Badenhausen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Badenhausen
Badenhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Badenhausen hervorgehoben
51.77222222222210.209722222222175
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Osterode am Harz
Samtgemeinde: Bad Grund (Harz)
Höhe: 175 m ü. NN
Fläche: 7,41 km²
Einwohner:

1.896 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 256 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37534
Vorwahl: 05522
Kfz-Kennzeichen: OHA
Gemeindeschlüssel: 03 1 56 004
Adresse der Verbandsverwaltung: An der Mühlenwiese 1
37539 Windhausen
Bürgermeister: Erich Sonnenburg (SPD)
Lage der Gemeinde Badenhausen im Landkreis Osterode am Harz
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Über dieses Bild

Badenhausen ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Bad Grund im Landkreis Osterode am Harz am Harz im Bundesland Niedersachsen. Die nächstgelegene größere Stadt ist die Kreisstadt Osterode.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Badenhausen liegt am Naturpark Harz. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Bad Grund (Harz) an, die ihren Verwaltungssitz in Windhausen hat.


Geschichte

Badenhausen wurde erstmals im Jahr 968 namentlich in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos des Großen erwähnt. Am 2. Oktober 968 schenkte Kaiser Otto I. der erzbischöflichen Kirche des heiligen Moritz in Magdeburg seinen bisherigen Eigenbesitz, den er bisher in Badenhausen besessen hatte.

Am Ortsrand liegt auf der Spitze eines, nach Norden ausgehenden Bergsporns auf dem Pagenberg eine alte Festung, die Hindenburg, die von den Grafen von Katlenburg um das Jahr 1080 errichtet wurde. Nach Süden ist sie durch einen, tief in den Felsen gehauenen Spitzgraben vom Sporn getrennt, während die übrigen Hänge steil zur Söse abfallen. Nördlich des Halsgrabens befand sich das ältere Kernwerk der Burg, von der heute nur noch die Grundmauern erhalten sind. Erstmals erwähnt wurde die Hindenburg in einer Lüneburger Chronik, als sie 1152 von Heinrich dem Löwen nach einem Gefecht mit Markgraf Albrecht dem Bären übernommen wurde. Gegen 1440 fiel die Hindenburg und Badenhausen wurde von Goslar zerstört, um 1500 wurde es wieder durch die Herzogin Elisabeth aufgebaut. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten oftmals die Besitzer der Burg, so gehörte sie, nach Heinrich dem Löwen, dem Fürstentum Grubenhagen, ein anderer Teil war zu Beginn des 14. Jahrhunderts in der Hand des Fürstentums Wolfenbüttel, bevor es gegen Ende dieses Jahrhunderts in den Besitz des Fürstentums Göttingen überging[2]. Verpfändungen waren fester Bestandteil der Burg, so übergaben die Grubenhagener ihren Anteil ab 1400 an die Herren von Hardenberg, um 1491 gingen die grubenhagischen Anteile, einem Drittel, an Bürgerliche über, zuletzt 1497 an einen Osteroder Bürgermeister.

Seitdem stieg die Einwohnerzahl Badenhausens ständig, von 25 im Jahr 1550 bis 315 Einwohner im Jahr 1774. Heute beträgt die Einwohnerzahl 1939 (Stand 31. Dezember 2008).

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat aus Badenhausen setzt sich aus 13 Mitgliedern zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 10. September 2006)

Bürgermeister

Der Bürgermeister Erich Sonnenburg (SPD) wurde am 10. September 2006 gewählt. Sein Stellvertreter ist Walter Lagershausen (SPD).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Gedenkstätte im Kirchpark
Gedenkstein

Bauwerke

  • In Badenhausen befindet sich ein großes Sägewerk, das laut Guinness-Buch der Rekorde das längste je gesägte Holzblatt der Welt besitzt. Dieses Holzblatt in Form einer Säge ist für die Öffentlichkeit an der Außenwand des Werkes mit einer Tafel von Guinness angebracht.
  • Im angrenzenden Wald auf dem Pagenberg sind noch vereinzelt Mauerreste der Hindenburg zu sehen.

Parks

Im Kirchpark befindet sich eine kleine Gedenkstätte für die aus Badenhausen stammenden Opfer der beiden Weltkriege. Ein weiterer kleiner Park mit Sitzgelegenheiten befindet sich im Ortskern am Kindergarten.

Sport

In Badenhausen befinden sich zwei Fußballplätze, sowie eine große und eine kleine Sporthalle. Fußball und Handball sind die beiden großen Sportarten des Ortes.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Nördlich von Badenhausen verlaufen die Schnellstraße B 243 sowie die Bahnstrecke Herzberg–Seesen. Von 1898 bis 1967 hielten die Züge der schmalspurigen Bahnstrecke Osterode–Kreiensen hier.

Zur Entwicklung des Postwesens in Barum siehe: Postroute Braunschweig-Göttingen.

Bildung

In Badenhausen gibt es eine Haupt- und Realschule sowie einen Kindergarten.

Leben in Badenhausen

In Badenhausen gibt es viele Geschäfte sowie zwei Restaurants und einen kleinen Park im Ortskern. Für die Jugend wurde ein Jugendraum angelegt. Außerdem sind viele Jugendliche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Badenhausen oder des Sportvereins. Ein beliebter Ort für Touristen ist das Naturfreundehaus in einem Wald nahe Badenhausen. Die Natur ist um den Ort noch weitenteils in Takt, neben den Wäldern um den Ort fließt auch noch die Söse durch und um Badenhausen.

Unter anderem befinden sich in Badenhausen ein Sparladen, ein Bäcker, zwei Metzger und ein Lotto-Totoladen, sowie ein paar weitere kleine Geschäfte, wie zum Beispiel ein Bastelladen. Zudem führt die Volksbank eine Filiale in Badenhausen, ganz in der Nähe davon befindet sich eine Tankstelle. Wichtigste Arbeitgeber des Ortes sind das ortsansässige Sägewerk, sowie ein Transportunternehmen. Neben diesen Unternehmen befinden sich noch ein paar weitere kleinere Firmen und Betriebe in Badenhausen.

Weblinks

 Commons: Badenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
  2. Erhard Kühlhorn: Historisch-Landeskundliche Exkursionskarte. Blatt Osterode am Harz. Lax, Hildesheim 1970, S. 76.

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