Corvey


Corvey
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Territorium im Heiligen Römischen Reich

Corvey
Wappen
Corvey-abt.PNG
Karte
Locator Abbey of Corvey (1560).svg
Stift Corvey 1560
Alternativnamen Stift Corvey, Kurfei
Herrschaftsform Wahlfürstentum/Ständestaat
Herrscher/Regierung Abt, Fürstabt
ab 1792: Fürstbischof
Heutige Region/en DE-NW
Reichstag Reichsfürstenrat, 1 Kuriatsstimme im schwäbischen Reichsprälatenkollegium
ab spätestens 1586: 1 Virilstimme auf der geistlichen Bank
Reichsmatrikel 2 Reiter, 9 Fußsoldaten, 120 Gulden (1522)
Reichskreis niederrheinisch-westfälisch
Hauptstädte/Residenzen Corvey
Konfession/Religionen römisch-katholisch
Sprache/n Deutsch, Niederdeutsch, Lateinisch
Fläche 275 km² (um 1800)
Einwohner 10.000 (um 1800)
Aufgegangen in 1803: Nassau-Oranien
1807: Kgr Westphalen
1815: Preußen
1820: Fürstentum Ratibor

Corvey (früher auch: Corbei(y)a nova (823), Corp(h)eia nova (889), Corbia (1252), Corveg(h)e (1321), Corveyge (14. Jahrhundert), Korvei(y) (18. Jahrhundert))[1] ist eine ehemalige reichsunmittelbare Benediktinerabtei in Höxter direkt an der Weser im heutigen Nordrhein-Westfalen. Corvey war eines der bedeutendsten karolingischen Klöster, es verfügte über eine der wertvollsten Bibliotheken des Landes, und zahlreiche Bischöfe gingen aus der Abtei hervor. Eine kulturelle Blütezeit erlebte das Kloster im 9. und 10. Jahrhundert. Nach einer Phase der Krise wurde Corvey im 11. Jahrhundert zu einem Reformkloster. Später baute es ein geschlossenes Territorium auf, verlor aber im Spätmittelalter an Bedeutung. Corvey gehörte in der Frühen Neuzeit zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. Der Abt verfügte über eine Virilstimme im Reichsfürstenrat. Die Folgen des dreißigjährigen Krieges waren existenzbedrohend. Seit dem späten 17. Jahrhundert und im frühen 18. Jahrhundert erfolgte ein Wiederaufschwung. In der Folgezeit verlor die Abtei wieder an Bedeutung und Anziehungskraft. Im Jahr 1792 wurde das Kloster daher auf eigenes Bestreben in ein Fürstbistum umgewandelt. Bereits 1803 wurde die territoriale Selbständigkeit vom Reichsdeputationshauptschluss aufgehoben, das Bistum blieb aber bis 1825 bestehen. Nach verschiedenen Zwischenstufen kam der Besitz an das Haus Ratibor und Corvey aus dem Haus Hohenlohe.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gründung

Corvey, Westwerk

Nach der Eroberung Sachsens wollte Karl der Große die Christianisierung in dem neu gewonnenen Gebiet durch die Gründung eines Reichsklosters festigen und fördern. Durch den Tod Karls verzögerte sich die Umsetzung der Pläne.[2] Die Halbbrüder Adalhard, Abt von Corbie (Corbeia Aurea) an der Somme, und Wala, ein Vetter Karls des Großen, gründeten mit Zustimmung von Ludwig dem Frommen 815 oder 816 als Nova Corbeia (neues Corbie) das erste Kloster im Land der Sachsen in Hethis, zunächst als Propstei von Corbie. Dort her kamen auch die ersten Mönche. Der Konvent verlegte seinen Sitz im Jahre 822 an die Stelle des heutigen Corvey. Damit lag das Kloster etwas östlich vom Königsgut Huxori (später Höxter). Dieses lag am Übergang des Hellwegs über die Weser. Im Zusammenhang mit der Übersiedlung wurde der Konvent etwa zur Hälfte durch Mönche aus dem Kloster Fulda erweitert. Gleichzeitig wurde es mit kaiserlicher Unterstützung von Corbie unabhängig, auch wenn Corvey bis 826 noch in Personalunion mit dem Mutterkloster geleitet wurde.

Der Kaiser schenkte Corvey 823 den Königshof sowie Reliquien des Heiligen Stephanus. Gleichzeitig wurde Corvey der Besitz aller bisher Corbie eigenen Güter in Sachsen bestätigt. Dem Kloster wurde die Immunität und die freie Abtswahl gewährt. Welch enge Beziehung zwischen Kloster und Königtum bereits in dieser Zeit bestanden, zeigt die Tatsache, dass Corvey zum unfreiwilligen Aufenthaltsort des in Ungnade gefallenen Hilduin von Saint-Denis wurde. Vor diesem Hintergrund vollzog sich 836 die Übertragung (Translatio) der Reliquien des Heiligen Vitus aus der Basilika Saint-Denis bei Paris. Dadurch wurde Vitus zum Stammesheiligen der Sachsen. Später ging auch das Vituspatrozinium[3] der Bischofskirche in Prag auf Corvey zurück. Das den bedeutenden Heiligen Stephanus und Vitus geweihte Corvey wurde zum Ziel zahlreicher Pilger. Von der Übertragung berichtet eines der wichtigsten Werke aus der frühen Geschichte Corveys die Translatio sancti Viti.Neben dem benachbarten Stift Herford wurde Corvey zu einem Zentrum der frühen Mission in Skandinavien. 823 wurde Ansgar (später Bischof von Hamburg-Bremen) als Lehrer und Prediger vom Mutterkloster Corbie nach Corvey entsandt. Über die Person Ansgars hatte Corvey Anteil an den ersten Missionierungsversuchen in Skandinavien.[4]

Im Gegensatz zur Regula Benedicti nahm Corvey keine Mönche aus niederen Gesellschaftsschichten auf. Die Brüder kamen durchweg aus dem hohen Adel Frankens und Sachsens.[5]

Materielle Basis

Säulen des Corveyer Westwerks

Durch königliche Güterübertragungen und Schenkungen des sächsischen Adels war Corvey eines der reichsten Klöster im deutschen Raum.[6] Festgehalten wurden die Erwerbungen in den Corveyer Traditionen.

Noch im 14. Jahrhundert verfügte das Kloster über 60 Kirchen. Diese gruppierten sich insbesondere um die Propsteien Gröningen und Obermarsberg, die ehemalige Missionskirche Meppen und Corvey selbst. In deren Nähe lagen zwei kleinere (später aufgegebene oder verlegte) Propsteien oder Stifte Nienkerken und tom Roden. Hinzu kam das von Corvey gegründete Kloster Schaaken, das unterstellte Kloster Werbe sowie das Kloster Kemnade.

Corvey verfügte auch über umfangreichen Landbesitz. Diesen verdankte es nicht zuletzt königlichen Schenkungen. Dabei kamen Höxter, die Eresburg und Meppen unter Ludwig dem Frommen (778-840) in den Besitz Corveys. Ludwig der Deutsche (um 806-876) schenkte der Abtei Hemeln, Hemmendorf und die Abtei Visbeck, Zehntkirchen im Bistum Osnabrück sowie Weinberge bei Litzig an der Mosel. Lothar I. (795-855) schenkte dem Kloster auch Rügen und dessen Umland. Allerdings konnte Corvey diesen teilweise bis in die Neuzeit auch durch Fälschung von Urkunden erhobenen Anspruch nie durchsetzen. Kaiserin Judith (795-843) soll nach der Überlieferung des Klosters ein kostbares Kreuz gestiftet haben. Bis zur Aufhebung des Klosters wurde zum Gedenken daran alljährlich an die Armen das Judithbrot verteilt.[7]

Ein Schwerpunkt des Grundbesitzes war das Gebiet um Corvey selbst an der oberen Weser. Hinzu kamen das sogenannte Corveyer Nordland im Bereich der unteren Ems über die Hase bis zur Hunte, das Gebiet um Marsberg an der Diemel sowie die Besitzungen an der mittleren Leine und im damaligen Ostsachsen um Gröningen. Gegliedert war der Besitz in Villikationen aus mehreren Höfen. Bis ins 17. Jahrhundert konnte Corvey auch die formelle Oberlehnshoheit über die Grafschaft Schwalenberg behaupten.

Bereits 833 hat das Kloster das Münzrecht für den Markt der Laiensiedlung Corvey erhalten. Dieses Privileg war das erste seiner Art im ostfränkischen Reich. Anfangs wurden Münzen des Reichstyps geschlagen, die sich daher nicht einzelnen Münzstätten zuweisen lassen. Im Laufe des 11. Jahrhunderts entwickelten sich in Corvey eigene Münztypen. Als erster Abt erscheint Saracho von Rossdorf auf einer Münze. Nicht nur in Corvey selbst, sondern auch an anderen Orten hatte die Abtei Münzrecht. Seit 900 hatte es ein solches in Marsberg. Im Jahr 945 folgte Meppen. Im 13. Jahrhundert gab es auch Münzstätten in Volkmarsen und Höxter. Zumindest zeitweise konnte der Erzbischof von Köln in seiner Eigenschaft als Herzog von Westfalen im 13. Jahrhundert Corvey das Münzrecht in Corvey, Marsberg und Volkmarsen streitig machen. Dort kam im 14. Jahrhundert die Prägung ganz zum Erliegen. In Höxter wurden die Prägungen mit verschiedenen Unterbrechungen bis fast zum Ende der Abtei fortgesetzt. Neben Silbermünzen wurden Kupfer- und Goldmünzen geschlagen. Die letzten Prägungen von Kupfermünzen im Wert von 2 und 4 Pfennig erfolgten 1787.[8]

Die Siedlung Corvey entwickelte sich zur Stadt. Diese war der Konkurrenz mit Höxter allerdings nicht gewachsen. Deren Bürger zerstörten zusammen mit dem Bischof von Paderborn 1265 die Stadt Corvey. Diese wurde wiederaufgebaut, sank aber bereits im 14. Jahrhundert zur Minderstadt („Freiheit“) und danach zu einem Dorf herab, ehe die Siedlung im 15. Jahrhundert wüst fiel.

Aus den Einkünften speiste sich einmal der Unterhalt des Konvents und zum anderem der Bedarf des Abtes. Hier fielen erhebliche Summen für Repräsentation, den Königsdienst, die Kosten für die Unterbringungen des königlichen Hofes und für den Bau und Unterhalt der Kirche und Gebäude an.[9]

Kulturelle Blütezeit

Seite aus der in Corvey entstandenen Heliandhandschrift

Corvey wurde im 9. und 10. Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Zentren der christlichen Kultur in Nordwesteuropa. Die Anfänge der Klosterbibliothek, die während der Säkularisation verstreut wurde, legte bereits Ludwig der Fromme. Heute noch erhalten sind die sächsischen Gesetze Karls des Großen, die fünf ersten Bücher der Annalen des Tacitus sowie Schriften des Cicero. Das Kloster wurde zu einem der wichtigsten Vermittler der westfränkischen Kultur in Sachsen. Der Höhepunkt dieser Phase lag in der Zeit der Äbte Bovo I. und Bovo II. zwischen 879 und 916. Neben den Äbten selbst ist der in Corvey wirkende Dichter Agius und der Geschichtsschreiber Poeta Saxo zu nennen. Im Kloster entstanden außer dem bereits erwähnten Translationsbericht des heiligen Vitus verschiedene Viten und die Annales Corbeiienses. Bovo II. verfasste einen Kommentar zu Boëthius. Auch die sich heute in München befindende Heliandhandschrift befand sich einst im Kloster. Ausstrahlung hatte auch die in Corvey praktizierte Liturgieform mit den monastischen Stundengebeten.[7] Für die große Bedeutung des Klosters zu dieser Zeit spricht, das neben Bischof Ansgar auch dessen vier Nachfolger aus Corvey hervorgingen. Insgesamt kamen 23 Bischöfe in den ersten vier Jahrhunderten des Bestehens aus diesem Kloster. Dass auch Papst Gregor V. aus Corvey stammte, gehört wohl eher in den Bereich der Legende.

Die dreischiffige Basilika St. Stephanus und St. Vitus wurde 830 begonnen und 844 geweiht. 873–885 wurde das Westwerk nach dem Vorbild der Aachener Pfalzkapelle angeschlossen, heute nicht nur das älteste westfälische Baudenkmal und ehrfurchtsvoll das „Heiligtum“ Westfalens genannt, sondern das älteste erhaltene Westwerk überhaupt. Es war das größte Gebäude des norddeutschen Raumes seiner Zeit. Die dort vorhandenen Fresken aus dem 9. Jahrhundert zeigen antike Motive der Odyssee.

Die neue Kirche sah 889 den Besuch von König Arnulf und Abt Bovo I. präsentierte das Kloster als Memorialstiftung für das karolingische Königshaus. Nach dem Tod von Ludwig dem Kind und dem Ende der ostfränkischen Karolinger 911 blieb Corvey das bedeutendste Kloster im sächsischen Raum, bewahrte aber noch, ohne diese völlig einzubüßen. Seit dem ersten Besuch Konrad I. im Jahr 913 diente Corvey vielfach als Klosterpfalz. Bis 1203 sind 23 Besuche von Königen nachgewiesen. Wahrscheinlich war die Zahl der Besuche jedoch noch höher. Die Besuche der Könige zeugen zwar vom Ansehen Corveys, sie haben die Wirtschaft des Klosters aber auch stark belastet.[10]

Im 10. Jahrhundert endeten die Beziehungen zur Kultur des westfränkischen Reiches. Stattdessen verengten sich die geistigen Beziehungen auf den sächsischen Bereich. Als einer der Hauptvertreter der ottonischen Renaissance gilt Bovo III. Außerdem wirkte dort zwischen 942 und 973 der Chronist Widukind von Corvey, der unter anderem hier seine „Sachsengeschichte“ schuf.

Reformkloster

Tor der Klosteranlage Corvey
Innenhof der Klosteranlage Corvey

Im Laufe der Zeit ließ die Klosterzucht nach. Mit Kaiser Heinrich II. begann die Zeit als Reformkloster. Er hat 1015 unter dem Einfluss von Meinwerk, dem Bischof von Paderborn, Abt Walo abgesetzt und an dessen Stelle Druthmar eingesetzt. Dieser stammte aus dem Kloster Lorsch und war mit der Gorzer Reformbewegung verbunden. Nur gegen harten Widerstand konnte er diese Veränderungen durchsetzen. Ein Großteil der Mönche verließ das Kloster. Es blieben nur neun Brüder in der Abtei. In der Folge kamen weitere Äbte aus Lorsch oder Echternach. Zur Zeit von Abt Markward orientierte sich Corvey teilweise an der Hirsauer Reform. Allerdings gab es wesentliche Unterschiede. Während in den Klöstern der Hirsauer Reform der jeweilige Ortsbischof den neugewählten Äbten den Bischofsstab überreichte, nahm ihn in Corvey der erwählte Abt selbst vom Altar. Eine Unterstellung unter Hirsau gab es nicht. Stattdessen gab es einen Verbrüderungsvertrag beider Klöster. Neben den von Anno II. ausgehenden Impulsen, wie der Gründung von Kloster Grafschaft, wurde Corvey zu einem Zentrum der Klosterreform im westfälischen Raum. In der folgenden Zeit wurde es selber zu einer Reformkraft und entsandte Mönche und Äbte in sechs weitere Klöster Sachsens. Anderswo stellten Corveyer Mönche den Gründungskonvent. Außerdem hat Corvey in dieser Zeit zur monastischen Erneuerung auch verschiedener Frauenklöster beigetragen. Zur Zeit von Markward traten 86 Mönche neu in das Kloster ein. Dagegen waren es in den 25 Jahren zuvor nur 22 neue Mönche.[11]

Eine bemerkenswerte Neuerung im Zuge der kirchlichen Reformbewegung war die Bildung von Laienbruderschaften. Diese Vitus- und Stephanusbruderschaften entstanden in Corvey zur Zeit Markwards und Erkenberts in verschiedenen Orten, in denen das Kloster Grundbesitz oder andere Rechte besaß. Den Anfang machte die Vituskirche in Goslar. Allein aus der Zeit zwischen 1081 und 1138 sind die Namen von 1350 Mitgliedern bekannt. Die Bruderschaften hatten eigene Satzungen und versammelten sich zum gemeinsamen Mahl, zur Unterstützung der Armen und zum Gedenken für die Verstorbenen. Die Eintrittsgelder wurden zum Nutzen des Klosters verwendet. Die Mönche ihrerseits gedachten den Toten der Bruderschaften in ihren Gottesdienstes. Aber auch diese beteten für die Mönche. In weltlicher Hinsicht insbesondere in den unsicheren Zeiten des Investiturstreits waren die Bruderschaften eine wichtige Stütze des Klosters.[12]

Corvey zwischen Kaiser und Papst

Panoramabild des Innenhofs der Klosteranlage Corvey

Mit der Reformbewegung einher ging eine allmähliche Abkehr vom salischen Königshaus und eine Hinwendung in das Lager Gregor VII. Zur Zeit von Warin II. war das Kloster noch Verhandlungsort zwischen Anhängern Heinrich IV. und seinen sächsischen Gegnern, entwickelte sich aber bald zu einem Zentrum der Gregorianer. Im Jahr 1118 nahm das Kloster Theoger von Sankt Georgen auf. Nachdem dieser von der kirchlichen Reformpartei zum Bischof von Metz gewählt worden war, wurde er in Corvey vom Kardinallegaten Kuno von Praeneste unter Beteiligung zahlreicher weiterer führender Gregorianer demonstrativ zum Bischof geweiht. Der neue Bischof übte sein kirchliches Amt unmittelbar aus, als er die Georgskirche in Corvey, einen Andreasaltar sowie die Krypta der Klosterkirche weihte.[13] In den Zusammenhang des Investiturstreits gehört auch die vom Kaiser 1065 verfügte vorübergehende Übereignung Corveys an Adalbert von Bremen. Die Pfarrzehnten im Bistum Osnabrück gingen zu dieser Zeit verloren. Mit Unterstützung von Corveyer Vasallen und kaiserlichen Truppen wurde Abt Markward 1002 durch den Abt Günther von Hersfeld, der ein Anhänger Heinrichs IV. war, gewaltsam vertrieben und die Mönchsgemeinschaft zerstört. Aber bereits ein Jahr später starb Günther, was als göttliches Zeichen angesehen wurde. Markward konnte sein Amt wieder übernehmen. Entgegen dem Recht auf freie Abtswahl hat Heinrich V. Abt Erkenbert eingesetzt.[14] Dadurch trat Corvey zeitweise näher an das Königshaus heran und Erkenbert folgte dem Kaiser 1108 nach Ungarn und 1110/11 nach Rom.

Bereits in dieser Zeit begann die Sorge um den Erhalt der materiellen Basis des Klosters. Zu diesem Zweck ließ Erkenbert ein Güterverzeichnis anlegen. Gleichzeitig begannen Auseinandersetzungen mit Dienstmannen und den Klostervögten. Die Schwalenberger Grafen werden zeitweise nach dem Sturz Heinrichs des Löwen ab 1180 Klostervögte, zuvor waren sie Vizevögte[15].

Seit den 1130er Jahren begann die Klosterzucht erneut nachzulassen.[16] Eine letzte Blütephase erlebte Corvey unter Wibald von Stablo (1146–1158). In dessen Zeit wurde das Westwerk zu seiner heutigen zweitürmigen Form in Nachahmung und Überbietung der St.-Kiliani-Kirche im benachbarten Höxter ausgebaut. In seiner Zeit wurden entfremdete Besitzrechte erneut geltend gemacht. Er ging gegen räuberische Grafen und gegen Übergriffe von Ministerialen vor. Auch festigte er erneut die Klosterdisziplin. Das Kloster war so wohlhabend, dass es eine Reihe kostbarer Handschriften bestellte, darunter der Liber vitae.

Der kunstvolle Liber vitae entstand möglicherweise im Kloster Helmarshausen. Hierin enthalten sind die Namen aller Mönche und Äbte Corveys von der Gründung bis zur Entstehung des Werkes. Hinzu kommen die Namenslisten von 76 mit Corvey in einer Gebetsverbrüderung verbundenen geistlichen Gemeinschaften. Dieses Buch zählt heute zu den bedeutendsten Handschriften des Staatsarchivs in Münster. Die Angaben zeigen, das Corvey mit Gemeinschaften verschiedenster Observanz verbunden war. Neben den eigenen Propsteien stehen das Kloster Stablo und das Mutterkloster Corbie an der Spitze.[13][17]

Spätmittelalterlicher Niedergang

Der Weserradweg R99 entlang der Klostermauern von Stift Corvey und der Weser

Nach dem Tod Wibalds verlor Corvey rasch an Bedeutung und verlor seine frühere Bedeutung im Reich und der römischen Kurie. Eine gewisse politische Bedeutung hatte das Kloster zur Zeit von Abt Widukind (1189-1203) inne. Aber die folgenden Äbte und ein Klosterbrand 1242 trugen zur Verschuldung und zum wirtschaftlichen Niedergang bei. Die Beziehungen zu Rom wurden durch die antirömische Politik der Äbte Dietmar II. von Stockhausen (1206-1216) und Hermann I. von Holte (1223-1254) nachhaltig gestört. Seit der Mitte des 13. Jahrhunderts mit dem Ende der Stauferzeit konnte Corvey kaum noch eine eigenständige Rolle gegenüber dem Erzbischöfen von Köln, die als Herzöge von Westfalen auch materielle Interessen in der Gegend hatten, sowie den Bischöfen von Paderborn und Münster spielen.

Mit der Verlagerung der Königsmacht nach Süddeutschland unter den Staufern und der folgenden Schwächung des Königtums insgesamt verlor Corvey weitgehend den Schutz des jeweiligen Königs. Die Äbte reagierten darauf mit der Schaffung eines möglichst geschlossenen Territoriums. Dabei gerieten sie zwangsläufig in Konflikt mit umliegenden Konkurrenten. Dazu zählten neben den Bischöfen von Paderborn und verschiedenen Grafen insbesondere die Herzöge von Braunschweig, die Landgrafen von Hessen und die Erzbischöfe von Köln. Dies führte dazu, dass die Äbte ihre geistlichen Pflichten vernachlässigten und lieber Burgen bauten, wie eine Chronik der Äbte bereits 1189 beklagte. Zu den Befestigungen gehörten die Brunsburg, Landegge, Kugelsburg oder die Burg Lichtenfels. Seit 1220 war Corvey „gefürstete“ Reichsabtei.

Demgegenüber standen allerdings erhebliche Einbußen. Im Zuge des sogenannten „Osnabrücker Zehntstreits“ und durch Entfremdung verlor die Abtei die Zehnten und auch die meisten Besitzeinkünfte im Bistum Osnabrück. Im Bereich der Grafschaft Waldeck verlor Corvey im 13. Jahrhundert Besitzungen zu Gunsten der Grafen und dem Erzstift Köln. Auch der 1198 erworbene Solling ging verloren.

Von dem ehemals weit gestreuten Besitz blieb letztlich nur das Gebiet um Corvey übrig. Das Klosterterritorium war etwa 275 km² (= ungefähr das Gebiet der heutigen Stadt Höxter und ihrer 12 Ortschaften) groß. Am Ende des alten Reiches lebten dort etwa 10.000 Menschen.[18] Es wurde im Osten von der Weser begrenzt, im Westen und Süden grenzte das Gebiet unmittelbar an das Territorium des Fürstbischofs von Paderborn, in dessen Diözese es auch lag. Neben dem Hauptort Höxter umfasste es 16 Dörfer.

Die wirtschaftliche, politische und geistig-kulturell Schwächephase hielt während des gesamten Spätmittelalters an. Die Äbte des 14. und 15. Jahrhunderts waren meist unbedeutend und teilweise unwürdig. Dem gegenüber gewann der Konvent an Einfluss. Im 15. Jahrhundert war das Kloster auf dem Tiefstand seiner bisherigen Entwicklung angelangt. [19]

Frühe Neuzeit

Fürstabt Maximilian von Horrich

Im Zuge der Reichsreform kam Corvey 1500 zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. Der Abt von Corvey hatte persönlich Sitz und Stimme (Virilstimme) im Reichsfürstenrat des Reichstages und war dort nicht bloß korporativ vertreten (Kuriatstimme) wie die allermeisten anderen reichsunmittelbaren Äbte.

Ebenfalls um 1500 begann unter Abt Franz von Ketteler mit dem Anschluss an die Bursfelder Kongregation auch eine innere Erneuerung. Auch hat dieser mit einer Sicherung der materiellen Grundlagen begonnen. Allerdings überschnitten sich diese Bemühungen mit der seit 1533 in das Corveyer Territorium eindringenden Reformation. Entgegen dem Jus reformandi gelang es den Äbten nicht, die dauerhafte Festsetzung der Reformation in Höxter, Amelunxen und Bruchhausen zu verhindern. Dies hat die Stellung des Abtes stark geschwächt. Zur Zeit von Abt Dietrich von Beringhausen begannen um 1590 erste Versuche einer katholischen Erneuerung aber dieser gegenreformatorische Ansatz hatte zunächst wenig Erfolg. Im Gegenteil drohte das Kloster selbst sich zeitweise der Reformation zuzuwenden. Dem machte das Eingreifen der Bursfelder Kongregation ein Ende. Zwischen 1585 und 1616 konnten die Turmhelme und die Dächer des Westwerks[20] erneuert und das Westwerk im Obergeschoss mit drei Altären ausgestattet werden. Die Gegenreformation war im Stiftsgebiet weitgehend bis 1624 mit Ausnahme der Stadt Höxter abgeschlossen.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Kloster stark zerstört. Der „große Klosterbrand“ („Blutbad von Höxter“ 1635) hat große Teile der Klosterbibliothek vernichtet. Zeitweise mussten die Mönche während des Krieges nach Höxter flüchten. Hinzu kam militärische Besatzung und hohe Kontributionen.[21]

Corvey stand kurz vor dem Untergang, als Bischof Christoph Bernhard von Galen 1665 Administrator wurde, nachdem die Mönche auf die Wahl eines Abtes aus den eigenen Reihen verzichtet hatten. Er stiftete die barocke Abteikirche und belebte das Kloster durch die Wiedereinsetzung eines adligen Konvents. Auch die landesherrliche Autorität gegenüber Höxter wurde erneuert. Nachdem das klösterliche Leben sich einigermaßen gefestigt hatte, erfolgte die Wahl des Abtes wieder aus den Reihen des Konvents. Wilhelm Raabe widmete der Zeit von Galens die Erzählung „Höxter und Corvey“.[22] Die baufällige Klosterkirche wurde mit Ausnahme ihres Westwerks ab 1667 durch eine neue gotisierende Halle mit barocker Ausstattung ersetzt. Zwischen 1699 und 1756 wurde insbesondere unter Abt Florenz von dem Felde die Klosteranlage barock großzügig wiederaufgebaut. Diesen Zustand zeigt Corvey nahezu unverändert noch heute. Inschriften unter anderem auf Denkmälern zu Ehren Karls des Großen und Ludwigs des Frommen unmittelbar an der Haupteinfahrt des Klosters machten deutlich, dass sich Corvey nunmehr als Zentrum der Gegenreformation verstand. Seinen fürstlichen Anspruch brachte der Abt im prunkvollen Kaisersaal zum Ausdruck. Abt Maximilian von Horrich (1714–1721) machte sich um den Neuaufbau der Bibliothek verdient.[23]

Im 17. und 18. Jahrhundert kam es zu einer intensiven Hinwendung zur Geschichte der Abtei. Allerdings haben die damaligen Geschichtsschreiber, später auch als Corveyer „Lügenhistoriker“ bezeichnet, teilweise Quellen erfunden oder gefälscht. Dies führte auch noch im 19. Jahrhundert bei Paul Wigand Archivar und Historiker zu verschiedenen Fehlschlüssen.

Fürstbistum Corvey & Säkularisation

Bildnis Kaiser Otto II. im Kaisersaal zu Corvey
Deckengemälde in Corvey

Die etwa 12.000 Einwohner starke Reichsabtei, die im Jahr über etwa 100.000 Taler Einnahmen verfügte, versuchte sich stets aus der Abhängigkeit von den Bischöfen von Paderborn zu lösen. Einen starken Motivationsschub gab es durch das drohende Aussterben des Konvents gegen Ende des 18. Jahrhunderts, zählte doch 1786 der Konvent lediglich noch 13 Mitglieder. Da Corvey nur adligen Kandidaten Aufnahme gewährte und es von diesen kaum noch Bewerber gab, versuchte man dem Untergang durch Erhebung zum Bistum zu entgehen.

1779 konnte als erster Schritt dahin die Erhebung in den Rang einer Territorialabtei erreicht werden, das heißt die Einwohner des Corveyer Territoriums, deren Landesherr der Abt in weltlichen Dingen ja ohnehin schon war, wurden jetzt auch in kirchenrechtlichen Dingen der Jurisdiktionsgewalt des Paderborner Bischofs enthoben und der des Abtes unterstellt. Die bischöfliche Weihegewalt verblieb allerdings noch beim Bischof von Paderborn. In Gegenwart des Abtes beschloss der Konvent, dass der Gottesdienst, der stets sein benediktinisches Gepräge behalten hatte, auch nach einer möglichen Säkularisation der Abtei nicht verringert werden sollte, was für einen noch immer strengen klösterlichen Tagesablauf sprach. Für die Abhaltung der Gebetszeiten wurden die Alumnen des 1786 eröffneten Priesterseminars herangezogen, da die meisten Mönche zu alt waren. Zugleich wurde die Zahl der künftigen Domherren auf zwölf und deren Gehalt auf 500 Taler festgelegt. Auch wurde die Vita communis weitestgehend reformiert und die Klausur aufgehoben.

1788 richtete die Abtei schließlich ihren Säkularisierungsantrag an den Papst. Dieser hob das Kloster 1792 auf, erhob den Fürstabt Theodor von Brabeck zum Fürstbischof und das Abteigebiet zum Bistum (= Hochstift), obwohl es lediglich 10 Pfarreien umfasste. Der Prior der Abtei wurde Domdechant, die Mönche Domherren (Kapitulare), darunter Ferdinand von Lüninck, der sich für die Umwandlungsprozedur stark engagiert hatte. Ferner kamen noch weitere Domizellare hinzu, auch erhielt die jetzt zur Kathedrale gewordene Abteikirche sechs Domvikare. Die Kleidung und die Rechte wurden den übrigen deutschen Domkapiteln angeglichen. Im Jahr 1794 wurde die Urkunde durch den Kaiser ausgestellt und das neue Bistum, das lediglich das Gebiet der alten Reichsabtei umfasste, der Kirchenprovinz Mainz unterstellt. Auf Theodor von Brabeck folgte 1794 Ferdinand von Lüninck als Fürstbischof und letzter Regionalbischof des Bistums im Königreich Preußen († 1825).

Ende der Souveränität

Schon wenig später (1803) wurde das Fürstbistum Corvey durch den Reichsdeputationshauptschluss aufgehoben. Das Territorium fiel an die Grafen von Nassau-Dillenburg, die auch den Titel der Prinzen von Orange führten. Landesherr wurde Wilhelm V. von Oranien, ab 1806 Wilhelm Friedrich Prinz von Oranien-Nassau. 1807 wurde Corvey Bestandteil des napoleonischen Königreiches Westphalen, anschließend 1815 Königlich preußische Domäne. Das geistliche Bistum Corvey blieb jedoch bis zum Tode Ferdinand von Lünincks 1825 bestehen, wurde dann dem Bistum Paderborn einverleibt.

Der in Spätfolge des Wiener Kongresses entschädigungsberechtigte Landgraf Viktor Amadeus von Hessen-Rotenburg erhielt 1820 vom König von Preußen das Mediat-Fürstentum Corvey als Ausgleich, zusammen mit dem Mediatfürstentum Ratibor. Mit Testament von 1825 vererbte der Landgraf diese außerhessischen Gebiete an seinen Neffen, den Erbprinzen Viktor zu Hohenlohe-Schillingsfürst. Der Landgraf starb 1834 und Erbprinz Viktor nahm mit seiner Volljährigkeit 1840 unter Verzicht seiner Schillingsfürster Erbansprüche den Titel "Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey" an.

Die heutige Fürstliche Bibliothek Corvey geht im Kern auf die Sammeltätigkeit des bibliophilen Landgrafen Viktor Amadeus von Hessen-Rotenburg (1779–1834) zurück; zur heutigen Größe wurde sie unter dem ersten Herzog Viktor I. von Ratibor und durch August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (Bibliothekar in Corvey 1860-1874) erweitert.

Das 1840 begründete Herzogliche Haus Ratibor und Corvey (Haus Hohenlohe) ist bis heute Eigentümer von Schloss Corvey und der darin befindlichen Fürstlichen Bibliothek Corvey.

Hoffmann von Fallersleben in Corvey

Grab von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Am 1. Mai 1860 trat der Germanist und Dichter August Heinrich Hoffmann von Fallersleben seine Stelle als Bibliothekar an der Fürstlichen Bibliothek Corvey für Victor Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey mit zu dieser Zeit etwa 40.000 Bänden an. Er erweiterte die Bibliothek auf die heutige Größe von 74.000 Bänden und prägte wesentlich das Profil dieser Sammlung. Seine Frau Ida, die mit dem gemeinsamen Sohn Franz einige Wochen später nach Corvey umzog, starb bereits im Oktober desselben Jahres. [24] Hoffmann von Fallersleben starb am 19. Januar 1874 in Corvey; unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde er neben seiner bereits am 27. Oktober 1860 verstorbenen Frau Ida auf dem kleinen Friedhof neben der Abteikirche beigesetzt. Das Grab schmücken zwei schlichte Marmorplatten mit den Namen. Das Denkmal auf der Grabstätte, eine bronzenen Portraitbüste des Dichters auf einer hohen Steinstele mit der Gedichtzeile „Wie könnt´ich Dein vergessen“, wurde am 26. August 1911 anlässlich des 70-jährigen Jubiläums des „Deutschlandliedes“ – von Hoffmann von Fallersleben 1841 auf der Insel Helgoland gedichtet – enthüllt. Gestiftet wurde das Denkmal von Franz Hoffmann-Fallersleben (1855-1927), dem Maler und Sohn des Dichters.

Klosterbibliothek

Die ersten Handschriften kamen aus dem Mutterkloster Corbie. Auch wenn nähere Informationen fehlen, lassen andere Berichte den Schluss zu, dass zahlreiche in Corbie entstandene Werke nach Corvey kamen. Darunter waren auch Schriften von Paschasius Radbertus, der selbst an der Gründung Corveys beteiligt gewesen war. Er hatte über den Tod des ersten Abtes von Corvey Adalhard eine bemerkenswerte Totenklage verfasst. Zwei weitere seiner Werke waren Abt Warin gewidmet und gehörten zur Klosterbibliothek. Auch die Schriften des Ratramnus von Corbie, der mit Abt Adalhard eine gelehrte Korrespondenz pflegte, dürften in Corvey vorhanden gewesen sein. Ein große Erweiterung erfuhr die Bibliothek durch Gerold, einem Hofkaplan Ludwig des Frommen, der beim Eintritt in das Kloster diesem seine Bücher schenkte. Dazu gehört ein Matthäuskommentar des Hieronymus, der sich heute in München befindet. Insbesondere die bedeutende Corveyer Klosterschule lässt auf einen beträchtlichen Buchbestand schließen. Bischof Ansgar führte auf seinen Missionsreisen Bücher aus Corvey mit sich oder ließ sie sich von dort kommen. Die nach einem Dänenüberfall 845 zerstörte Hamburger Dombibliothek soll mit Hilfe Corveys wieder aufgebaut worden sein. Bedeutende als Schriftsteller arbeitende Mönche wirkten in der Zeit um 900 in Corvey. Eine Analyse der benutzten Quellen zeigt, dass in Corvey zahlreiche Werke antiker und christlicher Autoren vorhanden gewesen sein müssen. Auch die Sachsengeschichte Widukinds beruht auf anderen Schriften.

In der Folgezeit waren die Neuerwerbungen relativ gering. Ein neuer Aufschwung erfolgte in der Reformzeit unter Abt Markward um 1100. So erhielt das Kloster Marienmünster bei seiner Gründung auch Bücher aus Corvey. Auch noch unter Erkenbert wurden in Corvey eine Reihe von Werken erworben. Erkenbert widmete Ekkehard von Aura eine Bearbeitung einer Weltchronik. In der Folge wurde die Bibliothek aber erneut vernachlässigt, ehe sie unter Wilbald von Stablo ab 1146 erneut einen Aufschwung erlebte. Dieser sammelte alle ihm zugänglichen Schriften des Cicero und stellte sie in einem heute Berlin befindlichen Codex zusammen. Auch der wahrscheinlich in Helmarshausen entstandene liber vitae stammt aus dieser Zeit. Nach dem Tod Wilbalds verlor die Bibliothek ihre frühere Bedeutung. Es kamen zwar weiter neue Bücher hinzu, zahlreiche weitere gingen aber auch verloren. Zum Bestand hinzu kam unter anderem ein Exemplar des Sachsenspiegels. Verloren ging unter anderem die berühmte Tacitusausgabe, die an Papst Leo X. kam.

Im 16. Jahrhundert kam die Bibliothek des Klosters Bursfelde nach Corvey. In dieser Zeit suchten auch eine Reihe von Gelehrten die Bibliothek zu Studienzwecken auf. Hermann Hamelmann stellte dieser aber kein gutes Zeugnis aus, als er von einer einst ausgezeichneten Bibliothek sprach. Große Verluste erlitt die Bibliothek während des dreißigjährigen Krieges. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurden zur Zeit von Christoph Bernhard von Galen eine Reihe neuer großer Werke angeschafft. Weiter ausgebaut hat den Bestand Maximilian von Horrich, der 1721 zahlreiche Werke auf einer Auktion in Bremen erstand. Auch die folgenden Äbte vermehrten die Bibliothek. Ein erster verschollener Katalog wurde 1793 angelegt.

Nach der Säkularisation von 1803 wurde auch die Bibliothek aufgelöst. Verhandlungen zu ihrem Verbleib dauerten bis 1812. Aber schon zuvor waren Teile davon unter der Hand verschwunden. Der Historiker Paul Wigand fand 1811 nur noch ein Viertel der erwarteten Bücher vor. Ein beträchtlicher Teil kam 1812 nach Marburg, Münster und Bonn. Ein Rest von etwa 2.500 Bänden verblieb als Corveyer Pfarrbibliothek in der Dechaneibibliothek von Höxter. Diese Werke befinden sich heute als Depositum in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek in Paderborn.[25]

Die Fürstliche Bibliothek Corvey steht als dritte Bibliothek an historischer Stelle nicht in unmittelbarer Tradition zur alten Klosterbibliothek.

Architektur

Baugeschichte

Der Grundstein zur Klosterkirche wurde 822 gelegt. Das Langhaus wurde 844 geweiht (Bau I). Im Jahr 867 folgte die Weihe der Querarme und des Chores (Bau II). Der Bau des Westwerkes wurde 873 begonnen und dieses wurde 885 geweiht.

Grundriss der Klosterkirche (Bau II)

In den Jahren 1145 bis 1159 erfolgte die Umgestaltung des Westwerkes mit dem oberen Querriegel. Zwischen 1585 und 1616 kam es zu weiteren baulichen Veränderungen des Westwerkes. Außerdem kam es zu Arbeiten an den Turmhelmen und den Dächern.

Mit Ausnahme des Westwerkes wurde die Kirche 1665 abgebrochen. Der Kirchenneubau erfolgte durch den Architekten Niklas Dentell zwischen 1667 und 1671; die Ausstattung wurde mit Ausnahme der Orgel (1681) bis 1675 vollendet. Geweiht wurde die Kirche 1681.

Im späten 13. Jahrhundert wurde innerhalb des Klosterbezirks eine Burg erbaut. Diese diente auch als Residenz des Abtes. Die Burg ist noch 1507 bezeugt, aber um 1590 nicht mehr vorhanden.[26]

Die Abtei wurde unter Fürstabt Florenz von dem Felde ab 1699 neu gebaut. Bis 1715 wurde der Ostflügel zur Zeit von Fürstabt Maximilian von Horrich vollendet. Unter den nachfolgenden Fürstäbten wurden die Wach-, Wohn- und Remisengebäude (Justus Wehmer, Hildesheim) erbaut. Hinzu kamen zwei Türme sowie die Flügel des Wirtschaftshofes. Die Benediktuskapelle am Scheitel des Chores der Klosterkirche stammt aus dem Jahr 1727. Das Gartenhaus wurde 1741 (Franz Christoph Nagel, Paderborn) erbaut. Aus dem Jahr 1790 stammt die Marienkapelle im Süden der Kirche.

Zwischen 1945 und 1965 fanden umfassende Renovierungsarbeiten der Kirche und der "Neuen Abtei" statt. Dabei kam es von 1951 bis 1953 zu Ausgrabungen in der Kirche. In den Jahren zwischen 1954 und 1961 wurden die Wandmalereien im Westwerk aufgedeckt. Neuerlich fanden Grabungen nach 1974 statt.[27]

Das Kloster bewirbt sich um den Status des Weltkulturerbes.[28]

Baubeschreibung

Klosteranlage

Corvey vom Weinberg aus. Im Vordergrund Bodendenkmal tom Roden

Über die frühe Klosteranlage gibt es nur wenige Hinweise. Die Grenzen dürften der späteren barocken Klosteranlage weitgehend entsprochen zu haben. Nach der Beschreibung der Entstehungsphase in der Translatio sancti Viti ist zu vermuten, dass die Anlage nach einem Plan gebaut wurde. Das Gebäude des Konvents befand sich, wie bei der späteren Anlage auch, vermutlich im Norden der Kirche. Dort hat man Überreste des Kreuzganges gefunden. Darum gruppierten sich die üblichen zu einem Kloster gehörenden Baulichkeiten. Die Ökonomiegebäude könnten sich im Süden der Anlage befunden haben.[29]

Vor dem Neubau im 17./18. Jahrhundert gab es einen Friedhof, Obstgärten und verschiedene verstreute Gebäude wie die Residenz des Abtes, Gast- und Krankengebäude sowie Wirtschaftsgebäude. Ein Zeitgenosse schrieb um 1590: „Die Gebäude aber dieses oft erwähnten Klosters sind zum Teil alt, zum Teil neu. Und es sind ziemlich viele, derart dass es auch von außen als eine stattliche Stadt anzusehen ist.“[30]

Die Gesamtanlage des heutigen zwischen 1699 und 1721 errichteten Klosters ist durch ein rechteckiges mit Mauern umgebenen Grabensystem umschlossen. Dieses reicht im Osten bis an die Weser. Im Norden der Klosterkirche schließt sich die eigentliche Klosteranlage an. Sie gruppiert sich um zwei Höfe. Der südliche Hof (Friedgarten) wird vom Kreuzgang aus dem 18. Jahrhundert umschlossen. Der Nordflügel der Abtei am nördlichen Innenhof (Ehrenhof) hat zwei Ecktürme mit geschweiften Hauben. Er verfügt über einen Mittelrisaliten mit Dreiecksgiebel. Im Inneren des Gebäudes befindet sich die Bibliothek, der barocke Sommersaal sowie der prunkvolle Kaisersaal mit Deckenmalereien und Kaiserbildnissen.[31]

Das Portal des Klosters richtete sich auf den Konventsbau aus. Im Jahr 1716 wurde ein Allee angelegt, die das Kloster mit Höxter verband. Neben dem Torgebäude lagen Wohnungen für Bedienstete und Wirtschaftsgebäude. An die hinter dem Torbereich grenzende Freifläche existierte im Süden ein Hof, der an drei Seiten ebenfalls mit Wirtschaftsgebäuden umgeben war. Ihre Ausmaße waren größer als die anderer westfälischer Klöster. Hinzu kommen Schilderhaus, eine Steinbrücke, Gartenhaus (Teehaus oder Orangerie) und Standbilder.[32] Nördlich und südlich der Kirche liegt der im 19. Jahrhundert angelegte Friedhof.[33]

Westwerk

Der älteste heute noch erhaltene Bauteil ist das Westwerk der Klosterkirche. Dieses wurde im 9. Jahrhundert als Dreiturmanlage erbaut. Im 12. Jahrhundert wurde es grundlegend umgestaltet. Die Räume der unteren und mittleren Geschossen blieben dabei erhalten. Die hochaufragende Westfront besteht aus zwei Flankentürmen und einem Mittelbau mit einem risaltartigen Erker in der Mitte. Dort ist eine Inschriftentafel aus der Gründungszeit angebracht.

Bauinschrift am Mittelbau der Westfront

Der aus karolingischer Zeit stammende untere Teil des Westwerkes besteht aus einem unregelmäßigen Bruchsteinmauerwerk. Unterbrochen wird dies durch schlichte Rundbogenfenster und Lichtschlitze. Vom Gesamtbau hebt sich das zweigeschossige Glockenhaus über dem Mittelbau deutlich ab. Die vier zweiteiligen Bogenöffnungen der unteren Reihe stammen noch aus der Ursprungszeit des Baus. Die sechs zweiteiligen Öffnungen der oberen Reihe stammen aus dem 12. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammen auch die oberen Geschosse der Türme mit ihren je zwei doppelbogigen Zwillingsfenstern.[34] Die Dächer des Mittelbaus und der Türme stammen vom Ende des 16. Jahrhunderts.

Fragmente des Odysseusbildes

Ein Atrium als Hauptzugang zum Westwerk im Westen ist nicht mehr vorhanden. Durch drei Arkaden gelangt man in die aus karolingischer Zeit stammende Eingangshalle, auch als „Krypta“ bezeichnet. Dabei handelt es sich um ein dreischiffiges, dreijochiges Quadrat zwischen gequaderten Pfeilern. Vier gedrungene Säulen tragen ein gurtloses Kreuzgratgewölbe. Die Säulen sind mit korinthisierenden Vollblattkapitellen mit hohen, ornamentierten Kämpferblöcken versehen.[35] Den Hauptraum umgeben zwei dreijochige, früher flachgedeckte Seitenschiffe. Der östliche Teil der Eingangshalle war die Verbindung zwischen Westwerk und Kirche. Dieser reichte früher durch drei Geschosse des Westwerkes. Um 1600 wurde der Raum eingewölbt. An den westlichen Ecken der Eingangshalle befinden sich Treppen zum zweigeschossigen Mittelraum des Westwerkes. Dieser sogenannte Johannischor[36] ist ein hoher quadratischer Raum mit einer Balkendecke aus dem 16. Jahrhundert. Umgeben wird er von einigen Nebenräumen und einer Empore.

In allen Stockwerken finden sich Wandmalereien aus Ornamentbändern, Akanthusranken und geometrischen Mustern. Ohne zeitgenössisches Vergleichsstück existiert auch eine Darstellung des Kampfes des Odysseus mit dem Ungeheuer Skylla. Dieses Bild gehörte ursprünglich zu einem Bilderzyklus, von dem aber sonst nichts erhalten ist.[37]

Klosterkirche

Barockes Innenleben der Basilika St. Stephanus und St. Vitus der Benediktinerabtei Corvey in Höxter

Die ursprüngliche Klosterkirche war ein dreischiffiges Langhaus mit schmalen Seitenschiffen. Offenbar hat es Mittelschiffarkaden gegeben, näheres ist unklar. Im Osten schloss an das Langhaus ein annähernd quadratischer Chor an. Am Osten des Chores befand sich ein kleiner Anbau mit einer Apsis. Unter dem Chor befand sich eine Krypta. Bereits kurz nach Fertigstellung und vor dem Bau des Westwerkes wurde der Bau I zum sogenannten Bau II umgestaltet. Dazu gehörte im Osten ein eingezogenes rechteckiges Chorjoch und eine halbrunde Apsis. Gleichzeitig wurde eine Außenkrypta mit einem Umgang um die Chorapsis erbaut. Hinzu kamen zwei nach Osten verlängerte Längsstollen und eine Kreuzförmige Kapelle im Osten. Durch den Bau von Querarmen am Chor wurde der Gesamtbau erweitert.

Die nach 1667 erbaute Kirche ist ein Saalbau in einem gotisierenden Stil. Er besteht aus drei Jochen und eingezogenem dreijochigen Chor mit 5/12-Schluss. Im Osten befindet sich als kleiner Anbau die Benediktuskapelle (zweijochig, dreiseitiger Schluss). Die Kirchenfenster sind hohe zwei- und dreiteilige Spitzbogenfenster. Die Kirche hat ein Kreuzrippengewölbe ohne Gurtbogen.

Ausstattung

Die reiche Innenausstattung stammt aus der Zeit des Barock.[38] An der Ausstattung beteiligt war unter anderem die Werkstatt Sasse. In der Kirche gibt es auch eine Reihe von Epitaphen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.[39]

Barock-Orgel

Die Orgel der Klosterkirche wurde 1681 von Andreas Schneider (Höxter) mit Springladen erbaut. 1718 baute Johann Matthias Naumann (Hildesheim), ein ehemaliger Geselle der Orgelbaufirma Arp Schnitger, ein Rückpositiv in die Orgel ein. Die Chororgel aus derselben Zeit wurde 1822 in die neue katholische Kirche als Hauptorgel in Amelunxen eingebaut. Im 19. Jahrhundert wurde das Instrument mehrfach umgebaut, u.a. wurden die Springladen teilweise durch Schleifladen ersetzt, und ein Glockenspiel hinzugefügt. Die Orgel wurde zuletzt im Jahre 1994 durch die Orgelbaufirma Sauer (Ottbergen) instandgesetzt. Eine erneute, umfassende Restaurierung ist geplant.[40] Das Instrument hat 32 Register auf zwei Manualen und Pedal.[41]

I Hauptwerk C–d3
1. Bordun 16′
2. Praestant 8′
3. Viola da Gamba 8′
4. Gembshorn 8′
5. Quintadena 8′
6. Quinta 6′
7. Oktave 4′
8. Quinta 5′
9. Flöte 3′
10. Große Sesquialtera III
11. Mixtur V
12. Zimbel III
13. Dulzian 16′
14. Trompete 8′
Tremulant
II Brustwerk C–d3
15. Gedackt 8′
16. Octave 4′
17. Gedackt 4′
18. Gembshorn 4′
19. Quintflöte 3′
20. Blockflöte 2′
21. Spitzquinte 11/2
22. Sesquialtera III
23. Mixtur III
24. Krummhorn 8′
Glockenspiel
Tremulant
Pedal C–d1
25. Praestant 16′
26. Quintadena 16′
27. Octave 8′
28. Rohrflötenbaß 1′
29. Mixtur VI
30. Posaune 16′
31. Trompete 8′
32. Cornett 2′
Glocken

Im Mittelbau des Westwerkes hängen vier Glocken aus vier Jahrhunderten. Die älteste und zugleich größte von ihnen ist die 1584 von Hermann Bock und Hans Vogelmann gegossene Cantabona. Nach den Vernichtungen des Dreißigjährigen Krieges wurde das Geläut unter Erhaltung der Cantabona neu formiert und über die Jahrhunderte hin in bescheidener Form wiederaufgebaut. Den Rat, die Cantabona aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung zu erhalten, gab der in Steinheim ansässig gewesene lothringische Wandergießer Claudius Bricon, der die zweitgrößte Glocke goss.[42]

Nr.
 
Name
 
Gussjahr
 
Gießer, Gussort
 
Durchmesser
(mm)
Masse
(kg, ca.)
Schlagton
(HT-1/16)
1 Cantabona (St. Vitus) 1584 Hermann Bock und Hans Vogelmann 1266 1500 f1 +5
2 Benedictus 1683 Claudius Bricon, Steinheim 995 600 fis1 ±0
3 Maria, Ansgar, Rembertus, Adelhard 1782 Greve, Meschede 867 380 a1 +4,5
4 St. Joseph 1. H. 20. Jh. Humpert (?) 602 130 e2 ±0

Siehe auch

Literatur

Ältere Literatur

  • Paul Wigand: Geschichte der gefürsteten Reichsabtei Corvey und der Städte Corvey und Höxter. Höxter 1819 [mehrere Bände]. (Digitalisat)
  • Paul Wigand (Hrsg.): Der Corveyesche Güterbesitz aus den Quellen dargestellt und als Fortsetzung der Corveyschen Geschichte. Lemgo 1831. (Digitalisat)
  • Paul Wigand (Hrsg.): Traditiones Corbeinses. Leipzig 1843. (Digitalisat)
  • August Hanemann: Schloss Corvey an der Weser, 4. Aufl. Holzminden 1909, 10. Aufl. Höxter 1947

Neuere Literatur

  • Hilde Claussen, Anna Skriver: Die Klosterkirche Corvey. Bd. 2. Wandmalerei und Stuck aus karolingischer Zeit. Denkmalpflege und Forschung. Bd. 43, 2. Mainz 2007. ISBN 3-8053-3843-0.
  • Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Nordrhein-Westfalen. Stuttgart 1970. S. 146–149.
  • Klemens Honselmann (Hrsg.): Die alten Mönchslisten und die Traditionen von Corvey. Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen. Bd 10. Abhandlungen zur Corveyer Geschichtsschreibung. Bd. 6, T. 1. Paderborn 1982. ISBN 3-87088-326-X.
  • Marianne Huisking: Beiträge zur Geschichte der Corveyer Wahlkapitulationen. In: Westfälische Zeitschrift (WestfZs). Paderborn 98/99.1949, S. 9. ISSN 0083-9043.
  • Beate Johlen: Die Auswirkungen der Gegenreformation auf den Sakralbau des 17. Jahrhunderts. Reform und Tradition am Beispiel des Wiederaufbaues der ehemaligen Benediktinerabteikirche Corvey/Westfalen im Jahre 1667. Bonn 2000. PDF-Datei
  • Joachim Poeschke (Hrsg.): Sinopien und Stuck im Westwerk der karolingischen Klosterkirche von Corvey. Rhema-Verlag, Münster 2002, ISBN 978-3-930454-34-1.
  • Leopold Schütte (Hrsg.): Die alten Mönchslisten und die Traditionen von Corvey. Indices und andere Hilfsmittel. Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen. Bd. 10. Abhandlungen zur Corveyer Geschichtsschreibung. Bd. 6, T. 2. Paderborn 1992. ISBN 3-87088-326-X.
  • Günter Tiggesbäumker: Corvey – Zeuge einer großen Vergangenheit. Mit Fotografien von Peter Knaup. München 2008.

Weblinks

 Commons: Corvey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Corvey – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Ernst Schubert: Corvey. In: Werner Paravicini (Hg.): Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Ein Handbuch. Ostfildern, 2003 S.119
  2. Elisabeth Sudhoff: Geschichte des Klosters und Schlosses Corvey auf: nova corbeia
  3. Patrozinium-Schutzherrschaft eines Heiligen über eine Kirche
  4. Joachim Wollasch: Benediktinisches Mönchtum in Westfalen von den Anfängen bis ins 12. Jahrhundert. In: Monastisches Westfalen. Klöster und Stifte 800–1800. Münster, 1982 S. 19.
  5. Elisabeth Sudhoff: Geschichte des Klosters und Schlosses Corvey auf: nova corbeia
  6. Elisabeth Sudhoff: Geschichte des Klosters und Schlosses Corvey auf: nova corbeia
  7. a b Joachim Wollasch: Benediktinisches Mönchtum in Westfalen von den Anfängen bis ins 12. Jahrhundert. In: Monastisches Westfalen. Klöster und Stifte 800–1800. Münster 1982, S. 20.
  8. Peter Berghaus: Die Münzprägung westfälischer Stifte und Klöster. In: Monastisches Westfalen. Klöster und Stifte 800–1800. Münster, 1982 S. 455.
  9. vergl. Zur Grundherrschaft des Klosters Corvey
  10. Elisabeth Sudhoff: Geschichte des Klosters und Schlosses Corvey auf: nova corbeia
  11. Joachim Wollasch: Benediktinisches Mönchtum in Westfalen von den Anfängen bis ins 12. Jahrhundert. In: Monastisches Westfalen. Klöster und Stifte 800–1800. Münster 1982. S. 25–27.
  12. Joachim Wollasch: Benediktinisches Mönchtum in Westfalen von den Anfängen bis ins 12. Jahrhundert. In: Monastisches Westfalen. Klöster und Stifte 800–1800. Münster 1982. S. 27.
  13. a b Joachim Wollasch: Benediktinisches Mönchtum in Westfalen von den Anfängen bis ins 12. Jahrhundert. In: Monastisches Westfalen. Klöster und Stifte 800–1800. Münster 1982. S. 28.
  14. Elisabeth Sudhoff: Geschichte des Klosters und Schlosses Corvey auf: nova corbeia
  15. http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/finde/langDatensatz.php?urlID=429&url_tabelle=tab_chronologie
  16. Elisabeth Sudhoff: Geschichte des Klosters und Schlosses Corvey auf: nova corbeia
  17. dazu ausführlich: Peter Rück: Kodikologisch-paläographische Bemerkungen zum Liber Vitae von Corvey (PDF-Datei)
  18. vergl. Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. München 1992. S. 112.
  19. Elisabeth Sudhoff: Geschichte des Klosters und Schlosses Corvey auf: nova corbeia
  20. Miesen, K.J.:Friedrich Spee. Priester, Dichter, Hexenanwalt, Düsseldorf (Droste) 1987, S. 198
  21. Elisabeth Sudhoff: Geschichte des Klosters und Schlosses Corvey auf: nova corbeia
  22. Wilhelm Raabe: Höxter und Corvey Volltext auf Projekt Gutenberg-DE
  23. Der Neuaufbau der Corveyer Klosterbibliothek nach dem Dreißigjährigen Krieg unter Fürstabt Maximilian von Horrich
  24. Hoffmann von Fallersleben auf Corvey (1860–1874)
  25. Hermann Josef Schmalor: Klosterbibliotheken in Westfalen 800–1800. In: Monastisches Westfalen. Klöster und Stifte 800–1800. Münster 1982. S. 511–512.
  26. Ernst Schubert: Corvey. In: Werner Paravicini (Hg.): Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Ein Handbuch. Ostfildern, 2003 S.119
  27. Heiko K.L. Schulze: Klöster und Stifte in Westfalen – eine Dokumentation. Geschichte, Baugeschichte und -beschreibung. In: Monastisches Westfalen. Klöster und Stifte 800–1800. Münster 1982. S. 334.
  28. Bericht der NRW-Stiftung
  29. Elisabeth Sudhoff: Architektur und Baugeschichte auf: nova corbeia
  30. Die Gesamtanlage
  31. vergl. Der Kaisersaal im Corveyer Schloss
  32. Heiko K.L. Schulze: Klöster und Stifte in Westfalen – eine Dokumentation. Geschichte, Baugeschichte und -beschreibung. In: Monastisches Westfalen. Klöster und Stifte 800–1800. Münster 1982. S. 336.
  33. Elisabeth Sudhoff: Architektur und Baugeschichte auf: nova corbeia
  34. Zur Fassade des Westwerkes
  35. Zum Untergeschoss des Westwerkes
  36. Zur Emporenkirche
  37. Heiko K.L. Schulze: Klöster und Stifte in Westfalen – eine Dokumentation. Geschichte, Baugeschichte und -beschreibung. In: Monastisches Westfalen. Klöster und Stifte 800–1800. Münster 1982. S. 334 f.
  38. Zur Innenausstattung
  39. Heiko K.L. Schulze: Klöster und Stifte in Westfalen – eine Dokumentation. Geschichte, Baugeschichte und -beschreibung. In: Monastisches Westfalen. Klöster und Stifte 800–1800. Münster 1982. S. 335.
  40. Nähere Informationen zur Restaurierung der Orgel
  41. Nähere Informationen zur Barock-Orgel der Klosterkirche
  42. Claus Peter: Westfalen. In: Kurt Kramer (Hrsg.): Die deutschen Glockenlandschaften. Deutscher Kunstverlag, München 1989, S. 19, 51 und 52.



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