Division Luftbewegliche Operationen
Division Luftbewegliche Operationen
Wappen der Division Luftbewegliche Operationen
Verbandsabzeichen
Aufstellung 1. Juli 2002
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Heer with lettering.svg Heer
Typ z.T. luftmechanisierte Division aus Eingreif-/ und Stabilisierungskräften
Unterstellte
Truppenteile

StKp DLO.jpg Stab
Coat of Arms of the GE FmBtl DSO.svg Fernmeldebataillon DLO
Verbandsabzeichen des HTrKdo Heerestruppenbrigade
Wappen Luftbewegliche Brigade 1 Luftbewegliche Brigade 1
HMK 12.svg Heeresmusikkorps 12
Wappen Transporthubschrauberregiment 15 mittleres Transporthub- schrauberregiment 15
Wappen Transporthubschrauberregiment 25 mittleres Transporthub- schrauberregiment 25
Wappen Transporthubschrauberregiment 30 Transporthubschrauberregiment 30

Stärke 14.500 Mann
Unterstellung HFüKdo.svg Heeresführungskommando
Sitz des Stabes Veitshöchheim
Motto Nach vorn
Kommandeur
Kommandeur Generalmajor Erhard Drews
Stellvertretender Kommandeur Brigadegeneral Ernst-Otto Berk

Die Division Luftbewegliche Operationen (DLO) ist mit einer Mannstärke von 14.500 Soldaten eine der größten Divisionen des Heeres. Der Sitz des Stabes ist Veitshöchheim. Durch ihre Hubschrauberregimenter ist sie der wesentliche Träger der Luftbeweglichkeit im Heer, auf die andere Divisionen zurückgreifen können. Einen weiteren wesentlichen Unterstützungsbeitrag für die Stabilisierungsdivisionen leistet die eingegliederte Heerestruppenbrigade. Außerdem führt die Division luftbewegliche Infanteriekräfte. Die Division ist in Teilen als Verband der Eingreifkräfte klassifiziert. Seit 12. Februar 2009 wird die Division von Generalmajor Erhard Drews geführt.

Inhaltsverzeichnis

Auftrag

Die Division plant und führt luftbewegliche Operationen zum Zweck der Landesverteidigung, Krisenbewältigung oder für (multinationale) Operationen in Einsatzgebieten außerhalb Deutschlands. Weiterhin kann die Division im nationalen Maßstab Führungsaufgaben für Katastrophenhilfe und humanitäre Einsätze übernehmen. Das Divisionskommando ist zur Erfüllung multinationaler Einsätze im Rahmen von NATO und EU als Framework Headquarters aufgestellt. Die Division hält einen Stab erhöhter Verfügbarkeit im Rahmen des internationalen Krisenmanagements, sowie einen Stab Übungen und Einsätze bei NATO- und EU-Operationen vor. In diesen Stäben können bei Bedarf Soldaten anderer Nationen integriert werden. Die Division greift hierbei auf ihre Erfahrungen in der engen Kooperation mit der 11 Luchtmobiele Brigade (Niederlande) zurück.

Verbandsabzeichen und Motto

Das Verbandsabzeichen der Division zeigt einen fliegenden schwarzen Adler auf silbernem Grund, der die Schwingen nach oben streckt und ein Schwert in den Klauen hält. Außerdem zeigt das Wappen unter dem Adler einen roten Pfeil. Der silberne Grund symbolisiert Einsatzfreude, der Adler Stärke, Mut und Tapferkeit und den Kampf aus der Luft. Die heraldisch ungewöhnliche Art seiner Darstellung mit nach oben gestreckten Schwingen steht für das Ausholen zu neuer Kraftentfaltung. Das Schwert demonstriert Schlagkraft und Eindringtiefe. Der raumüberspannende Pfeil verdeutlicht die dritte Dimension, Raumtiefe und Dynamik der Division. Die silberne Kordelumrandung zeigt den Status als Division an. Der bordeauxrote innere Rand korrespondiert mit der traditionellen Barettfarbe der Heeresflieger und Luftlandetruppen. Das Motto der Division lautet wie der Wahlspruch der HeeresfliegerNach Vorn“.

Gliederung

Gliederung
Waffenträger Wiesel 1
  • Internes Verbandsabzeichen Stab/Stabskompanie Division Luftbewegliche Operationen, Veitshöchheim

Divisionstruppen

Luftbewegliche Brigade 1

Verbandsabzeichen Luftbewegliche Brigade 1

Heerestruppenbrigade

Verbandsabzeichen Heerestruppenbrigade

Hinweis: Truppenteile der Heerestruppenbrigade verstärken ad hoc die Stabiliserungsbrigaden. 2008 aus Heerestruppenkommando hervorgegangen.

  • Internes Verbandsabzeichen Stab/ Stabskompanie Heerestruppenbrigade, Bruchsal
    • Internes Verbandsabzeichen ABC-Abwehrregiment 750, Bruchsal (Beiname: „Baden“)
    • internes Verbandsabzeichen ABC-Abwehrbataillon 907, Bruchsal (Couleur: ABC-Abwehrregiment 750. Nicht aktiv. Kein eigenes Großgerät vorhanden bzw. langzeitlagernd.)
    • Internes Verbandsabzeichen ABC-Abwehrkompanie 955, Bruchsal (Couleur: ABC-Abwehrregiment 750. Vorgesehen für ZMZ koordiniert durch Dienststellen der SKB. Teilaktiv. Großgerät wird am örtlichen ZMZ-Stützpunkt vorgehalten.)
    • Internes Verbandsabzeichen Leichte ABC-Abwehrkompanie 120, Sonthofen
    • Internes Verbandsabzeichen Artillerielehrregiment 345, Kusel
    • Internes Verbandsabzeichen Panzerflugabwehrkanonenbataillon 12, Hardheim (Seit 2010 ohne Gepard. Auflösung bis Ende 2011. Personal zur Aufstellung Sicherungsbataillon 12 herangezogen.[1])
    • Internes Verbandsabzeichen Leichte Flugabwehrraketenbatterie 300, Hardheim (Auflösung bis Ende 2011. Personal zur Aufstellung Sicherungsbataillon 12 herangezogen.[1])
    • Internes Verbandsabzeichen Sicherungsbataillon 12, Hardheim (in Aufstellung. Zur Aufstellung wird Personal von Flugabwehrraketenbatterie 300 und Panzerflugabwehrkanonenbataillon 12 herangezogen. [1])

Geschichte

2002 nahm der Aufstellungsstab seine Arbeit auf. Die Division wurde 2002 in Dienst gestellt und führte zunächst die Luftmechanisierte Brigade 1 (die spätere Luftbewegliche Brigade 1), das Heeresmusikkorps 12 (seit Herbst 2002) und die Heeresfliegerbrigade 3 (letztere seit 1. Oktober 2002). 2003 übernahm die Division die zentrale Einsatzsteuerung der Heeresflieger und ihr wurde das Fernmeldebataillon 4 unterstellt, das 2006 zur Panzerbrigade 12 wechselte. 2007 war der Verband Leitdivision für das 17. Deutsche Einsatzkontingent KFOR und das 8. Deutsche Einsatzkontingent EUFOR. Das Fernmeldebataillon Division Luftbewegliche Operationen wurde im Oktober 2006 neu aufgestellt und unterstand von Anfang an der DLO. Kräfte wurde dazu aus der ehemaligen Stabskompanie der DLO umgegliedert. Am 1. Januar 2007 wurde die Luftmechanisierte Brigade 1 in Luftbewegliche Brigade 1 umbenannt. Am 31. Dezember 2007 wurde die Heeresfliegerbrigade 3 aufgelöst und ihre Regimenter - die Transporthubschrauberregimenter 15, 25 und 30 - mit Transporthubschraubern CH-53 bzw. Bell UH-1D dem Divisionskommando unmittelbar unterstellt. Dieses koordiniert seitdem den Flugeinsatzbetrieb. Das zum Brigadeäquivalent umgerüstete Heerestruppenkommando (jetzt: Heerestruppenbrigade) wurde am 10. Dezember 2007 der DLO unterstellt. 2008 wurde als letzter gepanzerter und luftunbeweglicher Großverband der Division die Panzerbrigade 14 in Neustadt aufgelöst.

Kommandeure

Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung
3 Generalmajor Erhard Drews 12. Februar 2009 ---
2 Generalmajor Carl-Hubertus von Butler 25. August 2005 12. Februar 2009
1 Generalmajor Dieter Budde 2002 25. August 2005

Stellvertretender Kommandeur und Kommandeur Divisionstruppen

Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung
4 Brigadegeneral Ernst-Otto Berk 22. April 2009
3 Brigadegeneral Reinhard Wolski 25. Juli 2006 22. April 2009
2 Brigadegeneral Wolf-Dieter Skodowski 2004 25. Juli 2006 [2]
1 Brigadegeneral Gerhard Stelz 2004 2004

Ausrüstung

Gepanzerte Fahrzeuge

Transporthubschrauber CH-53 G
Kampfhubschrauber Tiger

Hubschrauber

  • Leichter Transporthubschrauber (LTH) Bell UH-1D
  • Mittlerer Transporthubschrauber (MTH) Sikorsky CH-53 G/GS
  • Panzerabwehrhubschrauber (PAH 1) MBB Bo 105 P 1A1
  • Verbindungs- und Beobachtungshubschrauber (VBH) MBB Bo 105 P 1M
  • Unterstützungshubschrauber Tiger
  • Mittlerer Transporthubschrauber (MTH) NH-90

Interne Verweise

Weblinks

Quellen

  1. a b c Uli Reinecke: Aufbruchstimmung in Hardheim: Ausbildung zum Jäger. Bundesministerium der Verteidigung, der Leiter des Presse- und Informationsstabes, 29. April 2011, abgerufen am 18. Mai 2011.
  2. Pressemeldung DLO

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