Dichtelbach
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dichtelbach
Dichtelbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dichtelbach hervorgehoben
50.0108333333337.6952777777778403
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück
Verbandsgemeinde: Rheinböllen
Höhe: 403 m ü. NN
Fläche: 5,38 km²
Einwohner:

739 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 137 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55494
Vorwahl: 06764
Kfz-Kennzeichen: SIM
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 027
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 1
55494 Rheinböllen
Webpräsenz: www.dichtelbach.de
Ortsbürgermeister: Martin Huhn (FWG)
Lage der Gemeinde Dichtelbach im Rhein-Hunsrück
Karte
Ansicht von Westen

Dichtelbach ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rheinböllen an.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Dichtelbach liegt im östlichen Hunsrück, zwischen der Bundesautobahn 61 und dem Binger Wald. Das Dorf liegt an der alten Römerstraße, der sogenannten Ausoniusstraße, die von Trier nach Bacharach führte. Der Ort leitet seinen Namen vom „Dichtelbach“ ab, der zwischen Rheinböllen und Rheinböllerhütte in den Guldenbach mündet.

Eigentlich leitet sich der Name von Dadilebach ab, was so viel wie Feuerbach bedeutet. Feuerbach wurde es aufgrund der vielen Holzkohlemeiler am Wald genannt.

Geschichte

Dichtelbach wurde erstmals im Jahre 996 urkundlich erwähnt. Landesherren waren die Herzöge von Pfalz-Simmern und ab 1673 die Kurfürsten von der Pfalz. Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1814 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.

Von 1986 bis 1991 waren auf dem Kandrich bei Dichtelbach amerikanische Patriot-Raketen zur Flugabwehr stationiert. Davon zeugt bis heute eine Baracke im Wald und acht hufeisenförmige Schutzwälle auf dem Kandrich, wo heute drei Windkraftanlagen stehen. Vor den Patriot-Flugabwehrraketen gab es auf dem Kandrich eine Radarstation, die zur Lenkung der bis 1983 auf der Grundlos-Wies stationierten Nike-Raketen diente. Mit Ende des Kalten Krieges wurde die Militäreinrichtung auf dem Kandrich aufgegeben, die Kaserne und der 1992 neugebaute Mobilmachungsstützpunkt der Bundeswehr auf der Grundlos-Wies bei Dichtelbach folgten bis zum Jahr 2006.

Bevölkerung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1815 – 366
  • 1835 – 499
  • 1871 – 495
  • 1905 – 474
  • 1939 – 371
  • 1950 – 436
  • 1961 – 418
  • 1965 – 430
  • 1970 – 436
  • 1975 – 463
  • 1980 – 478
  • 1985 – 491
  • 1987 – 511
  • 1990 – 499
  • 1995 – 669
  • 2000 – 680
  • 2005 – 692
  • 2006 – 720

Datenquelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Dichtelbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[2]

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Dichtelbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat

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