Liste von Mathematikerinnen


Liste von Mathematikerinnen

Die Liste von Mathematikerinnen führt auch theoretische Informatikerinnen und theoretische Physikerinnen mit deutlich mathematischer Ausrichtung auf. Aufgenommen wurden unter anderem die Preisträgerinnen der Noether Lecture und des Ruth Lyttle Satter Prize in Mathematics und anderer Mathematikpreise. Der Schwerpunkt sollte in der Mathematik liegen und die Aufgelisteten für mathematische Leistungen bekannt sein, dokumentiert zum Beispiel durch Preise, Herausgeberschaften, Vorträge auf Kongressen, bekannte Sätze oder Algorithmen. Personen mit Mathematikabschlüssen, die sich aber in anderen Bereichen einen Namen gemacht haben (wie zum Beispiel Danica McKellar als Schauspielerin), werden nicht aufgeführt. Aufgeführt werden aber auch Mathematikerinnen, die eine historische Vorreiterrolle spielten. Astronominnen (ein häufiges Betätigungsfeld für Mathematikerinnen im 18. Jahrhundert, zum Beispiel Caroline Herschel und die Astronominnen im Umkreis von Jérôme Lalande wie Nicole-Reine Lepaute) und theoretische Physikerinnen sind im Allgemeinen nicht aufgeführt (siehe Liste bedeutender Physikerinnen, Liste von Astronominnen). Mathematikhistorikerinnen sind extra aufgeführt.

Antike

  • Hypatia (* um 355; † 415/416). Tochter des Mathematikers Theon von Alexandria. Mathematikerin, Philosophin und Astronomin. Sie lehrte in Alexandria. Von ihren Werken (auf mathematischem Gebiet Kommentaren zu Diophant, Apollonius und Ptolemäus) ist nichts erhalten. Sie wurde als herausragende, noch dem Heidentum anhängende Persönlichkeit Alexandrias von einem christlichen Mob ermordet. Ihre Geschichte ist Gegenstand von Romanen, von denen einer von Charles Kingsley im 19. Jahrhundert besonders einflussreich für ihr Bild war, und Filmen geworden.

18. Jahrhundert

  • Maria Gaetana Agnesi (1718–1799), Italien, Professorin in Bologna (wo sie allerdings keine Vorlesungen hielt) und Verfasserin eines damals verbreiteten frühen Analysislehrbuchs (1748).
  • Émilie du Châtelet (1706–1749), französische Salondame und wohlhabende Adlige, die das Hauptwerk Principia von Isaac Newton ins Französische übersetzte und kommentierte und dabei mit Voltaire zusammenarbeitete, mit dem sie eng befreundet war.
  • Anna Barbara Reinhart (1730–1796). Schweizer Mathematikerin in Winterthur, die mit vielen bedeutenden Gelehrten der damaligen Zeit korrespondierte.

19. Jahrhundert

  • Hertha Marks Ayrton (1854–1923), Großbritannien, lehrte Mathematik, ist aber vor allem als Elektroingenieurin bekannt und hielt als erste Frau einen Vortrag vor der Royal Society (1905).
  • Philippa Fawcett (1868–1948), britische Mathematikerin, erreichte als erste Frau die höchste Punktzahl bei den Tripos-Prüfungen in Cambridge, was einem Senior Wrangler entsprach (offiziell war sie aber als Frau nicht zugelassen). Lehrte an den Universitäten in London und Cambridge und war dann Lehrerin.
  • Sophie Germain (1776–1831), Zahlentheorie (Fermat-Problem) und Elastizitätstheorie (Schalentheorie), korrespondierte mit Carl Friedrich Gauß (zunächst unter männlichem Pseudonym), auf dessen Wunsch sie 1831 die Ehrendoktorwürde der Universität Göttingen erhalten sollte, starb aber vorher.
  • Sofia Kowalewskaja (1850–1891). Russland. Tochter eines Offiziers und Gutsbesitzers und Mitglied der nach Unabhängigkeit strebenden russischen Intellektuellenkreise. Schülerin von Karl Weierstraß in Berlin. Wurde 1883 (durch Vermittlung von Gösta Mittag-Leffler) Professorin in Stockholm und damit die erste Mathematikprofessorin im eigentlichen Sinn. Außerdem war sie 1874 (Universität Göttingen auf Vermittlung von Weierstraß bei Ernst Schering) die erste Frau, die in Mathematik promoviert wurde (in absentia, eine Prüfung war damals nicht nötig).[1] Partielle Differentialgleichungen zum Beispiel in der Kreiseltheorie. Durch ihre Autobiographie und verschiedene Biographien, die ihr bewegtes Leben darstellen, eine der bekanntesten Mathematikerinnen.
  • Christine Ladd-Franklin (1847–1930), US-amerikanische mathematische Logikerin und experimentelle Psychologin (Farbsehen), die als erste Frau gilt, die in den USA die formalen Promotionsvoraussetzungen in Mathematik erfüllte (1883) und nur durch ihr Geschlecht daran gehindert wurde.
  • Ada Lovelace (1815–1852), britische Aristokratin, Tochter von Byron und Mitarbeiterin des Computerpioniers Charles Babbage, für dessen mechanischen Computer sie Programme entwarf. Die Programmiersprache Ada wurde nach ihr benannt.
  • Florence Nightingale (1820–1910), Großbritannien, befasste sich als Pionierin der Krankenpflege und Gesundheitsfürsorge auch mit Statistik.
  • Charlotte Angas Scott (1858–1931), britische Mathematikerin, die 1885 bei Arthur Cayley promoviert wurde und in den USA am Bryn Mawr College lehrte. Gründungsmitglied der American Mathematical Society und dessen Vizepräsidentin (1905). Algebraische und Analytische Geometrie.
  • Mary Somerville (1780–1872), Britin, die später überwiegend in Italien lebte. Sie übersetzte Teile der Himmelsmechanik von Laplace ins Englische und schrieb populärwissenschaftliche Bücher.
  • Alicia Boole Stott (1860–1940), Tochter von George Boole, befasste sich mit Polyedern in höheren Dimensionen, wobei sie mit Pieter Schoute und H. S. M. Coxeter zusammenarbeitete. Ehrendoktor in Groningen (1914).
  • Grace Chisholm Young (1868–1944), britische Mathematikerin, promovierte 1895 in Göttingen bei Felix Klein. Damit war sie die erste Frau, die in Mathematik mit regulärer Doktorprüfung promoviert wurde.[2] Schrieb mehrere Bücher mit ihrem Mann William Henry Young, auch für Jugendliche. Geometrie und Mengenlehre.

20. und 21. Jahrhundert

Inhaltsverzeichnis A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A

  • Ilka Agricola (* 1973), Professorin in Marburg, Globale Analysis, Differentialgeometrie mit Anwendungen in mathematischer Physik
  • Susanne Albers (* 1965), Informatikerin, Professorin an der Humboldt-Universität Berlin, Algorithmentheorie, Leibniz-Preisträgerin
  • Goulnara Arzhantseva (auch Arjantseva; * 28. November 1973), Universität Genf/Neuchâtel/Wien, Analytische Gruppentheorie

B

  • Nina Karlowna Bari (1901–1961), Professorin an der Lomonossow-Universität. Lusin Schülerin, Reelle Analysis, Harmonische Analysis. Habilitierte sich 1935 als erste Frau in Russland.
  • Helga Baum (* 1954). Professorin an der Humboldt Universität Berlin. Globale Analysis, Differentialgeometrie.
  • Eva Bayer-Fluckiger (* 1951). Schweiz. Professorin an der EPFL in Lausanne. Quadratische Formen, Algebra, Gitter.
  • Alexandra Bellow (auch Alexandra Ionescu Tulcea; * 1935). Rumänien/USA. Professorin an der Northwestern University. Ergodentheorie, Wahrscheinlichkeitstheorie, Maßtheorie. Zeitweise mit Saul Bellow verheiratet sowie mit Alberto Calderon.
  • Nicole Berline (* 1944). Professorin an der Ecole Polytechnique. Indextheorie elliptischer Operatoren.
  • Christine Bernardi (* 1955). Professorin an der Universität Paris VI. Numerik partieller Differentialgleichungen besonders der Hydrodynamik.
  • Christine Bessenrodt (* 1958), Algebra, Professorin in Hannover
  • Joan Birman (* 1927), Professorin an der Columbia University. Knotentheorie. Ruth Lyttle Satter Prize.
  • Lenore Blum (* 1942). Professorin an der Carnegie Mellon University. Mathematische Logik, Komplexitätstheorie (Zusammenarbeit mit Stephen Smale). Mit dem Informatiker Manuel Blum verheiratet.
  • Walentina Michailowna Borok (1931–2004). Professorin in Charkiw. Partielle Differentialgleichungen.
  • Hel Braun (1914–1986). Professorin in Hamburg. Schülerin von Carl Ludwig Siegel. Zahlentheorie, Quadratische Formen, Modulformen, Jordan-Algebren.
  • Kathrin Bringmann (* 1977). Professorin an der Universität Köln. Modulformen und Zahlentheorie (Mock-Thetafunktionen nach Ramanujan).

C

  • Mary Cartwright (1900–1998). Professorin am Girton College in Cambridge. Schülerin von Godfrey Harold Hardy in Oxford. Funktionentheorie, Differentialgleichungen. Einige Arbeiten mit John Edensor Littlewood sind Vorläufer der Chaostheorie. Präsidentin der London Mathematical Society, als erste Mathematikerin Fellow der Royal Society.
  • Sun-Yung Alice Chang (* 1948). China/USA. Professorin in Berkeley und Princeton. Analysis, unter anderem partielle Differentialgleichungen mit Anwendungen in der Differentialgeometrie. Ruth Lyttle Satter Prize. Mitglied der National Academy of Sciences.
  • Yvonne Choquet-Bruhat (* 1923). Frankreich. Professorin in Paris. Partielle Differentialgleichungen, Allgemeine Relativitätstheorie, mathematische Physik. Dannie Heineman Prize. Mit Gustave Choquet verheiratet.
  • Maria Chudnovsky (* 1977). Israel. Professorin an der Columbia University. Schülerin von Paul Seymour. Graphentheorie (bewies mit anderen die starke Vermutung für perfekte Graphen), kombinatorische Optimierung.
  • Fan Chung (auch Fan Chung Graham; * 1949), China/USA. War lange an den Bell Labs und ist Professorin an der University of California, San Diego. Graphentheorie. Mit Ronald Graham verheiratet.
  • Elizabeth Frances Cope (geb. Thorndike; 1902–1982). Promovierte bei George David Birkhoff. Lehrte unter anderem am Vassar College. Differentialgleichungen.
  • Gertrude Mary Cox (1900–1978). Professorin für Statistik an der North Carolina State University. Versuchsplanung.

D

  • Ingrid Daubechies (* 1954). Belgien/USA. Professorin an der Princeton University. Einführung der Wavelets. Mitglied der National Academy of Sciences. Leroy P. Steele Prize, Ruth Lyttle Satter Prize und zahlreiche weitere Ehrungen.
  • Irit Dinur. Israelische Informatikerin, Professorin am Weizmann Institut. Ihr gelang ein neuer einfacherer Beweis des PCP-Theorems.

E

F

G

  • Ursula Gather (* 1953), Professorin für mathematische Statistik in Dortmund.
  • Hilda Geiringer (1893–1973). Deutschland/USA. Statistik, Plastizitätstheorie. War zeitweise mit Richard von Mises verheiratet. Sie war die erste Frau in Deutschland, die sich in angewandter Mathematik habilitierte (eine Professur zerschlug sich, da sie Jüdin war).
  • Maria-Pia Geppert (1907–1997). Professorin für Biostatistik in Frankfurt und Tübingen.
  • Adele Goldstine (1920–1964). Informatikerin. Mitarbeiterin ihres Ehemanns Herman H. Goldstine an frühen Computerprojekten.
  • Shafrira Goldwasser (* 1958). Israel. Professorin am Weizmann-Institut. Verschiedene innovative Verfahren der Kryptographie und algorithmischen Zahlentheorie. Miterfinderin der Zero-Knowledge-Beweise.
  • Carolyn Gordon (* 1950). Professorin am Dartmouth College. Differentialgeometrie. Gab 1992 mit Kollegen Beispiele für einfache isospektrale Mannigfaltigkeiten und löste so ein berühmtes Problem von Mark Kac (Can one hear the shape of a drum?) negativ.
  • Sheila A. Greibach (* 1939). Informatikprofessorin an der UCLA.
  • Alice Guionnet (* 1969). Forschungsdirektorin des CNRS an der Ecole Normale Superieure in Lyon. Spin-Gläser, Zufallsmatrizen, Wahrscheinlichkeitstheorie. Sie erhielt den Loève-Preis und den Oberwolfach-Preis.

H

  • Ursula Hamenstädt, Professorin in Bonn, Differentialgeometrie. Schülerin von Wilhelm Klingenberg.
  • Jenny Harrison (* 1949), Professorin in Berkeley. Geometrische Analysis.
  • Hu Hesheng (* 1928). China. Professorin an der Fudang Universität. Differentialgeometrie, zum Beispiel Eichtheorien.
  • Maria Hoffmann-Ostenhof (* 1947). Mathematische Physikerin an der Universität Wien.
  • Olga Holtz (* 1973). Russische Mathematikerin. Professorin an der TU Berlin und in Berkeley. EMS-Preis. Kombinatorik, lineare Algebra, Informatik, numerische Analysis.
  • Grace Hopper (1906–1992). Computerpionierin (frühe Programmiersprachen, Compiler). Sie arbeitete in der Computerindustrie und brachte es in der US Navy Reserve zum Flotillenadmiral.
  • Annette Huber-Klawitter (* 1967), Professorin in Freiburg. Arithmetische Geometrie. EMS-Preis, Leibniz-Förderpreis.

J

  • Svetlana Jitomirskaya (* 1966), sowjetisch-US-amerikanische Mathematikerin, Tochter von Walentina Borok. Professorin an der University of California, Irvine. Zum Beispiel nichtstörungstheoretische Lokalisierung in mathematischer Physik. Ruth-Lyttle-Satter-Preis.

K

  • Carol Karp (1926–1972), US-amerikanische mathematische Logikerin. Schülerin von Leon Henkin und Professorin an der University of Maryland. Ein Logikpreis ist nach ihr benannt.
  • Svetlana Katok (* 1947), russisch-US-amerikanische Mathematikerin. Professorin an der Pennsylvania State University (wie ihr Mann Anatole Katok). Dynamische Systeme mit Anwendungen auf Modulformen und Zahlentheorie.
  • Bruria Kaufman (1918–2010), mathematische Physikerin. Professorin in Haifa und am Weizmann-Institut. In den 1950er Jahren Mitarbeiterin von Einstein, bekannt für Arbeiten über das Ising-Modell im Anschluss an Lars Onsagers exakte Lösung.
  • Linda Keen (* 1940). US-Amerikanerin. Professorin an der City University of New York (CUNY). Höherdimensionale hyperbolische Geometrie, Riemannsche Flächen und Teichmüllerräume.
  • Ljudmila Wsewolodowna Keldysch (1904–1976), Professorin am Steklow-Institut, deskriptive Mengenlehre, geometrische Topologie. Mit Pjotr Sergejewitsch Nowikow verheiratet und Mutter von Sergei Petrowitsch Nowikow.
  • Ruth Kellerhals, Differentialgeometrie, Globale Analysis. Wurde 1988 in Basel promoviert und war am Max Planck Institut als Assistentin von Friedrich Hirzebruch. Professorin an der Universität Fribourg.
  • Ina Kersten, Professorin in Göttingen. Schülerin von Ernst Witt. Algebra, quadratische Formen. Als erste Frau Präsidentin der Deutschen Mathematikervereinigung.
  • Barbara Keyfitz. Professor an der Ohio State University. Nichtlineare partielle Differentialgleichungen. Noether Lecturer 2012.
  • Frances Kirwan (* 1959), Britin. Professorin in Oxford. Algebraische Geometrie, Symplektische Geometrie. Whitehead-Preis und Fellow der Royal Society.
  • Claudia Klüppelberg (* 1953), Professorin für mathematische Statistik an der TU München. Finanzmathematik, Risikoanalyse, Extremwerttheorie, Versicherungsmathematik.
  • Nancy Kopell (* 1942), Professorin an der Boston University. Dynamische Systeme in der Biologie.
  • Cecilia Krieger (1894–1974), Professorin an der Universität Toronto, Topologie
  • Wera Nikolajewna Kublanowskaja (* 1920), Steklow-Institut Leningrad. Unabhängige Einführung des QR-Algorithmus.
  • Krystyna Kuperberg (* 1944), polnisch-US-amerikanische Professorin an der Auburn University. Topologie dynamischer Systeme.

L

  • Olga Alexandrowna Ladyschenskaja (1922–2004), Direktorin am Steklow Institut in Leningrad. International bekannte Expertin für partielle Differentialgleichungen insbesondere in der Hydrodynamik.
  • Susan Landau (* 1954), Informatikerin bei Sun Microsystems, in den USA auch öffentlich breiteren Kreisen bekannte Expertin für Datensicherheitsfragen. Algorithmentheorie.
  • Ruth Lawrence, nach frühreifer mathematischer Entwicklung Professorin an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Algebraische und kombinatorische Strukturen in mathematischer Physik.
  • Emma Lehmer (1906–2007). Stammte aus Russland und arbeitete später eng mit ihrem Mann Derrick Lehmer in Berkeley in algorithmischer Zahlentheorie zusammen. Wie auch bei Mary Ellen Rudin oder Olga Taussky-Todd verhinderten damals bestehende zur Verhinderung des Nepotismus in den USA erlassene Regeln, dass ein Ehepaar gleichzeitig Professuren im selben Fachbereich an einer Universität haben konnte.
  • Tan Lei (* 1963), chinesisch-französische Mathematikerin, Professorin in Angers. Wichtige Arbeiten über die Mandelbrot- und Julia-Menge.
  • Paulette Libermann (1919–2007), französische Mathematikerin, Professorin in Paris. Symplektische Geometrie und Differentialgeometrie.
  • Barbara Liskov (* 1939), Informatikerin, Professorin am MIT, Turing Award.
  • Nancy Lynch (* 1948), US-amerikanische Informatikerin am MIT, Expertin für verteilte Systeme und verteiltes Rechnen.

M

  • F. Jessie MacWilliams (1917–1990). Britin, die an den Bell Laboratories arbeitete und eine führende Rolle in der Kodierungstheorie hatte.
  • Penelope Maddy (* 1950), Professorin an der University of California, Irvine. Einflussreiche Arbeiten in der Philosophie der Mathematik.
  • Matilde Marcolli (* 1969), Italienerin. Ursprünglich Physikerin, war lange am Max-Planck-Institut in Bonn und ist Professorin am Caltech. Führend in der nichtkommutativen Geometrie, wo sie mit deren Begründer Alain Connes zusammenarbeitete und diese sowohl in der Physik als auch in der Zahlentheorie anwandte.
  • Dusa McDuff (* 1945). Britin, Professorin in Stony Brook. Symplektische Topologie. Mitglied der Royal Society und der National Academy of Sciences. Ruth Lyttle Satter Prize. Verheiratet mit John Willard Milnor.
  • Maryam Mirzakhani (* Mai 1977 in Teheran). Iran/USA. Professorin in Stanford. Symplektische Geometrie, Hyperbolische Geometrie, Teichmüllertheorie, Ergodentheorie. Schülerin von Curtis McMullen.
  • Susan Montgomery, Professor an der University of Southern California, Hopf-Algebren und ihre Darstellung. Noether-Lecturer 2011.
  • Cathleen Synge Morawetz (* 1923), Kanada/USA, Tochter von John Lighton Synge, Professorin am Courant Institute. Partielle Differentialgleichungen. Zahlreiche Auszeichnungen wie National Medal of Science und Leroy P. Steele Prize. War Präsidentin der American Mathematical Society und ist Mitglied der National Academy of Sciences.
  • Ruth Moufang (1905–1977), Professorin an der Universität Frankfurt. Erste beamtete deutsche Mathematikprofessorin.[3] Algebra, Geometrie, Kombinatorik, zum Beispiel Moufangebene.

N

  • Martha Näbauer (* 1914; † nach 1970), Professorin für mathematische Geodäsie an der TU München.
  • Gabriele Nebe (* 1967), Professorin an der RWTH Aachen. Kodierungstheorie, Gitter, Modulformen, ganzzahlige Darstellungen endlicher Gruppen.
  • Evelyn Nelson (1943–1987), Professorin McMaster University, Algebra, nach ihr und Cecilia Krieger ist der Krieger-Nelson-Preis der Canadian Mathematical Society benannt
  • Hanna Neumann (1914–1971), deutsch-australische Mathematikerin. Emigrierte mit ihrem jüdischen Mann Bernhard Neumann über Großbritannien nach Australien. Beschäftigte sich wie Bernhard Neumann mit Gruppentheorie. Professorin an der Australian National University in Canberra.
  • Phyllis Nicolson (1917–1968), britische Mathematikerin, die zuletzt in Cambridge forschte. Crank-Nicolson-Verfahren zur Lösung der Wärmeleitungsgleichung.
  • Alon Nilli, Pseudonym, Widerlegung der Borsuk-Vermutung.
  • Emmy Noether (1882–1935), Tochter von Max Noether, Professorin in Göttingen und nach aufgrund ihrer jüdischen Abstammung erzwungenen Emigration in Bryn Mawr. Sie spielte eine zentrale Rolle in der Entwicklung der modernen Algebra in den 1920er Jahren und ist auch in der Physik für die Entdeckung des Zusammenhangs von Symmetrieprinzipien und Erhaltungssätzen bekannt. Sie gilt als bisher bedeutendste Mathematikerin, nach ihr sind auch verschiedene Preise für Frauen in der Mathematik benannt. Sie ist die erste Frau, die in Deutschland in Mathematik promoviert wurde (1919), nachdem eine frühere Eingabe 1915 trotz Hilberts Protest („Die Universität ist keine Badeanstalt“) noch abschlägig beschieden wurde. Sie war auch die erste außerordentliche Professorin (1922) in Mathematik in Deutschland.[4]

O

  • Olga Olejnik (1925–2001), Professorin an der Lomonossow-Universität. Partielle Differentialgleichungen, Topologie algebraischer Varietäten, mathematische Physik.
  • Kathleen Ollerenshaw (* 1912), britische Mathematikerin, ehemalige Bürgermeisterin von Manchester. Arbeiten zur Kombinatorik und Unterhaltungsmathematik.

P

  • Erika Pannwitz (1904–1975), deutsche Mathematikerin. Promovierte bei Heinz Hopf. Geometrische Topologie (Knotentheorie). Mitarbeiterin beim Zentralblatt für Mathematik in Ostberlin.
  • Raman Parimala (* 1948), indische Mathematikerin. Algebraische Gruppen, Quadratische Formen, Galoiskohomologie. Löste einige lange offene Vermutungen. War lange Professorin am Tata Institut in Bombay und ist heute an der Emory University.
  • Bernadette Perrin-Riou (* 1955), Universität Paris. Zahlentheorie, Arithmetische Geometrie. Ruth Lyttle Satter Prize.
  • Stefanie Petermichl, deutschstämmige Professorin an der University of Texas at Austin. Analysis. Promovierte 2000 bei Alexander Volberg. Erhielt 2006 den Salem-Preis.
  • Rózsa Péter (1905–1977), Ungarin. Professorin an der Universität Budapest. Wesentliche Beiträge zur Theorie rekursiver Funktionen.
  • Vera Pless (* 1931). Arbeitete als Mathematikerin für die US Airforce und war später Professorin an der University of Chicago. Fehlerkorrigierende Codes.
  • Pelageja Jakowlewna Polubarinowa-Kotschina (auch Kochina; 1899–1999), war am Steklow-Institut in Moskau, in Nowosibirsk und an der Akademie der Wissenschaften in Moskau (Institut für Mechanik). Angewandte Probleme der Hydrodynamik. Schrieb eine Biographie der Sofia Kowalewskaja.
  • Cheryl Praeger (* 1948), australische Mathematikerin. Professorin an der University of Western Australia. Gruppentheorie und Kombinatorik. Ist Mitglied der Australischen Akademie der Wissenschaften und war Präsidentin der australischen Mathematikervereinigung.

R

  • Marina Ratner (* 1938). Russisch-US-amerikanische Mathematikerin, Professorin in Berkeley. Ergodentheorie. Erhielt den Ostrowski-Preis. Mitglied der National Academy of Sciences.
  • Michèle Raynaud (* 1938). Gehörte wie ihr Mann Michel Raynaud in den 1960er Jahren zum Kreis von Alexander Grothendieck, bei dem sie 1972 in Paris promoviert wurde. Algebraische Geometrie.
  • Mina Rees (1902–1977). Schülerin von Leonard Dickson. War lange Leiterin der Mathematik beim Office of Naval Research. Mitglied der National Academy of Sciences. Algebra, Numerik partieller Differentialgleichungen.
  • Julia Robinson (1919–1985), US-amerikanische mathematische Logikerin, Schülerin von Alfred Tarski und später Professorin in Berkeley. Wichtige Arbeiten im Umfeld von Hilberts zehnter Vermutung, Rekursionstheorie und Entscheidbarkeitsfragen. War als erste Frau Präsidentin der American Mathematical Society. Mitglied der National Academy of Sciences.
  • Nina Arkadjewna Rosenson (1909–1942), von den Nationalsozialisten im Kaukasus ermordete jüdische Mathematikerin der Leningrader Schule. Differentialgeometrie.
  • Linda Rothschild (* 1945). Professorin an der University of California in San Diego. Liegruppen, Analysis mehrerer komplexer Variabler.
  • Marie-Françoise Roy (* 1950). Professorin an der Universität Rennes I. Reelle algebraische Geometrie.
  • Mary Ellen Rudin (* 1924), Professorin an der University of Wisconsin. Bekannt für die Konstruktion verschiedener Gegenbeispiele in der Topologie. Mit dem Analytiker Walter Rudin verheiratet.

S

  • Laure Saint-Raymond (* 1975). Professorin an der Ecole Normale Superieure. Nichtlineare partielle Differentialgleichungen wie Boltzmanngleichung und verschiedene hydrodynamische Gleichungen. EMS-Preis und Ruth Lyttle Satter Prize.
  • Judith D. Sally (* 1937). Professorin an der Northwestern University. Kommutative Algebra.
  • Jane Cronin Scanlon (* 1922). US-Amerikanerin. Professorin an der Rutgers University. Anwendungen von Differentialgleichungen in der Biologie, zum Beispiel Nervenleitung.
  • Doris Schattschneider (* 1939). Professorin am Moravian College (Bethlehem (Pennsylvania)). Parkettierungen, Geometrie. Schrieb Bücher über M. C. Eschers Kunst. War Vizepräsidentin der MAA.
  • Leila Schneps (* 22. Dezember 1961), USA/Frankreich, Forscht für das CNRS am Institut Mathematiques de Jussieu, Paris. Grothendiecks Theorie der Kinderzeichnungen, inverse Galoistheorie. Gründungsmitglied des Grothendieck Circle. Schreibt Kriminalromane als Catherine Shaw.
  • Elizabeth Scott (1917–1988), US-amerikanische Statistikerin, Mitarbeiterin von Jerzy Neyman in Berkeley. Anwendungen der Statistik unter anderem in Astronomie, Meteorologie, Medizin.
  • Marjorie Senechal (* 1939). Professorin am Smith College. Geometrie, Quasikristalle, Pflasterungen.
  • Sylvia Serfaty. Wurde 1999 bei Fabrice Béthuel promoviert. War am Courant Institute und ist Professorin in Paris. EMS-Preis. Analytische Behandlung des Ginzburg-Landau-Modells.
  • Caroline Series (* 1951). Professorin an der University of Warwick. Dynamische Systeme, hyperbolische Geometrie, Kleinsche Gruppen. Whitehead-Preis. Ko-Autorin mit David Mumford und David Wright von Indra’s Pearls.
  • Diana Shelstad (* 1947). Australien/USA. Schülerin von Robert Langlands und Professorin an der Rutgers University. Langlands-Programm.
  • Lesley Sibner (* 1934). Professorin am Brooklyn Polytech. Partielle Differentialgleichungen, speziell in Eichtheorien.
  • Ana Cannas da Silva, Professorin in Lissabon. Symplektische Geometrie, geometrische Topologie, geometrische Analysis.
  • Rodica Simion (1955–2000). Rumänien/USA. Professorin an der George Washington University. Kombinatorik.
  • Karen Smith (* 1965). Professorin an der University of Michigan. Schülerin von Melvin Hochster. Algebraische Geometrie, Kommutative Algebra. War mit Juha Heinonen verheiratet. Ruth Lyttle Satter Prize.
  • Agata Smoktunowicz (* 1973). Polin. Professorin in Edinburgh. EMS-Preis. Löste einige lange offene Vermutungen in der Algebra.
  • Nina Snaith, Professorin (Reader) in Bristol. Zufallsmatrizen mit Anwendungen in der Zahlentheorie, L-Funktionen und Zetafunktionen.
  • Vera T. Sós (* 1930). Ungarin. Professorin am Alfred Renyi Institut. Graphentheorie, Kombinatorik, Zahlentheorie. Arbeitete viel mit Paul Erdös. Ehefrau von Pal Turan.
  • Bhama Srinivasan (* 1935). Indien/USA. Professorin an der University of Illinois in Chicago. Darstellungstheorie von Gruppen.
  • Nancy Stanton (* 1948). Professorin an der University of Notre Dame. Analysis in mehreren komplexen Variablen.
  • Irene Stegun (1919–2008). Gab am National Bureau of Standards das bekannte Handbuch mathematischer Funktionen mit Milton Abramowitz heraus (Abramowitz-Stegun).
  • Catharina Stroppel, Professorin in Bonn. Algebra, Darstellungstheorie von Liealgebren mit Anwendungen in Topologie und mathematischer Physik, höhere Kategorientheorie.
  • Bella Abramowna Subbotowskaja (1938–1982), Mathematikerin, gründete eine jüdische Untergrunduniversität in Moskau. Fiel wahrscheinlich einem KGB Anschlag zum Opfer.
  • Wanda Szmielew (1918–1976). Polnische mathematische Logikerin. Schülerin von Alfred Tarski. Professorin in Warschau.

T

  • Éva Tardos (* 1957). Ungarische Informatikerin. Professorin an der Cornell University. Fulkerson-Preis.
  • Olga Taussky-Todd (1906–1995), gebürtige Österreicherin, später wie ihr Mann John Todd Professorin am Caltech. Zahlentheorie, später numerische lineare Algebra.
  • Jean Taylor (* 1944). Professorin an der Rutgers University und am Courant-Institut. War mit Frederick Almgren verheiratet und beschäftigte sich wie dieser mit geometrischen Variationsproblemen.
  • Mina Teicher. Professorin und Leiterin des Emmy-Noether-Instituts an der Bar-Ilan-Universität in Israel. Algebraische Geometrie, angewandte Mathematik.
  • Chuu-Lian Terng. Taiwan/USA. Professorin an der University of California, Irvine. Promovierte 1976 bei Richard Palais, mit dem sie verheiratet ist. Partielle Differentialgleichungen, Differentialgeometrie.
  • Audrey Terras (* 1942). Professorin an der University of California, San Diego. Zum Beispiel harmonische Analysis auf symmetrischen Räumen, Spektrum von Operatoren auf endlichen Gruppen und Graphen und Zetafunktion von Graphen
  • Abigail Thompson (* 1958). Professorin an der University of California, Davis. Geometrische Topologie in drei Dimensionen, Knotentheorie. Ruth Lyttle Satter Prize.
  • Ulrike Tillmann (* 1962), deutsch-britische Mathematikerin, Professorin in Oxford, algebraische Topologie mit Anwendung auf die Bestimmung der Kohomologie von Modulräumen Riemannscher Flächen. Whitehead-Preis und Mitglied der Royal Society.
  • Galina Nikolajewna Tjurina (1937–1971). Algebraische Geometrie (K 3 Flächen, Singularitätentheorie). Schülerin von Igor Schafarewitsch. Starb auf einem Kanuausflug im Ural. Schwester von Andrei Tjurin.

U

  • Karen Uhlenbeck (* 1942), Professorin in Chicago und Austin. Nichtlineare partielle Differentialgleichungen unter anderem in der Yang-Mills-Theorie. Sie erhielt den Leroy P. Steele Prize und die National Medal of Science.
  • Nina Nikolajewna Uralzewa (* 1934). Sie war Professorin an der Staatlichen Universität Leningrad. Schülerin von Olga Ladyschenskaja. Partielle Differentialgleichungen.

V

  • Michèle Vergne (* 1943). Frankreich. Sie war Professorin am MIT und ist Forschungsdirektorin des CNRS. Indextheorie elliptischer Operatoren, Darstellungstheorie von Liegruppen.
  • Marie-France Vignéras (* 1946). Professorin in Paris. Zahlentheorie, Algebraische Geometrie, Langlands-Programm.
  • Karen Vogtmann (* 1949). Professorin an der Cornell University. Geometrische Gruppentheorie (Konzept des Outer Space), niedrigdimensionale Topologie, Gruppenkohomologie.
  • Claire Voisin (* 1962). Professorin an der Universität Paris VI. Löste einige wichtige Probleme der algebraischen Geometrie. Mitglied der Academie des Sciences, EMS-Preis, Ruth Lyttle Satter Prize und zahlreiche weitere Preise.

W

  • Katrin Wendland (* 1970), war Professorin in Augsburg und ist zur Zeit Professorin in Freiburg im Breisgau. Geometrische Probleme aus dem Umfeld der Stringtheorie.
  • Annette Werner (* 1966), Professorin in Frankfurt am Main. Algebraische Geometrie, Darstellungstheorie (Theorie der Gebäude).
  • Anna Pell Wheeler (1883-1966), Professorin in Bryn Mawr, Theorie der Integralgleichungen und Funktionanalysis, langjährige Mitherausgeberin der Annals of Mathematics.
  • Mary F. Wheeler (* 1931), Professorin an der University of Texas at Austin, Numerik partieller Differentialgleichungen mit Anwendungen in der Ölindustrie und Umwelttechnik
  • Amie Wilkinson (* 4. April 1968), Professorin an der Northwestern University. Ergodentheorie. Ruth-Lyttle-Satter-Preis 2011
  • Melanie Wood (* 1981 in Indianapolis). Zur Zeit Assistant Professor an der University of Wisconsin. Zahlentheorie, Algebraische Geometrie. Schaffte es als erste Frau ins US-Team der Mathematikolympiade.
  • María Wonenburger (* 19. Juli 1927). Spanien/Kanada/USA. Professorin in Kanada, an der University of Buffalo und zuletzt an der University of Indiana. Liegruppen und Liealgebren.
  • Margaret Wright (* 1944), an den Bell Laboratories und Professorin am Courant-Institut in New York City, Präsidentin des SIAM, Optimierung, Scientific Computing, numerische lineare Algebra. Mitglied der National Academy of Sciences.
  • Sijue Wu (* 1964), chinesisch-US-amerikanisch, Professorin an der University of Michigan. Nichtlineare partielle Differentialgleichungen der Hydrodynamik. Ruth Lyttle Satter Prize.

Y

  • Lai-Sang Young (* 1952), chinesisch-US-amerikanische Mathematikerin, Professorin am Courant Institut, nichtlineare chaotische dynamische Systeme. Ruth Lyttle Satter Prize.

Mathematikhistorikerinnen

  • Kirsti Andersen (* 1941), Dänin, Professorin in Aarhus. Geschichte der frühen Analysis und der Perspektive. Mit Henk Bos verheiratet.
  • Catherine Goldstein (* 1958), Universität Paris. Geschichte der Zahlentheorie. Außerdem ist sie selbst Zahlentheoretikerin.
  • June Barrow-Green (* 1953), Open University. Insbesondere über Henri Poincaré, der zentralen Persönlichkeit der Mathematik, der Himmelsmechanik und später der theoretischen Physik in Frankreich und darüber hinaus in Europa Ende des 19. Jahrhunderts.
  • Isabella Grigorjewna Baschmakowa (1921–2005), Professorin an der Lomonossow-Universität, Schülerin des russischen Nestors der Mathematikgeschichte Adolf Juschkewitsch. Insbesondere zu Diophant.
  • Yvonne Dold-Samplonius (* 1937), Niederlande, Universität Heidelberg. Islamische Mathematik des Mittelalters. Mit Albrecht Dold verheiratet.
  • Kim Plofker (* 1964), Dibner Institut, führende westliche Spezialistin für indische Mathematik.
  • Karen Parshall (* 1955), Professorin an der University of Virginia. Geschichte der Mathematik in den USA, das sich aus bescheidenen Anfängen im 19. Jahrhundert zur führenden Nation in der Mathematik entwickelte. Biographin von James Joseph Sylvester.
  • Karin Reich (* 1941), Nachfolgerin von Christoph J. Scriba auf dem lange wichtigsten westdeutschen Lehrstuhl für Mathematikgeschichte in Hamburg. Aus der Münchner Schule von Wissenschaftshistorikern, wo sie bei Helmuth Gericke promovierte. Geschichte des Vektor- und Tensorkonzepts und der Differentialgeometrie. Biographin von Gauß.
  • Constance Reid (1918–2010), Schwester von Julia Robinson und bekannt durch Biographien von David Hilbert, Richard Courant und andere Mathematiker. Sie fixierte viel nur mündlich als Mathematische Folklore Überliefertes aus Göttingen, dem zur Zeit der Hilbert- und Courant-Schule bis zur Zerstörung durch die Nationalsozialisten weltweit führenden mathematischen Zentrum.
  • Eleanor Robson, Assyriologin und Professorin in Oxford, eine führende Spezialistin für Mathematik in Mesopotamien
  • Denise Schmandt-Besserat (* 1933), Frankreich/USA, Archäologin, Professorin an der University of Texas at Austin, frühe Zahlzeichen (Token) im Nahen Osten und früheste Entwicklung der Rechentechnik in Mesopotamien.
  • Eva G. R. Taylor (1879–1969), Erste Professorin für Geographie in England, an der Universität London, die in Fragen der Akzeptanz von Frauen als Wissenschaftlerinnen in England eine Führungsrolle hatte. Entwicklung der Mathematik in der frühen Neuzeit Großbritanniens in der ganzen Breite angewandter Wissenschaften (wie Vermesser, Instrumentenbauer und Navigatoren), die damals dazuzählten
  • Renate Tobies (* 1947), Universität Jena, aus der Leipziger Schule von Hans Wußing, befasste sich besonders mit Felix Klein, einer zentralen Figur in der Mathematik in Deutschland von den 1870er Jahren bis ins frühe 20. Jahrhundert
  • Annette Warner (geb. Imhausen; * 1970), Deutschland. Professorin in Frankfurt. Ägyptische Mathematik (sie ist auch Ägyptologin).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Renate Tobies: Frauen in der Mathematik, DMV-Webseite
  2. Sofja Kowalewskaja war 1874 in Göttingen noch in absentia nur durch Einreichung von Arbeiten promoviert worden. Biographie von Grace Chisholm Young am Agnes Scott College von Larry Riddle
  3. Emmy Noether war außerordentliche, nicht verbeamtete Professorin
  4. Renate Tobies: Frauen in der Mathematik, DMV

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