Division (Militär)
Taktisches Zeichen einer Infantriedivision

Eine Division ist ein militärischer Großverband, der sich in den verschiedenen Teilstreitkräften und Staaten unterschiedlich zusammensetzen kann. Eine Division besteht üblicherweise aus ca. 10.000 bis 30.000 Soldaten. Unterstellt sind der Division Kampftruppenbrigaden und selbständige Divisionsbataillone oder -regimenter der Kampfunterstützungstruppen, Unterstützungstruppe und Führungstruppen. Unterstellt ist die Division meist einem Korps.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Grundsätzlich wird der Begriff Division für einen Großverband der Landstreitkräfte verwandt. Divisionen in anderen Teilstreitkräften orientieren sich meist an der personellen Größenordnung einer Heeresdivision. Abweichend davon gibt es jedoch in den Seestreitkräften auch erheblich davon abweichende Organisationsformen mit der Bezeichnung Division (s. u.) wie eine Schiffsdivision die einer Abteilung entspricht.

Heer

Eine Division ist im Heer ein militärischer Großverband, der sich aus mehreren Regimentern oder Brigaden sowie verschiedenen Divisions-Unterstützungstruppen zusammensetzt.

Divisionen sind bei den Landstreitkräften taktische Großverbände, die zum Gefecht der verbundenen Waffen befähigt sind. In den Weltkriegen mit ihren Millionenheeren kamen ihnen oft rein taktische Aufgaben zu. Typisch ist eine Gliederung in 2-3 Regimenter oder Brigaden Kampftruppe aus Infanterie, Kavallerie, Panzertruppe, 1 Regiment oder Brigade Artillerie, sowie grundsätzlich in Bataillonsstärke verschiedene Kampfunterstützungstruppen wie Pioniere, Sanitäter, Logistiktruppen, Panzerabwehrtruppen, geführt von einem Divisionsstab mit einem Divisionskommandeur im Generalsrang. Die typische Sollstärke einer Division liegt zwischen 10.000 und 20.000 Soldaten, in manchen Fällen, wie etwa bei der US-Armee während des Ersten Weltkrieges, auch darüber.

Geschichte

Vorgeschichte

Der Begriff Division bezeichnete ursprünglich einen Teil einer beliebig großen Einheit. So führte Herzog Ferdinand von Braunschweig im Siebenjährigen Krieg eine aus den Kontingenten der Bundesgenossen Preußens zusammengesetzte „Division“, die aus allen Waffengattungen bestand. Als fester Terminus bezeichnete „Division“ bis zum Ende des 18. Jahrhunderts in der Regel eine Teileinheit eines Bataillons.

Über die Brauchbarkeit, von ihm Legion genannt, taktischer Formationen aus Infanterie, Kavallerie und Artillerie formulierte 1757 der französische Marschall Moritz von Sachsen in seinen Rêveries Betrachtungen.[1] Eine zwischen Brigaden/Regimentern und der Armee stehende organisatorische Struktur im Sinne einer heutigen Division wurde erstmals im Frankreich während des siebenjährigen Krieges geschaffen. Es handelte sich hierbei jedoch um reine Marschverbände, die nach der Herstellung der Linienformation keine taktische Funktion mehr erfüllten. Ihre Aufgabe war es ausschließlich den Übergang von der Marschformation in Linie zu beschleunigen und zu ordnen, nachdem eine französische Armee bei Roßbach noch während dieses Manövers von einem weit unterlegenem preußischen Heer geschlagen worden war.

Wohl eine taktische Funktion, jedoch keine administrative Dauerhaftigkeit hatten behelfsmäßig gebildete, frei manövrierende, gemischte preußische Verbände in der Schlacht bei Freiberg[2] und der Schlacht bei Vellinghausen, die das strikte Muster der Lineartaktik durchbrachen, aber Ausnahmeerscheinungen ohne weitere Nachwirkung im preußischen Heer blieben. Eingang in die zeitgenössische militärische Theorie fanden derartige Formationen in Guiberts Essai général de tactique von 1770 und Píerre Joseph de Bourcets Principes de la Guerre de Montagnes von 1775, die damit die weitere Entwicklung taktischer Großverbände in den Revolutionskriegen andeuteten: Kolonnen aus Kavallerie, Infanterie und Artillerie, die zentral durch einen Stab geführt, auf mehreren Operationslinien vorrückten um ein gemeinsames operatives Ziel zu erfüllen.[3] In technischer Hinsicht verbesserte die Reform der französischen Artillerie durch Gribeauval die Möglichkeit der Kooperation von Feldartillerie mit den anderen Waffengattungen.

Entstehung in den Koalitionskriegen

Divisionen im heutigen Sinn, sowohl als dauerhafter administrativer Verband, als auch als selbstständig operierende Einheit einer Armee, entstanden in Folge der Französischen Revolution unter dem Eindruck des ersten Koalitionskrieges. Wegen der großen Ausdehnung der französischen Streitkräfte durch Freiwillige und die Levée en masse auf über 1 Million Soldaten, sowie durch die Unerfahrenheit vieler militärischer Führer, machte sich eine Führungsebene zwischen den Armeebefehlshabern und den Regimentern notwendig. Diese wurde unter maßgeblicher Beteiligung von Lazare Nicolas Marguerite Carnot durch Dekret des Nationalkonvents und des Wohlfahrtsausschusses 21. Februar 1793 geschaffen. Zumindest auf dem Papier wurden die Streitkräfte der Republik nunmehr in Divisionen, Brigaden und Halbbrigaden, gegliedert. Die Infanterieregimenter wurden aufgelöst. Die Divisionen bestanden dabei aus zwei Infanteriebrigaden zu zwei Halbbrigaden mit je drei Bataillonen, einem Kavallerieregiment sowie 32 Feldgeschützen. Kavalleriedivisionen mit berittener Artillerie wurden ebenfalls gebildet. Es handelte sich also um Verbände verbundener Waffen, die als Teil einer größeren Streitmacht eigene Kampfaufgaben selbstständig erfüllen konnten. Damit vereinfachte sich die Führung größerer Streitkräfte und ihre Flexibilität stieg, da den Divisionen jeweils Teilaufgaben übertragen werden konnten. Als vorteilhaft erwies sich auch die Möglichkeit die Gesamtstreitmacht in Divisionskolonnen auseinandergezogen marschieren zu lassen, da so die „Versorgung aus dem Land“ erfolgen konnte und der Bedarf an großen, hinderlichen Trains abnahm.

Ein hervorragendes Beispiel, wie die neue Gliederung die Operation größerer Verbände positiv beeinflusste, stellt die Schlacht bei Wattignies nahe Maubeuge am 15. und 16. Oktober 1793 dar, bei dem es dem französischen Befehlshaber Jean-Baptiste Jourdan gelang, nach einem schnellen Vormarsch auf breiter Front und einem ersten gescheiterten Angriff, seine Truppen schnell umzugruppieren und die österreichischen Truppen auszumanövrieren und zu schlagen. Eine derartige Expertise im Umgang mit den neu geschaffenen Verbänden war allerdings bis zum Ende des ersten Koalitionskrieges eher selten. Vielfach wurde die Kooperation zwischen den einzelnen Divisionen eines Befehlshabers vernachlässigt, so dass es den Koalitionsstreitkräften gelang Divisionen einzeln zu zerschlagen. Aus diesem Grund wurde diese Innovation lange Zeit Napoléon Bonaparte zugeschrieben, der sie, durch die Schaffung eines neuen operativen Großverbandes in Gestalt der Armeekorps, noch einmal entscheidend verbesserte.

Die Gliederung der Armee in Divisionen wurde, unter dem Eindruck der militärischen Erfolge Napoleons, bald von anderen Streitkräften übernommen. So wurde 1805 die gesamte Preußische Armee auf Vorschlag Scharnhorsts in Divisionen gegliedert. Allerdings wurde auch die gesamte Kavallerie den einzelnen Infanteriedivisionen zugeteilt, die dadurch die Möglichkeit verlor, massiert am Schwerpunkt des Gefechts eine Entscheidung herbeizuführen.

Deutscher Bund

Im Bundesheer des Deutschen Bundes waren die Divisionen je nach truppenstellenden Staaten unterschiedlich gegliedert.
Eine Infanterie-Division der Württembergischen Armee bestand im Frieden aus

  • zwei Infanterie-Brigaden zu zwei Infanterie-Regimentern.

Im Deutschen Krieg 1866 bestand die 1. (königlich württembergische) Division im VIII. Bundes-Armee-Korps [4] aus

  • 3 Infanterie-Brigaden zu je zwei Infanterie-Regimentern, einem Jäger-Bataillon, einer Artillerie-Batterie sowie einem Sanitäts-Zug,
  • einer Kavallerie-Brigade und
  • Divisions-Pionieren.

1830 wurde aus den Kontingenten der kleinen Bundesstaaten eine Reserve-Division gebildet, die im Konfliktfall die Bundesfestungen verstärken sollte.

Deutsches Kaiserreich

Im Heer des Deutschen Reiches 1871–1918 bestand im Frieden eine (Infanterie-)Division aus:

  • zwei Infanterie-Brigaden zu je zwei Infanterie-(Grenadier-/Füsilier-)Regimentern
  • einer Kavallerie-Brigade zu zwei Kavallerie-Regimentern
  • einer Feldartillerie-Brigade zu zwei Feldartillerie-Regimentern

Divisionstruppen gab es, im Gegensatz zu einigen anderen Armeen, noch nicht - Pioniere, Jäger, Fußartillerie und Train waren stattdessen den übergeordneten Armeekorps als Korpstruppen unterstellt.

Bei der Mobilmachung zum Ersten Weltkrieg wurde aus Reservisten eine gleiche Anzahl Reserve-Divisionen nach gleichem Muster gebildet. Die Divisionskavallerie der Infanterie-Divisionen wurde auf ein Regiment vermindert, aus den freigewordenen Kavallerie-Regimentern wurden insgesamt zehn Kavallerie-Divisionen zu je sechs Regimentern gebildet. Die einzige stehende Kavalleriedivision war im Frieden die preußische Garde-Kavallerie-Division.

Ab 1915 wurden die meisten Divisionen umgegliedert. Sie bestanden ab da aus:

  • einer Infanterie-Brigade zu drei Infanterie-Regimentern
  • einem Feldartillerie-Regiment
  • einer Kavallerie-Eskadron
  • Divisionstruppen (Fernsprech-Abteilung, Pionier-Bataillon, Minenwerfer-Kompanie, Sanitäts-Kompanie, Feldlazarette, Divisions-Kraftwagen-Kolonne, Pferde-Lazarett)

Die zuvor zweigliedrigen Infanterie-Brigaden und Artillerie-Regimenter wurden im Ausgleich dreigliedrig.

Österreich-Ungarische Armee

In den Streitkräften Österreich-Ungarns hieß die Division Truppendivision (Kavallerie-Truppendivision / Infanterie-Truppendivision). Die Bezeichnung Division als solche blieb Verbänden in Bataillonsstärke vorbehalten. (Train Division / Haubitz Division). Geführt wurden sie von einem Feldmarschalleutnant.

Bei der österreichisch-ungarischen Kavallerie gab es bis 1860 ebenfalls die Bezeichnung Division. Ein Regiment der Kavallerie bestand in der Regel ursprünglich aus drei bis vier (in der Ausnahme auch mehr) Divisionen. Mit Division wurde hier ein Verband in Bataillonsstärke bezeichnet. Jede Division hatte drei Eskadronen, deren jede wiederum aus zwei Kompanien bestand. Die Anzahl der Reiter in den einzelnen Teileinheiten schwankte, lag jedoch normalerweise bei etwa 80 Reitern je Kompanie, bzw. 160 Reitern je Eskadron.

Die einzelnen Divisionen wurden nach ihren formalen Führern innerhalb des Regiments benannt:

  • die 1. Division war die Oberst-Division
  • die 2. Division war die Oberstlieutenant (Oberstleutnant)-Division
  • die 3. Division war die Majors-Division
  • die 4. Division war die 2. Majors-Division
  • die 5. Division (soweit vorhanden) war die 3. Majors-Division


Siehe auch: Liste der Großverbände der k.u.k. Armee

Reichswehr

In der Reichswehr der Weimarer Republik war eine Division (ohne weiteren Zusatz im Namen) eine Infanterie-Division. Der zweite in der Reichswehr bestehende Divisionstyp war die Kavallerie-Division.
Einzelheiten siehe Division (Reichswehr)

Wehrmacht

Stander des Kommandeurs einer deutschen Division, 1933-1945

Bei den Landstreitkräften der Wehrmacht gab es folgende Typen von Divisionen:

Den Divisionen der Wehrmacht unterstanden meist zwei bis drei Regimenter der jeweiligen Truppengattung als Kampfverbände sowie Unterstützungsverbände.

Innerhalb der oben genannten Divisionstypen gab es unterschiedliche Gliederungen je nach Aufstellungsjahr oder Aufstellungsbefehl. (Siehe Aufstellungswelle) Die größte Anzahl wies die Truppengattung Infanterie auf, von denen ein Teil motorisiert wurden. Nach Aufstellung von Panzerdivisionen wurden diese Infanteriedivisionen mot. als Panzergrenadierdivision bezeichnet. Wesentlicher Unterschied der Jägerdivsion zu einer Infanteriedivision war, dass sie nur aus zwei Jägerregimentern im Gegensatz zu den drei Infanterieregimentern der Infanteriedivision bestand. Im Laufe weiterer Aufstellungswellen galt dies kriegsbedingt jedoch teilweise auch für andere Divisionen.

Im folgenden ist die Gliederung einer normalen Infanteriedivision der 1. Welle [A 1] dargestellt. Eine Infanteriedivision der 1. Welle hatte einen Soll-Bestand von 534 Offizieren, 2701 Unteroffizieren, 14.397 gemeinen Soldaten und 102 Beamten. Bis 1945 verringerte sich die Sollstärke einer deutschen Infanteriedivison auf 11.909 Mann, davon 352 Offiziere, 1947 Unteroffiziere, 9581 Mannschaften und 29 Beamte. Jedoch wurde die Sollstärke gegen Kriegsende fast nie erreicht. [5]

Nationale Volksarmee

Die Landstreitkräfte der NVA der DDR verfügten über sechs aktive und fünf Mobilmachungsdivisionen. Es gab zwei Typen:

Die NVA Luftstreitkräfte verfügten über folgende Divisionen:

Bundeswehr 1956 - 1990

Stander des Kommandeurs einer Panzerdivision der Bundeswehr

In der Teilstreitkraft Heer der Bundeswehr gab es verschiedene Divisionstypen.

In den Heeresstrukturen II (1959 bis 1970) bis V (1990 bis 1992) bestand

  • eine Panzerdivision aus 2 Panzerbrigaden und einer Panzergrenadierbrigade
  • eine Panzergrenadierdivision aus 2 Panzergrenadierbrigaden und einer Panzerbrigade
  • sowie Divisionstruppen in Regiments- oder Bataillonsstärke

daneben gab es

Im Rahmen der Truppenreduzierung wurden beide Divisionen aufgelöst.

In der Heeresstruktur III wurden die 2. und 4. Panzergrenadierdivision in eine

  • Jägerdivision

umbenannt: Eine Panzergrenadierbrigade wurden jeweils in eine Jägerbrigade umgegliedert. Mit der Heeresstruktur IV wurde dies unter gleichzeitiger Umbenennung wieder rückgängig gemacht.

Heutige Gliederung von Heeresdivisionen

Deutschland seit 1990

Mit der Heeresstruktur V (N) (1993 bis 1997) wurden die Panzer- und Panzergrenadierdivisionen einheitlich in eine

  • mechanisierte Division mit 3 gleich gegliederten Brigaden umgewandelt, behielten aber aus Traditionsgründen ebenso wie die Brigaden ihren bisherigen Namen.

Beispielhaft die Gliederung einer modernen mechanisierten Division:

In der Heeresstruktur „Neues Heer für neue Aufgaben“ (1997 bis 2001) wurde 2001 die

neu aufgestellt.

Mit der Struktur Heer der Zukunft (2001 bis 2006) im Rahmen der Transformation der Bundeswehr wurde 2002 die

neu aufgestellt.

Gleichzeitig erfolgte die Kategorisierung des Heeres in Eingreif-, Stabilisierungs- und Unterstützungskräfte und damit eine weitere Typisierung der noch verbliebenen normal durchnummerierten Divisionen.

Österreich

Schweiz

In der Schweiz wird die Division von einem Divisionär geführt.

Marine

Geschichte

In den deutschen Marinen gab es den Begriff der Division auf drei unterschiedlichen Ebenen.

Erstens gab es Divisionen als Organisationsverbände der Divisionsebene wie bei der Luftwaffe. In der Bundesmarine gab es zeitweise drei Divisionen:

Diese Organisationsform existiert in der heutigen Deutschen Marine nicht mehr.

Divisionsstander als Kommandozeichen einer Schiffs- oder Bootsdivision

Des Weiteren werden die Teilverbände eines Geschwaders als Divisionen bezeichnet. In den Linienschiffgeschwadern der Kaiserlichen Marine gab es eine feste Einteilung in zwei Divisionen. Zurzeit wird die Divisionseinteilung nur in Bootsgeschwadern vorgenommen, die geschlossen als taktischer Verband eingesetzt werden.

Zum dritten wurden bis in die 1980er Jahre die Schiffs- und Bootsbesatzungen in Divisionen eingeteilt. Die Division mit der Untergliederungsform der Korporalschaft war eine truppendienstliche Organisationsform, während die Besatzung fachlich in Hauptabschnitte und Abschnitte untergliedert war. Weil diese beiden Organisationsformen im Wesentlichen miteinander übereinstimmten, wurde die Divisionsgliederung abgeschafft.

In historischen deutschen Marinen wie der preußischen und der Kaiserlichen Marine wurde die Bezeichnung Division für Ausbildungeinheiten verwandt, die etwa Bataillonsstärke hatten und mit heutigen Lehrgruppen zu vergleichen sind. Bei jeder Marinestation gab es eine Matrosendivision für die Ausbildung des seemännischen und Waffenpersonals und eine Werftdivision, in der die Schiffstechniker ausgebildet wurden.

Heutiger Gebrauch

Die deutsche Marine nutzt den Begriff Division nur noch zur Einteilung in Bootsgeschwadern, die geschlossen als taktischer Verband eingesetzt werden. Dabei führt in der Regel der Geschwaderkommandeur die erste Division seines Geschwaders und der S 3-Stabsoffizier und Stellvertreter die zweite Division, jeweils bestehend aus zwei bis fünf Booten. In Ausnahmefällen kann ein erfahrener Bootskommandant als Führer einer dritten Division eingeteilt werden.

Einige andere Marinen kennen Divisionen als Gliederung von Schiffsverbänden. Auch heute noch gibt es z. B. bei den japanischen See-Selbstverteidigungsstreitkräften Divisionen als Organisationsverband.

Luftstreitkräfte

Luftwaffe der Wehrmacht

Luftstreitkräfte/Luftverteidigung der NVA

Die Luftstreitkräfte/Luftverteidigung der NVA verfügten mit der 1. Luftverteidigungsdivision (1.LVD) und 3. LVD über zwei Großverbände, die bereits im Frieden im Diensthabenden System der Luftverteidigung und im Krieg unter Führung des Kommandos Luftstreitkräfte/Luftverteidigung für Gefechtsaufgaben vorgesehen waren. In einem weiteren Divisionsäquivalent, dem 1981 aufgestellten Führungsorgan der Front- und Armeefliegerkräfte (FO FAFK), aus dem 1984 das Führungsorgan Front- u. Militärtransportfliegerkräfte (FO FMTFK) hervorging, wurden die Luftangriffs-, Luftaufklärungs- und Lufttransportkräfte zusammengefasst. Diese Verbände hätten im Krieg ihr Unterstellungsverhältnis geändert, dem FO FMTFK wäre keine Führungsaufgabe zugefallen.

siehe Hauptartikel: Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee

Luftwaffe der Bundeswehr

In der Bundeswehr haben Luftwaffendivisionen keinen Auftrag zur selbstständigen Gefechtsführung. Vielmehr dienen sie zur truppendienstlichen Organisation von Verbänden (Geschwader, Regiment, Bereich) und Dienststellen.

siehe Hauptartikel: Luftwaffendivision

Verweise

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Division – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Literatur

  • Histories of the two hundred and fifty one divisions of the German Army which participated in the war (1914-1918). Intelligence section, General Staff, American Expeditionary Force, London. Reprint 1989.
  • Christoph Rass: "Menschenmaterial": Deutsche Soldaten an der Ostfront: Innenansichten einer Infanteriedivision 1939-1945. Paderborn/München 2003. ISBN 3-506-74486-0
  • Hew Strachan: European Armies and the Conduct of War, London 2005. ISBN 0-415-07863-6
  • Hein: Das kleine Buch vom Deutschen Heere, Verlag Lipsius & Tischer, Kiel und Leipzig, 1901; Reprint Weltbildverlag, Augsburg, 1998, ISBN 3-8289-0271-5
  • Der Feldzug von 1866 in Deutschland, Redigiert von der kriegsgeschichtlichen Abteilung des Großen Generalstabes. Berlin, Mittler 1867, Anlagenband Anlage 28

Einzelnachweise

  1. de Saxe, Maurice: Mes rêveries ouvrage posthume. Amsterdam, Leipzig 1757, S. 108ff. Digitalisat
  2. Scharnhorst, Gerhard von: Relation der Schlacht bey Freyberg, zwischen der Preussischen Armee unter dem Prinzen Heinrich und der Oesterreichischen und Reichsarmee unter dem Prinzen von Stolberg, den 29sten Oct. 1762. In: Neues militärisches Journal 6 (1792), S. 25-59. Digitalisat
  3. Bourcvets, Píerre Joseph de: Principes de la Guerre de Montagnes. Paris 1888, bes. S. 61ff. Digitalisat Guibert, Jacques Antoine Hippolyte: Essai général de tactique. 2 Bde. London 1770, 1772, bes. Bd. II, S. 169ff. Digitalisat
  4. Der Feldzug von 1866 in Deutschland, Anlagenband Anlage 28
  5. Günter Wegmann:Das Kriegsende zwischen Ems und Weser 1945, H. Th. Wenner, Osnabrück, 2000, S.349

Anmerkungen

  1. Die Einteilung in Wellen bezeichnet unterschiedliche Gliederungen und Ausrüstungen (STAN) von Heeresdivisionen der Wehrmacht.

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