Stolz und Vorurteil (1995)


Stolz und Vorurteil (1995)
Filmdaten
Deutscher Titel Stolz und Vorurteil
Originaltitel Pride and Prejudice
Produktionsland Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1995
Länge 300 / 270 (gekürzte deutsche Fassung) Minuten
Stab
Regie Simon Langton
Drehbuch Andrew Davies, nach dem Roman Stolz und Vorurteil von Jane Austen
Produktion Sue Birtwistle,
Julie Scott,
Michael Wearing
Musik Carl Davis
Kamera John Kenway
Schnitt Peter Coulson
Besetzung

Stolz und Vorurteil (Original: Pride and Prejudice) ist eine britische Fernsehverfilmung von Jane Austens gleichnamigem Roman im Auftrag der BBC aus dem Jahr 1995. Mit Jennifer Ehle und Colin Firth in den Hauptrollen wurde diese sechsteilige Literaturverfilmung zum Straßenfeger sowohl in Großbritannien als auch in den Vereinigten Staaten.[1] In Deutschland wurde Stolz und Vorurteil als Dreiteiler in gekürzter Fassung in einer Fernsehausstrahlung des ZDF erstmals zu Ostern 1997 gezeigt.[2]

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, daß ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts Dringenderes braucht, als eine Frau.

Jane Austen, Stolz und Vorurteil[3]

Anfang des 19. Jahrhunderts zieht der wohlhabende Mr. Charles Bingley in seine neue Sommerresidenz Netherfield nahe dem ländlichen englischen Ort Meryton in Hertfordshire. Als seine neue Nachbarin Mrs. Bennet Nachricht von seiner Ankunft erhält, ist sie sogleich entschlossen, eine ihrer fünf Töchter mit Mr. Bingley zu verheiraten. Ihre älteste Tochter Jane gilt als Lokalschönheit mit sanftem Gemüt. Die zweitälteste Elizabeth, auch ‚Lizzy‘ genannt, ist blitzgescheit und wortgewandt, während die unscheinbare Mary sich lieber dem Klavierspielen hingibt, als sich albern den örtlich stationierten Offizieren an den Hals zu werfen, wie es die beiden jüngsten Schwestern Kitty und Lydia tun. Da die Bennets keinen männlichen Erben besitzen, droht das Familiengut Longbourn nach dem Tod des Vaters Mr. Bennet an dessen Cousin Mr. Collins zu fallen, was die Familie in die Mittellosigkeit stürzen würde. Daher ist Mrs. Bennet bestrebt, ihre Töchter schnellstmöglich mit vermögenden Männern wie Bingley zu verheiraten.

Ball in Meryton

Auf einem Ball in Meryton lernen die Bennets Bingley schließlich kennen, der zusammen mit seinen Schwestern Caroline und Louisa erscheint. Auch sein Freund Mr. Darcy begleitet ihn. Dieser ist wie Bingley noch unverheiratet und sogar noch reicher als er, was Mrs. Bennet ihre Töchter sofort wissen lässt. Während der freundliche Bingley sich umgehend zu Jane hingezogen fühlt, ist die ländliche Gesellschaft Darcy zutiefst zuwider. Als ihn sein Freund zum Tanzen ermutigen will und Elizabeth als Tanzpartnerin vorschlägt, äußert sich Darcy sehr abschätzig über die Frauen im Saal. Er findet, dass Elizabeth zwar annehmbar wäre, aber nicht hübsch genug sei, um ihn in Versuchung zu führen. Elizabeth, die seine kränkenden Worte hören konnte, hegt fortan eine tiefe Abneigung gegen ihn und sein arrogantes Verhalten.

Aufenthalt in Netherfield

Um eine eheliche Verbindung ihrer ältesten Tochter mit Bingley zu sichern, schickt Mrs. Bennet Jane eines Tages allein nach Netherfield, um den Bingleys einen Besuch abzustatten. Da sie durch einen Regenschauer reiten muss, fängt sich Jane eine Erkältung ein, weshalb sie für mehrere Tage in Netherfield verweilen muss und Bingley dabei näher kommt – genau so wie es ihre Mutter geplant hatte. Elizabeth macht sich derweil Sorgen um ihre Schwester, zu der sie sich tief verbunden fühlt. Beide wollen aus Liebe heiraten, sind sich jedoch bewusst, ihrer Familie zuliebe eine gute Partie machen zu müssen, was sie nur noch enger zusammenschweißt. Als Jane per Brief um Elizabeths Hilfe bittet, weil sie sich in Gegenwart von Bingleys hochnäsigen Schwestern unwohl fühlt, macht sich Elizabeth sofort auf den Weg nach Netherfield. Als sie dort zu Fuß eintrifft, begegnet ihr Darcy, der ebenfalls Gast der Bingleys ist. Beide tun sich schwer im Umgang miteinander, besonders als sich Darcy für sie zu interessieren beginnt. Ihm imponieren ihr scharfer Verstand und ihre Offenheit bei einer Diskussion über die Eigenschaften einer gebildeten Frau. Auch ihr äußerlicher Liebreiz lässt ihn nicht länger kalt.

Ankunft von Mr. Collins

Zurück in Longbourn begrüßen die Bennets ihren Cousin Mr. Collins als Gast. Wie sich herausstellt, ist der Erbe von Longbourn ein aufgeblasener Pfarrer, der sich nach einer Braut umschaut und keine Gelegenheit auslässt, um selbstgefällig von seiner reichen Gönnerin Lady Catherine de Bourgh zu erzählen. Mrs. Bennet gegenüber äußert er den Wunsch, eine ihrer fünf Töchter zu heiraten, um das Erbe großzügigerweise in der Familie der Bennets zu belassen. Er hat dabei ein Auge auf Jane geworfen, doch Mrs. Bennet gibt ihm umgehend zu verstehen, dass diese bereits mit Mr. Bingley so gut wie verlobt sei. Und so wählt Mr. Collins Elizabeth als seine Zukünftige aus. Unterwegs in Meryton lernen die Bennet-Schwestern daraufhin den charmanten George Wickham kennen. Er und Elizabeth verstehen sich auf Anhieb. Als Darcy zu ihnen stößt und Wickham erkennt, reitet er an ihnen demonstrativ vorbei, ohne sie zu grüßen. Um Darcys unhöfliches Verhalten Elizabeth zu erklären, vertraut Wickham ihr an, dass er Darcy seit Kindertagen kennt. Dessen Vater habe ihn geliebt wie einen eigenen Sohn, weshalb er ihm einen Teil seines Vermögens und eine kleine Pfarrei vermachen wollte. Aus Eifersucht habe Darcy nach dem Tod seines Vaters Wickham das versprochene Erbe verweigert und ihn damit zum Militärdienst gezwungen. Elizabeth ist schockiert über diese Enthüllung, die ihren schlechten Eindruck von Darcy bestätigt und umso mehr verstärkt.

Ball in Netherfield

Als Bingley einen Ball in Netherfield veranstaltet, treffen Elizabeth und Darcy erneut aufeinander. Zu ihrer großen Überraschung fordert er sie zum Tanz auf. Da ihr spontan keine passende Ausrede einfällt, sieht sie sich der Etikette wegen gezwungen, seinem Wunsch Folge zu leisten. Während des Tanzes versucht Elizabeth, sich gleichgültig zu geben, kann sich letztlich jedoch nicht zurückhalten, Darcy sein mutmaßliches Fehlverhalten gegenüber Wickham vorzuwerfen. Darcy wiederum behagt es nicht, wie berechnend Elizabeths Mutter ihre Töchter verkuppelt und allen verkündet, dass eine Verlobung von Jane und Bingley kurz bevor stehe, zumal Darcy stark bezweifelt, dass Jane seinen Freund Bingley aufrichtig liebt. Am nächsten Morgen ergreift Mr. Collins die Gelegenheit, Elizabeth einen Heiratsantrag zu machen, den diese entschieden ablehnt. Mr. Collins kann zunächst nicht glauben, dass ihr „Nein“ auch wirklich „Nein“ bedeutet. Er ist überzeugt, dass es sich dabei um typisch weibliche Koketterie handelt. Doch Elizabeth macht ihm schließlich unmissverständlich klar, dass sie nicht an ihm interessiert ist. Empört über diese Zurückweisung hetzt er Mrs. Bennet gegen Elizabeth auf, um sie doch noch umzustimmen. Während seine Gattin vor Wut kocht, ist Mr. Bennet erleichtert, dass seine Lieblingstochter den Antrag abgelehnt hat. Als Elizabeth erfährt, dass sich ihre beste Freundin Charlotte Lucas mit Mr. Collins verlobt hat, ist sie entsetzt über diese Neuigkeit. Doch im Gegensatz zu ihr hat Charlotte keinerlei romantische Ideen. Sie gibt sich damit zufrieden, in Mr. Collins einen Mann gefunden zu haben, der ihr ein sorgenfreies Leben bieten kann.

Plötzlicher Aufbruch nach London

Als die Bingleys im Herbst nach London zurückkehren, ohne sich von Jane zu verabschieden, ist diese überzeugt, dass Bingley nicht länger an ihr interessiert ist. Elizabeth dagegen ist sich sicher, dass hinter der plötzlichen Abreise Bingleys Schwestern stecken, um eine Heirat zwischen ihrem Bruder und Jane zu verhindern. Ermutigt durch ihre Schwester besucht Jane ihren Onkel und ihre Tante, Mr. und Mrs. Gardiner, in London, in der Hoffnung, Bingley dort wiederzusehen. Obwohl sie ihm Briefe schreibt, in denen sie von ihrem Aufenthalt in London berichtet, erhält sie zu ihrer Enttäuschung weder eine Antwort, noch eine Einladung. Währenddessen besucht Elizabeth ihre Freundin Charlotte, die inzwischen Mr. Collins geheiratet hat. Zusammen werden sie von Lady Catherine de Bourgh auf deren imposantes Anwesen namens Rosings eingeladen, wo sich Elizabeth mit ihrer offenen Art alles andere als beliebt bei ihrer Gastgeberin macht. Lady Catherine, die es gewohnt ist, dass man ihr mit Unterwürfigkeit und Ehrerbietung begegnet, ist empört, als sie erfährt, dass Elizabeths jüngere Schwestern bereits in die Gesellschaft eingeführt wurden. Sie gibt Elizabeth deutlich zu verstehen, dass sie von ihr und ihrer Familie nicht viel hält. Ihr Neffe ist Mr. Darcy, der mit seinem Cousin Colonel Fitzwilliam ebenfalls in Rosings eintrifft. Von Letzterem erfährt Elizabeth, dass es Darcy war, der Bingley geraten hat, Jane nicht wiederzusehen.

Unerwarteter Heiratsantrag

Kurz darauf gesteht Darcy Elizabeth seine Liebe und bittet um ihre Hand, obwohl ihm ihre Familie, insbesondere ihre Mutter und frühreifen Schwestern Kitty und Lydia, nicht zusagen und er damit gegen seine Interessen, seinen Stand und seinen Willen handelt. Elizabeth kann es nicht fassen, dass der Mann, der das Glück ihrer Schwester zerstört hat und offenbar Wickham einst ums Erbe brachte, ihr einen Heiratsantrag macht. Sie weist ihn zurück mit den Worten, dass er der letzte Mann auf der Welt sei, den sie jemals heiraten würde. Später lässt Darcy ihr einen Brief zukommen, in dem er ihr die Beweggründe für sein Handeln erläutert. Als Freund habe er Bingley empfohlen, Jane zu vergessen, weil er den Eindruck hatte, dass Jane ihn nicht wirklich lieben würde. In diesem Fall habe er sich geirrt. Was Mr. Wickham betrifft, so habe er sich nichts vorzuwerfen. Als sein Vater starb, verlangte Wickham von Darcy, dass er ihm die Pfarrei auszahlt, um mit der Abfindung seinen verschwenderischen Lebenswandel zu finanzieren. Als ihm das Geld erneut ausging, hatte sich Wickham an Darcys jüngere Schwester Georgiana herangemacht, um mit der damals erst 15-jährigen samt ihrem Erbe von 30.000 Pfund durchzubrennen. Darcy konnte dies jedoch verhindern, woraufhin Wickham sich aus dem Staub gemacht hat. In dem Moment, da Elizabeth Darcys Zeilen liest, wird ihr bewusst, wie sehr sie sich in ihm getäuscht hat. Sie fühlt sich zutiefst beschämt und bereut ihre Vorbehalte gegen ihn.

Wiedersehen in Pemberley

Kurze Zeit später wird Elizabeth von ihren Verwandten, den Gardiners, eingeladen, sie auf einer Reise nach Derbyshire zu begleiten. Auf ihrer Erkundungstour durch die Gegend machen sie auch Halt bei Pemberley, dem herrlich gelegenen Wohnsitz von Darcy. Da dieser gegenwärtig nicht in Pemberley weilt, dürfen Elizabeth und die Gardiners in Begleitung der Hausdame das prächtige Anwesen besichtigen. Letztere schwärmt von ihrem Hausherrn in den höchsten Tönen und weiß nur Gutes über ihn zu berichten. Als Elizabeth verträumt durch Pemberleys großen Garten wandelt, kommt ihr Darcy unerwartet entgegen. Beide sind gleichermaßen überrascht, sich an diesem Ort wiederzusehen. Peinlich berührt will Elizabeth unverzüglich abreisen, doch Darcy überredet sie und die Gardiners, gemeinsam spazieren zu gehen. Zudem lädt er sie zu einer Gesellschaft ein, bei der auch die Bingleys und seine schüchterne Schwester Georgiana zugegen sind. Als Caroline Bingley im Verlauf ihres selbstherrlichen Gesprächs Mr. Wickhams Namen erwähnt, hält Georgiana bestürzt in ihrem Klavierspiel inne. Elizabeth rettet die Situation, indem sie vom Thema ablenkt, wofür ihr Darcy einen dankbaren Blick zuwirft, den sie freundlich erwidert.

Eine schockierende Neuigkeit

Am nächsten Morgen erhält Elizabeth zwei Briefe von Jane, in denen diese ihr mitteilt, dass ihre jüngste Schwester Lydia mit Wickham durchgebrannt ist und keiner weiß, wo sie sich momentan aufhalten. Elizabeth macht sich heftige Vorwürfe, ihre Familie nicht vor Wickhams scheinheiligen Charakter gewarnt zu haben. Gleichzeitig droht der Skandal ihre Familie endgültig ins soziale Abseits zu stürzen, was die Heiratschancen für sie und ihre anderen Schwestern erheblich mindert, wenn nicht sogar unmöglich macht. Als Elizabeth sich anschickt, nach Longbourn zurückzukehren, und Darcy sie mit Tränen in den Augen vorfindet, besteht er darauf zu erfahren, was passiert sei. Sie erklärt ihm die Umstände, woraufhin er sich eilig von ihr verabschiedet. Elizabeth ist überzeugt, dass sie ihn nie wiedersehen wird. Nachdem sie in Longbourn eintrifft und ihre Mutter aufgrund der Lage ganz außer sich ist, erreicht die Bennets eine Nachricht der Gardiners, die besagt, dass der Aufenthaltsort von Lydia und Wickham nicht länger unbekannt ist und dass Wickham bereit ist, Lydia für eine finanzielle Gegenleistung zu heiraten. Am darauffolgenden Abend erzählt Elizabeth ihrer Schwester Jane von ihrem letzten Zusammentreffen mit Darcy. Auch wenn sie ihn wahrscheinlich nie wiedersieht, bereut sie es, dass sie ihm von Lydias Fehltritt berichtet hat. Jane ist der Meinung, dass es sie nicht kümmern sollte, was Darcy von ihr hält. Doch Elizabeth hadert mit sich selbst. Sie könne es nicht ertragen, wenn er schlecht von ihr dächte.

Lady Catherines Forderung

Nachdem Wickham und Lydia als verheiratetes Paar bei den Bennets eintreffen und von Mrs. Bennet euphorisch empfangen werden, erfährt Elizabeth, dass es Darcy war, der das Paar in London ausfindig machte, die Hochzeit arrangierte und damit die Bennets vor der Schande bewahrt hat. Im Herbst desselben Jahres reiten Bingley und Darcy nach Longbourn, wo Bingley um Janes Hand anhält. Jane ist überglücklich, ebenso wie ihre gesamte Familie. Nicht viel später trifft ein weiterer unerwarteter Gast ein. Lady Catherine besteht darauf, mit Elizabeth unter vier Augen zu sprechen. Ihr sei zu Ohren gekommen, dass Elizabeth mit Darcy verlobt ist. Da sie aber will, dass ihre kränkliche Tochter Anne Darcys Frau wird, verlangt sie zu erfahren, ob die Gerüchte der Wahrheit entsprechen. Als Elizabeth Lady Catherine versichert, dass zwischen ihr und Darcy kein Verlöbnis besteht, fordert Lady Catherine von ihr, auch in Zukunft auf eine Verlobung mit Darcy zu verzichten. Doch Elizabeth weigert sich, ihr ein solches Versprechen zu geben. Bei einem gemeinsamen Spaziergang mit Darcy dankt Elizabeth ihm für den großen Dienst, den er ihrer Familie bezüglich Lydia erwiesen hat. Er gesteht ihr, dass er es nicht für ihre Familie, sondern nur für sie getan habe. Seine Empfindungen ihr gegenüber haben sich nicht geändert. Sollten ihre Gefühle noch die gleichen sein wie bei seinem ersten Heiratsantrag, so werde er nie wieder davon sprechen. Doch Elizabeth, die sich inzwischen über ihre tiefe Liebe zu ihm im Klaren ist, entschuldigt sich für ihr abweisendes Verhalten in der Vergangenheit und erwidert, dass sich ihre Gefühle vollkommen gewandelt haben. Es folgt eine Doppelhochzeit, bei der Bingley mit Jane und Darcy mit Elizabeth vor den Traualtar schreiten, um sich das Ja-Wort zu geben.

Hintergrund

Buchvorlage

Erste Ausgabe von Stolz und Vorurteil aus dem Jahr 1813

Jane Austens Roman Stolz und Vorurteil (Pride and Prejudice) wurde erstmals 1813 nach dem Wunsch der Autorin anonym veröffentlicht. Nachdem das Buch in drei Bänden mit einer Auflage von 1.500 Exemplaren in England erschien und innerhalb eines halben Jahres ausverkauft war, sodass eine neue Auflage folgte, entwickelte sich Stolz und Vorurteil bereits zu Austens Lebzeiten zu ihrem beliebtesten Werk.[4] Im 20. Jahrhundert wurde die Geschichte von Elizabeth Bennet und ihrem Mr. Darcy mehrfach verfilmt, u. a. fünfmal als britische Fernsehverfilmung in den Jahren 1938, 1952, 1958, 1967 und 1980. In Hollywood versuchte man sich 1940 an einer ersten Leinwandadaption mit Greer Garson und Laurence Olivier in den Hauptrollen (siehe Stolz und Vorurteil). Im Herbst 1986 entschieden sich die Produzentin Sue Birtwistle und Drehbuchautor Andrew Davies, den Roman ein weiteres Mal für das Fernsehen zu adaptieren. Birtwistle entdeckte Austens Buch im Alter von 15 Jahren und schwärmte später: „Ich habe es bestimmt hundertmal gelesen. Und ich finde immer noch neue Dinge darin. Jane Austen verschwendet kein einziges Wort. Nicht ein Satz ist unnötig.“[5] Auch Andrew Davies äußerte sich euphorisch: „Der Roman ist in der Tat mein Lieblingsbuch und das schon seit Jahren. Ich habe ihn aus purer Freude immer und immer wieder gelesen.“ Besonders die Hauptfigur des Romans habe es ihm angetan. „Wie alle anderen, habe ich mich in Elizabeth verliebt“, erzählte er. „Sie ist sehr moralisch, sie hat einen wunderbaren Sinn für Humor, sie macht sich über andere Leute lustig, während sie sich selbst nicht allzu ernst nimmt, ohne dabei ihr Licht unter den Scheffel zu stellen.“[6]

Vorproduktion

Sowohl Davies als auch Birtwistle wollten dem Geist des Romans treu bleiben. „Es ist ein lebendiges Buch und wir wollten unbedingt seine Vitalität vermitteln“, erklärte Birtwistle. „Wir wollten nicht, dass die Darsteller steif in Salons herumsitzen.“[7] Um die visuellen Möglichkeiten des filmischen Erzählens zu nutzen und damit die Charaktere besonders menschlich erscheinen zu lassen, fügte Davies der Handlung kleine Szenen hinzu, die z. B. zeigen, wie sich die Bennet-Schwestern entsprechend einkleiden, um sich auf dem Heiratsmarkt zu präsentieren, oder wie die männlichen Akteure ihren Hobbys nachgehen.[8] Auch die Anfangsszene, bei der Mr. Bingley und Mr. Darcy nach Netherfield reiten, steht so nicht im Buch. Zudem schrieb Davies zusätzlichen Dialog, um bestimmte Ereignisse dem modernen Publikum zu erklären, ohne den ursprünglichen Dialog des Romans allzu sehr zu verändern.[9] Das größte Problem war jedoch, die langen Briefe der Figuren in das Drehbuch zu integrieren. Dazu bediente sich Davies verschiedener Filmtechniken, wie Voice-over und Rückblenden, und ließ die Figuren die Briefe sich selbst oder einander vorlesen.[8] Da die bis dahin letzte Verfilmung von Stolz und Vorurteil nur wenige Jahre zurücklag, wurde das Drehbuch zunächst von keinem britischen Fernsehsender gekauft.[10] Erst 1993 erwarb der BBC-Produzent Michael Wearing die Verfilmungsrechte und brachte daraufhin die Produktion mit finanzieller Unterstützung des US-amerikanischen Privatsenders A&E Network ins Rollen.[11] Anfang 1994 wurden schließlich der britische Regisseur Simon Langton und eine Reihe von Set-Dekorateuren für das Projekt verpflichtet.[11]

Besetzung

Bei der Besetzung der vielen Charaktere von Stolz und Vorurteil legten Produzentin Sue Birtwistle und Regisseur Simon Langton viel Wert darauf, Schauspieler zu finden, die sowohl Geist, Charme und Charisma versprühen, als auch für einen Kostümfilm geeignet sind. Für die Rolle der 20-jährigen Elizabeth Bennet sprachen Hunderte von Schauspielerinnen zwischen 15 und 28 vor. Diejenigen, die auf den ersten Blick die richtige Ausstrahlung besaßen, wurden daraufhin vor einer Kamera in Kostümen und Make-up getestet.[12] Von etwa zwölf finalen Kandidatinnen wurde schließlich die britisch-amerikanische Schauspielerin Jennifer Ehle für die Hauptrolle ausgewählt. Die damals 25-jährige Ehle hatte Austens Stolz und Vorurteil bereits mit zwölf gelesen.[12] „Elizabeth hat viele Charaktereigenschaften, von denen die Frauen der 1990er glauben, sie errungen oder gar erfunden zu haben,“ befand Ehle. „Es ist aufregend, diese in einer Frauenfigur wiederzufinden, die von einer Frau Anfang des 19. Jahrhunderts erschaffen wurde.“[13]

Als stolzen Fitzwilliam Darcy wollte Birtwistle unbedingt Colin Firth, mit dem sie bereits 1987 für die Filmkomödie Dutch Girls zusammengearbeitet hatte. Doch der damals eher unbekannte britische Schauspieler Mitte 30 zögerte, das Angebot anzunehmen. Birtwistle erinnerte sich, dass Firth bis dahin keine einzige Zeile von Jane Austen gelesen hatte und ihre Bücher als typische Frauenliteratur ansah. Doch nachdem er das Drehbuch las und es ihm gefiel, änderte er seine Meinung und er nahm die Rolle schließlich an.[14] Während der Dreharbeiten wurden Firth und Ehle auch hinter den Kulissen ein Paar. Ihre Beziehung wurde allerdings erst nach ihrer Trennung bekannt.[15]

Die restlichen Rollen wurden mit weiteren britischen Schauspielern besetzt, wobei Alison Steadman als törichte Mrs. Bennet, Julia Sawalha als deren jüngste und frivole Tochter Lydia und Barbara Leigh-Hunt als gebieterische Lady Catherine de Bourgh ohne Vorsprechen sofort engagiert wurden.[12] Für die Rolle des zynischen Mr. Bennet wurde Benjamin Whitrow verpflichtet, der für seine Leistung später eine Nominierung für den BAFTA TV Award erhielt.

Um Charles Bingley nicht nur charakterlich, sondern auch physisch von Mr. Darcy abzuheben, bekam Crispin Bonham-Carter den Part des gutherzigen, jedoch leicht beeinflussbaren Mr. Bingley.[12] Ursprünglich hatte Bonham-Carter für die Rolle des charmanten, betrügerischen George Wickham vorgesprochen, doch Adrian Lukis erhielt an seiner Statt diese Rolle. Bonham-Carter, der mit der Schauspielerin Helena Bonham Carter verwandt ist, war am Ende alles andere als unzufrieden. Den Bingley zu spielen war für ihn „wie ein Traum, der wahr wurde“, denn er fand, dass obwohl Darcys Freund fortwährend als lieber, naiver Kerl daherkommt, er sich trotzdem weiterentwickeln würde. Am Anfang ließ er sich noch stark von Darcy beeinflussen, doch dann „wird er ein bisschen erwachsen und hat eigene Meinungen.“[16] Bingleys eingebildete Schwester Caroline wurde von Anna Chancellor gespielt, die 1994 als Hugh Grants ehemalige Flamme Henrietta alias „Duckface" in Vier Hochzeiten und ein Todesfall (Four Weddings and a Funeral) bekannt wurde.

Bei der Besetzung von Darcys jüngerer Schwester Georgiana fiel es den Produzenten schwer, eine geeignete Darstellerin zu finden, die sowohl Unschuld, Stolz und Schüchternheit vermitteln konnte, als auch fähig war, Klavier zu spielen. Nachdem mehr als 70 Schauspielerinnen getestet wurden, entschied sich Regisseur Langton für Emilia Fox, deren Mutter Joanna David im Film die Mrs. Gardiner spielte.[12]

Dreharbeiten

Luckington Court als Longbourn, das Haus der Bennets

Zwei Wochen bevor die offiziellen Dreharbeiten im Juni 1994 begannen, trafen sich etwa 70 Beteiligte aus Stab und Besetzung, um erste Dreh- und Tanzproben durchzuführen.[17] Daraufhin dienten acht Bühnen der BBC-Studios in London und 24 verschiedene Außendrehorte in England als Schauplätze der Handlung.[18] Die meisten altehrwürdigen Gebäude, die in der Verfilmung zu sehen sind, gehören dem britischen National Trust und stehen damit unter Denkmalschutz.[17]

Als Schauplatz für das Dorf Meryton diente der kleine Ort Lacock in Wiltshire, der ebenfalls unter dem Schutz des National Trusts steht. Nicht weit entfernt entdeckten die Produzenten ein Privathaus namens Luckington Court, das als Heim der Familie Bennet geeignet war. Dort fanden daraufhin für zehn Wochen Innen- und Außenaufnahmen statt. Im Kontrast dazu wurde Lyme Park in Cheshire als Darcys prächtiges Anwesen Pemberley ausgewählt, wo allerdings nur Außenaufnahmen gemacht werden durften. Die Interieurs von Pemberley wurden stattdessen in Sudbury Hall in Sudbury, Derbyshire, gedreht.[19]

Belton House als Lady Catherine de Bourghs Residenz Rosings

Für Lady Catherine de Bourghs pompöse Residenz Rosings entschied man sich für Belton House in Grantham, Lincolnshire, während man mit Old Rectory in Teigh, Leicestershire, das ideale Haus für Mr. Collins’ eher bescheidenes Heim Hunsford fand.[19] Edgcote Hall in Banbury, Oxfordshire, diente dagegen als Kulisse für Bingleys Sommersitz Netherfield.

Die Szenen in den Straßen von London wurden in Warwick, Warwickshire, gedreht, während die Rückblenden von Wickhams Versuch mit Georgiana durchzubrennen im englischen Badeort Weston-super-Mare in Somerset inszeniert wurden.[19]

Die Dreharbeiten fanden bis November 1994 statt, woraufhin die Postproduktion bis Mitte Mai 1995 erfolgte.[11]

Rezeption

Stolz und Vorurteil wurde an sechs aufeinanderfolgenden Sonntagabenden vom 24. September bis 29. Oktober 1995 erstmals im britischen Fernsehen gezeigt. Bei der letzten Episode verfolgten stolze zehn Millionen Zuschauer, wie Elizabeth und Darcy heiraten.[20] Damit bescherte die Folge der BBC einen Marktanteil von 40 Prozent, was bis dahin noch keiner Literaturverfilmung des britischen Senders gelang.[14] Die Produktionskosten von damals umgerechnet 14 Millionen Mark konnten über Werbeeinnahmen und Verkäufe ins Ausland locker wieder eingenommen werden.[20] Noch ehe die letzte Folge ausgestrahlt wurde, sicherten sich acht weitere Länder die Ausstrahlungsrechte, wohingegen in Großbritannien bereits 70.000 Videos mit der kompletten Reihe verkauft wurden. Eine Sprecherin der BBC nannte die enorme Nachfrage „ein großes Phänomen“, vor allem im Hinblick darauf, dass es den Zuschauern möglich war, die Folgen selbst auf Video aufzuzeichnen.[21] Auch der Soundtrack mit der Musik von Carl Davis und ein Begleitbuch von Sue Birtwistle und Susie Conklin mit dem Titel The Making of Pride and Prejudice fanden schnell großen Absatz.

Lyme Park in Cheshire diente als Darcys Anwesen Pemberley.

Daraufhin eroberte Jane Austens Roman von 1813 die Bestsellerlisten, während der National Trust mit seinen Schlössern und Anwesen, die in der Verfilmung zu sehen sind, zahlreiche Anfragen zu Tapetenmustern und Vorhängen erhielt.[20] Zudem strömen seither zahlreiche Touristen zu den Drehorten, um Pemberley oder Longbourn zu besichtigen. Überhaupt herrschte eine regelrechte Austen-Manie Mitte der 1990er, nachdem weitere Adaptionen von Austens Büchern auch im Kino sehr erfolgreich waren, so z. B. Sinn und Sinnlichkeit (Sense and Sensibility, 1995) mit Emma Thompson und Kate Winslet, Emma (1996) mit Gwyneth Paltrow oder auch die Teenie-Komödie Clueless – Was sonst! (Clueless, 1995), deren Handlung auf Austens Emma basierte.[9]

In den Vereinigten Staaten schalteten im Januar 1996 bis zu 3,7 Millionen Amerikaner ein, als der Sender A&E Network die sechs Episoden in Doppelfolgen an drei Abenden ausstrahlte.[9][22] In Deutschland wurde Stolz und Vorurteil erstmals zu Ostern 1997 vom 28. bis 30. März gezeigt.[2] Das ZDF hatte sich die Rechte gesichert, gab eine deutsche Synchronisation in Auftrag und strahlte die Austen-Adaption als Dreiteiler in einer um ca. 30 Minuten gekürzten Fassung aus. Daraufhin erschien auch eine deutsche Ausgabe des Buchs über die Dreharbeiten von Birtwistle und Conklin unter dem Titel Stolz und Vorurteil: Die Welt der Jane Austen. 2005 wurde die ZDF-Fassung auf einer deutschen DVD veröffentlicht. 2008 erschien eine weitere DVD, bei der neben der ZDF-Fassung auch die ungeschnittene englische Langfassung mit deutschen Untertiteln enthalten ist.

Die internationalen Kritiken fielen mit wenigen Ausnahmen ausgesprochen positiv aus, wobei besonders die üppige Ausstattung und die Leistung der Darsteller gelobt wurden. Stolz und Vorurteil wurde zudem in sechs Kategorien für den britischen BAFTA TV Award nominiert, den Jennifer Ehle als beste Hauptdarstellerin gewann. In den Vereinigten Staaten erhielt die Produktion vier Nominierungen für den Emmy, mit dem das Kostümdesign letztlich ausgezeichnet wurde.

Kritiken

„Diese bezaubernde Verfilmung voller Geist, Schönheit und Romantik ist eine einzige Freude. […] die Szene, in der sich Elizabeth und Darcy auf seinem Anwesen zufällig treffen […], ist vielleicht der schönste Moment der gesamten bewundernswerten Adaption. […] Herrlich gefilmt von John Kenway, geschickt geschnitten von Peter Coulson, sieht das Resultat einfach hinreißend aus. […] Dekorateur Gerry Scott hat sich mit der Innenausstattung selbst übertroffen, während die Außenaufnahmen überwältigend sind.“

Tony Scott, Variety[23]

„Diese grandiose Adaption mit einem bemerkenswert werkgetreuen und fein nuancierten Skript von Andrew Davies ist […] ein geistreicher Mix aus Liebesgeschichte und sozialen Wirren […]. Wie schon der Roman bietet diese Produktion viele erinnerungswürdige Momente. […] Mr. Collins’ Szenen mit seiner Gönnerin, Lady Catherine de Bourgh, sind höchst amüsant […]. Und Barbara Leigh-Hunt macht Lady Catherine zu einer wunderbar herrischen Hexe. […] Miss Ehle gelingt es, Lizzy besonders intelligent und selbstbewusst darzustellen, ohne überheblich zu wirken. Und Mr. Firth fängt Mr. Darcys versnobten Stolz hervorragend ein, während er vor allem durch intensive Blicke vermittelt, dass er sich gegen seinen Willen verliebt.“

John J. O’Connor, The New York Times[24]

„Aufwändig und geschmackvoll […] ist diese Produktion voll von Austens schelmischem Humor […]. Die Produktionswerte mit sorgfältig studierten Gärten und Salons sind erstklassig […]. Und doch, inmitten der Gediegenheit, lauert erotische Spannung. Colin Firth spielt Mr. Darcy, als ob er eine Schöpfung der Brontës statt der ironischen, abgeklärten Austen wäre. Dieser Darcy ist ein Mann, der eingenommen ist von seiner Leidenschaft für Elizabeth (Jennifer Ehle), die geistreiche, redegewandte Heldin des Romans. Seine Augen sind durchdringend und er kann sie nicht von ihr nehmen.“

Ginia Bellafante, Time[25]

„Was Fernsehadaptionen von literarischen Klassikern angeht, so könnte diese wahrscheinlich nicht besser sein. […] Firth ist kein bisschen verweichlicht oder oberflächlich – und Jennifer Ehle zeigt die richtige Art geistreicher Intelligenz als Elizabeth. Benjamin Withrow stiehlt als Mr. Bennet häufig die Show.“

Gerald Gilbert, The Independent[26]

„Die Darsteller spielen hervorragend […]. Jennifer Ehle und Colin Firth sind besonders gut in ihren Hauptrollen als Elizabeth Bennet und Mr. Darcy.“

Mike Cummings, All Movie Guide[27]

„Das Urteil ist zwiespältig. Natürlich waren die Darstellerleistungen bemerkenswert. Natürlich waren die Kulissen und Kostüme vom Allerfeinsten, die Landschaften unvergleichlich grün und schön und die Herrensitze einmalig prächtig. Natürlich wurde mit Eleganz die Zeit der edlen Gefühle beschworen, und die Zuschauer konnten nostalgisch in der Gewißheit schwelgen, daß früher alles viel besser war […]. Doch im Vergleich mit Sinn und Sinnlichkeit beispielsweise fiel auf, daß es den BBC-Machern gerade an jenem Quentchen Distanz fehlte, an jenem feinen Hauch von Ironie, der die süßliche Austen-Geschichte heute überhaupt erst verdaulich macht. So aber fiel sie doch reichlich platt aus.“

Klaus Wienert, Berliner Zeitung[28]

„Detailgetreue Version zum Genießen.“

TV Movie[29]

Auszeichnungen

Colin Firth alias Mr. Darcy (2009)

BAFTA TV Awards

Gewonnen:

  • Beste Hauptdarstellerin in einem TV-Film – Jennifer Ehle

Nominiert:

  • Bester Hauptdarsteller in einem TV-Film – Colin Firth
  • Bester Hauptdarsteller in einem TV-Film – Benjamin Whitrow
  • Bestes Kostümdesign – Dinah Collin
  • Beste Maske – Caroline Noble
  • Beste Dramaserie

Emmy

Gewonnen:

  • Bestes Kostümdesign in einer Miniserie – Dinah Collin

Nominiert:

  • Bestes Drehbuch in einer Miniserie – Andrew Davies
  • Beste Choreografie – Jane Gibson
  • Beste Miniserie

Weitere

  • Satellite Awards-Nominierung in der Kategorie Beste Miniserie
  • Television Critics Association Award in der Kategorie Beste Miniserie
  • Writers Guild of Great Britain, Bestes Drehbuch für eine Dramaserie – Andrew Davies
  • Broadcasting Press Guild Award in den Kategorien Beste Dramaserie und Bester Schauspieler – Colin Firth
  • Banff Rockie Award in der Kategorie Beste Miniserie

Deutsche Fassung

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand für die erste Fernsehausstrahlung im ZDF (28. bis 30. März 1997).[30]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Elizabeth Bennet Jennifer Ehle Juana-Maria von Jascheroff
Mr. Darcy Colin Firth Stefan Gossler
Mrs. Bennett Alison Steadman Uta Hallant
Mr. Bennet Benjamin Whitrow Günther Naumann
Kitty Bennet Polly Maberly Kellina Klein
George Wickham Adrian Lukis Torsten Sense
Lady Catherine de Bourgh Barbara Leigh-Hunt Bettina Schön
Mrs. Gardiner Joanna David Sonja Deutsch
Col. Fitzwilliam Anthony Calf Tom Vogt

DVD-Veröffentlichungen

  • Pride & Prejudice – Stolz und Vorurteil. (2 DVDs), KSM GmbH 2005, gekürzte ZDF-Fassung, nur deutsche Tonspur, Making-of
  • Pride & Prejudice – Stolz und Vorurteil. (6 DVDs), KSM GmbH 2008, gekürzte ZDF-Fassung und ungeschnittene englische Langfassung mit deutschen Untertiteln, Making-of
  • Pride & Prejudice – Stolz und Vorurteil (15th Anniversary Edition). (6 DVDs), KSM GmbH 2010, gekürzte ZDF-Fassung sowie Langfassung auf Englisch und erstmals auf Deutsch, Dokumentation Presumption, Making-of

Soundtrack

  • Pride and Prejudice: The Original Soundtrack from the A&E Special Presentation. Angel Records 1996, eine CD mit 24 Kompositionen von Carl Davis

Literatur

Weitere Verfilmungen des Romans

  • 1938: Pride and Prejudice – Großbritannien – Fernsehfilm
  • 1940: Stolz und Vorurteil (Pride and Prejudice) – USA – Spielfilm mit Greer Garson und Laurence Olivier
  • 1952: Pride and Prejudice – Großbritannien – sechsteilige Fernsehverfilmung der BBC
  • 1958: Pride and Prejudice – Großbritannien – sechsteilige Fernsehverfilmung der BBC
  • 1967: Pride and Prejudice – Großbritannien – sechsteilige Fernsehverfilmung der BBC
  • 1980: Stolz und Vorurteil (Pride and Prejudice) – Großbritannien – fünfteilige Fernsehverfilmung der BBC
  • 2004: Liebe lieber indisch (Bride and Prejudice) – Großbritannien/USA – Spielfilm mit Aishwarya Rai
  • 2005: Stolz und Vorurteil (Pride and Prejudice) – Frankreich/Großbritannien – Spielfilm mit Keira Knightley und Matthew Macfadyen
  • 2008: Lost in Austen – Großbritannien – vierteilige Fernsehverfilmung der BBC

Einzelnachweise

  1. Seifenoper und Satire, 19. Februar 1996, Der Spiegel
  2. a b Klaus Wienert: Süßliche Geschichte, 1. April 1997, Berliner Zeitung
  3. "It is a truth universally acknowledged that a single man in possession of a good fortune must be in want of a wife." So lautet der erste Satz von Jane Austens Roman Stolz und Vorurteil.
  4. Claire Tomalin: Jane Austen: A Life. Vintage, 1999, S. 161, ISBN 0-679-76676-6
  5. "I must have read it, oh, hundreds of times. And I'm still finding new things in it. Jane Austen doesn't waste a word. Not a sentence is superfluous.", aetv.com
  6. "The novel itself is actually my favourite novel and has been for ages. I've read it simply for pleasure so many times, [...] like everybody else, I'm in love with Elizabeth. [...] She's fiercely moral, she's got a terrific sense of humour, she makes fun of people, she doesn't take herself seriously, but she doesn't put herself down, either.", Sue Birtwistle, Susie Conklin: The Making of Pride and Prejudice. Penguin Books, 1995, S. 1
  7. "It's a lively book, and we wanted to get across its vitality. We didn't want people sitting stiffly in drawing rooms.", William Grimes: COVER STORY, An Austen Tale of Sex and Money in Which Girls Kick Up Their Heels, 14. Januar 1996, New York Times
  8. a b Birtwistle & Conklin, S. 1-13
  9. a b c Ronnie Jo Sokol: The Importance of Being Married: Adapting Pride and Prejudice. in Barbara Tepa Lupack: Nineteenth-Century Women at the Movies: Adapting Classic Women's Fiction to Film. Bowling Green State University Popular Print, 1. Auflage, 1999, S. 78-83, ISBN 0-87972-806-X
  10. aetv.com
  11. a b c Birtwistle & Conklin, S. V-VIII
  12. a b c d e Birtwistle & Conklin, S. 15-21
  13. "Elizabeth has many of the characteristics that women in the 1990's think that we have reclaimed, or even invented, [...]. It's exciting to see those in a woman written by a woman in the early 1800's.", William Grimes, New York Times
  14. a b William Grimes, New York Times
  15. Susie Steiner: Twice Shy, 31. März 2001, The Guardian
  16. "like a dream come true, because while he seems to come across as a perpetual 'Mr. Nice Guy,' he really does make a journey of his own. At first, he's totally in thrall to his older friend Darcy. [...] But then he does a bit of growing up, and has opinions of his own.", aetv.com
  17. a b Birtwistle & Conklin, S. 73-78
  18. Birtwistle & Conklin, S. 35
  19. a b c Birtwistle & Conklin, S. 22-26
  20. a b c Siegfried Helm: Ein 182 Jahre alter Fernseh-Straßenfeger, 23. November 1995, Die Welt
  21. Jojo Moyes: BBC Cashes in as 'Darcy Phenomenon' Has Nation in a Swoon, 28. Oktober 1995, The Independent
  22. John Carman: Austen's 'Pride' Glows / Enchanting Evenings in A&E series, 12. Januar 1996, San Francisco Chronicle
  23. "An engaging, three-night marathon shining with wit, beauty and romance, it's a joy. […] a chance outdoor encounter between Elizabeth and Darcy at his estate […], may be the sweetest moment in the whole wondrous adaptation. […] Filmed magnificently by John Kenway, edited adroitly by Peter Coulson, the work looks magnificent. […] Designer Gerry Scott does a bang-up job with the interiors, while exteriors are smashing.", Variety
  24. "This splendid adaptation, with a remarkably faithful and sensitively nuanced script by Andrew Davies, is […] a witty mix of love stories and social conniving […]. Like the novel, the production overflows with memorable set pieces. […] Mr. Collins's scenes with his patroness, Lady Catherine de Bourgh, are hilarious […]. And Barbara Leigh-Hunt turns Lady Catherine into a marvelously imperious witch. […] Miss Ehle manages to make Lizzy strikingly intelligent and authoritative without being overbearing. And Mr. Firth brilliantly captures Mr. Darcy's snobbish pride while conveying, largely through intense stares, that he is falling in love despite himself.", New York Times
  25. "Lavish and piquant […] this production never misses a note of Austen's arch comic tone […]. Production values are first rate, with gardens and parlors so meticulously observed […]. And yet, amid the tastefulness, sexual tension lurks. Colin Firth plays Mr. Darcy as though he were a creation of the Brontes rather than the ironic, detached Austen. This Darcy is a man consumed by his passion for Elizabeth (Jennifer Ehle), the novel's brilliant, voluble heroine. His eyes are piercing, and he cannot take them off her.", Time
  26. "As far as TV adaptations of literary classics go, this is probably as good as it gets. […] Firth not being in the slightest bit soft and fluffy – and Jennifer Ehle showing the right brand of spirited intelligence as Elizabeth. Benjamin Withrow is shaping up to be a real scene-stealer with his Mr. Bennet.", Gilbert, Gerard: Preview – Recommended Viewing This Weekend. in The Independent, 23. September 1995, S. 28
  27. "The actors perform brilliantly […]. Jennifer Ehle and Colin Firth are particularly good as the central characters, Elizabeth Bennet and Mr. Darcy.", All Movie Guide
  28. Berliner Zeitung
  29. TV Movie
  30. Synchronkartei

Weblinks

 Wikisource: Pride and Prejudice (engl.) – Quellen und Volltexte

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