Rhein-Hunsrück-Kreis
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Rhein-Hunsrück-Kreises Deutschlandkarte, Position des Rhein-Hunsrück-Kreises hervorgehoben
50.047.5
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz: Simmern/Hunsrück
Fläche: 963,1 km²
Einwohner:

102.145 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: SIM
Kreisschlüssel: 07 1 40
Kreisgliederung: 134 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Ludwigstraße 3–5
55469 Simmern/Hunsrück
Webpräsenz: www.rheinhunsrueck.de
Landrat: Bertram Fleck (CDU)
Lage des Rhein-Hunsrück-Kreises in Rheinland-Pfalz
Landkreis Ahrweiler Landkreis Altenkirchen Landkreis Alzey-Worms Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Birkenfeld Landkreis Cochem-Zell Donnersbergkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm Frankenthal (Pfalz) Landkreis Germersheim Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Koblenz Landkreis Kusel Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Ludwigshafen am Rhein Mainz Landkreis Mainz-Bingen Landkreis Mayen-Koblenz Neustadt an der Weinstraße Landkreis Neuwied Rhein-Lahn-Kreis Rhein-Pfalz-Kreis Speyer Landkreis Südliche Weinstraße Landkreis Südwestpfalz Trier Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel Westerwaldkreis Worms Zweibrücken Pirmasens Rhein-Hunsrück-Kreis Saarland Frankreich Baden-Württemberg Luxemburg Belgien Niederlande Nordrhein-Westfalen HessenKarte
Über dieses Bild

Der Rhein-Hunsrück-Kreis ist ein Landkreis in Rheinland-Pfalz. Er grenzt im Westen an den Landkreis Bernkastel-Wittlich und an den Landkreis Cochem-Zell, im Norden an den Landkreis Mayen-Koblenz, im Osten an den Rhein-Lahn-Kreis und an den Landkreis Mainz-Bingen und im Süden an den Landkreis Bad Kreuznach und an den Landkreis Birkenfeld.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Landkreis umfasst einerseits die Landschaft links des Mittelrheins zwischen den Städten Oberwesel und Boppard und andererseits dem zentralen und östlichen Hunsrück mit dem Soonwald im Süden des Kreisgebiets. Die höchste Erhebung ist der Simmerkopf mit 653 m NN.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Rhein-Hunsrück-Kreises war vor 1800 in viele Herrschaftsgebiete zersplittert, darunter Kurtrier, die Grafschaft Sponheim, die Pfalzgrafen zu Simmern und die ehemaligen Reichsstädte Boppard und Oberwesel. Während der französischen Besetzung unter Napoleon war das Gebiet Teil des Departements Rhein-Mosel mit Sitz in Koblenz. Nach dem Wiener Kongress 1815 kam das Gebiet zu Preußen. 1816 wurden u. a. die Kreise Simmern und Sankt Goar gebildet, die zur Provinz Großherzogtum Niederrhein (ab 1822 Rheinprovinz) gehörten. 1946 wurden diese Bestandteil des Regierungsbezirks Koblenz im Land Rheinland-Pfalz. Bei der Kreisreform 1969 wurde der Landkreis Simmern mit Teilen der Kreise Sankt Goar, Cochem, Zell und Bernkastel zum heutigen Rhein-Hunsrück-Kreis vereinigt.

Wappen

Beschreibung

Unter von Blau und Gold gestücktem Schildhaupt: vorne in Gold ein rot bewehrter, nach links gewendeter schwarzer Adler; hinten in Schwarz ein rot gezungter, bewehrter und gekrönter goldener Löwe. (Wappen-Genehmigung 6. Januar 1972)

Bedeutung

Die Symbole stehen für die ehemaligen Herrschaften, die sich das Kreisgebiet früher teilten: Das Schachmuster am Schildhaupt steht für die Grafschaft Sponheim, der Löwe für die Kurfürsten von der Pfalz und der Adler für die ehemaligen freien Reichsstädte Oberwesel und Boppard.

Politik

Kreistag

Bei den Kreistagswahlen am 7. Juni 2009 ergab sich folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2009
Sitze
2009
%
2004
Sitze
2004
%
1999
Sitze
1999
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 28,5 12 29,9 13 35,2 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 40,7 17 49,3 21 48,8 20
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 6,9 3 5,7 2 4,4 2
FDP Freie Demokratische Partei 11,8 5 9,4 4 7,1 3
FWG Freie Wählergruppe 9,1 4 5,8 2 4,4 2
LINKE Die Linke 3,1 1 - - - -
gesamt 100,0 42 100,0 42 100,0 42
Wahlbeteiligung in % 59,8 65,3 68,6

Verkehr

Zwei Landschaften prägen den Kreis: das Mittelrheintal
… und die Hunsrückhöhen.

Zum Rhein-Hunsrück-Kreis gehört nur ein kleiner Abschnitt des linken Rheinufers, jedoch ein großes Gebiet auf den Höhen des Hunsrück.

Bahnverkehr

Im verkehrsgünstigen Rheintal eröffnete die Rheinische Eisenbahngesellschaft schon 1859 die Hauptlinie Bingen am Rhein - Sankt Goar - Koblenz.

Zur Kreisstadt Simmern entstand 1889 eine Verbindung der Preußischen Staatsbahn von Langenlonsheim im Nahetal her. Sie wurde 1901/02 über Kirchberg in Richtung Hermeskeil verlängert, ebenso nach Norden bis Kastellaun und 1906 bis Pfalzfeld; schließlich 1908 über eine Steilstrecke hinunter ins Rheintal nach Boppard.

Eine kurze Strecke der Deutschen Reichsbahn von Simmern nach Gemünden bildete 1921/22 den Abschluss des Bahnbaus. Damit umfasste das Eisenbahnnetz eine Länge von 143 km. Nach den Stilllegungen der Jahre 1963-1984:

  • 1963: Simmern - Holzbach - Gemünden (Hunsrück) 15 km
  • 1976: Simmern - Kirchberg - Hirschfeld - Morbach 28 km
  • 1983: Simmern - Kastellaun - Pfalzfeld - Emmelshausen 38 km
  • 1984: Langenlonsheim - Rheinböllerhütte - Simmern 18 km

blieben für den Personenverkehr nur noch 44 km übrig. Allerdings könnten die Strecken Simmern - Morbach und Langenlonsheim - Simmern teilweise für eine Anbindung des Flughafens Hahn an das Rhein-Main-Gebiet benutzt werden.

Straßenverkehr

Durch das Kreisgebiet führt die Bundesautobahn 61 Ludwigshafen-Koblenz. Ferner durchziehen mehrere Bundesstraßen und Kreisstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 9, links entlang des Rhein, ferner die B 50, die B 421 und die B 327 - letztere besser bekannt als Hunsrückhöhenstraße.

Flughafen

Der Flughafen Frankfurt-Hahn liegt am westlichen Rand des Landkreises, durch die Spezialierung auf Billigfluggesellschaften, osteuropäische Frachtgesellschaften und militärische Dienstleistungsflugbewegungen werden dem Flughafen weitere Wachstumspotentiale prognostiziert.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 31. Dezember 2010[2])

Boppard Badenhard Beulich Bickenbach (Hunsrück) Birkheim Dörth Emmelshausen Gondershausen Halsenbach Hausbay Hungenroth Karbach (Hunsrück) Kratzenburg Leiningen (Hunsrück) Lingerhahn Maisborn Mermuth Morshausen Mühlpfad Ney (Hunsrück) Niedert Norath Pfalzfeld Schwall (Rhein-Hunsrück-Kreis) Thörlingen Utzenhain Alterkülz Bell (Hunsrück) Beltheim Braunshorn Buch (Hunsrück) Dommershausen Gödenroth Hasselbach (Hunsrück) Hollnich Kastellaun Korweiler Mastershausen Michelbach (Hunsrück) Roth (Rhein-Hunsrück-Kreis) Spesenroth Uhler Bärenbach (Hunsrück) Belg Büchenbeuren Dickenschied Dill (Gemeinde) Dillendorf Gehlweiler Gemünden (Hunsrück) Hahn (Hunsrück) Hecken (Hunsrück) Heinzenbach Henau (Hunsrück) Hirschfeld (Hunsrück) Kappel (Hunsrück) Kirchberg (Hunsrück) Kludenbach Laufersweiler Lautzenhausen Lindenschied Maitzborn Metzenhausen Nieder Kostenz Niedersohren Niederweiler (Hunsrück) Ober Kostenz Raversbeuren Reckershausen Rödelhausen Rödern (Hunsrück) Rohrbach (Hunsrück) Schlierschied Schwarzen Sohren Sohrschied Todenroth Unzenberg Wahlenau Womrath Woppenroth Würrich Argenthal Benzweiler Dichtelbach Ellern (Hunsrück) Erbach (Hunsrück) Kisselbach Liebshausen Mörschbach Riesweiler Rheinböllen Schnorbach Steinbach (Hunsrück) Damscheid Laudert Niederburg Oberwesel Perscheid Sankt Goar Urbar (Rhein-Hunsrück-Kreis) Wiebelsheim Bubach Riegenroth Laubach (Hunsrück) Horn (Hunsrück) Klosterkumbd Budenbach Bergenhausen Rayerschied Wahlbach (Hunsrück) Altweidelbach Pleizenhausen Mutterschied Niederkumbd Simmern/Hunsrück Neuerkirch Wüschheim (Hunsrück) Reich (Hunsrück) Biebern Külz (Hunsrück) Kümbdchen Keidelheim Fronhofen Holzbach Nannhausen Tiefenbach (Hunsrück) Ohlweiler Sargenroth Schönborn (Hunsrück) Oppertshausen Belgweiler Ravengiersburg Mengerschied Hessen Landkreis Mainz-Bingen Landkreis Mainz-Bingen Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Birkenfeld Landkreis Bernkastel-Wittlich Rhein-Lahn-Kreis Landkreis Mayen-Koblenz Landkreis Cochem-ZellVerbandsgemeinden in SIM.svg
Über dieses Bild

Verbandsfreie Gemeinden/Städte

Verbandsgemeinden mit ihren verbandsangehörigen Gemeinden

Sitz der Verbandsgemeinde *

  1. Badenhard (132)
  2. Beulich (463)
  3. Bickenbach (330)
  4. Birkheim (146)
  5. Dörth (511)
  6. Emmelshausen, Stadt * (4664)
  7. Gondershausen (1276)
  8. Halsenbach (1290)
  9. Hausbay (192)
  10. Hungenroth (228)
  11. Karbach (563)
  12. Kratzenburg (392)
  13. Leiningen (761)
  14. Lingerhahn (468)
  15. Maisborn (123)
  16. Mermuth (278)
  17. Morshausen (357)
  18. Mühlpfad (68)
  19. Ney (385)
  20. Niedert (134)
  21. Norath (469)
  22. Pfalzfeld (597)
  23. Schwall (340)
  24. Thörlingen (151)
  25. Utzenhain (120)
  1. Alterkülz (435)
  2. Bell (Hunsrück) (1475)
  3. Beltheim (1996)
  4. Braunshorn (588)
  5. Buch (922)
  6. Dommershausen (1136)
  7. Gödenroth (478)
  8. Hasselbach (182)
  9. Hollnich (274)
  10. Kastellaun, Stadt * (5114)
  11. Korweiler (84)
  12. Mastershausen (1038)
  13. Michelbach (162)
  14. Roth (255)
  15. Spesenroth (144)
  16. Uhler (383)
  1. Bärenbach (447)
  2. Belg (138)
  3. Büchenbeuren (1715)
  4. Dickenschied (712)
  5. Dill (192)
  6. Dillendorf (614)
  7. Gehlweiler (240)
  8. Gemünden (1217)
  9. Hahn (165)
  10. Hecken (135)
  11. Heinzenbach (408)
  12. Henau (152)
  13. Hirschfeld (Hunsrück) (298)
  14. Kappel (490)
  15. Kirchberg (Hunsrück), Stadt * (3671)
  16. Kludenbach (110)
  17. Laufersweiler (841)
  18. Lautzenhausen (363)
  19. Lindenschied (206)
  20. Maitzborn (114)
  21. Metzenhausen (125)
  22. Nieder Kostenz (193)
  23. Niedersohren (452)
  24. Niederweiler (381)
  25. Ober Kostenz (270)
  26. Raversbeuren (128)
  27. Reckershausen (376)
  28. Rödelhausen (160)
  29. Rödern (198)
  30. Rohrbach (178)
  31. Schlierschied (175)
  32. Schwarzen (145)
  33. Sohren (3276)
  34. Sohrschied (88)
  35. Todenroth (96)
  36. Unzenberg (422)
  37. Wahlenau (205)
  38. Womrath (209)
  39. Woppenroth (278)
  40. Würrich (156)
  1. Argenthal (1652)
  2. Benzweiler (205)
  3. Dichtelbach (739)
  4. Ellern (Hunsrück) (844)
  5. Erbach (233)
  6. Kisselbach (562)
  7. Liebshausen (507)
  8. Mörschbach (325)
  9. Rheinböllen, Stadt * (3993)
  10. Riesweiler (750)
  11. Schnorbach (228)
  12. Steinbach (Hunsrück) (125)
  1. Damscheid (640)
  2. Laudert (400)
  3. Niederburg (694)
  4. Oberwesel, Stadt * (2834)
  5. Perscheid (388)
  6. Sankt Goar, Stadt (2756)
  7. Urbar (782)
  8. Wiebelsheim (666)
  1. Altweidelbach (251)
  2. Belgweiler (206)
  3. Bergenhausen (103)
  4. Biebern (306)
  5. Bubach (280)
  6. Budenbach (173)
  7. Fronhofen (204)
  8. Holzbach (563)
  9. Horn (332)
  10. Keidelheim (321)
  11. Klosterkumbd (285)
  12. Külz (Hunsrück) (481)
  13. Kümbdchen (507)
  14. Laubach (417)
  15. Mengerschied (743)
  16. Mutterschied (497)
  17. Nannhausen (530)
  18. Neuerkirch (275)
  19. Niederkumbd (313)
  20. Ohlweiler (342)
  21. Oppertshausen (131)
  22. Pleizenhausen (261)
  23. Ravengiersburg (481)
  24. Rayerschied (107)
  25. Reich (359)
  26. Riegenroth (197)
  27. Sargenroth (473)
  28. Schönborn (256)
  29. Simmern/Hunsrück, Stadt * (7574)
  30. Tiefenbach (777)
  31. Wahlbach (169)
  32. Wüschheim (320)

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB)

Literatur

  • Rhein-Hunsrück; hg. von der Kreisverwaltung und der Industrie- und Handelskammer zu Koblenz, Bezirksstelle Simmern; Edition Städte - Kreise - Regionen. Deutsche Landkreise im Portrait: Oldenburg 1994, ISBN 3-88363-122-1
  • Nikitsch, Eberhard J.: Die Inschriften des Rhein-Hunsrück-Kreises, Teil 1: Boppard, Oberwesel, St. Goar; Die deutschen Inschriften, Bd. 60: Mainzer Reihe, Bd. 8; Wiesbaden: Reichert, 2004; ISBN 3-89500-346-8
  • Rosenkranz, Albert: Das Evangelische Rheinland, Band 1; Düsseldorf: Verlag Kirche in der Zeit, 1956; S. 532ff; 329ff; 597ff
  • Anhäuser, Uwe: Die Ausoniusstraße von Bingen über den Hunsrück nach Trier. Ein archäologischer Reise- und Wanderführer. Rhein-Mosel-Verlag, Alf/Mosel 2006, ISBN 3-89801-032-5

Weblinks

 Commons: Rhein-Hunsrück-Kreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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