikvideos erfolgte am 1. März im deutschen Fernsehen.

Die zweite Single des Albums, „When You’re Gone“, ist am 29. Juni 2007 erschienen, das dazu gehörige Video erschien am 18. Juni im deutschen Fernsehen. Es wurde auch eine Ähnlichkeit zum Video von Green Day zu ihrer Single „Wake Me Up When September Ends“ aus dem Jahr 2004, vorgeworfen.[6] Die 3. Singleauskopplung „Hot“ gibt es seit dem 2. November 2007 zu kaufen. Am 13. Juni 2008 erfolgt die Veröffentlichung des gleichnamigen Titels „The Best Damn Thing“ in Deutschland.

Im Juli 2008 veröffentlichte Lavigne ihre eigene Modelinie „Abbey Dawn“, die nach ihrem Spitznamen aus früheren Jahren, Abbey, benannt ist. Die Entwürfe stammen von Lavigne und werden vom US-amerikanischen Unternehmen Kohl's produziert und vertrieben. „Abbey Dawn“ beinhaltet sowohl Kleidungsstücke, als auch Schmuck und ähnelt der äußeren Gestaltung von „The Best Damn Thing“. Im Sommer 2009 folgte Lavignes Parfum „Black Star“. Im Juli 2010 kam Lavignes zweiter Duft Forbidden Rose auf den Markt.

seit 2010: Goodbye Lullaby und fünftes Studioalbum

Lavigne in Saint Petersburg (Florida) auf ihrer Black Star Tour im Mai 2011.

Lavigne arbeitete lange Zeit an ihrem vierten Musikalbum, das den Titel Goodbye Lullaby trägt. Es enthält neben neu geschriebenen Liedern auch solche, die Lavigne bereits als 15-jähriger Teenager verfasst hat. Das neue Album umfasst unter anderem die Titel „Everybody Hurts“, „Black Star“ und „Darlin’“. Avril Lavigne arbeitete bei ihrem neuem Album mit ihrem Ex-Mann Deryck Whibley und Butch Walker zusammen.[7] Das Veröffentlichungsdatum wurde bereits mehrfach verschoben. Ursprünglich wurde der 17. November 2009 genannt,[8] später war von Anfang 2010[9] und Juni 2010[10] die Rede. Im Mai 2010 gab Lavigne bekannt[11], sie sei mit der musikalischen Ausrichtung der aufgenommenen Lieder unzufrieden, da sie ihr zu ernsthaft und reif erscheinen. Das vierte Album werde erst nach Veränderungen erscheinen, wozu weitere Arbeiten im Studio erforderlich sind. Am 11. Oktober gab sie auf ihrer Homepage an, dass die Arbeiten am vierten Studioalbum abgeschlossen sind. Die erste Single aus ihrem vierten Album heißt „What the Hell“ und wurde am 1. Januar 2011 als kostenloser Download angeboten. Das Video dazu erschien am 26. Januar auf ihrer offiziellen Homepage. Das vierte Studioalbum Goodbye Lullaby wurde am 2. März 2011 veröffentlicht. Die zweite Single aus ihrem vierten Album heißt „Smile“ und kann von ihrem Album als Download gekauft werden. Ein Musikvideo zur Single „Smile“ ist bereits auf YouTube veröffentlicht.

Für den Film Alice im Wunderland (Filmstart: 4. März 2010) schrieb Avril Lavigne einen Soundtrack. Dieser heißt "Alice" und ist die Lead-Single zum Film. Butch Walker fungierte hier als Produzent. Die Radio-Premiere fand am 27. Januar in der Radio Show von Ryan Seacrest statt. Das Musik-Video zum Lied wurde am 26. und 27. Januar 2010 gedreht.[12]

Drei Monate nach der Veröffentlichung von Goodbye Lullaby gab Lavigne bekannt, dass die Arbeiten an ihrem fünften Studioalbum bereits begonnen haben. Acht Lieder sind bisher geschrieben. Das neue Album soll das musikalische Gegenteil von Goodbye Lullaby werden. Lavigne erklärte, „Goodbye Lullaby sei ein eher reiferes Album, das nächste soll jedoch stärker von Pop und Spaß geprägt sein. Ich habe bereits ein Lied, welches als Single erscheinen könnte, ich brauche es nur noch einmal neu aufnehmen!“[13][14][15] Wenig später, im Juli 2011, verriet Lavigne die Titel zweier Songs ihres fünften Albums: Fine und Gone. Diese Titel wurden ursprünglich für Goodbye Lullaby aufgenommen, schafften es aber nicht in die Endauswahl für das Album. Lavignes fünftes Album soll „deutlich früher als erwartet“ erscheinen, ein genauer Zeitpunkt wurde jedoch weder von Lavigne noch von ihrem Label bekannt gegeben.[16] Im Oktober 2011 bestätigte Lavigne ihren Wechsel zum Label Epic Records, welches derzeit von ihrem Entdecker Antonio „L.A.“ Reid geleitet wird.[17]

Plagiatsvorwürfe

Lavigne muss sich während ihrer gesamten Karriere mit Plagiatsvorwürfen auseinandersetzen. In den meisten Liedern ist sie als Komponistin angegeben, was zu Spekulationen und Aufsehen erregenden Meldungen führte. Auf ihrem ersten Album stammte angeblich kein Song von ihr, sondern ausschließlich von Fremdkomponisten und Mitgliedern ihrer Band. Lavigne änderte demnach angeblich nur einige Zeilen und setzte sich als Komponistin ein.

Auf dem zweiten Album warf ihr Chantal Kreviazuk vor, den Titel „Contagious“, der sich auch auf The Best Damn Thing befindet, von ihr ohne Angabe der Mitwirkung Kreviazuks benutzt zu haben. Kreviazuk hatte für „Under my skin“ mit Lavigne zusammengearbeitet. Im Song „I don’t have to try“ wurden Ähnlichkeiten zum Lied „I′m the kinda“ von der Gruppe Peachers entdeckt. Auch das Lied „When you’re gone“ wird mit Plagiat in Verbindung gebracht. Es sind deutliche Ähnlichkeiten zu mehreren Liedern zu erkennen wie etwa zu „Nothing’s gonna change my love for you“ von Glenn Medeiros.

Der größte Vorwurf betraf allerdings die Single „Girlfriend“. Diese soll nach Angaben US-amerikanischer Songwriter vom 1970er-Jahre-Hit „I Wanna Be Your Boyfriend“ der Band Rubinoos, im Original eine Komposition der US-Punkband Ramones von 1976, abgeschrieben worden sein.

Auf ihrer offiziellen Website bekräftigt Lavigne jedoch, dass sie den Song „I Want to Be Your Boyfriend“ nicht kenne und es eine Menge Songs gebe, die sich um die Thematik drehen würden, um die es in „Girlfriend“ geht. Auch der Disput mit Chantal Kreviazuk wird erklärt. So soll es sich bei „Contagious“ nicht um die Version von Kreviazuk handeln. Es seien andere Lyrics, eine andere Melodie und ein anderes Genre, erklärt Lavigne.[18]

Inzwischen räumte Kreviazuk ein, sie habe sich geirrt, da sie zum Zeitpunkt ihrer Aussage Lavignes Song nicht gekannt habe. Sie habe ihr lediglich vor einiger Zeit einen gleichnamigen selbstgeschriebenen Song zukommen lassen und habe sich vom Titel in die Irre führen lassen, ohne genauere Informationen zu haben. Lavigne und ihr Tonträgerunternehmen denken allerdings weiterhin über eine Klage gegen Kreviazuk wegen ihrer Aussagen nach.[19]

Stil

Sie wuchs mit der Musik von Blink-182, Goo Goo Dolls, Matchbox Twenty und Shania Twain auf, Courtney Love und Janis Joplin zählt sie zu ihren Vorbildern.[20][21] Durch diese Einflüsse, dem Musikgenre und ihren persönlichen Stil wird Lavigne von den Massenmedien häufig als Punk beschrieben. Lavignes Freund und Gitarrist Evan Taubenfeld sagte dahingegend über sie, sie sei kein Punk und komme auch nicht aus der Punkkultur.[22] Lavigne kommentierte ebenfalls: „Ich wurde als das bösartige Mädchen, [eine] Rebellin, Punkerin bezeichnet und ich bin nichts davon.“[23]

Musik

Ihr Musikstil ist zwischen Pop und Rock angesiedelt. Die Bandbreite reicht von eher ruhigen, balladesken Stücken wie „I’m With You“, „Tomorrow“, „Innocence“ oder „How Does It Feel“ über Hip-Hop-inspirierte Titel wie „Nobody’s Fool“ bis hin zu rockartigen Songs wie beispielsweise „Sk8er Boi“ oder „He Wasn’t“.

Auf ihrem Debütalbum Let Go veröffentlichte Lavigne Mainstream-Lieder wie „Losing Grip“ und den Popsong „Complicated“, zu denen sie sagte: „Die Lieder, die ich mit The Matrix aufnahm, waren gut für meine erste Platte, aber ich wollte nicht mehr die Popmusik in meinen Liedern“.[20]

Texte

Bei allen Liedern war sie bisher am Songwriting beteiligt. Mit dem Thema Liebe setzen sich zum Beispiel „Losing Grip“, „I’m With You“, „Naked“, „Girlfriend“, „Hot“, „Don’t Tell Me“ oder „When You're Gone“ auseinander. Andere sind eine Art Selbstcharakterisierung („My World“, „Nobody’s Fool“, „Anything But Ordinary“). Manchmal werden auch Geschichten erzählt, so in „Sk8er Boi“ oder „Nobody’s Home“.

“I know my fans look up to me and that's why I make my songs so personal; it's all about things I've experienced and things I like or hate. I write for myself and hope that my fans like what I have to say.”

„Ich weiß, dass meine Fans mich bewundern und das ist der Grund warum meine Lieder so persönlich sind. Sie handeln von meinen Erlebnissen, Erfahrungen und den Sachen, die ich mag oder hasse. Ich schreibe für mich selbst und hoffe, dass meine Fans es gut finden was ich zu sagen habe.“

Avril Lavigne[24]

Weitere Themen in Lavignes Liedern beinhalten persönliche Botschaften aus einer weiblichen Sichtweise.[25] Lavigne glaubt, dass „ihre Lieder von einem selbst handeln“.[24] Lavignes zweites Album Under My Skin, besteht zum Großteil aus persönlichen Botschaften der Lieder. Lavigne erklärte: „Ich ging so sehr in mich, so fiel mir viel Persönliches ein... wie Jungs, Freundschaften oder Beziehungen“.[21] Im Gegensatz dazu beinhaltete das dritte Album The Best Damn Thing keine persönliche Lieder: „Die meisten der Lieder, die ich für mein drittes Album schrieb, haben keinen wirklichen Bezug zu mir...“.[26] Lavigne schrieb für das Album Lieder, die „Spaß“ als Thema hatten.[27] Goodbye Lullaby, Lavignes viertes Album, soll ihr persönlichstes Album sein, mit dem sie auch die Trennung von ihrem ehemaligen Ehemann verarbeiten will. Lavigne beschrieb das Album als „... sehr persönlich und dunkel. Alle Lieder sind sehr emotional“.[8][28]

Band

  • Rodney Howard (Schlagzeug), ersetzt seit Februar 2007 Matthew Brann.
  • Devin Bronson (Lead-Gitarre, Backupvocals), spielte zuvor für Kelly Osbourne und ersetzte Evan Taubenfeld im September 2004.
  • Jim McGorman (Rhythmus-Gitarre), ersetzt seit Februar 2007 Craig Wood.
  • Al Berry (Bass), ersetzt seit Februar 2007 Charlie Moniz (Bass).
  • Stephen Anthony Ferlazzo Jr. (Keyboard), seit März 2007, er ist der erste Keyboarder in der Band.

Ehemalige Mitglieder:

  • Matthew Brann (Schlagzeug); war bisher das älteste Bandmitglied
  • Charlie Moniz (Bass); plant eigene Projekte
  • Mark Spicoluk (Bass); wechselte zur Band Closet Monster
  • Jesse Colburn (Gitarre); wechselte zur Band Closet Monster
  • Evan Taubenfeld (Gitarre, Backupvocals); wechselte zu seiner Band The Black List Club
  • Craig Wood (Gitarre, Backupvocals)

2004, nach dem Ende der Under My Skin Promo-Tour und dem ersten Teil der „Bonez“-Tour 2004 – Eyes trennte sich Evan Taubenfeld von der Band. Er wurde durch den Leadgitarristen Devin Bronson, der zuvor bei Kelly Osbourne spielte, ersetzt. Im November 2005 trafen sich Lavigne und Taubenfeld in Los Angeles, um gemeinsam an Liedern für Evans Soloalbum zu arbeiten.

Anfang Februar 2007 trennten sich nun auch noch Matthew Brann (Schlagzeug) und Charlie Moniz (Bass) von Lavigne. Sie planen beide eigene Projekte und gaben an, sich freundschaftlich getrennt zu haben. Sie wurden umgehend durch Rodney Howard (Schlagzeug) und Al Berry (Bass) ersetzt. Howard und Lavigne lernten sich bereits bei der „Bonez“-Tour kennen, als Howard noch Schlagzeuger bei Gavin DeGraw war, der bei einigen US-Konzerten der „Bonez“-Tour der Support war.

Tourneen

Von Januar bis Juni 2003 war Lavigne auf der „Try to Shut Me Up“-Tour unterwegs und gab über 50 Konzerte in Nordamerika, Australien, Europa und Asien. Sie spielte die Coversongs: „Basket Case“ von Green Day und „Fuel“ von Metallica. Auf dieser Tour spielte sie E-Gitarre („Mobile“, „Naked“, „Things I’ll Never Say“), sowie Akustikgitarre („Tomorrow“).

Im folgenden Jahr gab sie auf ihrer „Mall“-Tour in den USA und England Akustik-Konzerte zusammen mit Evan Taubenfeld, auf denen sie alle Singles aus Under My Skin spielte.

Es folgte die „Bonez“-Tour, die sie von September 2004 bis September 2005 in über 120 Konzerten nach Nordamerika, Südamerika, Australien, Südafrika, Europa und Asien führte. Auch auf dieser Tournee spielte sie einige Coverversionen wie „American Idiot“ von Green Day, „Song 2“ von Blur, „Smells Like Teen Spirit“ von Nirvana, „Hey Ya!“ von OutKast und „All the Small Things“ von blink-182.

Neben E- und Akustikgitarre spielte sie auf dieser Tour auch erneut Schlagzeug bei „Song 2“ und Klavier bei „Together“, „Slipped Away“ und „Forgotten“.

Das Konzert wurde meist mit dem Song „Slipped Away“ abgeschlossen, den Avril Lavigne ohne andere Instrumente, alleine am Klavier spielt. Den Song hat sie ihrem verstorbenen Großvater gewidmet, bei dessen Beerdigung sie nicht dabei sein konnte. Nach der Hälfte der Konzerte, hatte Lavigne den Song nie wieder gespielt, weil es ihr Gerüchten zufolge unangenehm und zu intim gewesen wäre, den Song vor so vielen Leuten zu spielen.

2007 spielte Lavigne zwei Konzerte in Deutschland, jedoch beschrieb sie dies selbst noch als „Promo“ und nicht als Tour. Erst nach Beendigung der Promotion für „The Best Damn Thing“ begann Anfang 2008 ihre dritte große Welttournee. Die „The Best Damn Tour 2008“ Tournee startete im März 2008 in Kanada und führte Lavigne im Laufe des Jahres um die ganze Welt. Durch akute Laryngitis mussten dabei aber Ende April/Anfang Mai 2008 einige ihrer Amerika-Konzerte abgesagt werden. Darauf wurde zunächst in Europa die Setlist etwas verkürzt, was ebenfalls damit in Verbindung gebracht wird.

Soziales Engagement

Avril Lavigne wurde Anfang April 2006 bei den PETA-Awards nominiert. Letztes Jahr erreichte sie den zweiten Platz. Des Weiteren gestaltete sie gemeinsam mit anderen Künstlern eine Handtasche, den sogenannten Peace-Bag für die Menschenrechtsorganisation Amnesty International.

Außerdem veröffentlichte Lavigne eine Coverversion vom Song „Knockin’ on Heaven’s Door“, deren Einnahmen der Anti-Kriegs-Organisation „WAR child“ zugute kamen. Der Song befindet sich auf der deutschen Version des Samplers Peace Songs. Für das Lied wurde ein Clip gedreht, in dem gezeigt wird, wie Kinder unter Kriegen und ihren Folgen leiden.

Des Weiteren nahm Avril Lavigne eine Coverversion des Liedes Imagine von John Lennon für Amnesty International auf. Sie unterstützte damit deren Projekt „Make Some Noise – The Amnesty International Campaign to Save Darfur“.

Nach der Erdbebenkatastrophe in Haiti 2010 beteiligte sie sich am Benefizprojekt Young Artists for Haiti und ist auch im dazu aufgenommenen Song „Wavin’ Flag“ zu hören.

Diskografie

Hauptartikel: Avril Lavigne/Diskografie

Auszeichnungen

Preise

  • World Music Awards
    • 2003: für „Best Canadian Pop/Rock Artist“
    • 2004: für „Best Female Rock/Pop Artist“
    • 2007: für „World's Best Selling Pop/Rock Female Artist“
    • 2007: für „Best Selling Artist from Canada“
  • Echo
    • 2003: für „Bester Nachwuchs International“
  • Comet
    • 2004: für „Beste Solokünstlerin International“
  • Juno Awards
    • 2003: für „Best Single of the Year“ (Complicated)
    • 2003: für „Best New Artist“
    • 2003: für „Best Pop Album“ (Let Go)
    • 2003: für „Best Album of the Year“ (Let Go)
    • 2005: für „Artist of the Year“
    • 2005: für „Pop Music Album of the Year“
    • 2005: für „Fan's Choice Award“
  • Latin MTV American Video Music Awards
    • 2002: für „Best New Artist International“
    • 2004: für „Best Pop International“
  • MTV Video Music Awards Japan
    • 2008: für „Best Pop Video“ (Girlfriend)
  • MTV Asia Awards
    • 2003: für „Favourite Female Artist“
    • 2003: für „Favourite Breakthrough Artist“
    • 2003: für „Style Award“
    • 2005: für „Favourite Female Artist“
  • MTV Latin Awards
    • 2003: für „Best New Artist“
    • 2007: für „Beste International Künstlerin“
    • 2007: für „Best Song of the Year“
  • MTV Russia Awards
    • 2007: für „Best International Artist“
  • MuchMusic Video Awards
    • 2003: für „Best International Video by a Canadian“
    • 2003: für „People’s Choice Favourite Canadian Artist“
    • 2004: für „Fan's Choice“
    • 2007: für „Favourite Canadian Artist“
    • 2007: für „Best International Video by a Canadian“ (Girlfriend)
  • Radio Music Awards
    • 2003: für „Song of the Year: Modern Adult Contemporary Radio“ (Complicated)
  • Canadian Radio Music Awards
    • 2003: für „Best New Solo Artist - Rock“
    • 2003: für „Best New Group/Solo Artist“
    • 2003: für „Best New Solo Artist“
    • 2003: für „Fan's Choice Award“
    • 2003: für „Socan Songwriter Award“
  • NRJ Music Awards
    • 2005: für „Best International Artist“
  • NRJ Radio Awards
    • 2008: für „Best International Female Artist“
  • Nick Kids Choice Awards
    • 2008: für „Favourite Song“ (Girlfriend)
  • Kids Choice Awards
    • 2007: für „Best Female Singer“
    • 2007: für „Best Music Video“ (Girlfriend)
  • Disney Video Awards
    • 2002: für „Best CD“ (Let Go)
    • 2002: für „Best Song“ (Complicated)
    • 2002: für „Best Female Singer“
    • 2002: für „Best Homework Song“ (Complicated)
  • Capricho Awards
    • 2004: für „Best International Female Artist“
    • 2004: für „Best International Song“
    • 2004: für „Famous as Style“
  • ASCAP Awards
    • 2006: für „My Happy Ending“
    • 2006: für „Breakaway“ als Co-Schreiberin
  • Japan Gold Disc Award
    • 2008: für „Artist of the Year“
  • 2006: Volvo for life Award

Nominierungen

  • 2003: 8 Grammy-Nominierungen
  • 2003: 2 BRIT Award-Nominierungen
  • 2004: MTV Europe Music Awards (Best Female, Best Pop)
  • 2005: Echo (Bestes Rock Album für Under My Skin)
  • 2007: MTV Europe Music Awards (Best Album - The Best Damn Thing)

Weblinks

 Commons: Avril Lavigne – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c d e Joe Thorley: Avril Lavigne The Unofficial Book, Virgin Books, 2003, ISBN 978-1-85227-049-0
  2. Songtext „My World“ auf offizieller Website
  3. Offizielle Biografie von Arista
  4. Biografie von Deryck Whibley in der Internet Movie Database
  5. Avril Lavigne reicht Scheidung ein, Spiegel Online, 15. Oktober 2009
  6. Vergleich „When You’re Gone“ mit Green Days „Wake Me Up When September Ends“
  7. Avril Lavigne Strips Down Sound for Introspective November LP, Rolling Stone. 20. August 2009. Abgerufen am 21. August 2009. 
  8. a b Whitney Pastorek (24. Juli 2009): Avril Lavigne in the studio: An EW exclusive!. Music Mix. Abgerufen am 29. Mai 2010.
  9. Avril Lavigne on The View, Discussing Abbey Dawn fashion line and new album (11. September 2009)
  10. Interview with Avril Lavigne (26. Januar 2010). Abgerufen am 29. Mai 2010.
  11. Interview with Avril Lavigne (6. Mai 2010). Abgerufen am 29. Mai 2010.
  12. Avril Lavigne World Premieres New Song "Alice"
  13. Avril Lavigne starts work on new album. New Musical Express (20. Juni 2011). Archiviert vom Original am 21. Juni 2011. Abgerufen am 14. August 2011.
  14. Lewis Corner (20. Juni 2011): Avril Lavigne: 'I've started work on new pop album'. Digital Spy. Archiviert vom Original am 21. Juni 2011. Abgerufen am 14. August 2011.
  15. Robbie Daw (20. Juni 2011): Avril Lavigne Wants To Release "More Fun". Idolator. Archiviert vom Original am 21. Juni 2011. Abgerufen am 14. August 2011.
  16. Avril Lavigne Announces Third Single Off Goodbye Lullaby (20. Juni 2011). Abgerufen am 14. August 2011.
  17. Anne-Marie Withenshaw: Avril Lavigne Interview. All-Access Weekend. 92.5 THE BEAT Montreal's Best Music Variety Radio Station. Abgerufen am 17. Oktober 2011.
  18. Klage wegen Song-Raub Laut.de, 6. Juli 2007
  19. Plagiats-Vorwurf war voreilig Laut.de, 11. Juli 2007
  20. a b Jenny Eliscu: Smells like teen spirit. 7. März 2003. Abgerufen am 29. Dezember 2010. 
  21. a b Talia Soghomonian (September 2004): Interview: Avril Lavigne. musicOMH. Archiviert vom Original am 29. Dezember 2010. Abgerufen am 29. Dezember 2010.
  22. Evan Taubenfeld: 'Avril Isn't Punk'. Ultimate Guitar Archive (2. Juli 2004). Archiviert vom Original am 30. Dezember 2010. Abgerufen am 29. Dezember 2010.
  23. Nekesa Mumbi Moody: Lavigne's Not Really Angry: The shy Canadian singer shuns the rebel, punk labeling that many people have given her.. In: The Ledger. 2004-06-01. Abgerufen am 1. Juni 2010.
  24. a b Gaynor Flynn: Avril Lavigne Over the Hedge Interview. Girl.com.au. Archiviert vom Original am 30. Dezember 2010. Abgerufen am 31. Mai 2010.
  25. Greg Kot: Avril Lavigne blossoming. 13. November 2004. Abgerufen am 30. Dezember 2010. 
  26. Jennifer Vineyard (28. Februar 2007): Don't Know How To Spell 'Avril Lavigne'? Prepare To Be Scolded. MTV. Archiviert vom Original am 30. Dezember 2010. Abgerufen am 30. Dezember 2010.
  27. Susie Salva (6. März 2008): Avril Lavigne’s “The Best Damn Thing” on RCA records. LAsThePlace.com. Archiviert vom Original am 31. Januar 2011. Abgerufen am 31. Januar 2011.
  28. Stacy Jenel Smith (30. Dezember 2010): Avril Lavigne 'Anxious to Get Out There Again'. PopEater. Archiviert vom Original am 31. Dezember 2010. Abgerufen am 3. Januar 2011.
  29. http://www.bravo.de/online/render.php?render=026150

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