Singapur

Singapur
சிங்கப்பூர் குடியரசு (Tamil)

Republik Singapura (malai.)
新加坡共和国 (chin.)
Republic of Singapore (engl.)
Republik Singapur

Flagge Singapurs
Wappen Singapurs
Flagge Wappen
Wahlspruch: Majulah Singapura
mal., Vorwärts, Singapur
Amtssprache Tamil, Malaiisch¹, Chinesisch und Englisch²
Hauptstadt Singapur³
Staatsform Republik
Staatsoberhaupt Tony Tan Keng Yam
Regierungschef Lee Hsien Loong
Fläche (176.) 712,4 km²
Einwohnerzahl (117.) 5.076.700[1]
Bevölkerungsdichte (2.) 7126,2 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt nominal (2009)[2] 177.132 Mio. US$ (44.)
Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner 37.293 US$ (20.)
Human Development Index 0.846 (27.)[3]
Währung Singapur-Dollar
Unabhängigkeit 9. August 1965 (von Malaysia)
Nationalhymne Majulah Singapura
Zeitzone UTC+8
Kfz-Kennzeichen SGP
Internet-TLD .sg
Telefonvorwahl +65
(1) Malaiisch ist Nationalsprache
(2) Englisch ist Verkehrs-, Handels- und Verwaltungssprache
(3) Singapur ist ein Stadtstaat.
Singapore in its region (special marker).svg
Sn-map.png

Singapur (amtlich Republik Singapur, englisch Republic of Singapore, malaysisch Republik Singapura, chinesisch 新加坡共和国 Xīnjiāpō Gònghéguó, auch: 新加坡, Tamil சிங்கப்பூர் குடியரசு Ciṅkappūr Kuṭiyaracu) ist ein Insel- und Stadtstaat, der flächenmäßig der kleinste Staat Südostasiens ist.

Inhaltsverzeichnis

Namensherkunft

Der Name „Singapur“ entstammt dem Sanskrit und setzt sich zusammen aus Singha (सिंह siṃhaLöwe“) und Pura (पुर pura „Stadt“), bedeutet also Löwenstadt.

Bei der Besiedlung im 7. und 8. Jahrhundert bekam das damalige Fürstentum zunächst den Namen Temasek („Stadt am Meer“). Der Legende nach flüchtete der hinduistische Prinz und spätere Herrscher Singapurs Sang Nila Utama aus Sumatra im 14. Jahrhundert dorthin. Er war wegen der Heirat mit einer javanischen (buddhistischen) Prinzessin in die politischen Wirren zwischen dem hinduistischen Srivijaya-Reich von Sumatra und dem ebenfalls hinduistischen Majapahit-Reich auf Java geraten. Der Legende zufolge soll der Prinz im dichten Dschungel einen Löwen gesehen haben. Er wollte gegen den Löwen kämpfen, doch sie sahen sich in die Augen, der Prinz senkte sein Schwert, und der Löwe zog sich zurück. Dieses Ereignis war für den Prinzen so beeindruckend, dass er die Stadt fortan Löwen-Stadt nannte. Das Wahrzeichen Singapurs ist seit dem Jahr 1964 der Merlion, ein Fabelwesen mit einem Löwenkopf und einem Fischkörper.

Geographie

Der Staat Singapur liegt südlich der Johorstraße unmittelbar vor dem Südende der Hinterindischen und der Malaiischen Halbinsel, auch Malakka-Halbinsel genannt. Dort befindet er sich zwischen Malaysia im Norden und Indonesien im Süden auf einer Hauptinsel, drei größeren und 56 weiteren kleineren Inseln. Im Süden trennt die Straße von Singapur die Inselgruppe von Indonesien.

Die Stadt Singapur, die den Großteil des Inselstaats einnimmt, liegt bei den Koordinaten: 1° 17′ N, 103° 50′ O1.2833333333333103.83333333333Koordinaten: 1° N, 104° O auf einer Insel, die im Norden durch einen künstlichen Damm, den Johor-Singapore Causeway, mit der Stadt Johor Bahru und im Westen durch eine Brücke, den Second Link, mit dem Festland (Malaysia) verbunden ist. Die höchste Erhebung des Inselstaats ist mit 176 Metern der Bukit Timah Hill im Bukit-Timah-Reservat.

Aufgrund der knappen Landfläche – sie erreicht kaum die Größe Hamburgs – spielt für Singapur die Landgewinnung eine große Rolle. Das Erdmaterial wird dazu von eigenen Bergen, dem Meeresboden oder von Nachbarstaaten entnommen. Dadurch stieg die Landfläche von 581,5 km² in den 1960er Jahren auf heute 710,2 km² und soll bis 2030 noch um etwa 100 km² (800 km²) wachsen.

Das Klima ist tropisch-feucht. Die Temperatur beträgt fast über das ganze Jahr etwas über 28 Grad Celsius. In den Monaten Oktober bis Februar sind die Temperaturen bedingt durch den Monsun nur etwas niedriger als im restlichen Jahr, bei stärkeren Niederschlägen.

Die Insel Sentosa wird manchmal der südlichste Punkt des asiatischen Festlands genannt. Dies ist etwas umstritten, da sowohl Sentosa als auch Singapur Inseln sind, die jedoch mit Dämmen und Brücken mit dem Festland verbunden sind.

Singapur
Klimadiagramm (Erklärung)
J F M A M J J A S O N D
 
 
198
 
30
23
 
 
154
 
31
24
 
 
171
 
31
24
 
 
141
 
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24
 
 
158
 
32
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140
 
31
25
 
 
145
 
31
24
 
 
143
 
31
24
 
 
177
 
31
24
 
 
167
 
31
24
 
 
252
 
31
24
 
 
304
 
30
23
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: WMO
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Singapur
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 29,9 31,0 31,4 31,7 31,6 31,2 30,8 30,8 30,7 31,1 30,5 29,6 Ø 30,9
Min. Temperatur (°C) 23,1 23,5 23,9 24,3 24,6 24,5 24,2 24,2 23,9 23,9 23,6 23,3 Ø 23,9
Niederschlag (mm) 198,0 154,0 171,0 141,0 158,0 140,0 145,0 143,0 177,0 167,0 252,0 304,0 Σ 2.150
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
29,9
23,1
31,0
23,5
31,4
23,9
31,7
24,3
31,6
24,6
31,2
24,5
30,8
24,2
30,8
24,2
30,7
23,9
31,1
23,9
30,5
23,6
29,6
23,3
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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s
c
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l
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198,0 154,0 171,0 141,0 158,0 140,0 145,0 143,0 177,0 167,0 252,0 304,0
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez


Quelle: WMO

Bevölkerung

Skyline von Singapur, 2009

Laut dem statistischen Amt Singapurs betrug die Gesamteinwohnerzahl im Juni 2009 4,8 Millionen Menschen. Die Bürger Singapurs gehören zu unterschiedlichen ethnischen Gruppen:

76,8 Prozent sind Chinesen, 13,8 Prozent Malaien, 7,9 Prozent Inder und 1,4 Prozent andere. Darunter befinden sich laut Singapore Department of Statistics etwa 1,2 Millionen Gastarbeiter und Ausländer.

Singapur hat eine Fertilitätsrate von 1,2 Kindern pro Frau (2011)[4]. 17 Prozent der Bevölkerung sind unter 15 Jahre alt, 9 Prozent sind über 64 Jahre alt (Stand 2011). Die Lebenserwartung bei der Geburt betrug 79 Jahre für Männer und 84 Jahre für Frauen (Stand 2011).[5]

Die korrekte deutsche Bezeichnung für Bürger des Staates Singapur lautet „Singapurer“ bzw. „Singapurerin“; das bisweilen verwendete „Singapuri“ beruht auf falscher Analogie zu anderen Wortbildungen.

Sprachen

Die offizielle Nationalsprache von Singapur ist Malaiisch, aber auch Englisch, Tamil und Chinesisch sind anerkannte Amtssprachen. Im Geschäftsleben wird vor allem Englisch gebraucht, und auch ein Großteil der Schulen sind englischsprachig. Da ein Großteil der chinesischen Bevölkerung aus Südchina kommt, werden in Singapur viele Südchinesische Dialekte gesprochen (z. B. Min Nan). Um den Einfluss des Hochchinesischen zu stärken, startet die Regierung jedes Jahr die sogenannte „Speak Mandarin“-Kampagne.[6]

Religion

In Singapur sind im Wesentlichen folgende Religionen vertreten: Buddhismus (42,5 Prozent der Gesamtbevölkerung), Islam (14,9 Prozent), Taoismus (8,5 Prozent), Hinduismus (4 Prozent), Christentum (14,6 Prozent, davon 3,8 Prozentpunkte Anhänger der römisch-katholischen Kirche Singapurs), andere mit 0,7 Prozent. 14,8 Prozent der Bevölkerung Singapurs bekennen sich keiner Religion zugehörig (Quelle: Census 2000). Die Tätigkeit der Zeugen Jehovas und der Vereinigungskirche ist in Singapur verboten.

Während es in vielen Ländern häufig schwer vorstellbar ist, Institutionen verschiedener Religionen in unmittelbarer Nähe zueinander zu finden, ist dies in Singapur wegen seiner beschränkten Fläche keine Seltenheit. Hinduistische Tempel oder islamische Moscheen befinden sich genauso wie buddhistische Tempel oder Kirchen nebeneinander oder direkt einander gegenüber. Auseinandersetzungen wegen der Enge gibt es nicht. Was als leicht erreichte Harmonie erscheint, ist das Resultat jahrelanger Anstrengung, Gleichberechtigung und Gewährleistung gegenseitigen Respekts. Zum Beispiel halten sich die Kantinen aller staatlichen Schulen an die Halal-Vorgaben – das Halal-Geschirr wird von den anderen getrennt. Die Schüler oder Studenten essen jedoch zusammen; sie bringen nur ihr Geschirr nach dem Essen zu anderen Orten zurück. Dies ist nur einer von vielen Lösungsansätzen in Singapur, die enge Interaktionen zwischen Menschen verschiedener Religion zu ermöglichen und gleichzeitig jedem den Freiraum für seine eigene Religion zu gewährleisten. Der Sri-Mariamman-Tempel mitten in Chinatown ist ein weiteres Beispiel für das ungewöhnliche Zusammenleben der Menschen in Singapur.

Geschichte

Statue von Thomas Stamford Raffles von Thomas Woolner, erbaut am (vermuteten) Landungspunkt.

Die ersten Aufzeichnungen Singapurs stammen aus chinesischen Texten des 3. Jahrhunderts. Die Insel diente als Außenposten des auf Sumatra beheimateten Srivijaya-Reiches. Ursprünglich trug Singapur den javanischen Namen Temasek. Nachdem Temasek anfangs zu einer bedeutenden Handelsstadt aufstieg, verlor es bald wieder an Bedeutung. So kommt es, dass außer ein paar archäologischen Spuren kaum mehr etwas aus jener Zeit erhalten ist.

1819 gründete Sir Thomas Stamford Raffles, Agent der Britischen Ostindien-Kompanie, am alten Handelssitz Singapur die erste Niederlassung. Daher wird er als Gründer des modernen Singapur betrachtet. Die Insel war zuvor nur von 20 malaiischen Fischerfamilien bevölkert und eine Zuflucht für Seeräuber gewesen.

1824 hatte die Kompanie die gesamte Insel vereinnahmt, die sie dem Sultan von Johor für 60.000 Dollar und eine Jahresrente von 24.000 Dollar abkaufte.

Am 1. April 1867 wurde Singapur als Bestandteil der Straits Settlements vor dem Hintergrund weiterer territorialer Expansionen zur britischen Kronkolonie. Bald wuchs die Bedeutung von Singapur als Umschlaghafen aufgrund seiner geographischen Lage entlang der verkehrsträchtigen Schifffahrtswege zwischen China und Europa. Die Einwohnerzahl ganz Singapurs im Jahr 1881 betrug 172.993.

Singapur gegen Ende des 19. Jahrhunderts

Im Zweiten Weltkrieg marschierten Japans Truppen in Malaysia ein und umzingelten die Insel. Die schlecht vorbereiteten britischen Soldaten unter Arthur Percival wurden trotz ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit von der japanischen Armee in der Schlacht um Singapur geschlagen und kapitulierten im Februar 1942. Die Japaner benannten Singapur in Folge in Shōnan-tō (昭南島), kurz für Shōwa no jidai ni eta minami no shima (昭和の時代に得た南の島) „Insel im Süden die in der Shōwa-Zeit gewonnen wurde“, um und hielten es bis zur japanischen Kapitulation im September 1945.

1945 wurde Singapur an die Briten zurückgegeben. 1959 wurde Singapur eine selbstregierte Kronkolonie, die nach den von der People’s Action Party (PAP) gewonnenen Wahlen 1959 von Lee Kuan Yew als erstem Premierminister regiert wurde.

Nach einem landesweiten Referendum 1962 wurde Singapur in eine Föderation mit Malaya, Sabah und Sarawak entlassen und somit am 1. September 1963 vom Vereinigten Königreich unabhängig.

Altes chinesisches Wohn- und Geschäftshaus in der Club-Street, Telok Ayer

Im Herbst 1964 kam es zu massiven Unruhen zwischen chinesischen und nicht-chinesischen Einwohnern. Nach heftigen ideologischen Konflikten zwischen der von der PAP gestellten Regierung und der Föderationsregierung in Kuala Lumpur sowie wegen Befürchtungen auf malaysischer Seite, dass sich die Unruhen über die Grenzen der Stadt ausweiten könnten, wurde Singapur am 7. August 1965 aus der Föderation ausgeschlossen. Zwei Tage später, am 9. August 1965, wurde Singapurs Souveränität als erstes von Malaysia anerkannt. Seither ist dies der Nationalfeiertag.

Die junge und territorial eingeschränkte Nation musste um ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit kämpfen und sah sich mit Problemen wie Massenarbeitslosigkeit, Knappheit an Wohnraum, Ackerland und an Rohstoffen (zum Beispiel Erdöl) konfrontiert.

Während Lee Kuan Yews Amtszeit als Premierminister von 1959 bis 1990 wurde erfolgreich die Massenarbeitslosigkeit bekämpft, der Lebensstandard erhöht und Singapurs Wirtschaftskraft gestärkt. Als einer der vier Tigerstaaten schaffte Singapur innerhalb einer Generation den Sprung vom Entwicklungsland hin zu einer Industrienation.

Am 26. November 1990 übernahm Goh Chok Tong das Amt des Premierministers. Unter seiner Regierung war das Land mit neuen Problemen beschäftigt: 1997 kam ein wirtschaftlicher Einbruch mit der Südostasienkrise, 2003 dämpfte SARS die wirtschaftliche Entwicklung, hinzu kam die terroristische Bedrohung durch die Jemaah Islamiah (JI).

Am 12. August 2004 wurde Lee Hsien Loong, der älteste Sohn von Lee Kuan Yew, in dem nach wie vor von der PAP dominierten Parlament zum dritten Premierminister Singapurs gewählt.

Bis heute gibt es Streitigkeiten mit Malaysia, darunter:

  • Streit über die Wasserversorgung und die Verrechnung der entstandenen Kosten. Wasser wird von Malaysia geliefert und von Singapur aufbereitet. Durch geschickte Verhandlungen hat Singapur das aufbereitete Wasser für einen höheren Preis an Malaysia verkaufen können, als es selbst für das Frischwasser an Malaysia zahlen musste. Singapur ist auf Wasserimporte dringend angewiesen.
  • (Grenz-)Streitigkeiten über Singapurs Landgewinnung, Brückenbau und Seegrenzen.

Laut der Forbes-Liste der World's Most Expensive Cities To Live von 2009 gilt Singapur als eine Stadt mit hohen Lebenshaltungskosten und eine der teuersten Städte der Welt.[7]

Politik

Politisches System

Singapur ist eine parlamentarische Republik nach dem Westminster-System (dem Vereinigten Königreich ähnlich). Das Staatsoberhaupt ist der Präsident, der mit Veto-Rechten in einigen Schlüsselbereichen ausgestattet ist und die obersten Richter benennt. Der Präsident wird seit 1999 theoretisch alle sechs Jahre direkt vom Volk gewählt. Die Wahl fällt allerdings aus, wenn wie 1999 und 2006 nur ein Kandidat von der Wahlkommission akzeptiert wird.

Parlament

Die Legislative ist das Parlament, und die Exekutive wird durch das Kabinett gebildet, das der Premierminister als Regierungsoberhaupt leitet.

Die Politik Singapurs wurde seit der Unabhängigkeit 1965 von der People’s Action Party (PAP) dominiert. Von Kritikern wird Singapur daher auch als Einparteienstaat eingeordnet, und der PAP werden rigide Handlungen gegen die Oppositionsparteien vorgeworfen. Dabei soll die PAP manipulierend einwirken oder durch zivilrechtliche Klagen (Verleumdung) unliebsame Gegner aus dem Weg schaffen. Auch das strikte Mehrheitswahlrecht trägt zur dominanten Stellung der PAP bei (Wahlpflicht). Ebenso sind die strikten Restriktionen im öffentlichen und Privatleben zu nennen. Des Weiteren behaupten Kritiker, dass Singapurs Gerichte auf Seiten der Regierung stünden, auch wenn einige Verfahren von der Opposition gewonnen wurden. Westliche Demokratien betrachten Singapurs Regierungsform daher manchmal dem Autoritarismus näher als einer Demokratie im westlichen Sinne.

Singapur hat allerdings das, was viele eine sehr erfolgreiche Marktwirtschaft nennen. Die Politik der PAP enthält sozialistische Aspekte, wie zum Beispiel ein großangelegtes öffentliches Wohnraumprogramm und eine Dominanz staatlicher Unternehmen in der lokalen Wirtschaft. Die PAP distanzierte sich jedoch in der Vergangenheit teilweise vom westlichen Wertesystem. Der frühere Premierminister Lee Kuan Yew zitierte in diesem Zusammenhang die Inkompatibilitäten westlicher Demokratien mit „asiatischen Werten“. In jüngerer Vergangenheit lockerte die PAP Teile ihrer gesellschaftlich konservativen Politik.

Station Dover der Stadtbahn (MRT)

Als charakteristisch für Singapur gilt das Zusammenspiel aus konfuzianisch orientierter, staatlich-öffentlich kommunizierter Ethik, strengen Gesetzen, einem hohen Grad an Überwachung und sehr geringer Korruption. Verfechter dieser Leitlinien sehen darin die Ursachen, dass eine wohlhabende Gesellschaft entstand, die eine der niedrigsten Kriminalitätsraten der Welt hat.

Beziehung zwischen Staat und Bevölkerung

Der singapurische Staat fasst sein Verhältnis zur Religion in der Öffentlichkeit im Konzept des muscular secularism (englisch, sinngemäße Übersetzung: „wehrhafter“ oder „wachsamer Säkularismus“) zusammen. Ziel dieser politischen Haltung ist laut wiederholter Verlautbarungen singapurischer Offizieller die Gewährleistung des sozialen Zusammenhalts einerseits und den Schutz des multiethnischen und multireligiösen Stadtstaates vor religiösem Extremismus andererseits. Im Wesentlichen bilden vier Gesetztexte die Rechtsgrundlage des singapurischen Säkularismus; der Internal Security Act („Gesetz über die innere Sicherheit“), der der Sedition Act („Gesetz gegen Volksverhetzung/öffentlichen Aufruhr“), der Undesirable Publications Act („Gesetz über unerwünschte Schriften“) sowie der Maintenance of Religious Harmony Act „Gesetz zur Aufrechterhaltung der religiösen Harmonie“). Zivilgesellschaftliche Akteure des Landes stellen dieser Politik die Antithese des liberal secularism gegenüber, die den Rückzug des Staates aus interreligiösen Meinungsverschiedenheiten einerseits und eine Erleichterung religiöser Aktivitäten im öffentlichen Raum andererseits fordert.[8]

Kritiker bemängeln die autoritären Ausprägungen des singapurischen Staatswesens, beispielsweise die Vorschrift, dass eine staatliche Lizenz verlangt wird, wenn mehr als drei Menschen öffentlich über Politik, Religion oder innere Angelegenheiten des Staates reden wollen. Im gesamten öffentlichen Raum und insbesondere in den öffentlichen Verkehrsmitteln findet man Verhaltensregeln über Sauberkeit, Freundlichkeit und allgemeines Verhalten.

Recht

Hauptartikel: Recht Singapurs

Strafrecht

Verbotsschild in der Metro
Drogenaufklärungsplakat
Hauptartikel: Strafrecht (Singapur)

Viele Gesetze Singapurs sind sehr streng. Ein englisches Sprichwort sagt, „Singapore is a fine city“ (fine hat die Bedeutung schön, aber auch Geldstrafe). Die unten aufgeführten zum Teil horrenden Strafen für vergleichsweise geringe Vergehen werden in der Praxis kaum durchgesetzt und dienen eher der Abschreckung.

Schwere Straftatbestände[9]

  • Vandalismus und Graffiti können Geldstrafen sowie auch Prügel mit dem Rohrstock zur Folge haben.[10]
  • Der Verkauf von Kaugummi war von 1992 bis Mai 2004 absolut verboten. Die private Einfuhr zum Eigenkonsum war davon allerdings nie betroffen. Mittlerweile ist der Verkauf von Kaugummi zwar gestattet, jedoch weiterhin stark eingeschränkt. Der Käufer muss ein Arztrezept und seinen Personalausweis vorzeigen. Falls der Apotheker es versäumt, den Namen des Käufers aufzuzeichnen, kann gegen ihn eine Geldstrafe von 3.000 SGD verhängt werden. Über die Gründe für die Aufhebung gibt es verschiedene Meinungen. Einige Quellen besagen, die Aufhebung des Kaugummiverbots ist dem Ergebnis einer Untersuchung zu verdanken, die herausfand, dass die Zähne der Singapurer wegen des Verbots eher schlecht sind. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass für effektive Tabakentwöhnung auch der Verkauf von Nikotinkaugummis ermöglicht werden musste.[11] Auf Druck von Wrigley wurden auch andere zuckerfreie und „der Gesundheit dienliche“ Kaugummisorten freigegeben.
  • Hohe Geld- und Sozialarbeitsstrafen (z. B. mit einer neonleuchtenden Weste und der Aufschrift „ORDER FOR corrective work“ den Strand säubern) werden gegen Personen verhängt, die Müll (auch Zigarettenkippen) achtlos auf die Straße werfen.
  • Essen, Trinken, Rauchen sowie der Transport gefährlicher Güter in öffentlichen Verkehrsmitteln unterliegen hohen Strafen (500 bis 5.000 SGD).
  • Der Transport der geruchsintensiven Durian-Früchte in öffentlichen Verkehrsmitteln ist zwar ebenfalls verboten, allerdings wird von einer Strafandrohung abgesehen. Aufgrund der großen Beliebtheit der Frucht wird das Verbot in Bussen weitgehend ignoriert.
  • Es herrscht generelles Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, öffentlichen Verkehrsmitteln und Restaurants sowie in Personengruppen mit mehr als fünf Personen (zum Beispiel bei Warteschlangen). Seit dem 1. Juli 2007 ist auch das Rauchen in Bars und Diskotheken nicht mehr gestattet. Im Außenbereich von Bars und Restaurants gibt es Raucherzonen, in Diskotheken Raucherräume.
  • Bei Einreise aus Malaysia gibt es keine Zollfreigrenze für im Ausland erworbene Waren. Bei Einreise aus Indonesien sind die Zollfreigrenzen gestaffelt, je nach dem, wie lange (24, 48 oder 72 Stunden) man Singapur verlassen hat.
  • Singapur ist das einzige Land der Welt, in das Zigaretten nicht duty free eingeführt werden dürfen. Die Geldstrafe für die Einfuhr einer Stange Zigaretten beträgt das zehnfache des Preises innerhalb Singapurs (derzeit 110 SGD, folglich 1100 SGD, also rund 550 Euro). Selbst wenn man eine angebrochene Schachtel mit sich trägt, darf diese maximal 17 Zigaretten beinhalten. Bei der Ausreise können Tabakwaren aber offiziell am Flughafen gekauft werden.
  • Bei Ausreise mit dem Auto nach Malaysia muss der Fahrzeugtank noch mindestens zu drei Vierteln gefüllt sein. Hintergrund für diese Vorschrift ist, dass in Malaysia der Kraftstoffpreis nur etwas mehr als halb so hoch ist wie in Singapur. Die Strafe beträgt 500 SGD.
  • Lügen wird bei Nachweisbarkeit mit hohen Strafen ähnlich wie Betrug geahndet (2.000 bis 10.000 SGD). Zusätzlich kann der Strafbestand auch Prügel mit dem Rohrstock zur Folge haben. Üblicherweise liegen die Strafen bei der sog. „Lügerei“ bei 3–8 Schlägen.
  • Sexuelle Praktiken, die von der Regierung als „unnatürlich“ angesehen werden, sind illegal. Dazu zählt jede Form von homosexuellem Sex.[12] Erst im Oktober 2007 wurde Oral- und Analverkehr für heterosexuelle Personen ab 16 Jahren legalisiert.[13]

Körperstrafen

In Singapur werden bei schweren Straftaten (zum Beispiel Vergewaltigungen), häufig aber auch bei einer Reihe von nach europäischem Maßstab als Ordnungswidrigkeiten zu betrachtenden Taten, wie Vandalismus oder Suchtmittelgebrauch, zusätzlich zu einer Gefängnisstrafe auch Körperstrafen verhängt. Vollstreckt werden diese ausschließlich gegen Männer im Alter zwischen 16 und 50 Jahren, die altersunabhängig mit bis zu 24 Hieben in einem Durchgang auf das entblößte Gesäß gezüchtigt werden können. Bei diesem sogenannten Caning wird der Delinquent über einen Prügelbock gespannt und erhält von einem speziell ausgebildeten Justizbeamten in einem festgelegten Verfahren mit einem langen Rohrstock schwere Schläge; der Zweck ist das Erreichen von maximalem Schmerz bei kleinstem dauerhaften Schaden.[14] Der dabei verwendete Rohrstock ist etwa 1,20 Meter lang und 13 Millimeter dick, jedoch extrem elastisch; die Ausbilder sind gehalten, mit dem Stock Geschwindigkeiten von mindestens 160 km/h zu erreichen.[15] Diese Strafart kommt auch bei Nichteinheimischen zum Einsatz und wurde in der Vergangenheit wiederholt international kritisiert. Seit 2006 werden in großem Umfang illegale Arbeitsimmigranten, ohne Vorliegen einer Straftat außer dem Versuch der Arbeitsaufnahme in Singapur, vor der Abschiebung mit einigen Monaten Gefängnis und drei bis sechs Rohrstockhieben bestraft.

Todesstrafe

In Singapur werden im Verhältnis zur Einwohnerzahl die meisten Todesurteile vollstreckt. Als Antwort auf einen Bericht von Amnesty International hat die singapurische Regierung im Januar 2004 eine Übersicht veröffentlicht, in der die Anzahl der Hinrichtungen der letzten 15 Jahre dargestellt wird.[16] Zwischen 1990 und 2005 wurden etwa 420 Menschen gehängt, hauptsächlich wegen Drogenhandels, -besitzes und -schmuggels. Unter ihnen befanden sich auch einige westliche Ausländer. Hochgerechnet auf die Einwohnerzahl Deutschlands wären in dem gleichen Zeitraum etwa 8.000 Menschen hingerichtet worden, in den USA 28.000 (tatsächlich: 884).

Die Vorschriften für Betäubungsmittel sind sehr streng. Wer mit mehr als 15 Gramm Heroin, 28 Gramm Morphin oder 500 Gramm Cannabis erwischt wird, muss mit der Todesstrafe rechnen.

Im März 2002 erregte der Fall einer jungen Deutschen große Aufmerksamkeit, der wegen Drogenhandels die Todesstrafe drohte. Erst durch eine nachträgliche Laboranalyse des sichergestellten Cannabis wurde ein Reinheitswert von weniger als 500 Gramm ermittelt, wodurch die Frau dem Tod durch den Strang entging und stattdessen zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, die später wegen guter Führung um zwei Jahre verkürzt wurde.[17]

Kritik an den Strafmaßen

Im Jahr 2003 hat das Censorship Review Committee empfohlen, das Verbot der Zeitschrift Cosmopolitan aufzuheben. Allerdings bleibt das Verbot für den Playboy bestehen, da die singapurische Gesellschaft noch nicht für die freizügigen Fotos bereit sei.

In den letzten Jahren hat die singapurische Regierung einige der strengen Gesetze gelockert. Beispielsweise wurde Bungee-Jumping legalisiert und die Filmzensur gelockert. Es gibt auch Zeichen, dass die Regierung in Betracht zieht, gesetzliche Einschränkungen der Sexualität zu lockern, mit dem Gedanken, die demographische Situation zu verbessern. Dies gilt auch für Homosexuelle: Wie in anderen Großstädten Südostasiens hat sich in Singapur mittlerweile auch eine kleine „Szene“ etabliert.

Auch die Todesstrafe wird von Menschenrechtsaktivisten kritisiert. Obwohl in Singapur bis heute kaum öffentlich darüber diskutiert wird, gibt es inzwischen kleine Verbände, die sich gegen die Todesstrafe aussprechen und von der Regierung geduldet werden. Ein besonders kritischer Punkt ist die zwingende Verhängung des Todesurteils aufgrund des Besitzes von Rauschmitteln oberhalb einer festgelegten Menge. Gegner dieser Regelung sehen darin eine Untergrabung richterlicher Autorität.

Militär

Hauptartikel: Streitkräfte Singapurs

Die Singapore Armed Forces umfassen die Teilstreitkräfte Heer, Marine und Luftwaffe.

Das Heer verfügt über etwa 50.000 aktive Soldaten und eine Reserve von 170.000 Mann. Zur Ausrüstung zählen AMX-13-SM1-Kampfpanzer und Schützenpanzer der Typen Bionix AFV und M113. 66 Leopard 2A4 wurden ab dem Jahr 2008 in Dienst gestellt.

Die 4.500 Mann starke Marine verfügt über fünf Stealth-Fregatten sowie Korvetten, Patrouillenboote und Landungsschiffe. Die U-Boot-Flotte verfügt über Boote der schwedischen Sjöormen-Klasse, die bis 2010 durch Boote der Södermanland-Klasse ergänzt werden sollen.

Die nach dem Rückzug der Royal Air Force 1968 aufgestellten Luftstreitkräfte umfassen inzwischen 6.000 Mann und sind mit Flugzeugen der Typen F-16, Northrop F-5 und Lockheed C-130 Hercules sowie Hubschraubern der Typen Aérospatiale AS 332, Apache, CH-47 und S-70 ausgerüstet.

Verwaltung

Administrative Gliederung

Verwaltungsgliederung in fünf CDC Districts

Die administrative Gliederung Singapurs umfasst fünf Community Development Council (CDC)-Distrikte, die von Bürgermeistern (Mayor) und örtlichen Räten verwaltet werden. Diese werden weiter untergliedert in Town Councils[18]:

  1. Central Singapore District (Ang Mo Kio-Cheng San, Central Singapore, Tanjong Pagar)
    1. Ang Mo Kio GRC (Jalan Kayu, Nee Soon, Cheng San - Seletar, Kebun Baru, Teck Ghee, Seng Kang West, Yio Chu Kang SMC, Yio Chu Kang)
    2. Bishan-Toa Payoh GRC (Thomson, Bishan-Toa Payoh North, Bishan East, Toa Payoh Central, Toa Payoh East)
    3. Tanjong Pagar GRC (Moulmein, Tanglin-Cairnhill, Queenstown, Tiong Bahru, Tanjong Pagar, Radin Mas)
    4. Jalan Besar GRC (Kolam Ayer, Whampoa, Jalan Besar, Kampong Glam, Kreta Ayer-Kim Seng)
  2. North East District (Hougang, North East)
  3. North West District (Sembawang-Hong Kah)
  4. South East District (Marine Parade, Potong Pasir)
  5. South West District (Bukit Timah, Sembawang-Hong Kah, Tanjong Pagar)

Landesplanerische Gliederung

Die fünf Distrikte der Verwaltungsgliederung sind inkompatibel mit den fünf Regionen der Landesplanung.

Die 55 urban planning areas (UPA) der Urban Redevelopment Authority/URA (einschließlich 2 water catchment areas) werden zu fünf Regionen gruppiert.

Ursprünglich war nur der Süden des Landes am Singapore River bewohnt. Die restlichen Teile des Landes bestanden aus tropischem Regenwald oder wurden landwirtschaftlich genutzt. In den 1960er Jahren wurden neue Stadtgebiete vor allem als Satellitenstädte außerhalb des ursprünglichen Stadtgebietes errichtet. Die Regierungsbehörde Urban Redevelopment Authority ist verantwortlich für die Stadtentwicklung. Besonderer Wert wird dabei auf effiziente Landnutzung und -verteilung sowie Verkehrsplanung gelegt. In einem Entwicklungsplan wird die Landnutzung für die 55 Planungsgebiete (einschließlich der 2 Wasserschutzgebiete), die zu fünf Regionen gruppiert werden, festgelegt.

Region[19] Größter Teilort Fläche
(km²)
Bevölkerung
30.06.2006 1)
Dichte UPA
Central Region Bukit Merah 132,7 903.100 6805 12
East Region Bedok 93,1 673.600 7235 6
North Region 2) Woodlands 97,3 472.000 4851 8
North-East Region Hougang 141,1 696.900 4939 7
West Region 3) Jurong West 201,3 851.000 4228 12
Singapur Bedok 704.0 3.600.900 5115 55
1) resident population
2) mit Central Water Catchment, Singapur
3) mit Western Water Catchment, Singapur

Wirtschaft

Die Konzerthalle am Singapore River: Die Esplanade

Als einer der sogenannten Tigerstaaten schaffte Singapur innerhalb weniger Jahrzehnte den Sprung von einem Schwellenland zu einem Industriestaat bzw. einer primär auf Dienstleistungen ausgerichteten Volkswirtschaft.

Sektoren

Singapur zählt zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt. Eine große Ausnahme bildet der stark regulierte Wohnungsmarkt.

Singapur ist bestrebt, ein biotechnologisches Zentrum in Asien zu werden. Die A*STAR, die Agency for Science, Technology and Research, eine Regierungsbehörde, unterstützt Forschungskapazitäten in Singapur. In der neugeschaffenen Biopolis sind private und staatliche Institute, Biotech- und Pharmaunternehmen angesiedelt.

Singapur hat große Bedeutung als internationaler Finanzplatz und auch im Warenhandel: der Hafen ist einer der modernsten und größten Umschlagplätze der Welt. Der Straits Times Index ist der führende Aktienindex an der Singapore Exchange.

Kenndaten

  • BIP (2008): 132,5 Milliarden Euro; Anteile (2008): 26 Prozent Industrie und 69 Prozent Dienstleistungen
  • Die Bewohner Singapurs gehören zu den wohlhabendsten der Welt.
  • BIP/Kopf (PPP) (2007): 49.714 Euro
  • BIP/Kopf (2007): 35.163 Euro
  • Beschäftigte (2004): Dienstleistungen 67,4 Prozent, Industrie 32,6 Prozent, Landwirtschaft ist fast nicht vorhanden,
  • Arbeitslosigkeit (2004): 3,4 Prozent
  • Außenhandel (2008): 232,4 Milliarden Euro (davon aus Deutschland: 6,7) Import und 245,7 Milliarden Euro (davon nach Deutschland: 4,8) Export
  • Singapur ist unter anderem Mitglied der APEC und gehört dem P4 Agreement an, einem Freihandelsabkommen, zu dem außerdem noch Brunei, Chile und Neuseeland gehören.

Entwicklung wichtiger Wirtschaftskennzahlen

Die wichtigen Wirtschaftskennzahlen Bruttoinlandsprodukt, Inflation, Haushaltssaldo und Außenhandel entwickelten sich in den letzten Jahren folgendermaßen:

Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
in % gegenüber dem Vorjahr (real)
Jahr 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007
Veränderung in % gg. Vj. 8,6 −0,9 6,9 9,7 −2,0 3,2 2,9 8,7 6,4 ~5,5 ~4,5
Quelle: bfai [20]. ~ = geschätzt
Entwicklung des BIP (nominal)
absolut (in Mrd. US$)
Entwicklung des BIP (nominal)
je Einwohner (in Tsd. US$)
Jahr 2003 2004 2005 Jahr 2003 2004 2005
BIP in Mrd. US$ 92,7 107,5 117,9 BIP je Einw. (in Tsd. US$) 21,6 24,9 26,8
Quelle: bfai [21].
Entwicklung der Inflationsrate
in % gegenüber dem Vorjahr
Entwicklung des Haushaltssaldos
in % des BIP
Jahr 2003 2004 2005 2006 Jahr 2003 2004 2005
Inflationsrate 0,5 1,7 0,5 ~2 Haushaltssaldo 5,7 6,0 6,0
Quelle: bfai [22].
Entwicklung des Außenhandels
in Mrd. US$ und seine Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
2003 2004 2005 2006
Mrd. US$  % gg. Vj. Mrd. US$  % gg. Vj. Mrd. US$  % gg. Vj. Mrd. US$
(1.Hj.)
 % gg.Vj.
Einfuhr 136 17 174 27,5 200 15,4 150 24,2
Ausfuhr 160 27,8 199 24,2 230 15,8 171 25,3
Saldo 23,7 25,0 29,7 21,3
Quelle: bfai [23].

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 24,1 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 21,3 Mrd. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 1,7 % des BIP.[24]
Die Staatsverschuldung betrug 2009 186,6 Mrd. US-Dollar oder 113,1 % des BIP.[24]

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

Infrastruktur

Straßenverkehr

Aufgrund der britischen Kolonialvergangenheit herrscht Linksverkehr. Es bestehen zwei Landverbindungen mit Malaysia. Der Johor-Singapur-Damm (Johor-Singapore Causeway) im Norden, eröffnet in den 1920er Jahren, verbindet Woodlands (Singapur) mit Johor Bahru (Malaysia) für Kraftfahrzeuge und Bahn. Außerdem ist er die Hauptverbindung für die Wasserversorgung Singapurs. Eine zweite Brücke (Second Link), die 1996 fertiggestellt wurde, liegt im Westen Singapurs. Sie verbindet Tuas (Singapur) mit Gelang Patah (Malaysia).

Es gab Überlegungen, den Kanal, der Singapur von Malaysia trennt, aufzuschütten und so die Insel mit dem Festland zu verbinden. Dieser Plan wurde aber aufgrund von Grenzproblemen aufgegeben. Singapur hätte die Hauptkosten getragen, Malaysia bestand allerdings auf der Beibehaltung der heutigen Grenzziehung in der Mitte des Kanals. Der von Malaysia propagierte Ersatz des Fahrdamms durch eine neue Brücke scheitert im Gegenzug am Widerstand Singapurs. Dies muss auch vor einem wirtschaftlichem Hintergrund gesehen werden, da eine Änderung des Status quo die Schiffbarkeit der Johorstraße und damit den Wettbewerb zwischen den Häfen Malaysias und Singapurs beeinflusst.

Im Rahmen einer restriktiven Verkehrspolitik unterliegt der private Autobesitz strengen Regulierungen. Jeder potenzielle Autokäufer muss zuerst eine Berechtigung (Certificate of Entitlement, COE) ersteigern. Regelmäßig entscheidet die staatliche Land Transport Authority (LTA) über die Erteilung von Lizenzen, die in einem Bieterverfahren ersteigert werden können, nach zehn Jahren aber wieder verfallen. Dies ist ein wirksames Instrument, um die Anzahl von Pkw in Singapur zu begrenzen. Der Import von Kraftfahrzeugen ist mit Abgaben von teilweise über 200 Prozent besteuert, hat aber eine hohe Bedeutung als Statussymbol. Weiterhin wird der Verkehr im Stadtzentrum durch ein elektronisches Mautsystem mit hohen Abgaben belegt.

Luftverkehr

Im Osten des Stadtstaates befindet sich der Singapore Changi Airport, der bedeutendste Flughafen Südostasiens. Er wird von 64 internationalen Fluglinien angeflogen. Der Flughafen besteht aus vier Terminals sowie einem Billigflieger-Terminal. Seit 2006 scheint er allerdings im Luftfrachtverkehr und Passagieraufkommen von Bangkok-Suvarnabhumi übertroffen zu werden (s. Basisdaten Wikipedia).

Schienenverkehr

Eine Verbindung der Terminals wird mit einer Einschienenbahn (Skytrain) sichergestellt. Zwischen Terminal 2 und 3 befindet sich die MRT-Haltestelle, mit der man preisgünstig in die Innenstadt kommt. Ein weiterer Flughafen in Seletar ist von geringerer Bedeutung für den zivilen Luftverkehr.

Es existiert des Weiteren eine eingleisige Eisenbahnverbindung (nichtelektrifiziert) mit Malaysia, betrieben von der KTM (Keretapi Tanah Melayu). Der Hauptbahnhof Singapurs befindet sich im südlichen Teil der Insel. Die gesamte Eisenbahnanlage ist exterritorial, das heißt Eigentum Malaysias. Daher passiert man die malaysische Grenzkontrolle kurz vor dem Einsteigen des Zuges und reist nach Malaysia ein, verlässt aber erst beim Erreichen der singapurischen Grenzkontrolle im Woodlands Train Checkpoint (WTCP) am Causeway den Stadtstaat. Die Fahrtdauer von Singapurs Tanjong Pajor Station (auch Keppel Road Station) nach Kuala Lumpur Sentral beträgt rund sieben Stunden, die durchschnittliche Zuggeschwindigkeit 40–60 km/h. Malaysia hatte die Absicht, diese Verbindung auf zwei Gleise zu erweitern sowie zu elektrifizieren, so dass Schnellzüge darauf fahren können. Der gegenwärtige malaysische Ministerpräsident hat diese Pläne gestoppt. Ab Juli 2011 verkehren die Züge nur noch von und bis zum WTCP, wo dann auch die malaysische Grenzkontrolle einziehen wird. Das alte Bahnhofsgebäude an der Keppel Road soll erhalten bleiben.

Eine am 17. Februar 1974 eröffnete Seilbahn (Mount Faber Cablecar) verbindet die Touristen-Insel Sentosa im Süden mit Mount Faber auf der Hauptinsel. Eine Zwischenstation befindet sich auf dem Harbour Front Centre (dem ehemaligen World Trade Center) im Hafen der Stadt. Sie ist täglich von 8:30 bis 23 Uhr in Betrieb.

Nahverkehr

Light Rapid Transit Zug

Singapur hat ein engmaschiges, hochgetaktetes und relativ preiswertes ÖPNV-System, das systematisch ausgebaut wird. Gut ausgebaut ist das U-Bahn-Netz, genannt MRT (Mass Rapid Transit) betrieben von der SMRT Corp. und Sbs Transit. Das Nahverkehrsbus-System ist ebenfalls gut ausgebaut. Es gibt keine festen Fahrpläne. Stattdessen ist an den Haltestellen die durchschnittliche Taktrate angegeben (zum Beispiel alle 10 Minuten), in der die Busse fahren. Die Haltestellen stehen im Abstand von wenigen hundert Metern auseinander und werden nur bei Bedarf angefahren. Fahrgäste müssen daher dem Busfahrer von der Haltestelle aus ein Signal (Handbewegung nach unten) geben.

Es gibt klimatisierte und nicht klimatisierte Busse. Für letztere zahlt man einen geringfügig günstigeren Fahrpreis. Bei Barzahlung geben die Busfahrer kein Wechselgeld heraus, weshalb es üblich ist entweder das Geld passend parat zu haben oder per EZ-link-Karte zu zahlen.

Taxis sind weit verbreitet und günstig. Allerdings kommt es zu starken Engpässen während der Rush-Hour, samstags, bei Regen und zwischen 23:30 Uhr und 1 Uhr. In diesen Zeiten sind die Grundfahrpreise zwischen 10 und 50 Prozent höher.

Schiffsverkehr

Der Hafen Singapurs ist einer der geschäftigsten der Welt und der weltweit bedeutendste Umschlagplatz für Container.

Der Hafen Singapurs mit der Insel Sentosa im Hintergrund.

Kultur

Schmelztiegel Singapur

Es wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass alle ethnischen Gruppen in Harmonie zusammenleben. Dies wird teilweise staatlich festgelegt, wie beispielsweise im sozialen Wohnungsbau (HDB – Housing Development Board) durch sogenannte ethnische Gruppenquoten. So darf von einem Wohnungsblock nur ein bestimmter Prozentsatz an Chinesen, Malaien und Inder verkauft werden.

Der große Anteil der Chinesen in der Bevölkerung führt oft zu der falschen Annahme, dass die anderen Bevölkerungsgruppen in ihrem täglichen Leben benachteiligt werden. Die Forderung nach Kenntnissen der chinesischen Sprache bei einem Stellenangebot ist zwar nicht ungewöhnlich, dies geschieht jedoch meistens nur bei internationalen Betrieben, die ausschließlich ausländische chinesische Kunden ohne Englischkenntnisse betreuen, oder bei kleineren chinesischen Familienbetrieben. Der Markt wird durch die Chinesen wegen ihrer Anzahl zwar dominiert, aber nicht kontrolliert. Es mangelt bei den Führungspositionen und Hochschulen nicht an Indern und Malaien. Auch in der Regierung sind diese ethnischen Gruppen vertreten.

Wegen der eher seltenen Erscheinung interkultureller Ehen wird oft angenommen, dass eine Segregation zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen im Land herrscht. Tatsächlich dominieren Ehen innerhalb der eigenen ethnischen Gruppen. Zum einen ist eine Dominanz der interkulturellen Varianten bei dem hohen Anteil von Chinesen statistisch ausgeschlossen. Zum anderen gibt es eine Reihe von sozialen und religiösen Gründen, die interkulturelle Partnerschaften zwischen Frau und Mann erschweren. Schon bei den jungen unverheirateten Paaren ist die interkulturelle Variante selten. Während die malaiische und chinesische Jugend sich manchmal zusammenfinden, halten Kastensystem und Tradition oft die indischen Eltern zurück, ihren Kindern die Wahl des eigenen Partners zu überlassen. Manchmal werden chinesische Frauen auch durch die Notwendigkeit, zum Islam zu konvertieren, von einer Ehe mit einem Malaien abgeschreckt. Dennoch ist es bemerkenswert, dass Ehen zwischen Malaien und Chinesen in Singapur eine Tradition haben, die ins frühe 20. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. Daraus ist die Nonya- oder Peranakan-Kultur entstanden, die heutzutage vom Aussterben bedroht ist.

Ein anderes Thema bei der Eheschließung in Singapur, das häufig ein Lächeln bei den Einheimischen hervorruft, ist die staatliche SDU (Social Development Unit), die für die Anbahnung von Paarbeziehungen von Akademikern und Universitätsabsolventen zuständig ist.

Im Alltag, vor allem in den Schulen und bei der Arbeit, findet durchaus die Interaktion mit Menschen aus anderem Kulturkreis statt. Eine Segregation ist jedoch zwischen den Einheimischen und den dort lebenden sogenannten „Expatriates“ zu beobachten; ihre Kinder besuchen verschiedene Schulen und beim Berufsalltag mischen sie sich eher selten.

Die Verflechtung der Kulturen ist unter anderem in der Sprache, Küche und Lebensart evident. Das Singlish, eine Variante der englischen Sprache, ist gespickt durch die Begriffe und Grammatik aller vier Amtssprachen. Im Gegensatz zu Spanglish, die die aus Spanisch und Englisch zusammengesetzte Umgangssprache der Latinos ist, wird Singlish ständig von den verschiedenen ethnischen Gruppen unabhängig voneinander erweitert und durch ihre Interaktion wieder zusammengefügt. Einige Beispiele: Sätze wie „Referee kayu! Xiao liao ah?“ („Der Schiedsrichter hat sich geirrt! Ist er verrückt?“) oder „Careful, wait you gana knock down!“ („Pass auf, du könntest überfahren werden!“) sind Resultate aus jahrelanger Interaktion zwischen der chinesischen und malaiischen Sprache. Dadurch wandert das Vokabular und die Grammatik einer Sprache ständig zu einer anderen durch gemeinsame Nutzung des Singlish. Auf diese Sprache ist die Regierung allerdings nicht sehr stolz. Ihr Versuch, die Vorliebe des Volks für Singlish durch die Förderung des „normalen“ Englisch durch einheimische Sitcoms wie zum Beispiel „Phua Chu Kang“ zu ändern, wurde von dem Spaß liebenden Volk eher nicht ernst genommen.

Wie auch in anderen asiatischen Ländern spielt Höflichkeit in Singapur eine wichtige Rolle. Es gibt zum Beispiel die Regel, dass der Kontaktpartner nicht „sein Gesicht verlieren“ darf. Das bedeutet, dass man einen Gesprächspartner auf begangene Fehler nicht direkt anspricht, sondern diese beiseite schiebt und zu einem späteren Zeitpunkt anzusprechen versucht oder eine dritte Person einschaltet. Gerne werden Visitenkarten verteilt. Diese überreicht man dem Gesprächspartner mit beiden Händen. Es ist unhöflich, Visitenkarten die man vom Gegenüber bekommen hat, einfach einzustecken. Vielmehr muss diese mit Respekt behandelt werden und auf dem Tisch noch eine Weile offen hingelegt werden. Die Höflichkeitsregeln entsprechen dem, was in China üblich ist. Generell ist das gesellschaftliche Leben stark durch das Gedankengut des Konfuzianismus geprägt.

Medien

Printmedien, Fernsehen und Radio sind staatlich kontrolliert, auch halbstaatliche Medien sind zugelassen.[26] Der Zugang zum Internet-Live-Stream ist möglich und spiegelt die sprachliche Vielfalt der Programme wider.[27]

Mit der Absicht ein Medienzentrum der Region zu werden, investiert der Staat massiv in Breitbandtechnologien, Online-Dienste und neue Medien.[26]

Zensur

Die Medien unterliegen einer strengen staatlichen Zensur. Außerdem führt der permanente staatliche Druck zu einer Selbstzensur. Die Regeln der Berichterstattung für ausländische Korrespondenten beinhalten das Verbot, sich kritisch zur Regierungspolitik zu äußern. Der private Besitz von Satellitenschüsseln ist untersagt. Über Kabel besteht ein Zugang zu ausgewählten internationalen Programmen (Deutsche Welle, BBC, CNN u. a.).[26]

  • Bestimmtes, politisch „sensibles“ Material ist verboten.
  • Pornographie ist verboten; die Darstellung von Sex und Nacktheit ist eingeschränkt. Daher sind der Playboy und andere „Erwachsenenmagazine“, wie das Cosmopolitan-Magazin, in Singapur verboten. Einige weniger freizügige Magazine, wie zum Beispiel das FHM, sind jedoch im Handel erhältlich. Falls Sex und Nacktheit erlaubt sein sollen, müssen sie zum Kontext passen. Filme, die Nacktheit, Sex oder übermäßige Gewalt zeigen, erhalten normalerweise die Altersfreigabe Mature 18 (M18), in Ausnahmefällen Restricted 21 (R21). Die Regierung zeigt jedoch Interesse daran, diese Beschränkungen aufzuweichen, und hat daher kürzlich die Altersfreigabe M18 geschaffen, um für über 18-Jährige mehr Erwachsenenmaterial zugänglich zu machen. Es bleiben allerdings die geltenden Freigaben NC16 („No Children“) und R21 („Restricted“) bestehen. (Zu Altersfreigaben in Singapur siehe auch die Veröffentlichung der „Media Development Authority“.)[28]
  • Einige ausländische Zeitungen und Magazine, wie das Asian Wall Street Journal und die Far Eastern Economic Review, sind in ihrer Verbreitung eingeschränkt. Zeitungen aus Malaysia sind verboten (umgekehrt in Malaysia).
  • Schriften und Medien, die das Zusammenleben der Bevölkerungsgruppen stören und religiöse Gefühle beleidigen, sind verboten. Aufgrund dieser Gesetze ist auch die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas einschließlich ihrer Literatur seit 1972 verboten.[29]

Küche

Die Küche Singapurs zeichnet sich durch die kulturellen Einflüsse der vertretenen Ethnien aus. Deren gegenseitige Einflüsse sind in der Stadt allgegenwärtig. Neben den traditionellen Rezepten entstehen immer neue Abwandlungen. Hierdurch entstanden Gerichte wie Laksa, Yong Tau Foo oder Roti Prata, die mit der Zeit als Bestandteile der umfangreichen Reihe der Nationalgerichte gelten. Die im Ausland bekannten Singapur-Nudeln sind in dem Land selbst unbekannt.

Feiertage

Sri Mariammam Tempel und modernes Hochhaus

In Singapur gibt es elf Feiertage, von denen drei weltlich und die restlichen kulturelle, religiöse oder ethnische sind.

Da sich die islamischen Feiertage nach einem Mondkalender bestimmen, gibt es jeweils alle 32–33 Jahre einen Feiertag im Jahr doppelt. Dafür kann Hari Raya Puasa mit dem Chinesischen Neujahrsfest zusammenfallen.

Die chinesischen Neujahrsfeiertage bestimmen sich nach dem Chinesischen Kalender. Hari Raya Puasa ist am ersten Tag des zehnten Monats im Islamischen Kalender, Hari Raya Haji am zehnten Tag des zwölften Monats. Der Vesak-Tag findet am ersten Vollmond im Mai statt, Deepavali am letzten Tag des Monats Asvina nach dem Indischen Kalender.

Bildung

Kindergärten

Viele Eltern starten die Ausbildung ihres Nachwuchses frühzeitig, dies kann bereits mit dem ersten Lebensjahr beginnen. Neben dem staatlichen Kindergarten (PAP) gibt es private Horte in allen Variationen, von Montessori bis zu zwei- oder dreisprachigen Kindergärten. Es gibt für jedes Kind einen Platz im Kindergarten. Je nach Alter des Sprösslings kann dies von zwei Stunden bis ganztags variieren. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, die Kleinen in internationalen Schulen oder Kindergärten unterzubringen. Die Unterrichtssprache ist Englisch, wobei man bedenken muss, dass Kinder meistens aus einem anderssprachigen Elternhaus kommen, und sich dadurch ein Mischmasch in die englische Sprache eingeschlichen hat. Es wird daher meist Singlish gesprochen.

Internationale Schulen

Es gibt eine reiche Auswahl für Expatriates, nachfolgend hier die elf wichtigsten Internationalen Schulen:

  1. Singapore American School
  2. German European School Singapore
  3. Swiss School Association Singapore – Schweizer Schule Singapur
  4. The Canadian International School Singapore
  5. French School of Singapore
  6. Tanglin Trust School – basiert auf dem britischen System
  7. Singapore International School
  8. Dover Court Preparatory School – hier können auch Kinder mit speziellen Problemen unterkommen und betreut werden
  9. The Australian International School Singapore
  10. United World College of South East Asia
  11. Overseas Family School

Singapurische Schule

Schüler versammeln sich in der Aula der "Nan Hua High School"

Singapurer dürfen keine internationalen Schulen besuchen, es sei denn, sie besitzen eine weitere Staatsangehörigkeit. Stattdessen können Singapurer zwischen ausgezeichneten staatlichen und privaten Schulen wählen. Man muss hier beachten, dass es staatliche und private Eliteschulen gibt. Um an diesen Schulen zu studieren, muss man an einem Auswahlverfahren teilnehmen und sich bereits ein bis zwei Jahre vorher bewerben.

Einige der bekanntesten Schulen für die 7. bis 10. Klasse sind Raffles Institution, Raffles Girls’ School, Hwa Chong Institution, Anglo-Chinese Independent School, Nanyang Girls’ School. Für die 11. und 12. Klasse (Abitur-Jahre) sind es Schulen wie National Junior College (das erste Junior College Singapurs), Hwa Chong Institution, Raffles Junior College, Victoria Junior College und Temasek Junior College. Die Schüler in den 18 Junior Colleges machen ihr Abitur (die „Singapore-Cambridge GCE ‘Advanced’ Level Examinations“) üblicherweise in zwei Jahren. Nur in einem Centralised Institute (Millennia Institute) machen die Schüler es in drei Jahren.

Außerdem haben normalerweise nur Schülerinnen und Schüler mit sehr guten Noten aus der 6. Klasse die Möglichkeit, eine weitere Fremdsprache (eine dritte Sprache) (Französisch, Deutsch, Japanisch, Malaiisch, Indonesisch und Arabisch) am Sprachzentrum des Bildungsministerium (MOELC) zu erlernen. Einige Schulen wie National Junior College und Raffles Junior College haben auch eigene Sprachprogramme für einige Stufen.

In der letzten Zeit gibt es auch durch die Unterstützung des Bildungsministeriums mehr Möglichkeiten für Austauschprogramme, besonders zwischen den Schulen innerhalb ASEAN.

Leistungsfähigkeit der Schulen in Singapur

Die Schulen in Singapur gelten als außerordentlich leistungsfähig, insbesondere, wenn es darum geht, Kenntnisse in Mathematik und den Naturwissenschaften zu vermitteln. So erreichen die Schüler aus Singapur bei TIMSS regelmäßig Spitzenplätze.[30][31]

Universitäten

Singapur verfügt über drei staatliche Universitäten:

  • Die älteste Universität der Stadt, die National University of Singapore (NUS) befindet sich 12 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums in Kent Ridge. Sie zählt laut dem „World University Ranking“ des britischen „Times Higher Education Supplement“ (2006) zu den 20 besten Universitäten der Welt.
  • Die Nanyang Technological University (NTU) befindet sich im äußersten Westen der Hauptinsel Singapurs in Jurong, etwa 25 km außerhalb des Stadtzentrums. Die Universität wurde am 1. Juli 1991 per Parlamentsbeschluss gegründet. Sie ging aus dem ehemaligen Nanyang Technological Institute (NTI) hervor, das im August 1981 gegründet wurde. Erreichbar ist die Universität über die MRT bis Boon Lay oder Pioneer, von dort aus fahren zwei Buslinien bzw. eine der beiden Buslinien und ein Shuttlebus direkt zum Campus der NTU. An die NTU ist das National Institute of Education (NIE) angegliedert. Dort werden die Lehrer für die Gymnasien Singapurs ausgebildet.
  • Die neueste Universität, die Singapore Management University (SMU), hat im Sommer 2005 ihren neuen Innenstadt-Campus in Bras Basah, MRT-Haltestelle Dhoby Ghaut, bezogen.

Neben den staatlichen Universitäten gibt es eine ganze Reihe privater, zu einem Großteil auch ausländischer Universitäten und Bildungseinrichtungen, wie etwa die französische INSEAD. Eine weitere Universität ist eine Zweigstelle der Sorbonne in Singapur. Dort werden Theologie, Politik und Wirtschaftswissenschaften gelehrt.

  • Eine vierte öffentliche Universität im Nordosten der Stadt ist in Planung.
  • Die Universitäten organisieren seit mehreren Jahren regelmäßig Veranstaltungen in deren Rahmen private Beziehungen und Familiengründungen zwischen Akademikern gefördert werden sollen.
  • In Singapur gibt es auch ein Qantm- bzw. SAE Institute, in dem die Studenten Medienberufe erlernen und einen Bachelor-Abschluss erwerben können.

Sehenswürdigkeiten

Merlion mit Skyline von Singapur im Hintergrund
Der Singapore River aus der Vogelperspektive
Esplanade
Singapore Botanic Gardens, ein 67,3 Hektar großer Botanischer Garten mit einer Sammlung von mehr als 3.000 verschiedenen Orchideenarten.

Tourismus ist in Singapur eine wichtige Einkommensquelle, im Jahr 2008 besuchten 10,1 Millionen Touristen Singapur. Studien zufolge wird es in den nächsten Jahren etwa 2,4 Millionen Touristen mehr in die Stadt ziehen, so dass der Flughafen Singapur, der mit 130 Zielen weltweit verbunden ist, ausgebaut und mehrere Hotels neu eröffnet werden. In Singapur gibt es etwa 140 Hotels. Zu den Hotels der gehobenen Klasse gehört das Raffles Hotel, in dem berühmte Persönlichkeiten wie Charlie Chaplin, Rudyard Kipling oder Winston Churchill zu Gast waren. Die meisten Hotels liegen im Zentrum oder am Pearls Hill Park.

Für Touristen ist Singapur vorwiegend Stop-Over-Ziel, an dem diese durchschnittlich 3,67 Tage verweilen. Dennoch bietet die Stadt zahlreiche Attraktionen:

Stadtviertel

  • Das Stadtzentrum mit der Einkaufsstraße Orchard Road
  • Das indische Viertel Little India, in dem die Sultan-Moschee und die Arab Street zu finden sind
  • Mohamed Sultan Road, eine für ihr Nachtleben bekannte Straße
  • Geylang District, eines der vier Rotlichtviertel von Singapur, in dem legal der Prostitution nachgegangen werden kann
  • Die Vergnügungsviertel Boat Quay und Clarke Quay am Singapore River mit einer Vielzahl von Restaurants, Kneipen, Bars und Diskotheken
  • Das Kolonialviertel mit Fort Canning, dem alten Parlament, dem Victoria Theatre and Concert Hall sowie dem Cricket Club
  • Die Ausflugsinsel Sentosa mit einer Vielzahl von Attraktionen wird vor allem von Familien am Wochenende gerne besucht. Sehenswert sind u. a. ein begehbares Aquarium, Fort Siloso, der Orchard Garten, der Butterfly Park sowie der Themenpark Vulcanoland
  • Das chinesische Viertel Chinatown
  • Das Geschäftszentrum
  • Das Ausgehviertel Holland Village ist vor allem bei Expats beliebt.

Historische Gebäude

Parks und Gärten

  • Der Jurong BirdPark, ein Vogelpark mit 600 Vogelarten in zum Teil riesigen Volieren
  • Das 1883 gegründete, 165 Hektar große Bukit-Timah-Reservat, ein fast primäres Stück Dschungel (Küstenberg-Wald Dipterocarpus) mit der höchsten Erhebung des Inselstaates
  • Die 1993 eröffnete Sungei Buloh Wetland Reserve im Nordwesten der Insel, ein 139 Hektar großer Nationalpark mit Feuchtgebieten und Mangrovenwäldern
  • Der Pasir Ris Park im Nordosten der Insel. Auf Stegen kann man in diesem drittgrößten Park Singapurs die Mangrovensümpfe erkunden.
  • Der Zoo, der zur Beobachtung der nachtaktiven Tiere eine Nacht-Safari anbietet
  • Der 1822 von Sir Thomas Stamford Raffles gegründete Singapore Botanic Garden mit mehr als einer halben Million Pflanzenarten und einer spektakulären Orchideensammlung
  • Der East Coast Park mit vielen Freizeitangeboten sowie einer Reihe von Fisch-Restaurants
  • Fort Canning Park beinhaltet zwei gotische Tore, den ältesten christlichen Friedhof der Stadt, den ASEAN Sculpture Park, die Battle Box sowie den Spice Garden, den ersten botanischen Garten der Stadt aus dem Jahre 1822
  • In der Parklandschaft rund um das MacRichtie Reservoir lädt ein weitläufiges Netz von Wegen zum Wandern ein.
  • Der Chinesische Garten mit Pagoden liegt auf einer Insel im Jurong Lake.
  • Der Japanische Garten
  • Butterfly Park and Insect Kingdom beherbergen mehr als 1.500 Schmetterlings- sowie über 2.500 Insektenarten.
  • Der Jurong Reptile Park mit ehemals mehr als 400 Reptilienarten wurde im September 2006 geschlossen.

Museen

  • Das Singapore Art Museum zeigt vor allem asiatische Kunst
  • Das Singapore Science Centre bietet interessierten Besuchern über 500 interaktive Experimente
  • Das National Museum of Singapore erläutert die Geschichte Singapurs und stellt darüber hinaus Kunsthandwerk und ausgewählte Prunkstücke der Singapurer Sammlungen aus, wie John Singer Sargents Öl-Porträt des britischen Verwalters Sir Frank Swettenham aus dem Jahre 1904.
  • Im Asian Civilisations Museum werden Sammlungen aus dem Chinesischen, Malaiischen, Islamischen und Indischen Kulturkreis gezeigt.
  • In der Battle Box, dem ehemaligem Befehlsstand der Alliierten in Singapur, wird der Fall der Stadt vor den anrückenden Japanern dargestellt.
  • Images of Singapore zeigt die lokale Geschichte sowie Sitten und Gebräuche in der Stadt
  • Das Singapore Philatic Museum zeigt seltene Briefmarken aus Asien sowie Exponate zur Postgeschichte Singapurs
  • Im Live Turtle and Tortoise Museum im Chinesischen Garten kann man eine Vielzahl an Schildkröten sehen. Durch die große Sammlung hat es das Museum geschafft, einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde zu erhalten.

Denkmäler

  • Das Wahrzeichen Singapurs, der Merlion, eine Kombination aus Löwe und Fisch
  • Eine Plakette markiert die Stelle, an der Sir Thomas Stamford Raffles angeblich zum ersten Mal den Boden Singapurs betreten hat.
  • Das Lim Bo Seng Memorial gedenkt des von den Japanern im Zweiten Weltkrieg umgebrachten Kriegsheldens Lim Bo Seng

Sonstiges

  • Das Esplanade, ein 2002 eröffnetes Kulturzentrum in Form einer Stinkfrucht, deswegen in Singapur besser bekannt unter den Namen Durian.
  • Die Insel Ubin (Pulau Ubin) nordöstlich der Hauptinsel Singapurs ist im Gegensatz zum restlichen Singapur noch beinahe komplett unbebaut und naturbelassen. Die kleine Insel wird häufig von Einheimischen für Wochenendausflüge und Fahrradtouren in die Natur aufgesucht.
  • Der Aussichtspunkt Mount Faber mit einem 360°-Blick über Singapur. Eine Seilbahn verbindet den Berg mit Sentosa
  • Die Haw Par Villa ist ein Vergnügungspark, gestaltet nach Themen aus der chinesischen Mythologie
  • Die Insel St. John’s ((Pulau Sakijang Bendera) ist Singapur vorgelagert und bietet Ausflüglern Gelegenheit zum Baden und Wandern
  • Die Pyramide am Empress Place beinhaltet eine Zeitkapsel, die zum 50. Geburtstag von Singapur im Jahre 2015 geöffnet werden soll
  • Am 18. März 2010 eröffneten die Universal Studios Singapore. Ein Themenpark der auf der Ferieninsel „Resorts World Sentosa“ Attraktionen und Shows zu filmbezogenen Themen bietet.
  • In Singapur steht das mit einer Höhe von 165 Metern größte Riesenrad der Welt, der Singapore Flyer.
  • Hotel Marina Bay Sands mit Aussichtsplattform auf 200 Meter Höhe
  • Kusu Island, eine kleine zum Teil aufgeschüttete Insel vor Singapur.

Sport

Sportler

Einziger olympischer Medaillengewinner Singapurs ist der Gewichtheber Tan Howe Liang, der bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom Silber im Leichtgewicht gewann. Die Badmintonspielerin Li Li gewann den Dameneinzeltitel bei den Commonwealth Games 2002. Bekannt sind auch der Badmintonspieler Ronald Susilo und seine Frau, die Tischtennisspielerin Li Jia Wei. Der chinesische Schach-Großmeister Zhang Zhong spielt seit 2007 für den Schachverband von Singapur.

Ereignisse

Fußball

Die S. League ist die höchste Spielklasse im singapurischen Fußball und wird von der Football Association of Singapore, dem Fußballverband Singapurs, organisiert.

Darüber hinaus hat Singapur auch eine Nationalmannschaft, die als dreimaliger Sieger der ASEAN-Fußballmeisterschaft derzeit die stärkste südostasiatische Nationalmannschaft ist.

Olympische Jugendspiele

2010 war Singapur die erste Stadt, in der die Olympischen Jugendspiele stattfanden. Vom 14. bis 26. August 2010 haben jugendliche Sportler aus aller Welt in Singapur um die olympischen Medaillen gekämpft.

Marathon

Jedes Jahr findet Anfang Dezember der Singapur-Marathon statt, der mittlerweile zu den teilnehmerstärksten der Welt gehört.

Formel 1

Das erste Formel-1-Rennen in Singapur fand am 28. September 2008 auf dem Marina Bay Street Circuit statt. Es war gleichzeitig das erste Nachtrennen in der Formel-1-Geschichte. Es gewann Fernando Alonso.

Söhne und Töchter der Stadt

Siehe auch

Literatur

  • Michael Hill, Kwen Fee Lian: The Politics of Nation Building and Citizenship in Singapore. Routledge, London/ New York 1995, ISBN 0-415-12025-X.

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Singapur – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Singapur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistics Singapore: Population 2010
  2. International Monetary Fund, World Economic Outlook Database, April 2008
  3. Human Development Report 2010
  4. Länderdatenbank der "Deutschen Stiftung Weltbevölkerung: "Singapur" [1]
  5. Länderdatenbank der "Deutschen Stiftung Weltbevölkerung: "Singapur" [2]
  6. [3]Erdkunde Wissen zu den Sprachen in Singapur. Aufgerufen am 11. Mai 2011.
  7. Forbes-Liste: Teuerste Städte der Welt zum Leben
  8. vgl. Ramakrishna, Kumar: Asian Conflicts Reports], Ausgabe 12, Juli - August 2010, S. 6f. Abruf am 27. März 2011.
  9. Strafgesetzbuch von Singapur
  10. Singapore Statutes OnLine (engl.)
  11. BBC NEWS | UK | Singapore to partly lift gum ban
  12. SPIEGEL Online – Singapur legalisiert Sexpraktiken
  13. Neuer §377
  14. Judical caning in Singapore, Malaysia and Brunei
  15. M. Husairy Othman: Striking fear into hearts of most hardened criminals, New Straits Times, Kuala Lumpur, 27. Mai 2004, online unter [4]
  16. Ministry of Home Affairs, Singapur
  17. Artikel in der „Berliner Zeitung“ vom 22. März 2002
  18. http://www.centralsingaporecdc.org.sg/1164335790711.html
  19. mit Zahlen des Singapore Department of Statistics auf http://www.citypopulation.de/Singapore_d.html
  20. Entwicklung des BIP von Singapur bfai, 2006, siehe: Wirtschaftsdaten kompakt
  21. Entwicklung des BIP von Singapur (absolut): bfai 2006, siehe: Wirtschaftsdaten kompakt
  22. Entwicklung der Inflationsrate von Singapur: bfai 2006, siehe: Wirtschaftsdaten kompakt
  23. Entwicklung des Außenhandels von Singapur: bfai 2006, siehe: Wirtschaftsdaten kompakt
  24. a b c d The World Factbook
  25. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4
  26. a b c Auswärtiges Amt – Länderinformationen Singapur – Medienpolitik: http://www.diplo.de/Singapur . Eingesehen am 9. Juni 2009.
  27. http://www.mediacorpradio.sg/ MediaCorp Radio Singapore
  28. Veröffentlichung der „Media Development Authority“
  29. Jahresbericht 1997 von Amnesty International Deutschland
  30. U.S. Department of Education: "Math Highlights from TIMSS 2007" [5]
  31. U.S. Department of Education: "Science Highlights from TIMSS 2007" [6]

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  • Singapur — Singapur …   Deutsch Wörterbuch

  • Singapur — (Singapore, Singhapura, »Löwenstadt«), Insel an der Südspitze der hinterind. Halbinsel Malakka (s. Karte »Hinterindien«) und von ihr durch einen stellenweise nur 460 m breiten Meereskanal getrennt, zur britischen Kolonie Straits Settlements (s. d …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Singapur — Singapūr (engl. Singapore, »Löwenstadt«), Insel an der Südspitze der Halbinsel Malaka [Karte: Asien I, 7], unweit der Straße von S., zu den Straits Settlements gehörig, 555 qkm, (1901) 228.555 E. – Seit 1900 ist die Weihnachtsinsel, seit 1903… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Sìngapūr — m geogr. država, otok i grad uz krajnji J dio Malajskog poluotoka (JI Azija), glavni grad Singapore …   Veliki rječnik hrvatskoga jezika

  • Singapur — Sìngapūr m DEFINICIJA geogr. država, otok i grad uz krajnji J dio Malajskog poluotoka (JI Azija), 622 km2, 2.876.000 stan., glavni grad Singapore …   Hrvatski jezični portal

  • Singapur — Republic of Singapore (Inglés) Republik Singapura (Malayo) 新加坡共和国 (Chino mandarín) Xīnjīapō Gònghéguó சிங்கப்பூர குடியரசு (Tamil) Siṅkappūr Kuṭiyarasu República de Singapur …   Wikipedia Español

  • Singapur — 1Sịn|ga|pur […ŋga… , auch: … pu:ɐ̯ ]; s: Staat auf der Halbinsel Malakka. 2Sin|ga|pur : Hauptstadt von ↑ 1Singapur. * * * Sịngapur     Kurzinformation:   Fläche: 648 km2   Einwohner: (2000) 4,2 Mio.   …   Universal-Lexikon

  • Singapur — La República de Singapur (En inglés Republic of Singapore; en chino 新加坡共和国, Xīnjīapō Gònghéguó; en malayo Republik Singapura; en tamil சிங்கப்பூர், Cingkappūrā Kudiyaracu), es una isla, ciudad estado en el Sudeste de Asia, situada al sur del… …   Enciclopedia Universal

  • Singapur — Infobox Album Name = Singapur Type = studio Artist = Terminaator Released = 1998 Recorded = 1998, at Seaside Studio, by Rene Liitmaa Genre = Rock Length = 46:53 Label = MFM Records Producer = Reviews = Last album = Kuld (1997/2003) This album =… …   Wikipedia

  • Singapur — Original name in latin Singpur Name in other language Singapur, Singpur State code IN Continent/City Asia/Kolkata longitude 17.46982 latitude 78.12574 altitude 594 Population 24457 Date 2013 02 09 …   Cities with a population over 1000 database

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