Tatort (Fernsehreihe)
Seriendaten
Originaltitel Tatort
Tatort Logo.svg
Produktionsland Deutschland
Österreich (seit 1972)
Schweiz (1990–2001, seit 2011)
Originalsprache Deutsch
Produktionsjahr(e) seit 1970
Länge 90 Minuten
Episoden 817 (+13)[1]
Genre Kriminalfilm
Titellied Klaus Doldinger
Erstausstrahlung 29. November 1970 auf Deutsches Fernsehen
Besetzung

Pro Sendeanstalt mindestens ein Ermittlerteam, siehe Ermittler

Tatort ist der Titel einer Fernseh-Kriminalreihe der ARD, des ORF und des SF. Der 1970 gestartete Tatort ist die am längsten laufende und derzeit auch beliebteste Krimireihe im deutschen Sprachraum. Die Erstausstrahlung läuft in der Regel sonntags zur Hauptsendezeit im Ersten, auf ORF 2 und SF 1.

Inhaltsverzeichnis

Entstehungsgeschichte

Die Idee zur Reihe stammt von Gunther Witte, der im Auftrag von Günter Rohrbach für den WDR eine neue Krimiserie entwickeln sollte, als Nachfolgerin der Stahlnetz-Krimis der ARD und Antwort auf die Konkurrenz im Unterhaltungsbereich durch die ZDF-Krimiserie Der Kommissar. Die Anregung lieferte eine ältere Rundfunkserie des RIAS mit dem Titel Es geschah in Berlin, die dokumentarisch und spannend echte, mit dem Ort Berlin verknüpfte Kriminalfälle behandelte. Witte wählte den Titel Tatort, der ursprünglich um den Namen des jeweiligen Handlungsortes ergänzt werden sollte. Um die finanzielle Last einer großen Krimiserie zu verteilen, plante er die anderen regionalen ARD-Anstalten zu beteiligen, die jeweils ihre im eigenen Sendegebiet spielenden Folgen produzieren sollten. Wittes Konzept stieß zunächst bei einer der vierteljährlichen Sitzungen der ARD-Fernsehspielchefs auf wenig Interesse, im zweiten Anlauf wurde es noch 1970 bei der nächsten Sitzung genehmigt und sollte so kurzfristig umgesetzt werden, dass keine Zeit mehr blieb, eigene Filme für die Reihe zu produzieren.[2][3]

Die erste Folge Taxi nach Leipzig wurde am 29. November 1970 im Deutschen Fernsehen ausgestrahlt, produziert vom NDR, mit Walter Richter als Kommissar Trimmel. Der Film war zum Zeitpunkt der Entscheidung für den Tatort-Start bereits fertiggestellt und wurde erst nachträglich als Auftaktfilm in die Reihe integriert.[2] Bereits 1969 war der Fernsehfilm Exklusiv!, ebenfalls mit Kommissar Trimmel, ausgestrahlt worden; dieser wurde 1971 (und auch seither) als Tatort, Folge 9, wiederholt und ist der von der Produktion her älteste Tatort. Auch andere Sender zeigten in der Reihe zunächst Filme, die ursprünglich nicht als Tatort geplant waren.

Konzept

Seit dem Beginn der Reihe steht der jeweilige Kommissar im Mittelpunkt der Folgen. Die erzählten Geschichten sollen realitätsnah und vorstellbar sein.[2] Dies bildet neben der gemeinsamen Gestaltung von Vor- und Abspann eines der wichtigen Klammerelemente, die die Tatort-Filmreihe definieren.[4]

Im Tatort werden oft Verzweiflung, Streitigkeiten und Misstrauen verarbeitet. Durch diese Konzentration auf dramatische oder beim Zuschauer Abscheu hervorrufende Emotionen wird ein Spannungselement erzeugt. Zur Verdeutlichung der sozialen Verhältnisse in der Sendereihe wird im Vergleich zu anderen Serien vergleichsweise oft in monotonen Innenräumen gedreht.

Im Gegensatz zu anderen Fernsehkrimireihen sind bei ihren Tatort-Produktionen die einzelnen Rundfunkanstalten der ARD jeweils für ihr Sendegebiet zuständig. Jede Rundfunkanstalt verfügt über mindestens ein Ermittlerteam (Ausnahme: Bis zur Fusion von SFB und ORB zum RBB produzierte der ORB keine Tatorte – s. u.). Dadurch, dass nicht in jeder Folge dieselben Ermittler zu sehen sind, wird für Abwechslung gesorgt. Zum Konzept der Reihe gehört das Lokalkolorit: Die jeweiligen regionalen Besonderheiten der Stadt oder Gegend, in der ermittelt wird, sollen in die Handlung mit eingearbeitet werden. Beliebt waren in Hamburger Tatorten etwa die St. Pauli-Landungsbrücken oder nahezu regelmäßig der Kölner Dom als Hintergrund der Schlussszene im derzeitigen Kölner Tatort.

Anfangs war keine Reihe mit festen Darstellern geplant, sondern lediglich ein für Krimis reservierter Programmplatz am Sonntagabend, den die beteiligten Sender in Eigenregie füllen sollten. Inhaltlich wurden lediglich das Lokalkolorit sowie, als Abgrenzung zur ZDF-Krimiserie Der Kommissar, Schauplätze außerhalb des Studios vorgegeben.

Während in der Anfangszeit die Einzelfolgen unterschiedliche Längen von teilweise bis zu knapp zwei Stunden aufwiesen, hat sich seit Ende der 80er Jahre eine einheitliche Länge von etwa 88 Minuten pro Folge durchgesetzt.

Produktion

Eine ehemalige Schule in Baden-Baden dient als Drehort für Innenaufnahmen der SWR-Kommissariate Konstanz, Ludwigshafen und Stuttgart.

Die ca. 35 neuen Tatort-Folgen pro Jahr (siehe auch unten) werden zum Teil im eigenen Produktionsbetrieb der einzelnen Rundfunkanstalten erstellt, zum größeren Teil erfolgt die Produktion aber als Auftragsproduktion durch Filmproduktionsgesellschaften für die Rundfunkanstalten.[5] Das Produktionsbudget eines Tatorts bewegt sich in einer Größenordnung von rund 1,5 Millionen € pro Folge; die tatsächlichen Kosten variieren aber stark nach Produktionsart und der jeweiligen Rundfunkanstalt.[6] Die Gagen der Kommissar-Darsteller betragen bei etablierten Schauspielern schätzungsweise zwischen 80.000 und 120.000 € pro Folge.[7] Pro Folge werden 21 bis 30 Drehtage angesetzt.[8]

Gesellschaftspolitische Bedeutung

Den Folgen kann auch eine gesellschaftspolitische Bedeutung zugeschrieben werden: Erstmals trat im deutschen Krimi der Konflikt zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Schichten auf. In diesem Kontext kann auch die Figur des 1981 eingeführten Kommissars Schimanski gesehen werden. Mit ihm trat erstmals ein Ermittler auf, der eindeutig und wahrnehmbar der Arbeiterklasse entstammt.

Auch die Thematik der deutschen Teilung wurde wiederholt aufgegriffen, so z. B. in der ersten Folge, Taxi nach Leipzig, sowie in Transit ins Jenseits (1976) und in der Schimanski-Folge Unter Brüdern (1990). In letzter Zeit wird beim Tatort öfter das Konzept des Eindringens in ein relativ selbstständiges Milieu verfolgt. Als Milieus kommen z. B. in Frage: Wirtschafts-, Politik- und Finanzmilieus, Unterschichten-, Migrations- und Außenseiter-Milieus, Jugend- und Vereinsmilieus (z. B. Feuerwehr, Gartenkolonie, Sportvereine) oder Gruppierungen des eng umgrenzten organisierten Verbrechens. Durch die Konzentration auf das engere Umfeld gelingen oft nahe Einblicke auch für Zuschauer, die in der Realität kaum Kontakt zu diesen vielgestaltigen Milieus haben. Es gehört sogar zum Konzept der Sendereihe, dass sich die Ermittler oft erst selbst einen Überblick über die am Tatort vorgefundenen neuen Verhältnisse verschaffen müssen. Das „gewöhnliche“ Verbrechen, das quasi jedermann widerfahren kann und dessen kriminalistische Aufklärung kaum Probleme aufwirft, ist dramaturgisch völlig ins Abseits geraten. Es hat eine eigene Krimigattung hervorgebracht: den Faction-Psychokrimi, der die psychische Konstitution des Täters in den Mittelpunkt stellt. Daneben werden aber auch aktuelle Themen aus nationaler wie internationaler Politik dargestellt; so handeln auch verschiedene Tatort-Folgen von kriegerischen Auseinandersetzungen,[9] zuletzt lief im Januar 2011 hierzu die Folge Heimatfront mit rückgekehrten Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan.

Insbesondere auch die gesellschaftspolitischen Aspekte haben den Tatort zum Gegenstand wissenschaftlicher Betätigung gemacht, vorwiegend in den Bereichen Soziologie, Philosophie und Literaturwissenschaften.[10][11]

Folgen

Hauptartikel: Liste der Tatort-Folgen

Seit Beginn der Reihe am 29. November 1970 wurden über 810 Folgen (plus 13 österreichische Eigenproduktionen) ausgestrahlt. In den ersten zwei Jahrzehnten wurden in der Regel nur elf oder zwölf Filme pro Jahr erstellt, danach wurde die jährliche Produktion immer weiter erhöht. 2005 wurden bereits 35 neue Folgen gesendet. Eine Vielzahl von Drehbuchautoren und Regisseuren war für die Reihe tätig, unter ihnen bekannte Personen wie Felix Huby, Wolfgang Petersen und Michael Verhoeven.

Der Inhalt der Folgen sowie die Charaktere der Ermittler haben sich seit Beginn der Reihe deutlich verändert. Dies ist kein Zufall, denn „seit rund 30 Jahren bildet die Krimiserie bundesrepublikanische Realität ab“ (Frankfurter Rundschau).

Standorte der derzeitigen Tatort-Ermittlerteams
Ein Tatort-Dreh auf dem Eisernen Steg in Frankfurt am Main.

Handlungsorte

Anders als die meisten deutschen Krimiserien finden die Tatort-Folgen, auch bedingt durch die verschiedenen Ermittlerteams der beteiligten Rundfunkanstalten, an verschiedenen Schauplätzen statt, die regelmäßig ihren Schwerpunkt im Gebiet der produzierenden Rundfunkanstalt haben. Dabei überwiegen starke Teams, die an feste Einsatzorte gebunden sind, in der Regel Großstädte, jedoch gibt es auch immer wieder nicht fest ortsgebundene Ermittler, etwa Kommissar Finke in den 1970er Jahren (Schleswig-Holstein) und gegenwärtig Kommissarin Charlotte Lindholm (Niedersachsen) und Major Moritz Eisner (Österreich).

Zu den bekanntesten Tatort-Schauplätzen zählen München (u. a. Veigl, Batić/Leitmayr), Hamburg (u. a. Stoever), Berlin (u. a. Ritter/Stark), Köln (Ballauf/Schenk), Leipzig (u. a. Ehrlicher/Kain), Ludwigshafen (Odenthal/Kopper), Münster (Thiel/Boerne) und die Ruhrgebietsstädte Essen (Haferkamp) und Duisburg (Schimanski/Thanner). Berlin, Hamburg und München sind seit Beginn der Serie praktisch durchgehend als Handlungsorte etabliert. Kleinere und nur einmalig in Erscheinung tretende Handlungsorte (etwa bei den „Wanderarbeitern“ Finke, Lutz oder Lindholm, auch bei Einzelfolgen mit nicht wiederkehrenden Kommissaren in den 1980er Jahren) werden häufig nicht konkret benannt oder mit fiktiven Namen belegt.

Wichtige Tatort-Produktionen

  • 1970 – Taxi nach Leipzig war der erste Tatort. Er wurde am Sonntag, dem 29. November 1970 ausgestrahlt. Buch: Friedhelm Werremeier und Peter Schulze-Rohr, Regie: Peter Schulze-Rohr – mit Walter Richter als Kommissar Paul Trimmel, Renate Schroeter und Hans Peter Hallwachs sowie in einer Nebenrolle als Grenzpolizist Günter Lamprecht. Politisch bemerkenswert war der Krimi, da er in der Zeit von Willy Brandts Ostpolitik größtenteils in der DDR spielte.
  • 1973 – Tote Taube in der Beethovenstraße (7. Januar 1973) – Buch und Regie: Samuel Fuller, Musik: Can – mit Sieghardt Rupp als Zollfahnder Kressin. Sorgte damals für Aufsehen durch die sehr eigenwillige Regie und die progressive Musik. Lief in den USA im Kino.
  • 1973 – Tote brauchen keine Wohnung (11. November 1973) – Buch: Michael Molsner, Regie Wolfgang Staudte – mit Gustl Bayrhammer als Kommissar Veigl; Thema: Sanierungsmaßnahmen in Münchner Wohngebieten.
  • 1974 – Nachtfrost (20. Januar 1974) – Buch: Herbert Lichtenfeld, Regie: Wolfgang Petersen – mit Klaus Schwarzkopf als Kommissar Finke. Erzielte mit 76 Prozent die höchste bekannte Haushaltsreichweite.
  • 1977 – Reifezeugnis (27. März 1977) – Buch: Herbert Lichtenfeld, Regie: Wolfgang Petersen – mit Nastassja Kinski, Klaus Schwarzkopf, Judy Winter und Christian Quadflieg. Nacktszenen, eine skandalöse Handlung (sexuelle Beziehung eines Lehrers mit einer Schülerin) und der erste Auftritt von Nastassja Kinski, der Tochter Klaus Kinskis.
  • 1981 – Duisburg-Ruhrort (28. Juni 1981) – Buch: Thomas Wittenburg und Horst Vocks, Regie: Hajo Gies – mit Götz George und Eberhard Feik. Die erste Szene (Kommissar Schimanski wird in seiner unaufgeräumten Wohnung gezeigt, wo er mangels sauberen Kochgeschirrs zwei rohe Eier isst) sorgte für Debatten über das Polizistenbild im Fernsehen.
  • 1984 – Haie vor Helgoland (23. April 1984) – Buch: Peter Hemmer, Regie: Hartmut Griesmayr – mit Manfred Krug, Edgar Bessen, Ferdinand Dux, Bernd Tauber, Ilse Biberti, Dietrich Mattausch. Debüt von Manfred Krug als Kommissar Stoever. Der Film diente später als Vorlage für eine reale Umsetzung des Raubes.
  • 1985 – Zahn um Zahn (27. Dezember 1987 TV) – Buch: Horst Vocks, Thomas Wittenburg, Hartmut Grund und Hajo Gies, Regie: Hajo Gies – mit Götz George, Eberhard Feik, Charles Brauer und Rufus. Erster Tatort, der in Deutschland im Kino lief.
  • 1988 – Moltke (28. Dezember 1988) – Buch: Jan Hinter, Thomas Wesskamp und Axel Götz, Regie: Hajo Gies – mit Götz George und Eberhard Feik. Adolf-Grimme-Preis in Gold
  • 1990 – Unter Brüdern (Folge 235; 28. Oktober 1990) – Buch: Helmut Krätzig und Veith von Fürstenberg, Regie: Helmut Krätzig – mit Götz George, Eberhard Feik, Peter Borgelt und Andreas Schmidt-Schaller. Koproduktion der Westserie Tatort mit dem ostdeutschen Polizeiruf 110.
  • 1992 – Kinderspiel (16. August 1992) – Buch: Peter Zingler, Regie: Oliver Hirschbiegel – mit Michael Janisch, Michael Bukowsky, Sylvia Haider, Gerhard Dorfer, Steve Barton, Jed Curtis. Erhielt im Jahr 1993 den Adolf-Grimme-Preis.
  • 1995 – Frau Bu lacht (26. November 1995 – Buch: Günter Schütter) wurde zum 25-jährigen Jubiläum des Tatorts von Regisseur Dominik Graf gedreht. Die Kommissare Batic und Leitmayr ermitteln im Milieu von Heiratshandel und Kindesmissbrauch von thailändischen Frauen. Die Folge wurde für mehrere Preise vorgeschlagen.
  • 1998 – Manila (19. April 1998) – Buch und Regie: Niki Stein – mit Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär, Anna Loos, Joe Bausch und Mathieu Carrière. Bedrückendes Kammerspiel um Kindesmissbrauch und Sextourismus mit offenem Ende. Im Anschluss der Erstausstrahlung fand im Rahmen der Talksendung Sabine Christiansen eine Diskussion mit Experten sowie den Hauptdarstellern der Folge statt. Aufgrund der bedrückenden Fakten der tatsächlichen Kinderprostitution, die das Drehteam in Manila erlebte, gründeten Behrendt, Bär und Bausch mit weiteren Mitgliedern des Stabes daraufhin den Verein zur Hilfe der Straßenkinder „Tatort - Straßen der Welt e. V.“[12]
  • 2000 – Quartett in Leipzig (Folge 458; 26. November 2000) – Buch: Hans-Werner Honert, Fred Breinersdorfer und Wolfgang Panzer, Regie: Kaspar Heidelbach – mit Peter Sodann, Bernd Michael Lade, Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär und Vadim Glowna. Co-Produktion von WDR und MDR. Eine zweite Co-Produktion der beiden Sender war 2002 die Folge Rückspiel.
  • 2001 – Im freien Fall (Folge 484; 4. November 2001) – Buch: Alexander Adolph, Regie: Jobst Oetzmann – mit Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl. Erhielt 2002 den Adolf-Grimme-Preis.[13]
  • 2004 – Abschaum (Folge 562; 4. April 2004) – Buch und Regie: Thorsten Näter – mit Sabine Postel und Oliver Mommsen. In diesem Film gibt es 14 und damit die meisten Todesopfer in einem Tatort. Die Gewaltdarstellung wie auch die Zahl der Opfer sorgte für zahlreiche Diskussionen in Medien und Politik.[14][15]
  • 2004 – Herzversagen (Folge 575; 17. Oktober 2004) – Buch: Stephan Falk und Thomas Freundner, Regie: Thomas Freundner – mit Andrea Sawatzki, Jörg Schüttauf, Jan Henrik Stahlberg, Elisabeth Wiedemann und Friedrich Schoenfelder. Erhielt 2005 den Adolf-Grimme-Preis.
  • 2006 – Außer Gefecht (Folge 630; 7. Mai 2006) – Buch: Christian Jeltsch, Regie: Friedemann Fromm – mit Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl. Erste Folge in Echtzeit: Die Handlung spielt an einem Wochenende zwischen 20:15 Uhr und 21:45 Uhr.
  • 2007 – Wem Ehre gebührt (Folge 684; 23. Dezember 2007) – Buch und Regie: Angelina Maccarone – mit Maria Furtwängler. In der Folge geht es um sexuellen Missbrauch in einer türkisch-alevitischen Familie. Nach der Ausstrahlung kam es zu Protestaktionen der Aleviten in Deutschland.
  • 2008 – Auf der Sonnenseite (Folge 709; 26. Oktober 2008) – Buch: Thorsten Wettcke und Christoph Silber, Regie: Richard Huber – stark beachteter erster Auftritt von Mehmet Kurtulus als Tatort-Kommissar[16], einschneidende konzeptionelle Änderungen gegenüber bisherigen Produktionen der Reihe.[17]
  • 2009 – Baum der Erlösung (Folge 717; 4. Januar 2009) – Buch: Felix Mitterer, Regie: Harald Sicheritz – fußend auf authentischem Geschehen, als Aufruf zur Versöhnung zwischen Tirolern und türkischstämmigen Migranten im Minarettstreit von Telfs.
  • 2010 – Weil sie böse sind (Folge 751, 3. Januar 2010) – Buch: Michael Proehl, Regie: Florian Schwarz – Ein Sohn aus reichem Haus instrumentalisiert einen notleidenden alleinerziehenden Vater, um sich seiner unliebsamen Familie zu entledigen; Eifersüchteleien zwischen den Kommissaren Dellwo und Sänger um eine anstehende Beförderung verhindern eine effektive Polizeiarbeit. Deutscher Fernsehpreis 2010 als bester Fernsehfilm, nominiert für den Adolf-Grimme-Preis, Hessischer Fernsehpreis an Milan Peschel und Matthias Schweighöfer, Darsteller-Sonderpreis an Milan Peschel beim Deutschen Fernsehkrimipreis, beide 2010.
  • 2010 – Nie wieder frei sein (Folge 784, 19. Dezember 2010) – Buch: Dinah Marte Golch, Regie: Christian Zübert – Die Folge mit Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl beginnt mit dem Freispruch eines mutmaßlichen Sexualmörders und dreht sich um die Themen Recht und Gerechtigkeit. Ausgezeichnet mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehkrimipreis 2011.

Zusätzliche Folgen des Österreichischen Rundfunks

  • Zwischen 1985 und 1989 wurden 13 Tatort-Folgen ausschließlich für den Österreichischen Rundfunk produziert. Diese wurden zunächst nicht in Deutschland ausgestrahlt; erst in den 1990er-Jahren erfolgte die Ausstrahlung mancher Episoden in den dritten Programmen sowie auf 3sat. Laut Angaben des ORF sind die Rechte, die Folgen senden zu können, bereits abgelaufen, weswegen es zu keiner Fernsehausstrahlung mehr kommen kann.[1]
  • Nachdem Chefinspektor Moritz Eisner in die Tatort-Reihe eingeführt worden war, entschied sich der ORF ein Spin-Off zu produzieren, das von Mordfällen in Eisners Urlaubsziel Tirol handelt. Da dieses Spin-Off über Umwege zur ARD gelangte, wurde dieses einige Jahre später auch in die Tatort-Reihe aufgenommen. Seither ermittelt Chefinspektor Eisner auch außerhalb Wiens.[18]

Ermittler

Eine Besonderheit der Serie ist die Zahl der Ermittler. Im Gegensatz zu anderen Fernsehserien gibt es beim Tatort eine Vielzahl von Hauptdarstellern, die von Folge zu Folge wechseln, in der Regel jedoch in sich wiederkehrende Figuren darstellen. Dieser Gegensatz ergibt sich daraus, dass der Tatort eben keine Serie, sondern eine Reihe ist, innerhalb der mehrere Serien zusammengefasst werden (wenn man denn die Folgen der wiederkehrenden Ermittler jeweils als Serie sieht). Derzeit gibt es fünfzehn Ermittler bzw. Ermittlerteams; insgesamt sind bereits 70 verschiedene Ermittler(-teams) in Erscheinung getreten. Diese Besonderheit liegt an der Konzeption der Serie (s.o.) als Gemeinschaftsproduktion der neun ARD-Rundfunkanstalten sowie des ORF.

Auch das Schweizer Fernsehen (SF) hat die Reihe seit Januar 2011 wieder in sein Sonntagabendprogramm aufgenommen und produziert jährlich zwei Folgen. Stefan Gubser hatte bereits zweimal eine Gastrolle als Chef der Thurgauer Seepolizei Reto Flückiger in den vom Schweizer Fernsehen koproduzierten SWR-Tatorten Seenot (2008) und Der Polizistinnenmörder (2010). Mit der Folge Wunschdenken ermittelte er im August 2011 erstmals als neuer eigenständiger Tatort-Ermittler. Bereits von 1990 bis 2001 war das Schweizer Fernsehen am Tatort beteiligt und steuerte in dieser Zeit zwölf Folgen bei.

In den frühen Folgen stehen die zu lösenden Fälle mit den damit verbundenen Personen von Verdächtigen, Zeugen und Tätern im Vordergrund der Handlung. Die Kommissare spielen darin überwiegend nur als Polizisten eine Rolle. Ihre Darstellung als Privatpersonen unterbleibt dabei weitestgehend, von vielen frühen Tatort-Kommissaren sind nicht einmal die Vornamen bekannt.

Private Einblicke blieben eher selten: So war Kommissar Veigl schon mal in einer Volkstheateraufführung zu sehen oder beim Besuch eines Fußball-WM-Spiels (1974). Etwas mehr Privatleben erhielten einzig die frühen WDR-Ermittler Zollfahnder Kressin (vor allem wechselnde Freundinnen) sowie Kommissar Haferkamp, dessen geschiedene Frau (dargestellt von Karin Eickelbaum) regelmäßig in Erscheinung trat und gelegentlich in Ermittlungen mit eingespannt wurde. Im Lauf der Jahre wird immer mehr auch die persönliche Geschichte der Ermittler oder deren Eigenarten erzählt, dies wurde vor allem zu Beginn der 1980er Jahre durch den Auftritt von Kommissar Schimanski eingeläutet.

Kommissarinnen

Zu Beginn der Reihe waren alle Ermittler männlich. Als erster Sender brachte der Südwestfunk 1978 mit Nicole Heesters eine Frau als Mainzer Kommissarin Buchmüller. Mit ihr wurden zwar nur drei Folgen produziert, doch fortan gab es stets weibliche Verstärkung für die männlichen Kollegen. Der Tatort nahm damit eine Vorreiterstellung in der deutschen Krimilandschaft ein. Mittlerweile ermitteln Kommissarinnen in Ludwigshafen (Lena Odenthal), Bremen (Inga Lürsen), Hannover (Charlotte Lindholm), Konstanz (Klara Blum), Leipzig (Eva Saalfeld), Wien (Bibi Fellner) und Frankfurt am Main (Conny Mey).

Entwicklung der Ermittler

In der Anfangszeit waren Kommissare und Ermittler üblich, die als Einzelkämpfer auftraten, keine festen Kollegen in wiederkehrenden Rollen hatten oder zumindest von der Gewichtung in der Handlung sehr stark im Vordergrund standen. Ein Einzelkämpfer war beispielsweise Zollfahnder Kressin (Sieghardt Rupp). Kommissar Finke (Klaus Schwarzkopf) hatte ebenso wie Kommissar Trimmel (Walter Richter) einen festen Stamm an Assistenten, die jedoch nicht allzu stark ins Gewicht fielen.

Im Laufe der Zeit kam es zunächst zu einer verstärkten Einbindung der Assistenten; ihre Rollen wurden nach und nach größer. Größere Eigenständigkeit entwickelte etwa schon der feste Mitarbeiter Willi Kreutzer (Willy Semmelrogge) von Kommissar Haferkamp (Hansjörg Felmy), der während des Urlaubes seines Chefs einen Fall alleine löste (Felmy hatte die Arbeit beim Tatort eingestellt). Auch die Mitarbeiter Lenz (Helmut Fischer) und Brettschneider (Willy Harlander) von Kommissar Veigl (Gustl Bayrhammer) sowie Assistent Wirz (Kurt Jaggberg) von Inspektor Marek (Fritz Eckhardt) wurden im Laufe der Zeit etwas selbstständiger.

Mit den Figur des Kommissar Thanners (Eberhard Feik), der sich an der Seite von Kommissar Schimanski (Götz George) sehr schnell zum gleichwertigen, wenn auch anders agierenden, Partner entwickelte, wurden die beiden Figuren gleichberechtigt. Der ursprünglich noch recht eigenständig agierende Kommissar Stoever (Manfred Krug) erhielt nach wenigen Folgen einen nahezu gleichwertigen, wenn auch anfänglich noch rangniedrigeren Partner in der Figur des Brockmöller (Charles Brauer). Seit den 1990er Jahren gibt es fast ausschließlich gleichberechtigte Ermittler; Einzelkämpfer wie z.B. Kommissarin Lindholm (Maria Furtwängler) sind die Ausnahme. Chefinspektor Eisner (Harald Krassnitzer) hatte zunächst einen festen Stamm an Assistenten, trat dann mehrere Folgen mit wechselnden Assistenten oder alleine auf und hat seit der Folge „Glaube-Liebe-Tod“ wieder eine Assistentin.

Zumeist werden bei Auslaufen eines Ermittlers oder Ermittlerteams alle Protagonisten neu besetzt, jedoch kam es auch immer wieder vor, dass nach dem Weggang der bisherigen Hauptfigur einer der Mitarbeiter in die Rolle des Chefs nachrückte, etwa Kommissar Lenz (Helmut Fischer) an die Stelle von Kommissar Veigl (Gustl Bayrhammer), der es auf sieben Folgen in der Hauptrolle brachte. Eine starke Kontinuität hatten in dieser Hinsicht lange die Tatort-Folgen aus Österreich, hier folgte der ehemalige Assistent Wirz (Kurt Jaggberg) dem pensionierten Vorgänger Marek (Fritz Eckhardt) und wurde später seinerseits vom bereits eingeführten Fichtl (Michael Janisch) abgelöst. Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) begann seine Karriere als Assistent von Kommissar Flemming (Martin Lüttge) in Düsseldorf. Kurioserweise war er als Assistent des Kommissar Flemming Kriminalhauptmeister (KHM, mittlerer Dienst) und kehrte als Kriminalhauptkommissar (KHK, gehobener Dienst) aus den USA zurück. Jüngst gelang dem bisherigen Mitarbeiter Deininger (Gregor Weber) von Kommissar Palu (Jochen Senf) der Sprung in das nachfolgende Ermittlerteam.

Neben dieser Kontinuität gab es vor allem in den 1970er und bis Mitte der 1980er Jahre, zuletzt bisher aber noch 1996, auch immer wieder Einzelauftritte von Ermittlern, die zuvor unbekannt waren und auch später nicht mehr in Erscheinung traten (sog. „Eintagsfliegen“). Da zu dieser Zeit pro Sendeanstalt meist nur ein Tatort pro Jahr gedreht wurde, konnten es sich viele Schauspieler nicht leisten, aufgrund ihrer Eigenschaft als „Tatort-Kommissar“ andere Rollen nicht zu erhalten.[2]

Vereinzelte Ausnahmen in den Reihen der Tatort-Ermittler finden sich in Form von Protagonisten, die nicht der Kriminalpolizei angehören. Dies waren bisher beispielsweise Zollfahnder Kressin in den Anfangsjahren, MAD-Oberstleutnant Delius (Horst Bollmann) sowie Streifenpolizist Rolfs (Klaus Löwitsch) in den 1980er Jahren oder zuletzt Psychologin Jung (Maren Eggert) im Kieler und Rechtsmediziner Professor Boerne (Jan Josef Liefers) im Münsteraner Tatort.

Besonderheiten

Sonderfälle bildeten 1997 Kommissarin Sommer (Hannelore Elsner), die aus einer zuvor eigenständigen Krimiserie für zwei Folgen in die Tatort-Reihe integriert wurde, sowie die oben bereits erwähnte Folge Unter Brüdern, die eine Kooperation mit der Krimiserie Polizeiruf 110 darstellt und beide Ermittlerteams kooperieren lässt.

Ausnahmefolgen waren ebenfalls die Filme Zahn um Zahn und Zabou mit dem Duo Schimanski/Thanner, die – bisher nur die beiden Male – unter dem Tatort-Titel in den Jahren 1985 und 1987 zunächst als Kinofilme liefen. Einige Jahre nach dem Ende des Teams Schimanski/Thanner wurde 1997 die Figur des Horst Schimanski in einer gleichnamigen Serie reaktiviert, die nicht mehr innerhalb der Tatort-Reihe läuft. Dort wird die Biografie der Figur Schimanski jedoch fortgeschrieben, auch wenn dieser kein Kommissar mehr ist, sondern nur fallweise als „halboffizieller“ Ermittler eingesetzt wird. In kleinerem Umfang tritt dort auch der aus den Schimanski-Tatorten bekannte Polizist Hänschen wieder auf. Im kleineren Rahmen erlebte auch die Figur Thanner ein kurzfristiges Weiterbestehen, da sie nach Ende des betreffenden Tatort-Teams noch für eine Folge zu den „Kollegen“ der erwähnten Crossover-Folge von Polizeiruf 110 wechselte.

Der Stuttgarter Kommissar Ernst Bienzle, der auf einer Romanfigur von Felix Huby beruht, trat über seine Tatort-Aktivitäten hinaus auch als Theaterfigur auf. Und auch Günter Lamprecht lässt in den Theaterstücken Herrengold und Vaterliebe seine Figur Markowitz weiterleben. Die beiden Theaterstücke wurden auch als „TATORT-Kammerspiel“ bezeichnet.

Üblicherweise sind die Ermittlerteams einem festen Kommissariat zugeordnet und agieren so weitgehend in „ihrem Revier“. Eine Ausnahme bildete Kommissar Lutz (Werner Schumacher), dessen permanente Strafversetzungen zum Konzept gehörten. Damit war die Figur des Eugen Lutz dem Publikum besser unter dem Spitznamen „Wanderpokal“ bekannt.

Joe Bausch, der im Kölner Tatort als Gerichtsmediziner Dr. Joseph Roth auftritt, ist im wirklichen Leben als Gefängnisarzt in Werl und Hamm tätig.

Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) fährt in der Serie einen Dienstwagen, dessen Kennzeichen die Initialen des Namens der Darstellerin und des Namens der Figur sowie den Geburtstag der Darstellerin enthält. LU-FO 1405, also Lena/Ulrike – Folkerts/Odenthal 14. Mai.

Der deutsche Fernsehfilm Bis nichts mehr bleibt, der sich mit Scientology befasst, und in dem die Tatort-Schauspieler Robert Atzorn, Sabine Postel, Nina Kunzendorf und Felix Klare mitspielen, wurde getarnt als Tatort („Der Tote im Sund“) gedreht.

Gastauftritte

Gastauftritte von Tatort-Kollegen

Kölner und Leipziger Tatort-Ermittler bei den Dreharbeiten zur Folge „Ihr Kinderlein kommet“, 2011

In den frühen Folgen gehörten Gastauftritte der Kommissare zum Konzept. In fast jeder Folge spielte in einer Nebenrolle ein Tatort-Kommissar aus einer anderen Stadt mit. So sollten die verschiedenen Kommissare vernetzt werden,[2] außerdem sollte das Fernsehpublikum die in der Regel jeweils nur einmal im Jahr auftretenden Kommissare nicht vergessen.[19] Darüber hinaus ermitteln in Kressin und der tote Mann im Fleet (3. Tatort) Kressin und Trimmel gemeinsam in Hamburg, in Gefährliche Wanzen (1974) Lutz und Kreutzer in Karlsruhe, unterstützt von Trimmel in Hamburg; diese Folge hat also gleich zwei Gastkommissare aus verschiedenen Sendeanstalten. Eine besondere Form des Gastauftritts hatte Zollfahnder Kressin in der Tatort-Folge Jagdrevier: Hier verfolgt Kommissar Finke abends in der Fernsehstube eines Gasthofs die Folge Kressin und die Frau des Malers auf dem Bildschirm.

Mittlerweile sind Gastauftritte selten geworden, einen der letzten bekannteren hatte der Saarbrücker Kommissar Palu (Jochen Senf) in der letzten Tatort-Folge mit Götz George, Der Fall Schimanski von 1991. 10 Jahre später tauchte Bienzle in Du hast keine Chance auf und half seinem Kollegen Palu. Die Idee wurde in den Jahren 2000 und 2002 mit den Folgen Quartett in Leipzig und Rückspiel wieder aufgenommen. Hier ermitteln die Kölner Kommissare Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) gemeinsam mit ihren Leipziger Kollegen Ehrlicher (Peter Sodann) und Kain (Bernd Michael Lade).

Im bayerischen Tatort Kleine Diebe aus dem Jahr 2000 hatte die Ludwigshafener Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) einen Kurzauftritt bei ihren Münchener Kollegen Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl), indem sie einem Fußballspiel im Olympiastadion beiwohnte, dort einen Jungen des versuchten Taschendiebstahls überführen und so ihren Kollegen einen entscheidenden Hinweis geben konnte.

Im Münsteraner Tatort Der Doppelte Lott (2005) haben die Kölner Kommissare Ballauf und Schenk ebenfalls einen kurzen Gastauftritt, als Prof. Boerne nach Spuren an einer Leiche sucht, die in der Kölner Gerichtsmedizin, geleitet von Boernes Studienkollegen Dr. Roth, liegt.

Im Kölner Tatort Kaltes Herz (2010) hat der Bremer Kriminalassistent Karlsen (Winfried Hammelmann) einen Gastauftritt. Auf dem Flur des Kommissariats begegnet er Kommissar Schenk. Auf die Frage „Karlsen, was machst du denn hier?“ antwortet dieser: „Fortbildung“.

Gastauftritte von Prominenten

  • Folge 10: NDR (1971) Trimmel – Der Journalist, Publizist, Diplomat und Politiker Günter Gaus spielte in AE612 ohne Landeerlaubnis einen Fluglotsen.
  • Folge 11: NDR (1971) Trimmel – Staranwalt Rolf Bossi als Strafverteidiger in Der Richter in Weiß.
  • Folge 20: WDR (1972) Kressin – Ernst Dieter Lueg und Friedrich Nowottny in Kressin und der Mann mit dem gelben Koffer als Fernsehjournalisten.
  • Folge 45: NDR (1974) Brammer – Udo Lindenberg mit Gesangs- und Textrolle in Kneipenbekanntschaft.
  • Folge 62: HR (1976) Konrad – Komponist Franz Grothe hatte eine kleine Sprechrolle in Zwei Flugkarten nach Rio.
  • Folge 198: NDR (1987) Stoever – In Voll auf Hass traten Die Toten Hosen in der Hamburger Fabrik auf.
  • Folge 201: SR (1988) Palu – In Salü Palu spielte die Sängerin Sandra mit. Sie verkörperte sich selbst und sang ihren Titel Stop for a minute als Premiere im Deutschen Fernsehen.
  • Folge 214: WDR (1988) Schimanski – Dieter Bohlen, der einige Musikstücke der Schimanski-Folgen produzierte, trat in Moltke als eifersüchtiger Freund einer Zeugin auf.
  • Folge 217: WDR (1989) Schimanski – Musiker Rio Reiser war in Der Pott zu sehen. Er schrieb auch die Musik für die Folge.
  • Folge 260: NDR (1992) Stoever – Dieter Thomas Heck trat in Stoevers Fall als Kommissar Lindemann auf.
  • Folge 300: BR (1994) Batic – In …und die Musi spielt dazu traten Die Toten Hosen als Volksmusikgruppe auf sowie ebenfalls die Biermösl Blosn.
  • Folge 307: BR (1995) Batic – In Im Herzen Eiszeit traten Rio Reiser und Rudolph Moshammer, die in einer Nebenrolle sich selbst spielten, auf.
  • Folge 350: SWF (1997) Odenthal – In Tod im All spielten Anke Engelke und Ingolf Lück in kleinen Nebenrollen Mitarbeiter eines Radiosenders.
  • Folge 386: NDR (1998) Stoever – Gerhard Delling hatte in Arme Püppi einen kurzen Auftritt als Journalist.
  • Folge 394: SDR (1998) Bienzle – In Bienzle und der Champion tauchte Ex-Box-Weltmeister Dariusz Michalczewski in einer Gastrolle auf.
  • Folge 403: NDR (1999) Stoever – Der frühere Bundestrainer Berti Vogts hatte in der Folge Habgier eine kleine Rolle als Nachbar.
  • Folge 433: NDR (2000) Stoever – In der Folge Blaues Blut spielte Rudolph Moshammer einen Händler, der Adelstitel verkaufte.
  • Folge 457: BR (2000) Batic – In Einmal täglich spielte Karl Moik in einer kleinen Rolle als Gerichtsmediziner mit.
  • Folge 467: HR (2001) Brinkmann – In Unschuldig spielte die Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main, Petra Roth, in einer kurzen Szene im Rathaus Römer sich selbst.
  • Folge 469: SWR (2001) Bienzle – In Bienzle und der heimliche Zeuge trat kurz die damalige Bundesministerin der Justiz Herta Däubler-Gmelin (SPD) auf.
  • Folge 506: RB (2002) Lürsen – In Schatten spielte Roger Moore sich selbst. Als Stargast gab er den Startschuss zum Bremer Sechstagerennen.
  • Folge 510: BR (2002) Batic – In Totentanz spielte Bela B. von der Punkband Die Ärzte einen DJ.
  • Folge 525: SWR (2003) Bienzle – In der Folge Bienzle und der Tod im Teig hatte der FDP-Politiker Ulrich Goll eine Gastrolle.
  • Folge 537: RBB (2003) Ritter – In der Folge Rosenholz, in der es um die gleichnamige Datei der Stasi geht, hatte Marianne Birthler einen Gastauftritt, in dem sie sich selbst in ihrer Funktion als Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR spielte.
  • Folge 554: RBB (2004) Ritter – In Eine ehrliche Haut spielten Moderatorin Sabine Christiansen und die Politiker Rezzo Schlauch (Bündnis 90/Die Grünen) und Laurenz Meyer (CDU) sich selbst.
  • Folge 643 und Folge 656: SR (2006/2007) Kappl – In den beiden Folgen Aus der Traum und Der Tote vom Straßenrand hatte die Fernsehköchin Lea Linster einen kurzen Gastauftritt als Lindenwirtin.
  • Folge 653: RB (2007) Lürsen – In Schwelbrand spielte Jeanette Biedermann eine Neonazi-Aussteigerin und Pop-Sängerin. In weiteren Rollen sind unter anderem die Musiker und Gruppen MIA., Stefan Gwildis, Mattafix, Revolverheld, Mike Leon Grosch und Simon Webbe zu sehen.
  • Folge 710: WDR (2008) Thiel – In Wolfsstunde war Jörg Pilawa kurz als Reporter zu sehen.
  • Folge 741: NDR (2009) Borowski – In Borowski und die Sterne spielte Hugo Egon Balder einen Rockstar und Helen Schneider seine Ex-Geliebte.
  • Folge 742: WDR (2009) Ballauf – In Platt gemacht trat die Kölner Band De Höhner auf.
  • Folge 777: NDR (2010) Borowski – In Borowski und eine Frage von reinem Geschmack spielte Moderator Reinhold Beckmann sich selbst in seiner Talkshow Beckmann.
  • Folge 789: SR (2011) Kappl – In Heimatfront stellte Manuel Andrack einen Kneipenwirt dar.
  • Folge 794: NDR (2011) Lindholm – In Mord in der ersten Liga spielte Moderator und Journalist Arnd Zeigler einen Fußballreporter.
  • Folge 805: SWR (2011) Odenthal – In Im Abseits über den Mord an einer Fußballnationalspielerin spielten der Präsident des DFB Theo Zwanziger, Ex-Nationalspielerin Steffi Jones, Bundestrainer Joachim Löw, Teammanager Oliver Bierhoff sowie die Deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen mit Trainerin Silvia Neid in kleinen Rollen sich selbst.

Liste der aktuellen Tatort-Ermittler

Stand: 20. November 2011 (817 Folgen ausgestrahlt)

Debüt Sender Chefermittler Bild Ermittler Schauspieler Stadt Anzahl der Folgen
1989 SWR (bis 1998 SWF) Kriminalhauptkommissarin Lena Odenthal, Kriminalhauptkommissar Mario Kopper (ab Folge 10) Assistent Seidel (Folge 1–6), Kriminalrat Friedrichs (Folge 1-22), Spurensicherer Peter Becker (seit Folge 14), Sekretärin Frau Keller (seit Folge 14), Kriminaldirektor Wolf (Folgen 23-26,32,35,37,41), Gerichtsmedizinerin Kessler (Folge 46) Ulrike Folkerts, Michael Schreiner (bis 1994) und Andreas Hoppe (seit 1996), Hans-Günter Martens (bis 2001), Peter Espeloer (seit 1998), Annalena Schmidt (seit 1998), Wolfgang Hepp (bis 2007), Brigitte Zeh (seit 2009) Ludwigshafen 54, davon 45 mit Kopper
1991 BR Kriminalhauptkommissar Ivo Batić und Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr Miroslav NemecUdo Wachtveitl Kriminaloberkommissar Carlo Menzinger (Folgen 4–47), Kriminaloberkommissarin Gabi Kunz (Folge 52) Miroslav Nemec, Udo Wachtveitl und Michael Fitz (1992 bis 2007), Sabine Timoteo (2009) München 59, davon 44 mit Menzinger
1997 WDR Kriminalhauptkommissar Max Ballauf und Kriminalober-, später -hauptkommissar Freddy Schenk Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt Sekretärin Lissy Pütz (Folge 1–14), Assistentin Franziska Lüttgenjohann (ab Folge 15), Gerichtsmediziner Dr. Joseph Roth (ab Folge 3) Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär, Anna Loos (1997-2000), Tessa Mittelstaedt (seit 2000), Joe Bausch (seit 1998) Köln, eine Folge in Leipzig 51, davon zwei gemeinsam mit Ehrlicher und Kain
1997 Radio Bremen Kriminalhauptkommissarin Inga Lürsen Sabine Postel Kriminalkommissar-, später Hauptkommissar Nils Stedefreund (ab Folge 6), Kriminalassistent Karlsen (ab Folge 6), Kriminalkommissar Stefan Kroll (Folge 1–2), Kriminalkommissar Henning Kraus (Folge 3), Kriminalkommissar Tobias von Sachsen (Folge 4–5) Sabine Postel, Oliver Mommsen, Winfried Hammelmann, Rufus Beck (bis 1998), Heikko Deutschmann (1998), Heinrich Schmieder (bis 2001) Bremen, Bremerhaven 24, davon 19 mit Stedefreund
1999 ORF Chefinspektor später Major Moritz Eisner, Assistentin Bibi Fellner (seit Folge 24, außer Folge 26), Inspektor Franz Pfurtscheller (nur bei Fällen in Tirol) Adele Neuhauser Bezirksinspektor Norbert Dobos, Gruppeninspektorin Suza Binder, Gerichtsmedizinerin Dr. Renata Lang (alle bis Folge 6), Kommissarin Roxane Aschenwald (Folge 3 und 5), Gruppeninspektorin Stefanie Gschnitzer (Folge 7 und 9) Harald Krassnitzer, Adele Neuhauser, Alexander Mitterer, Alois Frank, Loretta Pflaum, Gundula Rapsch, Sophie Rois, Roswitha Szyszkowitz Wien sowie andere Orte in Österreich 26
2001 RBB (bis 2003 SFB) Kriminalhauptkommissar Till Ritter und Kriminalhauptkommissar Felix Stark Kommissar Lutz Weber, Kriminalrat Wiegand Dominic Raacke, Boris Aljinovic, Ernst-Georg Schwill und Veit Stübner (bis 2009) Berlin 25
2002 NDR Kriminalhauptkommissarin Charlotte Lindholm, LKA Niedersachsen Maria Furtwängler Polizisten, die in der Stadt des Einsatzortes ihren Dienst tun; Martin Felser – Autor, Mitbewohner, platonischer Freund und Recherchehelfer (Folge 1–16) Maria Furtwängler und Ingo Naujoks (bis 2010) Hannover und andere Orte in Niedersachsen 18
2002 SWR Kriminalhauptkommissarin Klara Blum Eva MattesSebastian Bezzel Bülent Îsi (Folge 1–3), Kriminaloberkommissar, später -hauptkommissar Kai Perlmann (ab Folge 5), Assistentin Annika Beck genannt „Beckchen“, Gerichtsmediziner Dr. Kurt Wehmut (ab Folge 5) Eva Mattes, Ercan Özcelik (bis 2003), Sebastian Bezzel (ab 2004), Justine Hauer (ab 2002), Benjamin Morik (ab 2004) Konstanz 21, davon 17 mit Perlmann
2002 WDR Kriminalhauptkommissar Frank Thiel Axel PrahlJan Josef Liefers Gerichtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne, Silke „Alberich“ Haller, Kommissaranwärterin Nadeshda Krusenstern, Staatsanwältin Wilhelmine Klemm Axel Prahl, Jan Josef Liefers, Christine Urspruch, Friederike Kempter, Mechthild Großmann Münster 20
2003 NDR Kriminalhauptkommissar Klaus Borowski Axel MilbergSibel Kekilli Polizei-Anwärterin Sarah Brandt (ab Folge 17), Psychologin Frieda Jung (1–14), Kriminalkommissar Alim Zainalow (Folge 1–6), Roland Schladitz, Dr. Stormann (ab Folge 5) Axel Milberg, Sibel Kekilli,[20] Maren Eggert[21], Mehdi Moinzadeh, Thomas Kügel und Samuel Finzi Kiel 18
2006–2012[22] SR Kriminalhauptkommissar Franz Kappl und Kriminalhauptkommissar Stefan Deininger Maximilian Brückner Gerichtsmedizinerin Dr. Rhea Singh, Chef der Spurensicherung Horst Jordan, Sekretärin Gerda Braun Maximilian Brückner, Gregor Weber, Lale Yavaş, Hartmut Volle und Alice Hoffmann Saarbrücken 06
2008 SWR Kriminalhauptkommissar Thorsten Lannert und Kriminalhauptkommissar Sebastian Bootz Richy Müller Kriminaltechnikerin Nika Banovic, Staatsanwältin Emilia Álvarez und Gerichtsmediziner Dr. Daniel Vogt Richy Müller, Felix Klare, Miranda Leonhardt, Carolina Vera Squella und Jürgen Hartmann Stuttgart 09
2008 MDR Kriminalhauptkommissarin Eva Saalfeld und Kriminalhauptkommissar Andreas Keppler Martin Wuttke und Simone Thomalla Kriminaltechniker Wolfgang Menzel, Gerichtsmediziner Dr. Johannes Reichau (ab Folge 5), vorher Gerichtsmediziner Johannes Striesow (Folge 1-4) Simone Thomalla, Martin Wuttke, Maxim Mehmet und Kai Schumann (seit 2009), vorher André Röhner (bis 2009) Leipzig 11
2008–2012[23] NDR Kriminalhauptkommissar Cenk Batu, arbeitet als verdeckter Ermittler des LKA Hamburg Batus Vorgesetzter Uwe Kohnau Mehmet Kurtuluş und Peter Jordan Hamburg 04
2010 HR Kriminalhauptkommissar Felix Murot, LKA Hessen Ulrich Tukur Sekretärin Magda Wächter Ulrich Tukur und Barbara Philipp Wiesbaden 01
2011 HR Kriminalhauptkommissar Frank Steier und Kriminalhauptkommissarin Conny Mey Joachim Król Chef der Mordkommission, Polizeipsychologe Daniel Behnken Joachim Król und Nina Kunzendorf, Gerd Wameling, Arnd Klawitter Frankfurt am Main 02
2011 SF Kommissar Reto Flückiger, Kommissarin Liz Ritschard (ab Folge 2) Abigail Lanning - amerikanische Austauschpolizistin (Folge 1), Kripo-Chef Ernst Schmidinger Stefan Gubser, Delia Mayer, Sofia Milos, Andrea Zogg Luzern 01
Ab 2012[24] WDR Hauptkommissar Peter Faber Martina Bönisch, Nora Dalay Jörg Hartmann, Anna Schudt, Aylin Tezel Dortmund 00

Liste der ehemaligen Tatort-Ermittler

Stand: 20. November 2011

Debüt Ende Sender Chefermittler Ermittler Schauspieler Stadt Anzahl der Folgen
1970 1982 NDR Kriminalhauptkommissar Paul Trimmel Kriminalobermeister Petersen, Kriminalhauptmeister Höffgen, Kriminalmeister Laumen Walter Richter, Ulrich von Bock, Edgar Hoppe, Joachim Richert Hamburg 11
1970 1973 SR Kriminalhauptkommissar Liersdahl Assistent Schäfermann Dieter Eppler, Manfred Heidmann Saarbrücken 2
1971 1973 WDR Zolloberinspektor Kressin Zollrat Lenschau (Folge 1 bis 5 und 7) Sieghardt Rupp, Hermann Lenschau Köln 7
1971 1986 SDR Kriminalhauptkommissar Eugen Lutz Kriminalhauptkommissar Brauchle (Folge 2 bis 3), Assistent Richard Wagner/Glöckle (Folge 3 und ab Folge 5 bis 13 und ab Folge 15 bis Folge 16), Assistent Nordenstedt (Folge 14) Werner Schumacher, Max Strecker, Frank Strecker, Pierre Franckh acht verschiedene in Baden-Württemberg 16
1971 1979 HR Kriminalkommissar Konrad Hauptmeister Klipp (Folge 2), Kriminalassistent Robert Wegner (ab Folge 3) Klaus Höhne Frankfurt am Main 8
1971 1978 NDR Kriminalhauptkommissar Finke Assistent Jessner (Folge 1 bis 3), Assistent Franke (ab Folge 4), Assistent Dressler (Folge 7) Klaus Schwarzkopf, Wolf Roth, Hans-Peter Korff, Rüdiger Kirschstein, Gerhard Dressel Kiel und andere Orte in Schleswig-Holstein 7
1971 1987 ORF Oberinspektor Viktor Marek Bezirksinspektor Wirz (Folge 2 bis 6 und ab Folge 8 bis Folge 13), Inspektor Berntner (Folge 2 bis 6 und ab Folge 8 bis Folge 13) Fritz Eckhardt, Kurt Jaggberg, Albert Roland Wien 14
1971 1972 SFB Kriminalhauptkommissar Erwin Kasulke Assistent Roland Paul Esser, Gerhard Dressel Berlin 2
1972 1981 BR Oberinspektor, ab Folge 7 (1976) Kriminalhauptkommissar Melchior Veigl Kriminaloberwachtmeister (ab Folge 7 Kriminalhauptmeister) Ludwig Lenz, Kriminalwachtmeister (ab Folge 7 Kriminalobermeister) Josef Brettschneider, Kriminalrat Härtlinger (Folge 1 bis 3 und ab Folge 5 bis 8), Kriminalrat Schneehans (Folge 4) Gustl Bayrhammer, Helmut Fischer, Willy Harlander, Hans Baur, Achim Benning München 15 (+ 2 MDR 1992)
1972 1972 SWF Kriminalhauptkommissar Horst Pflüger Assistent Wingart Ernst Jacobi, Gernot Endemann Baden-Baden 1
1973 1973 Radio Bremen Kriminalhauptkommissar Walter Böck Kommissar Kullmann, Kommissar Siedhoff Hans Häckermann, Til Erwig und Hans-Helmut Dickow Bremen 1
1973 1977 SWF Kriminalhauptkommissar Franz Gerber Kriminalmeister Ihle, Kriminalmeister Metzmeier Heinz Schimmelpfennig, Peter Bongartz, Johann Adam Oest Baden-Baden 5
1974 1980 WDR Kriminalkommissar später Kriminaloberkommissar Heinz Haferkamp Kriminalhauptmeister Willi Kreutzer, Kriminalobermeister Kaslik, Vorgesetzter Scheffner Hansjörg Felmy, Willy Semmelrogge, Ulrich von Dobschütz und Bernd Schäfer Essen 20
1974 1977 NDR Kriminalhauptkommissar Heinz Brammer Kriminalhauptmeister Henkel Knut Hinz und Günther Heising Hannover 4
1975 1977 SFB Kriminalhauptkommissar Martin Schmidt Kriminalkommissar Hassert Martin Hirthe und Ulrich Faulhaber Berlin 3
1977 1984 SR Kriminalhauptkommissar Horst Schäfermann

(in einer Folge Manfred)

Assistent Backes, Assistent Kurt Sander Manfred Heidmann, Rüdiger Weigang, Amadeus August Saarbrücken 4
1978 1980 SWF Kriminaloberkommissarin Marianne Buchmüller Assistent Mewes, Assistent Lamm Nicole Heesters, Henry van Lyck, Dieter Ohlendiek, Peter Nassauer und Jörg Fallheier Mainz 3
1978 1978 HR Kriminalhauptkommissar Bergmann Kriminalhauptmeister Robert Wegener Heinz Treuke und Rainer Hunold Frankfurt am Main 1
1978 1979 SFB Kriminalhauptkommissar Matthias Behnke Kriminalkommissar Hassert Hans-Peter Korff und Ulrich Faulhaber Berlin 2
1979 1979 NDR Kriminalhauptkommissar Nagel Krimialobermeister Henkel Diether Krebs und Günther Heising Hannover – ehem. Landkreis Burgdorf 1
1979 1985 NDR MAD Oberstleutnant Delius Horst Bollmann Köln 3
1980 1980 HR Kriminalhauptkommissar Sander Kommissar Knauf Volkert Kraeft und Udo Thomer Frankfurt am Main 1
1980 1980 WDR Kriminalhauptkommissar Paul Enders Kommissar Willi Kreutzer Jörg Hube und Willy Semmelrogge Essen, Frankfurt am Main 1
1980 1982 NDR Kriminalhauptkommissar Jochen Piper Krimialobermeister Henkel Bernd Seebacher und Günther Heising Bremen 2
1980 1980 WDR Kommissar Willi Kreutzer Assistent Klein Willy Semmelrogge und Towje Kleiner Essen 1
1981 1983 HR Kriminalhauptkommissar Bergmann Kriminalhauptmeister Knoof, Hauptmeister Wegener Lutz Moik, Matthias Dittmer und Peter Buchholz Frankfurt am Main 2
1981 1985 SFB Kriminalhauptkommissar Friedrich Walther Kriminalkommissar Hassert, Assistent Stettner Volker Brandt, Ulrich Faulhaber und Helmut Gauß Berlin 6
1981 1988 SWF Kriminalkommissarin Hanne Wiegand Assistent Korn, Assistent Wilcke, Assistent Klose, Assistent Rolfs, Assistent Leverkühn Karin Anselm, Rolf Jülich, Artus Maria Matthiessen, Christoph M. Ohrt, László I. Kish und Michael Lesch Baden-Baden, Karlsruhe, Mainz 8
1981 1981 NDR Kriminalhauptkommissar Greve Erik Schumann norddeutsche Kleinstadt 1
1981 1981 NDR Kriminalhauptkommissar Beck Hans Häckermann Lübeck 1
1981 1991 WDR Kriminalhauptkommissar Horst Schimanski, Kriminalhauptkommissar Christian Thanner Assistent „Hänschen“, Kriminalrat Karl Königsberg, Kriminaloberrat Ossmann Götz George, Eberhard Feik, Chiem van Houweninge, Ulrich Matschoss und Gerhard Olschewski Duisburg 29
1981 1987 BR Kriminalhauptkommissar Ludwig Lenz Kriminalobermeister Josef Brettschneider (Folge 1–5), Assistent Faltermayer, Kriminalobermeister Franz Josef Schneider (Folge 6 u.7), Kriminalrat Schubert (Folge 1–6), Assistentin Kern (Folge 6 u.7) Helmut Fischer, Willy Harlander, Henner Quest, Georg Einerdinger, Rolf Castell und Ursula Wolff München 7
1982 1982 HR Polizeihauptmeister Werner Rolfs Polizeimeister Hülshorst Klaus Löwitsch und Michael Schwarzmaier Frankfurt am Main 1
1982 1982 NDR Kriminalhauptkommissar Nikolaus Schnoor Kriminalinspektor Wilfried Wilcke Uwe Dallmeier und Ralf Richter Ort bei Bremerhaven 1
1983 1983 NDR Kriminalhauptkommissar Ronke Assistent Wieler Ulrich von Bock und Lutz Hochstraate Hamburg 1
1984 1984 HR Kriminalhauptkommissar Rullmann Kommissar Tetzel Hans-Werner Bussinger und Rudi Knauss hessische Kleinstadt 1
1984 2001 NDR Kriminalhauptkommissar Paul Stoever und Kriminalhauptkommissar Peter Brockmöller Assistent Oswald Meier (genannt „Meier Zwo“), Assistent Stefan Struve, Assistent Thorwald Manfred Krug, Charles Brauer, Lutz Reichert, Kurt Hart und Mark Keller Hamburg 41, davon 38 mit Brockmöller
1984 1986 ORF Oberinspektor Hirth Inspektor Michael Fichtl, Inspektor Adolf Hollocher, Inspektor Schulz und Hofrat Dr. Putner Kurt Jaggberg, Michael Janisch, Michael Bukowsky, Heinz Zuber und Gerhard Dorfer Wien 3 (+ 7 nur ORF)
1985 1985 HR Polizeihauptmeister Reinhold Dietze Polizeiwachtmeister Michael Luck Klaus Löwitsch und Pierre Franckh Frankfurt am Main 1
1985 2001 HR Kriminalhauptkommissar Edgar Brinkmann Assistent Wegener (oder auch Wegner), Assistentin Alice Bothe, Assistent Kiefer Karl-Heinz von Hassel, Frank Muth, Klaus Adler, Thomas Ahrens, Sebastian Baur, Martin May, Frank Schröder, Günter Waidacher (als Wegner/Wegener) Anja Jaenicke, Anna Thalbach, Ulrike Panse, Jany Tempel, Markus Majowski als Kiefer Frankfurt am Main 28
1985 1989 SFB Kriminalhauptkommissar Hans Georg Bülow Kriminalkommissar Matthias Leuschner (Folge 1 bis 4), Sonja Bach (Folge 1 bis 4), Kriminalkommissar z.A. Öllerink (Folge 1 bis 4), Kriminaloberrat Stegmüller (Folge 1; 3 bis 4), Kommissar Janke (Folge 5 bis 6), Kriminalassistentin Jellineck (Folge 5 bis 6) Heinz Drache, Jürgen Kluckert (1985–1988), Almut Eggert (1985–1988), Maximilian Wigger (1985–1988), Horst Schön (1985–1988), Hans Nitschke (1989) und Christiane Carstens (1989) Berlin 6
1986 1986 BR Kriminalhauptkommissar Sigi Riedmüller Kriminalhauptmeister Wislitschek, Kriminalmeister Augenthaler und Kriminalrat Schubert Günther Maria Halmer, Gustl Weishappel, Michael Lerchenberg und Rolf Castell München 1
1986 1986 ORF Journalist Alexander Lutinsky Miguel Herz-Kestranek Wien 1 nur ORF
1987 1988 SDR Kriminalhauptkommissar Georg-Thomas Schreitle Hauptkommissar Lukas Horst Michael Neutze und Matthias Ponnier Stuttgart, Führstadt 3
1987 1987 BR Kriminalhauptkommissar Karl Scherrer Kriminalhauptmeister Wislitschek, Kriminalmeister Augenthaler und Kriminalrat Schubert Hans Brenner, Gustl Weishappel, Michael Lerchenberg und Rolf Castell München 1
1987 1987 ORF Inspektor Herbert Passini Oberinspektor Pfeifer, Inspektor Fichtl und Inspektor Adolf Hollocher Christoph Waltz, Bruno Dallansky, Michael Janisch und Michael Bukowsky Wien 1
1988 1988 ORF Oberinspektor Pfeifer Inspektor Fichtl, Inspektor Adolf Hollocher, Inspektor Dorothea Winter und Hofrat Putner Bruno Dallansky, Michael Janisch, Michael Bukowsky, Dorothea Parton und Gerhard Dorfer Wien 1 (+4 nur ORF)
1988 2005 SR Kriminalhauptkommissar Max Palu Kriminalhauptkommissar Stephan Deininger (ab Folge 12) Jochen Senf und Gregor Weber Saarbrücken 18
1988 1989 BR Kriminalhauptkommissar Otto Brandenburg Kriminalobermeister Luginger und Kriminalobermeister Santini Horst Bollmann, Alexander Duda und Michele Oliveri München 2
1989 1996 ORF Inspektor Michael Fichtl Inspektor Adolf Hollocher, Inspektor Dorothea Winter, Inspektor Katzki, Inspektorin Susanne Kern, Inspektorin Lou Hareter und Hofrat Dr. Putner Michael Janisch, Michael Bukowsky, Dorothea Parton, Gerhard Roiss, Sylvia Haider, Margot Vuga und Gerhard Dorfer Wien 8 (+ 1 nur ORF)
1990 1990 DRS Detektivwachtmeister Walter Howald Wachtmeister Reto Carlucci Mathias Gnädinger und Andrea Zogg Bern 1
1991 1992 DRS Detektivwachtmeister Reto Carlucci Kollege Max Bieri (Folge 1), Wachtmeister Markus Gertsch (Folge 2), Vorgesetzter Gusti Stettler Andrea Zogg, Ueli Jäggi, Ernst C. Sigrist und Albert Freuler Bern 2
1991 1995 SFB Kriminalhauptkommissar Franz Markowitz Kommissar Pohl und Kommissar Gerber Günter Lamprecht, Hans Nitschke und Max Volkert Martens Berlin 8
1992 1997 WDR Kriminalhauptkommissar Bernd Flemming Kriminalkommissarin Miriam Koch und Kriminalhauptmeister Max Ballauf (Folge 1–8) Martin Lüttge, Roswitha Schreiner und Klaus J. Behrendt Düsseldorf 15 (seit 1997 Ballauf weiter mit Schenk in Köln)
1992 2007 SWR (bis 1998 SDR) Erster Kriminalhauptkommissar Ernst Bienzle Kriminaloberkommissar Günter Gächter Dietz-Werner Steck und Rüdiger Wandel Stuttgart 25
1992 2007 MDR Kriminalhauptkommissar Bruno Ehrlicher und Kriminalkommissar später Kriminalhauptkommissar M. Kain Kriminaltechniker Walter Peter Sodann, Bernd Michael Lade und Walter Nickel erst Dresden, später Leipzig, je eine Folge in Köln, Weimar und Naumburg 45, davon zwei gemeinsam mit Ballauf und Schenk
1993 2002 DRS Detektivwachtmeister Philipp von Burg und Wachtmeister Markus Gertsch Kommissarin Sabine Schlack und Hauptkommissarin Eva Schwab László I. Kish, Ernst C. Sigrist, Charlotte Schwab und Sabina Schneebeli Bern 9
1995 1995 HR Kriminalhauptkommissar a.D. Leo Felber Kommissar Klose und Kommissar Schwarze Heinz Schubert, Karl-Heinz von Hassel und Pierre Franckh Frankfurt am Main 1
1996 1998 SFB Kriminalhauptkommissar Ernst Roiter Kriminalkommissar Michael Zorrowski und Kriminalrat Joachim Huber Winfried Glatzeder, Robinson Reichel und Hanns Zischler Berlin 12
1996 1996 ORF Kriminalhauptkommissar Max Becker Kommissarin Lou Hareter, Kommissar Adolf Hollocher und Hofrat Putner Klaus Wildbolz, Margot Vuga, Michael Bukowsky, Gerhard Dorfer Wien 1
1997 1997 ORF Oberinspektor Paul Kant Oberinspektor Jakob Varanasi, Chefinspektor Fichtl und Inspektorin Maier Wolfgang Hübsch, Johannes Nikolussi, Michael Janisch und Elisabeth Lanz Wien 2
1997 1997 NDR Kriminalhauptkommissarin Lea Sommer Assistent Walter, Assistent Jens Hannelore Elsner, Rudolf Kowalski und Stephan Meyer-Kohlhoff Hamburg 2
1999 2000 SFB Kriminalhauptkommissar Till Ritter und Kriminalhauptkommissar Robert Hellmann Kriminaloberkommissar Lutz Weber Dominic Raacke, Stefan Jürgens und Ernst-Georg Schwill Berlin 6 (Ritter seit 2001 weiter mit Stark)
2001 2008 NDR Kriminalhauptkommissar Jan Casstorff Kriminaloberkommissar Eduard Holicek, Kriminalkommissarin Jenny Graf und Staatsanwältin Wanda Wilhelmi Robert Atzorn, Tilo Prückner, Julia Schmidt und Ursula Karven Hamburg 15, davon 11 mit Graf
2002 2010 HR Kriminalhauptkommissar Fritz Dellwo, Kriminalhauptkommissarin Charlotte Sänger Leiter der Mordkommission Rudi Fromm und Staatsanwalt Dr. Scheer Andrea Sawatzki, Jörg Schüttauf, Peter Lerchbaumer und Thomas Balou Martin Frankfurt am Main 18, davon je 1 ohne Dellwo/Sänger

Regie

Den ersten Tatort Taxi nach Leipzig inszenierte Peter Schulze-Rohr, der noch bei weiteren 14 Fällen Regie führte. Insgesamt waren für die bisherigen 816 Folgen (plus der 13 österreichischen Eigenproduktionen) 265 Regisseure bzw. Regisseurinnen verantwortlich (Stand: 6. November 2011). Die bisher meisten Tatort-Folgen drehte Hartmut Griesmayr, der mit der im März 1979 ausgestrahlten Folge Alles umsonst erstmals für den Tatort tätig war. Seine bisher letzte Arbeit der Reihe war der letzte Tatort des Kriminalhauptkommissars Bienzle, Bienzle und sein schwerster Fall vom Februar 2007. Viele bekannte Regisseure wie Samuel Fuller, Dominik Graf, Wolfgang Petersen, Jürgen Roland, Wolfgang Staudte, Margarethe von Trotta, Fritz Umgelter, Michael Verhoeven und Dieter Wedel gehören zum Kreis der Tatort-Regisseure.

Titellieder

Vornehmlich in den 1980er und 1990er Jahren wurden einige der Titellieder, die innerhalb und am Ende der Folgen gespielt wurden, durch die Tatort-Ausstrahlungen bekannt oder gar kommerziell erfolgreich. Die bis dato erfolgreichsten Lieder sind Midnight Lady, geschrieben von Dieter Bohlen und gesungen von Chris Norman, aus der Tatort-Folge Der Tausch (1986) und Faust auf Faust (Schimanski) von der Klaus Lage Band, geschrieben von Klaus Lage und Norbert Heirell, im ersten Tatort-Kinofilm Zahn um Zahn im Sommer 1985. Hier eine kleine Auswahl weiterer Lieder aus den jeweiligen Folgen:

Künstler Titellied Folge Jahr Sender
Can Vitamin C Tote Taube in der Beethovenstraße 1973 WDR
Duval, FrankFrank Duval Hey Girl Schüsse in der Schonzeit 1977 BR
Müller-Westernhagen, MariusMarius Müller-Westernhagen Hier in der Kneipe fühl ich mich frei Grenzgänger 1981 WDR
Tangerine Dream Das Mädchen auf der Treppe (White Eagle) Das Mädchen auf der Treppe 1982 WDR
Warning Why Can The Bodies Fly Peggy hat Angst 1982 SWF
Tangerine Dream Daydream Miriam 1983 WDR
Dhuo Walkin Heißer Schnee 1984 BR
Anderson, JilJil Anderson Without You (Baby, Baby) Haie vor Helgoland 1984 NDR
Spiro, MarkMark Spiro Winds Of Change Das Haus im Wald 1985 WDR
Simpson, PatriciaPatricia Simpson Dreams In The City Nachtstreife 1985 ORF
Die Toten Hosen Verschwende deine Zeit Voll auf Haß 1986 NDR
Eye, F. B.F. B. Eye Money is the Power Leiche im Keller 1986 NDR
Sandra Stop For A Minute Salü Palu 1987 SR
Klaus Lage Nie wieder Kind (Instr.) Zabou 1987 WDR
Cussick, IanIan Cussick Too Lonely To Win Sein letzter Wille 1988 SDR
Chris Norman Broken Heroes Gebrochene Blüten 1988 WDR
Chapman, RogerRoger Chapman Slap Bang In The Middle Einzelhaft 1988 WDR
Klaatu Woman Tödlicher Treff 1988 SDR
Reiser, RioRio Reiser Über Nacht Der Pott 1989 WDR
Klaus Lage Hand in Hand Unter Brüdern 1990 WDR, DFF
Tyler, BonnieBonnie Tyler Against The Wind Der Fall Schimanski 1991 WDR
Maahn, WolfWolf Maahn Cool Der Mörder und der Prinz 1992 WDR
Küpper, MarkusMarkus Küpper Sie hat Schluß gemacht Ein ehrenwertes Haus 1994 MDR
Becker, BenBen Becker Alter Mann Falsches Alibi 1995 MDR
Littig, RebeccaRebecca Littig Kyrie Heilig Blut 1996 WDR
The Brandalls Not the time to write a love song Das Mädchen mit der Puppe 1996 WDR
Siebert, BüdiBüdi Siebert The Champion Bienzle und der Champion 1998 SDR
Kristine, LivLiv Kristine 3AM Dagoberts Enkel 1999 SFB

Sprache

In den neueren Folgen wird fast ausschließlich Standarddeutsch gesprochen, Ausnahmen bilden einige Folgen des ORF, des SR und des SWR. In der Anfangszeit des Tatorts zählte zum Lokalkolorit auch der in der jeweiligen Gegend des Geschehens gesprochene Dialekt. Der NDR sendete 1982 die Folge Watt Recht is, mutt Recht bliewen, in der eine niederdeutsche Sprachvarietät gesprochen und für hochdeutsche Zuhörer mit hochdeutschen Untertiteln übersetzt wurde. Ein solches Experiment wurde bisher nicht wiederholt.

Die ab 2000 im ORF gezeigt Krimireihe Trautmann sollte wegen ihres großen Erfolgs ab 2002 innerhalb der Tatort-Reihe den Wiener Ermittler Eisner ablösen, wurde aber von der ARD kurz vor der ersten Ausstrahlung wegen des angeblich schwer verständlichen Wiener Dialekts abgesetzt.

Vorspann

Der Darsteller im 1970 in München gedrehten Vorspann (durch einen Schlitz blickende Augen und eine flüchtende Person) ist der bayerische Schauspieler und spätere Geschäftsmann Horst Lettenmayer, der für den Dreh einmalig 400 DM bekam. Die Aufnahme, in der nur seine Beine beim Rennen zu sehen sind, entstand auf einem Abschnitt des damaligen Flughafens München-Riem. Lettenmayer wirkte viele Jahre später auch in einer Episode mit: 1989 spielte er in dem Schimanski-Tatort Der Pott einen Gewerkschaftsboss, der ermordet wird.[25]

Die Grafikdesignerin des Vorspanns war Kristina Böttrich-Merdjanowa, die hierfür einmalig 2500 DM erhielt. Ende 2009 reichte sie in einem Gerichtsverfahren vor dem Landgericht München I eine Stufenklage auf Auskunft für eine höhere Entlohnung sowie Namensnennung ein[26], in der das Landgericht München I mit einem Teilurteil vom 24. März 2010 zunächst in weiten Teilen zu Gunsten der Klägerin entschied.[27] Im Februar 2011 hob das Oberlandesgericht München dieses Urteil jedoch wieder auf und wies die Klage ab.[28]

Die Titelmusik wurde 1970 von Klaus Doldinger komponiert und im Lauf der Zeit nur zweimal, in den Jahren 1978 und 2004,[29] behutsam modifiziert. Das Schlagzeug in der Erstfassung spielte Udo Lindenberg.[30]

Wiederholungen

Die meisten der jeweils aktuellen Folgen sind seit Anfang 2010 ab dem Zeitpunkt der Erstausstrahlung sieben Tage lang in der ARD-Mediathek abrufbar. Dies war davor nur bei wenigen Folgen möglich. Der Abruf ist international verfügbar, kann aus Jugendschutzgründen jedoch auf den Zeitraum zwischen 20 und 6 Uhr deutscher Zeit beschränkt sein.[31]

Wiederholungen von Tatort-Folgen im deutschen Fernsehen laufen in den letzten Jahren häufig in den Dritten Programmen. Bereits gesendete Folgen werden auch im Ersten wiederholt, derzeit in der Regel freitags um 21:45 Uhr. Teilweise, beispielsweise während der Zeit der Sommerferien, laufen auch zum Hauptsendetermin Sonntag abends bereits früher ausgestrahlte Folgen. Es werden überwiegend Folgen neueren Datums wiederholt und nur vereinzelt Folgen, die deutlich über 10 Jahre alt sind. Solche Folgen sind nur selten zu sehen und laufen z. B. in unregelmäßiger Folge als Filmnächte (zumeist drei oder mehr Folgen hintereinander) samstags im NDR-Fernsehen. Gelegentlich werden ältere Folgen aber auch zu besonderen Anlässen wiederholt, wie beispielsweise einige 2010 vom WDR erneut ausgestrahlte Haferkamp-Folgen, aus Anlass des Status Essens als Europas Kulturhauptstadt 2010.

Nicht wiederholte Folgen

Es gibt sechs Tatort-Folgen, die seit ihrer Erstausstrahlung nicht wiederholt werden dürfen oder sollen. Bei diesen so genannten Giftschrank-Folgen handelt es sich senderintern um Folgen mit Sperrvermerk. Dies sind im einzelnen:

  • Der Fall Geisterbahn (HR, 12. März 1972) – Lizenzrechte unklar, da die Produktionsfirma Horst Film Berlin nach der Erstausstrahlung Konkurs angemeldet hat
  • Der gelbe Unterrock (SWF, 17. Februar 1980) – Mängel in der künstlerischen Qualität
  • Mit nackten Füßen (HR, 9. März 1980) – missverständliche Ausdrucksweise über Epileptiker in der Filmhandlung
  • Tod im Jaguar (SFB, 9. Juni 1996) – Verbreitung einer missverständlichen Pressemitteilung über diesen Tatort im Vorwege mit „antijüdischen Passagen“ und die Darstellung von jüdischen Geschäftemachern
  • Krokodilwächter (SFB, 10. November 1996) – Verstoß gegen den Jugendschutz. Brutale, sexistische und menschenverachtende Darstellung im Film
  • Wem Ehre gebührt (NDR, 23. Dezember 2007) – angebliche Vorurteile gegen die alevitische Glaubensgemeinschaft und Verletzung von religiösen Gefühlen

Die Tatort-Folgen Tod im U-Bahnschacht (SFB, 9. November 1975), Drei Schlingen (WDR, 28. August 1977), Blutspur (WDR, 20. August 1989) und Tote brauchen keine Wohnung (BR, 11. November 1973) wurden ebenfalls für mehrere Jahre nicht erneut ausgestrahlt, sind aber nach Intendantenwechseln, Überprüfungen oder Korrekturen im Fernsehen wiederholt worden.

Der SFB-Tatort Ein Hauch von Hollywood wurde von der ARD-Programmkommission 1998 als nicht geeignet für die Hauptsendezeit 20:15 Uhr am Sonntag befunden. Er wurde an einem Montag auf einem Wiederholungssendeplatz um 23:00 Uhr als Erstausstrahlung gesendet. Der Grund hierfür waren die kritisierten Qualitätsmängel von Bild und Geschichte. Der Film wurde mit Betacam gedreht, weil der SFB so Produktionskosten in Höhe von 50.000 DM sparen konnte.

Schwesterserie Polizeiruf 110

Das DDR-Pendant zum Tatort war der Polizeiruf 110, der sich heute mit dem Tatort den Sendeplatz teilt. Die erste Crossover-Folge zwischen den beiden Reihen bildete 1990 die Tatort-Folge Unter Brüdern, in der die westdeutschen Kommissare Schimanski und Thanner (dargestellt von Götz George und Eberhard Feik) auf ihre ostdeutschen Kollegen Fuchs und Grawe (dargestellt von Peter Borgelt und Andreas Schmidt-Schaller) treffen. Nachdem Götz George sich als Kommissar Schimanski aus dem Tatort verabschiedet hatte, gab es die Polizeiruf-Folge Thanners neuer Job (1991), in der Eberhard Feik im Polizeiruf eingeführt werden sollte. Einen weiteren Berührungspunkt gab es im Jahr 2006: In der Polizeiruf-Folge Die Mutter von Monte Carlo (Erstausstrahlung 29. Januar 2006) trifft Polizeiruf-Kommissar Thomas Keller (dargestellt von Jan-Gregor Kremp) auf seinen Frankfurter Tatort-Kollegen Fritz Dellwo (dargestellt von Jörg Schüttauf).

Literatur

  • Björn Bollhöfer: Geographien des Fernsehens: Der Kölner Tatort als mediale Verortung kultureller Praktiken. Bielefeld: Transcript Verlag 2007, ISBN 3-89942-621-5
  • Knut Hickethier: „Tatort“ und „Lindenstraße“ als Spiegel der Gesellschaft, in: APuZ 20/2010, S. 41-46.
  • o. V.: Tatort. Der Mord zum Sonntag, du, 8/2007. ISBN 978-3-03717-037-3
  • Holger Wacker und Almut Oetjen: TATORT – Das große Buch für Fans. Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag 2002, ISBN 3-89602-404-3
  • Holger Wacker: Das große Tatort-Buch. Filme, Fakten und Figuren. Berlin: Henschel Verlag 2000, ISBN 3-89487-353-1
  • Holger Wacker. TATORT – Krimis, Köpfe, Kommissare. Berlin: Henschel Verlag 1998, ISBN 3-89487-307-8
  • Thomas Weber: Die unterhaltsame Aufklärung. Ideologiekritische Interpretation von Kriminalfernsehserien des westdeutschen Fernsehens, Bielefeld: Aisthesis, 1992; ISBN 3-925670-70-X
  • Eike Wenzel (Hrsg.): Ermittlungen in Sachen Tatort. Berlin: Bertz + Fischer Verlag 2000, ISBN 3-929470-18-7

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Tatort – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b 13 besondere ORF-TATORTe www.tatort-fundus.de, Abgerufen am 12. November 2009.
  2. a b c d e „Tatort“-Erfinder Gunther Witte ist ein Fan der Münster-Krimis, Osnabrücker Zeitung vom 9. April 2010, abgerufen am 16. April 2010.
  3. Mit Krimis hatte ich nie was am Hut!, Bericht über den Tatort-Erfinder Gunther Witte auf einestages.de, abgerufen am 10. November 2010.
  4. Christian Zabel: Wettbewerb im deutschen TV-Produktionssektor. Produktionsprozesse, Innovationsmanagement und Timing-Strategien, 1. Auflage 2009, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, ISBN 978-3-531-16337-6, S. 47.
  5. KEF, 15. Jahresbericht (2005), Bd. 2, Tz. 532.
  6. KEF, 15. Jahresbericht (2005), Bd. 2, Tz. 533.
  7. Christian Zabel: Wettbewerb im deutschen TV-Produktionssektor. Produktionsprozesse, Innovationsmanagement und Timing-Strategien, 1. Auflage 2009, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, ISBN 978-3-531-16337-6, S. 198f.
  8. KEF, 15. Jahresbericht (2005), Bd. 2, Tz. 536.
  9. vgl. hierfür auch Michael Strübel: Rezension zu Stefan Machura/Rüdiger Voigt (Hrsg.): Krieg im Film, 1. Auflage, LIT-Verlag, Münster 2005, in: Publizistik 2005, S. 511.
  10. vgl. die Auflistung unter http://www.tatort-fundus.de/web/medien/buecher/alma-mater.html (abgerufen am 2. November 2010).
  11. jüngst erschienen Gräf: TATORT. Ein populäres Medium als kultureller Speicher, 1. Auflage 2010, Schüren Verlag, Marburg, ISBN 978-3-89472-565-5.
  12. Homepage Tatort - Straßen der Welt e. V.
  13. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,186714,00.html, zuletzt abgerufen am 8. Dezember 2010.
  14. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,294079,00.html, abgerufen am 8. Dezember 2010.
  15. Christian Prenger: Gewaltiger Heiligenschein, in: Extradienst Nr. 7-9/2004 S. 38.
  16. http://www.sueddeutsche.de/kultur/708/315598/text/
  17. http://www.stern.de/unterhaltung/tv/:Mehmet-Kurtulus-Revolution-Schiffs-'Tatort'/643499.html
  18. http://www.tatort-fundus.de/web/folgen/spin-off-folgen.html
  19. http://www.tatort-fundus.de/web/folgen/spin-off-folgen.html
  20. welt.de: Sibel Kekilli spielt künftig im Kieler Tatort Artikel vom 5. August 2010
  21. abendblatt.de: Maren Eggert hört beim Kieler Tatort auf Artikel vom 16. März 2010
  22. tatort-fundus.de: SR-TATORT - Adieu, Kappl und Deininger!
  23. Cenk Batu hört 2012 auf
  24. shz.de: Tatort ab 2012 in Dortmund Artikel vom 12. Oktober 2011
  25. Sächsische Zeitung: Die Augen der Nation vom 21. Mai 2008.
  26. Focus.de
  27. LG München I, Urteil vom 24. März 2010, Az.: 21 O 11590/09, ZUM 2010, 733 ("Tatort-Vorspann").
  28. Patrick Jacobshagen: Kult allein garantiert noch keinen Geldsegen, Legal Tribune online, 10. Februar 2011.
  29. Die Zeit 18. Januar 2007 Die Jäger-Quarte; HörZu, Nr. 21/2008 Jubiläumsheft 700 Folgen Tatort, Seite 156, 16. Mai 2008.
  30. br-online: [1]
  31. DWDL.de – ARD-Reihe „Tatort“ künftig auch in der Mediathek

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