Mona Lisa
 
Mona Lisa
Leonardo da Vinci, 1503–1519
Öl auf Pappelholz, 77 cm × 53 cm
Louvre

Mona Lisa ist der deutsche Titel des weltberühmten Ölgemäldes von Leonardo da Vinci. Das italienische Original heißt La Gioconda (dt. die Heitere), benannt nach der Florentinerin Lisa del Giocondo. Der deutsche Titel beruht auf einem Rechtschreibfehler, denn Mona leitet sich ab von der italienischen Kurzform Monna (für Madonna ‚Frau‘), ist also kein Vorname, sondern der Titel, mit dem Lisa als Ehefrau (madonna) von Francesco del Giocondo angeredet wurde.

Das Gemälde hängt heute im Louvre in Paris. Es ist auf dünnem Pappelholz gemalt, nur 77 cm × 53 cm groß[1] und entstand wahrscheinlich vom Frühjahr 1503 bis zum Sommer 1505. Andere Forschungsergebnisse[2] gehen von einem Entstehungszeitraum zwischen 1502 und 1503 aus.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

„Die junge Frau [sic[3]] auf dem Bild sitzt in einem Stuhl auf einem Balkon vor einer fremdartigen Landschaft. Die Armlehne des Stuhls ist ebenso wie ihr Torso parallel zur Bildebene positioniert. Das Gesicht ist dem Betrachter zugewandt, die nach links gerichteten Augen blicken ihn scheinbar an [sehr ungewöhnlich für die damalige Darstellungsweise]. Sie hat volle Wangen, eine breite Stirn und keine (!) Augenbrauen. Der linke Mundwinkel des geschlossenen Mundes deutet ein Lächeln an. Die linke Hand umgreift die linke Armlehne und die schlanken Finger der Rechten ruhen anmutig auf der Linken. Auf ihrem Haar liegt ein feiner, durchsichtiger Schleier, ihr Kleid fällt in schlichten Falten, den Mantel hat sie sich über die linke Schulter gelegt.“

Donald Sassoon, Da Vinci und das Geheimnis der Mona Lisa, 2006[4]

Identifizierung des Modells

Einige Forscher nehmen zwar an, dass Leonardo keine reale, sondern eine ideale Person gemalt habe. Die Mehrheit geht jedoch von anderen Theorien aus:

Lisa-del-Giocondo-Theorie

Die traditionelle Identifizierung des unsignierten und nicht datierten Porträts als das der Lisa del Giocondo geht auf Giorgio Vasari zurück[5], den ersten Biografen der neuzeitlichen Kunstgeschichte aus dem 16. Jahrhundert. Er hielt fest, dass Leonardo nach seiner Rückkehr nach Florenz, also in den Jahren zwischen 1500 und 1506, ein Porträt der Lisa del Giocondo, der dritten Gemahlin des Florentiner Kaufmanns und Seidenhändlers Francesco di Bartolomeo di Zanobi del Giocondo, gemalt habe. Ferner behauptet er, dass Leonardo das Porträt vier Jahre später immer noch nicht vollendet und das noch unfertige Bild auch nicht an seinen Auftraggeber Francesco del Giocondo übergeben, sondern für sich behalten habe. Lisa del Giocondo wurde 1479 als Tochter von Antonio Maria di Noldo Gherardini geboren und heiratete Francesco am 5. März 1495. Die Mona Lisa wäre nach dieser Theorie im Frühjahr 1503 von Francesco del Giocondo anlässlich des Kaufs eines neuen Hauses und der komplikationslosen Geburt eines Kindes in Auftrag gegeben.

Heidelberger Eintrag

Randbemerkung in der Heidelberger Inkunabel, die 2008 Aufsehen erregte

Gestützt wird der Bezug zu Lisa del Giocondo durch eine Entdeckung, die man 2008 machte: Bei der Katalogisierung eines Frühdrucks der Universitätsbibliothek Heidelberg (Signatur D 7620 qt. INC) wurde der handschriftliche Eintrag des florentinischen Kanzleibeamten Agostino Vespucci vom Oktober 1503 gefunden, der unter anderem davon berichtet, dass Leonardo ein Porträt der Lisa del Giocondo angefertigt habe.[6][7][8][9].

Allerdings haben einige Historiker auch nach dem Fund dieses Eintrags die Identifizierung der Mona Lisa als Lisa del Giocondo in Frage gestellt und nach anderen Fährten gesucht. Diese Skepsis erklärt sich aus der Tatsache, dass die Randnotiz des Agostino Vespucci nicht belegt, dass wirklich die Rede von dem als „Mona Lisa“ bekannten Gemälde ist; sie könnte sich auf andere Gemälde beziehen, sogar auf solche, die der Wissenschaft nicht bekannt sind oder einem anderen Maler zugeschrieben wurden[10] (s.u., Isabella-von-Aragon-Theorie).

Isabella-von-Aragon-Theorie

Eine weitere sehr verbreitete Theorie besagt, dass es sich bei der Frau auf dem Bild um die Herzogin Isabella von Aragon handelt. Sie war die Enkelin des Königs von Neapel und Witwe des Herzogs von Mailand. Beide (Leonardo und Isabella) lebten gegen Ende des 15. Jahrhunderts am Hofe von Mailand.[11] Hierfür sprechen einige Indizien:

1. Bandverschlingungen am Kleid der Mona Lisa (Borte im Dekolleté-Bereich): Der deutsche Kunsthistoriker Wilhelm von Bode kannte bereits das „Markenzeichen“ der Mailänder Akademie Leonardo da Vincis[12][13], das komplexe Muster aus Bändern und Knoten[14]. Da Leonardo spätestens mit dem Einmarsch der Franzosen die Akademie auflöste, müsste auch das Bandmuster als Markenzeichen verschwunden sein. In der Tat gibt es kaum noch Gemälde des Malers oder seiner Akademieangehörigen, die diese speziellen Muster zeigen (generell hat sich Leonardo seit dieser Zeit immer weniger mit der Malerei beschäftigt[15]). Dieses Faktum spricht dafür, dass das Gemälde noch vor 1499 erstellt wurde und zudem eine Person zeigen muss, die dem Haus Sforza-Visconti angehört oder diesem nahe steht. Das Bandmuster ist auch auf anderen berühmten Gemälden und Malereien Leonardos zu erkennen, nämlich dem „Ritratto di Dama“ und der „Dame mit dem Hermelin“ – außerdem verwendete da Vinci das Muster bei der Ausgestaltung des „Sala delle Asse“[16] im Castello Sforzesco zu Mailand.

2. Der Weg als „kodifizierte“ Visconti-Schlange: Auf der linken Seite des Bildes schlängelt sich ein Weg durch die Landschaft, dessen Form das Wappentier des Hauses Sforza-Visconti symbolisieren könnte - eine Interpretation, die bereits in der italienischen Zeitung Corriere della Sera[17] diskutiert wurde. Auch dies würde dafür sprechen, dass es sich bei der Mona Lisa um die Portraitierung einer Angehörigen des Hauses Sforza handelt.

Die Mona Lisa und das Wappen der Visconti

3. Die Lisa-del-Giocondo-Theorie führt als Grund für den Portrait-Auftrag ein freudiges Ereignis an (s.o.), allerdings trägt die Mona Lisa - wenn auch nur sehr dezent berücksichtigt - einen Trauerschleier, der entlang des Haaransatzes erkennbar ist, und auch die entsprechende Kleidung, wobei von der zweiten, abgemilderten Trauerphase auszugehen ist[18]. Als sich Isabella von Aragon im Winter 1488/Frühjahr 1489 von Neapel auf den Weg zu ihrem zukünftigen Gatten nach Mailand machte, trug sie Trauerkleidung, da sie den kürzlichen Tod ihrer Mutter zu beklagen hatte - nach Maike Vogt-Lüerssen wurde Isabella von Aragon von Leonardo da Vinci im Mai 1489 in Pavia portraitiert, als sie immer noch - nach dem damaligen Brauch - Trauerkleidung zu tragen hatte[19]. Die Fotobibliothek der Universität Bologna führt ein Bilddokument[20], das ein Portrait der Isabella von Aragon ebenfalls in Trauerkleidung zeigt, wobei die Datierung wohl auf das Jahr 1494 fällt, also das Jahr, in dem sowohl ihr Gatte als auch ihr Großvater starben.

4. Durch mehrere Quellen ist eine enge Beziehung zwischen Isabella von Aragon und Leonardo da Vinci belegt. Eine erste Zusammenkunft der beiden stellte die Vorführung Leonardos anlässlich der Hochzeit von Isabella und Gian Galeazzo II. Maria Sforza im Jahr 1489, das „Festa del Paradiso“, dar. Ludovico Sforza, der das Paar Gian Galeazzo II. und Isabella nach Pavia und Vigevano (mehr oder weniger) exilierte[21] und in Mailand die tatsächlich Herrschaft ausübte, sendete Leonardo da Vinci gelegentlich an diese Orte, um Arbeiten künstlerischer, technischer und architektonischer Natur durchzuführen[22]. Ebenso ist belegt, dass durch das Eintreffen der ehrgeizigen Beatrice d'Este (der Frau Ludovico Sforzas) in Mailand sich im Wesentlichen zwei parallele Höfe mit entsprechendem Gefolge (Künstler) bildeten, und Leonardo - trotz der guten Beziehung zu Ludovico Sforza - eher dem Hofe Isabellas von Aragon zuzuordnen war.

5. Die relativ junge Diskussion rund um eine „Nacktversion“ der Mona Lisa[23]: Sollten beide Bilder von Leonardo stammen, könnte dies auf eine öffentliche und eine private Version des Bildes hinweisen. Immerhin würde es die Gerüchte widerlegen, dass es sich bei der Mona Lisa um ein Selbstportrait oder ein Gemälde eines angeblichen schwulen Geliebten handelt (Salaí, s.u.), zweitens würde es eine intimere Beziehung zwischen der Portraitierten und dem Maler und damit die Isabella-von-Aragon-Theorie untermauern.

6. Bereits das italienische Fernseh-Dokumentarspiel „La Vita di Leonardo da Vinci"[24] aus dem Jahr 1971 wirft bei der Bewertung der Mona Lisa die Frage auf, warum Leonardo da Vinci für die Portraitierung einer florentinischen Kaufmannsfrau eine lombardische Hintergrundlandschaft gewählt habe, was ein weiterer Grund sei, die populäre Identifizierung der Mona Lisa in Frage zu stellen. Der Hintergrund spräche wiederum für Mailand oder Pavia, wo sich Isabella von Aragon und Leonardo da Vinci (im dortigen Castello Visconteo) oft gemeinsam aufhielten[25].

7. Leonardo da Vinci war seit den frühen 1490ern ein „Starkünstler“, bezog in Mailand als herzoglicher Angestellter ein mehr als überdurchschnittliches Gehalt[26] und wurde von Königen (dem französischen König Ludwig XII. und dessen Nachfolger), Fürsten (u.a. Isabella d’Este) und Staatsräten (u.a. der Signoria von Florenz und Vendig) umworben. Sich von einem Leonardo portraitieren zu lassen, war also keine Allerweltssache, sondern eine kostspielige Angelegenheit. Portraitmalerei war kein Sujet mehr, mit dem sich ein Leonardo da Vinci noch zu einem Zeitpunkt abgegeben hätte, als er als Militäringenieur in den Diensten des Papstsohns Cesare Borgia stand (1502-1503[27]), es sei denn, Francesco del Giocondo war bereit, viel Geld dafür zu bezahlen; ein anderer Grund wäre, dass Leonardo das Bild aus Gefälligkeit erstellte, wobei die Anfrage wahrscheinlich über den Vater Ser Piero da Vinci kam, einen Notar mit guten Kontakten. Von Leonardo da Vinci portraitiert zu werden, war für eine florentinische Kaufmannsfrau eine unvergleichliche Ehre. Das oben genannte Heidelberger Dokument belegt, dass es einen solchen Auftrag gegeben hat – es sagt nicht, wie das Bild aussah, und auch nicht, dass Leonardo es einbehalten habe (warum sollte er auch?). Vor allem wird Francesco del Giocondo es mit Nachdruck eingefordert haben, sofern er dafür viel Geld hat bezahlen müssen. Wenn Leonardo ein Portrait für del Giocondo erstellt und es an den Auftraggeber ausgehändigt haben sollte, dürfte es mittlerweile unauffindbar sein, falls es überhaupt noch existiert. Leonardo signierte seine Werke nicht bloß mit seinem Namen, sondern identifizierte sich durch einen bestimmten Stil und durch eine spezifische Symbolik - eben verschlüsselt, wie man es von einer Person erwarten kann, die in Spiegelschrift schrieb. Ein möglicher Besitzer des Gemäldes dürfte sich darüber wahrscheinlich nicht einmal im Klaren sein, wenn er ein entsprechendes Gemälde besäße. Gemälde, die wohl aus der Hand Leonardos stammen und der Forschung bisher unbekannt waren, tauchen immer wieder auf: der Fall „La Bella Principessa“[28][29] ist wohl einer der jüngsten und bekanntesten.

8. Die verblüffende Ähnlichkeit zwischen der Mona Lisa und einer Nachfahrin der Isabella von Aragon: Basierend auf der Arbeit von Maike Vogt-Lüerssen, veröffentlichte die italienische Zeitung La Nazione einen Bericht[30] über die Isabella-von-Aragon-Theorie und bezog sich unter anderem auf das Argument der Ähnlichkeit zwischen Constanza Colonna und ihrer Vorfahrin Isabella von Aragon. Siehe hierzu auch Maike Vogt-Lüerssens Theorie, dass Leonardo da Vinci und Isabella von Aragon eine (heimliche) Ehe eingegangen sind[31]. Dass Leonardo da Vinci das Bild für sich behielt und eventuell bewusst Fehlinformationen über die Identität der Dame streute, könnte dies untermauern. Ein Bild, welches angeblich nie fertiggestellt wurde, wäre zudem eine Vorsichtsmaßnahme gegen den Besitzanspruch von Seiten eines adeligen Auftrag- oder Gastgebers. Der oben zitierte Dokumentarfilm „La Vita di Leonardo da Vinci" greift diese These in einer Szene auf, in der Ludwig XII. und der Maler im französisch besetzten Mailand zusammentreffen und Leonardo eine nähere Prüfung des Gemäldes durch den König mit dem Argument verhindert, es sei noch nicht fertig.

Die Isabella-von-Aragon-Theorie wurde durch Robert Payne[32] populär und im Jahr 2003 von der Historikerin Maike Vogt-Lüerssen wieder aufgegriffen und weiter entwickelt, wobei die unter den Punkten 1, 3, 4, 6 und 8 genannten Fakten Schwerpunkte ihrer Argumentation bilden[33].

Salaí-Theorie

Eine weniger verbreitete Identifizierung basiert auf der mutmaßlich homosexuellen Orientierung Leonardos. Bereits 1476 wurde ihm vorgeworfen, sich an dem 17jährigen Jacopo Saltarelli vergangen zu haben, was jedoch nicht eindeutig geklärt wurde. Leonardo soll 1490 derartigen Gefallen an dem zehnjährigen männlichen Nacktmodell Gian Giacomo de Caprotti alias Andrea Salaino Florentine (1480–1524) gefunden haben, dass er diesen adoptierte und insgesamt zwanzig Jahre (bis zu seinem Tod 1519) mit ihm zusammenlebte.[34] Wegen Caprottis Neigung zum Lügen und Stehlen änderte Leonardo dessen Spitznamen von „Salaino“ auf „il Salaí“ (= die Ausgeburt/Brut des Teufels) oder auf Französisch „mon Salai“.[35] Die Engelsgeduld, mit der Leonardo die Marotten des Jungen ertrug, könnten sich auch dadurch erklären, dass Salaí ein (anderer) unehelicher Sohn seines Vaters Ser Piero und damit Leonardos Halbbruder, nicht jedoch sein Geliebter war[36]. Salaí verhielt sich teilweise wie ein Junior-Chef in Leonardos Akademie und dies erregte mit Sicherheit - in Kombination mit den bekannten Verhaltensproblemen - Neid und Aggressionen bei den Mitarbeitern. Selbst wenn Giorgio Vasari mit seinem Begriff „Mona Lisa“ eine Buchstabenumstellung für „mon Salai“ gewählt hat, um indirekt die auf dem Bild dargestellte Person mit Caprotti zu identifizieren, so bleibt doch festzuhalten, dass dieses nur die Ansicht Vasaris wiedergeben würde, der Leonardo nie persönlich kennenlernte. Weitere Spekulationen in dieser Richtung sind vom Louvre im Februar 2011 zurückgewiesen worden.[37].

Weitere Theorien

Von anderen Forschern wird vermutet, es könne sich bei der dargestellten Person um die Favoritin von Giuliano I. de Medici handeln, eine gewisse Pacificia Brandano[38], oder um eine der Mätressen von Charles d’Amboise oder auch um Isabella d’Este, die Marquise von Mantua.
Wieder andere merken an, dass die Mona Lisa dem Selbstportrait ihres Schöpfers ähnlich sehe, er sich also eigentlich selbst gemalt habe. Wahrscheinlicher wäre in diesem Zusammenhang allerdings, dass Leonardo seine Mutter porträtiert hat.[39]

Geschichte

Von Franz I. bis Napoleon

Leonardo verkaufte das Bild kurz vor seinem Tod an König Franz I., der es im Schloss Amboise aufbewahrte. In der folgenden Zeit kam das Gemälde nach Fontainebleau, Paris und schließlich nach Versailles in die Sammlung von Ludwig XIV.

Nach der französischen Revolution bekam das Bild eine neue Heimat im Louvre. Napoleon nahm es von dort mit und hängte es in sein Schlafzimmer. Nach der Verbannung Napoleons kam die Mona Lisa zurück in den Louvre.

Diebstahl

Camille Corots Frau mit einer Perle nahm vorübergehend den Platz der Mona Lisa ein

Am 21. August 1911 wurde das Bild von dem 31-jährigen italienischen Handwerker Vincenzo Peruggia, der im Louvre tätig war, gestohlen. Er hatte sich in einem Schrank versteckt, über Nacht im Museum einschließen lassen, das Bild aus dem Rahmen gelöst und am Folgetag unter seinem Mantel verborgen aus dem Museum geschmuggelt.[40]

Zunächst gerieten der Dichter Guillaume Apollinaire und der Maler Pablo Picasso in den Verdacht, die Mona Lisa gestohlen zu haben. Am 30. August 1911 hatte sich Géry Pieret, der zeitweise bei Apollinaire gewohnt hatte, gegenüber einer Pariser Zeitung als Dieb von Skulpturen offenbart, die er aus dem Magazin des Museums gestohlen und an „einen Maler“ verkauft habe, und der Zeitung eine davon zurückgegeben. Wenige Tage später brachte Picasso zwei weitere dieser Skulpturen, die er über Apollinaire von Pieret gekauft hatte, nach Zusage der Anonymität ebenfalls in die Zeitung zurück. Als sie am 6. September 1911 darüber berichtete, nahm die Polizei, die inzwischen Pierets Verbindung zu Apollinaire ermittelt hatte, den Dichter fest. Im Verhör zog er zur eigenen Entlastung auch Picasso in die Sache hinein. Dieser wurde daraufhin am 9. September 1911 ebenfalls verhört, wenn auch nicht festgenommen.[41] Obwohl Pieret vom Diebstahl der Mona Lisa keine eigene Kenntnis hatte, kündigte er außerdem an, ein anderer Dieb werde bald auch die Mona Lisa zurückbringen. Das Gericht konnte aber schließlich weder Apollinaire noch Picasso eine Mittäterschaft an dem Diebstahl der Skulpturen oder gar der Mona Lisa nachweisen und die Künstler wurden freigesprochen.

Weitere Ermittlungen der Polizei verliefen ins Leere, der Diebstahl blieb mehr als zwei Jahre lang ungeklärt. Für den Louvre bedeutete er einen Riesenskandal. Die Regierung entließ den Museumsdirektor und drei Wochen lang beherrschte die Geschichte die Titelseiten der Zeitungen. Viele Bürger gingen in den Louvre, um sich die leere Stelle an der Wand anzusehen, während fliegende Händler vor dem Louvre Postkarten und Reproduktionen der Mona Lisa verkauften.

Um die leere Stelle zu füllen, wurde Raffaels Bild Baldassare Castiglione, ein stark von der Mona Lisa beeinflusstes Werk, an ihren Platz gehängt. Im März 1912 erwarb der Louvre Camille Corots Frau mit einer Perle, die bekannteste moderne Hommage an Leonardos Mona Lisa. Im Jahr 1913 wurde die Mona Lisa nicht mehr im Katalog des Louvre geführt.

Bisher hatte der Dieb die Mona Lisa wenige Meter vom Louvre entfernt in seiner Wohnung in einem Loch in der Wand versteckt, letztlich aber wollte er sie „heim“ nach Italien bringen. Am 12. Dezember 1913 versuchte er daher, das Bild in Florenz an den Kunsthändler Alfredo Geri zu verkaufen. Geri erhielt einen mit „Leonardo“ unterzeichneten Brief, in dem der Schreiber behauptete, das Gemälde an Italien „zurückgeben“ zu wollen, und 500.000 Lire zur Deckung seiner „Unkosten“ verlangte. Geri informierte Giovanni Poggi, den Direktor der Uffizien, und bekundete sein Interesse. Peruggia kam nach Florenz und zeigte das Bild in seinem Hotelzimmer. Geri und Poggi untersuchten es und fanden auf der Rückseite die korrekte Inventarnummer des Louvre. Später verglichen sie mit Hilfe einer Fotografie des Originals die Risse und waren sich nun sicher, dass sie das Original vor sich hatten. Sie überredeten Peruggia, in seinem Hotel auf das Geld zu warten, und riefen die Polizei. Die Reaktion der Öffentlichkeit war heftig. Italienische Nationalisten verlangten, dass „ihre“ Mona Lisa „zu Hause“ bleiben solle. Die italienische Regierung versicherte zwar, dass sie die Mona Lisa an den Louvre zurückerstatten werde. Zuerst aber ging das Gemälde auf Tournee und wurde in Florenz, Rom und Mailand ausgestellt. Es reiste in einer eigens angefertigten, gepolsterten Kiste und mit Ehrenwache. Schließlich kehrte die Mona Lisa mit einer großen Staatszeremonie wieder nach Paris zurück.

Der Prozess gegen Peruggia war eine Enttäuschung für die sensationsgierige Öffentlichkeit, denn der Täter erwies sich lediglich als Gelegenheitskrimineller, nicht als spezialisierter Kunstdieb. Peruggia wurde zu einer Haftstrafe von nur sieben Monaten verurteilt.

Die öffentliche Aufregung hatte der Mona Lisa einen hohen Wiedererkennungswert beschert. War das Bild schon vor dem Diebstahl bekannt gewesen, so wurde es nun nach seinem Verschwinden wirklich berühmt.

Zweiter Weltkrieg

Nach der Einnahme Frankreichs durch die deutsche Wehrmacht im Juni 1940 befürchteten die Kuratoren des Louvre, dass der von Hitler beauftragte Kunsthistoriker Herrmann Voss mit Unterstützung von Hermann Göring ausgewählte Kunstwerke für das geplante Museum bei Linz konfiszieren könnte. So wurden schon vor der Besetzung von Paris die wertvollsten Kunstwerke des Louvre in Sicherheit gebracht. Die Mona Lisa wurde zunächst wie zahlreiche andere Werke des Louvre 1938 auf das Schloss Chambord gebracht, danach während des Sitzkrieges in einem versiegelten Lieferwagen in ein Schloss bei Souvigny nahe Le Mans und am 5. Juni 1940 weiter südlich in die Abtei Loc-Dieu bei Villefranche-de-Rouergue im Midi.[42] Nachdem im August 1944 Paris befreit worden war, konnte die Mona Lisa in den Louvre zurückkehren. Zuvor wurde sie aber noch ausgewählten Gästen gezeigt, wie zum Beispiel den chinesischen Delegierten der Pariser Friedenskonferenz. Ihren Platz im Louvre konnte die Mona Lisa erst im Oktober 1947 wieder einnehmen, ein Ereignis, das in den Medien gebührend gefeiert wurde.

Attentate

Im Jahr 1956 hatte das Bild zwei Attacken zu überstehen. Im ersten Fall schüttete ein Unbekannter Säure auf das Porträt. Dabei wurde die untere Hälfte des Bildes schwer beschädigt.

Am 30. Dezember 1956 warf ein obdachloser bolivianischer Tourist namens Ugo Villegas einen Stein auf das Porträt, nachdem er es stundenlang angestarrt hatte, und zertrümmerte dabei die Glasplatte und die Malschicht am linken Ellbogen bis auf die Grundierung.[43] Die Stelle wurde vom Restaurator Jean Gabriel Goulinat mit Wasserfarben ausgebessert. Seitdem wird das Bild hinter Panzerglas ausgestellt.

Tourneen

1961 besuchten US-Präsident John F. Kennedy und seine Gattin Jacqueline Charles de Gaulle, um die amerikanisch-französischen Beziehungen zu verbessern. Jacqueline Kennedys fließendes Französisch und ihre Kenntnisse der französischen Kultur nahmen de Gaulle so für sich ein, dass er dem Vorschlag zustimmte, die Mona Lisa in den USA auszustellen. Die Kuratoren des Louvre waren entsetzt, doch die französische Regierung ließ sich diese symbolische Geste nicht mehr ausreden. Eine Motorradeskorte begleitete das Bild nach Le Havre. An Bord des Luxusliners SS France wurde die Mona Lisa in eine eigens vorbereitete Kabine der ersten Klasse gebracht und in einer unsinkbaren Kiste verstaut.

Am 8. Januar 1963 wurde das Bild im Rahmen einer Party in Washingtons National Gallery of Art in Empfang genommen. Außer in Washington wurde es auch im New Yorker Metropolitan Museum of Art ausgestellt. Dabei kam es zu einem Zwischenfall, der erst durch die Veröffentlichungen der Memoiren des Museumsdirektors Thomas Hoving bekannt wurde: Im Gemäldelager des Museums wurde versehentlich die Sprinkleranlage ausgelöst und eine ganze Nacht lang strömte Wasser über das Bild.[44] Die Zeitschrift The New Yorker rechnete aus, dass jeder der 1,6 Millionen Besucher das Porträt im Durchschnitt vier Sekunden lang anschauen konnte und dafür stundenlange Wartezeit in Kauf nehmen musste.[45]

Zehn Jahre später, 1973, ging das Bild, wieder gegen den Widerstand der Kuratoren, nach Japan. Während der ersten Woche in Tokio kamen täglich 18.000 Menschen, um das berühmte Kunstwerk mit eigenen Augen zu sehen. Ein wesentlicher Unterschied zu der USA-Tournee war der, dass die Mona Lisa in Japan intensiv in der Werbung genutzt wurde. Auch nach ihrer Rückkehr hielt diese Verwendung in der Werbung an. Auch Maler verwendeten das berühmte europäische Bild für ihre eigenen Zwecke. Es gab sogar Künstler, deren Gesamtwerk aus nichts anderem als aus Variationen über das Thema Mona Lisa bestand.[46]

Von Tokio ging die Mona Lisa auf Wunsch der französischen Regierung nach Moskau, um eine Entspannung der Beziehungen zur Sowjetunion zu fördern.

Gegenwart

Andrang vor der Mona Lisa im Louvre in Paris

Als die Mona Lisa wieder in Frankreich war, wurde das Gemälde mit kugelsicherem Panzerglas versehen. Außerdem wurden Schilder aufgestellt, die Besuchern den kürzesten Weg durch den Louvre zur Mona Lisa wiesen.

Maltechnik

Wie in vielen anderen seiner Arbeiten wandte Leonardo auch in diesem Bild die von ihm perfektionierte Sfumato-Technik sowohl beim Hintergrund als auch bei Gesichtsdetails an. Durch Sfumato, was aus dem Italienischen übersetzt „neblig“ oder „verschwommen“ bedeutet, wirkt der Hintergrund wie durch einen Dunst oder Rauchschleier wiedergegeben. Im Antlitz wird diese Technik in den sehr weichen, fast verschwimmenden Hell-Dunkel-Übergängen an den Rundungen des Kopfes, an den Augenwinkeln und dem rechten Mundwinkel (aus der Sicht des Betrachters) deutlich.

Besonderheiten

Wirkung

Leonardo hat seine Mona Lisa „mit einem beunruhigenden Fehlen von normaler Sinnlichkeit betrachtet, so erscheint sie zugleich verführerisch und kalt, schön und zurückweisend. Das Bild hat keine sehr großen Ausmaße, wirkt aber auf den Beschauer monumental in seinem Verhältnis von Person und Hintergrund. Diese Monumentalität steigert zugleich den Eindruck von Charme und Frostigkeit, so daß die Mona Lisa Jahrhunderte hindurch von Männern sowohl mit Entzücken als auch mit rätselhaftem Erstaunen oder sogar mit etwas wie Furcht betrachtet wurde.“[47]

Noch schwärmerischer und pathetischer drückte sich 1869 Walter Pater aus. Er nannte die Mona Lisa „eine Schönheit, in die die Seele mit all ihren Krankheiten eingegangen ist! [...] Alle Gedanken und Erfahrungen der Welt haben ihre Spuren dort eingegraben ... die Sinnlichkeit Griechenlands, die Wollust Roms, der Mystizismus des Mittelalters ... die Wiederkehr der heidnischen Welt, die Sünden der Borgia.“[48]

Ambiente und Farbe

„Keines der Gemälde Leonardos gibt die Tiefe und den Dunst der Atmosphäre vollkommener wieder als der Hintergrund der Mona Lisa, der die Luftspiegelung in höchster Vollendung darstellt.“[49] Das Bild sieht heute allerdings anders aus als ursprünglich: „Früher gab es an beiden Seiten kleine Säulen, die später weggeschnitten wurden[50] und die deutlich machten, daß die junge Frau auf einem Balkon saß, während sie jetzt mitten im unbestimmten Raum weilt. Die Farben des Gesichts, das feine Rot, das Vasari erwähnt, sind ebenfalls nicht mehr sichtbar. Der gedunkelte Firnis hat die feinen Abtönungen verändert und ruft heute einen gedämpften Ton wie bei Unterwasseraufnahmen hervor“.[51]

Augen

Augen

Eine besondere Wirkung bekommt das Bild durch einen Trick Leonardos. Er malte das Bild mit zwei verschiedenen Fluchtpunkten (Perspektiven) – einen für den Hintergrund und einen für die Figur. Dem Betrachter fällt das nicht sofort auf; er hat nur das Gefühl, dass hier irgendetwas nicht stimmt.

Revolutionär war seinerzeit die Darstellung des Silberblicks, also der nicht exakt gleich gemalten Augen, die dem Betrachter das Gefühl vermitteln, die Person auf dem Bild blicke ihn direkt an (und zwar unabhängig davon, ob er unmittelbar vor dem Bild steht oder seitlich davon).

Beim Abdecken der jeweiligen Gesichtshälfte lässt sich feststellen, dass die linke Seite die passive (kein Lächeln, kaum Schatten, schwammiger Hintergrund), die rechte Seite die aktive Gesichtshälfte ist (Lächeln, Schatten, aktiver Blick, klarer Hintergrund mit Mensch, Brücke und Haus).

Befremdlich ist für den heutigen Betrachter auch, dass die Mona Lisa keine Augenbrauen hat. Zwar entsprach es dem damaligen Schönheitsideal, wenn Frauen sich die Augenbrauen rasierten, jedoch stellte der französische Forscher Pascal Cotte auf hochaufgelösten Scans fest, dass die Pigmente der Augenbrauen und Wimpern im Laufe der Zeit lediglich verblasst waren.[52]

Lächeln

Mund

Das geheimnisvolle Lächeln der Mona Lisa irritiert viele Menschen. Während einige Untersuchungen auf eine Bell-Parese als mögliche Ursache hinweisen, stellt Borkowski 1992 fest, dass manche Menschen zuweilen ähnlich lächeln, wenn sie ihre Schneidezähne verloren haben.[53]

Der Schriftsteller Theophile Gautier machte die Mona Lisa zu einer romantischen Ikone des Weiblichen, indem er um 1858 über sie schrieb:

… aber ihr Ausdruck, weise, tief, samtig und voller Versprechungen, zieht euch unwiderstehlich an und vergiftet euch, während der sinnliche, schlangenhafte [...] Mund euch mit soviel Süße, Anmut und Überlegenheit verspottet, daß man sich ganz schüchtern fühlt, wie ein Schuljunge vor einer Herzogin.[54]

Eine ähnliche Vision formulierte einige Jahre später der englische Essayist Walter Pater in der wohl bekanntesten Beschreibung des Gemäldes:

Die Gestalt, die hier so seltsam neben den Wassern auftaucht, drückt die Erfüllung eines tausendjährigen Begehrens des Mannes aus. Es ist eine Schönheit […], in welche die Seele mit all ihrem kranken Sinnenleide hineingeflossen ist! […] Gleich dem Vampyr hat sie schon viele Male sterben müssen und kennt die Geheimnisse des Grabes; sie tauchte hinunter in die See und trägt der Tiefe verfallenen Tag in ihrem Gemüt.[54]

Im September 2006 haben französische und kanadische Kunstwissenschaftler einen weiteren möglichen Grund für das Lächeln der Mona Lisa gefunden. Mit Hilfe spezieller Infrarot- und 3D-Technologien durchleuchteten sie die Farbschichten. Dabei fiel den Forschern auf, dass das Kleid der Mona Lisa von einem dünnen, transparenten Schleier umhüllt ist, der mit bloßem Auge nicht zu erkennen war. Bruno Mottin vom französischen Zentrum für Forschung und Restauration hat diese Information auf einer Pressekonferenz im kanadischen Ottawa bekannt gegeben. Gemäß seiner Erklärung ist diese Art von Schleier typisch für jene Frauen, die im frühen 16. Jahrhundert in Italien schwanger waren oder gerade ein Kind zur Welt gebracht hatten.[55] 2008 konnten Mady Elias und Pascal Cotte die Verwendung mehrerer Malschichten nachweisen: mehrere Schichten mit Umbra und eine Grundierung mit Bleiweiß und ein Prozent Zinnober.[56].

Medizinische Aspekte

Hände

Auch der belgische Medizinprofessor Jan Dequeker, der es sich zum Hobby gemacht hat, auf Gemälden nach Anzeichen von Krankheiten zu forschen, untersuchte das Bild. Er erkannte einen gelben Fleck im linken Augenwinkel als Xanthelasma, eine Anhäufung von Cholesterin unter der Haut, sowie eine Schwellung der rechten Hand als subkutanes Lipom und diagnostizierte Hyperlipidämie, eine erbliche Krankheit, die ein ernster Risikofaktor für eine Herzkrankheit ist und zu einem frühen Tod führt.[57] Da Hyperlipidämie vererbt wird, die sonstigen Familienmitglieder der Mona Lisa aber deutlich länger lebten als sie, gehen andere Quellen davon aus, dass anstelle von Hyperlipidämie eher Hypercholesterinämie in Frage komme, weil dies mit einer normalen Lebensdauer vereinbar sei.[53]

Rezeption

In der bildenden Kunst

Das Gemälde ist eine der Ikonen des 20. Jahrhunderts: Zahlreiche Künstler haben Verfremdungen und Überarbeitungen des Originals kreiert. Dazu gehörten unter anderem:

  • Eugène Bataille (Sapeck) in Le Rire, 1887
  • Kasimir Malewitsch („Sonnenfinsternis mit Mona Lisa“), 1914
  • Marcel Duchamp („L.H.O.O.Q.“ – „Elle a chaud au cul“ = Ihr ist heiß am Hintern) 1919[58] sowie „L.H.O.O.Q. rasée“, 1965[59] - Mit Duchamp (schon damals einer der führenden Bilderstürmer in der Kunstwelt) und seiner mit Schnurr- und Kinnbart versehenen Kopie der Mona Lisa brach die traditionelle, überidealisierte Leonardoverehrung endgültig zusammen. Erst danach war es möglich, die menschlichen und ästhetischen Qualitäten des Künstlers objektiver zu würdigen.
  • Fernand Léger („La Joconde aux clefs“), 1930[60]
  • Philippe Halsman („Dali as Mona Lisa“), 1954[61]
  • Fernando Botero („Mona Lisa, Age Twelve“), 1959
  • Andy Warhol („Thirty Are Better Than One“), 1963
  • Tom Wesselmann („Great American Nude No. 31“)
  • Paul Wunderlich („In tears“)
  • Robert Arnesons Skulptur („George [Washington] and Mona in the Baths of Coloma“), 1976
  • Joseph Beuys, Robert Rauschenberg und Jasper Johns[62].
  • Auch die Urenkelin von Henri Matisse, Sophie Matisse, beschäftigte sich mit der Mona Lisa. Sie schuf 1997 ein Gemälde, das nur den Hintergrund des da-Vinci-Gemäldes zeigt („The Monna Lisa (Be Back in 5 Minutes)“)[63].

2001 fand im Museo Ideale Leonardo da Vinci in Vinci (Italien) eine große Ausstellung unter dem Titel Leonardo in Azione e Poesia unter Beteiligung von 75 internationalen Künstler der visuellen und konkreten Poesie statt. Unter anderem waren beteiligt: Julien Blaine, Klaus Peter Dencker, Giovanni Fontana, Pierre Garnier, Eugen Gomringer, Klaus Groh, Allan Kaprow, Jiri Kolar, Ladislav Novak, K.B. Schäuffelen, Daniel Spoerri, Karel Trinkewitz, Ben Vautrier, Emmet Williams. Es erschien ein umfangreicher Großkatalog mit 375 Seiten.

In der Literatur

Durch ihre Berühmtheit wurde die Mona Lisa zum Gegenstand zahlreicher Parodien seitens der künstlerischen Avantgarde und zu einem Massenartikel der populären Kultur. In der Literatur wurde das „Lächeln der Mona Lisa“ zu einem feststehenden Begriff für undurchschaubares Verhalten. Literarisch bearbeitet haben das Bild folgende Schriftsteller:

  • D. H. Lawrence spielt in seiner Kurzgeschichte Reizende alte Dame (The Lovely Lady) auf die Mona Lisa an.
  • Lawrence Durrell tut in Justine das Gleiche.
  • Georg Heym schildert in Der Dieb die Geschichte eines Verrückten, der das Gemälde der Mona Lisa raubt und schließlich zerstört.
  • Mary McCarthy in Die Clique (The Group).
  • In seinen Memoiren Les mots (Die Wörter) verglich Jean-Paul Sartre das Lächeln der Mona Lisa mit dem seiner Großmutter.
  • Dan Brown in Sakrileg (The Da Vinci Code).
  • James Twining geht in seinem Thriller Das geheimnisvolle Siegel davon aus, dass die Mona Lisa im Louvre eine Fälschung (oder besser: eine Replik) ist und das Original von Napoleon versteckt wurde, während sie in seinem Besitz war.

In der Musik

  • Max von Schillings komponierte die 1915 uraufgeführte Oper Mona Lisa. Das Libretto von Beatrice Dovsky entstand anlässlich der Wiederauffindung des Gemäldes.
  • In einem Liedtext zieht Cole Porter in You're the Top die Mona Lisa als Vergleich heran: „You are the top... You are the tower of Pisa, you are the Smile on the Mona Lisa..
  • Nat King Cole hatte 1950 mit Mona Lisa einen Hit. Der Song stammt von Ray Evans (Lyrics) und Jay Livingston (Musik), die dafür 1951 einen ihrer Oscars bekamen. Er wird im Film Captain Carey, U.S.A. (1950) von Mitchell Leisen mit Alan Ladd verwendet und diente dort als Erkennungsmelodie von Partisanen im Kampf gegen deutsche Truppen im Italien des Zweiten Weltkriegs. Evans wollte ihn erst Prima Donna nennen, aber seine kunstsinnige Frau Wyn schlug Mona Lisa vor. „Mona Lisa, Mona Lisa haben Männer dich genannt, / Du ähnelst so sehr der Dame mit dem verzauberten Lächeln. /..../ Lächelst du, um zu verführen, Mona Lisa? Oder versteckst du so dein gebrochenes Herz?[64]
  • Bob Dylan bezeichnet im Jahr 1966 die Mona Lisa als „das berühmteste Stück Pappelholz der Welt“.
  • Britney Spears veröffentlichte 2005 auf einer Bonus-CD zur DVD Britney & Kevin: Chaotic einen Track mit dem Titel Mona Lisa, angereichert mit Anspielungen auf sich selbst und Madonna, sowie ein Musikvideo mit dem berühmten Gemälde zur Single Someday (I Will Understand)
  • Auf dem Debütalbum der Berliner Rock-Band Jennifer Rostock „Ins offene Messer“ wurde ein Song Mona Lisa benannt.
  • Kool Savas veröffentlichte auf seinem Album Tot oder lebendig einen Track mit dem Namen Mona Lisa. Kanye West's Flashing Lights Songtext besteht aus dem Wort Mona Lisa
  • Auf dem Album „Das 2. Gebot“ der Band Unheilig befindet sich ein Song namens Mona Lisa.

Film

  • Der deutsche Tonfilm Der Raub der Mona Lisa von 1931 lehnt sich stark an die Ereignisse von 1911 an. Willi Forst spielt darin den Dieb Vincenzo, der die Mona Lisa aus dem Louvre stiehlt, um seine Angebetete zu beeindrucken. Die aufsehenerregende „Heimkehr“ des Kunstwerks nach Italien und der Gerichtsprozess werden ebenfalls als Motive des Films verarbeitet.
  • Die Reisen der Mona Lisa. Ein Bild begeistert die Massen. Dokumentation, Spanien, Niederlande, Deutschland, Finnland, 2003, 50 Min., Buch: Dolores Genovés, Regie: Tony Hernandez, Produktion: Looks, arte, SWR, Inhaltsangabe von arte
  • In der Komödie Hudson Hawk wird zu Beginn ein unentschlossener Leonardo gezeigt, der sich über die malerische Umsetzung des „Lächelns“ Gedanken macht, da sein Modell („Liesl“) schiefe Zähne hat.
  • Beim The Da Vinci Code – Sakrileg ist es das erste Bild, das von Jacques Saunière als Spur für Sophie Neveu und Robert Langdon genutzt wird.
  • Mona Lisas Lächeln (2003) mit Julia Roberts. Eine Kunstdozentin bringt in den 1950er Jahren den Mädchen einer Elite-Uni (unter anderen Julia Stiles, Kirsten Dunst, Maggie Gyllenhaal) bei, eigenständig zu sein. Die Mona Lisa wird dort für folgenden Vergleich genutzt: Die jungen Frauen lächeln wie die Mona, doch genauso wenig wie bei ihr weiß man, ob sie wirklich glücklich sind.

Literatur

  • Walter Pater: The Renaissance. In: Fortnightly Review, 1869.
  • Robert Wallace: Leonardo da Vinci und seine Seit. 1452 - 1519 (ins Deutsche übertragen von Erich Moebes). Amsterdam 1968 (1966).
  • Thomas David: Leonardo da Vinci. Mona Lisa. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1997, ISBN 3-499-20840-7.
  • Jean-Pierre Mohan, Michel Menu, Bruno Mottin (Hrsg.): Im Herzen der Mona Lisa – Dekodierung eines Meisterwerks. Eine wissenschaftliche Expedition in die Werkstatt des Leonardo da Vinci in Zusammenarbeit mit dem Centre de Recherche et de Restauration des Musées de France. Schirmer/Mosel, München 2006, ISBN 3-8296-0233-2.
  • Charles Nichol: Leonardo da Vinci – Die Biographie. S. Fischer, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-10-052405-8.
  • Donald Sassoon: Mona Lisa, the history of the world’s most famous painting. Harper Collins, London 2001, ISBN 0-00-710614-9.
  • Donald Sassoon: Da Vinci und das Geheimnis der Mona Lisa. Gustav Lübbe, Bergisch Gladbach 2006, ISBN 3-7857-2232-X.
  • Manfred Wundram: Die berühmtesten Gemälde der Welt. Imprimatur Druck- und Verlagsgesellschaft, Bergisch Gladbach 1976.
  • Frank Zöllner: Leonardos Mona Lisa. Vom Porträt zur Ikone der Freien Welt. Klaus Wagenbach, Berlin 2006, ISBN 3-8031-2552-9.
  • Veit Probst: Zur Entstehungsgeschichte der Mona Lisa: Leonardo da Vinci trifft Niccolò Machiavelli und Agostino Vespucci. Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2008, ISBN 978-3-89735-538-5.
  • Roberto Zapperi: Abschied von Mona Lisa. Das berühmteste Gemälde der Welt wird enträtselt. übersetzt von Ingeborg Wagner, Verlag C. H. Beck, München 2010 ISBN 978-3-406-59781-7.

Weblinks

 Commons: Mona Lisa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Vgl. hierzu unten die Einleitung zum Abschnitt „Besonderheiten“.
  2. Frank Zöllner: Leonardo da Vinci, Mona Lisa: das Porträt der Lisa del Giocondo, Legende und Geschichte. Fischer, Frankfurt am Main 1994. ISBN 3-596-11344-X
  3. Lisa war 24 Jahre alt, als sie Leonardo 1503 das erste Mal Modell saß. Das bedeutete für die Vorstellung der Renaissance schon ein mittleres Alter.- Vgl. hierzu Robert Wallace, Leonardo da Vinci und seine Zeit. 1452-1519. Übersetzt von Erich Moebes. Amsterdam (1968)
  4. „Buch-Reviews: Da Vinci und das Geheimnis der Mona Lisa (Sassoon, Donald)“, Buchwurm.info, 10. Juni 2006
  5. Nichol, S. 457−469
  6. Mona Lisa – Heidelberger Fund klärt Identität. Presseerklärung der UB Heidelberg
  7. Mona Lisa war eine Kaufmannsgattin. In: Spiegel Online. 11. Januar 2008.
  8. Armin Schlechter (Bearb.): Die edel kunst der truckerey. Ausgewählte Inkunabeln der Universitätsbibliothek Heidelberg. Heidelberg 2005, Kat.20, S. 28-29
  9. Armin Schlechter: Vom Hineinschreiben in Bücher. Glossen und Marginalien als Teil der Überlieferung. In: Handschriften des Mittelalters. Die großen Bibliotheken in Baden-Württemberg und ihre Schätze. Hrsg. v. Staatsanzeiger-Verlag. Stuttgart 2007, S. 20-21.
  10. Vincent Delieuvin: Achtbare Gattin (German), Der Spiegel. 21 January 2008, S. 127. Abgerufen am 26 January 2009. 
  11. Maike Vogt-Lüerssen: Die Sforza III: Isabella von Aragon und ihr Hofmaler Leonardo da Vinci. Norderstedt: Books on Demand 2010, ISBN 978-3-8391-7110-3
  12. Giorgio Vasari: Das Leben des Leonardo da Vinci, Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2006 (Erstausgabe 1550), S. 20f.
  13. [1] „Emblem der Academia Leonardo da Vinci zu Mailand“. Der Originalkupferstich ist in der Veneranda Biblioteca Ambrosiana Mailand aufbewahrt.
  14. Wilhem von Bode: Studien über Leonardo da Vinci, G. Grote’sche Verlagsbuchhandlung, Berlin 1921, S. 110
  15. Clifford Bax: Leonardo da Vinci, Peter Davies, London 1932, S. 65f.
  16. [2] „Universal Leonardo: Sala delle Asse“
  17. Il rebus Monna Lisa: «È la Tigressa degli Sforza»? by Taino Danilo. In: Corriere della Sera 17. Oktober 2009.
  18. Maike Vogt-Lüerssen: Die Sforza III: Isabella von Aragon und ihr Hofmaler Leonardo da Vinci, Verlag Books on Demand GmbH, Norderstedt 2010, S. 31f.
  19. Maike Vogt-Lüerssen: Die Sforza III: Isabella von Aragon und ihr Hofmaler Leonardo da Vinci, Verlag Books on Demand GmbH, Norderstedt 2010, S. 24ff.
  20. [3] Fotobibliothek Universität Bologna (Bildnummer 33323): „Anonimo lombardo sec. XV/ XVI , Ritratto di Isabella d'Aragona Sforza duchessa di Milano“.
  21. Klaus Schelle: Die Sforza: Bauern-Condottieri-Herzöge. Geschichte einer Renaissancefamilie., Seewald Verlag, Stuttgart 1980, S. 160ff.
  22. Julia Cartwright: Beatrice d'Este, Duchess of Milan, 1475-1497, 5. Aufl., Dent/Putton, London/New York 1908, S. 60ff., 134-140
  23. So sah Leonardos „Mona Lisa“ nackt aus, von Welt.de. In: Die Welt 15. Juni 2009.
  24. [4]
  25. Maike Vogt-Lüerssen: Die Sforza III: Isabella von Aragon und ihr Hofmaler Leonardo da Vinci, Verlag Books on Demand GmbH, Norderstedt 2010, S. 34ff.
  26. Er erhielt neben Sachleistungen etwa 500 bis 2000 Dukaten jährlich (hierüber gehen die Meinungen auseinander: vgl. Mary Margaret Heaton: Leonardo da Vinci and his works, Macmillan & Co, London and New York 1874, S. 44ff. sowie den berühmten Leonardo-Forscher Martin Kemp: Leonardo, University Press, Oxford 2004, S. 24ff.). Zu jener Zeit war ein sehr gutes Leben bereits mit 300 Dukaten jährlich möglich (vgl. John P. McKay, Bennett D. Hill, John Buckler: A History of Western Society. Vol. 1: From antiquity to the Enlightenment, Houghton Mifflin, Boston 2002, S. 427). Die herzoglich-mailändischen Gesamteinnahmen lagen gegen Ende der 1490er Jahre bei jährlich etwa 700.000 Dukaten (vgl. Maike Vogt-Lüerssen: Die Sforza III: Isabella von Aragon und ihr Hofmaler Leonardo da Vinci, Verlag Books on Demand GmbH, Norderstedt 2010, S. 124). Natürlich relativiert sich dies durch die belegten Zahlungsschwierigkeiten des Ludovico Sforza, denn dieser war wohl den Sold von bis zu zwei Jahren säumig (vgl. Heinz Lüdecke: Leonardo da Vinci - Tagebücher und Aufzeichnungen, Paul List Verlag, Leipzig 1953, S. 887).
  27. Mary Margaret Heaton: Leonardo da Vinci and his works, Macmillan & Co, London and New York 1874, S. 164.
  28. The Real Thing?, von Milton Esterow. In: ARTnews Januar 2010.
  29. Da Vinci-Code entschlüsselt: Echtes Bild, falsche Frau?, von Ulli Tückmantel. In: RP Online 15. Oktober 2009.
  30. «Monna Lisa? Era milanese» La verità arriva dall' Australia, von Letizia Cini. In: La Nazione 14. Mai 2008.
  31. Maike Vogt-Lüerssen: Die Sforza III: Isabella von Aragon und ihr Hofmaler Leonardo da Vinci, Verlag Books on Demand GmbH, Norderstedt 2010
  32. Robert Payne: Leonardo, S. 137–149, London, United Kingdom: Robert Hale Ltd. 1979, ISBN 0 7091 7547 7
  33. Maike Vogt-Luerssen: Wer ist Mona Lisa? (German). Norderstedt, Germany: Books on Demand 2003, ISBN 3-8330-0647-1
  34. Walter Krämer, Michael Schmidt: Lexikon der Populären Listen: Gott und die Welt in Daten, Fakten und Zahlen. Zürich/München 1999, S. 17. Jim Provenzano: Romantic Notions: Leonardo da Vinci and Salai.
  35. Mona Lisa or Mon Salai? by Louie Parsons. In: Ovi magazine. 17. November 2006.
  36. Maike Vogt-Lüerssen: Die Sforza III: Isabella von Aragon und ihr Hofmaler Leonardo da Vinci, Verlag Books on Demand GmbH, Norderstedt 2010, S. 100ff.
  37. Mona Lisa gibt weiter lächelnd Rätsel auf , sueddeutsche.de, 8. Februar 2011, abgerufen am 18. Februar 2011
  38. So Roberto Zapperi in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung, s.u.a. Neue Spekulationen um zwei da Vinci-Gemälde. In: Hamburger Abendblatt vom 15. Oktober 2009.
  39. Roni Kempler: Who is the Mona Lisa?
  40. Eine Stadt in Trauer - Diebstahl der Mona Lisa 1911 aus dem Louvre[5] Berliner Zeitung vom 20. /21. August 2011
  41. Siehe auch Unter Verdacht
  42. Lynn H. Nicholas: Der Raub der Europa. Knaur Taschenbuch, 1997, S.119, 122.
  43. Peter Moritz Pickhaus: Kunstzerstörer. Rowohlt, 1988. auf Webseite allgemein zu Kunstvandalismus
  44. The Diary: Mona Lisa; Stewart Copeland; Bright Star; Looking For Eric; twins at the Tate Modern. In: The Independent. 15. Mai 2009.
  45. Margaret Leslie Davis: Mona Lisa in Camelot: How Jacqueline Kennedy and Da Vinci's Masterpiece Charmed and Captivated a Nation. Da Capo Press, 2008.
  46. Sassoon: Da Vinci und das Geheimnis der Mona Lisa.
  47. Robert Wallace, a.a.O., S.127.
  48. Zitiert nach Robert Wallace, a.a.O., S.140.
  49. Robert Wallace, a.a.O., S.140.
  50. Ob das Bild an beiden Seiten wirklich beschnitten wurde, ist umstritten: Die Tafel weist rundum einen vollständigen Malrand auf, was der Behauptung zu widersprechen scheint.
  51. Robert Wallace, a.a.O., S.126.
  52. Decke auf Knien der Mona Lisa entdeckt. In: Spiegel Online. 24. Oktober 2007.
  53. a b Paul Przybylowicz, Lisa Sweet: Art and Disease Lecture. Vorlesungsskript, Evergreen State College, PDF-Datei
  54. a b Zöllner: „Leonardo da Vinci: Mona Lisa
  55. Mona Lisa war schwanger. 20 Minuten, 27. September 2006
  56. Mady Elias, Pascal Cotte: Multispectral camera and radiative transfer equation used to depict Leonardo's sfumato in Mona Lisa. In: Applied Optics. Band 47, Heft 12, S. 2146-2154.
  57. „Mona Lisa war krank“ - Mediziner untersucht Gemälde. In: Handelsblatt, 11. Oktober 2006.
  58. marcelduchamp.net: L.H.O.O.Q
  59. L.H.O.O.Q. rasée, artnet.com, abgerufen am 1. Mai 2011
  60. „An array of Mona Lisa Adaptations“, Robert A. Baron
  61. „Salvador Dali as Mona Lisa“, flickr
  62. awaiz.net: Mona Lisa as Modern Lisa, abgerufen am 29. Oktober 2010
  63. „Sophie Matisse“, artnet.com
  64. Mona lisa, mona lisa, men have named you. Youre so like the lady with the mystic smile. ...Do you smile to tempt a lover, mona lisa? Or is this your way to hide a broken heart?



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