Bayerische Staatsoper
Nationaltheater am Max-Joseph-Platz, Hauptspielort der Bayerischen Staatsoper

Die Bayerische Staatsoper zählt zu den renommiertesten Opernhäusern der Welt und kann auf eine beachtliche Geschichte und Tradition zurückblicken. Europaweit beachtete Uraufführungen fanden bereits um 1700 statt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Münchens erstes Opernhaus wurde 1657 am Salvatorplatz errichtet und kann damit als ältestes im deutschsprachigen Raum gelten (abgesehen von der Wiener Hofoper, die gleichfalls auf den Beginn des 17. Jahrhunderts zurückgeht). 1751 wurde das Theater in der Residenz der Hauptspielort, in dem der Hof vor allem italienische Opern spielen ließ – hier wurde 1781 Mozarts Idomeneo uraufgeführt. Ein großes Königliches Hof- und Nationaltheater wurde von 1810 bis 1817 erbaut. Es musste zweimal wiedererrichtet werden: einmal nach einem Großbrand 1823–25 und nach dem Zweiten Weltkrieg 1958–63.

Heute bietet die Münchner Staatsoper – zusammen mit dem Bayerischen Staatsballett – einen dichten Repertoirebetrieb mit fast 350 Opern- und Ballettaufführungen im Jahr. Die Vorstellungen finden im Nationaltheater am Max-Joseph-Platz, im Prinzregententheater oder im Alten Residenztheater (Cuvilliés-Theater) statt. Im Juni 2010 fanden auch erstmals Vorstellungen in dem temporären, für die Opernfestspiele 2010 erstellten Pavillon 21 MINI Opera Space statt. Das Opernhaus wird vom Bayerischen Staatsorchester bespielt.

Seit 1875 werden hier auch die Münchner Opernfestspiele veranstaltet, weltweit eines der wichtigsten Musikfestivals.

Die detaillierte Geschichte und Architektur des Hauses werden im Artikel Nationaltheater München beschrieben.

Intendanten

Amtszeit Intendant
1824 bis 1833 Johann Nepomuk von Poißl
1868 bis 1892 Karl von Perfall
1893 bis 1906 Ernst von Possart
1907 bis 1912 Albert Freiherr von Speidel
1912 bis 1918 Clemens von Franckenstein
1918 Viktor Schwanneke (interimsweise)
1919 bis 1924 Karl Zeiss
1924 bis 1934 Clemens von Franckenstein
1934 bis 1935 Hans Knappertsbusch (interimsweise)
1935 bis 1938 Oskar Walleck
1938 bis 1940 Clemens Krauss (Staatsoperndirektor)
1945 bis 1952 Georg Hartmann
1952 bis 1967 Rudolf Hartmann
1967 bis 1976 Günther Rennert
1976 bis 1977 Wolfgang Sawallisch (interimsweise)
1977 bis 1982 August Everding
1982 bis 1993 Wolfgang Sawallisch (Staatsoperndirektor)
1993 bis 2006 Sir Peter Jonas
2006 bis 2008 Kent Nagano (Künstlerische Gesamtleitung), Roland Schwab und Ulrike Hessler (Direktorium)
ab 2008 Klaus Bachler

Musikdirektoren

Wenn im folgenden nicht anders angegeben, ist der Titel der musikalischen Leiter der Hof- bzw. Staatsoper seit 1836 Generalmusikdirektor.

Amtszeit musikalischer Leiter Titel
1836 bis 1867 Franz Lachner
1867 bis 1869 Hans von Bülow Hofkapellmeister
1870 bis 1877 Franz Wüllner Hofkapellmeister
1872 bis 1896 Hermann Levi
1894 bis 1896 Richard Strauss Hofkapellmeister
1901 bis 1903 Hermann Zumpe
1904 bis 1911 Felix Mottl Hofoperndirektor
1913 bis 1922 Bruno Walter
1922 bis 1935 Hans Knappertsbusch
1937 bis 1944 Clemens Krauss
1945 Hans Knappertsbusch
1946 bis 1952 Sir Georg Solti
1952 bis 1954 Rudolf Kempe
1956 bis 1958 Ferenc Fricsay
1959 bis 1968 Joseph Keilberth
1971 bis 1992 Wolfgang Sawallisch
1993 bis 1998 Peter Schneider Chefdirigent
1998 bis 2006 Zubin Mehta
2006 bis 2013 Kent Nagano
ab 2013 Kirill Petrenko

Uraufführungen

Eine Veröffentlichung[1] der Bayerischen Staatsoper verzeichnet im Zeitraum von 1818 bis 2001 106 Opernuraufführungen. Demgemäß ist die folgende Auflistung nicht als vollständig zu betrachten.

Ensemblemitglieder der Vergangenheit

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Kraftwerk der Leidenschaft – Die Bayerische Staatsoper, S. 129–132

Literatur

  • Bayerische Staatsoper (Hrsg.): Kraftwerk der Leidenschaft – Die Bayerische Staatsoper. Prestel-Verlag München 2001. ISBN 3-7913-2628-7

Weblinks

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