Spittal an der Drau

Spittal an der Drau
Spittal an der Drau
Wappen von Spittal an der Drau
Spittal an der Drau (Österreich)
Spittal an der Drau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Spittal an der Drau
Kfz-Kennzeichen: SP
Fläche: 48,51 km²
Koordinaten: 46° 48′ N, 13° 30′ O46.79166666666713.495833333333560Koordinaten: 46° 47′ 30″ N, 13° 29′ 45″ O
Höhe: 560 m ü. A.
Einwohner: 15.769 (1. Jän. 2011)
Bevölkerungsdichte: 325,07 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 9800, 9701, 9702
Vorwahl: Spittal: 04762, Rothenthurn: 04767
Gemeindekennziffer: 2 06 35
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Burgplatz 5
9800 Spittal a. d. Drau
Website: www.spittal-drau.at
Politik
Bürgermeister: Gerhard Köfer (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(31 Mitglieder)
14 SPÖ, 11 BZÖ, 4 Spittaler Volkspartei (SVP),
1 Grüne, 1 FPÖ
Lage der Stadt Spittal an der Drau im Bezirk Spittal an der Drau
Bad Kleinkirchheim Baldramsdorf Berg im Drautal Dellach im Drautal Flattach Gmünd in Kärnten Greifenburg Großkirchheim Heiligenblut Irschen Kleblach-Lind Krems in Kärnten Lendorf Lurnfeld Mallnitz Malta Millstatt Mörtschach Mühldorf Oberdrauburg Obervellach Radenthein Rangersdorf Reißeck Rennweg am Katschberg Sachsenburg Seeboden Spittal an der Drau Stall Steinfeld (Kärnten) Trebesing Weißensee (Ort in Kärnten) Winklern KärntenLage der Gemeinde Spittal an der Drau im Bezirk Spittal an der Drau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Spittal vom Goldeck aus gesehen
Spittal vom Goldeck aus gesehen
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Spittal an der Drau ist eine Stadtgemeinde mit 15.769 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) und zugleich Hauptstadt des gleichnamigen Bezirkes im Bundesland Kärnten in Österreich. Die Stadt im Kreuzungsbereich von Unterem Drautal, Liesertal, Millstätter See, Nockberge und Mölltal ist das urbane Zentrum Oberkärntens.

Der Hauptplatz, Ecke Ortenburger Str.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Spittal liegt zwischen dem Lurnfeld und dem Unteren Drautal. Von Norden nach Süden durchfließt die Lieser die Stadt und mündet dann in die Drau. Ebenfalls südlich von Spittal liegt der „Hausberg“ der Spittaler, das Goldeck. Das Gemeindegebiet von Spittal erstreckt sich zum Teil über das Südufer des Millstätter Sees.

Gliederung

Die Stadtgemeinde ist in die sieben Katastralgemeinden Amlach, Edling, Großegg, Molzbichl, Olsach, Spittal an der Drau und St. Peter-Edling gegliedert und umfasst folgende 27 Ortschaften In Klammern Einwohnerzahlen Stand 2001):

  • Aich (68)
  • Aichforst (141)
  • Baldersdorf (91)
  • Brodbrenten (37)
  • Burgbichl (19)
  • Edling (57)
  • Großegg (62)
  • Kleinegg (37)
  • Kleinsaß (17)
  • Krieselsdorf (42)
  • Molzbichl (242)
  • Neuolsach (177)
  • Nußdorf (62)
  • Oberamlach (206)
  • Oberdorf (22)
  • Oberzmöln (4)
  • Olsach (180)
  • Rothenthurn (372)
  • Sankt Peter (198)
  • Sankt Sigmund (27)
  • Schwarzenbach (59)
  • Spittal an der Drau (13.533)
  • Tangern (30)
  • Unteramlach (241)
  • Unterzmöln (4)
  • Winkl (42)
  • Zgurn (75)

Nachbargemeinden

Lendorf Seeboden Millstatt
Baldramsdorf Nachbargemeinden Ferndorf
Stockenboi

Geschichte

1191 stifteten Graf Otto II. von Ortenburg und sein Bruder, der Archidiakon Hermann I. von Ortenburg, am Lieserufer nahe der heutigen Stadtpfarrkirche ein Hospital (Spittl) mit Kapelle, was der Salzburger Erzbischof Adalbert in einer Urkunde am 11. April 1191 bestätigte. Das für den Ort namensgebende Spital war für die Versorgung von Pilgern bestimmt, die über den Katschberg und die Radstädter Tauern nach Süden zogen. Die sich bildende Siedlung am rechten Lieser-Ufer stand unter dem Schutz einer Turmburg der Ortenburger, die wahrscheinlich an der Stelle des heutigen Schlosses stand.

1242 wurde Spittal zum Markt erhoben, die verkehrsgünstige Lage an der Mündung von Möll und Lieser in die Drau sowie die Maut- und Flößereirechte auf der Drau bewirkten eine erste wirtschaftliche Blüte. 1324 wird der Markt als Sitz eines Landrichters erwähnt. 1403 erhielt Spittal das Recht, vier mehrtägige Jahrmärkte und einen Wochenmarkt abzuhalten. 1408 bekamen sie die Ausschließlichkeitsrechte für die Drau-Flößerei und die Eisentransporte aus der nahen Krems bei Gmünd. Die Gmünder mussten das Eisen von den Spittalern transportieren lassen und hier verzollen. Nach dem Aussterben der Ortenburger 1418 kam die Herrschaft über die Grafen von Cilli an die Landesherren, die Habsburger. Friedrich III. konnte die Grafschaft gegen Ansprüche der Grafen von Görz behaupten. 1457 erhielt Spittal das Recht, Richter und Rat selbst zu wählen. 1478 wurde der Markt von den in Kärnten einfallenden Türken zerstört, in den darauf folgenden Jahrzehnten beendeten Fehden, Bauernaufstände und der Krieg mit den Ungarn unter Matthias Corvinus, die eine jahrelange Besatzung der gesamten Region zur Folge hatte, beendeten den Wohlstand; 1522 brannte der Markt schließlich völlig ab. Das Hospital wurde danach am östlichen Lieserufer neu aufgebaut und beherbergt heute die Fachhochschule Kärnten.

Spittal, Schloss Porcia

1524 erhielt Gabriel von Salamanca die Grafschaft Ortenburg, ein Spanier und Günstling von Ferdinand I.. Er ließ ab 1533 das Schloss Porcia im Renaissance-Stil errichten. Seine Nachkommen nannten sich nach der Grafschaft Ortenburger. Das Gebiet war weitgehend protestantisch, als im Zuge der Gegenreformation im Jahr 1600 eine bewaffnete Kommission unter dem Landeshauptmann, Graf Johann von Ortenburg, die Bevölkerung unter Androhung von Verbannung und Enteignung zum Wiedereintritt in die katholischen Kirche zu zwingen versuchte.

1662 wurden die aus Frankreich gebürtigen Fürsten Porcia Grund- und Schlossherren. Im 18. Jahrhundert kam es zu einer zweiten wirtschaftlichen Blütezeit infolge der aufstrebenden Eisenindustrie und dem damit verbundenen Handel und Gewerbe. Diese Blütezeit endete 1797, als der Markt im Zuge der Franzosenkriege abbrannte. 1809 kam es nahe Spittal erneut zu Kampfhandlungen mit den Truppen Napoleons, ganz Oberkärnten und Osttirol fielen daraufhin durch den Frieden von Schönbrunn an Frankreich, und Spittal wurde dem Département Carinthie in der französischen Provinz Illyrien zugeteilt. Nach dem Ende der Koalitionskriege wurde dieser Status aber schon im Jahr 1814 beendet. 1829 brannte der Markt abermals ab. 1871 kam der Zuganschluß zur Südbahn.

Nach der Bildung der Gemeinden im Österreichischen Kaiserreich 1849/50 wuchs der Markt Spittal 1865 durch die Eingemeindung der sechs Ortsgemeinden Baldramsdorf, Molzbichl, Edling, Lendorf, Lieserhofen und Amlach zwischenzeitlich zur Großgemeinde heran, schrumpfte jedoch schon 1886/67 fast auf die ursprüngliche Größe zurück. Seither wurden lediglich St. Peter-Edling (1964) und Molzbichl (1973) erneut eingemeindet, zudem wurden 1973 Gebietsteile von Millstatt und Ferndorf angeschlossen, wodurch Spittal einen Anteil des Millstätter See Südufers erlangte.

Im Herbst 1919, während des Kärntner Abwehrkampfes, war Schloss Porcia für einige Zeit Sitz der Kärntner Landesregierung. In Erinnerung daran wurde Spittal anlässlich des 10-Jahr-Jubiläums der Kärntner Volksabstimmung 1930 zur Stadt erhoben.

In der Zeit des Nationalsozialismus war Spittal neben Wolfsberg und dem Loiblpass der einzige Standort eines Arbeitslagers in Kärnten. Zwei Russen-Friedhöfe erinnern an diese Zeit. 1944 wurde der Bahnhof bombardiert, Krater von fehlgeleiteten Geschossen befinden sich heute noch im Wald des Stadtteils "Fratres".

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt von den Briten besetzt und von Graz aus regiert.

Bevölkerung

Die Gemeinde Spittal an der Drau hat 16.045 Einwohner (Stand Volkszählung 2001), davon besitzen 88,7 % die österreichische, 4,7 % die bosnische und 2,7 % die kroatische Staatsbürgerschaft. Als Religionszugehörigkeit geben 67,9 % römisch-katholisch, 15,3 % evangelisch, 3,4 % islamisch und 2,8 % orthodox an. 8,3 % sind ohne Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Spittal, Historisches Gasthaus
Schloss Rothenthurn
  • Schloss Porcia, einer der bedeutendsten Renaissancebauten außerhalb Italiens.
  • Khevenhüller Stadtpalais (heute Rathaus)
  • Pfarrkirche Spittal an der Drau
  • Schloss Rothenthurn mit seinem romantischen Weiher liegt mitten im Grünen am Sonnenhang in erhöhter Lage über dem Drautal. Das Schloss präsentiert sich als langgestreckter Baukörper mit mehreren meist dreigeschoßigen Trakten. Seine Geschichte reicht bis in das 11. Jahrhundert zurück - zu jenem „roten Turm“, der ihm und der Ortschaft im Tal den Namen gab. Seine heutige Gestalt erhielt das Schloss im 17. und 18. Jahrhundert.
    Die Burg war ein Lehen der Grafen von Ortenburg, später der Grafen Cilli und der Grafen von Görz-Tirol. 1714 verkaufte Fürst Hannibal Alphons von Porcia das adelige Schloss und Gut zu Rothenthurn samt der Maierschaft und dem Ritterlehen der Grafschaft Ortenburg dem Johann Josef von Grössing.
    Danach fand ein häufiger Besitzerwechsel statt, bis zum Jahre 1880 als die Ururgroßeltern der jetzigen Eigentümer Maria und Georg Baron Pereira-Arnstein und zwar Constantin und Marianne Graf von Norman-Ehrenfels das Schloss erwarben.
  • Spittl (historisches, namensgebendes Hospital, heute Standort der FH Technikum Kärnten)[1]

Die Stadt Spittal ist Mitglied im Verband Kleine historische Städte.

Museen und Ausstellungen

  • Museum für Volkskultur: Bezirksheimatmuseum im Dachgeschoss von Schloss Porcia, 1958 von Prof. Helmut Prasch gegründet. Mit ca. 20.000 Exponaten aus dem Oberkärntner Raum eine der vier größten volkskundlichen Sammlungen Österreichs.
  • Erlebniswelt Eisenbahn: Österreichs größte private Modelleisenbahn

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Alle zwei Jahre findet das Salamanca Fest (Stadtfest) statt.
  • Jährlich finden im Sommer die Komödienspiele im Schloss Porcia statt.
  • Internationaler Chorwettbewerb jeweils Anfang Juli
  • Kleinfeld Fußball-Europacup für Hobbymannschaften jeweils im Juni

Wirtschaft und Infrastruktur

Spittal, Historisches Gasthaus, Ausschnitt

Verkehr

Spittal an der Drau liegt direkt an der Tauern Autobahn (A 10, Abfahrten: Spittal-Ost, Knoten Spittal-Millstätter See, Spittal-Lendorf), parallel dazu verläuft die Katschberg Straße (B 99) nach Bischofshofen. In westliche Richtung führt die Drautal Straße (B 100) nach Lienz, in Richtung Osten nach Villach (über das Untere Drautal). Richtung Osten zweigt in Lieserbrücke die Millstätter Straße (B 98) nach Millstatt, Radenthein, Treffen und ebenfalls Villach ab.

Die Bahnhöfe Spittal-Millstätter See (Schnellzughalt) und Rothenthurn befinden sich im Gemeindegebiet von Spittal. Am Bahnhof Spittal-Millstättersee treffen sich die Bahnlinien 220 (Klagenfurt - Villach - Salzburg) und 223 (Spittal-Millstättersee - Oberdrauburg - Lienz - Franzesfeste/Fortezza - Brenner/Brennero - Innsbruck). Während im Bahnhof Spittal-Millstättersee auch IC- und EC-Züge halten, ist der Bahnhof Rothenthurn nur ein Haltepunkt für Regional- und Regionalexpresszüge.

Sicherheit und Rettungsdienste

Am Dr.-Arthur-Lemisch-Platz liegt das Bezirkspolizeikommando Spittal an der Drau, in dem auch die Polizeiinspektion untergebracht ist. In Lieserbrücke befindet sich außerdem eine Autobahnpolizeiinspektion.

In der Ortenburgerstraße befindet sich das Bezirksfeuerwehrkommando mit der Freiwilligen Feuerwehr, sowie der Bergrettung Spittal, die außer für Spittal auch für die umliegenden Gemeinden Stockenboi, Baldramsdorf, Paternion, Ferndorf, Lendorf, Seeboden und Millstatt zuständig ist. In der nahegelegenen Koschatstraße liegt auch gleich die Bezirksstelle des Roten Kreuzes. Das 1925 eröffnete allgemeine öffentliche (a.ö.) Krankenhaus Spittal in der Billrothstrasse ist das medizinische Zentrum Oberkärntens und verfügt über 263 Betten sowie 354 Mitarbeiter.

In der Villacher Straße befindet sich die Türk-Kaserne, in der das Jägerbataillon 26 beheimatet ist. Spittal ist damit Regimentssitz.

Ansässige Unternehmen

  • Die Gabor-Schuhfabrik hat seit 1960 den Sitz ihrer österreichischen Niederlassung in Spittal. Bis zu 1300 Mitarbeiter waren dort tätig. Mit Ende August 2009 ging die Ära der dauernden Serienfertigung von Schuhen in der Lieserstadt zu Ende. Der Personalstand wurde auf rund 200 Mitarbeiter abgebaut. Mitte März 2010 verkündete Vorstandsvorsitzender Achim Gabor das endgültige aus für den Standort Spittal mit Jahresende 2010 - die übrigen 170 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Die Ära der Schuhindustrie in Kärnten geht damit endgültig zu Ende. Die Fertigung wurde in die Slowakei nach Bánovce nad Bebravou verlegt.[2]
  • Die STRABAG AG - internationales Bauunternehmen, ehemals Hauptsitz in Spittal an der Drau
  • Die Lindner-Recyclingtech GmbH ist ein weltweit tätiges Recycling-Unternehmen.
  • Die PPC Paper Print Converting GmbH produziert Einmalgeschirr und -artikel sowie Hygieneprodukte und Haushaltshelfer.
  • Der Pharma- und Chemiekonzern Merck unterhält in Spittal einen seiner fünf globalen Produktionsstandorte.
  • Im Osten der Stadt liegt ein Auslieferungslager der HandelsAG Adeg für den Süden Österreichs.
  • Die Kärntnermilch hat ihren Hauptsitz in der Lieserstadt.

Öffentliche Einrichtungen

  • Bezirkshauptmannschaft

Bildung

Spittal an der Drau ist ein wichtiges Schulzentrum für die Region. Neben fünf Volksschulen, einer Sonderschule und drei Hauptschulen gibt es zahlreiche weiterführende Schulen, darunter zwei Gymnasien (BG Porcia und BRG), ein Bundesoberstufenrealgymnasium (BORG), berufsbildende Schulen (HLW und HAK), sowie im „Spittl“ den de jure Sitz der Fachhochschule Kärnten mit den Studiengängen "Architektur" und "Bauingenieurwesen".

Medien

  • Erscheinungsort der Oberkärntner Nachrichten ist Spittal.
  • Folgende Redaktionsaußenstellen befinden sich in der Stadt: Kärntner Tageszeitung, Kleine Zeitung, Kärntner Woche sowie Kärntner Regionalmedien ("Spittaler").

Sonstiges

Politik

Stadtrat und Bürgermeister

Der Stadtrat (Stadtregierung) besteht aus sieben Mitgliedern und setzt sich seit 2009 wie folgt zusammen:

  • Bürgermeister Gerhard Köfer, SPÖ
  • 1. Vizebürgermeister Hartmut Prasch, SPÖ
  • 2. Vizebürgermeister Herbert Haupt, BZÖ
  • Stadtrat Bernd Sengseis, SPÖ
  • Stadtrat Hansjörg Gritschacher, BZÖ
  • Stadtrat Robert Stadler, SVP
  • Stadtrat Peter Neuwirth, SPÖ

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 31 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:

Wappen

König Ferdinand I. verlieh dem damaligen Markt am 11. Dezember 1555 ein Wappen mit folgender Beschreibung:

„... ainen Schildt, nach der Lenng in zwen gleich Thaill abgethailt, der hinder rot oder robin unnd vonder Thaill weiß oder silberfarb; in Mitte desselben erscheindendt zwo Flug, ihre Sachsen uber sich unnd gegen einander einwertz kherennt unnd nach des Schildts Farben abgewechslet sein, nemblich die in der weisen Veldung rot und die annder in der roten Veldung des Schildts weiß, unnd darob in Mitte zwischen beiden Sachsen ain sechseghkter gelber oder goldfarbner Stern erscheinendt...“'[3]

Diese Darstellung hat sich im Lauf der Jahrhunderte weder in den Siegeln noch in den Farbdarstellungen verändert. Eine Neuverleihung des Wappens sowie der Fahne erfolgte per Bescheid der Kärntner Landesregierung vom 7. Dezember 1973 mit folgender Blasonierung:

„In einem von Weiß und Rot gespaltenen Schild ein Flug in gewechselten Farben, überhöht von einem sechsstrahligen goldenen Stern.“[4]

Der rot-weiße Flug in verwechseltem Schildgrund ist eine Abwandlung des Wappens der Grafen von Ortenburg, der Begründer des Spitals und des Marktes, der goldene Stern findet sich seit dem Erwerb der Grafschaft Sternburg durch die Ortenburger im Jahr 1329 immer wieder in deren Wappen.

Die Fahne ist Rot-Weiß mit eingearbeitetem Wappen.

Partnerstädte

Persönlichkeiten

  • Alex Ebner (1821–1890), Guts- und Fabriksbesitzer; er hat den damaligen Markt Spittal zu Lebzeiten und nach seinem Tod mit Sozialeinrichtungen reich bedacht (Geld und Grundstücke für das Krankenhaus, Schulwesen, Bau der Wasserleitung). Ihm zu Ehren wurde 1892 am Burgplatz der Alexius-Brunnen errichtet, der 1926 dem Verkehr weichen musste.[5]
  • Vinzenz Rizzi (1816–1856), Priester, Autor, Schriftleiter der Klagenfurter Zeitung und der Carinthia
  • Anton Gasperschitz (1885–1975), Arbeitersekretär und Politiker
  • Max Beier (1903-1979), Zoologe
  • Helmut Prasch (1910-1996) Lehrer und Volkskundler
  • Arthur Trattler (* 1917), Bezirkshauptmann in Spittal an der Drau und Widerstandskämpfer
  • Herbert Haupt (* 1947), ehemaliger Vizekanzler und Bundesminister
  • Alois Morgenstern (* 1954), ehemaliger Skirennläufer
  • Heinz Weixelbraun (* 1963), Schauspieler
  • Manfred Weber-Wien (* 1969), Zeichner und Maler
  • Thomas Morgenstern (* 1986), Skispringer, Neffe von Alois Morgenstern
  • Ute Gfrerer, Opernsängerin und Schauspielerin

Literatur

  • Hartmut Prasch / Jörg-Wolfgang Herzog: Spittal an der Drau. Die Reihe Archivbilder. Sutton Verlag, Erfurt. 2000. [128 Seiten, Entwicklung der Stadt anhand kommentierter Fotos]
  • Franz Türk: Spittal an der Drau. Eine Chronik. Herausgegeben von der Stadtgemeinde Spittal a.d. Drau und ihrem Kulturring. Verlag Johann Leon Sen., Klagenfurt 1959. [330 Seiten, fundierte, umfangreiche Chronik 1191 bis 1930, mit Quell- und Literaturnachweis]

Weblinks

 Commons: Spittal an der Drau – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.fh-kaernten.at/ FH Kärnten, Standort Spittal
  2. Gabor Shoes beginnt Musterstücke in der Slowakei herzustellen auf Radio Slovakia International vom 13. Jänner 2011 abgerufen am 5. April 2011
  3. Wappenverleihungsurkunde ausgestellt am 11. Dezember 1555 in Wien (KLA MA Spittal Urk. 21), zitiert nach W. Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen, Klagenfurt 2006
  4. zitiert nach W. Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen, Klagenfurt 2006
  5. Alfons Haffner: Vinzenz Rizzi und die Apothekerfamilie Ebner in Spittal. In: Carinthia I. Zeitschrift für geschichtliche Landeskunde von Kärnten. Geschichtsverein für Kärnten. 183. Jahrgang, 1993. S. 575–639.

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