Axel Prahl
Axel Prahl (2008)

Axel Prahl (* 26. März 1960 in Eutin) ist ein deutscher Filmschauspieler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Axel Prahl wuchs in Neustadt in Holstein mit einem Bruder auf. Seine Mutter war Verkäuferin, der Stiefvater arbeitete auf dem Arbeitsamt. Eine Ausbildung in einem Metallberuf brach er nach einem Jahr ab, machte sein Fachabitur nach und studierte fünf Semester Musik und Mathematik an der Pädagogischen Hochschule Kiel. Schließlich absolvierte er von 1982 bis 1985 ein Schauspielstudium in Kiel. Anschließend war er am Schleswig-Holsteinischen Landestheater tätig. Es folgten Engagements am Renaissance-Theater, am Grips-Theater und an den Kammerspielen des Deutschen Theaters in Berlin.

Sein Fernsehdebüt gab Axel Prahl 1994 in der Krimireihe Bella Block. In Nachtgestalten, Prahls erstem Kinofilm, spielte er 1999 in einer Nebenrolle einen Polizisten und wurde seitdem immer wieder in dieser Rolle besetzt, so in Die Polizistin, Die Hoffnung stirbt zuletzt und Der Grenzer und das Mädchen. Der Film Nachtgestalten markiert auch den Beginn einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Regisseur Andreas Dresen: Für Die Polizistin, Halbe Treppe und Willenbrock wurde Axel Prahl mit diversen Darstellerpreisen, darunter dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Seit 2002 ermittelt er als Hauptkommissar Frank Thiel zusammen mit Jan Josef Liefers in der Rolle des höchst eigenwilligen Rechtsmediziners Prof. Karl-Friedrich Boerne in Münster für den Tatort. Zu dem Kinofilm Du bist nicht allein steuerte Axel Prahl 2007 mit einer Neuinterpretation des bekannten Schlagers auch das Titellied bei. Im Musikvideo zum Lied Wenn es passiert der Band Wir sind Helden ist er als Handelsvertreter zu sehen.

Am 27. Februar 2009 erschien das Hörbuch Wo die wilden Maden graben von Thorsten Nagelschmidt, auf dem Axel Prahl neben Farin Urlaub als Gastsprecher zu hören ist.

Axel Prahl hat drei Töchter und einen Sohn. Er lebt geschieden von seiner zweiten Ehefrau in Berlin.[1]

Filmografie (Auswahl)

Tatort-Folgen

  • 2002: Der dunkle Fleck
  • 2002: Fakten, Fakten
  • 2003: Dreimal schwarzer Kater
  • 2003: Sag nichts
  • 2004: Mörderspiele
  • 2004: Eine Leiche zuviel
  • 2005: Der Frauenflüsterer
  • 2005: Der doppelte Lott
  • 2006: Das ewig Böse
  • 2006: Das zweite Gesicht
  • 2007: Ruhe sanft
  • 2007: Satisfaktion
  • 2008: Krumme Hunde
  • 2008: Wolfsstunde
  • 2009: Höllenfahrt
  • 2009: Tempelräuber
  • 2010: Der Fluch der Mumie
  • 2010: Spargelzeit
  • 2011: Herrenabend
  • 2011: Zwischen den Ohren

Diskografie

  • 2011: Du bist nicht allein – Axel Prahl feat. Jakob Ilja (Titelsong des gleichnamigen Films)
  • 2011: Blick aufs Mehr – Axel Prahl & Das Inselorchester (zusammen mit Danny Dziuk)

Auszeichnungen

Weblinks

 Commons: Axel Prahl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Julia Schaaf: Schauspieler Axel Prahl: „War halt keck und vorlaut“, Frankfurter Allgemeine, 25. August 2011, abgerufen am 25. August 2011

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