Lyndon B. Johnson
Lyndon Baines Johnson (1969)
Unterschrift von Lyndon B. Johnson

Lyndon Baines Johnson (* 27. August 1908 in Stonewall, Texas; † 22. Januar 1973 ebenda), oft mit LBJ abgekürzt, war von 1963 bis 1969 der 36. Präsident der Vereinigten Staaten. Er gehörte der Demokratischen Partei an und amtierte bereits von 1961 bis 1963 unter John F. Kennedy als Vizepräsident. Nach Kennedys Ermordung im November 1963 wurde Johnson im Anschluss selbst Präsident. Er regierte die verbleibenden 14 Monate von Kennedys Amtsperiode zu Ende, bevor er bei den Präsidentschaftswahlen im Jahr 1964 selbst mit deutlicher Mehrheit für eine volle Amtszeit in das Präsidentenamt gewählt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Politische Bedeutung

Innenpolitisch engagierte sich Johnson im Rahmen seines Programmes der Great Society (Große Gesellschaft) für die Bürgerrechte und die Bekämpfung der Armut. Unter seiner Führung wurden etliche bürgerrechtliche und soziale Reformen in den Vereinigten Staaten verabschiedet: Die Gleichberechtigung der Afroamerikaner wurde in einem nie da gewesenen Maße vorangetrieben, indem die Rassentrennung im gesamten Land gesetzlich für illegal erklärt und jegliche Diskriminierung von Schwarzen verboten wurde. Durch den Civil Rights Act von 1964 und den Voting Rights Act wurde der schwarzen Bevölkerung erstmals vollständige Gleichberechtigung verfassungsrechtlich zugesprochen. Darüber hinaus schaffte er es mit Hilfe seiner Sozialprogramme, die Zahl der in Armut lebenden US-Bürger während seiner fünfjährigen Präsidentschaft um etwa die Hälfte zu senken; das Medicare- und Medicaid-Programm machte eine Krankenversicherung erstmals für breite Schichten der Amerikaner zugänglich. Neben Bürgerrechtsgesetzen und Sozialreformen setzte sich Johnson stark für Intensivierung des Bildungssystems, Umweltschutz, Waffenkontrollen und Verbraucherschutz ein.[1][2][3]

Johnsons Präsidentschaft war allerdings auch vom Vietnamkrieg geprägt. Seit 1954 war Vietnam in einen kommunistischen Norden und einen antikommunistischen Süden geteilt. Bereits unter Johnsons Vorgängern waren Militärberater nach Südvietnam entsandt worden, da der Konflikt im Kontext des Kalten Krieges zu eskalieren drohte. Mit dem Tonkin-Zwischenfall von 1964 und dem damit verbundenen Eintritt der USA in den Krieg gegen Nordvietnam wurde ab 1967/1968 Johnsons Position als Präsident umstrittener, da er sich weigerte, von dem militärischen Engagement abzurücken, das ein kommunistisches Vietnam verhindern und Südvietnams Regierung unterstützen sollte. Die Kritik an der Regierung Johnson hing vor allem damit zusammen, dass es den US-Streitkräften trotz des Einsatzes von fast 500.000 Soldaten nicht gelang, einen Sieg herbeizuführen, was größtenteils auf die Vehemenz der Nordvietnamesen zurückzuführen war. Die Öffentlichkeit akzeptierte die Folgen des Krieges immer weniger und hinterfragte den Sinn der amerikanischen Engagements. 1968 verzichtete er auf eine weitere Kandidatur für die anstehenden Wahlen, verabschiedete aber noch bis zum Ende seiner Amtszeit weitere Bürgerrechtsgesetze im Rahmen des Great-Society-Programmes. Ab Mai 1968 begann er Friedensgespräche mit Nord- und Südvietnam, die trotz seiner Bemühungen kein Ergebnis brachten; vermutlich da der republikanische Präsidentschaftskandidat und Johnsons Nachfolger Richard Nixon die Gespräche heimlich manipuliert hatte, indem er die Südvietnamesen aufforderte, nicht an den Verhandlungen teilzunehmen und zu warten bis er die Präsidentschaft übernehme. Johnson veranlasste im März 1968 die Bombenangriffe auf Nordvietnam größtenteils und im Oktober desselben Jahres vollständig einzustellen und lehnte es ab, weitere 200.000 Soldaten nach Vietnam zu schicken.

Zwar scheiterte Johnson außenpolitisch durch Fehleinschätzung der militärischen Gegner sowie des Widerstands der sich verändernden amerikanischen Gesellschaft gegen die Außenpolitik der Regierung, jedoch erkennen Historiker vor allem die innenpolitischen Leistungen an. Seine Reformen brachten etliche und nachhaltige Verbesserungen bei den Bürgerrechten und im Sozialwesen mit sich.[1][2]

Leben bis zur Präsidentschaft

Kindheit, Jugend und Studium

Lyndon B. Johnson als Siebenjähriger (1915)

Lyndon Baines Johnson wurde am 27. August 1908 in Stonewall, Texas, als Sohn eines Farmerpaars geboren. Seine Eltern waren Sam Ealy Johnson (1877–1937) und Rebekah Baines Johnson (1881–1958). Johnson hatte insgesamt vier jüngere Geschwister, einen Bruder namens Sam Houston Johnson (1914–1978) sowie drei Schwestern: Rebekah Johnson Bobbitt (1910–1978), Josefa Johnson White Moss (1912–1961) und Lucia Johnson Alexander (1916–1997). Johnsons Großeltern väterlicherseits hatten sich bereits in den 1850er Jahren im texanischen Stonewall niedergelassen.[4] Lyndon Johnson wuchs in sehr ärmlichen Verhältnissen auf. 1913 verließen die Johnsons ihre Farm in Stonewall und zogen einige Kilometer weiter nach Johnson City, wo der junge Lyndon die Johnson City Highschool besuchte. In Jahr 1924 schloss er die Highschool mit Erfolg ab. Noch im selben Jahr beschloss er, nachdem er sich vergeblich um einen Platz an einem Lehrerkolleg beworben hatte, mit fünf Freunden nach Kalifornien zu fahren. Dort verbrachte Johnson ein Jahr und ging diversen Jobs nach. So war er als Bürogehilfe in einem Gericht beschäftigt, eine Stelle, die ihm ein Verwandter vermittelt hatte. 1925 kehrte Johnson in seine Heimat nach Texas zurück, wo er für weitere zwei Jahre bei einer Straßenbaufirma arbeitete.[5]

1927 begann er ein Studium am Lehrerkolleg in San Marcos, das er mit Lehrtätigkeiten für mexikanisch-amerikanische Kinder finanzierte. 1931 schloss er das Studium erfolgreich ab. Im Anschluss unterrichtete er als Lehrer in Pearsall sowie in einigen Highschools in der Großstadt Houston.[6][7]

Frühe politische Laufbahn

Lyndon B. Johnson 1942 in Marine-Uniform

Im November 1931 bot der Kongressabgeordnete Richard Cleber Johnson an, für ihn in Washington D.C. zu arbeiten. Johnson nahm die Sekretärstelle an, weil ihm seine Laufbahn als Lehrer wenig aussichtsreich schien, da durch die Weltwirtschaftskrise die Löhne im öffentlichen Dienst sehr gering waren.[5] Johnson war drei Jahre, bis 1934, in Clebers Büro tätig. In dieser Zeit konnte er einige Erfahrungen über die Arbeit im Kongress sammeln. Auf seiner Rückreise nach Texas begegnete er Claudia Alta Taylor, genannt Lady Bird Johnson (1912–2007), die er am 17. November 1934 im texanischen San Antonio heiratete. Nach der Hochzeit verbrachte das Paar die Flitterwochen in Mexiko. Lady Bird brachte zwei Töchter zur Welt: Lynda Bird Johnson (* 19. März 1944) und Luci Baines Johnson (* 2. Juli 1947).[4]

Schon bald brachte ihn seine Begeisterung für die Reformpolitik Roosevelts zur Demokratischen Partei. 1935 wurde Johnson zum Direktor der National Youth Administration ernannt, einer Einrichtung, die jungen Leuten und bedürftigen Studenten zu einem neuen Arbeitsplatz verhelfen sollte. Nachdem Johnson diesen Posten zwei Jahre lang bekleidet hatte, gab er ihn auf, um sich zur Wahl für das Repräsentantenhaus aufstellen zu lassen. Nach dem Tod von James P. Buchanan, der dieses Mandat zuvor innegehabt hatte, wurde eine Neuwahl nötig, um Buchanans Platz neu zu besetzen. Johnson gewann die Wahl und zog somit am 10. April 1937 in das Repräsentantenhaus ein. In der Wahl unterstützte Johnson die Politik Roosevelts, der sich großer Popularität erfreute und setzte sich schließlich gegen neun Mitbewerber durch. Ein Jahr später wurde er im Repräsentantenhaus erneut in einer regulären Wahl bestätigt.

1941 kandidierte er erstmals für einen Sitz im Senat und unterlag knapp. Möglicherweise wurde er hierbei Opfer eines Wahlbetruges.[5] Nach dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg ging er als Offizier zur US Navy, wo er mit Inspektionsaufgaben betraut wurde und zu einigen Einsätzen nach Neuguinea flog. Dort erlitt Johnson 1942 eine lebensbedrohliche Lungenentzündung. Nach seiner Rückkehr in die Heimat folgten zwischen 1943 und 1955 sowohl sieben weitere Lungenentzündungen als auch weitere Probleme mit Atemwegserkrankungen. Im Juli 1942 ließ Präsident Roosevelt alle Mitglieder des Repräsentantenhauses, die im Militär Dienst taten, befreien, damit sie wieder ihren politischen Tätigkeiten nachgehen konnten. Damit war Johnsons Militärdienst beendet.[8] Ab 1942 war er Vorsitzender eines Subkomitees im Marineausschuss des Repräsentantenhauses.

Senator Lyndon B. Johnson (Mitte) mit dem ehemaligen US-Präsidenten Harry S. Truman (links) und dem mexikanischen Präsidenten Adolfo López Mateos (rechts), 1959

1948 gelang ihm der Sprung in den Senat, nachdem er daran 1941 noch hauchdünn gescheitert war. Allerdings war dieser Senatswahl eine höchst kontroverse innerparteiliche Vorwahl vorausgegangen, bei der vermutlich ebenfalls Betrug im Spiel war und die er nur mit 87 Stimmen Vorsprung für sich entscheiden konnte. Dies trug ihm lange Zeit den Spitznamen „Landslide (Erdrutsch) Lyndon“ ein.[5] Im Senat erwies er sich jedoch als äußerst effizienter Parlamentarier und erlangte ab 1953 als Führer der demokratischen Fraktion (ab 1955 als Majority Leader) ein Maß an Bedeutung und Einfluss, das eigentlich weit über dieses Amt hinaus ging. Zu seinen Aufgaben gehörte unter anderem die Erstellung von Zeitplänen für neue Gesetze sowie die Zusammenarbeit mit Präsident Eisenhower bei innenpolitischen Fragen, die meist reibungslos funktionierte, obwohl Eisenhower Republikaner war (jedoch auch demokratische Ziele verfolgte). Johnson war entscheidend an der Abfassung des Civil Rights Act von 1957 beteiligt, der als erstes Bürgerrechtsgesetz in der US-Geschichte seit mehr als einem Jahrhundert gilt. Bereits im Senat hatte Johnson immer wieder für die Gleichberechtigung der Afroamerikaner plädiert und das Rassenproblem zu einem der größten Probleme des Landes erklärt. Damit wollte er sich auch von dem Image des typischen Südstaatlers befreien, da die Rassenprobleme in den südlichen Bundesstaaten am ausgeprägtesten waren. Als Mitglied des Streitkräfteausschusses sowie Mitbegründer und Vorsitzender des Preparedness Investigating Subcommittee gelang es ihm, sein öffentliches Profil zu schärfen. Am 2. Juli 1955, Johnson war 46 Jahre alt, erlitt er jedoch einen schweren Herzinfarkt auf der Ranch eines Freundes in Virginia. Dadurch wurde Johnson zu einer mehrmonatigen politischen Pause gezwungen. Er kehrte erst im Januar 1956 wieder nach Washington zurück.[9]

Vizepräsident (1961–1963)

Präsident John F. Kennedy (rechts stehend) mit Vizepräsident Lyndon B. Johnson

1960 wurde er als Kandidat für die demokratische Nominierung zur Präsidentschaftswahl aufgestellt. Jedoch musste Johnson erkennen, dass er der größeren Popularität John F. Kennedys nicht gewachsen war. Nachdem Kennedy als Präsident offiziell nominiert worden war, fragte dieser Johnson, ob er Vizepräsident werden wolle, ein Angebot, das Johnson annahm. Bis heute gibt es Diskussionen darüber, wieso Kennedy Johnson dies anbot und wieso Johnson den zweiten Platz auf dem politischen Parkett akzeptierte. Einige Historiker gehen davon aus, dass Kennedy ihm aus Respekt und Höflichkeit zu seinem Stellvertreter wollte, da Johnson Mehrheitsführer im Senat war.[10] Trotz der Vorbehalte Robert Kennedys, des Bruders von John F. Kennedy, der den Wahlkampf leitete, zeigte sich, dass die Entscheidung, Johnson zu akzeptieren, ein Trumpf für den zukünftigen Präsidenten war. Johnson schlug sich mit großem Engagement im Wahlkampf für Kennedy und war hauptverantwortlich dafür, dass die Demokraten mehrere Südstaaten gewannen, deren Wähler eher skeptisch gegenüber Kennedy eingestellt waren. Dies galt vor allem in Johnsons Heimatstaat Texas. Letztlich trugen Kennedy und Johnson den Wahlsieg gegen den republikanischen Kandidaten Richard Nixon davon, der von 1953 bis 1961 Eisenhowers Vizepräsident war. Kennedy konnte 303 Wahlmännerstimmen auf sich vereinen, während Nixon nur 210 Stimmen erhielt.[11] Die Amtseinführung Kennedys und Johnsons fand am 20. Januar 1961 in Washington statt.

Da Johnson hauptverantwortlich für den Sieg der Demokraten in den meisten Südstaaten war, revanchierte sich der neue Präsident umgehend bei seinem Stellvertreter. Als Vizepräsident wurde er von Kennedy mit zahlreichen Aufgaben betraut und erlangte die Oberaufsicht des amerikanischen Weltraumprogramms. Es war von der US-Regierung vorgesehen, dass bis zum Ende des Jahrzehnts der erste Mensch auf dem Mond landen würde. Darüber hinaus war Vizepräsident Johnson eng mit Bürgerrechtsfragen beauftragt worden. Nach dem Bau der Berliner Mauer schickte Kennedy Johnson im August 1961 nach Berlin, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Trotz der Ablehnung des Mauerbaus machten die USA klar, keinen Atomkrieg riskieren zu wollen. Allerdings wurde die Zahl der amerikanischen Streitkräfte, die in Berlin stationiert wurden, erheblich erhöht. Weitere wichtige Reisen unternahm Johnson nach Skandinavien und Kanada. Der Vizepräsident erhielt von Kennedy die Vollmacht, mit fremden Regierungen nach eigenem Ermessen zu verhandeln. Kennedy wollte seinem Stellvertreter jedoch keinesfalls zu viel Macht zusprechen, da Johnson als überaus politisch geschickt galt, denn die Berater des Präsidenten fürchteten, dass Johnson womöglich alles kontrollieren würde und man ihm gleich das höchste Staatsamt überlassen könne, wenn man ihm zu viele Vollmachten übertragen würde. Daher waren Kennedy und seine Mitarbeiter auch stets darauf bedacht, den Vizepräsidenten nicht zu sehr ins Licht der Öffentlichkeit zu stellen, so hatte beispielsweise die New York Times in einem Zeitungsbericht während der Kubakrise im Oktober 1962 lediglich angemerkt, dass Vizepräsident Johnson bei den Krisensitzungen „auch anwesend war“.[12][13]

Präsidentschaft (1963–1969)

Lyndon B. Johnson bei seiner Vereidigung an Bord der Air Force One, wenige Stunden nach dem Attentat auf Kennedy
Johnson telefoniert im Oval Office, 1964
Präsident Johnson bespricht sich im Weißen Haus mit dem führenden Bürgerrechtler Martin Luther King
Der Civil Rights Act von 1964 wird im Juli 1964 von Präsident Johnson unterschrieben
Johnson (rechts) bei einem Meeting im Oval Office mit Thurgood Marshall, dem ersten afroamerikanischen Richter des Obersten Gerichtshofs, 1967
Fernsehansprache von Präsident Lyndon B. Johnson bei der Unterzeichnung des Civil Rights Actes von 1964 zur Aufhebung der Rassentrennung am 2. Juli 1964

Nach Kennedys Ermordung

Am 22. November 1963 besuchte Präsident Kennedy das texanische Dallas. Bei einer Autofahrt durch die Innenstadt wurde er in seinem offenen Wagen bei einem Attentat erschossen. Johnson, der den Präsidenten begleitete, saß in einem separaten Wagen weiter hinten. Jedoch bemerkte Johnson nicht, dass Kennedy getroffen wurde. Er erfuhr erst im Krankenhaus vom Tod des Präsidenten. Nachdem Kennedy offiziell für tot erklärt worden war, wurde Johnson nur zwei Stunden später an Bord der Air Force One von Bundesrichterin Sarah T. Hughes im Alter von 55 Jahren als neuer Präsident vereidigt, bevor das Flugzeug mit ihm, Jacqueline Kennedy und der Leiche ihres Gatten den Rückweg nach Washington, D.C. antrat.[14] Als das Flugzeug am Abend dort landete, gab der neue Präsident noch auf dem Flughafengelände eine kurze Stellungnahme ab:[15]

„This is a sad time for all people. We have suffered a loss that cannot be weighed. For me, it is a deep personal tragedy. I know that the world shares the sorrow that Mrs. Kennedy and her family bear. I will do my best. That is all I can do. I ask for your help--and God's.“

„Dies ist eine traurige Zeit für alle Menschen. Wir haben einen Verlust erlitten, der gar nicht ermessen werden kann. Für mich persönlich ist dies eine tiefe Tragödie. Ich weiß, dass die Welt die Trauer von Mrs. Kennedy und ihrer Familie teilt. Ich werde mein Bestes geben. Das ist alles, was ich tun kann. Ich bitte um Ihre Hilfe und um die Gottes.“

Aus Rücksicht gegenüber Jacqueline Kennedy begann der neue Präsident erst eine Woche später für seine Amtsgeschäfte das Oval Office, das Arbeitszimmer des Präsidenten im Weißen Haus, zu nutzen. Erst am 7. Dezember 1963 zog er mit seiner Frau und den beiden Töchtern ins Weiße Haus ein, nachdem die Kennedys es verlassen hatten.[16]

Eine seiner ersten Amtshandlungen war die Einsetzung der Warren-Kommission zur Untersuchung des Kennedy-Attentats.[8]

In seiner ersten Rede vor dem Kongress am 27. November 1963 sprach Johnson davon, er werde seine Präsidentschaft dem Erbe Kennedys widmen.[17] Es gehe aber nicht nur um die Aufklärung des Attentats, sondern auch um eine Verbesserung der Lebensbedingungen in den Vereinigten Staaten und eine zügige Verabschiedung des von Kennedy in die Wege geleiteten Bürgerrechtsgesetzes. Auch unter seiner Führung gelte weiterhin: „Diese Nation wird ihre Verpflichtungen von Südvietnam bis West-Berlin einhalten.“[18]

Zu den zahlreichen Verschwörungstheorien um die Ermordung Kennedys gehört auch die, dass sie ein Staatsstreich Johnsons gewesen sei. Beweise oder ernstzunehmende Indizien gibt es jedoch nicht. Johnson selbst sprach davon, dass es ihn traurig mache, wie er Präsident geworden sei, und er sich gegenüber Kennedy und dessen Frau stets verpflichtet fühle, auch nach seiner eigenen Wahl ein Jahr nach dem Attentat.[19]

Präsidentschaftswahl 1964

Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 1964 kündigte er sein Programm der Great Society an, das umfassende Sozialreformen bei Bürgerrechten, Armutsbekämpfung, Bildung, Gesundheitswesen und Umweltschutz vorsah. Die eigentliche Wahl fand am 3. November 1964 statt, nachdem Johnson bereits im August auf dem Parteitag der Demokraten als Kandidat offiziell nominiert worden war. Die Republikanische Partei schickte den konservativen Senator Barry Goldwater aus Arizona ins Rennen. Während des Wahlkampfes konnte Johnson in der Bevölkerung große Zustimmung für sein sozialpolitisches Programm finden und Goldwater als einen Extremisten darstellen, der die USA in einen Atomkrieg verwickeln könnte. Johnsons Wahl- und Werbespruch wurde fortan All the way with LBJ (den ganzen Weg mit Lyndon B. Johnson). Am Wahltag konnte Johnson die Wahl überaus souverän gewinnen. Er bekam 486 Wahlmännerstimmen, während sein Gegner lediglich 52 Stimmen erhielt. Es war der höchste Sieg, den die Demokratische Partei je in einer Präsidentschaftswahl erreicht hat, sowie der höchste Sieg im Verhältnis der abgegebenen Stimmen (rund 61,1 Prozent, Goldwater erreichte 38 Prozent).[20] Aufgrund seines Bürgerrechtsprogramms und seines Plädoyers für die Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung wählten 95 Prozent der Afroamerikaner Johnson.[21] Mit der Nominierung des Senators Hubert H. Humphrey aus Minnesota als Mitkandidat konnte Johnson auch das seit dem Kennedy-Attentat vakante Amt des Vizepräsidenten wieder neu besetzen.[22] Die erneute Vereidigung von Johnson und die Amtseinführung von Vizepräsident Humphrey wurde am 20. Januar 1965 in Washington, D.C. abgehalten.

Innenpolitik

Im Rahmen seines Programms der Great Society, das Johnson als seine Vision von einem „demokratischeren und gerechteren Amerika“ ansah, wollte er nach eigener Aussage Unterprivilegierten und vor allem den Afroamerikanern zu mehr Chancengleichheit verhelfen. Historiker wie David Withney glauben, dass sich dieses Themas bis dahin kein Präsident so ernsthaft angenommen habe.[23] Johnsons Bürgerrechtsagenda führte zu einer ganzen Reihe von Gesetzen, die das Wahlrecht, Gesundheitswesen, die Sozialsysteme, das Erziehungswesen, die Umwelt, die Ernährung, den Verbraucherschutz und die Bürgerrechte betrafen. Unter Historikern ist Johnson innenpolitisch als sehr bedeutender Präsident anerkannt, insbesondere was seinen Einsatz für Rassengleichheit und die Armutsbekämpfung betrifft. Unter Lyndon B. Johnson erreichte der amerikanische Sozialstaat seine größte Ausdehnung und Akzeptanz. Dabei kam ihm die Wirtschaftsentwicklung zugute, denn unter seiner Präsidentschaft stieg das Bruttoinlandsprodukt von 589 Milliarden Dollar auf 861 Milliarden Dollar.[24][25]

Bürgerrechte

Nach seinem Amtsantritt verabschiedete er die bereits von Kennedy geplanten Steuererleichterungen und das Bürgerrechtsgesetz von 1964. Dieses Gesetz verbot diskriminierende Wahltests für Afroamerikaner sowie die Rassentrennung in allen öffentlich zugänglichen Einrichtungen wie beispielsweise Einkaufszentren, Restaurants, Hotels oder Sportstätten. Es bevollmächtigte das Justizministerium, dieses Gesetz durchzusetzen, was nach den vorherigen Bürgerrechtsgesetzen von 1957 und 1960 nicht oder nur zögerlich geschehen war. Das Bürgerrechtsgesetz verbesserte die Lage der schwarzen Bevölkerung in erheblichem Maße, hob aber nicht die Diskriminierungen afroamerikanischer Wähler auf. Aus diesem Grund verabschiedete Johnson 1965 ein entsprechendes Wahlrechtsgesetz (Voting Rights Act), das am 6. August 1965 vom US-Kongress gebilligt wurde. Am 6. August 1965 unterschrieb Johnson den Voting Rights Act. Damit waren fortan Lese- und Schreibtests als Voraussetzung für die Wählerregistrierung unzulässig, und es wurde eine Aufsicht der Bundesregierung für die Registrierung von Wählern in Bundesstaaten und Wahlbezirken, in denen solche Tests bisher angewandt worden waren, vorgesehen. Afroamerikaner, die so bislang davon abgehalten worden waren, sich in den Wählerregistern eintragen zu lassen, hatten damit erstmals eine Alternative zu einer Klage vor Gericht. Das Gesetz sah darüber hinaus vor, dass an Orten, an denen eine gewisse Wahrscheinlichkeit für Diskriminierung beim Wahlakt bestand, von der Bundesregierung berufene Wahlbeobachter tätig sein konnten.

Der Voting Rights Act hatte eine schnelle Wirkung. Innerhalb weniger Monate nach seinem Inkrafttreten ließen sich viele schwarze Wähler neu registrieren; ein Drittel davon wurde von Bundesbeamten registriert. Innerhalb kurzer Zeit verdoppelte sich dadurch die Zahl der registrierten Wähler in den Südstaaten.

Präsident Johnson hielt, kurz bevor er das Gesetz unterzeichnete, eine Fernsehansprache an die Nation, bei der er um Unterstützung für den Gesetzentwurf warb. Darin sagte er:[26]

„But even if we pass this bill, the battle will not be over. What happened in Selma is part of a far larger movement which reaches into every section and state of America. It is the effort of American Negroes to secure for themselves the full blessings of American life. (...) Their cause must be our cause too. Because it is not just Negroes, but really it is all of us, who must overcome the crippling legacy of bigotry and injustice. And we shall overcome.“

„Aber selbst, wenn wir dieses Gesetz verabschieden, wird der Kampf nicht beendet sein. Was in Selma geschah, ist Teil einer weit größeren Bewegung, die bis in den letzten Winkel jedes Bundesstaates in Amerika reicht. Es ist das Bemühen amerikanischer Neger, sich alle Segnungen des amerikanischen Lebens zu sichern. (...) Ihr Anliegen muss auch unser Anliegen sein. Weil es nicht nur Neger, sondern wir alle sind, die die verkrüppelnde Hinterlassenschaft von Bigotterie und Ungerechtigkeit überwinden müssen. Und wir werden sie überwinden.“

Johnson war für die parteipolitischen Folgen keineswegs blind. So sagte er nach der Unterzeichnung des Gesetzes zu Regierungsvertretern und weiteren Personen in seinem Umfeld, dass durch dieses Gesetz die Unterstützung der Demokratischen Partei in den Südstaaten verloren gehen würde (siehe auch: Bürgerrechtsbewegung).[27] In der Tat wurden die Südstaaten seit den 1960ern eher zu einem Lager der Republikaner bei den Präsidentschaftswahlen. Selbst in Texas gab es nur 1968 und 1976 einen demokratischen Sieg.

Durch den Civil Rights Act von 1968 wurde diese Gesetzgebung nochmals erweitert. Das Gesetz erklärte unter anderem Folgendes für illegal: die Weigerung, einer Person eine Wohnung oder ein Haus aus Gründen der Rasse, der Hautfarbe, der Religion oder der Nationalität zu vermieten oder zu verkaufen, eine unterschiedliche Behandlung einer Person bei den Bedingungen der Vermietung oder des Verkaufs, das Anzeigen eines Miet- oder Kaufobjekts unter Hinweis auf Diskriminierung aufgrund der bereits genannten Kriterien, sowie Zwang, Drohung und Einschüchterung oder Einflussnahme auf die Nutzung der Miet- und Kaufrechte sowie Maßnahmen gegen Personen oder Organisationen, die die Nutzung dieser Rechte unterstützen. Der Präsident versuchte bereits vor 1968 zweimal ein Gesetz mit ähnlichem Inhalt zu verabschieden, die Vorlagen strandeten jedoch im Kongress. Nach der Ermordung Martin Luther Kings im April 1968 und die damit verbundenen Rassenunruhen nutze Johnson diesen Vorfall um den Kongress von der Notwendigkeit dieses Gesetzes zu überzeugen. Präsident Johnson unterzeichnete den Civil Rights Act von 1968 am 11. April 1968.[28]

1967 wurde von Johnson mit der Zustimmung des Senats der Richter Thurgood Marshall zum ersten afroamerikanischen Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten ernannt. Die Ernennung ist von einem bedeutenden Zitat Johnsons geprägt:[29]

„The right thing to do, the right time to do it, the right man and the right place.“

„Das Richtige zu tun, die richtige Zeit dafür, der richtige Mann und der richtige Ort.“

Lyndon B. Johnson war außerdem der erste US-Präsident, der einen Schwarzen als Minister in die Regierung der Vereinigten Staaten bestellte. Der Afroamerikaner Robert C. Weaver bekleidete ab Januar 1966 das von Johnson neu geschaffene Amt des US-Bauministers.

Kampf gegen die Armut

Lyndon B. Johnson im März 1966

Johnson kündigte wenig nach seinem Amtsantritt an, dass er gegen die wachsende Armut im Land vorgehen wolle und alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen versucht, dieser negantiven Entwicklung ein Ende zu bereiten. Das Programm mit dem Namen „War on poverty“ (Krieg gegen die Armut) kündigte er bereits 1964 vor dem Kongress an; es bildete neben den Bürgerrechtsgesetzen das Kernstück seines Great Society-Programms. Johnson sah die zunehmende Armut und Verwahrlosung der Betroffenen als eines der größten nationalen Probleme. Oftmals begründete Johnson sein Engagement in diesem Bereich mit seiner eigenen Kindheit, wo er in sehr ärmlichen Verhältnissen aufwuchs. Bei seiner Ansprache vor der Plenarsitzung des US-Kongresses am 15. März 1965 hielt der Präsident eine seiner bekanntesten Reden:[30]

„Meine erste Stellung nach dem College war die eines Lehrers in Cotulla, Texas, in einer kleinen mexikanisch-amerikanischen Schule... Was Armut und Hass anrichten können, vergisst man wohl nicht mehr, wenn man ihre Narben im hoffnungsvollen Gesicht eines Kindes gesehen hat... Damals, im Jahr 1928, kam mir nicht einmal in meinen kühnsten Träumen der Gedanke, dass ich 1965 hier stehen und die Chance bekommen würde, den Söhnen und Töchtern dieser Schüler und Menschen wie ihnen im ganzen Lande zu helfen. Aber jetzt habe ich diese Chance- und ich möchte Ihnen ein Geheimnis verraten: Ich bin entschlossen, sie zu nutzen.“

Während Trumans und Eisenhowers Präsidentschaften war die Zahl der unter der Armutsgrenze lebenden Bürger stetig leicht zurückgegangen, unter Kennedy stieg die Anzahl jedoch wieder an, auch wenn Kennedy bekannt gab, entsprechende Maßnahmen ergreifen zu wollen. Als Johnson die Präsidentschaft übernahm, lebten nach offiziellen Angaben 23 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze.[31]

Nachdem Johnson sechs Monate im Amt war, wurde eine neue Behörde, die Community Action Agency (CAA) gegründet. Die CAA rief von nun an soziale Programme ins Leben und stellte die Möglichkeit der staatlichen Finanzhilfe in Aussicht sowie die Möglichkeit zur Vermittlung eines Arbeitsplatzes, die der unter Armut leidenden Bevölkerung helfen sollte. Jährlich wurden hier über eine Milliarde Dollar zur Verfügung gestellt.

Als Johnson im Januar 1969 das Oval Office verließ, war die Zahl der unter der Armutsgrenze lebenden Bürger von 23 Prozent auf 13 Prozent gesunken. Dies war die größte Senkung der Armutszahlen im Laufe einer Amtszeit eines Präsidenten.[32]

Bildungs- und Gesundheitspolitik

Lyndon B. Johnson bei der Zeremonie zur Unterzeichnung des Elementary and Secondary Education Act an seiner ehemaligen Schule mit einer seiner früheren Lehrerinnen
Johnson unterschreibt den Social Security Act of 1965, rechts im Bild Ex-Präsident Harry S. Truman

Ein weiterer wesentlicher Part von Johnsons Innenpolitik waren die Themen Bildung und Gesundheit. Schon in den Jahrzehnten vor Johnsons Präsidentschaft wurde von Innenpolitikern beobachtet, dass das Schulsystem der USA zunehmend den wachsenden Anforderungen nicht länger gerecht sein würde. Oftmals waren Klassenzimmer überfüllt und die Qualität des Unterrichts sank ab. Im Jahr 1961 wurde dieses Defizit erstmals von Präsident Kennedy aufgegriffen. Dieser versuchte durch einen entsprechenden Gesetzesentwurf mehr Geld in Bildung zu investieren, jedoch wurden Kennedys Bemühungen vom Kongress zurückgewiesen. 1964 griff Johnson das Bildungsproblem erneut auf, indem er für ein Gesetz warb, das Reformen in der Bildungspolitik vorsah. Nachdem Johnson mit einem Sonderausschuss ein Gesetz erarbeitet hatte, wurde dieses am 12. Januar 1965 dem Kongress vorgelegt. Johnson argumentierte bei den Abgeordneten, dass ohne dieses Gesetz eine angemessene Schulausbildung nicht möglich sei, was bei vielen jungen Menschen zwangsläufig in Perspektivlosigkeit münde, worunter später das gesamte Land zu leiden habe. Im April schließlich passierte der Elementary and Secondary Education Act den Kongress. Es ermöglichte der Regierung erhebliche Finanzmittel in Bildung zu investieren. Unter anderem zählte hierzu die kostenlose Versorgung von Schulbüchern, Schaffung von Teilzeitklassen sowie eine höhere Bezahlung der Lehrer. Gemeindeweite Organisationen sollten Möglichkeiten schaffen, beispielsweise verschiedene Sonderkurse, die in den normalen Schulen nicht angeboten werden konnten. In der Tat konnte durch diese Initiative eine maßgebliche Verbesserung der des Bildungssystems erzielt werden. Nach der Verabschiedung eines Gesetzes dauerte es regelfalls etwa 10 Tage bis das Papier gedruckt wurde und dem Präsidenten zur Unterschrift vorlag. In diesem Fall drängte Johnson jedoch darauf, dass er das Gesetz binnen 24 Stunden zu unterschreiben wünsche. In der Tat konnte lag es dem Staatsoberhaupt einen Tag später, dem 11. April 1965 zur Unterzeichnung vor. Der Präsident begründete diese Anordnung damit, es er die Schüler das Landes nicht länger warten lassen wolle. Johnson unterschrieb den Elementary and Secondary Education Act auf dem Campus seiner eigenen Schule in Stonewall, Texas im Beisein einer ehemligen Lehrerin aus seiner eigenen Schulzeit.[33]

Am 30. Juli 1965 unterzeichnete Johnson den Social Security Act of 1965 in Independence (Missouri) im Beisein von Harry Truman. Dieser hatte während seiner Präsidentschaft 1945 bis 1953 ein ähnliches Gesetz schaffen wollen, war damit jedoch im Kongress gescheitert. Johnson wollte an Trumans Verdienst um das endlich zustande gekommene Gesetz erinnern, das die bereits 1935 eingeführte Sozialversicherung erweiterte. Der neu eingeführte steuer- und beitragsfinanzierte Gesundheitsschutz umfasste einerseits Medicare, eine öffentliche und bundesstaatliche Krankenversicherung überwiegend für Rentenbezieher ab einem Alter von 65 Jahren und andererseits die nur aus Steuern des Bundes, der Bundesstaaten und der Gemeinden finanzierte Medicaid, eine Krankenfürsorge für besonders bedürftige Menschen.[34]

Städtische Ausschreitungen und Waffenkontrollgesetz

Während Johnsons Präsidentschaft, jedoch auch danach, kam es in zahlreichen Städten der USA zu Ausschreitungen, insbesondere zu Rassenunruhen. Erste begannen bereits im Jahr 1964 in New York City. Höhepunkt der Unruhen war jedoch im Jahr 1968, was insbesondere mit der Ermordung von Martin Luther King am 4. April 1968 zu begründen ist. Bei einigen Ausschreitungen mussten auch die Nationalgarden der Bundesstaaten die Ordnung wieder herstellen, vor allem bei den Rassenunruhen in Detroit 1967. Der Mordanschlag auf den Schwarzenführer King beeinflusste auch einige Gesetze von Johnson, wie den Civil Rights Act von 1968, die die Lage der Afroamerikaner weiter verbessern sollte. Im Sommer 1968 berief Johnson unter Vorsitz von Otto Kerner, dem Gouverneur von Illinois, die “Kerner Kommission” ein, um die Vorfälle der Ausschreitungen untersuchen lassen.[35]

Am 22. Oktober 1968 unterzeichnete Johnson den Gun Contral Act (Waffenkontrollgesetz), eines der umfassendsten Waffenkontrollgesetze in der Geschichte der USA. Das Gesetz erlaubte mehr staatliche Kontrolle im Waffenverkauf. Diese Gesetzgebung war auch vom Mord an Martin Luther King und von dem tödlichen Attentat auf Robert Kennedy beeinflusst worden.[8]

Umweltpolitik

In einer Zeit, in der Umweltpolitik nur ein Randthema war, waren der Präsident und sein Innenminister Udall ungewöhnlich progressiv. So verabschiedete Johnson den Water Quality Act, ein Gesetz, das die Qualität der Gewässer in den Vereinigten Staaten gewährleisten sollte. Er unterschrieb das Gesetz am 2. Oktober 1965. Der Clean Air Act machte die Luftreinheit erstmals zu einem maßgeblichen Aspekt der Industrie- und Energiepolitik. In der Amtszeit Johnsons wurde unter dem Eindruck von Rachel Carsons Buch Der stumme Frühling und Udalls Erwiderung The Quiet Crisis der Grundstein für den Artenschutz auf Bundesebene gelegt und der Endangered Species Act vorbereitet. Wenig später, am 22. Oktober 1965, wurde der Highway Beautification Act angenommen, der eine Verschönerung des Highwaynetzes vorsah, das unter Präsident Eisenhower gebaut worden war. Am 2. Oktober 1968 unterschrieb Johnson den Wild and Scenic Rivers Act, der neben dem Schutz von Flüssen auch die Neuansiedlung von Wild in Flussnähe vorsah. Präsident Johnsons Frau Lady Bird Johnson gilt als einflussreich in der Ausweisung großflächiger Nationalparks und anderer Naturschutzgebiete, sowie historischer Gedenkstätten. In seiner Amtszeit wurden vier Nationalparks, sechs National Monuments, acht National Sea- und Lakeshores, neun National Recreation Areas, 20 National Historic Sites eingerichtet, sowie 56 National Wildlife Refuges des United States Fish and Wildlife Service gewidmet.

Rechte der Indianer

Bereits Kennedy hatte mit Innenminister Stewart Lee Udall und Philleo Nash (1961–1966) als Indian commissioner zwei Politiker berufen, die den Interessen der über 500 Indianerstämme der USA nahe standen. Johnson setzte diese Politik fort. Die am 16. Mai 1967 eingebrachte Indian Resources Development Bill, die ökonomische Autonomie unter Beibehaltung der kollektiven Rechte der Stämme garantieren sollte, scheiterte jedoch am Widerstand der indianischen Vertreter. Sie sahen im zuständigen Bureau of Indian Affairs nach dessen langjähriger Politik der Termination keinen vertrauenswürdigen Garanten für ihre kollektiven Landrechte. 1968 gelang einem der Stämme, die Opfer der US-Indianerpolitik vor Kennedy geworden waren, ein Erfolg vor dem Obersten Gerichtshof. Im Fall Menominee Tribe v. United States entschied das Gericht, dass trotz dieser Politik der Auslöschung der Stämme die Fisch- und Jagdrechte nur dann aufgelöst seien, wenn diese Auflösung ausdrücklich Inhalt eines Rechtsspruchs sei, nicht einfach aufgrund eines Gesetzes oder Erlasses. Dieser Rechtsspruch aber bedürfe einer Begründung. Folgerichtig blieb diese für die Subsistenzwirtschaft vieler indigener Gruppen wichtige Grundlage des Lebensunterhalts erhalten. Die Auswirkungen dieses Gesetzes sind bis nach Kanada und Australien spürbar. Zwar gestand die Regierung den Stämmen mehr Souveränitätsrechte zu, doch wollte man unter allen Umständen erreichen, dass die allgemeinen Rechte aus der Bill of Rights auch dort Gültigkeit behielten, wo eine indianische Gesetzgebung einzog. Dies sollte der Indian Civil Rights Act von 1968 gewährleisten.

Auf der Linie Johnsons lag eher die Bekämpfung der Armut. Auf seine Weisung entstand 1968 ein National Council on Indian Opportunity, dessen Vorsitz Vizepräsident Hubert Humphrey übernahm. Im Wahlkampf von 1968 spielte das Thema der indigenen Rechte allerdings bereits keine Rolle mehr, da auch Richard Nixon einen endgültigen Richtungswechsel verlangte. Dieser bestand in der Beendigung der Auslöschungsversuche (sogenannte Termination) der Stämme.

Infrastruktur und Erschließung des Westens

In der Amtszeit Johnsons wurde der Bau des Interstate Highway Systems massiv vorangetrieben. Die Baumaßnahmen sollten einerseits die Verkehrsverbindungen auch in dünn besiedelten Gebieten verbessern und andererseits als Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen dienen. Von großen Planungen für Bewässerungssysteme im Westen der Vereinigten Staaten wurde nur das Central Arizona Project verwirklicht. Es sollte die Landwirtschaft in den Wüsten und Halbwüsten Arizonas fördern. Damit verbunden war der Bau von Kraftwerken, die der Versorgung der wenig erschlossenen Region und der Ansiedlung von Industrie dienen sollten.

Wissenschaft und Kultur

In der Kulturpolitik begründete er die Förderprogramme National Endowment for the Arts für Kunst und Kultur sowie das National Endowment for the Humanities zur Förderung der Geisteswissenschaften.

Einwanderungsgesetz

Am 3. Oktober 1965 unterzeichnete Johnson auf Liberty Island, jener Insel im Hafen von New York, auf der sich die Freiheitsstatue befindet, den Immigration and Naturalization Services Act of 1965, der die bis dahin gültigen Quotenregelungen der Einwanderung ablöste und durch zum Teil liberalere Bestimmungen ersetzte. Das Gesetz vereinfachte vor allem die Bestimmungen für Einwanderer aus Europa. Bisher waren die Einwanderungsbestimmungen gegenüber China immer besonders streng gewesen. Zu einer wirklichen Öffnung der Vereinigten Staaten für chinesische Migranten kam es erst nach dem Immigration and Naturalization Services Act of 1965. Unter den Präsidenten Gerald Ford und Jimmy Carter folgten 1976 und 1978 weitere Änderungen, wobei die Zahl der Visa auf höchstens 20.000 jährlich pro Land festgelegt wurde.[36]

Außenpolitik

Bundeskanzler Ludwig Erhard (rechts) mit dem amerikanischen Präsidenten Lyndon B. Johnson nach der Überreichung eines Cowboy-Hutes, Dezember 1963
Präsident Lyndon B. Johnson (rechts) mit dem sowjetischen Premierminister Alexei Nikolajewitsch Kossygin (links) im Juni 1967 bei der Konferenz von Glassboro, New Jersey

Diplomatische Beziehungen

Nachdem er bereits im August 1961 nach dem Mauerbau als Vizepräsident nach Deutschland gereist war, war er vom 23. bis 26. April 1967 in Köln und Bonn zu Gast, wo er an der Beisetzung von Konrad Adenauer teilnahm und Gespräche mit Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger und weiteren Staatsmännern wie Aldo Moro und Charles de Gaulle führte. Mit Kiesinger redete er unter anderem über den Atomwaffensperrvertrag, die Stationierung von US-Truppen in Deutschland, Zoll- und Handelsfragen, und er sagte intensive Konsultationen zu. Bereits im Dezember 1963 empfing Johnson den deutschen Bundeskanzler Ludwig Erhard auf seiner Ranch. Der Besuch geriet vor allem dadurch in die Schlagzeilen, dass der Präsident Erhard einen Cowboy-Hut als Gastgeschenk überreichte, den Erhard unmittelbar aufsetzte.

Johnson bemühte sich darum die Anfang der 1960er Jahre unter Kennedy begonnene Entspannungspolitik mit der Sowjetunion fortzusetzen. So empfing er im Juni 1967 den sowjetischen Ministerpräsidenten Alexei Nikolajewitsch Kossygin in New Jersey bei der sogenannten Glassboro Summit Conference zu Gesprächen über die weltpolitische Lange als auch über Abrüstung. Die Konferenz erregte in der Öffentlichkeit höchstes Aufsehen und erhöhte zugleich Johnsons Umfragewerte in den USA.

Am Vormittag des 1. Juli 1968 kam es im Weißen Haus zu einem Treffen der amerikanischen und der sowjetischen Führung sowie weiterer Regierungen zur Unterzeichnung eines Atomwaffensperrvertrages. Dabei wurde zwischen den beiden Großmächten und rund fünfzig weiterer Nationen die nukleare Abrüstung vertraglich ratifiziert. Des Weiteren wurde vereinbart, dass Staaten die noch nicht im Besitz von Atomwaffen sind auch diese nicht erhalten sollen. Während des Kalten Krieges war dies eine der wichtigsten Abkommen zur Vermeidung eines Atomkrieges. Präsident Johnson hatte bereits kurz nach seiner Amtsübernahme in Briefen nach Moskau appelliert, ein solches Abkommen zu treffen.[37][38]

„Chicken War“

Johnson spielte eine Rolle in dem sogenannten „Chicken War“ Anfang der 1960er Jahre. Frankreich und Deutschland hatten eine Steuer für Geflügel aus den USA eingeführt. Nachdem diplomatische Verhandlungen zu keinem Ergebnis gelangten, wurde am 4. Dezember 1963, zwei Wochen nach Johnsons Amtsantritt, von Präsident Johnson ebenfalls eine Steuer für Waren aus Europa eingeführt. Diese Steuer betraf jedoch auch Automobile aus Deutschland, insbesondere den VW T1, wodurch in den darauffolgenden Jahren weniger deutsche Autos in die Vereinigten Staaten eingeführt wurden.

Sechstagekrieg

Der Sechstagekrieg im Juni 1967 steht ebenfalls als ein Stellvertreterkrieg im Kontext des Kalten Krieges, wenngleich die Vereinigten Staaten militärisch nicht daran beteiligt waren. Jedoch wurde Israel von den USA unterstützt, während Ägypten, der Irak, Jordanien und Syrien die Unterstützung der UdSSR erhielten. Nach dem sechstägigen Krieg, den Israel gewann, wurde erstmals der 1963 eingerichtete Heiße Draht benutzt. Der sowjetische Ministerpräsident Kossygin verlangte dabei umgehend Präsident Johnson am Apparat, da sich ein amerikanisches Aufklärungsschiff, die USS Liberty, unweit (14 Meilen) der Küste befand, obwohl die USA mitgeteilt hatten, sich den Kampfhandlungen höchstens bis auf 100 Meilen zu nähern. Als Grund dafür wird angegeben, dass es einen Fehler in der Befehlskette gab. Am 8. Juni 1967 wurde das Beobachtungsschiff von israelischen Streitkräften angegriffen, wobei 34 US-Soldaten ums Leben kamen und 173 verletzt wurden. Nach Angaben der israelischen Regierung handelte es sich um ein Versehen, nach Angabe überlebender Soldaten hatten die israelischen Streitkräfte das Schiff, das unter anderem die Tötung von Gefangenen beobachtete, hingegen identifiziert und ein versehentlicher Angriff sei auszuschließen. Das Pentagon vereinbarte Stillschweigen über den Vorfall, nach Angabe des damaligen Konteradmirals Lawrence R. Geis wollte Johnson eine Beschämung für Israel verhindern.[39][40]

Vietnamkrieg

Präsident Johnson unterzeichnet am 7. August 1964 die Tonkin-Resolution
Präsident Johnson besucht in Vietnam verwundete Soldaten (Oktober 1966)

Johnsons Präsidentschaft war vom Vietnamkrieg entscheidend geprägt. Schon unter seinen Vorgängern Eisenhower und Kennedy waren Militärberater der Streitkräfte bei der Armee der Republik Vietnam in Südvietnam tätig gewesen. Seit 1954 war Vietnam in einen kommunistischen Norden und einen antikommunistischen Süden geteilt, was zunächst nur als ein Provisorium gedacht war. Im Kontext des Kalten Krieges drohte der Konflikt jedoch bald zu eskalieren, zumal im Norden zunehmend kommunistische Aufstände stattfanden, sodass die US-Regierung es ab 1960 für notwendig ansah, den Süden militärisch zu „beraten“. Zunehmend fand im Norden die Mobilmachung der Streitkräfte statt sowie einzelne Angriffe und Anschläge in Saigon, die sich vor allem gegen US-Amerikaner richtete. Der Norden wurde von der Sowjetunion und der Volksrepublik China beratend unterstützt. Es gab für Johnson keinen Zweifel darüber, dass eine harte Grundhaltung gegenüber dem kommunistischen Norden des Landes notwendig sei. Johnson wollte auf jeden Fall verhindern, dass „Vietnam den gleichen Weg nimmt wie China“, also vollständig unter kommunistische Führung geraten würde. Darüber hinaus warnte die US-Regierung seit den 1950er Jahren vor der sogenannten Domino-Theorie, die besagte, dass, wenn ein Land in Südostasien dem Kommunismus „zum Opfer falle“, auch alle weiteren kommunistisch werden würden. Aus diesem Grund müssten die USA unbedingt verhindern, dass Vietnam unter kommunistische Führung geriete.[41]

Durch den Tonkin-Zwischenfall am 2. und 4. August 1964, bei dem ein US-Zerstörer vor der Küste Nordvietnams von kommunistischen Einheiten angegriffen wurde, und die anschließende Tonkin-Resolution beider Häuser des US-Kongresses erhielt der Präsident die förmliche Ermächtigung, Truppen zu entsenden. Es gab jedoch auch innerhalb der Regierung Zweifel, ob es den Tonkin-Zwischenfall überhaupt oder in dem angegebenen Maße gegeben habe. Selbst Präsident Johnson gab später zu verstehen, dass er nicht ausschließen könne, dass es gar nicht zu dem Vorfall gekommen sei oder die Ereignisse einen anderen Ablauf als zunächst berichtet genommen haben könnten. Im Jahr 2005 wurden Unterlagen veröffentlicht, die tatsächlich bestätigen, dass der Vietnamkrieg aufgrund einer Falschmeldung des US-Nachrichtendienstes an Präsident Johnson begann.[42] Nach dem zweiten Vorfall am 4. August 1964 gab Johnson die Genehmigung, auf den Zwischenfall militärisch zu antworten, nachdem er ein militärisches Eingreifen noch bei dem ersten Zwischenfall am 2. August abgelehnt hatte.[43]

Blick in den Kabinettsraum 1968: Hinten Außenminister Dean Rusk, in der Mitte Präsident Johnson und vorne Verteidigungsminister Robert McNamara

Als kommunistische Kräfte amerikanische Militärstützpunkte vermehrt angriffen, hielt es die US-Regierung für mehr und mehr erforderlich, durch Bombardierungen des Nordens den Gegner zu attackieren. So begann ab März 1965 die Operation Rolling Thunder, die zunächst eine Bombardierung des Ho-Chi-Minh-Pfads vorsah, sich dann aber in einer immer stärker ausweitenden Luftoffensive auch innerhalb Südvietnams fortsetzte. Man verstand vor allem die heftigen Luftangriffe als ein Druckmittel, um den Norden zum Einlenken zu bewegen. Am 8. März 1965 landeten auf Drängen von General William Westmoreland, dem Oberkommandierenden in Vietnam, die ersten Kampftruppen in Đà Nẵng. Deren Aufgabe war zunächst die Basen der Luftwaffe zu schützen und in einem gewissen Radius um ihren Stützpunkt zu operieren. Westmoreland warnte den Präsidenten im Juni 1965, dass ohne eine Verdoppelung der Truppenstärke und mehr Kriegsmaterial die USA den Krieg verlieren würden. Johnson gab für einen derartigen Schritt seine Zustimmung, da alle Untersuchungen zu dem Ergebnis gelangt waren, dass die Südvietnamesen keineswegs in der Lage gewesen wären, den Krieg alleine zu führen. Bevor der Präsident entschied, in Vietnam auch mit Bodentruppen in den Kampf gegen die Kommunisten zu ziehen, ordnete er an alle zivilen Bürger der Vereinigten Staaten in Vietnam, vor allem Frauen und Kinder, das Land verlassen sollen. Johnson befürchtete kommunistische Anschläge auf US-Einrichtungen in Südvietnam wie es in der Vergangenheit bereits mehrfach geschehen war.[44] Am Ende des Jahres waren bereits 184.000 US-Soldaten in Südostasien stationiert. Als die militärische Lage wider Erwarten keine günstige Entwicklung nahm, weigerte sich Johnson einerseits, von dem Engagement abzurücken, andererseits verwahrte er sich gegen die Vorschläge der Generäle, durch eine immer intensivere Bombardierung Nordvietnams den Sieg zu erzwingen. Er behielt sich und Verteidigungsminister Robert McNamara in dieser Phase die persönliche Entscheidung über alle Bombardierungsziele vor.[45] Der Präsident ordnete im Laufe des Krieges mehrfach an die Bomardierungen über Vietnam einzustellen, dies würde, so hoffte er, die kommunistische Führung zu Friedensgesprächen bewegen. Johnson verkündete mehrfach, dass er für eine dauerhafte Einstellung der Bomardierungen und für das Stattfinden von Friedensgesprächen erwarte, dass auch der Feind seine Kampfhandlungen einstelle. Johnsons Angebote wurden von der Führung in Hanoi bis 1968 vehement zurückgewiesen. Dialoge könnten nur mit einer definitiven Einstellung aller amerikanischer Kriegshandlungen und em vollständigen Abzug der US-Truppen erfolgen. Eine Reduzierung der kommunistischen Kampfhandlungen stimmte Hanoi nicht zu. So gingen die Flächenbomardements weiter.

Entgegen der Vorschläge einiger Militärs verweigerte Johnson jegliche Zustimmung für den Einsatz von Atomwaffen, da er keinesfalls einen Atomkrieg mit der Sowjetunion oder China heraufbeschwören wollte. Im Laufe des Krieges schwand das Verständnis der amerikanischen Bevölkerung für das militärische Engagement, was der gesamten Regierung einen erheblichen Vertrauensverlust einbrachte. Gleichzeitig polarisierte der Krieg nicht nur die Gesellschaft, sondern auch zunehmend die politischen Parteien. Ebenso war der Krieg besonders durch die Medien in den USA permanent präsent, mehr als in früheren Kriegen. Von den Kriegsgegnern wurde die Frage gestellt, warum die US-Streitkräfte überhaupt in einen Konflikt zwischen dem kommunistischen Nordvietnam und dem mit den USA verbündeten Südvietnam verwickelt werden sollten. Johnson, und mit ihm große Teile der Regierung sowie die Befürworter des Krieges, rechtfertigten den Einsatz mit dem Eindämmen des Kommunismus (Containment-Politik), einem Grundsatz, der bereits ab 1945 nach dem Zweiten Weltkrieg unter Harry S. Truman verbreitet und geprägt worden war. Diese Politik wurde auch von Trumans Nachfolgern Dwight D. Eisenhower und John F. Kennedy rege betrieben und setzte sich in der Regierung unter Johnson sowie auch unter dessen Nachfolger fort. Laut der Containment-Politik würde man die eigenen Prinzipien missachten und Schwäche zeigen, wenn man den Kommunisten das Feld überließe. Bereits Dwight D. Eisenhower hatte in den 1950er Jahren Militärberater nach Vietnam entsandt. Unter Kennedy wurde dieses Engagement Südvietnam vor den Kommunisten zu schützen entscheidend intensiviert.

Ab 1967 kam es in den gesamten USA (teilweise auch in Europa) zu vor allem linksgerichteten Ausschreitungen gegen den Vietnamkrieg. Die Kriegsgegner skandierten auf Demonstrationen den Slogan: „Hey, hey, LBJ, how many kids did you kill today?“ (dt. Hey hey, LBJ, wie viele Kinder hast du heute umgebracht?). Erschwerend kam hinzu, dass der Vietnamkrieg in vielerlei Hinsicht ein Misserfolg der USA war, wenngleich diese militärisch deutlich überlegen waren. Auch wenn die Verluste der amerikanischen Streitkräfte weitaus geringer waren als jene der Nordvietnamesen, vermochten sie trotzdem keinen Sieg im Bodenkrieg herbeizuführen, was insbesondere mit folgenden Hauptfaktoren begründet wird: Die Nordvietnamesen führten den Krieg mit einer äußersten Vehemenz und kannten zudem das Kampfgebiet meist viel besser als die US-Truppen. Allgemein war es für die amerikanischen Streitkräfte sehr schwer, den Gegner überhaupt ausfindig zu machen, da sich viele kommunistische Kämpfer kaum von der Zivilbevölkerung unterschieden. Aus diesem Umstand heraus richteten sich die Attacken der US-Armee und deren Verbündeten oftmals gegen die Zivilbevölkerung Vietnams, worauf diese nicht selten begannen den Vietcong zu unterstützen. Der Vietcong verlegte seine Infrastruktur meist unter die Erde, was ihm einen weiteren Vorteil verschaffte. Hinzu kam, dass die mit den Vereinigten Staaten verbündeten Truppen von Südvietnam deutlich weniger motiviert waren als die kommunistischen Kämpfer. Oftmals verloren die Südvietnamesen ein von den US-Soldaten erobertes Gebiet schnell wieder, nachdem sie es besetzen sollten. Anfang 1968 waren bereits über 500.000 US-Soldaten in Vietnam stationiert, wobei auch einige Wehrpflichtige eingezogen wurden (die Wehrpflicht wurde in den USA erst ab 1973 abgeschafft). Anfang 1968 verlangte General Westmoreland, weitere Soldaten nach Vietnam einzuberufen - ein Ansinnen, das von Johnson abgelehnt wurde. Auch Verteidigungsminister Robert McNamara gab im Januar 1968 seinen Posten an Clark M. Clifford ab. Noch im Dezember 1967 ging man von einem Sieg in naher Zukunft aus. „Der Feind ist noch nicht geschlagen, jedoch hat er bereits seinen Herrn im Feld gefunden“ verkündete Johnson bei einem Besuch auf einem Militärstützpunkt. Allerdings wurde auf amerikanischer Seite ein letzter Angriff der kommunistischen Einheiten erwartet.[46]

Mit der Tet-Offensive am 31. Januar 1968 hatten die Nordvietnamesen Saigon und weitere größere Städte angegriffen, wodurch der Glaube an ein baldiges Ende des Krieges und einen Sieg in weite Ferne gerückt war. Die Kämpfe in Saigon waren dabei besonders heftig. Auch wenn die USA militärisch diesen Konflikt klar für sich entschieden (nicht eine Stadt konnte von den Kommunisten gehalten werden), war das Ereignis in psychologischer Hinsicht ein Desaster. Die Nordvietnamesen wollten mit dem Angriff beweisen, dass sie auf jeden Fall diesen Krieg gewinnen wollten, auch wenn sie bei der Tet-Offensive etwa die Hälfte ihrer Truppen verlor. Es gelang ihnen sogar, die amerikanische Botschaft in Saigon einzunehmen und mehrere Stunden lang zu besetzen, ehe US-Einheiten das Gelände zurückeroberten und die Angreifer erschossen. Die Tet-Offensive galt als Wendepunkt im Vietnamkrieg, da sie nicht nur die Vehemenz des Gegners dokumentierte, sondern auch die Tatsache, dass der Krieg für die Vereinigten Staaten nicht in absehbarer Zeit siegreich sein könne, obwohl dies vor der Tet-Offensive von Seiten der US-Regierung und den Generälen in der Öffentlichkeit betont wurde.

Nach anhaltenden Protesten in den USA ließ der Präsident die großflächigen Bombenangriffe auf Nordvietnam einstellen. Dafür verlangte er von Nordvietnam den Beginn von Friedensverhandlungen, die im Mai 1968 begannen. Johnson ernannte Westmoreland im Frühjahr 1968 zum Oberbefehlshaber der Landstreitkräfte, was mitten im Krieg einer Entlassung gleichkam.

Als bei einem Interview unter anderem auch der Vietnamkrieg angesprochen wurde, gab Johnson folgende Stellungnahme zu seinem Handeln als Präsident:[47]

„I knew from the start that I was bound to be crucified either way I moved. If I left the woman I really loved — the Great Society - in order to get involved in that bitch of a war on the other side of the world, then I would lose everything at home. All my programs. … But if I left that war and let the Communists take over South Vietnam, then I would be seen as a coward and my nation would be seen as an appeaser and we would both find it impossible to accomplish anything for anybody anywhere on the entire globe.“

„Ich wusste von Anfang an, dass man mich kreuzigen würde, egal welchen Weg ich einschlagen würde. Wenn ich die Frau, die ich wirklich liebe - die Great Society [Bürgerrechts- und Sozialprogramme] -, verlassen würde, um mich auf diese Kriegshure auf der anderen Seite der Welt einzulassen, dann würde ich zu Hause alles verlieren. All meine Programme. … Hätte ich aber den Krieg beendet und die Kommunisten Südvietnam übernehmen lassen, dann würde ich als ein Feigling dastehen, und meine Nation als Abwiegler und wir beide fänden es unmöglich, irgendetwas für irgendwen, irgendwo auf der ganzen Welt zu erreichen.“

Ende der Präsidentschaft

Johnson bei seiner Fernsehansprache an die Nation am 31. März 1968
Juli 1968: Präsident Johnson (rechts) bei einem Treffen im Weißen Haus mit dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Richard Nixon

Am 31. März 1968 gab Johnson in einer Fernsehübertragung seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur für die anstehende Präsidentschaftswahl bekannt (die zulässig gewesen wäre, da er weniger als zwei Jahre von Kennedys Amtszeit ausgefüllt hatte). „Ich strebe keine erneute Kandidatur für eine weitere Amtszeit als Präsident an und werde auch keine Nominierung durch meine Partei akzeptieren“, verkündete Johnson.[48] Über diese Entscheidung waren nicht nur die Medien und Politiker überrascht, sondern auch große Teile der US-Bevölkerung. Johnson wollte nach eigener Aussage die verbleibenden zehn Monate im Amt nutzen, einen Frieden in Vietnam zu schließen oder zumindest bis zum Amtswechsel im Januar 1969 eine solide Grundlage dafür zu schaffen, und sich nicht dem Wahlkampfstress aussetzen. Nicht öffentlich diskutiert wurde zu jenem Zeitpunkt, dass Johnsons Absage für die Wahl 1968 mit seinem eher schlechten Gesundheitszustand zu begründen sein könnte. Er hatte bereits 1955 einen schweren Herzinfarkt erlitten und sich aufgrund von Nierensteinbildungen im Laufe seiner Präsidentschaft zwei Operationen unterziehen müssen. Johnson schrieb in seinen Memoiren später, dass er bereits lange vor 1968 geplant habe im Januar 1969 das Weiße Haus zu verlassen.[49]

Im Vorwahlkampf gaben die Senatoren Eugene McCarthy und Robert F. Kennedy ihre Kandidaturen bekannt, ebenso verkündete der amtierende Vizepräsident Hubert H. Humphrey sein Einsteigen ins Rennen. Humphrey konnte sich auch schließlich im August auf dem Nominierungsparteitag in Chicago als demokratischer Präsidentschaftskandidat durchsetzen.

Ab Sommer 1968 kam es in Paris zu diplomatischen Gesprächen zwischen Regierungsvertretern der USA unter Präsident Johnson sowie nord- und südvietnamesischen Diplomaten. Johnson versuchte damit den Krieg möglichst schnell zu beenden, nachdem er erkennen musste, dass der lange Zeit erwartete „große Sieg“ ausbleibt. Einerseits war er durch diesen Schritt bestrebt, seinem Ansehen als US-Präsident keinen weiteren Schaden zuzufügen, andererseits wollte er damit auch die Chancen von Humphrey bei der Präsidentschaftswahl im November 1968 gegen den Republikaner Richard Nixon vergrößern. Nachdem Johnson im Oktober 1968 verkündete, dass im Rahmen der Friedensgespräche sämtliche Bombenangriffe in Vietnam eingestellt werden, konnte Humphrey in den Wahlumfragen deutlich aufholen. Nixon fürchtete auch, dass Johnson in den letzten Wochen seiner Präsidentschaft noch einen diplomatischen Erfolg verzeichnen könne, was ihn möglicherweise den Wahlsieg kosten könnte, da auch der Republikaner versprach, den Krieg schnell und ehrenhaft zu beenden. Da ein Abzug der US-Truppen, die den Schutz Südvietnams sicherten, nicht im Interesse der Südvietnamesen war, führten Nixon und seine Mitarbeiter (unter anderen Henry Kissinger) geheime Gespräche mit den Südvietnamesen unter Präsident Thiệu über eine Sabotage der Gespräche in der französischen Hauptstadt. Nixon versprach den Südvietnamesen eine bessere Konfliktlösung, wenn sie die Verhandlungen der Johnson-Regierung hinauszögern und warten würden, bis Nixon Präsident sei. Nachdem Südvietnam Anfang November 1968 trotz Johnsons Drängen bekannt gab, nicht an den Friedensgesprächen teilzunehmen, konnte Nixon die Wahl äußerst knapp gewinnen. Johnson durchschaute jedoch diese Taktik der Verhandlungsmanipulation und beraumte umgehend ein Treffen im Weißen Haus mit dem Republikaner an. Johnson wollte zwar Nixons Machenschaften, die Verhandlungen behindert zu haben, nicht in vollem Umfang publik machen, jedoch drängte er den neu gewählten Präsidenten dazu, den Südvietnamesen sämtliche von Nixon gemachten Versprechungen zurückzunehmen. Nach seiner Amtsübernahme beschloss Richard Nixon zwar einen etappenweisen Abzug der US-Armee aus Vietnam, weitete jedoch gleichzeitig den Krieg auf Kambodscha und Laos noch weiter aus, ehe er 1973 einen Frieden schloss, als weitere 20.000 Amerikaner gefallen waren (im gesamten Krieg kamen 58.000 US-Soldaten ums Leben).[50][51]

Spätere Jahre und Tod (1969–1973)

Johnson im September 1972

Als am 20. Januar 1969 Johnsons Amtszeit als Präsident endete, wurde er noch am selben Tag mit der Air Force One nach Texas geflogen – derselben Maschine, in der er über fünf Jahre zuvor als Präsident vereidigt worden war. Er ließ sich auf seiner texanischen Ranch, der LBJ Ranch nahe seinem Geburtsort Stonewall, nieder, auf der er sich auch während seine Präsidentschaft regelmäßig aufgehalten hatte. Die Ranch ist heute ein Museum und National Historic Park. Johnson schrieb in den folgenden Jahren seine Memoiren über seine politische Laufbahn und seine Präsidentschaft. Im November 1971 erschien das Buch The Vantage Point (Titel der deutschsprachigen Ausgabe Meine Jahre im Weißen Haus). Während seines Ruhestandes unterrichtete er Studenten und hielt einige Vorträge an Universitäten. Besonders widmete Johnson sich der Errichtung der Lyndon B. Johnson Präsidentenbibliothek, die im Jahre 1971 eröffnete.[8] Von 1969 bis 1973 gab Johnson mehrere Interviews, die seine Zeit als Präsident betrafen. So führte im September 1969 der bekannte Nachrichtenreporter Walter Cronkite ein langes Interview mit ihm für den Sender CBS.

Nachdem Johnson bereits im Juli 1955 einen ersten Herzanfall erlitten hatte, folgte ein weiterer im April 1972. Am 22. Januar 1973 erlitt der 64-Jährige auf seiner Ranch einen dritten Herzanfall. Er rief gegen 15:50 Uhr Ortszeit einen Mitarbeiter des Secret Service an, der umgehend zu Johnsons Schlafzimmer eilte. Als der Mitarbeiter wenige Minuten später eintraf, fand er Johnson auf dem Boden neben seinem Bett liegend. Wenig später wurde Johnson in ein Flugzeug gebracht, das ihn in ein Krankenhaus nach San Antonio bringen sollte. Unterwegs wurde er medizinisch versorgt. Als die Maschine in San Antonio eintraf, bestätigten die Ärzte um 16:39 Uhr Ortszeit, dass Lyndon Baines Johnson an einem Herzinfarkt gestorben sei. Seine Ehefrau Lady Bird Johnson traf wenige Minuten später in San Antonio ein.

Am 25. Januar 1973 wurde er nahe seiner Ranch im Rahmen einer Staatszeremonie beigesetzt. Die Grabrede wurde von Johnsons Außenminister Dean Rusk gehalten, der auch eine lange persönliche Freundschaft zu ihm unterhalten hatte. Neben zahlreichen weiteren Gästen erschien auch der amtierende Präsident Richard Nixon. Nach Johnsons Tod war bis 1974 keiner der ehemaligen Präsidenten mehr am Leben. Das Grab Johnsons befindet sich nicht weit von seinem Geburtshaus entfernt auf dem Gelände seiner Ranch.[8][52]

Wenige Tage nach Johnsons Tod, am 27. Januar 1973, wurde in Paris ein Vertrag unterzeichnet, der die direkte Verwicklung der USA in den Konflikt in Vietnam beendete. Bereits einen Tag nach Johnsons Ableben kündigte Präsident Nixon in einer Fernsehansprache das Friedensabkommen an und bemerkte in diesem Zusammenhang „Keiner hätte den Frieden mehr begrüßt als Lyndon Johnson“.[8]

Persönlichkeit und Führungsstil

Johnson galt unter zeitgenössischen Politikern als diskutierfreudig und besonders im Gesetzgebungsprozess als engagiert und unermüdlich. Oft hatte er beträchtliches Wissen über sein Gegenüber, zum Beispiel Abgeordnete im Kongress, die für seine Gesetzesinitiativen zu gewinnen versuchte. Seine Diskutierfreude und seine Art, auf andere, meist politische Gegner oder Skeptiker „einzureden“, wurde zu seiner Zeit im Senat die Johnson-Behandlung (engl. the Johnson-Treatment) genannt. Bekannt wurde diese jedoch vor allem während seiner Präsidentschaft. Historiker beschreiben die Johnson-Behandlung häufig als „laut und aggressiv, jedoch auch flehend oder spottend, überredend. Sie kann nur ein paar Minuten oder stundenlang dauern“. Häufig versuchte er auch, seine Kontrahenten durch seine Körpergröße von 193 cm einzuschüchtern.[53][54]

Nachwirkung

Johnsons Grab

Im Jahr 1971, zwei Jahre vor Johnsons Tod, wurde nahe seiner Heimatstadt Stonewall das Lyndon Baines Johnson Library & Museum eröffnet. Es ist eine von bisher elf Präsidentenbibliotheken, die von der National Archives and Records Administration (einem Institut zum Schutz und Erhalt von historischen und Regierungsdokumenten) verwaltet wird. Die Bibliothek verfügt über mehr als 45 Millionen Seiten von historischen Dokumenten, rund 650.000 Fotos sowie Filmmaterial über Lyndon B. Johnson, seine Familie und seine näheren Mitarbeiter. Das Museum zeigt Besuchern in der Ausstellung Amerika: 1908–1973 Fotografien, Briefe, Musik und weiteres Medienmaterial über Johnson. Das kostenlos zugängliche Museum ist fast täglich geöffnet.[55]

1980 verlieh Präsident Jimmy Carter Johnson posthum die Freiheitsmedaille „The Presidential Medal of Freedom“, die höchste zivile Auszeichnung in den USA.

Den Namen des Präsidenten führen: das Manned Spacecraft Center der NASA in Houston, Texas, das 1973 in Lyndon B. Johnson Space Center umbenannt wurde; des Weiteren befindet sich unweit von Stonewall ein Stausee namens Lake Lyndon B. Johnson.

Der amerikanische Historiker Robert Dallek urteilte in seiner Biographie Johnsons von 2004:

„Die Nachwelt wird Lyndon Johnson wegen seines sozialen Engagements dankbar sein. Ich denke der Vietnamkrieg wird in Zukunft verblassen, und man wird Johnson als den effizienten Präsidenten anerkennen, der er war. Er wollte unbedingt der größte Präsident sein, den das Land je hatte. Wenn nicht großen, dann würde ich Johnson als doch annähernd großen Präsidenten bezeichnen, denn es gibt keinen Präsidenten, außer vielleicht Franklin D. Roosevelt, der innenpolitisch mehr geleistet hat als Lyndon B. Johnson.“

Robert Dallek[56]

Im Vorwahlkampf um die Parteinominierung für das Präsidentenamt bei der Wahl von 2008 wurde die Senatorin und ehemalige First Lady Hillary Clinton (spätere US-Außenministerin und Ehefrau von Bill Clinton) dafür kritisiert, dass sie die besondere Bedeutung von Präsident Johnson bei den Bürgerrechten gegenüber Martin Luther King hervorhob. Clinton sagte, dass es eines Präsidenten bedurfte, um diesen Missstand zu beseitigen und der schwarzen Bevölkerung Gleichberechtigung zu garantieren. „Martin Luther Kings Traum begann sich zu verwirklichen als Lyndon Johnson die Gesetze zu den Bürgerrechten durchgesetzt hatte. Dazu war ein Präsident notwendig“, verkündete die Senatorin. Kritiker sahen darin eine Unterstellung, dass nur ein weißer Präsident dazu in der Lage gewesen sei, diese Gesetze zu erlassen. Clinton erklärte daraufhin sie sei absichtlich falsch verstanden worden, um ihrem Kontrahenten, dem späteren Präsidenten Barack Obama einen Vorteil zu verschaffen.[57]

Siehe auch

Publikationen

  • The Vantage point. Perspectives of the Presidency 1963-1969. Holt, Rinehart & Winston, New York et al. 1971, ISBN 0-03-084492-4
  • [in deutscher Übersetzung:] Meine Jahre im Weißen Haus. Präger, München 1971, ISBN 3-7796-8020-3

Literatur

  • Robert Dallek: Lyndon B. Johnson: Portrait of a President. Oxford University Press 2004, ISBN 0-19-515921-7
  • Irving Bernstein: Guns or butter: The presidency of Lyndon Johnson. Oxford University Press, New York, NY [u. a.] 1996, ISBN 0-19-506312-0
  • Irwin Unger, Debi Unger: LBJ: A life. Wiley, New York [u. a.] 1999, ISBN 0-471-17602-8
  • Joseph A. Califano: The Triumph & Tragedy of Lyndon Johnson: The White House Years. Simon & Schuster, New York [u. a.] 1991, ISBN 0-671-66489-1
  • Lloyd C. Gardner: Pay any price: Lyndon Johnson and the wars for Vietnam. Dee, Chicago 1995, ISBN 1-56663-087-8
  • Jeffrey W. Helsing: Johnson's war/Johnson's great society: The guns and butter trap. Praeger, Westport, Connecticut [u. a.] 2000, ISBN 0-275-96449-3
  • Thomas Alan Schwartz: Lyndon Johnson and Europe: In the shadow of Vietnam. Harvard University Press, Cambridge, Massachusetts [u. a.] 2003, ISBN 0-674-01074-4

Weblinks

 Wikisource: Lyndon B. Johnson – Quellen und Volltexte (Englisch)
 Commons: Lyndon B. Johnson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Robert Dallek: Presidency: How Do Historians Evaluate the Administration of Lyndon Johnson?. Hnn.us. Abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. a b Survey of Presidential Leadership - Lyndon Johnson. C-SPAN. Abgerufen am 24. August 2010. (Link nicht mehr abrufbar)
  3. Geschichtsblog der amerikanischen Präsidenten Online
  4. a b lbjlib.utexas.edu: Genealogy for Lyndon B. Johnson
  5. a b c d AmericanPresident.org: Lyndon Johnson: Life before presidency
  6. Who is who: Biografie von Lyndon Johnson
  7. Robert Dallek: Lyndon B. Johnson: Portrait of a President. Oxford University Press, ISBN 0-19-515921-7 S.20
  8. a b c d e f LBJ Library & Museum: Timeline of Lyndon B. Johnson (ausführlicher Lebenslauf auf Englisch)
  9. Gebrechliche Männer im Weißen Haus. In: Der Spiegel. Nr. 12, 1968 (online).
  10. David C. Withney: The American Presidents: Biographies of the Chief Executives from George Washington to Barack Obama, Readers Digest, ISBN 978-1-60652-052-9 S.339
  11. Washington Post: Another race to finish
  12. Robert Dallek: Lyndon B. Johnson: Portrait of a President. Oxford University Press, ISBN 0-19-515921-7, S. 135–140
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  18. Lyndon B. Johnson: Meine Jahre im Weißen Haus. Präger Verlag ISBN 3-7796-8020-3 S. 11
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  30. Lyndon B. Johnson: Meine Jahre im Weißen Haus. Präger Verlag ISBN 3-7796-8020-3 S. 11
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  32. Irving Bernstein: Guns or butter: The presidency of Lyndon Johnson. Oxford Universoty Press, New York, 1996, ISBN 0-19-506312-0 S.610
  33. Lyndon B. Johnson: Meine Jahre im Weißen Haus. Präger Verlag ISBN 3-7796-8020-3 S. 183-185
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  42. National Security Service: The Gulf of Tonkin Incident, 40 Years Later
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  45. Niel Sheehan, Hedrick Smith, et al.: The Pentagon Papers as published by the New York Times. Bantam Books, 1971, Seite 397
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  47. Irving Bernstein: Guns or butter: The presidency of Lyndon Johnson. Oxford Universoty Press, New York 1996, ISBN 0-19-506312-0
  48. AmericanPresident.org: Lyndon Baines Johnson remarks not to seek relection
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  50. Richard Nixon - Abgründe eines Präsidenten; Teil 2
  51. Thomas Alan Schwartz: Lyndon Johnson and Europe: In the shadow of Vietnam. Harvard Univ. Press, Cambridge, Mass. 2003, ISBN 0-674-01074-4, S. 197–210
  52. Robert Dallek: Lyndon B. Johnson: Portrait of a President. Oxford University Press, ISBN 0-19-515921-7, S. 330–343
  53. NY-Times: Remembering the Johnson Treatment
  54. Robert Dallek: Lyndon B. Johnson: Portrait of a President. Oxford University Press, ISBN 0-19-515921-7 S.113
  55. LBJ Library & Museum Guide (PDF, auf deutsch)
  56. History: Die US-Präsidenten (1945–1977)
  57. Süddeutsche Zeitung: Clinton und Obama glätten die Wogen

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