Brandenburgische Städtebahn
Brandenburgische Städtebahn
Strecke der Brandenburgische Städtebahn
Kursbuchstrecke (DB): 209.51
Streckennummer (DB): 6542 (Treuenbrietzen–Brandenburg)
6512 (Brandenburg–Neustadt)
Streckenlänge: 125,6 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Legende
Strecke – geradeaus
von Wittenberge
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Pritzwalk
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125,6 Neustadt (Dosse)
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nach Neuruppin
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nach Berlin
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122,0 Abzw Köritz
   
120,4 Hohenofen
   
118,1 Sieversdorf (Neustadt/D)
   
114,5 Großderschau
   
110,1 Rhinow
   
103,9 Spaatz
   
100,1 Hohennauen
   
98,0 Albertsheim
   
93,6 Rathenow Nord
Planfreie Kreuzung – oben
Berlin-Lehrter Eisenbahn
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Berlin
Bahnhof, Station
90,3 Rathenow
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Stendal
   
89,2 Rathenow Süd
   
86,1 Heidefeld
Haltepunkt, Haltestelle
85,0 Mögelin
Haltepunkt, Haltestelle
81,9 Premnitz Nord
Haltepunkt, Haltestelle
80,9 Premnitz Zentrum
Haltepunkt, Haltestelle
77,5 Döberitz
Bahnhof, Station
72,2 Pritzerbe
Brücke über Wasserlauf (groß)
Pritzerber See
Haltepunkt, Haltestelle
70,4 Fohrde
   
67,3 Bohnenland
Haltepunkt, Haltestelle
63,2 Görden
   
von Roskow
Bahnhof, Station
60,6 Brandenburg Altstadt
Brücke über Wasserlauf (groß)
Havel
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BSicon ABZ3lf.svgBSicon xKRZo.svgBSicon xABZlg.svg
von Magdeburg
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56,6 Brandenburg Hbf
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nach Potsdam
   
52,0 Göttin
   
48,5 Reckahn
   
46,5 Krahne
   
42,0 Golzow (Brandenburg) Nord
   
40,0 Golzow (Brandenburg)
   
35,5 Dippmannsdorf
   
31,7 Lütte
   
29,4 Fredersdorf
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von Dessau
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21,6 Belzig
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nach Berlin
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20,6 Abzw Preußnitz Prb
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 ? Preußnitz
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19,0 Abzw Preußnitz Pra
   
15,4 Dahnsdorf (b Belzig)
   
11,8 Niemegk
   
6,6 Haseloff-Niederwerbig
   
von Beelitz
Bahnhof, Station
0,0 Treuenbrietzen
Strecke – geradeaus
nach Jüterbog

Die im Jahre 1901 gegründete Brandenburgische Städtebahn AG eröffnete am 25. März 1904 den Verkehr auf der Strecke TreuenbrietzenBelzigBrandenburgRathenowNeustadt (Dosse). Für die ersten zehn Jahre führte die Vereinigte Eisenbahnbau- und Betriebs-Gesellschaft den Betrieb, der ab 1920 auf das Landesverkehrsamt Brandenburg überging. Die eingleisige Nebenbahn hatte eine Gesamtlänge von 125,6 Kilometern und verband die vier Hauptstrecken miteinander, die von Berlin in Richtung Hamburg, Stendal, Magdeburg und Dessau ausgehen. Sie war bereits im 19. Jahrhundert als Teil eines aus militärstrategischen Gründen den Großraum Berlin großzügig umrundenden Eisenbahnringes konzipiert und zählte bald zu den bedeutendsten deutschen Privatbahnen.

Ab 1932 beschaffte die Bahn für den Personenverkehr nur noch Triebwagen.

Die Brandenburgische Städtebahn nordöstlich von Niemegk

Als der Zweite Weltkrieg endete, befanden sich 95 Prozent der Aktien im Eigentum der öffentlichen Hand; etwa je ein Drittel entfiel auf den preußischen Staat, die Provinz Brandenburg und die kommunalen Körperschaften (die Kreise Ruppin, Westhavelland und Zauch-Belzig sowie die Städte Brandenburg und Rathenow). Gleichwohl wurde die AG in einen volkseigenen Betrieb umgewandelt und ging ab 1. April 1949 in die Verwaltung der Deutschen Reichsbahn über.

In den 1960er Jahren forderte die UdSSR von der DDR den weiteren Ausbau, um der damaligen Tschechoslowakei für den Güterverkehr einen von Berlin unabhängigen Zugang zum Rostocker Hafen zu verschaffen.

Der Schienenpersonennahverkehr wurde am 1. Oktober 1962 auf dem Streckenabschnitt zwischen Treuenbrietzen und Belzig eingestellt. Am 30. November 2003 wurde der Abschnitt zwischen Rathenow Nord und Neustadt (Dosse) und am 13. Dezember 2003 der Abschnitt zwischen Belzig und Brandenburg außer Betrieb gesetzt. Der Abschnitt Rathenow–Rathenow Nord wurde zum 14. Dezember 2005 aufgegeben, somit verkehren Personenzüge nur noch auf dem rekonstruierten Streckenabschnitt Brandenburg–Rathenow.

Auch der Güterverkehr ist nach und nach aufgegeben worden, zwischen Belzig und Niemegk am 31. Dezember 1998 und zwischen Rathenow und Neustadt am 31. Dezember 2001. Einzelne Teilstrecken werden noch von privaten Eisenbahninfrastrukturunternehmen vorgehalten: auf dem Abschnitt Belzig–Niemegk ist dies die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH und zwischen Brandenburg und Golzow betreibt die Prinsen Eisenbahninfrastruktur GmbH die Strecke.[1]

Der Abschnitt Brandenburg–Rathenow Nord wurde von 2003 bis 2005 für 55 Millionen Euro saniert und am 27. Juni 2005 wieder in Betrieb genommen.

Der Abschnitt Rathenow–Neustadt wurde am 31. Mai 2006 stillgelegt und soll nun abgebaut werden, nachdem die anliegenden Gemeinden kein Interesse bekundet hatten, die Strecke zu erwerben.

Im September 2007 gewann die Ostseeland Verkehr GmbH das durch den VBB eingeleitete Interessenbekundungsverfahren zum Betrieb des Streckenabschnittes Rathenow–Brandenburg (Havel) (RB51). Seit Dezember 2007 bis Dezember 2011[2] betreibt sie diese Strecke als MR51 mit Fahrzeugen vom Typ Desiro. Ab Dezember 2011[3] übernimmt die Ostdeutsche Eisenbahn den Verkehr als OE51 mit fabrikneuen Stadler GTW.

Zur Zeit läuft bis zum 31. August 2011 zwecks Stilllegung des Abschnittes Rathenow–Rathenow Nord die Ausschreibung dessen.[4]

Literatur

  • Walter Menzel: Brandenburgische Städtebahn. Zum 100-jährigen Bestehen der Eisenbahnstrecke Treuenbrietzen–Neustadt (Dosse). Verlag Bernd Neddermeyer, Berlin 2004, ISBN 3-933254-44-2.

Weblinks

 Commons: Brandenburgische Städtebahn – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Schienennetz-Nutzungsbedingungen, Besonderer Teil (SNB-BT). In: Prinsen Eisenbahninfrastruktur GmbH. 12. November 2008, abgerufen am 25. Mai 2009 (pdf).
  2. Veolia-Transport News
  3. ODEG wächst um stolze 100 Prozent
  4. DB Netze: Abgabe von Eisenbahninfrastruktur: Teilstrecke: Rathenow (ausschl.) – Rathenow Nord (einschl.)

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