Beberbach (Schunter)
Beberbach
Gewässerkennzahl DE: 482894
Lage Niedersachsen, Deutschland
Flusssystem Aller
Abfluss über Schunter → Aller → Weser → Nordsee
Quelle östlich von BevenrodeVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Quellhöhe ca. 93 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Braunschweig-Wenden in die Schunter
52.32692710.51792967

52° 19′ 37″ N, 10° 31′ 5″ O52.32692710.51792967
Mündungshöhe 67 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 26 m
Länge 6 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 13,9 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen

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Großstädte BraunschweigVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Der Beberbach ist ein Bach auf dem südlichen Rand der Papenteicher Hochfläche und im nördlichen Stadtgebiet von Braunschweig. Der Bach hat ein Einzugsgebiet von etwa 14 km² und mündet in die Schunter, kurz bevor diese in die Oker mündet.

Inhaltsverzeichnis

Topographie

Der Bach entsteht nördlich der Stadt Braunschweig, östlich des Ortes Bevenrode in einem kleinen Laubwald. Von seiner Quelle aus fließt er in Richtung Westen und nördlich an Waggum vorbei in Richtung Wenden. Hier mündet der Bach in die Schunter.

Renaturierung

Nachdem er seinen Quellwald verlassen hat, fließt der Beberbach in seinem Oberlauf vor allem durch intensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen. Hierfür wurde er in den 1950er und 1960er Jahren ausgebaut, begradigt und mit Faschinen befestigt. Nachdem die Faschinen lange nicht repariert wurden, sind diese heute fast völlig verschwunden und der Bach schafft sich langsam wieder ein gewundenes Bett.

Im Jahr 1999 hat sich eine Aktionsgruppe, bestehend aus dem lokalen Angelverein, dem Umwelt-, Forst- und Bundesvermögensamt, dem Unterhaltungsverband Schunter, dem Straßenbauamt Wolfenbüttel und einheimischen Landwirten gebildet. Im darauf folgenden Jahr wurden im Mittellauf im Bereich Wenden die ersten Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt. Im Zuge dieser Maßnahmen wurde dem Beberbach ein breiter Auebereich geschaffen, der bereits bei leicht erhöhtem Wasserstand überflutet wird. Weitere Abschnitte des alten Bachlaufes wurden mit Steinbarrieren an der Gewässersohle strukturreicher gestaltet. Ein weiterer Effekt der Steinbarrieren ist das Entstehen von Kolken, die das Wasser bei der Trockenfallung des Baches halten. Heute ist der Bach auf etwa 2 Kilometern in ein natürliches Bett zurückgekehrt.

Flora und Fauna

Der Beberbach ist zwar an weiten Strecken von Bäumen gesäumt, trotzdem gibt es noch längere Strecken ohne schattenspendende Ufergewächse. Der Gewässergrund besteht aus Sand, Schluff und Kies. Der Gewässergütebericht 2002 des Landes Niedersachsen stuft den Beberbach als kritisch belastet (Güteklasse II-III) ein. Hauptgrund für diese Einstufung ist das regelmäßige Trockenfallen des Baches. Dementsprechend setzt sich auch die Lebensgemeinschaft in dem Bach vorwiegend aus Organismen zusammen, die an nur periodisch wasserführende Gewässer angepasst sind. Nur etwa 30% der gefundenen Organismen konnten als typische Fließwasserorganismen identifiziert werden. Es finden sich 9 Tierarten die auf der Roten Liste des Landes Niedersachsen geführt werden:

Daneben finden sich eine Reihe von Fischen im Beberbach, vor allem in den renaturierten Bereichen, wie zum Beispiel die Bachschmerle, Stichlinge, Gründlinge, Flussbarsche, Schlammpeitzger, Rotaugen, Döbel und Hechte. Die mit Abstand am häufigsten vorkommenden Fischarten sind dabei die Bachschmerle und Stichlinge.

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