Heide (Botanik)

Heide (Botanik), aus der (33sten) Familie der Ericeen, eine schöne und sehr reiche Pflanzengattung, welche über 300 Arten zählt, von denen jedoch in Europa nur 8–10 wild wachsen. Alle übrigen kommen vom Kap und werden in unsern Gewächshäusern überwintert. Die gemeine Heide ist eine kleine Staude mit holzartigen Stengeln, wächst auf ungebautem Boden in großer Menge und überzieht ganze Gegenden. Die Blätter sind immer grün, pfeilförmig und sitzen einander gegenüber. Die rothen, glockenförmigen, sehr zierlichen Blumen erscheinen im Juni und Juli, und werden fleißig von den Bienen besucht. Wegen des zierlichen Anstandes und der ästhetischen Gestalt sind unzählige Arten dieser reichen Gattung in unsern Gärten und Treibhäusern aufgenommen worden. Auch blühen sie meistens sehr schön und in mehreren Farben. Am besten gedeihen die Eriken wenn sie zusammen in einem Hause, nicht unter und neben andern höhern und dichtbelaubtern Pflanzen stehen. Fortpflanzung und Vermehrung geschieht durch Aussaat des Samens und durch Stecklinge. Die größte dieser Gattung ist die baumartige Heide (erica arborea), in Südeuropa einheimisch und bei uns in den Gärten wegen ihrer wohlriechenden Blumen gezogen. Sie hat die Gestalt eines kaum zwei Fuß hohen Bäumchens. Die Blumensprache bezeichnet durch die Heide Demuth und stilles Wirken.

L. M.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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