Sprachgebrauch in der DDR


Sprachgebrauch in der DDR

Unter Sprachgebrauch in der DDR sind sprachliche Erscheinungen zusammengefasst, die in Lexik und Stilistik nur oder besonders in der Deutschen Demokratischen Republik gebräuchlich waren. Dieses betrifft sowohl Begriffe der Alltagssprache als auch in den Medien verwendete Ausdrücke.

Inhaltsverzeichnis

Der Begriff des DDR-Typischen

DDR-typisch kann ein Lexem oder Syntagma auf verschiedene Weise sein.

Begriffe, die nur im Gebiet der DDR Verwendung fanden

Lexeme in dieser Gruppe fanden in ihrer Form und Bedeutung nur in der DDR Verwendung. Zu dieser Gruppe gehören Wörter wie Broiler, Kombine, Plaste, Brigade, Traktorist. Einige Wörter wie Brigade wurden zwar auch im übrigen deutschen Sprachraum verwendet, jedoch in gänzlich anderer Bedeutung oder in Sonderwortschätzen.

DDR-typische lexikalische Einheiten

In der DDR wurden Wörter aus dem deutschen Sprachraum oft erst dadurch typisch, indem sie zu neuen Formen verbunden wurden und eine neue Bedeutung erhielten wie etwa Volk und Buchhandlung zu Volksbuchhandlung, Jugend und Leben zu Jugendleben, oder Held und Arbeit zu Held der Arbeit. Dabei waren die neuen Formen oft Übersetzungen aus dem Russischen. Beispiele dafür sind stennaja gaseta übersetzt zu Wandzeitung oder dom kulturyj übersetzt zu Haus der Kultur (später entwickelt zu Kulturhaus). Ein bekanntes Beispiel für die Übernahme aus dem Russischen war auch die massenpolitische Arbeit, die statt der politischen Massenarbeit gesetzt wurde, da im russischen Wort Zusammensetzungen eher durch adjektivische Zusätze gebildet werden.

DDR-typische Bildungen

Diese Kollokationen sind oft für die DDR entstanden als typische Schlagworte und Begriffe durch die eigenartige Verknüpfung von Verben mit Präposition und Substantiven. Ein Beispiel ist das bekannte Verb delegieren, das in die DDR-typische Form mit Präposition und Substantiv zu zum Hochschulstudium delegieren geformt wurde.

Ideologische Neufärbung von Begriffen

Etablierte Begriffe wie Bodenreform wurden zum Beispiel durch Ergänzungen in eine bestimmte ideologische Form gebracht. Bodenreform … demokratische Umgestaltung auf dem Lande … entstanden Volkseigene Güter. Bestimmte Begriffe wurden entsprechend der Ideologie der SED fest definiert, so zum Beispiel wurde fortschrittlich im Sinne für den Sozialismus eintreten verwendet; parteilich verstand man im Sinne von für den Sozialismus, im Sinn der sozialistischen Partei.

DDR-typischer Wortschatz

In der DDR haben sich auch Wörter und Redewendungen erhalten, die in der Bundesrepublik durch die dortige sprachliche Entwicklung durch neue Formen ersetzt wurden. Zu diesen traditionellen in der DDR verwendeten Lexemen gehörte die briefliche Anrede mit wert: Werte Kollegin, Werter Herr (die heute als leicht beleidigend empfunden und allenfalls bei zweiten Mahnungen verwendet wird) oder auch Vertiko und Anrichte.[1]

Liste DDR-typischer Wörter und Neuschöpfungen

Die folgende Liste, die sich als alphabetische Sammlung versteht, enthält gemischte Begriffe, die noch weiter unterschieden werden können:

  • Begriffe, die von allen ohne oder fast ohne inneres Widerstreben benutzt wurden, um bestehende Sachverhalte zu bezeichnen, ohne diese auf- oder abzuwerten. Beispiele: Broiler, Kaufhalle, Wandzeitung, sozialpolitische Maßnahmen, Babyjahr, Ehekredit.
  • Begriffe, deren Gebrauch Linientreue oder eine kommunikative Zwangssituation kennzeichneten. Beispiele: Abschnittsbevollmächtigter, Genosse, Klassenfeind, unser (sollte das Volkseigentum und die Gemeinsamkeit betonen wie in „unsere Deutsche Demokratische Republik“).
  • Begriffe, deren Gebrauch Ironie gegenüber dem System deutlich machte. Beispiele: Bückware, Ochsenkopfantenne. Auch die anderen Begriffe wurden durch entsprechende Überhöhung gelegentlich so benutzt.

Zeitliche, örtliche und situative Unterschiede, in welchem Sinn die Begriffe gebraucht wurden, sind außerdem möglich.

Für Abkürzungen siehe Liste von Abkürzungen (DDR). Für Markennamen siehe Markennamen und Produkte in der DDR.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A

Akten-Dulli (ca. 1950)

(zum nächsten Buchstaben – B)

  • abkindern – Paaren wurde bei Eheschließung auf Antrag ein zinsloser Ehekredit von bis zu 5.000 Mark – später 7.000 Mark – gewährt. Bei Geburt eines oder mehrerer Kinder wurde die abzuzahlende Kreditsumme entweder gemindert (bei ersten Kind um 1.000 Mark, beim zweiten Kind um weitere 1.500 Mark) oder galt bei Geburt des dritten Kindes als getilgt, dafür wurde umgangssprachlich der Begriff „abkindern“ benutzt.
  • akrobatischer Volkstänzer – offizieller Sprachgebrauch für Breakdancer, siehe auch Hip-Hop in der DDR[2]
  • AktendulliHeftstreifen
  • Aktivist – eigentlich Aktivist der sozialistischen Arbeit, war eine häufig verliehene Auszeichnung im Rahmen des „sozialistischen Wettbewerbs“
  • Altneubau – erste, traditionell gemauerte Wohnblocks des DDR-Wohnungsbaus bis etwa 1970 im Unterschied zu den Neubauten in Großtafelbauweise
  • Altstoffsammlung – Sammeln von Sekundärrohstoffen (Altpapier, Alttextilien und Gläsern), meist durch Kinder
  • Aluchips – abwertend für das Aluminiumkleingeld
  • Ambulatorium – kleine Poliklinik
  • Antifaschistischer Schutzwall. auch Antiimperialistischer SchutzwallBerliner Mauer und Grenze zu Westdeutschland
  • Arbeiterfestspiele – Volksfest der sozialistischen Kultur
  • Arbeiter-und-Bauern-Staat – pathetischer offizieller Ausdruck für DDR
  • Arbeiterschließfach – umgangssprachlich, abwertend für Plattenbauwohnung
  • Arbeiterveteran – Zeitzeuge für die politische Entwicklung der Arbeiterklasse
  • Asche – umgangssprachlich für Nationale Volksarmee, vor allem in zur Asche müssen = eingezogen werden

B

Ferienlager des VEB Carl Zeiss Jena 1951

(zum nächsten Buchstaben – C) . . . (zum Anfang der Liste)

  • Babyjahr – Ähnlich der Elternzeit gab es in der DDR nach der Geburt eines Kindes ein Jahr bezahlte Freistellung von der Arbeit für die Mutter.
  • Bärendreck – umgangssprachlich für eine Dichtungsmasse
  • Bausoldat – Angehöriger der Baueinheiten der Nationalen Volksarmee und die einzige Möglichkeit, den Dienst an der Waffe zu verweigern
  • Bedarfsunterdeckung. Bedarfslücke – offizielle Bezeichnungen für Versorgungslücken im Einzelhandel
  • Behelfsetikett – Etikett ohne grafische Gestaltung, wenn es einen Engpass in der Etikettenproduktion gab
  • Berlinverbot – umgangssprachlich für eine „Aufenthaltsbeschränkung“ nach §§ 51f. DDR-StGB für das Gebiet der „Hauptstadt der DDR“
  • BetriebsferienlagerFerienlager, die von den Betrieben für die Kinder ihrer Beschäftigten organisiert wurden
  • Bienchen – umgangssprachlich für Belobigungsstempel (eine Biene darstellend) der Lehrer in Heften von Schülern der 1. Klasse, auch scherzhaft in anderen Situationen verwendet: Dafür gibt es ein Bienchen!
  • Blaue Fliesen – umgangssprachlich scherzhaft für Westgeld, in Anlehnung an den 100-DM-Schein (auch geflammte Fliesen, Bunte Scheine, ebenso für Genex- und Forumschecks verwendet)
  • Blaue Eminenz – umgangssprachliche ironische Bezeichnung der Volksbildungsministerin Margot Honecker, so genannt wegen ihrer markanten blau-violetten Haartönung, auch Lila Drache
  • Blauer Klaus. Blauer Würger – umgangssprachlich für die Spirituose Klarer „Juwel“, billigster klarer Schnaps mit blauem Etikett
  • Blockflöten – ironische Bezeichnung für die Blockparteien und deren Mitglieder (Wendezeit)
  • Brettsegeln – offizielle Bezeichnung für Windsurfen
  • Brigade – kleinstes Kollektiv im Produktionsprozess, eine für einen bestimmten Bereich verantwortliche Arbeitsgruppe
  • Broiler, auch Goldbroiler – Brathähnchen
  • Bückware – begehrte Artikel, die nicht in den Regalen, sondern vor den Blicken der Käufer verdeckt unter dem Ladentisch lagerten (und zu denen sich der Verkäufer bücken musste).

C

FDJler des Berliner Centrum Warenhauses veranstalteten am 12. Mai 1975 einen Solidaritätsbasar zugunsten der Kommunistischen Partei in Chile

(zum nächsten Buchstaben – D) . . . (zum Anfang der Liste)

D

(zum nächsten Buchstaben – E) . . . (zum Anfang der Liste)

  • Datsche (russisch дача) – Wochenend- oder Gartenhäuschen im Grünen (Gartenlaube), oft auch Bungalow genannt
  • Dederon – Handelsname für Polyamid (BR Dtld.: Perlon, USA: Nylon), verwendet für Strümpfe, Beutel, Kittelschürzen und andere Bekleidungsstücke, Kunstwort aus der ausgesprochenen Abkürzung D-D-R und „on“.
  • Delikat-Laden – bestimmte Lebensmittelgeschäfte, etwa seit Ende der 1970er Jahre eingerichtet, in der Umgangssprache auch „Deli“ oder „Fress-Ex“ (siehe „Exquisit“) genannt.
  • Delikateßhering, auch DeliheringBismarckhering, da Bezüge auf den ehemaligen deutschen Reichskanzler in der DDR verpönt waren
  • Dispatcher – Einsatzleiter, Koordinator, Disponent, Administrator, Platzanweiser in Restaurants, Aufsichts- und Auskunftspersonal; wurde vermutlich im Russischen als englisches Fremdwort verwendet und von dort mit den entsprechenden Tätigkeitsprofilen übernommen; das Wort war auch im westdeutschen Sprachgebrauch bekannt, dort aber sehr viel seltener und mit engerer Bedeutung.
  • Diversant – ein Agent, Saboteur oder ‚Störer‘ (vom Ausdruck „ideologische Diversion“ für das Eindringen westlichen Gedankengutes)
  • Dreierhopp – sportliche Übung, bei der ohne Anlauf dreimal mit demselben Sprungbein „einbeinig“ gesprungen wird, die Landung nach dem dritten Sprung erfolgt beidbeinig; auch heute im Osten Deutschlands gebräuchlich

E

(zum nächsten Buchstaben – F) . . . (zum Anfang der Liste)

  • EhrendienstWehrdienst in der NVA
  • Eingabe – Beschwerde, Petition
  • Ein Strich - kein Strich – umgangssprachliche Bezeichnung für Strichtarn, ein Tarnmuster für militärische Kampfanzüge und Ausrüstung
  • Elternaktiv – von der Elternversammlung der Schüler einer Klasse gewählte Elternvertreter als Unterstützerkollektiv für schulische Veranstaltungen. Ein entsprechendes Gremium auf Schulebene war der Elternbeirat, in dem aus jeder Klasse ein Elternteil vertreten war.
  • Essengeldturnschuh. auch Essengeldflitzer oder Stoffidas – scherzhafte Bezeichnung für weiche Sportschuhe aus Stoff mit Gummisohle; der Name entstand wegen des Preises der Turnschuhe (2,75 Mark), der dem (fast überall gleichen) wöchentlichen Essengeld (0,55 Mark je Mittagessen) in der Schulspeisung entsprach und abgeleitet von Adidas
  • Erichs Krönung – scherzhafte Bezeichnung der mit Ersatzkaffee gestreckten Pulverkaffeemischung „Kaffee-Mix“ während der Kaffeekrise in der DDR
  • Erichs Lampenladen – volkstümlich-ironische Bezeichnung für den Palast der Republik wegen dessen auffälliger Beleuchtung
  • Exquisit-Laden, auch Ex–Laden oder kurz nur Ex oder Exquisit genannt, Ladenkette für hochpreisige Kleidung und Kosmetika, zur Abschöpfung des Bargeldüberhangs analog den Delikat-Geschäften

F

(zum nächsten Buchstaben – G) . . . (zum Anfang der Liste)

  • Fahne – umgangssprachlich für Nationale Volksarmee, vor allem in zur Fahne müssen = eingezogen werden oder bei der Fahne = bei der Armee
  • Fahrerlaubnis – nicht nur wie gesamtdeutsch die Befugnis zum Autofahren, sondern auch das Führerscheindokument
  • Feierabendbrigade – abends und am Wochenende handwerkliche Tätigkeiten verrichtende Gruppe bezahlter Arbeiter, die den Mangel an Handwerkern ausgleichen sollte (nicht beim Subbotnik, der unentgeltlich war)
  • FeierabendheimAltersheim
  • Firma (Firma Horch & Guck) – ironische Bezeichnung für das Ministerium für Staatssicherheit
  • Forumschecks – DDR-Bürger mussten ab 1979 Devisen in Forumschecks umtauschen, um damit im Intershop einkaufen zu können. Auch als „Zweitwährung“ für Handwerkerleistungen und wirksame Trinkgelder gebraucht. Ein bekannter Witz war der Handwerkern zugeschriebene Spruch: „FORUM geht es?“
  • Frauenruheraum – Räume in Betrieben, in denen sich Frauen, insbesondere Schwangere, ausruhen konnten.
  • Freilenkung von Wohnraum – Umschreibung für staatliche Einflussnahme auf Beendigung und Neubegründung von Mietverhältnissen
  • die Freunde – oft auch ironische Bezeichnung für die Sowjetunion, die Sowjetbürger sowie die sowjetischen Soldaten
  • Freund der Jugend. eine aus Altersgründen (>27 Jahre) aus der FDJ ausgeschiedene Person, die aber weiterhin freiwillig und beitragszahlend, aber nicht mehr stimmberechtigt der Organisation angehörig blieb und an Schulungen und Versammlungen teilnahm.
  • Freundschaft! – FDJ-Gruß, mit dem FDJ-Versammlungen und ab der 8. Klasse (häufig, aber nicht einheitlich) Unterrichtsstunden begonnen wurden; üblich auch bei Fahnenappell-Veranstaltungen
  • Früh-und-Spät-Verkaufsstelle – Verkaufsstelle für Lebensmittel, die auch in den Früh- und Abendstunden und am Wochenende geöffnet war

G

(zum nächsten Buchstaben – H) . . . (zum Anfang der Liste)

  • Gastmahl des Meeres – häufige Bezeichnung für in fast jeder Bezirksstadt vorhandene Gaststätten, die überwiegend Fischgerichte anboten
  • Geborgenheit – „Soziale Geborgenheit“, „Geborgenheit im Alter“ – Floskel aus der Parteiagitation, besonders in Printmedien und Plakatierungen (zum Beispiel anlässlich von Jahrestagen und Wahlen) genutzt.
  • Gehhilfe – scherzhaft für den Trabant
  • Genosse - Anrede für Mitglieder der SED, aber auch die offizielle Anrede für Angehörige von Polizei und Armee in Verbindung mit dem Dienstgrad (z.B. Genosse Wachtmeister)
  • Gesellschaftliche Aktivität – ehrenamtliche Tätigkeit
  • Gestattungsproduktion – Bezeichnung für die Produktion westlicher Markenartikel in der DDR
  • Getränkestützpunkt – Verkaufsstelle für Getränke, die häufig in den Abendstunden und am Wochenende geöffnet war.
  • Goldbroiler. Broiler – Bezeichnung für Grillhähnchen
  • Goldener Westen (auch ironisch) – Westdeutschland
  • Grilletta – Bezeichnung für Hamburger
  • Großer Bruder – ironisch für die Sowjetunion.
  • Gruppenratsvorsitzender – Amt innerhalb der Pionierorganisation als Leiter des Gruppenrates der Pioniere einer Schulklasse, vergleichbar mit einem heutigen Klassensprecher
  • Gummiadler – ironische Bezeichnung für Broiler.

H

(zum nächsten Buchstaben – I) . . . (zum Anfang der Liste)

  • Handelsverlust. auch Transportbruch – Begriffe, die das betrieblich nicht registrierte Verschwinden von Gütern aus Lagern oder Vorratsräumen von Geschäften beschreiben sollten, durch nicht erfasste Lagerentnahmen, Beschädigungen oder Diebstahl, also Schwund.
  • Hausbuch – Meldebuch, in jedem Haus vom Hausvertrauensmann geführt
  • Hausgemeinschaft – die Bewohner größerer Mietshäuser wurden als Kollektiv betrachtet
  • Haushaltstag – monatlich ein zusätzlicher freier Tag für berufstätige Frauen mit Kindern, alleinstehende Frauen ab 40 und alleinerziehende Männer bzw. solche mit pflegebedürftiger Ehefrau
  • Held der Arbeit – Ehrentitel für „besondere Verdienste um den Aufbau und den Sieg des Sozialismus“
  • Horch und Guck – volkstümlich-ironische Bezeichnung für das Ministerium für Staatssicherheit

I

(zum nächsten Buchstaben – J) . . . (zum Anfang der Liste)

  • Interhotel – Hotelkette der gehobenen Klasse, in denen Besucher aus dem „nichtsozialistischen Ausland“ vorzugsweise untergebracht wurden und in denen teilweise mit Devisen (westlicher Währung, auch frei konvertierbare Währung genannt) bezahlt werden musste.
  • Interesse für Autotouristik – beliebte verschleiernde Formel in Heiratsanzeigen, mit denen männliche Kraftwagenbesitzer gesucht wurden, oft auch ironisch verwendet[3]
  • Intershop – Geschäfte, in denen westliche Importware und Erzeugnisse der Gestattungsproduktion gegen Devisen und Forumschecks verkauft wurde
  • Intertank – für jedermann zugängliche Tankstellen an Autobahnen und in großen Städten, wo an speziellen Zapfsäulen auch Kraftstoff mit 98 Oktan angeboten wurde.

J

(zum nächsten Buchstaben – K) . . . (zum Anfang der Liste)

  • Jahresendflügelfigur – satirischer Ausdruck für Weihnachtsengel.
  • JahresendprämieWeihnachtsgeld
  • Jugendbrigade – eine Brigade mit verhältnismäßig niedrigem Durchschnittsalter und überwiegend aus FDJ-Mitgliedern bestehend
  • Jugendfreund – offizielle Anrede für ein Mitglied der FDJ, auch oft ironisch gebraucht (wie „Sportsfreund“)
  • Jugendmode – oft nur Jumo genannt, war eine HO-Ladenkette, die ein spezielles Sortiment für Jugendliche anbot (in erster Linie Kleidung, aber auch Kosmetik)
  • Jungpioniere und Thälmannpioniere, allgemein auch Junge Pioniere genannt – die Mitglieder der staatlichen Kinderorganisation der DDR

K

Kaufhalle auf dem Land.

(zum nächsten Buchstaben – L) . . . (zum Anfang der Liste)

  • Kaderleiter – Personalchef, siehe auch Kader
  • Kaskadeur – Stuntman
  • KaufhalleSupermarkt
  • Ketwurst – abgewandelte Form des Hot Dogs
  • Klappfix – Campingtourist-Anhänger: PKW-Anhänger mit Zeltaufbau; auch ironisch für Stasi-Angehörige wegen ihres querformatigen, aufklappbaren Dienstausweises
  • Klassenfeind – die kapitalistischen Staaten und deren Regierungen, namentlich die der Bundesrepublik Deutschland und der USA.
  • Klub der Intelligenz – Vereine des Kulturbundes der DDR, die der Integration der Schicht der Intelligenz dienten
  • Kochklopse, Kapernklopse, Soßklopse – oft für Königsberger Klopse, scherzhaft auch Kaliningrader Klopse
  • Körperkulturistik - offizieller Sprachgebrauch für Bodybuilding, unter den Sportlern jedoch kaum verwendet.[4]
  • Kolchose – abwertende Bezeichnung für eine Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) („auf der Kolchose arbeiten“), von der russischen Bezeichnung Kolchos für landwirtschaftlichen Großbetrieb (Abkürzung für „Kollektivwirtschaft“) abgeleitet
  • Kolja (vom russischen Vornamen Nikolai) – Sowjetbürger, sowjetischer Soldat (nicht unbedingt abwertend)
  • KollektivArbeitsgruppe, Team
  • Kombinat – mit einem Konzern vergleichbarer Zusammenschluss von (VEB-)Betrieben, siehe auch Volkseigener Betrieb
  • Kombine – Landmaschine mit mehreren Funktionen, wie Mähdrescher, Vollernter
  • Komplexannahmestelle – zentrale Einrichtung, die so gut wie alle im Haushalt denkbaren Reparatur- und Reinigungsdienste anbieten sollte
  • Konsum (Betonung auf der ersten Silbe) – Einzelhandelsgeschäft der Konsumgenossenschaft
  • Krusta – Pizza-Version der DDR-Gastronomie
  • Kulturschaffender – Künstler, Schriftsteller, dichtende Arbeiter, Musiker, Maler, Schauspieler … und manchmal auch die Kulturfunktionäre der Partei.
  • Kumpeltod – Trinkbranntwein mit einem Alkoholgehalt von 32% als steuerfreier Deputatlohn für Bergleute
  • Kundschafter des Friedens – Bezeichnung für Spion der eigenen Seite

L

deutsche und polnische Schüler bei der Arbeit in einer Baumschule

(zum nächsten Buchstaben – M) . . . (zum Anfang der Liste)

M

(zum nächsten Buchstaben – N) . . . (zum Anfang der Liste)

  • Mächtig gewaltig – umgangssprachlich großes Lob (Zitat von Benny aus der Olsenbande-Filmreihe, die in der DDR sehr populär war)
  • Malimo – Stoff, Nähgewirk, die Bezeichnung ist ein Kunstname und steht für Mauersberger Limbach-Oberfrohna.
  • Mausefix – scherzhafte Bezeichnung, angelehnt an Klappfix (siehe oben), für einen offenen (Eigenbau-)Pkw-Anhänger, mit dem hauptsächlich (teils illegale) Transporte von Baustoffen, Holz, Kartoffeln erfolgten. Abgeleitet von „mausen“ (stehlen). Entsprechende Hand- und Fahrradwagen wurden auch Klaufix genannt.
  • Mausehaken – umgangssprachlich für eine Anhängerkupplung am PKW, auch Hamsterhaken genannt
  • MMM – Messe der Meister von MorgenJugend-forscht-Wettbewerb
  • Mit sozialistischem Gruß endeten Briefe von Behörden, Parteiorganisationen und staatlichen Stellen
  • Mobilisierung von Reserven – Sprachfloskel der Parteiagitation, um die Ursachen wirtschaftlicher Probleme (meist organisatorische Mängel und fehlende Arbeitsmittel) zu kaschieren und das Schuldbewusstsein auf angeblich oder tatsächlich fehlende Arbeitsmotivation umzulenken
  • Muttiheft – umgangssprachlich, ein kleines Heft für Mitteilungen des Kindergartens oder der Schule an die Eltern

N

Neubaugebiet in Berlin-Marzahn 1987

(zum nächsten Buchstaben – O) . . . (zum Anfang der Liste)

  • Naherholungsobjekt – eine Einrichtung zur Erholung, für Sport und für Freizeitaktivitäten in der näheren Umgebung (wie Sportplätze, Bäder, Ausflugsgaststätten)
  • NATO-Plane, NATO-Kutte – umgangssprachliche Bezeichnung für in den 1960er Jahren moderne Nylon-Mäntel, die es nur über West-Beziehungen gab
  • Neubaugebiet – in Westdeutschland unter dem Begriff „Plattenbau“ bekannte, nach Modulbauweise errichtete Wohngebiete mit 3- bis 22-geschossigen Wohnhäusern und angegliederten Versorgungseinrichtungen
  • Neuerer – Erfinder in einem Betrieb, der verwertbare Vorschläge für Kosteneinsparung oder verbesserte Produktionsmethoden einbrachte (Neudeutsch: betriebliches Erfinderwesen)
  • Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet (NSW) – meist als Synonym für kapitalistische Länder gebraucht
  • NickiT-Shirt; auch im westdeutschen Sprachgebrauch, dort bezeichnet „Nicki“ jedoch einen leichten Pullover, häufig mit knöpfbarem Kragen oder aus Kunstfaser.
  • Niet(en)hose – Bezeichnung für Jeans

O

(zum nächsten Buchstaben – P) . . . (zum Anfang der Liste)

  • Objekt – öffentliche oder militärische Einrichtungen und Gebäude
  • Ochsenkopfantenne – Fernsehantenne zum Empfang des Westfernsehens, nach dem Sender auf dem Ochsenkopf im Fichtelgebirge
  • Oder-Neiße-Friedensgrenze für Oder-Neiße-Grenze
  • Ökulei – ökonomisch-kultureller Leistungsvergleich
  • orientieren (auf) – beeinflussen/veranlassen zu
  • Ormig – zur Sachbezeichnung gewordener Markenname für ein Vervielfältigungsverfahren

P

Schülerinnen und Schüler der Lutherschule in Gera besichtigen die erste Jugendsternwarte der DDR im Haus der Pioniere in Gera

(zum nächsten Buchstaben – R) . . . (zum Anfang der Liste)

  • Pappe – umgangssprachlich für den Trabant auf Grund seiner Karosserie, die zum großen Teil aus Phenoplast oder Pertinax bestand. Weiterhin wurde die offizielle Spielberechtigung für Bands oder einzelne Musiker und der damit verbundene Ausweis als Pappe bezeichnet.
  • die Partei – umgangssprachlich für die SED (mit bestimmtem Artikel war immer die SED und nicht eine Blockpartei gemeint)
  • Parteidokument - Mitgliedsbuch der SED
  • parteilich – die ideologischen Positionen des Marxismus-Leninismus einnehmend, ‚orthodox
  • Patenbrigade, Patenbetrieb – Schulklassen und Kindergärten, aber auch Einheiten der NVA hatten in der Regel Patenschaftsverträge mit Betrieben oder deren Abteilungen (teilweise auch nach der Wende noch anzutreffen). Das Gegenstück hieß dann Patenklasse.
  • Pionier – siehe „Junge Pioniere und Thälmannpioniere
  • Pioniereisenbahn – Name für eine von Pionieren und FDJlern betriebene Parkeisenbahn, auch als Pibahn abgekürzt
  • Pionierhaus – Haus, in dem Veranstaltungen, Arbeitsgemeinschaften und frei nutzbare Fläche und/oder Freizeiteinrichtungen für Kinder angesiedelt waren, in kleineren Orten oft auch „Station Junger Naturforscher und Techniker“ o. Ä.
  • Pioniergeburtstag – Tag der Gründung der Pionierorganisation (13. Dezember), wurde in den Schulen festlich begangen
  • Pionierlager, Pionierferienlager – teilweise gebräuchlicher Begriff für Kinderferienlager
  • PionierleiterFunktionär der FDJ an einer Schule, in der Regel junge Lehrer oder Erzieher mit spezieller Ausbildung; als Gruppenpionierleiter waren Lehrer oder FDJ-Mitglieder der oberen Klassen tätig
  • Pioniernachmittage – meist in Zusammenarbeit mit der Schule organisierte Nachmittage für Pioniere, an denen Pionierversammlungen oder Aktivitäten wie Disko, Basteln, Diavorträge, Altstoffe sammeln etc. stattfanden
  • Plaste umg. f., n., korrekt pl. – Neudeutsch Plastik, Kunststoff, Chemiewerkstoff, fachlich auch: Polymere, gegliedert in Plastomere und Elastomere, davon „Plaste“ und „Elaste“ abgeleitet.
  • Plastebeutel, Plastetüte – Kunststofftragetasche
  • plaziert werden – in manchen Restaurants wurden die Gäste vom Kellner an den Tisch geleitet. Am Eingang wurden die Gäste durch ein Schild darauf hingewiesen: Bitte warten, Sie werden plaziert!
  • Poliklinik – ambulante Behandlungszentren mit angestellten Fachärzten verschiedener Fachrichtungen
  • Polylux – zur Sachbezeichnung gewordener Markenname des einzigen Tageslichtprojektors (Overheadprojektors) aus DDR-Produktion
  • Popgymnastik – Begriff für rhythmische Übungen zu Musik in Gruppen oder einzeln, vergleichbar mit Aerobicübungen oder auch Jazz-Dance
  • Postmietbehälter – Pappkarton mit abnehmbarem Deckel für die Versendung als Paket, konnte im Postamt gegen Pfand geliehen werden
  • Prenaband – zur Sachbezeichnung gewordener Markenname eines transparenten Klebebandes (analog dem Tesafilm), steht für Moritz Prescher Nachfolger KG.[5]

Q

(zum nächsten Buchstaben – R). . . (zum Anfang der Liste)

R

Ungarische Omnibusse hatten ein markantes Design, das ihnen viele Spitznamen einbrachte

(zum nächsten Buchstaben – S). . . (zum Anfang der Liste)

  • Rakete – umgangssprachlich ironische Bezeichnung für ungarische Omnibusse des Typs Ikarus 55 und Ikarus 66, so genannt wegen des markanten Designs der Karosserie und der triebwerksähnlichen Verkleidung des Heckmotors
  • (Drei-) Raum-Wohnung – (Drei-) Zimmer-Wohnung
  • Reisekader – Wissenschaftler, Funktionär oder Person aus dem öffentlichen Leben, der regelmäßig ins Ausland reisen durfte. Diese wurden unterschieden in NSW (Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet)- und SW- (Sozialistisches Wirtschaftsgebiet) Kader
  • Rekonstruktion – Renovierung, Erneuerung, Sanierung
  • Rennpappe – scherzhaft für den Trabant
  • Rennsteigbeatles – sarkastische Bezeichnung für die Instrumentalgruppe des populären Suhler Volksmusikanten Herbert Roth, auch Wald- und Wiesenbeatles
  • Rentnervolvo – umgangssprachlich ironische Bezeichnung für eine Einkaufstasche auf Rollen, mit spöttischem Bezug auf die häufig Volvo 240 fahrende Nomenklatura
  • Rotlichtbestrahlung – spöttische Bezeichnung für politische Indoktrination, in Form von Lehrgängen
  • Rundholz – umgangssprachlich scherzhaft für die gehobene Alternative zum Blauen Würger. 16-er Rundholz war ein rumänischer Weinbrand „Arad“ (0,5 l) zu 16 Mark, 22-er Rundholz ein deutscher Weinbrand „Amitie“ (0,7 l) zu 22 Mark
  • Russenmagazin – umgangssprachlich für Geschäft für Angehörige der Sowjetarmee und ihrer Familien, in dem aber auch DDR-Bürger einkaufen konnten
  • rübermachen – umgangssprachlich in die Bundesrepublik ausreisen, mit sein gebildet: jemand ist rübergemacht, auch abhauen

S

Auszeichnung VORBILDLICHES ANWESEN des Wettbewerbes „SCHÖNER UNSERE STÄDTE UND GEMEINDEN MACH MIT“
Ankunft eines Sonderzuges aus Bad Schmiedeberg, mit Spielleuten und Fanfarenzügen für die III. Kinder- und Jugendspartakiade 1970
Eine Wand mit Sprelacart-Verkleidung in einem russischen Schlafwagen

(zum nächsten Buchstaben – T) . . . (zum Anfang der Liste)

  • Sättigungsbeilagegastronomische Bezeichnung und Speisekartenrubrik für Kartoffeln, Reis, Nudeln.
  • Schachtschnaps – umgangssprachlich für akzisefreien Trinkbranntwein für Bergleute (1,12 Mark/ 0,7 Liter oder 0,80 Mark/0,5 Liter) mit 32 % Alkohol, der nur auf Bezugsschein an Bergleute als Deputatlohn ausgegeben wurde (im Tauschhandel sehr geschätzt), scherzhaft auch „Kumpeltod“, „Wismut-Fusel“ oder „Kali-Fusel“ genannt
  • Schallplattenunterhalter – offiziell für DJ (Disk-Jockey)
  • Schlüsseltechnologie – damit waren meist Informatik und Mikroelektronik gemeint
  • Schöner unsere Städte und Gemeinden - Mach mit!“ – gemeinsame Arbeitseinsätze von Hausgemeinschaften zum Säubern von Straßen oder zur Pflege von Vorgärten und öffentlichen Anlagen, in den Nachkriegsjahren beim Nationalen Aufbauwerk
  • Schonplatz/Schonarbeitsplatz – nach längerer Krankschreibung oder bei Schwangerschaft ein Arbeitsplatz mit geringeren körperlichen Anforderungen, an dem weitergearbeitet werden konnte
  • Schrottgorod, umgangssprachlich ironisch gebildet mit russ. город = Stadt, scherzhaft für Eisenhüttenstadt, auch: Blechdosencity
  • SchwangerschaftsunterbrechungSchwangerschaftsabbruch
  • Schwindelkurs – offizielle Bezeichnung des marktüblichen Wechselkurses zwischen DM und Mark der DDR in West-Berlin[6]
  • Sektion – An den Universitäten und Hochschulen seit den 1970ern übliche Bezeichnung für die heutigen Fachbereiche
  • SERO, Sero – Kurzform für Sekundärrohstoffe (wiederverwertbare Abfälle und Verpackungen wie Altpapier, Flaschen und Gläser) und Bezeichnung eines Betriebes mit einer Reihe von Annahmestellen für diese Artikel
  • Für Frieden und Sozialismus – seid bereit! – Immer bereit! – Gruß der Jung- und Thälmannpioniere
  • Silastik – elastisches Kunstfasergewebe, beispielsweise für Sportbekleidung
  • Sichtelement – Plakat, Plakataufsteller, Werbetafel, Tafel für Losungen oder ähnliches
  • Schnelle Medizinische Hilfe (SMH) – Übersetzung des russischen „скорая медицинская помощь“; auf Westdeutsch „Rettungsdienst“
  • Soljanka – eine Suppe nach russischem Rezept, wurde in vielen Gaststätten angeboten
  • Soljanka-Schüssel – ironische Bezeichnung für Saporoschez
  • Sozialistisches Eigentum – Überbegriff für Volkseigentum, genossenschaftliches Eigentum und das Eigentum der Masenorganistionen[7]
  • Spartakiade – Sportwettbewerb für Kinder und Jugendliche in Schulen, auf Kreis- und Bezirksebene sowie im Endausscheid DDR-weit durchgeführt; diente der „Talentesichtung“ und Nachwuchsgewinnung im Sport; Höhepunkt war das Turn- und Sportfest in Leipzig
  • Spitzbart – scherzhafte Bezeichnung für Walter Ulbricht
  • SpoWa (weibl.) – Abk. für „Sportwaren“, ein Kaufhaus in jeder größeren Stadt, in dem vorrangig Sportbekleidung (Kernmarke Germina) und Campingbedarf, aber auch Bekleidung für Jungpioniere und FDJler verkauft wurde
  • Sprelacart – DDR-Markenname für Resopal, bekannt insbesondere durch die damit beschichteten Küchenmöbel
  • Stabü. auch Stabi – unter Schülern übliche Abkürzung für das Schulfach Staatsbürgerkunde
  • Staatsratseingaben bzw. Staatsratsbeschwerde – Petition an den Staatsrat der DDR
  • Stadtbilderklärer – Stadtführer
  • Stasi (weibl.) – Abkürzung für das Ministerium für Staatssicherheit (Nachrichtendienst und Geheimpolizei der DDR)
  • Stempelkarte – umgangssprachlich für ein Einlage-Kärtchen im Führerschein, auf dem von der Verkehrspolizei bis zu vier Stempel für schwerwiegendere Verkehrsverstöße angebracht wurden. Beim Erteilen des fünften Stempels (innerhalb der Ablauffrist) folgte ein Fahrverbot. Neue Stempel verlängerten die Gültigkeit alter Stempel-Einträge. Zwei Jahre nach dem letzten Stempel konnte man sich eine neue, leere Stempelkarte ausstellen lassen.
  • Stomatologe – Zahnarzt (in beruflichem Zusammenhang und auf dem Praxisschild- man ging natürlich „zum Zahnarzt“ und nicht „zum Stomatologen“)
  • Straße der Besten – dort hingen in Betrieben die Porträts der Besten im Sozialistischen Wettbewerb
  • Stuhltanz – die in der DDR gebräuchliche Variante des Spiels Reise nach Jerusalem.
  • Subbotnik – (nicht immer ganz) freiwilliger, unbezahlter Arbeitseinsatz meist am Sonnabend (russisch суббота = Sonnabend (Samstag))

T

Taigatrommel - Diesellokomotive mit lautem Motorengeräusch

(zum nächsten Buchstaben – U) . . . (zum Anfang der Liste)

  • T34 Sport – ironisch-inoffizielle Typenbezeichnung des (aufgrund der Blechdicke und Masse mit dem russischen Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg verglichenen) russischen Kleinwagens Saporoschez 968, auch „Stalins (letzte) Rache“ genannt
  • Taigatrommel – umgangssprachlich ironische Bezeichnung für die aus der Sowjetunion stammende Diesellokomotive LTS M62 wegen ihres lauten Motorengeräusches
  • Tal der Ahnungslosen – umgangssprachliche Bezeichnung für den Raum Dresden, wo das „Westfernsehen“ aufgrund der Tallage und der Entfernung überwiegend nicht empfangen werden konnte, daher auch die scherzhaften Abkürzungen ZDF = Zentrales Deutsches Fernsehen, ARD = „außer Raum Dresden“
  • Timurhilfe – in Anlehnung an die Geschichte Timur und sein Trupp von Arkadi Gaidar.
  • Trabi oder auch Trabbi – umgangssprachlich für Trabant
  • TrapoTransportpolizei, sie nahm auf Bahnanlagen polizeiliche Aufgaben wahr
  • Tschekist – aus dem Russischen; offizielle Bezeichnung für Mitarbeiter des MfS, vom sowjetischen Vorbild Tscheka

U

(zum nächsten Buchstaben – V) . . . (zum Anfang der Liste)

  • Unionsfreund – Mitglied der CDU in der DDR
  • UrlauberschiffKreuzfahrtschiff
  • urst – jugendsprachlich statt sehr oder „saugeil“ („Ist ja urst“, „Das war urst schau“, „Der ist ja ein urster Kunde“), wohl scherzhafter Superlativ zu ur-

V

(zum nächsten Buchstaben – W) . . . (zum Anfang der Liste)

  • VEB Gleichschritt. VEB Landesverteidigung – umgangssprachlich, ironische Bezeichnung für die Nationale Volksarmee, in Anlehnung an das VEB Kombinat Fortschritt Landmaschinenbau
  • (VEB) Horch und Guck – umgangssprachlich ironisch für das Ministerium für Staatssicherheit
  • Vitamin B – umgangssprachlich für Beziehungen. die man zum Erlangen bestimmter Waren oder Positionen benötigte
  • VolksschwimmhalleHallenbad, Volksschwimmhallen wurden in den 1960er und 1970er Jahren in vielen DDR-Städten nach ähnlichem Muster erbaut
  • Völkerfreundschaft – internationale Freundschaft, hauptsächlich zu den Ländern des Ostblocks und der dritten Welt; bekannt auch als Name eines Kreuzfahrtschiffes des FDGB

W

Wandzeitung der Wertpapierdruckerei Leipzig

(zum nächsten Buchstaben – Z) . . . (zum Anfang der Liste)

  • WandzeitungPinnwand in den Schulen und Betrieben, die je nach Einrichtung mit Losungen und Appellen zum saisonalen Thema, 1. Mai, x-ten DDR-Jahrestag, Oktoberrevolution, offiziell vom Wandzeitungsredakteur, auch Wandzeitungsagitator gestaltet wurde oder aber der Präsentation aktueller Termine, Ergebnisse und Leistungen einer Schulklasse diente
  • Warschauer VertragWarschauer Pakt
  • Weltniveau – ein gern benutzer Begriff, wenn Leistungen der DDR ein dem Westen vergleichbares Niveau hatten oder haben sollten
  • Wendehals – umgangssprachlich für Person, die in kurzer Zeit ihren politischen Standpunkt grundlegend änderte (Wendezeit)
  • Werkküche – Kantine
  • Werkmappe – Mappe, die farbiges, stabiles A3-Papier für den Werk- und Kunstunterricht enthielt
  • Westantenne – umgangssprachlich, zum Empfang westdeutscher Rundfunksender geeignete Antenne, erkennbar an der Baugröße und Ausrichtung, in den 50er Jahren bestand die Gefahr der Entfernung durch FDJ-Brigaden
  • Westfernsehen – umgangssprachlich siehe „Tal der Ahnungslosen
  • Westgeld – umgangssprachlich für DM, frei konvertierbare Währung, Valuta
  • Westpaket oder Westpäckchen – umgangssprachlich für Geschenk-Paket von Verwandten aus der Bundesrepublik
  • Winkelement – Fähnchen für Veranstaltungen/ Demonstrationen (sarkastisch: Jubelfetzen, Euphoriefetzen)
  • Wochenkrippe – Kinderkrippe, in der die Kinder am Montag abgegeben und am Freitag wieder abgeholt wurden
  • Wunschkindpille – umgangssprachlich für die Antibabypille
  • WurfscheibeFrisbee-Scheibe, auch Schwebedeckel
  • WurfspielDarts
  • Würzfleisch – Neuschöpfung für Ragout fin, da dieses eigentlich mit – in der DDR so gut wie nie erhältlichem – Kalbfleisch hergestellt wird

Z

der Saporoschez - Zappelfrosch

(Offizielle Redewendungen) . . . (zum Anfang der Liste)

  • Zappelfrosch – umgangssprachlich, ironische Bezeichnung für Saporoschez
  • Zellophanbeutel – umgangssprachlich - Folienbeutel
  • Zellstofftaschentuch – Papiertaschentuch, umgangssprachlich auch nur kurz: „Zellstoff“ (in der Bundesrepublik „Tempo“)

Offizielle Redewendungen

  • Antifaschistischer Schutzwall – Bezeichnung der befestigten Grenze nach Westdeutschland und der Mauer
  • Das Studium der Dokumente – sich mit den Beschlüssen der Partei vertraut machen
  • Der feste/klare Klassenstandpunkt – sozialistisches Weltbild, auch für marxistisch-leninistische Weltanschauung
  • Der neue Mensch – Idealbild des Menschen im Sozialismus
  • Die guten Genossen – zuverlässige Parteikader
  • Die führende Rolle der Partei der Arbeiterklasse – Führungsanspruch der SED
  • Die historische Mission der Arbeiterklasse … – ist der Aufbau des Sozialismus
  • Die sozialistische Gesetzlichkeit – die Durchsetzung des sozialistischen Rechts
  • Die wissenschaftliche Weltanschauung – Bezeichnung für das marxistische Weltbild/den dialektischen und historischen Materialismus/die marxistische Philosophie
  • Die Partei der Arbeiterklasse – die SED/die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
  • Diplomaten im Trainingsanzug – für international erfolgreiche Sportler
  • Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik – offizieller Leitgedanke der SED-Politik seit 1971
  • Goldene Hausnummer – für Sieger im Wettbewerb von Hausgemeinschaften
  • Hauptaufgabe – Auf dem 8. Parteitag der SED 1971 wurde die Hauptaufgabe des sozialistischen Aufbaus definiert als „Erhöhung des materiellen und kulturellen Lebensniveaus des Volkes auf der Grundlage eines hohen Entwicklungstempos der sozialistischen Produktion, der Erhöhung der Effektivität, des wissenschaftlichen Fortschritts und des Wachstums der Arbeitsproduktivität“
  • Kollektiv der sozialistischen Arbeit – Auszeichnung im innerbetrieblichen Wettbewerb
  • Oder-Neiße-Friedensgrenze – Grenze zur Volksrepublik Polen
  • Parteiliches Verhalten – Verhalten entsprechend den sozialistischen Idealen und zum Nutzen der DDR
  • revolutionäre Wachsamkeit – insbesondere von „Tschekisten“, Zuträgern und Zensoren erwartete Eigenschaft
  • Unsere Menschen – die Parteikader reden über ‚ihre’ DDR-Bürger

Losungen und Schlagworte

Losungen zur II. Parteikonferenz der SED 1952

Losungen zum Ersten Mai und anderen Demonstrationen wurden vorgegeben. Dazu wurden in der Zeitung offizielle Listen veröffentlicht, aus denen Losungen für mitgeführte Transparente gewählt werden konnten. Losungen fanden weiterhin zum Beispiel Verwendung zu Parteitagen, in Programmen zur Erfüllung der Planziele, an Gebäuden über Wandzeitungen.

Beispiele von Losungen und Schlagworten:

  • Alles für das Volk, alles mit dem Volk, alles durch das Volk!
  • Alles zum Wohle des Volkes!
  • Arbeite mit, plane mit, regiere mit! (eine Aussage aus Art. 21 der Verfassung der DDR 1974)
  • Der Marxismus ist allmächtig, weil er wahr ist. auch Die Lehre von Marx ist allmächtig, weil sie wahr ist (ein Lenin-Zitat)
  • Der Sozialismus ruft uns alle – gern verballhornt zu: Der Sozialismus rupft uns alle
  • Der Sozialismus siegt – gern verballhornt zu: Der Sozialismus siecht (besonders als Lichtreklame in Dresden am „Pirnaischen Platz“ bekannt gewesen)
  • Die Welt ist erkennbar
  • Erster Mai – „Internationaler Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus“
  • Ewige Freundschaft mit der ruhmreichen Sowjetunion
  • Für Frieden und Völkerfreundschaft
  • Für Frieden und Sozialismus seid bereit. Immer bereit! – Gruß der Jung- und Thälmannpioniere
  • Im Mittelpunkt steht der Mensch
  • Jedermann an jedem Ort – einmal in der Woche Sport! (Zitat von Walter Ulbricht)
  • Mit jeder Mark, jeder Minute, jedem Gramm Material einen höheren Nutzeffekt! (sarkastische Fortsetzung: … koste es, was es wolle!)
  • Ohne Gott und Sonnenschein bringen wir die Ernte ein.
  • Proletarier aller Länder – vereinigt Euch! (als Witz: Vegetarier aller Länder – vereinigt Euch!)
  • Schöner unsere Städte und Gemeinden – Mach mit! (jährlicher Aufruf zu Arbeitseinsätzen – meist in der Form eines Subbotniks – in der Hausgemeinschaft und in öffentlichen Parks und Grünanlagen)
  • So wie wir heute arbeiten, werden wir morgen leben
  • Unsere ganze Kraft für die Erfüllung des 5-Jahrplanes
  • Unsere ganze Schöpferkraft für den Sozialismus
  • Von der Sowjetunion lernen heißt siegen lernen – gern verballhornt zu: Von der Sowjetunion lernen heißt siechen lernen
  • Waffenbrüder - Klassenbrüder
  • Wir sind die Sieger der Geschichte
  • Wo ein Genosse ist, da ist die Partei – also die besseren Argumente!

Manchmal wurden solche Losungen auch ironisch verwendet, zum Beispiel das Zitat Aus unseren Betrieben ist noch viel mehr rauszuholen von Walter Ulbricht, der die Erhöhung der Arbeitsproduktivität gemeint hatte. Umgangssprachlich war jedoch damit der Diebstahl von Material und Werkzeugen in den Betrieben durch Arbeiter und Angestellte gemeint, die aufgrund der schlechten Versorgungslage die gestohlenen Dinge tauschten, verkauften oder selbst nutzten.[8]

In der Wendezeit 1989 aber erfanden Demonstrationsteilnehmer selbst sehr treffende, zum Teil ironische und sarkastische Losungen. Losungen wie „Wir sind das Volk!“, und „Keine Gewalt“ begleiteten die friedliche Revolution. Andere Losungen waren zum Beispiel „Stasi in die Produktion!“ (gemeint war, die sollten arbeiten) und „Wir sind ein Volk!“ (zeitlich nach „Wir sind das Volk!“ Ende 1989/Anfang 1990).

Werbung

  • „A K A Electric – in jedem Haus zuhause!“
  • „Apfelmus schmeckt immer gut!“
  • „Das Malfa Kraftma Brot“
  • „Baden mit Badusan, Badusan …“
  • „Ei – rund und gesund!“
  • „Eine kleine flotte Biene ist die Teppichkehrmaschine“
  • „Jedermann auf jedem Tisch / mehrmals in der Woche Fisch!“
  • "KIM - köstlich immer marktfrisch" (Werbespruch der Eierproduzenten Kombinat Industrielle Mast)
  • „Nimm ein Ei mehr!“
  • „Plaste und Elaste aus Schkopau bewarb eine berühmte großflächige Leuchtwerbung neben einer Autobahnbrücke über die Elbe, heute im Deutschen Historischen Museum
  • „Stets dienstbereit zu Ihrem Wohl / ist immer der Minol-Pirol!“
  • „Weißkohl ist ja sooo gesund!“
  • „Zweimal in der Woche Fisch bereichert jeden Mittagstisch“
  • „Wartburg: Formschön und zuverlässig“

Ortsnamen

Ortschaften erhielten gelegentlich offizielle Namenszusätze

oder wurden umbenannt:

Projektionsworte

Von westlichen Medien als angebliche DDR-Idiomatismen verwendet, aber in der DDR nie Sprachgut oder völlig unbekannt:

  • Apparat – in Anlehnung an Obrigkeit die gesamte staatliche Verwaltung und Machtstruktur der Partei (und damit des Staates)
  • Apparatnik, Apparatschik – ein (SED-)Parteifunktionär, der aus der Sicht des Apparates, der Partei- und Politbürokratie, denkt, redet und handelt. Als Projektionswort aber umstritten, da es in der russischen Umgangssprache so verwendet wird.
  • Njet – Nein (aus dem Russischen)
  • Nomenklatura – durch verschiedene übergeordnete SED-Leitungen bestätigte Personen, deren Karriere politisch abgesichert war, üblicherweise war von „Kadern“ die Rede.
  • Sudel-EdeKarl-Eduard von Schnitzler, hingegen war „Karl-Eduard von Schnitz…“ in der DDR geläufig, denn die letzte Silbe „…ler“ war wegen des umgeschalteten Fernsehprogramms (besonders vor 1969 originell und witzig, als es nur ein DDR-Programm gab) oder wegen des ausgeschalteten Fernsehapparats nicht mehr zu hören.
  • Vopo – Volkspolizist, hingegen wurde „Bulle“, „Grüner“ und „Straßenförster“ (besonders für die Verkehrspolizei) verwendet.

Kabarettistische Schöpfungen

  • „Geflügelte Jahresendfigur“ für Weihnachtsengel (aus der Satirezeitschrift „Eulenspiegel“, karikierte die offizielle bemühte Umgehung religiöser Begriffe).

Entwicklung nach 1990

Auch heute (2010) gibt es in Ostdeutschland einen vom übrigen Deutschland abweichenden dialektunabhängigen Sprachgebrauch, sowohl wegen teilweiser Weiterverwendung der „DDR-Sprache“ als auch wegen sprachlicher Neuschöpfungen. Sofern DDR-spezifische Wörter beibehalten wurden, verwendet man diese mit gleicher, aber auch mit neuer Bedeutung. Teilweise werden diese Wörter auch von westdeutschen Massenmedien und der westdeutschen Bevölkerung aufgegriffen, auch wenn sie überwiegend von Ostdeutschen gebraucht werden oder zumindest dort entstanden sind. Davon abgesehen werden natürlich tausende neue bisher nur in Westdeutschland verwendete Wörter, Begriffe und Redewendungen seit 1990 gleichzeitig auch in Ostdeutschland verwendet, wie Arbeitsamt, Sozialhilfe, Finanzamt, Steuererklärung, … Einige davon wie Arbeitslosenhilfe, Abwicklung, ABM, Treuhand, Sozialhilfe werden offenbar aufgrund der größeren sozialen Deklassierung häufiger benutzt. Insgesamt gilt es mindestens vier sprachliche und linguistische Bereiche zu unterscheiden.

  1. Wortschöpfungen der DDR-Alltagssprache, zu denen abweichende westdeutsche Analogbegriffe existieren (Plaste, Broiler, Datsche, Feierabendheim, Freunde, Altstoffhandel, Konsum)
  2. Markennamen typischer DDR-Produkte und Firmennamen, die im Westen vor der Wende nicht bekannt waren (Spee, Fit, Amiga, SKET, Minol, Mitropa, Piko, Zekiwa)
  3. Fachterminologie des sozialistischen Staatsapparats, von Wissenschaft, Industrie, Polizei, Militär, Landwirtschaft, Verwaltung, Rechtsprechung, Philosophie, Politik, beispielsweise Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie, Republikflucht, Antifaschistischer Schutzwall, Marxismus/Leninismus, Dialektischer Materialismus oder in Form von Abkürzungen (VEB, PGH, HO, LPG, EVP, SERO, Delikat)
  4. allgemein verbreitete deutsche Wörter, die im Westen nicht anders als im Osten gebraucht werden, in den Neuen Ländern aber aus rein praktischen Gründen häufiger zu hören sind (Treuhandanstalt, Abwicklung)

Ungeordnete Beispiele für häufiger in Ostdeutschland verwendete Wörter, Witze und Redewendungen oder Wörter mit neuer Bedeutung:

Beispiele aller Art für die Weiterverwendung der „DDR-Sprache“ (häufiger als in Westdeutschland):

Siehe auch

Literatur

  • Hugo Moser: Sprachliche Folgen der politischen Teilung Deutschlands. Beihefte zum „Wirkenden Wort“ 3. Schwann, Düsseldorf 1962.
  • Michael Kinne, Birgit Strube-Edelmann: Kleines Wörterbuch des DDR-Wortschatzes. 2. Auflage. Schwann, Düsseldorf 1981, ISBN 3-590-15509-4.
  • Martin Ahrends (Hrsg.): Trabbi, Telespargel und Tränenpavillon – Das Wörterbuch der DDR-Sprache. Heyne, München 1986, ISBN 3-453-02357-9.
  • Wolf Oschlies: Würgende und wirkende Wörter – Deutschsprechen in der DDR. Holzapfel, Berlin 1989, ISBN 3-921226-34-1.
  • Margot Heinemann: Kleines Wörterbuch der Jugendsprache. Bibliographisches Institut, Leipzig 1990, ISBN 3-323-00273-3.
  • Manfred W. Hellmann: Divergenz und Konvergenz – Sprachlich-kommunikative Folgen der staatlichen Trennung und Vereinigung Deutschlands. In: Karin Eichhoff-Cyrus, Rudolf Hoberg (Hrsg.): Die deutsche Sprache zur Jahrtausendwende – Sprachkultur oder Sprachverfall. Duden-Reihe Thema Deutsch. Band 1. Mannheim (Duden-Redaktion) und Wiesbaden (GfdS) 2000, S. 247–275.
  • Marianne Schröder, Ulla Fix: Allgemeinwortschatz der DDR-Bürger – nach Sachgruppen geordnet und linguistisch kommentiert. Heidelberg 1997.
  • Birgit Wolf: Sprache in der DDR. Ein Wörterbuch. de Gruyter, Berlin und New York 2000, ISBN 3-11-016427-2. online bei Google-Books
  • Jan Eik: DDR-Deutsch : eine entschwundene Sprache. Jaron, Berlin 2010, ISBN 978-3-89773-645-0.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Sabine Schroeter: Die Sprache der DDR im Spiegel ihrer Literatur. Studien zum DDR-typischen Wortschatz. Gruyter, 1994, ISBN 3-11-013808-5.
  2. Matthias Wyssuwa: Staatlich geprüfte Rapper In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 7. November 2009, S. 9.
  3. DIE ZEIT 08/1997: Wilde Nächte im Heu
  4. Thomas Grossbölting: Friedensstaat, Leseland, Sportnation? DDR-Legenden auf dem Prüfstand, Ch. Links Verlag 2009, S. 181 online
  5. Prenaband beim Deutschen Historischen Museum
  6. „Schwindelkurs“
  7. Artikel 10 der Verfassung der DDR 1974
  8. Neues Deutschland vom 3. Februar 2009, abgerufen am 21. Juli 2010

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