Borkum
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Borkum
Borkum
Deutschlandkarte, Position der Stadt Borkum hervorgehoben
53.5880555555566.66972222222226
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Leer
Höhe: 6 m ü. NN
Fläche: 30,74 km²
Einwohner:

5.133 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 167 Einwohner je km²
Postleitzahl: 26757
Vorwahl: 04922
Kfz-Kennzeichen: LER
Gemeindeschlüssel: 03 4 57 002
Adresse der
Stadtverwaltung:
Neue Str. 1
26757 Borkum
Webpräsenz: www.stadt-borkum.de
Bürgermeister: Georg Lübben
Lage der Stadt Borkum im Landkreis Leer
Borkum Lütje Horn (gemeindefrei) Bunde Weener Westoverledingen Rhauderfehn Leer (Ostfriesland) Ostrhauderfehn Detern Jemgum Moormerland Nortmoor Brinkum Neukamperfehn Holtland Firrel Schwerinsdorf Filsum Uplengen Hesel Landkreis Leer Landkreis Leer (Borkum) Niedersachsen Landkreis Emsland Königreich der Niederlande Emden Landkreis Aurich Landkreis Wittmund Landkreis Friesland Landkreis Ammerland Landkreis CloppenburgKarte
Über dieses Bild
Lage von Borkum innerhalb der Ostfriesischen Inseln
Luftbild von Borkum

Borkum ist die westlichste und mit knapp 31 km² die größte der sieben bewohnten Ostfriesischen Inseln. Teile der Insel und das angrenzende Watt gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Borkum ist seit 1830 Badeort und verfügt als staatlich anerkanntes Nordseeheilbad über zahlreiche Kureinrichtungen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Borkum liegt nördlich der Emsmündung und ist der niederländischen Küste näher als dem deutschen Festland. Die Stadt Borkum hat etwa 5.200 Einwohner und ist die am weitesten westlich liegende Stadt in Niedersachsen. Die Nachbarinseln sind Rottumeroog (Niederlande) im Westen sowie Juist, Lütje Hörn und die Kachelotplate im Osten. Noch 1863 bestand Borkum aus zwei separaten Inseln, Westland und Ostland, die durch einen Priel voneinander getrennt waren. Das Tüskendör („Zwischendurch“) zeigt heute die alte Trennlinie an. Die beiden Inselteile weisen deutlich die hufeisenförmige Gestalt der konzentrisch verlaufenden Dünenketten auf, die zum Randzel-Watt hin offen sind. Das Innere der Dünenbögen ist mit eingedeichten Marschen aus größtenteils Grünland und Salzwiesen vor dem Seedeich ausgefüllt. Die Dünenketten des Westlandes werden mit Dünendeckwerken und Buhnen geschützt. Im Westen der Insel liegt die Greune Stee („grüne Stelle“), ein ausgedehnter Sumpfwald, der an trockenen Stellen von Dünen durchzogen ist.

Stadtgliederung

Zur Stadt Borkum gehören der gleichnamige Ort im Westen der Insel sowie die kleineren Ortsteile Ostland (im Osten der Insel) und Reede (im Südosten am Hafen).

Geschichte

Die beiden Inselteile auf der Karte Borkums von Karl Ludwig von Le Coq, 1805
Übersichtskarte der Insel Borkum
  • Stadtfläche
  • Salzwiesen
  • Dünen
  • Strand

Namentlich erwähnt wurde Borkum erstmals 1227 als Borkna, dann 1398 als Borkyn.[2]

Plinius der Ältere erwähnt in seiner Historia naturalis Inseln vor der Nordseeküste und unter deren bekanntesten („insulae nobilissimae“) an erster Stelle Burcana[3], über deren genaue Lage aber nichts weiter bekannt ist. Seit dem frühen Mittelalter ist eine vor der ostfriesischen Küste gelegene Insel Bant bekannt[4], die der Prediger Menso Alting im 17. Jahrhundert für den Rest einer Großinsel hielt, die in der Allerheiligenflut 1170 in die Inseln Borkum, Juist, Buise, Oesterende, Baltrum und Bant zerbrochen sein soll[5].

Ab 1464 stand Borkum unter der Regentschaft der Grafen von Ostfriesland. Als Groningen 1594 den Sieben Niederlanden beitreten musste, entstand so die politische Teilung in ost- und (aus heutiger, nur deutscher Sicht) westfriesische Inseln. Nach dem Tod von Fürst Carl Edzard, dem letzten männlichen Vertreter des Hauses Cirksena, fiel Ostfriesland, und damit Borkum, im Jahr 1744 auf Grund der 1694 von Kaiser Leopold I., dem Kurfürsten von Brandenburg Friedrich III., später König Friedrich I. von Preußen, erteilten Anwartschaft an das Königreich Preußen. Nach dem Frieden von Tilsit wurde Borkum von 1807 bis 1810 Teil des Königreichs Holland und bis 1813 Teil des Kaiserreichs Frankreich. Mit dem Ende der Befreiungskriege 1813 fiel Borkum an Preußen zurück. Bereits 1815 wurde die Insel nach dem Wiener Kongress dem Königreich Hannover zugesprochen. Als der hannoversche König Georg V. nach dem Prager Frieden von 1866 entthront wurde, fiel Ostfriesland und damit Borkum wieder an Preußen.

Gesundheitliche Gründe führten den Ornithologen Ferdinand von Droste zu Hülshoff zwischen 1863 und 1868 mehrfach auf die Insel. Während dieser Erholungsaufenthalte entstand seine 1869 erschienene Beschreibung der Vogelwelt von Borkum,[6] die er im Selbstverlag herausbrachte und die die Insel und ihre Vogelwelt über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt machte.

20. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Im Jahr 1900 erfolgte auf Borkum die Errichtung der ersten amtlich betriebenen Küstenfunkstelle der Welt. Betreiber der Küstenfunkstelle war die Reichspost. Die erste Kommunikationsübertragung erfolgte zwischen der Küstenfunkstelle und dem Passagierdampfer des Norddeutscher Lloyd Kaiser Wilhelm der Große. Die übertragenen Seefunktelegramme wurden über das vor Borkum liegende Feuerschiff Borkumriff zur Funkstation auf der Insel Borkum übermittelt. Anschließend erfolgte die Weitervermittlung in das Festlandnetz.

1902 wurde Borkum durch Kaiser Wilhelm II. wegen der exponierten Lage der Status einer Seefestung verliehen. Die Insel wurde mit Geschützstellungen und Bunkern versehen, die Bahnanlagen der Borkumer Kleinbahn wuchsen von einer Streckenlänge von etwa acht Kilometern auf über 40 Kilometer und wurden teilweise zweispurig ausgebaut.

Borkum nahm im Rahmen des so genannten Bäder-Antisemitismus lange vor 1933 eine Vorreiterrolle bei der Ausgrenzung jüdischer Gäste ein und war bereits Ende des 19. Jahrhunderts eine Hochburg des Antisemitismus. Borkum warb damit, „judenfrei“ zu sein, nachzulesen zum Beispiel in einem Inselführer für Borkum aus dem Jahr 1897. An Hotels hingen Schilder mit der Aufschrift „Juden und Hunde dürfen hier nicht herein!“, innen gab es einen „Fahrplan zwischen Borkum und Jerusalem (Retourkarten werden nicht ausgegeben)“. Ein 1910 erschienener Reiseführer über die Nordseebäder riet „Israeliten“ vor allem vom Besuch Borkums ab, „da sie sonst gewärtig sein müssen, von den zum Teil sehr antisemitischen Besuchern in rücksichtslosester Weise belästigt zu werden.“[7] Man ersann das „Borkumlied“[8], das täglich von der Kurkapelle gespielt und von den Gästen gesungen wurde, und in dem es unter anderem heißt:

An Borkums Strand nur Deutschtum gilt, nur deutsch ist das Panier. Wir halten rein den Ehrenschild Germania für und für! Doch wer dir naht mit platten Füßen, mit Nasen krumm und Haaren kraus, der soll nicht deinen Strand genießen, der muß hinaus, der muß hinaus!

Textstelle aus dem Borkumlied

Borkum, der Nordsee schönste Zier, bleib du von Juden rein, laß Rosenthal und Levinsohn in Norderney allein.

Textstelle aus dem Borkumlied

Während das Borkumlied vor dem Ersten Weltkrieg vor allem antisemitische Klischees ohne direkte Erwähnung von Juden verwendete, wurden die Versionen nach dem Ersten Weltkrieg direkter und hetzten offen gegen Juden und verkündeten Borkum als judenfrei.[9] Mit dem offen zur Schau getragenen Antisemitismus gewann Borkum „völkisch-nationale“ Gäste und setzte Rassenhetze im Konkurrenzkampf gegen das Seebad Norderney ein. Antisemitische Zwischenfälle häuften sich, als von 1920 an der „Borkum-Pastor“ und spätere „Reichsredner der NSDAP“ Ludwig Münchmeyer mit aggressiven Hetzreden auftrat.

Am 19./20. Dezember 1934 wurden zwei Exemplare der A2-Rakete, genannt „Max“ und „Moritz“, in der Nähe der Ostbake gestartet. Die vom Raketenpionier Wernher von Braun entwickelten Flüssigkeitsraketen waren weltweit die ersten, die eine Höhe von über zwei Kilometern erreichten; sie legten den Grundstein für die späteren Großraketen. Nach den erfolgreichen Borkumer Tests wurde die deutsche Raketenforschung in Peenemünde weiter fortgesetzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begehrten die Niederlande als Kriegsentschädigung die gesamte Emsmündung inklusive der Insel Borkum. Der Hafen von Emden sollte im Zuge dieser Annexion ausgetrocknet werden. Die Pläne scheiterten an den Westalliierten, die im Angesicht der erstarkenden Sowjetunion Westdeutschland nicht weiter schwächen wollten.

Seit 1946 gehört Borkum zum Bundesland Niedersachsen. Die Insel ist ein Teil des Landkreises Leer.

Hauptstrand mit Kurhalle am Meer
Blick vom Alten Leuchtturm in Richtung Westen
Blick vom Neuen Leuchtturm in Richtung Süden
Gräber auf dem alten Friedhof

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung bis 1900

Im 18. Jahrhundert stieg die Einwohnerzahl Borkums kontinuierlich an, da der Walfang vielen Borkumern Wohlstand einbrachte. Im 19. Jahrhundert ließ der Walfang zunächst nach und wurde auf Grund des holländisch-englischen Seekriegs endgültig eingestellt. In der Folge setzte auf der Insel Armut ein und viele Einwohner verließen ihre Heimat. Die Einwohnerzahl erreichte gegen 1811 einen Tiefstand von 406 Personen. Nach der Ausrichtung Borkums als Badeort stieg die Einwohnerzahl ab 1850 wieder an.

Jahr Einwohner[10]
1606 170
1713 476
1776 852
1781 812
1784 732
1786 732
Jahr Einwohner
1811 406
1818 460
1824 439
1836 418
1850 436
1865 570
Jahr Einwohner
1870 592
1875 617
1880 840
1885 898
1890 1200
1895 1629

Einwohnerentwicklung ab 1900

Die Einwohnerzahl erreichte 1975 einen Höchststand von 8.495 Einwohnern.

Jahr Einwohner[11][12]
1900 2114
1914 3300
1939 4781
1949 6044
1960 5200
1975 8495
1977 7933
1978 8177
1987 5646
Jahr Einwohner
1990 5714
1992 5828
1993 5899
1994 5970
1995 5921
1996 5850
1997 5792
1998 5731
1999 5695
Jahr Einwohner
2000 5650
2001 5587
2002 5559
2003 5521
2004 5487
2005 5513
2007 5323
2009 5186
2010 5158

Religionen

Die Borkumer Bevölkerung war unter dem politischen und kulturellen Einfluss der Niederlande seit der Reformation meist evangelisch-reformiert. Erst durch den im 19. Jahrhunderts einsetzenden Bädertourismus kam es zum Zuzug von evangelisch-lutherischen und katholischen Bevölkerungsgruppen. Um 1880 entstand eine katholische Kirche. Die Betreuung der evangelisch-lutherischen Bevölkerung erfolgte zunächst durch den ortsansässigen reformierten Pfarrer. Erst am 1. Oktober 1903 wurde die evangelisch-lutherische Christuskirchengemeinde gegründet.[13]

Heute gibt es auf Borkum die evangelisch-reformierte Kirche, die evangelisch-lutherische Christuskirche, die römisch-katholische Kirche Maria Meeresstern.[14] und die neuapostolische Kirche.

Politik

Neuer Leuchtturm

Stadtrat

Nach den Ergebnissen der Kommunalwahl vom 10. September 2006 ist die Verteilung der 17 Sitze im Stadtrat folgendermaßen:

Partei / Einzelkandidat Sitze
CDU 6
SPD 4
Pro Borkum 2
Grüne 2
FDP 1
Unabhängige Insulaner 1
Bürgermeisterin Kristin Mahlitz 1
Gesamtzahl der Sitze 17

Nach den Ergebnissen der Kommunalwahl vom 11. September 2011 ist die Verteilung der 17 Sitze im Stadtrat folgendermaßen:

Partei / Einzelkandidat Sitze
CDU 6
SPD 5
Pro Borkum 0
Grüne 4
FDP 1
Bürgermeister Georg Lübben 1
Gesamtzahl der Sitze 17

Bürgermeister

Seit dem 1. Juli 2005 ist Kristin Mahlitz (SPD)[15] die erste hauptamtliche Bürgermeisterin der Stadt Borkum. Die gebürtige Wilhelmshavenerin ist bis zum 31. Oktober 2011 gewählt und wird nach eigenem Bekunden nicht erneut antreten.[16] Bei der Bürgermeisterwahl am 11. September 2011 setzte sich der unabhängige Kandidat Georg Lübben mit 52,5 Prozent aller Stimmen gegen seine Mitbewerber Derk-Michels Steemann (37,2 %), Susanne Kaminski (8,8 %) und Katharina Mareike Neumann (1,5 %) durch.[17]

Vertreter in Landtag und Bundestag

Bundestag

Borkum gehört zum Bundestagswahlkreis Unterems (Wahlkreis 26), der aus dem Landkreis Leer und dem nördlichen Teil des Landkreises Emsland besteht. Der Wahlkreis wurde zur Bundestagswahl 1980 neu zugeschnitten und ist seitdem unverändert. Bislang setzten sich in diesem Wahlkreis ausschließlich CDU-Kandidaten durch. Während in fast allen Kommunen des Landkreises Leer die SPD vor der CDU lag, führte letztere in den Kommunen des nördlichen Emslands sehr deutlich – viel deutlicher, als die SPD im Leeraner Raum vor der CDU lag.[18] Im Bundestag wird der Wahlkreis von der CDU-Abgeordneten Gitta Connemann aus Leer vertreten. Bei der Bundestagswahl 2009 ergaben sich folgende Ergebnisse:[19]

Partei Erststimmen Kandidat Zweitstimmen
CDU 45,2 Prozent Connemann 39,1 Prozent
SPD 29,3 Prozent Borde 27,6 Prozent
Bündnis 90
Die Grünen
7,4 Prozent Lenger 7,5 Prozent
FDP 9,5 Prozent Goldmann 12,8 Prozent
Die Linke 7,4 Prozent Junker 8,7 Prozent

Landtag

Johanne Modder

Borkum gehört zum Landtagswahlkreis 84 Leer/Borkum, der die Städte Borkum und Weener sowie die Gemeinden Bunde, Jemgum, Moormerland und Westoverledingen umfasst. Bei den vergangenen Landtagswahlen setzten sich ausschließlich die Kandidaten der SPD bei den Erststimmen durch. Direkt gewählte Abgeordnete ist Johanne Modder aus Bunde. Als Nachrückerin zog im Oktober 2011 die Grünen-Abgeordnete Meta Janssen-Kucz in den Landtag ein. Sie ersetzte den verstorbenen Oldenburger Abgeordneten Ralf Briese.[20] Bei der Landtagswahl 2008 ergaben sich folgende Ergebnisse:[21]

Partei Erststimmen Kandidat Zweitstimmen
CDU 36,9 Prozent Baumann 36,0 Prozent
SPD 38,6 Prozent Modder 38,6 Prozent
Bündnis 90
Die Grünen
7,0 Prozent Janssen-Kucz 5,5 Prozent
FDP 4,2 Prozent Wendel-Neemann 4,8 Prozent
Die Linke 6,3 Prozent Wagner 7,5 Prozent
Die Friesen 6,1 Prozent Janssen 4,5 Prozent

Wappen und Stadtflagge

Stadtflagge der Insel und Stadt Borkum

Blasonierung des Wappens: Gespalten von Grün und Silber und mit einem goldenen Fadenbord versehen; vorne übereinander zwei silberne Wale, hinten auf blauen und silbernen Wellen ein roter Leuchtturm; über dem Schild bogenförmig ein goldenes Spruchband mit den Worten MEDIIS TRANQUILLUS IN UNDIS in schwarzen Großbuchstaben. Der lateinische Wahlspruch ist dem alten Kirchensiegel Borkums entnommen und bedeutet übersetzt: „ruhig inmitten der Wogen“.

Die Flagge zeigt in Grün ein weißes Kreuz, dessen Arme die Breite von 3/13 der Flaggenhöhe haben. Im oberen Eck am Liek befinden sich drei waagerechte Streifen schwarz-rot-blau, auf dem Schnittpunkt der Kreuzarme eine kreisförmige blaue Scheibe mit einem Durchmesser von etwa der halben Flaggenhöhe, darauf ein roter Leuchtturm, von dem beiderseits gelbe Leuchtbündel ausgehen. Der Turm steht auf einem schwebenden grünen Hügel, mit weißem Wellenbalken darunter. Auf breitem weißem Scheibenrand in Schwarz der Satz MEDIIS TRANQUILLUS IN UNDIS. Die Flagge wurde am 28. September 1929 festgelegt und am 31. Juli 1930 erstmals am Borkumer Strand gehisst. Der Lehrer Jakob Everts Teerling hatte sie entworfen. Die grüne Farbe des Tuches symbolisiert die „Grüne Insel“, wie Borkum um 1930 noch genannt wird. Das weiße Kreuz deutet auf die Reinheit des weißen Strandes und der gesunden Luft hin. Das Schwarz-Rot-Blau ist die ostfriesische Flagge und steht für Ernst, Liebe und Treue.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Alter Leuchtturm
Historisches Seezeichen „Großes Kaap“
Feuerschiff Borkumriff
Borkumer Grenzmarkierung als „nordwestlichster Punkt“ Deutschlands

Sehenswürdigkeiten und Bauwerke

Aufgrund seiner Lage in der Emsmündung wurden auf Borkum bereits frühzeitig Seezeichen zur Kennzeichnung des Emsfahrwassers errichtet. Heute befinden sich gleich drei Leuchttürme und weitere Peileinrichtungen auf der Insel.

1576 wurde der heute noch bestehende Alte Leuchtturm erbaut. Er ist damit das älteste Gebäude der Insel und ihr Wahrzeichen. Der 45 Meter hohe, rechteckige Turm entstand auf dem Fundament des alten Borkumer Kirchturms und diente anfangs nur als Tagesmarke. Erst 1817 erhielt der „Alte Leuchtturm“ eine Leuchtquelle, die mit Hilfe von Parabolspiegeln und 27 Öllampen betrieben wurde. Im Februar 1879 wurde das Leuchtfeuer des Leuchtturms durch einen Brand im Turm zerstört. Dank seiner soliden Bauart konnte der Turm erhalten werden und dient heute noch als Aussichtsturm.[22]

Der Neue Leuchtturm Borkum befindet sich an der Westseite der Insel und entstand 1879 in der Rekordzeit von nur sechs Monaten nach dem Brand des alten Leuchtturms. Der immer noch aktive Leuchtturm dient seit dem 15. November 1879 zur Orientierung vor der Emsmündung. Gleichzeitig trägt der Leuchtturm seit dem 1. Oktober 1891 ein Quermarkenfeuer mit dem Namen Westerems, das einen Kurswechsel für die in der Außenems fahrenden Schiffe vom Westeremsfahrwasser in das Randzelgat anzeigt.[23] Beim Bau des 60,3 Meter hohen runden Turms wurden rund 1,5 Millionen schwarzbraune Ziegelsteine verbaut. Bis zu seiner Spitze führen 315 Treppenstufen. Bei seiner Inbetriebnahme erhielt der Leuchtturm eine drei Meter hohe Drehlinsenleuchte. Nach einer Umrüstung im Jahr 2004 besitzt er heute sechs große Linsenfelder, die drei Strahlenpaare mit einer Lichtstärke von 2 Millionen Candela pro Strahl erzeugen. Die Nennreichweite beträgt 24,4 Seemeilen (= 40 Kilometer). Trotz der beeindruckenden Werte wird das Leuchtfeuer lediglich mit einer einzelnen 400 Watt Halogen-Metalldampflampe betrieben.[24] Der Leuchtturm ist täglich während der Saison geöffnet und kann besichtigt werden.

Der Kleine Leuchtturm Borkum am Südstrand ist der dritte Leuchtturm auf Borkum und wurde 1888/1889 als Leitfeuer für die beiden Ansteuerungsfahrwasser der Ems, das Hubertgat und die Westerems, errichtet.[25] Der rotweiße Leuchtturm wurde als Prototyp einer Reihe von insgesamt neun in Deutschland gebauten Leuchttürmen in Fertigbauweise errichtet. Seinen Beinamen „der Elektrische“ erhielt er für die Tatsache, dass er der erste für den elektrischen Betrieb gebaute Leuchtturm in Deutschland war. Der Leuchtturm ist aus einzelnen, 27 Millimeter starken Segmenten aus Gusseisen, so genannten Tübbingen zusammengesetzt. Der Turm erreicht eine Gesamthöhe von 32 Metern. Er wurde im Sommer 2003 außer Dienst gestellt, da sich die Fahrwasser im Bereich der Emsmündung durch Sandverlagerung verändert hatten. Seit 1970 dient der Turm außerdem noch als Antennenträger für das Verkehrssicherungssystem Ems, das in deutsch-niederländischer Kooperation betrieben wird.

Drei weitere, heute noch vorhandene Peileinrichtungen für die Schifffahrt entstanden 1872 nach dem deutsch-französischen Krieg. Das Große Kaap[26] und das Kleine Kaap oder Westkaap[27] befinden sich auf dem Westland und sind historische Baken aus roten Klinkern, die mit hölzernen Toppzeichen ausgerüstet sind. Sie sind 23,4 Meter und 11,7 Meter hoch. Die Baken mussten im Dreipunktverfahren angesteuert werden, so dass die Ansteuerungstonne Osterems auf der Linie „Großes Kaap – Alter Leuchtturm“ und die Ansteuerungstonne Westerems auf der Linie „Kleines Kaap – Alter Leuchtturm“ liegen musste. Am Nordostende der Insel steht eine weitere steinerne Bake. Die Ostbake steht auf einer 7,5 Meter hohen Düne in den Ostlanddünen und ist 19 Meter hoch.[28]

Seit 1917 befindet sich im Inselinnern das Emmich-Denkmal für den 1915 verstorbenen General der Infanterie Otto von Emmich.

Emmich-Denkmal (Ausschnitt)

Seit 1989 liegt das ehemalige Feuerschiff Borkumriff im Borkumer Schutzhafen vor Anker. Es wurde am 15. Juli 1988 als letztes deutsches Feuerschiff außerdienst gestellt und dient seither als Informationseinrichtung für den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Die technische Betreuung des Nationalparkschiffes erfolgt durch den Förderverein Borkumriff. Das Schiff ist ganzjährig für Besucher geöffnet.

Das Heimatmuseum Dykhus (=Deichhaus) liegt in unmittelbarer Nähe des Alten Leuchtturmes. Der Zugang zum Heimatmuseum führt durch ein Tor, das durch zwei hoch aufgerichteten Kinnladen eines Wales gebildet wird. Die Walknochen erinnern an die frühere Tradition der Borkumer als Walfänger. Das Museum zeigt verschiedene Abteilungen und Zimmer, in denen die wechselvolle und interessante Geschichte Borkums in zahlreichen Exponaten ausstellt sind. Das Museum wird durch den Heimatverein der Insel Borkum e.V. betreut und betrieben. Auf Borkum zeugen noch heute Zäune aus Walkinnladenknochen vom Walfang. In der Wilhelm-Bakker–Straße befindet sich das ehemalige Haus des erfolgreichsten Borkumer Walfängerkapitäns Roelof Gerritsz Meyer. Sein Grundstück ist mit einem Zaun aus Walkinnladen umgeben, die er von seinen Walfangfahrten 1715–1782 mitgebrachte. Die Überbleibsel verwittern langsam. Deshalb setzt sich der Borkumer Heimatverein seit einigen Jahren für den Erhalt der Kinnladen ein.[29]

In den Gebäuden der ehemaligen Marine-Seemannschaftslehrgruppe der Bundeswehr, die bis in die 1990er Jahre ein bedeutender Marinestützpunkt und größter Arbeitgeber der Insel war, betreibt das Deutsche Jugendherbergswerk seit Oktober 1996 die Jugendherberge „Am Wattenmeer“. Mit 530 Betten und einem rund 20 Hektar großen Gelände ist sie die größte ihrer Art in Europa.

Das Schwimmbad Gezeitenland war zu seiner Einweihung das größte Meerwasser-Wellenhallenbad in Europa. Seit seinem Umbau und Wiedereröffnung im Sommer 2005 wird es als modernes „Freizeitbad“ und „Spaßbad“ genutzt. Eine Wellenfunktion gibt es jetzt nicht mehr. An der Strandpromenade zwischen dem Nordbad und dem Jugendbad liegt der nordwestlichste Landpunkt Deutschlands. Er ist durch einen symbolischen Grenzpfosten markiert und mit Informationstafeln versehen.

Sport

Der Turn und Sportverein Borkum von 1890 e.V. (TuS Borkum) ist mit knapp 700 Mitgliedern der größte Verein der Insel. Der Verein betreibt elf verschiedene Sportabteilungen.[30] Als Besonderheit zeichnet ihn aus, dass der TuS Borkum zugleich Betrieber von Sportferien-Einrichtungen ist. Organisatorisch ist der Verein (wie andere Sportvereine auf der Insel auch) aus geografischen Gründen dem Stadtsportbund Emden und nicht dem Kreissportbund Leer angegliedert. Die Fußballer beispielsweise sind im Fußballkreis Emden vertreten.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • April: Am letzten Samstag im April veranstaltet die DLRG Borkum am Vereinsheim „Middelhüsche“ auf der Strandpromenade traditionell das „Anschwimmen“. Die Veranstaltung ist der offizielle Start der Badesaison auf Borkum.[31]
  • Pfingsten: Inselübergreifendes Jazzfestival
  • Juli/August: Seit 1994 finden regelmäßig Beachvolleyballturniere des Niedersächsischen Volleyball-Verbandes mit inzwischen knapp 1.000 teilnehmenden Mannschaften an drei aufeinander folgenden Wochenenden auf Borkum statt.
  • August: Große Strandfete des Verein Borkumer Jungs
  • September: Borkumer Meilenlauf am ersten Septemberwochenende[32]
  • September: Borkumer Landpartie seit 2004
  • Dezember: Klaasohm ist ein Brauch aus der Zeit der Walfänger. Er wird in der Nacht auf den 6. Dezember auf der Insel gefeiert.
  • Dezember: Borkumer Bluesnight zum Jahresausklang

Begrüßung

Junge Borkumer begrüßen sich mit dem Ruf „Öy“. Der herkömmliche Gruß ist aber das tageszeitunabhängige Moin. Das einfache Öy wird ebenfalls auf den anderen ostfriesischen Inseln gebraucht.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Insel galt während der Hansezeit als Fluchtort von Piraten. Von dem bekannten Seeräuber Klaus Störtebeker heißt es in der Literatur, er habe südlich der Insel einen Schatz vergraben. Mit den Grafen von Ostfriesland lagen die Inselbewohner im ständigen Streit in Bezug auf die Zahlung von Anteilen an Strandungsgütern, die zu dieser Zeit nahezu die einzige Einnahmequelle der Borkumer darstellten. Im 18. Jahrhundert brachte der Walfang vielen Borkumern, die meistens auf niederländischen Walfangschiffen als erfolgreiche Kapitäne und Harpuniere tätig waren, einen gewissen Wohlstand ein. Viele Straßennamen auf Borkum, aber auch aus Walkiefern hergestellte Zäune (der imposanteste „Walfischzaun“ umfasst das ehemalige Haus von Roelof Gerritsz Meyer, der mit seiner Mannschaft auf 42 Fahrten rund 270 Wale erlegte) und ähnliche Relikte zeugen von dieser Zeit. Im 18. Jahrhundert jedoch ließ der Walfang zunächst nach und wurde auf Grund des holländisch-englischen Seekriegs endgültig eingestellt. In der Folge setzte auf der Insel Armut ein, und viele Einwohner verließen ihre Heimat. Die Einwohnerzahl erreichte gegen 1811 einen Tiefstand von rund 400 Personen.

Tourismus

Borkum 1909, Strandfotografie
Borkum 1909, Badegäste

Nach dem kurzen Intermezzo der napoleonischen Herrschaft in der Zeit von 1810 bis 1813 kamen ab 1834 die ersten Urlauber, hauptsächlich begüterte Bürger aus Emden, auf die Insel. Zehn Jahre später, 1844, entstanden die ersten Badeeinrichtungen und der Tourismus wurde als Einnahmequelle entdeckt.

Seither ist die Zahl der Touristen, die Borkum als Urlaubs-, Erholungs- und Kurziel wählen, kontinuierlich angestiegen. Während 1850, als man mit der Registrierung der Urlauber begann, noch 252 Besucher gezählt wurden, kamen zum Ende des 20. Jahrhunderts weit über 200.000 Menschen.

Während des Zweiten Weltkrieges gab es Einschränkungen für Erholungssuchende, da die Insel an der nordwestdeutschen Grenze eine wichtige militärisch-strategische Bedeutung hatte. Nach Kriegsende mussten zunächst zahlreiche Hinterlassenschaften beseitigt werden. Alte Bunker behinderten noch jahrzehntelang die Nutzung des Sandstrandes. Die Beseitigung war mit erheblichen Kosten verbunden. Durch die Lage an einer Hauptschifffahrtsstraße und ihre Größe hatte die Insel trotz der langen Anreise für viele Urlauber insbesondere aus dem Ruhrgebiet eine Anziehungskraft. Die klimatischen Verhältnisse erlaubten den Betrieb von Kureinrichtungen, die maßgeblich die Wirtschaftskraft der Insel stärkten. Im Jahr 2003 kamen über 270.000 Urlauber, es wurden 2,5 Millionen Übernachtungen gezählt.

Borkum ist zur touristischen Vermarktung der Insel der Marketingorganisation Nordsee GmbH in Schortens beigetreten. Die Nordsee GmbH vertritt die sieben Ostfriesischen Inseln sowie 15 niedersächsische Küstenorte.[33] Die Nordsee GmbH ist verantwortlich für die gemeinsame Pressearbeit, das Marketing, die Durchführung von Messen und Veranstaltungen, die Erstellung von Printmedien sowie die Klassifizierung von privaten Ferienunterkünften.

Medien

Auf Borkum erscheint die Borkumer Zeitung, eine kleine, aber traditionsreiche Tageszeitung. Die überregionalen Mantelseiten werden von der in Oldenburg erscheinenden Nordwest-Zeitung geliefert.

Verkehr

Neben dem Luftverkehr bestehen überregionale Verkehrsverbindungen per Zug und Schiff. Zum Bahnhof Emden Außenhafen am Fähranleger verkehren Fern- und Nahverkehrszüge. Eine Fahrt von Trier mit einem Intercity-Zug und Schiff bis Borkum-Reede dauert rund neun Stunden.

Borkumfähre Ostfriesland im Emder Hafen

Schiffsverkehr

Der Verkehr zum niedersächsischen Festland nach Emden Außenhafen findet mit Autofähren statt. Die Fahrzeit beträgt etwa 2,5 Stunden. Daneben gibt es Katamarane als reine Passagierfähren, mit denen dieselbe Strecke in etwa einer Stunde zurückgelegt wird. Im Bahnhof Emden Außenhafen haben die Fähren Bahnanschluss Richtung Emden und weiter Richtung Rheine und Bremen. Der niederländische Hafen Eemshaven wird ebenfalls durch Autofähren angesteuert. Alle diese Fahrten werden von der Reederei AG Ems durchgeführt. Die Fahrpläne sind tideunabhängig, das heißt die Abfahrtzeiten sind nicht von den Gezeiten abhängig. Daneben gibt es auf Borkum mehrere Schiffe, die für Ausflugsfahrten, beispielsweise zu den Nachbarinseln, genutzt werden. Das größte dieser Schiffe ist die Wappen von Borkum.

Autoverkehr

Die Insel ist neben Norderney die einzige ostfriesische Insel, auf der private Kraftfahrzeuge gefahren werden dürfen. Jedoch wird der private Autoverkehr während der Sommersaison stark reglementiert. Hierzu sind innerorts zwei Zonen eingerichtet: Der Ortskern als rote Zone ist für den privaten Autoverkehr vollständig gesperrt. Der übrige Bereich darf zur Nachtzeit zwischen 21:00 und 7:00 Uhr nicht mit privaten Kraftfahrzeugen befahren werden.

Bahn- und Busverkehr

Borkumer Kleinbahn mit Museumszug
Hauptartikel: Borkumer Kleinbahn

Die sieben Kilometer lange, zum Teil zweigleisige Inselbahnstrecke mit einer Spurweite von 900 Millimetern wurde 1888 fertiggestellt und verbindet den Ort mit dem Fähranleger. Neben dem Bahnhof im Ortskern gibt es die Haltepunkte „Jakob-van-Dyken-Weg“ und „Borkum-Reede“. In den 1940er Jahren gab es neben der „Hauptbahn“ zahlreiche militärisch genutzte Feldbahnstrecken, die den Inselort mit verschiedenen Festungsanlagen verbanden. Eine weitere Strecke, von der die ersten Meter am Hauptbahnhof noch zu sehen sind, führte in das so genannte Ostland. In den 1970er Jahren geriet die Kleinbahn in wirtschaftliche Turbulenzen, jedoch nahm die Bedeutung dieser Bahn in Folge des immer stärker werdenden Tourismus zu, so dass in den 1990er Jahren zahlreiche Neuanschaffungen im Fuhrpark getätigt wurden. Heute verfügt die Borkumer Kleinbahn über vier moderne Lokomotiven, die mit Rapsöl betrieben werden. Sie ist heute die einzige noch betriebene zweigleisige Schmalspurbahn in Niedersachsen. Daneben gibt es einen regelmäßigen Busverkehr annähernd parallel zur Kleinbahnstrecke, tagsüber mit etwa stündlich angebotenen Fahrten. Einige Busse verkehren bis zum Ortsteil Ostland, der von der Bahnlinie nicht bedient wird.

Luftverkehr

Östlich der Stadt Borkum gibt es den Flugplatz Borkum, der im Linien- und Charterverkehr von Emden und Hamburg aus angeflogen wird. Die Flugzeit von Emden beträgt etwa 15 Minuten. Außerdem wird der Flughafen von Privatflugzeugen benutzt.

Lage Windpark alpha ventus

Windenergieparks

Rund 45 Kilometer vor Borkum befindet sich der erste große Offshore-Windenergiepark alpha ventus in der deutschen Nordsee mit zwölf Windenergieanlagen der 5-MW-Leistungsklasse.[34] Weitere bereits genehmigte oder geplante Windparks sind Borkum Riffgrund, Borkum Riffgrund West sowie Borkum West II. Sie alle befinden sich in der so genannten ausschließlichen Wirtschaftszone und sind rund 40 Kilometer und mehr von Borkum entfernt.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Das Ehrenbürgerrecht ist die höchste Würdigung der Stadt Borkum. Die Stadt hat zehn Personen damit ausgezeichnet:

  • Georg Köhler (Hotelier)
  • Franz Habich sen. (Ingenieur)
  • A. C. Meyer (Wohltäter)
  • Paul von Hindenburg (* 2. Oktober 1847; † 2. August 1934), Reichspräsident
  • Tönjes Kieviet (Gemeindevorsteher)
  • Wilhelm Feldhoff (Wohltäter)
  • Berend de Vries (* 31. Dezember 1883; † 25. November 1959), Schriftsteller, Verdienstkreuz am Bande (1958), Verleihung der Ehrenbürgerschaft im Jahre 1958[35]
  • Johann Zahrt (Ratsherr)
  • Dr. Rudolf Bensch (Arzt)
  • Fritz Klennert (Bürgermeister)

Söhne und Töchter der Insel

Folgende Personen sind auf der Insel Borkum geboren:

  • Walter Dierks (* 19. Mai 1899; † 16. März 1983), Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Bremerhaven
  • Wolfgang Ontijd (* 8. März 1937), deutscher Politiker (CDU)

Literatur

  • Frank Bajohr: „Unser Hotel ist judenfrei“. Bäder-Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert. Fischer, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-596-15796-X
  • Klaus Barthelmess: Die Walknochen der Nordseeinsel Borkum: Zur Kulturgeschichte der bedeutsamen Denkmäler aus der Blütezeit des europäischen Arktiswalfangs mit Überlegungen zu ihrer Konservierung. Verlag Books on Demand, 2008, ISBN 978-3-8370-2625-2
  • Ferdinand von Droste zu Hülshoff: Die Vogelwelt der Nordseeinsel Borkum. Selbstverlag 1869, Nachdruck Leer, Schuster 1974, ISBN 3-7963-0054-5
  • Karl Herquet: „Die Insel Borkum“ in kulturgeschichtlicher Sicht. Emden und Borkum 1886, Schuster, Leer 1974 (Reprint), ISBN 3-7963-0096-0

Weblinks

 Commons: Borkum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Borkum – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
  2. Ostfriesisches Urkundenbuch. Hrsg. von Dr. Ernst Friedlaender. Erster Band. Emden 1878.
  3. C. PLINII SECVNDI natvralis historiae liber IV 96
  4. Georg Heinrich Pertz, Hrsg.: Altfridi vita S. Liudgeri episcopi Mimigardefordensis. - Scriptores rerum Sangallensium. Annales, chronica et historiae aevi Saxonici. Hannover, 1829: 403-425.
  5. Menso Alting (1697): Descriptio agri Batavii et Frisii sive notitia Germaniae inferioris. Amsterdam, 1697
  6. Ferdinand von Droste zu Hülshoff: Die Vogelwelt der Nordseeinsel Borkum, abgerufen am 10. Februar 2011
  7. Als Borkum "judenrein" war. in: Die Zeit. Hamburg 2003, 24. ISSN 0044-2070
  8. Borkumlied im Volksliederarchiv
  9. Buchbesprechungen zum Thema Antisemitismus
  10. www.schoenbeck-borkum.de: Borkumer Geschichte von 1702 bis 1899
  11. www.schoenbeck-borkum.de: Borkumer Geschichte von 1900 bis 1999
  12. www.schoenbeck-borkum.de: Borkumer Geschichte ab 2000
  13. Evangelisch-lutherischer Kirchenvorstand Borkum (Hrsg.): 70 Jahre Evangelisch-lutherische Christuskirchengemeinde auf Borkum. Borkum, 1973
  14. Die Borkumer Kirchengemeinden, abgerufen am 6. September 2010
  15. Internetpräsenz Kristin Mahlitz
  16. Silvesteransprache 2010 von Kristin Mahlitz
  17. Vorläufiges Endergebnis; Daten des Live-Tickers unter www.oz-online.de.
  18. Ergebnisse der Bundestagswahl 2009 im Wahlkreis, aufgeschlüsselt nach Städten und (Samt-)Gemeinden
  19. Wahlkreis 26 Unterems, Quelle: Der Bundeswahlleiter.
  20. Fliegender Wechsel von Aurich nach Hannover, Ostfriesen-Zeitung, 4. November 2011, abgerufen am selben Tag.
  21. Niedersächsisches Landesamt für Statistik: Wahlkreis 84 Leer/Borkum, abgerufen am 27. April 2011
  22. Alter Leuchtturm Borkum
  23. Großer Leuchtturm Borkum
  24. Modernisierung der leuchtfeuertechnischen Einrichtung des großen Leuchtturms Borkum (WSA Emden)
  25. Kleiner Leuchtturm Borkum
  26. „Große Kaap“ auf Borkum
  27. „Kleine Kaap“ auf Borkum
  28. Borkumer Ostlandbake
  29. Einzigartige Relikte - Borkums Walkinnladen
  30. Internetpräsenz des TuS Borkum
  31. DLRG Anschwimmen ein voller Erfolg, abgerufen am 17. Oktober 2009
  32. Borkumer Meilenlauf
  33. Die Nordsee GmbH – Wir über uns, abgerufen am 11. Juli 2011.
  34. Pressemitteilung von alpha ventus, abgerufen am 19. November 2009
  35. Berend de Vries – Dichter der Insellandschaft. Borkumer Zeitung. Borkumer Zeitung GmbH. Abgerufen am 27. August 2009.

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