Jambi (Provinz)


Jambi (Provinz)
Jambi
Wappen der Provinz
Basisdaten
Fläche: 44.800 km²
Einwohner: 3.088.618
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner/km²
Hauptstadt: Jambi
Lage in Indonesien
Jambi in Indonesia.svg

Jambi ist eine indonesische Provinz auf Sumatra.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Provinz liegt zum größten Teil im flachen Ostteil der Insel, dieser ist durch sumpfiges Gelände und große Flüsse, darunter der Hari, geprägt. Auch der Fluss Jambi fließt hier und entspringt mit zwei Quellarmen, durchfließt die östliche Alluvialebene und mündet bei 1° südlicher Breite in das Südchinesische Meer. Weitere Flüsse sind Batang Hari, Batang Merangin, Batang Tebo, Batang Tabir, Batang Tembesi, Batang Bungo, Berbak, Pengabuan, Air Hitam, Mendahara, Dendang und Batang Asai. Hohe Berge sind Kerinci, Raya, Sumbing, Masurai Tujuh und Alas [1]. Im Osten liegt der Nationalpark Berbak.

Die Hauptstadt Jambi (427.000 Einwohner) liegt etwa 60 km oberhalb der Mündung an diesem Fluss. Im Westen greift die Provinz auf das Gebirge über.

Das Gebiet liegt zwischen Indragiri und Palembang. Jambi hat einen großen Anteil an Sumatras größtem Nationalpark, dem Nationalpark Kerinchi-Seblat.

Wirtschaft

Sumpflandschaft in Jambi

Das frühere Straßensystem und die dadurch ermöglichte wirtschaftliche Nutzung (Pfeffer und Gummibaum) folgte den Flüssen - weite Teile des Urwaldes waren gar nicht zugänglich. Mit dem Bau des Trans-Sumatra-Highways wurden die Möglichkeiten der Landnutzung erheblich erweitert. Die Straße erschloß neue, flussferne Gebiete für den kommerziellen Holzeinschlag, für staatlich geförderte Neusiedler und sonstige Zuwanderer. Die Öffnung der Küstenwälder für Palmölplantagen und Ansiedlung führten zu die umfangreichen Waldbrände und Luftverschmutzungen in den Jahren 1997/98.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung hat heute neben der Produktion von Kautschuk und Palmöl vor allem die Erdölförderung.

Geschichte

Fähre über den Jambi (1915/39)

Beim Dorf Muara Jambi am Batang Hari, knapp 30 km nordöstlich von Jambi, haben Archäologen die Rudimente einer ehemals bedeutenden buddhistischen Tempelstadt freigelegt. Anhand von Steininschriften soll sich die Blütezeit des Ortes auf die Zeit zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert datieren lassen.

Im Mittelalter gehörte die Region Jambi zum Reich von Srivijaya, bevor es im 16. Jahrhundert islamisiert und ein Sultanat errichtet wurde. Dieses konnte sich länger als andere Sultanate Indonesiens dem niederländischen Einfluss widersetzen, erst 1858 wurde es Protektorat (Vasallenstaat) und 1901 wurde der letzte Sultan abgesetzt. Mit der Unabhängigkeit Indonesien 1949 wurde Jambi eine Provinz.

Wasch-/Toilettenhütten am Jambi (Jahr unbekannt)

Im 18. Jahrhundert war Jambi ein Zentrum der Pfeffer-Produktion, die noch durch eine "sanfte" Waldnutzung gekennzeichnet war. Ab 1850 wurde eine brasilianische Gummibaumsorte eingeführt und zu Beginn des 20. Jahrhunderts ersetzten Plantagen (Agroforstwirtschaft) den bis dahin angewandten Wanderfeldbau. Während des ersten Kautschuk-Booms nach dem 1. Weltkrieg zog es viele Arbeiter auf die Gummi-Plantagen .

Gleichzeitig mit dem Bau des Trans-Sumatra-Highways in den 1970er/80er-Jahren wurde die Zuwanderung (vor allem aus Java) gefördert.[3]

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Welcome to Sumatra Island. indonesiabangun.tripod.com
  2. D. Murdiyarso1, M. van Noordwijk u.a.: Environmental benefits and sustainable land-use options in the Jambi transect, Sumatra, Indonesia. Journal of Vegetation Science
  3. D. Murdiyarso1, M. van Noordwijk u.a.: Environmental benefits and sustainable land-use options in the Jambi transect, Sumatra, Indonesia. Journal of Vegetation Science

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